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Rezensionen verfasst von
Dr. Andreas Holzinger "andreasholzinger" (Graz)
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Didaktik der Informatik: Grundlagen, Konzepte, Beispiele
Didaktik der Informatik: Grundlagen, Konzepte, Beispiele
von Peter Hubwieser
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Didaktik als Schlüsseldisziplin für guten Informatikunterricht, 21. April 2009
Didaktik kann als eine Schlüsseldisziplin für die erfolgreiche Gestaltung von Lehre gesehen werden, daher sollte dieses Buch eigentlich von allen gelesen werden, die im Bereich IT/Informatik unterrichten. Die 286 Seiten dieses Buches sind in drei Abschnitte gegliedert: Teil A: Grundlagen, Teil B: Konzepte, Teil C: Unterrichtsbeispiele.

Im Teil A werden am Anfang ganz kurz die Hauptströmungen der Lerntheorie vorgestellt (Behaviourismus, Kognitivismus, die Entwicklungspsychologie nach Piaget), die Prinzipien didaktischen Handelns (Motivierung, Strukturierung, Veranschaulichung), Theoretische Ansätze der allgemeinen Didaktik (Bildungstheroretischer, lerntheoretischer und informationstheoretischer Ansatz) und die theoretischen Grundlagen von Unterrichtsplanung und Unterrichtsgestaltung. Im Teil B wird speziell auf Informatikbildung und Informatikunterricht eingegangen und der Entwurf einer Unterrichtsmethodik besprochen, sowie einige Lerninhalte (Informationsbegriff, Informationsverarbeitung, Modellierung). Im Teil C werden konkrete Unterrichtsbeispiele (Datenstrukturen, Informationsrepräsentation, Funktionale Modellierung, Datenmodellierung und Datenbanken, Zustandsorientierte Modellierung, Objektorientierte Modellierung, Rekursive Datenstrukturen, Formale Sprachen, Rechnerkommunikation, Halteproblem).

Teil A ist sehr knapp gehalten und dementsprechend unvollständig ' dies kann in einer Einführung auch gar nicht erwartet werden. Leider sind auch die Literaturangaben unvollständig und neuere Literatur fehlt nahezu gänzlich. Positiv muss allerdings hervorgehoben werden, dass zumindest ein Großteil der historischen Originalliteratur (die Klassiker) angegeben sind.

Teil B ist ausgezeichnet und zeigt sehr gut worauf es in der Informatik ' so wie in allen anderen Fächern eigentlich auch ' ankommen sollte: Die Vermittlung von Konzepten und der Aufbau von Problemlösekompetenz. Teil C vertieft die in Teil B vorgestellten Inhalte an Hand von ausgewählten Unterrichtsbeispielen und ein Musterprojekt das die wichtigsten im Buch behandelten Konzepte enthält. Das Buch zeigt eindrucksvoll wie wichtig Didaktik per se ist und wie wichtig Didaktik für gut gestalteten Informatikunterricht ist. Fazit: Pflichtlektüre (Andreas Holzinger, Graz).


Praxishandbuch IT im Gesundheitswesen: Erfolgreich einführen, entwickeln, anwenden und betreiben
Praxishandbuch IT im Gesundheitswesen: Erfolgreich einführen, entwickeln, anwenden und betreiben
von Christian Johner
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Überblick - wenig Tiefgang, 14. April 2009
Faktum ist, dass Informationstechnologie (IT) in alle Bereiche des täglichen Lebens vordringt - genauso in das Gesundheitswesen. Auf 554 Seiten geben die Autoren einen ganzheitlichen Überblick über den Einsatz von IT im Gesundheitswesen. Das Buch ist in sieben Teile gegliedert und besteht aus insgesamt 28 Einzelkapitel: Softwareentwicklung - Integration von IT-Systemen - Grundlagen der Betriebswirtschaft - Prozessmanagement - Basisinformationen zum Gesundheitswesen - Medizinische Dokumentation und Kommunikation - Controlling im Gesundheitswesen - Integrierte Behandlungspfade - Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen - Institutionelle Informationssysteme im Gesundheitswesen - Bildverarbeitung und -management - Gesundheitstelematik - Interoperabilität und Standards - Wissensbasierte Systeme - Molekularmedizin und Bioinformatik - Strategische IT-Beschaffung - Nutzungsrechte und Lizenzierung von Software - Projektverträge - Outsourcing - Betrieb von IT-Systemen im Gesundheitswesen - IT-Controlling und IT-Kennzahlen - IT-Service-Management - Projektmanagement - IT und Medizinproduktegesetz - Informationssicherheit - Kommunikation - Führung - Personalmanagement.

