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Sunrise (München)

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Scja Sun Certified Java Associate Study Guide for Test CX-310-019
Scja Sun Certified Java Associate Study Guide for Test CX-310-019
von Cameron W. McKenzie
  Taschenbuch
Preis: EUR 45,06

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweiliger SCJA-Certification-Guide, 11. Juni 2008
Der "Sun Certified Java Associate" ist die Einstiegs-Zertifizierung in Sun Microsystems Java-Zertifizierungsprogramm. Ich mache den SCJA nur aus dem einen Grund, weil mich die allseits gelobten SCJA-Bücher von Cameron McKenzie schon seit geraumer Zeit sehr interessieren. Das vorliegende Buch ist kompakt geschrieben und liest sich leicht und flüssig. Obwohl sehr viel Grundlagenwissen vermittelt wird, bezweifle ich, daß ein völliger Java-Neuling alles verstehen wird. Für den allerersten Einstieg in Java ist das Buch meines Erachtens nach nicht geeignet. Man sollte zuvor bereits ein oder zwei Grundlagenbücher gelesen haben, und ich empfehle an dieser Stelle "Java in a Nutshell" oder das Handbuch von Guido Krüger. Wer dagegen schon J2SE-Basiswissen besitzt, für den ist McKenzies Buch eine kurzweilige Auffrischung seiner Programmierkenntnisse, und was noch viel wichtiger ist, eine kompakte Übersicht über die Lernziele des SCJAs. Leider wurden J2ME und J2EE nur sehr kurz beschrieben. Die J2ME handelt McKenzie auf knapp zwei Seiten ab, und Web-Services werden auf 2.5 Seiten erklärt. Das ist eindeutig zu wenig. Die J2ME-Fragen in der SCJA-Prüfung kann man mit diesem Wissen definitiv nicht alle beantworten. Servlets & EJBs werden zwar ein bißchen ausführlicher erklärt, aber um genau zu verstehen, wozu man Servlets & EJBs letztendlich benötigt, reicht das nicht aus. Hier sollte man auf jeden Fall noch andere Quellen zu Rate ziehen.
Der Autor hat des öfteren versucht, seinen Humor zum Besten zu geben. Wahrscheinlich wollte er damit in die Fußstapfen von Kathy Sierra treten, womit er aber auf ganzer Linie gescheitert ist. Besonders lustig ist der Humor von Cameron McKenzie nicht gerade, und seinen Tiefpunkt erreicht er mit der völlig absurden Erklärung des Begriffes Polymorphismus. Witzige Fachbücher zu schreiben ist ein schweres Unterfangen, und McKenzie hätte besser darauf verzichtet, denn seine ernsten Texte sind um Längen besser. Am besten, man liest über die verkorksten Gags hinweg und konzentriert sich auf die wesentlichen Aspekte. Die Mock-Exam-Questions sind dagegen gelungen und machen viel Spaß beim Beantworten. Alles in allem ist das Buch lesenswert und vermittelt alle nötigen Themen, die in der SCJA-Prüfung abgefragt werden, auch wenn sich der Autor bei manchen Kapiteln gerne mehr Zeit hätte nehmen können, um die Konzepte detaillierter zu erklären. Das Buch ist aber hervorragend dafür geeignet, um sich einen Überblick zu verschaffen, welche Themen in der Prüfung vorkommen, wobei man einige dieser Lernziele durch zusätzliche Leküre weiter vertiefen muß.


Bulletproof Ajax (Voices That Matter)
Bulletproof Ajax (Voices That Matter)
von Jeremy Keith
  Taschenbuch
Preis: EUR 27,48

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzer und effektiver Grundlehrgang in Ajax, 9. Mai 2008
Das vorliegende Buch ist die Fortsetzung von Jeremy Keiths Erstlingswerk "DOM Scripting". Um "Bulletproof Ajax" zu verstehen muß man "DOM Scripting" nicht zwangsläufig gelesen haben, aber es erleichtert das Verständnis ungemein. Das Buch startet mit einer Definition von Ajax und einer kurzen Einführung in JavaScript und DOM. Wer "DOM Scripting" bereits sein eigen nennt, der benötigt diese JavaScript-Grundlagen natürlich nicht mehr, aber perfekt geschrieben sind sie allemal, und lesenswert obendrein. So richtig interessant wird es daher erst ab dem dritten Kapitel, denn darin wird der XMLHttpRequest erklärt, der sozusagen das Herzstück von Ajax bildet. Das dritte Kapitel ist deshalb auch das Herzstück des Buches, denn es ist nicht nur ausgezeichnet geschrieben, sondern stellt dem Leser auch gleich Funktionen zur Verfügung, die er eins zu eins in seine Programme übernehmen kann. Danach folgen drei Datenformate, die als Informations-Austausch zwischen Browser und Server verwendet werden können, und zwar handelt es sich dabei um XML, HTML und JSON. Bei jedem Format werden die Vor- und Nachteile beleuchtet, und es wird erklärt, für welchen Zweck man welches Format verwenden sollte. Im nächsten Kapitel erklärt uns der Autor seine Philosophie namens Hijax, die besagt, daß Ajax nur eine Ergänzung zu einer bereits bestehenden, funktionsfähigen Web-Seite darstellen und keinesfalls ihr unverzichtbarer Bestandteil sein sollte. Das bedeutet im Klartext, daß man zuerst eine HTML-Seite schreibt, die ohne Ajax funktioniert. Erst danach fügt man die Ajax-Funktionalität hinzu. Das hat den Vorteil, daß die Web-Seite auch dann noch funktioniert, wenn sie von einem Browser aufgerufen wird, der JavaScript deaktiviert hat. Hört sich sehr lobenswert an, aber ich glaube kaum, daß allzu viele Ajax-Programmierer von Jeremy Keiths Hijax-Philosophie Gebrauch machen werden. Stattdessen werden die meisten Ajax-Entwickler sogenannte "alles oder nichts"-Lösungen programmieren, frei nach dem Motto: Entweder der Anwender hat JavaScript aktiviert, oder er hat Pech gehabt. Bei vielen Ajax-Applikationen wird Hijax auch gar nicht funktionieren, denn nimmt man diesen Web-Seiten JavaScript weg, dann hat sich damit auch die Funktionalität der Seite erledigt. In den Beispielen, die Jeremy Keith beschreibt (so auch im abschließenden Projekt, in dem ein kleiner Bookstore aufgebaut wird), wird Hijax jedoch sehr anschaulich implementiert, aber es zieht eine strenge Separierung der Schichten sowie zusätzlichen Programmieraufwand nach sich. Diesen Aufwand werden definitiv nicht alle Ajax-Entwickler in Kauf nehmen. Abgerundet wird das Buch mit je einem kleinen Kapitel über Screen-Readers (die mit JavaScript und Ajax übrigens ziemliche Schwierigkeiten zu haben scheinen) und Ajax-Challenges, die Tipps & Tricks zum Besten geben und das Verhalten des Browsers in Bezug auf Ajax-Funktionalität durchleuchten.
"Bulletproof Ajax" ist ein dünnes Buch, ein sehr dünnes sogar, und ich wage zu behaupten, daß für den Preis eindeutig zu wenig drin steht. Aber das, was drin steht, ist absolut erstklassig, denn wie schon sein Vorgänger "DOM Scripting" liest sich "Bulletproof Ajax" so unglaublich flüssig, wie ich es von einem Fachbuch bisher noch nicht erlebt habe. Man kann es daher gar nicht oft genug wiederholen: Jeremy Keith schreibt einfach brillant! Ich habe schon viele gute und schlechte Fachbücher gelesen, in englischer und in deutscher Sprache, aber an die Leichtigkeit, mit der Jeremy Keith seine Worte formuliert, kommt kaum ein anderer Autor heran. Nichtsdestotrotz hätte man das Buch noch gut und gerne um ein paar Kapitel erweitern können, z.B. wären mir zusätzliche Ajax-Beispiele durchaus willkommen gewesen, und gegen eine Vorstellung der gängigsten Ajax-Frameworks und wie sie sich voneinander unterscheiden, hätte dem Buch auch sehr gut zu Gesicht gestanden. So betrachte ich "Bulletproof Ajax" mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ersteres trifft zu, weil es mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet hat, und Letzteres kommt zum Tragen, weil "Bulletproof Ajax" auf mich irgendwie den Eindruck erweckt, als sei es lediglich der Versuch, ein paar Artikel und Essays auf Buchlänge zu strecken, denn der Inhalt ist schon wirklich sehr dünn geraten. Trotzdem kann ich das Buch jedem Ajax-Einsteiger ans Herz legen, denn wie oft findet man schon ein Buch, das Grundlagenwissen auf so hervorragende Art und Weise vermittelt. Ursprünglich wollte ich mir dazu "Head First Ajax" kaufen, aber das brauche ich jetzt wohl nicht mehr.


Dom Scripting: Web Design with JavaScript and the Document Object Model
Dom Scripting: Web Design with JavaScript and the Document Object Model
von Jeremy Keith
  Taschenbuch
Preis: EUR 25,40

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Einführung in JavaScript und DOM, 9. Mai 2008
Bücher über JavaScript gibt es viele, und sich für das richtige Buch zu entscheiden ist nicht immer einfach. Das Referenzwerk von David Flanagan ist sicherlich eine gute Wahl, aber wer sich beim Lesen etwas kürzer fassen möchte, der greift zu "DOM Scripting" von Jeremy Keith. Der Titel ist eher unscheinbar und weist nicht direkt auf eine JavaScript-Einführung hin. Nichtsdestotrotz vermittelt das Buch viele grundlegende JavaScript-Konzepte, auch für komplette Neueinsteiger. Den Auftakt macht ein kurzer Abriß über den Browser-Krieg der 90er und die Geschichte von JavaScript, was ich als höchst informativ empfand. Danach werden die wichtigsten Grundlagen von JavaScript und DOM erklärt, und zwar so präzise auf den Punkt gebracht, daß ich darüber nur noch staunen konnte, denn Jeremy Keith kann im Gegensatz zu anderen Autoren mit wenigen Worten viel zum Ausdruck bringen, während sich die Code-Beispiele nahezu perfekt in die erklärenden Texte einfügen. Mit diesem erlernten Wissen wird dann eine Image Gallery erzeugt. Das ist zwar nichts besonderes, aber man sieht JavaScript und DOM im praktischen Einsatz. Mitten im Buch gibt es dann noch ein Kapitel über Best Practices, in dem der Autor einmal mehr seine Erfahrung bezüglich Web Design zum Besten gibt. Einfach hervorragend und mit unglaublicher Leichtigkeit geschrieben. So macht das Lesen Spaß! In den folgenden Kapiteln werden weitere DOM-Geheimnisse gelüftet, und so nebenbei erfährt man immer wieder wissenswerte Hintergrund-Informationen über Browser und ihre Macken. Des weiteren gibt es ein eigenes Kapitel über Animationen mit JavaScript, was wesentlich weniger spekakulär ist, als es sich zunächst anhört, aber an dieser Stelle merkt man sehr deutlich, daß aufwendige Browser-Effekte in der Regel auch aufwendig programmiert werden müssen. Oftmals muß man dabei tief in die Trickkiste von JavaScript greifen und seine Scripts mit allerlei Kniffen ausstatten, um das gewünschte Resultat zu erhalten. Dies wird zwar immer noch relativ einfach erklärt, aber hier fängt es langsam an, schwierig zu werden. Schwierig insofern, weil man coole Effekte in JavaScript nur dann programmieren kann, wenn man auch das entsprechende Knowhow besitzt und die Erfahrung im Umgang mit ganz speziellen JavaScript-Details sein eigen nennt, so wie das bei Jeremy Keith der Fall ist. Danach folgt ein kleines Abschlußprojekt, in dem eine vollständige Web-Site komplett neu aufgebaut wird, und zwar mit all dem Wissen, das in den vorausgegangenen Kapiteln vermittelt worden ist. Zum Schluß gibt es noch einen äußerst lesenswerten Artikel über Ajax sowie eine kurze DOM-Referenz, die alle in dem Buch vorgestellten Methoden und Properties zusammenfaßt, ein kleines Nachschlagewerk sozusagen.
"DOM Scripting" ist eines der besten Fachbücher, die ich je gelesen habe. Der Autor schreibt dermaßen klar und leicht verständlich, daß es fast schon unmöglich ist, den Inhalt des Buches nicht zu verstehen. Die Texte sind extrem flüssig zu lesen, denn es gibt so gut wie keinen Ballast, jeder Satz sitzt perfekt, und die Code-Beispiele sind nicht nur zahlreich vorhanden, sie erschließen sich dem Leser auch auf Anhieb. Dabei ist es ratsam, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen, denn das Wissen wird von Kapitel zu Kapitel weiter aufgebaut und erweitert. Besser kann man ein Fachbuch einfach nicht schreiben. Mir hat das Lesen selten so viel Freude bereitet, und ich werde das Buch deshalb uneingeschränkt weiterempfehlen, genauso wie die Fortsetzung "Bulletproof Ajax".