Es ist naturgemäß ein schwieriges Unterfangen ein so breites und heterogenes Gebiet darzustellen. Wie jedes Buch hat auch dieses Stärken und Schwächen. Zu den Stärken zählt, dass dieses Werk eine sehr ganzheitliche und übergreifende Darstellung bietet, zudem sehr schön gestaltet und gegliedert ist und in einer einfachen, klaren Sprache gehalten ist. Einzelne Kapitel sind sehr gut behandelt (z.B. Grundlagen der Betriebswirtschaft, Controlling, Molekularmedizin). Die Schwäche liegt darin, dass einige Kapitel sehr oberflächlich behandelt werden (und auch leider nicht durch weiterführende Literaturangaben aufgefangen werden - was fast generell gilt). Das ist sehr schade, denn damit wird dieses Werk gerade als Handbuch nicht brauchbar, denn von einem Handbuch wird erwartet, dass es zumindest die Grundlagen bietet und darüberhinaus die wichtigsten Literaturangaben und weiterführenden Informationen enthält und somit als Plattform für weitere Arbeit dient. Zum Beispiel wird das Kapitel Bildverarbeitung/Visualisierung auf 6 Seiten abgehandelt, wobei Seite 238 noch genügend Platz für weiterführende Informationen und Literaturangaben bieten würde.
Auf der anderen Seite heißt das Buch im Titel Praxishandbuch - aber die meisten Beispiele sind leider wieder lehrbuchmäßig und auch nicht wirklich aus der Praxis genommen, obwohl sich die Autoren diesbezüglich wirklich sehr bemüht haben. Beispielsweise ist das Kapitel Wissensbasierte Systeme in der Praxis mehr als ungenügend dargestellt - paradoxerweise sind hier keinerlei Literaturangaben zu finden - obwohl paradoxerweise noch genügend Platz da wäre (Seite 292 ist gänzlich frei). Das zieht sich leider durch das ganze Buch. Auf der anderen Seite wird das Kapitel Projektmanagement erschöpfend und detailliert behandelt - was ohne weiters kürzer, knapper und präziser dargestellt werden kann. Sehr schade ist, dass weder die Kapitel, noch das Gesamtwerk ein Glossarium enthalten, denn gerade für Anfängerinnen und Anfänger ist eine Darstellung und Klärung von Begriffen und Abkürzungen sehr wichtig.
Fazit: Ein guter rascher Überblick, der in kurzer Zeit Einsicht in zumindest die wichtigsten Zusammenhänge gibt - vor allem die ganzheitliche und zusammenhängende Darstellung muss gelobt werden.


Was ist Informatik?: Eine allgemeinverständliche Einführung
Was ist Informatik?: Eine allgemeinverständliche Einführung
von Peter Rechenberg
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgewogene Kategorisierung kurz und knapp, 9. März 2009
Immer wieder wird die Frage gestellt, wie sich denn das Fach Informatik gliedern lässt. Um solche Diskussionen abzukürzen, würde ich hierzu das Buch von Peter Rechenberg als das Standardwerk bezeichnen und es in dieser Frage weiterempfehlen. Gerade Studierende haben anfangs falsche oder nur vage Vorstellungen von Studieninhalten und Schwerpunkten dieses Faches. Rechenberg gibt auf 356 Seiten einen breiten, aber gut fundierten Überblick über die Arbeitsweise und Einteilung der Informatik. Natürlich , als deutschsprachiges Buch , lehnt er sich dabei an die an österreichischen und deutschen Universitäten und Fachhochschulen übliche traditionelle akademischen Einteilung, d.h. in Teilgebiete wie
1) Technische Informatik (z.B. Hardware, Computerorganisation, Netzwerke, Mikroprogrammierung),
2) Praktische Informatik (z.B. Algorithmen & Datenstrukturen, Programmiermethoden, Compilerbau, Softwaretechnik, Mensch-Maschine Kommunikation)
3) Theoretische Informatik (z.B. Automatentheorie, Formale Sprachen, Theorie der Berechenbarkeit, Formale Semantik)
4) Angewandte Informatik (z.B. Computergrafik, Künstliche Intelligenz, Datenbanken, Simulation und Modellierung, Büroautomatisierung, und spezifische Anwendungen wie z.B. Medizininformatik, Bauinformatik, Wirtschaftsinformatik, Rechtsinformatik usw.)

Bemerkenswert ist die kompakte, kurze, knappe (fast schon zu knappe), aber ausgewogene Darstellungsweise, ohne ein Teilgebiet zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Eine kritische Darstellung von Informatik und Gesellschaft erfolgt im letzten Kapitel. Im Anhang findet sich ein Begriffswörterbuch (Glossar) und eine (meiner Meinung nach gerade für eine Übersicht viel zu kurze!) Literaturliste.

Das Buch ist (auch ohne Vorkenntnisse) leicht lesbar und nicht nur für Laien und Studienanfänger geeignet, sondern auch für Studierende im Grundstudium ' und vielleicht hilft es auch in Diskussionen um das Fach und die Stellung einzelner Teilgebiete selbst. Es verliert sich nicht in der Vermittlung von Detailinformation, sondern schafft eine gute Übersicht. Für Lehrende , in den verschiedensten Bereichen und Ausbildungsstufen , würde ich darüberhinaus aber in jedem Fall den Klassiker von Peter Hubwieser: Didaktik der Informatik zur zusätzlichen Pflichtlektüre machen (A.Holzinger, Graz).


Forschungs- und Technologie-Controlling: Wie Unternehmen Innovationen operativ und strategisch steuern
Forschungs- und Technologie-Controlling: Wie Unternehmen Innovationen operativ und strategisch steuern
von Wilhelm Schmeisser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 59,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fundierte theoretische Grundlage, sehr gut ... leider ohne Brücke zur Praxis, 5. November 2006
Dieses Werk beschreibt auf 471 Seiten in 6 Themenblöcken sehr solide, sauber und erschöpfend die Grundlagen und Konzepte des F&E Controlling – wobei der Schwerpunkt eher auf Controlling als auf F&E liegt. Themenblock I gibt eine Einführung und erklärt die terminologischen Grundlagen. Themenblock II (Seiten 25 bis 58) widmet sich der Theorie des technologischen Fortschritts von Pfeiffer (1971), worin die derzeit insbesondere an innovativen Universitäten „modernen“ Begriffe „Humankapital“ und „Sachkapital“ dargestellt werden. Themenblock III (Seiten 59 bis 150) beschreibt operatives F&E Controlling aus kostenrechnerischer Perspektive. Die Autoren gehen dabei auf industrielle F&E ein – allerdings sehr weitschweifend, sehr allgemein (wie aus einer Kostenrechung Vorlesung) und weiterhin theoriebasiert (was prinzipiell nicht schlecht ist, aber der zugrunde liegenden Theorie müssen ein paar „best practices“ folgen, sonst ist die Information unvollständig … und unbefriedigend). Der IV. Themenblock (Seiten 151 bis 279) widmet sich der operativen Implementierung im Spiegel der Suchfeldanalyse von Müller-Stewens (1990). Zum Thema Erfolgswahrscheinlichkeit von F&E Projekten wird die Studie von Commes & Lienert (1983) angegeben (inwieweit ist diese auf heutige Verhältnisse übertragbar). Der Themenblock V beschäftigt sich mit Controlling von Intangibles im Bezugsrahmen der Balanced Scorecard, m.E. der beste Themenblock in diesem Buch; hier werden kurz und prägnant die Kernaussagen von Baruch Lev, David Teece, Thomas Stewart, Karl Erik Sveiby, Leif Edvinsson, Robert S. Kaplan und David P. Norton dargestellt und die Rolle des Wissensmanagements bei der Generierung von Intangibles behandelt. Interessant, dass die Autoren auch hier wieder auf die Wissensspirale von Nonaka & Takeuchi (1995) zurückgreifen; exzellent ist die Tabelle auf Seite 348 bis 349. Der letzte Themenblock VI schließlich widmet sich (Seiten 427 bis 435) sehr kurz der allgemeinen Theorie der Technologie und der Innovationsprozessketten. Die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Geschmackssache, aber für mich angenehmer als Endnoten waren die Fußnoten zu lesen, weil man ohne Blättern sofort sehen kann, aus welcher Quelle die Aussage stammt, oder was dahinter steckt; überhaupt ist das Literaturverzeichnis in diesem Buch ausgezeichnet. Für jemanden der sich solide in die Thematik aus theoretischer Sicht einlesen will ist das Buch empfehlenswert, allerdings für jemanden der „nur“ einen Überblick erhalten will und sich praktisches know-how erwartet, weist dieses Werk einen zu hohen Detailierungsgrad auf. Was mir fehlt - und daher leider der Sternabzug - ist ein deutlich brauchbarer Bezug zur Praxis, bzw. eine Brücke von der Theorie zur Praxis. Es fehlen verwertbare „best practices“, Erfolgsbeispiele und für das Management geeignete Checklisten. Das ist insofern schade, als dass damit die sonst wertvollen Informationen nicht wirklich „greifen“ können. Theorie allein ist notwendig … aber (für den Erfolg) nicht hinreichend (Andreas Holzinger, Med. Uni Graz).