Head First JavaScript
Head First JavaScript
von Michael Morrison
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,95

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu wenig Inhalt für zu viele Seiten, 9. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Head First JavaScript (Taschenbuch)
Gleich im Anschluß an die Lektüre von "Head First HTML" las ich "Head First JavaScript", mein bisher fünftes und leider auch schlechtestes Head First-Buch. Gleich von Anfang an unangenehm aufgefallen ist mir die Tatsache, daß der Aufbau der Themen nicht besonders optimal gestaltet wurde. Der Autor fällt dem Leser gleich mit Event-Handling und dem Aufruf von Methoden auf Objekten ins Haus, ohne diesen Techniken vorher ein Kapitel gewidmet zu haben. Ich hätte mir gewünscht, daß die Grundlagen zuerst erklärt werden, bevor damit gearbeitet wird, was eigentlich die Grundvoraussetzung für alle Head First-Bücher sein sollte (und nicht nur für diese). Das Kapitel über Objekte kam jedenfalls viel zu weit hinten (als Java-Entwickler bin ich zwar mit Objekten vertraut, aber wäre ich es nicht, hätte ich bei einigen Beispielen das Nachsehen gehabt, was das Verständnis angeht). Die beiden Kapitel über if-Abfragen und Schleifen sind viel zu lang geworden, dabei sind weder if-Abfragen noch Schleifen besonders schwer zu verstehen, weshalb man diese Techniken selbst für JavaScript-Neulinge auf wesentlich weniger Seiten hätte unterbringen können. Warum der Autor dafür über 100 Seiten verbraten hat, ist mir ein Rätsel. Ebenfalls ein Rätsel ist das Kapitel über Debugging und Troubleshooting, denn den Inhalt dieses Kapitels könnte man auf einige wenige Seiten zusammenkürzen. Mir scheint, daß man hier versucht hat, das Buch zu strecken.
Es gibt aber auch Gutes zu vermelden, denn diverse Grundlagen wie Variablen instanziieren, Browser-Daten auslesen, Funktionen aufrufen und reguläre Ausdrücke erzeugen wurden anschaulich und leicht verständlich in Szene gesetzt. Das Kapitel über reguläre Ausdrücke ist sogar ziemlich gut geworden, nur das Beispiel zum Überprüfen eines Datums ist etwas unglücklich gewählt. In diesem Beispiel wird mit Hilfe von regulären Ausdrücken geprüft, ob das Datum aus zwei Zahlen, nochmal zwei Zahlen und nochmal vier Zahlen besteht. Das bedeutet aber, daß auch 12/34/5678 als gültiges Datum anerkannt wird, was keine gute Datums-Validierung darstellt. Am besten gefiel mir das Kapitel über DOM zum dynamischen Manipulieren von HTML-Seiten. Leider ist dieser Abschnitt viel zu kurz ausgefallen. Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel über Ajax, was ebenfalls sehr informativ ist und Appetit auf mehr macht. In Ajax programmieren kann man danach zwar noch lange nicht, aber immerhin hat man eine Ahnung davon erhalten, wie Ajax ungefähr funktioniert.
Ziemlich nervig fand ich die permanenten Übungsaufgaben, die ich allesamt nicht gemacht habe. Wenn ich ein Fachbuch kaufe, dann will ich nicht alle paar Seiten eine popelige Übung sehen, die mich fragt, wie man dieses oder jenes Problem denn eventuell lösen könnte. Wenn ich ein Fachbuch kaufe, dann erwarte ich, daß mir klipp & klar und kurz & bündig Wissen präsentiert wird, das ich in meiner täglichen Arbeit einsetzen kann, aber genau das kann ich mit "Head First JavaScript" leider nicht, oder nicht in dem Maße, wie ich es erwartet hätte. Wer noch nie zuvor mit C++ oder Java programmiert hat, für den ist "Head First JavaScript" sicherlich ein guter Einstieg, aber wer bereits Programmiererfahrung hat, der sollte sich für David Flanagans Referenzwerk entscheiden. Letzteres gilt auch für all diejenigen, die beruflich mit JavaScript arbeiten wollen, denn mit "Head First JavaScript" kann man vielleicht im privaten Bereich ein bißchen herumexperimentieren, aber im Beruf läßt sich damit nicht viel anfangen, zu schnell stößt man an die Grenzen des dargebotenen Wissens. Ich würde mir "Head First JavaScript" jedenfalls nicht mehr kaufen und mich stattdessen für das Buch von David Flanagan entscheiden, denn ein Referenzwerk braucht man eigentlich immer, wenn man professionell mit einer Sprache programmieren will. Wer dagegen lieber eine professionelle Einführung in JavaScript lesen möchte, dem sei "DOM Scripting" von Jeremy Keith wärmstens empfohlen. "DOM Scripting" enthält alle relevanten Informationen, die auch in "Head First JavaScript" vermittelt werden, nur kürzer und vor allem viel besser, denn Jeremy Keith schreibt brillant!


Head First HTML with CSS & XHTML
Head First HTML with CSS & XHTML
von Elisabeth Robson
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originelle aber stark zerdehnte HTML-Einführung, 9. Mai 2008
Head First-Bücher lese ich unheimlich gerne, wenn es um Themen geht, von denen ich bislang überhaupt keine Ahnung hatte. Da ich jahrelang nur Java-GUIs programmiert habe, hatte ich nie die Gelegenheit, meine Applikationen mit einer HTML-Schnittstelle zu versehen, weshalb ich mich um HTML auch nie groß kümmern konnte. Im Zuge eines JSP-Projektes bin ich allerdings nicht mehr um HTML herumgekommen, weshalb ich mich für dieses Buch entschieden habe, zumal ich das Autoren-Duo Freeman & Freeman von ihrem "Head First Design Patterns"-Buch noch sehr gut in Erinnerung hatte. Mir ist zwar bekannt, daß es von "Head First HTML" eine deutsche Übersetzung gibt, aber da ich von Fachbuch-Übersetzungen noch nie besonders begeistert war, legte ich mir die englische Originalausgabe zu. "Head First HTML" liest sich sehr leicht und flüssig, aber ich muß eingestehen, daß das Thema in diesem Buch selbst für Head-First-Verhältnisse sehr stark in die Länge gezogen wurde. Dafür, daß das Buch 650 Seiten umfaßt, steht leider relativ wenig drin. Mir ist natürlich bewußt, daß Head First-Bücher immer wesentlich ausführlicher berichten als andere Fachbücher, was ja auch die eigentliche Stärke von Head First ist. Nur haben die Autoren das Thema in diesem Fall ein bißchen zu stark zerdehnt. Das liegt natürlich auch daran, daß HTML und CSS, verglichen mit herkömmlichen Programmiersprachen, weitestgehend einfach zu verstehen sind. Nichtsdestotrotz war das Lesen sehr angenehm und hat mir auch viel Freude bereitet.
"Head First HTML" wurde für Personen geschrieben, die keinerlei Programmiererfahrung haben, und für diesen Personenkreis ist das Buch wirklich erstklassig. Für langjährige Software-Entwickler wäre ein kompakteres HTML-Buch dagegen empfehlenswerter, zumal man "Head First HTML" auch nicht unbedingt als Nachschlagewerk verwenden kann. Was die Übungsaufgaben angeht, so haben mir diese nicht viel gebracht. Eigentlich kann ich auf diese Art von Übungen verzichten. Meine Übungsaufgaben bestanden darin, daß ich die XHTML- bzw. JSP-Seiten, die mein Arbeitgeber haben wollte, komplett neu aufgebaut habe. Zu diesem Zweck habe ich ein HTML-Referenzwerk schmerzlich vermißt, denn mit dem durch "Head First HTML" vermittelten Wissen bin ich schnell an meine Grenzen gestoßen. Aus diesem Grund empfehle ich "Head First HTML" in erster Linie für Programmier-Neulinge, die lediglich zum Privat-Vergnügen ein paar einfache Web-Seiten schreiben wollen. Aber wer beruflich professionelle XHTML-Seiten abliefern muß, der kommt an einem oder mehreren "O'Reilly Definitive Guides" wohl nicht vorbei.