Semantic Web: Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft (X.media.press)
Semantic Web: Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft (X.media.press)
von Tassilo Pellegrini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erster deutscher Sammelband zu diesem Thema, 29. Oktober 2006
Auf 533 Seiten haben die beiden Herausgeber 33 Beiträge von 57 Autoren aus 35 verschiedenen Institutionen zusammengefasst, eingeteilt in vier große Themenblöcke: 1. Grundlagen (hier genannt: Einstiegspunkte), 2. Anwenderperspektive, 3. Organisatorische Perspektive, 4. Methoden und technische Infrastruktur. Klaus Tochtermann und Hermann Maurer - mit dem Know Center unbestritten zwei Pioniere auf diesem Gebiet – verfassten einen exzellenten Einstieg. Im Anschluss an die Einleitung geben Blumauer & Pellegrini eine terminologische, einfach gehaltene Einführung und erklären kurz die Begriffe Semantik, Metadaten, Ontologie und Wissensmanagement. Bernardi et al beschreiben „komplexe Arbeitswelten in der Wissensgesellschaft“, das etwas oberflächlich gehalten ist. Galinski stellt die wichtigsten Normen dar, allerdings mit Wiederholung der Definition von Semantik (Seite 54), die schon auf Seite 9-10 gegeben wurde; der Normungsteil ist jedenfalls eine gute Übersicht und der Artikel enthält auch einiges an relevanter Literatur. Birkenbihl stellt ab Seite 73 Standards für das Semantic Web vor – allerdings verschwendet er etwas zu viel Platz für Erklärungen von URL, HTTP, HTML (eine ganze Seite wie ein HTML Text aussieht ist für dieses anspruchsvolle Werk etwas zu flach), dafür werden die Web Ontology Language (OWL) auf die der Leser schon neugierig gemacht wird, zu kurz behandelt, auch sind die Literaturhinweise dünn (von 41 Referenzen nur ein einziger Zeitschriftenartikel (der von Tim Berners-Lee) und kein einziges weiterführendes Buch macht stutzig)). Weber & Fröschl beschreiben profund das Semantic Web als Innovation in der ökonomischen Koordination (augezeichnete Literaturliste!). Wohlkinger & Pellegrini gehen vor allem auf zukünfige Technologiepolitik der EU, insbesondere auf das FP7 (2007 bis 2013) ein. Henze beschreibt personalisierbare Informationssysteme, aufbauend auf Brusilovsky (1996), gut … aber etwas zu kurz. Lindstaedt & Ulbrich geben eine gute Übersicht über die Integration von Arbeiten und Lernen. Sauermann stellt ab Seite 161 den Arbeitsplatz der Zukunft vor. Buzinkay geht unter dem Titel Funneling auf Aspekte der Orientierung und Navigation ein (Duftspuren, Personas, Nutzungsszenarien, leider wieder nur Weblinks als Referenzen). Schuster & Rappold beschreiben ab Seite 189 „Social Semantic Software“ (Weblogs), Druckfehler in der Literaturliste (Seite 198). Burkhard widmet sich der „Knowledge Visualization“, zwar etwas durcheinander, aber auf sehr gut fundierter Literatur aufgebaut. Sauberer schließt schließlich das Kapitel „Anwender“ mit einem dünnen, unklaren Artikel über „Informationskompetenz“ ab (Schlüsselqualifikationen verändern sich laufend? – sind das dann noch „Schlüsselqualifikationen“?). Im dritten Teil Organisationsperspektive beginnen auf Seite 227 Blumauer & Fundneider mit einem profunden Architekturkapitel über „Semantische Technologien in integrierten Wissensmanagement Systemen“. John & Drescher geben eine gute Zusammenfassung über Anwendungen betrieblichen Informationsmanagement; der Beitrag von Beier beschäftigt sich etwas sehr plakativ mit dem betrieblichen Wissensmanagement. Schmitz et al geben hingegen ab Seite 273 eine sehr gute Einführung zum kollaborativen Wissensmanagement und stellen u.a. Folksonomies (Tupel F:= (U, T, R, Y, ) und das formale Folksonomy-Modell kurz, knapp, klar dar (bravo!). Sure & Tempich berichten ausgezeichnet klar über Wissensvernetzung in Organisationen. Werther & Borovicka widmen sich dem e-Commerce, geben einen sehr guten Einblick in die Interoperabilität im e-Tourismus (am Beispiel des Projektes „Harmonise“ und betonen dabei auch die Wichtigkeit des Nutzerverhaltens (Seite 311). Fill et al. beschreiben Web-Service und Geschäftsprozesse (ab Seite 321) und widmen sich am Beispiel der Wirtschafts-Informatik der Metamodellierung (Modellierungsansatz eduWEAVER am Beispiel Lernen in komplexen Organisationen) und dem betriebswirtschaftlichen Nutzen von Web-Services. Angele et al beschäftigen sich ab Seite 337 fundiert mit Anwendungen und Good Practices semantischer Technologien und stellen als Praxisbeispiel den SemanticMiner® vor. Kienreich & Strohmeier beschäftigen sich mit der Modellierung von Wissen – allerdings fehlt die kognitionswissenschaftliche Komponente vollständig (Semantische Netze kommen ursprünglich aus der Kognitionswissenschaft, die Autoren sollten hier z.B. Marvin Minsky (1968) oder Quillian (1967) usw. berücksichtigen)). Koller geht in seinem Kapitel „Web Content und CMS“ auf strukturierten Content ein, der Absatz (der als Kapitel mit der Überschrift Empfehlungen bei der Auswahl eines CMS geführt wird) ist allerdings ungenügend. Reitbauer beschreibt ab Seite 387 etwas oberflächlich (und redundant) die Thematik Integration und Interoperabilität, der Ansatz zur Entwicklung semantischer Interfaces (Seite 402) ist kurz aber gut und setzt auf AI Grundlagen auf (die leider nicht beschrieben werden, und daher in der Literaturliste auch nicht angegeben werden). Reif widmet sich der semantischen Annotation und gibt dazu einige praktische Beispiele. Baumgarter beschäftigt sich ab Seite 419 mit Methoden und Werkzeugen zu Webdatenextraktion („Information extraction“), präsentiert sehr solide die Grundlagen und stellt (leider etwas kurz) das interessante Lixto Projekt vor (Sehr gute Literaturliste, wirklich brauchbar). Granitzer (Seite 437) beschreibt solide die statistischen Verfahren der Textanalyse und geht dabei u.a. auch auf NLP Möglichkeiten ein (m.E. der beste Artikel in diesem Sammelband). Budin (Seite 453) gibt einen profunden Überblick über Terminologiemanagement und terminologische Interoperabilität. Dabei wird das “Standards-based Access Service to Multilingual NLP-Lexicon and human-oriented Terminology Resources (SALT)” Projekt vorgestellt. Einen klassischen Artikel präsentieren ab Seite 469 Ehrig & Studer mit dem Schwerpunkt im graphischen Mapping von Ontologien. May beschäftigt sich solide mit dem „Reasoning im und für das Semantic Web“ geht allerdings nochmals (redundant mit den Seiten 80-86) auf Metadaten ein (lässt aber OWL wieder etwas unvollständig). Der letzte Artikel schließlich von Polleres et al mit dem Titel „Semantische Beschreibung von Web Services“, passt als Abschluss ganz gut. Ein Nachwort von Capurro schließt das Werk ab. Obwohl die Qualität der Artikel stark variiert ist dieses Buch als Ganzes uneingeschränkt empfehlenswert. Allerdings gibt es zwei riesengroße Wermutstropfen: 1) Die Medizin fehlt definitiv (namentlich medizinische Informationsverarbeitung und Informationssysteme) … obwohl paradoxerweise im Vorwort als wichtig angesprochen! 2) Usability bzw. Mensch-Maschine Kommunikation … wird in genau 17 Zeilen auf Seite 179 angesprochen und in einer kurzen Zeile auf Seite 246 … 1/4 Seite von 533 Seiten! (Andreas Holzinger, Med.Uni Graz)
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 7, 2009 5:05 AM MEST