JBoss at Work: A Practical Guide
JBoss at Work: A Practical Guide
von Tom Marrs
  Taschenbuch
Preis: EUR 25,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praxisleitfaden für die Grundlagen der JBoss-Entwicklung, 9. Mai 2008
"JBoss at Work" wirft einen Blick auf die komplette J2EE. Normalerweise mag ich diese Art von Büchern überhaupt nicht. Zu allen Themen wird ein bißchen was erlärt, aber nichts richtig. Dieses Konzept geht bei Fachliteratur selten auf. "JBoss at Work" ist diesbezüglich aber eine echte Ausnahme. Hier wird jede J2EE-Technologie zwar auch nur grob angerissen, aber die Stärke des Buches liegt darin, daß eine vollständige Applikation Kapitel für Kapitel aufgebaut und erweitert wird. Aus diesem Grund sollte man das Buch auch von der ersten bis zur letzten Seite lesen. Theoretisch kann man zwar einzelne Kapitel herausgreifen, aber empfehlenswert ist das nicht, da jedes Kapitel die Grundlage für das darauf folgende Kapitel bildet. Gestartet wird mit der Presentation-Tier, in der eine kleine MVC-Architektur mittels Servlets & JSPs erstellt wird, allerdings ohne Struts oder JSF. Wer von der Servlet- & JSP-Programmierung überhaupt keine Ahnung hat, der hat zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon verloren und kann mit dem Lesen gleich wieder aufhören. Als Grundlage für das Verständnis von "JBoss at Work" muß man bereits Basiswissen für Session-Beans, MDBs, Security, Ant, XDoclet, JDBC, JNDI und vor allem für Servlets & JSPs mitbringen, denn dies ist KEINE Einführung in die J2EE, sondern eine Einführung in die JBoss-Programmierung. Des weiteren ist eine langjährige Erfahrung mit der J2SE unabdingbar.
Nachdem die Presentation-Tier steht, wird mit JDBC auf die Datenbank zugegriffen. Anschließend werden die JDBC-Zugriffe durch Hibernate wieder ersetzt, wobei man hier keine Vorkenntnisse für Hibernate benötigt, denn der Code ist auch für Anfänger sehr einfach zu verstehen. Die Autoren haben sich absichtlich für Hibernate als ORM entschieden und von Entity-Beans als Persistenz-Strategie definitiv abgeraten. Dennoch ist man EJBs nicht gänzlich abgeneigt, denn die Autoren erklären dem Leser in einem hervorragenden Abschnitt die Pro und Cons von EJBs bzw. geben Beispiele, wann man EJBs einsetzen sollte und wann nicht. Gerade diesen Abschnitt empfand ich als äußerst essentiell. Nach der Einführung von Hibernate erweitern die Autoren ihre Applikation um Stateless Session-Facades für den Zugriff auf die Business-Tier und um Message-Driven-Beans für die asynchrone Verarbeitung einer Kreditkartenprüfung. Nach erfolgter Prüfung der Kreditkarte wird der Kunde via JavaMail benachrichtigt, ob seine Karte gültig ist oder nicht. Anschließend wird mittels deklarativer Security und JAAS sichergestellt, daß auf die Web-Applikation auch wirklich nur die User zugreifen können, die eine Berechtigung dafür haben. Dieses Kapitel war das am schwierigsten zu verstehende, denn Authentication und Authorization innerhalb von J2EE zu erlangen ist kompliziert und aufwendig. Abgerundet wird die Applikation mit der Bereitstellung eines Web-Services, wobei dieses Kapitel auch für WS-Anfänger zu verstehen ist, sofern man nicht versucht, die langen Descriptoren zu lesen. Außerdem gibt es noch drei Anhänge, jeweils einen für Class-Loading, Logging und JAAS. Insgesamt war ich von dem Buch sehr positiv überrascht und konnte einige neue Dinge dazulernen, auch wenn die Kapitel nicht allzu sehr in die Tiefe gingen. Ein jeweiliges Referenzwerk für die Kernthemen der J2EE wie EJBs, Servlets, Security oder Web-Services kann "JBoss at Work" auf keinen Fall ersetzen, und dazu wurde es auch gar nicht konzipiert. "JBoss at Work" ist vielmehr für Entwickler gedacht, die die Grundlagen der J2EE bereits beherrschen, und die eine vollständig interagierende J2EE-Applikation im Einsatz erleben möchten. Aus diesem Grund findet man im Buch auch alle relevanten DD-Elemente, die XDoclet-Befehle, um den DD zu generieren, und die nötigen Ant-Scripts, um die Applikation zu deployen. Das ist nicht immer besonders spannend zu lesen, aber für den Praxiseinsatz unverzichtbar. Wer sich mit JBoss noch überhaupt nicht auskennt, der sollte zuerst das ebenfalls hervorragende O'Reilly-Buch "JBoss - A Developer's Notebook" lesen, und im Anschluß daran "JBoss at Work". Anschließend ist man bestens gerüstet, um eigene Programme im JBoss-Application-Server laufen zu lassen.


Sun Certified Web Component Developer Study Companion: SCWCD Java EE 5 (exams 310-083 and 310-084)
Sun Certified Web Component Developer Study Companion: SCWCD Java EE 5 (exams 310-083 and 310-084)
von Charles E. Lyons
  Taschenbuch

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Zweitbuch für die SCWCD-Prüfung, 17. März 2008
Das Buch von Charles Lyons unterscheidet sich im Gegensatz zu "Head First Servlets & JSP" dahingehend, daß es für Anfänger in Sachen Web-Development weitestgehend ungeeignet ist. Head First wurde für "Absolute Beginners" geschrieben, um die wichtigsten Grundlagen zu lernen. Erst wer dieses Grundlagenwissen besitzt, sollte sich an die Lektüre von Charles Lyons wagen, denn Lyons Buch enthält nur wenige Diagramme, dafür umso mehr Text, dem man es aber anmerkt, daß er von einem Profi geschrieben wurde. Wer keine Ahnung von Servlets & JSPs hat, wird mit Charles Lyons so seine Schwierigkeiten haben. Das Buch ist zwar äußerst interessant und informativ, liest sich aber wesentlich schwerer als Head First. Beide Bücher haben ihre Vor- und Nachteile, ihre starken und schwachen Kapitel, aber gerade das Zusammenspiel von Head First und Charles Lyons resultiert in einem Synergie-Effekt für den Leser. Das Wissen, das man sich beim Lesen von Head First angeeignet hat, wird bei der Lektüre von Charles Lyons gefestigt, erweitert und vertieft. Ich habe eine Menge von Lyons gelernt, und das, obwohl er über genau das gleiche Thema schreibt wie Head First. Aber Web-Development unter Java ist ein äußerst komplexes Thema, das man nicht vollständig mit einem Buch abdecken kann. Darum kann man nur davon profitieren, wenn man zuerst Head First und anschließend Charles Lyons liest, auch wenn es ein langwieriges und zeitraubendes Unterfangen ist, vor allem, wenn man parallel dazu auch noch die Sun-Spezifikationen für Servlets 2.4, JSP 2.0 und JSTL-Core-Tags 1.1 liest, so wie ich das für meine Prüfungsvorbereitung gemacht habe. Aber je mehr Quellen man beim Lernen zu Rate zieht, umso bessere Karten hat man bei der echten Prüfung, die ich mit 95% bestanden habe.
Besonders erwähnenswert am Buch von Charles Lyons sind vor allem zwei Dinge: Die Strukturierung der API und die Testfragen. Für die Prüfung muß man eine Menge Methodensignaturen auswendig lernen, und so, wie sie einem von Head First oder der J2EE-API vor die Füße geworfen werden, gestaltet sich das Auswendiglernen als extrem umständlich. Charles Lyons hat sich die Mühe gemacht, die komplette API, die für die Prüfung relevant ist, logisch nach Methoden zu gruppieren, so daß es dem Lernenden wesentlich einfacher fällt, den Überblick zu behalten. Sobald die Methoden nach ihrer Zusammengehörigkeit sortiert werden, kann man sie viel effektiver und schneller erfassen. Die Testfragen am Ende eines jeden Kapitels hat Charles Lyons um einiges besser gemacht als alle anderen SCWCD 1.4-Bücher (und ich habe alle vier, die momentan erhältlich sind). Beim Lösen dieser Testfragen, die sich vom Aussehen und Aufbau her an der echten Prüfung orientieren, konnte ich nochmal einige Wissenslücken ausfindig machen. Es gibt auch eine abschließende Prüfung, die aber im Gegensatz zu Head First nicht im Buch abgedruckt ist, sondern nur im Internet aufgerufen werden kann. Dazu benötigt man einen Freischaltcode, der jedem Buch individuell beiliegt, und der nur 30 Tage lang gültig ist. Ich kann Charles Lyons Buch jedem empfehlen, der vor hat, den SCWCD 1.4 zu bestehen. Lyons Buch ist jedenfalls besser als die SCWCD-Bücher von David Bridgewater und Hanumant Deshmukh (das Buch von Letzterem habe ich ins Altpapier geworfen, weil es völlig unbrauchbar war). Nichtsdestotrotz, ein Wermutstropfen bleibt: Nach dem Lesen von SCWCD-Büchern ist man zwar in der Lage, den JSP-Syntax mitsamt der Servlet-API rauf- und runterzubeten, und auch die DD-Elemente beherrscht man mühelos, was ja alles wirklich sehr positiv ist. Nur das Programmieren eines Real-World-Servlets, das hat man nicht gelernt. Für die SCWCD-Prüfung muß man nämlich nicht wissen, wie man einen echten, praxistauglichen Front-Controller erstellt, der mit mehreren JSPs bzw. HTML-Seiten interagiert. Schade eigentlich, denn darauf kommt es in J2EE-Projekten schließlich an. Wer nach dem SCWCD wissen möchte, wie man praxisbezogen programmiert, der muß weitere Bücher lesen. Ich empfehle an dieser Stelle "JBoss at Work: A Practical Guide". Hier werden echte Servlets & JSPs entwickelt, und genau das sollte jeder SCWCD können, sonst war die ganze Prüfung umsonst.


Head First Servlets and JSP
Head First Servlets and JSP
von Bryan Basham
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das bisher beste Buch für die SCWCD-Prüfung, 17. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Head First Servlets and JSP (Taschenbuch)
Die Bücher von Kathy Sierra und Bert Bates zu lesen ist immer wieder ein Vergnügen, so auch in diesem Fall. Für Einsteiger in die Web-Entwicklung mit Java gibt es kein besseres Werk als vorliegendes, denn es ist fundiert geschrieben und führt den Leser Schritt für Schritt in die Welt der JSPs und Servlets ein. Das Lesen macht unheimlichen Spaß, man lernt in kürzester Zeit sehr viel, und ich war erstaunt, wie komplex die Thematik rund um JSPs und Servlets ist. Für Neulinge, die nur sehr wenig oder überhaupt keine Erfahrung auf diesem Gebiet haben, ist "Head First Servlets & JSP" die absolut erste Wahl, um in die Thematik einzusteigen. Aber das Buch ist nicht nur eine von vielen Einführungen in die Web-Programmierung unter Java, das Buch ist in erster Linie eine Vorbereitung für die Sun-Zertifizierung zum "Sun Certified Web Component Developer". Auch dafür ist es hervorragend geeignet, denn das Wissen in diesem Buch reicht theoretisch aus, um die Prüfung zu bestehen. Theoretisch deshalb, weil es nicht empfehlenswert ist, dieses Buch als die alleinige Grundlage für die Prüfungsvorbereitung zu wählen. Wenn man Ambitionen hat, die Prüfung zum SCWCD zu bestehen, sollte man auf jeden Fall noch ein zweites Buch über die gleiche Thematik lesen. Ich empfehle hier ganz klar den "SCWCD Study Companion" von Charles Lyons. Außerdem kann ich nur dazu raten, einige Kapitel der Sun-Spezifikation über JSPs, Servlets und JSTL zu lesen. Viel Arbeit, aber diese Prüfung ist nun mal kein Honigschlecken. Trotz aller Lobpreisungen für "Head First Servlets & JSP" hat dieses Werk leider auch ein paar Schwächen. Zunächst fällt auf, daß das Buch sehr viele Fehler enthält. Zugegebenerweise gibt es ein sehr umfassendes Errata auf der Home-Page des Verlages, aber es ist ziemlich mühselig, dieses Errata vollständig einzuarbeiten (wer das selbst schon mal gemacht hat, weiß, was ich damit meine). Trotz aller Errata sind mir beim Lesen immer noch einige Ungereimtheiten aufgefallen, mit denen ich nicht so recht zufrieden bin. Der Fehleranteil in "Head First Servlets & JSP" ist wirklich sehr hoch, und das schmälert das Lesevergnügen ein wenig, gilt es bei der Prüfung doch, explizite Details perfekt zu beherrschen. Ein weiteres Manko an dem Buch ist, daß es die Prüfungsinhalte nur zu ca. 90% beeinhaltet. Manche Themen fehlen ganz, andere Themen wiederum werden manchmal zu knapp behandelt, z.B. die Erklärung zu JSP-Documents ist mehr als dürftig. "Head First Servlets & JSP" reicht zwar aus, um die Prüfung zu bestehen, aber wer über 90% kommen möchte, sollte weitere Quellen zu Rate ziehen, allen voran die Spezifikationen von Sun. Allein aus diesem Grund ist es nötig, vor der Prüfung noch ein zweites SCWCD-Buch zu lesen. Ein weiterer Aspekt, mit dem ich mich so rein gar nicht anfreunden konnte, waren die Übungen am Ende eines jeden Kapitels, um die Prüfungsaufgaben zu simulieren. Meiner Meinung nach sind die meisten dieser Fragen zu schwer, zu schlecht formuliert und nicht eindeutig genug. Die Art und Weise, wie hier Testfragen nachgestellt wurden, hat vom Niveau her mit den echten Fragen aus der Prüfung nicht viel gemein. Ich habe mich beim Lösen der Übungsaufgaben oftmals ziemlich ärgern müssen. Entweder wurde Wissen abgefragt, das im vorausgehenden Kapitel überhaupt nicht vermittelt worden ist, oder die Fragen waren dermaßen umständlich formuliert, daß ich gar nicht so recht wußte, was die eigentlich von mir wissen wollten. Alles in allem waren manche Fragen ziemlich kontraproduktiv, denn viele dieser Testaufgaben haben mich einfach nur genervt den Kopf schütteln lassen. Besonders motiviert wird man von solch schlampigen Fragen jedenfalls nicht. Die in meinen Augen schlechten Übungsaufgaben sind ein weiterer Grund, sich bei der Vorbereitung zur Prüfung nicht ausschließlich auf dieses Buch zu verlassen. Abgesehen davon ist "Head First Servlets & JSP" das Standardwerk für die SCWCD-Prüfung und unverzichtbar für all jene, die diese Zertifizierung ihr eigen nennen möchten, denn für den Einstieg ist es hervorragend geeignet. Nur sollte man nach dem Lesen weitere Quellen ausschöpfen, so wie bei allen anderen Sun-Zertifizierungen auch. Es kommt nämlich nicht alleine darauf an, lediglich eine Zertifizierung zu erlangen. Es geht auch darum, eine umfangreiche Technologie zu beherrschen und zu verstehen, und das ist mit einem einzigen Buch nur selten möglich.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 12, 2008 4:03 PM MEST