Führen Leisten Leben: Wirksames Management für eine neue Zeit
Führen Leisten Leben: Wirksames Management für eine neue Zeit
von Fredmund Malik
  Taschenbuch

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Management Grundlagen kompakt und klar und anwendbar, 18. Oktober 2006
Im Prinzip predigt Fredmund Malik nichts anderes als Kent Beck in der agilen Softwareentwicklung: Erfolge frühzeitig und fortlaufend sichtbar machen, höchste Priorität liegt in der Kundenzufriedenheit und der Weg um den Erfolg zu maximieren liegt in der Einfachheit. Auf drei Grundregeln zusammengefasst: Wichtige Dinge zuerst umsetzen, d.h. die Funktionalitäten mit dem höchsten Mehrwert; Geschäftswert = f (Kosten, Zeit, Funktionalität, Qualität); Anpassung der Entwicklung bei Bedarf an eine veränderte Umgebung. Der Unterschied von Malik zu anderen Autoren ist, und damit hebt er sich deutlich ab und verdient die „fünf Sterne“ dass er realistisch bleibt, die Dinge nicht in ein Extrem treibt und sich vor allem keiner „reißerischen“ Sprache bedient (so wie z.B. Titel wie „Zuerst brich alle Regeln“ usw.). Ok, nun aber zum Inhalt des Buches: Das Buch besteht aus 408 Seiten, strukturiert in 4 Teile. Seite 407 bis 408 enthält eine Liste gründlicher und solider Literaturangaben – bereits hier kann man erkennen, dass es sich bei dem vorliegenden Buch um ein ernstzunehmendes, tiefgehendes und seriöses Werk handelt.

Teil I behandelt das Thema „Professionalität“ und geht auf profunder Weise der (falsch gestellten) Frage nach der idealen Führungskraft nach. Teil II behandelt Grundsätze wirksamer Führung (Resultatorientierung, Beitrag zum Ganzen (ganzheitliches Denken), Konzentration auf Weniges (aber auf Wesentliches!), Stärken nutzen (Stärken mit Aufgaben zur Deckung bringen!), Vertrauen (es kommt auf gegenseitiges Vertrauen (Trust) an), Positiv (und konstruktiv) denken); Teil III behandelt die Aufgaben wirksamer Führung (für Ziele sorgen, Organisieren – im Sinne von Probleme selbst in die Hand nehmen und nicht warten bis man „organisiert“ wird, Entscheiden, Kontrollieren (z.B. eine Stechuhr für Wissenschaftler schafft sicher keine günstige Vertrauensbasis), Menschen entwickeln und fördern (lebenslanges Lernen ist kein Schlagwort); Teil IV schließlich widmet sich den Werkzeugen wirksamer Führung (Sitzung, Bericht, Job Design, Arbeitsmethodik, Budget und Budgetierung, Leistungsbeurteilung und systematische Müllabfuhr). Ein Beispiel daraus: Die Zahl der Sitzungen reduzieren – Organisationsstrukturen werden immer komplizierter, es gibt immer mehr Arbeitsgruppen und Teamarbeit … z.B. Seite 281: man sollte sich stets fragen: „Ist diese Sitzung wirklich nötig? – Gibt es nicht einen anderen Weg das Problem zu lösen oder die Arbeit einfach zu tun?“ Oder auf Seite 350: An Daten fehlt es heute kaum in einem Unternehmen. Wir haben eher zuviel davon (sic!). Information hingegen ist noch immer Mangelware, und man kann sich nicht darauf verlassen, dass alle Manager wissen, wie man von Daten zu Information kommt …

Das Buch ist handlich, angenehm strukturiert, preisgünstig und wirklich extrem lesenswert und sollte in der täglichen Praxis (auch in kleinen Arbeitsgruppen) ernst genommen werden (Andreas Holzinger, Med Uni Graz).