The Elements of UML(TM) 2.0 Style
The Elements of UML(TM) 2.0 Style
von Scott W. Ambler
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Magere Ausbeute, 29. Januar 2007
Viele IT-Profis schwören auf dünne Fachbücher, weil man einfach nicht soviel Zeit benötigt, um sie zu lesen. Das mag auf den ersten Blick zwar richtig sein, doch der Schein trügt. Um komplexe Technologien zu begreifen benötigt man nun einmal umfangreiches Buchmaterial. Wenn man schwierige Themen in schmale Büchlein quetscht, kann man nicht erwarten, daß man nach der Lektüre mit der Materie besonders gut vertraut ist. Genauso verhält es sich mit den "Elements of UML 2.0 Style", dessen DIN-Format noch kleiner und dessen Ausbeute noch magerer und karger ausgefallen ist als das ohnehin schon schmalbrüstige "UML Distilled". Scott W. Amblers Taschenbuch enthält Tipps und Tricks zu allen gängigen Diagrammen der UML 2, sozusagen ein Sammelsurium an "Best Practices" für den Umgang mit der UML, wobei sich die Qualität der Tipps drastisch voneinander unterscheidet. Einige der Vorschläge waren für mich völlig wertlos, andere wiederum sind intuitiv bzw. bereits aus anderen UML-Büchern bekannt, z.B. erwähnt der Autor immer wieder, daß man Klassen- und Assoziationsnamen mittig und Notes-Texte linksbündig plazieren soll. Macht doch eigentlich ohnehin schon jeder. Außerdem schlägt der Autor vor, daß man den Nachrichtenfluß von Sequenzdiagrammen immer von links nach rechts anordnen soll. Das geht fast gar nicht anders, da man in der Regel immer auf der linken Seite beginnt. Ich kenne jedenfalls kein Sequenzdiagramm, das auf der rechten Seite startet. Des weiteren sollte man den Rahmen um Sequenzdiagramme nicht ganz so dick machen wie die Linien im Sequenzdiagramm selbst. Was für ein Quatsch, als ob ich beim Modellieren keine anderen Sorgen hätte. Gleich im Anschluß daran empfiehlt uns der Autor, daß man am besten gar keinen Rahmen um das Sequenzdiagramm zeichnet, weil Rahmen einen "significant amount of visual clutter" nach sich ziehen. Ziemlicher Unsinn, wie ich finde. Apropos Sequenzdiagramme: Synchrone Methodenaufrufe werden in der UML 2 mit einer geschlossenen Pfeilspitze, asynchrone Aufrufe dagegen mit einer offenen Pfeilspitze dargestellt. Leider hält sich Scott W. Ambler nicht daran, denn bis auf eine Ausnahme verwendet er immer die offenen Pfeilspitzen, obwohl das gar nicht alles asynchrone Aufrufe sein können. Von einem UML-Fachbuch erwarte ich eigentlich eine korrekte Notation, erst recht, wenn es so klein ist wie dieses hier. Unangenehm aufgefallen ist mir auch, daß je ein Sequenz- und Komponenten-Diagramm doppelt abgedruckt worden ist. Wenn ein Autor schon mehrere Beispiele einer Diagrammart benötigt, dann soll er doch bitte unterschiedliche Beispiele ausarbeiten. Die gleiche Zeichnung mehrfach zu verwenden ist ja wohl nur noch armselig. Was mir ebenfalls überhaupt nicht gefallen hat, ist folgendes: Scott W. Ambler hat seine Stereotypen immer unter den Klassen-, Objekt- oder Komponentennamen geschrieben, anstatt, wie üblich, darüber. Das sieht nicht nur seltsam aus, es ist auch ziemlich unübersichtlich, vor allem deshalb, weil ich von allen anderen UML-Büchern, die ich bisher gelesen habe, gewohnt bin, die Stereotypen in der ersten Zeile anzugeben. Allerdings muß ich aber fairerweise noch erwähnen, daß einige Tipps ziemlich gut waren, und davon kann man auch in der Praxis profitieren. Der Mehrwert gegenüber umfangreicheren UML-Werken ist dennoch gering, da man viele von Amblers Vorschlägen auch in regulären UML-Einführungen vorfindet. Für den UML-Einsteiger können die "Elements of UML 2.0 Style" durchaus von Nutzen sein, der erfahrene UML-Profi dagegen wird die meisten "Best Practices" aus diesem Buch ohnehin schon kennen. Wer wirklich ein kurzes und gutes Standardwerk über die UML sucht, dem sei "UML 2.0 in a Nutshell" von Dan Pilone empfohlen.