Efficiency in Learning: Evidence-Based Guidelines to Manage Cognitive Load
Efficiency in Learning: Evidence-Based Guidelines to Manage Cognitive Load
von Ruth Colvin Clark
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 81,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent, theoretisch fundiert, praktisch gut verwendbar!, 12. Oktober 2006
Das Buch “Efficiency in Learning: Evidence-Based Guidelines to Manage Cognitive Load” behandelt die drei grundsätzlichen Lehrmaterialien: Bilder, Text und Auditive Information ausgehend von den Erkenntnissen mit der so genannten Cognitive Load Theory (CLT). Diese Theorie von Sweller (1998) beruht auf der Annahme dass grundsätzlich die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Gedächtnisses limitiert ist und wir ergo weniger behalten, wenn wir beim Lernen mit überflüssiger Informationen "zugeschüttet" werden. Das hat sehr wichtige Implikationen auf das Design und die Entwicklung von elektronischen Lernmaterialien, z.B. was ist die wesentliche Information, was kann eher dazu verleiten abgelenkt zu werden. Die zentrale Frage dabei ist, wie wir mit den begrenzten Aufnahmefähigkeiten am effizientesten umgehen und das durch Technologie unterstützt werden kann. Die Grundidee dabei geht zurück auf Miller (1956): The magical number seven, plus or minus two: Some limits of our capacity for processing information. In: Psychological Review, 63, 81-97.

Die CLT von Sweller unterscheidet drei Arten von kognitiven Belastungen (cognitive load):

1) Germane load = d.i. die Belastung, die "natürlich" durch die Lernanstrengung entsteht (Auseinandersetzung mit dem Lernmaterial), das kann über Aufmerksamkeit, Vorwissen, Motivation usw. verbessert werden;

2) Intrinsic load = durch den Lerninhalt bestimmt selbst bedingt ist. Je (individuell!) schwiergier das Lernmaterial desto höher ist die intrinsische Belastung; und

3) Extraneous load = überflüssige (zu vermeidende) Belastungen - die es zu minimieren gilt.

Grundregel: Die kognitive Belastung darf nicht größer sein als die individuell verschiedene Kapazität des Kurzzeitgedächtnis des Lernenden, sonst entsteht eben overload.

Dieses Buch erklärt nicht nur auf exzellente Art die Theorie (ab Seite 313 mit einer Entstehungsgeschichte der Theorie von John Sweller selbst), sondern gibt auch empirisch abgesicherte Anleitungen für die Gestaltung von Lernmaterial. Auf der beigelegten CD finden sich dazu auch Beispiele. Dieses Buch kann vorbehaltlos für jeden empfohlen werden, der sich tiefer mit dem Lernen und Medien auseinandersetzen will und ist leicht und verständlich geschrieben und durch zahlreiche Beispiele untermauert. Was mir besonders gut gefallen hat ist die section "What does research say" mit den Ergebnissen von Originalarbeiten zu den entsprechenden Themen. Wirklich gut. (A.Holzinger, Med.Uni Graz)


Systemisch denken - klipp und klar
Systemisch denken - klipp und klar
von Martin Lehner
  Taschenbuch

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Titel und Klappentext versprechen viel - Inhalt enttäuscht, 21. September 2006
Von Einstein stammt der Ausspruch: "Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher" ... gerade das haben die Autoren dieses Buches aber versucht und das ist nicht gut gelungen. Man erwartet dem Text nach (klipp und klar) einen klaren, knappen und präzisen Überblick über die Grundlagen des systemischen Denkens. Das wird auch versucht, und der Anfang ist auch ok, aber es fehlt immer wieder das, was die Systemtheorie eigentlich ausmacht. (Man sollte parallel dazu Norbert Bischof: Struktur und Bedeutung, eine Einführung in die Systemtheorie lesen, dann wird sofort ersichtlich was gemeint ist). Die Beispiele die in diesem Buch (128 Seiten - doppelter Zeilenabstand) gebracht werden sind gut - keine Frage - weil sie einfach sind und aus dem täglichen Leben kommen, aber die Dartstellung dessen, was "dahinter steckt" fehlt gänzlich. So einfach ist es einfach nicht. Die Abbildungen, die dargestellt werden (z.B. Abb 1 bis 8) sind unvollständig beschrieben, obwohl die Ansätze immer wieder gut gewählt sind. Es hört auf, wenn es interessant wird. Die Lösung ist eine zweite Auflage, in der das Buch genau um diesen derzeit fehlenden Tiefgang erweitert wird. Sonst bleibt zwangsläufig - vermutlich auch bei einer vollkommen unbedarften Leserin bzw. Leser - ein unbefriedigendes Gefühl zurück. Lobend ist die kommentierte Literaturliste zu erwähnen: die Kommentare sind gut, aber auch hier gilt: zu knapp. Es werden 13 deutsche Bücher und nur ein englisches Buch angeführt, auf zahlreich vorhandene Artikel wird gänzlich verzichtet. (A.Holzinger, Med Uni Graz)


Struktur und Bedeutung: Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht
Struktur und Bedeutung: Eine Einführung in die Systemtheorie für Psychologen zum Selbststudium und für den Gruppenunterricht
von Norbert Bischof
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker zur Einführung in die Systemtheorie, 14. September 2006
Selten wird uns bewusst, dass kaum ein anderer Bereich unsere Entwicklung – vor allem in der IT/Informatik – so beeinflusst hat wie die Kybernetik (technische Anwendung in der Regelungstechnik). Die Ansätze der Systemtheorie mit dem Paradigma des systemischen Denkens sind universell verwendbar und stellen damit eine Grundlage für viele weitere Anwendungsbereiche dar (Problemlösen, Systemanalyse, Management usw.).

Dieses Buch bietet eine hervorragende Übersicht über die Kybernetik, Informationstheorie und Systemanalyse und beschäftigt sich darüber hinaus auch mit den Grundlagen der Semantik und Heuristik. Es kann durchaus als Klassiker bezeichnet werden (obwohl m.E. das Literaturverzeichnis mit rund 90 Referenzen für diesen Anspruch etwas knapp ist). Hervorzuheben ist, dass die notwendige Mathematik im Text sehr gut erklärt wird. Darüber hinaus werden in einem separaten Anhang die mathematischen Hilfsmittel in kurzer und knapper aber absolut brauchbarer und verständlicher Form nochmals zusammengestellt (A.Holzinger, Med.Uni Graz).


Gefährliche Managementwörter. Und warum man sie vermeiden sollte
Gefährliche Managementwörter. Und warum man sie vermeiden sollte
von Fredmund Malik
  Gebundene Ausgabe

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach und gut!, 14. September 2006
Der Autor sagt eigentlich nichts anderes als das, was wir an den Universitäten versuchen von unseren Studierenden einzufordern: Klare Definitionen und das Wissen (sic!) um den Zusammenhang und Hintergrund und vor allem die richtige Verwendung von Begriffen. Exzellentes Beispiel dafür ist das ab Seite 62 beschriebene "Wissensmanagement". Auf Seite 63 unten schreibt der Autor "Wissen ist etwas, was beim derzeitigen Stand nichts mit Computern und IT zu tun hat, sondern mit Gehirnen und noch mehr mit Verstand und Vernunft ..." und weiter "Die Wissenschaften, die sich am intensivsten mit dem befaßt haben, was man am ehesten als Wissensmanagement bezeichnen könnte, werden in der Diskussion über Wissensmanagement am wenigsten beachtet. Es sind die Pädagogik, die Lern- und Kognitionspsychologie, die Neurowissenschaften, die Kybernetik und Teile der Philosophie ... auf naive Weise wird (wieder) bei Adam und Eva begonnen - und meistens bleibt man dort stecken, oder man münzt einfach die Begriffe um und spricht statt von Daten und Information nun von Wissen ...". Freilich, der Autor wählt in diesem Buch eine etwas saloppe Sprache, aber es ist ja nicht als Lehrbuch, sondern als (Manager-) Lektüre gedacht. Daher ist es auch schnell zu lesen, und kann daher als (Extra-) Lektüre empfohlen werden. Wenn dieses Buch etwas zum Nachdenken anregt und die Leserin oder der Leser die gerne verwendeten Schlagworte und Begriffe in Zukunft etwas kritischer sieht, dann hat dieses Buch eigentlich seinen Zweck und sein Preis/Leistungsverhältnis bereits erfüllt. (A.Holzinger, Med.Uni Graz)


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