UML Distilled: A Brief Guide to the Standard Object Modeling Language (Addison-Wesley Object Technology)
UML Distilled: A Brief Guide to the Standard Object Modeling Language (Addison-Wesley Object Technology)
von Martin Fowler
  Taschenbuch
Preis: EUR 33,95

39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stark überschätzter UML-Klassiker, 29. Januar 2007
Das erste Mal, als ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, war im November 2002, als ich einen UML-Kurs bei Sun Microsystems besuchte. Mein damaliger Dozent lobte "UML Distilled" über den grünen Klee, und ich kaufte mir die englische Second Edition, gelesen habe ich damals aber nur den Anfang, weil mir das Buch zu langweilig war. Im Sommer 2006 startete ich einen erneuten Versuch. Zuerst las ich die als schlecht übersetzt angepriesene deutsche Übersetzung der Second Edition, dies aber auch nur aus dem Grund, weil die deutsche Version bei meinem Arbeitgeber im Bücherregal stand, und ich wissen wollte, ob die deutsche Übersetzung tatsächlich so schlecht war, wie überall behauptet wird. Ich habe das Buch auf eine Geschäftsreise mitgenommen und mußte sowohl bei der Hin- als auch auf der Rückfahrt ziemlich mit der Müdigkeit kämpfen, als ich "UML konzentriert" gelesen habe, denn es war tatsächlich schlecht übersetzt und langweilig, sehr langweilig. Anschließend las ich nochmal mein englisches Original der Second Edition, was sprachlich zwar wesentlich besser, aber keineswegs aufschlußreicher war. Mittlerweile habe ich mehrere andere Bücher über die UML gelesen und gab Martin Fowlers Standardwerk eine letzte Chance, indem ich mir die Originalversion der Third Edition zugelegt habe. Verstanden habe ich diesmal so ziemlich alles, da ich genügend Background mitbringen konnte, doch so genial, wie das Buch immer bezeichnet wird, finde ich es noch immer nicht. Das Hauptproblem von "UML Distilled" liegt ganz einfach daran, daß der Autor viel zu wenig auf die eigentliche UML-Notation eingeht. Stattdessen erzählt er Anekdoten und präsentiert uns seine persönlichen Erfahrungen mit der UML. Dies ist ohne Frage amüsant zu lesen und teilweise auch sehr lehrreich, aber das nützt einem UML-Einsteiger, wie ich damals einer war, relativ wenig. Wer sich mit der UML nicht auskennt, der findet durch dieses Buch auch keinen adäquaten Einstieg, eben weil das Thema viel zu komplex ist, und Martin Fowler hat sich zu wenig Mühe gegeben, um die Kernpunkte der UML zu erklären. Die Third Edition hat gerade mal 160 Seiten, davon fallen 35 Seiten für zwei einführende Kapitel über die Software-Entwicklung im Allgemeinen weg, die mir in der Second Edition schon auf die Nerven gegangen sind, und die ich in der Third Edition erst gar nicht mehr gelesen habe (wenn ich etwas über die Software-Entwicklung wissen will, greife ich entweder zu Craig Larmans "Applying UML and Patterns" oder zu Steve McConnells "Code Complete"). Zwischendurch gibt es immer wieder Abschnitte über Themen wie Design by Contract oder CRC Cards, was ja ganz interessant sein mag, aber deswegen habe ich mir "UML Distilled" nicht gekauft. Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich eine kurze, knappe und auf den Punkt gebrachte Einführung in die UML-Notation haben wollte, aber genau diesen Zweck erfüllt das Buch leider nicht. Stattdessen verliert sich Martin Fowler zu oft in Tipps und Tricks und diversen Vorschlägen, z.B. wann man die UML 2 ignorieren und doch lieber wieder auf die UML 1 zurückgreifen sollte. Einige dieser Tipps sind auch gar nicht mal schlecht, aber das ist für ein UML-Buch trotz allem eindeutig zu wenig. Mit "UML Distilled" kann man sein vorhandenes UML-Wissen erweitern und vertiefen, aber man wird damit keinesfalls als Neuling in die komplexe Welt der UML einsteigen. Aus diesem Grund kann ich "UML Distilled" nur eingeschränkt empfehlen. Wer wirklich eine geniale Einführung in die UML haben möchte, dem sei "UML 2.0 in a Nutshell" von Dan Pilone ans Herz gelegt, denn hier erhält man wirklich eine kurze, leicht verständliche und detaillierte Einführung in die wichtigsten Aspekte der UML 2. Während "UML Distilled" beim Lesen mehr Fragen aufwirft als beantwortet, liefert "UML 2.0 in a Nutshell" fundiertes Wissen, mit dem man sofort arbeiten kann, ohne sich erst lange den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, was der Autor mit seinen Worten gemeint haben könnte. Fazit: Obwohl "UML Distilled" von vielen Koryphäen der Software-Entwicklung in den höchsten Tönen gelobt wird, halte ich es schlichtweg für überschätzt. Es ist kein schlechtes Buch, aber es ist inhaltlich einfach zu dünn ausgefallen.


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