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Rezensionen verfasst von
Alba

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Selected Ambient Works 85-92
Selected Ambient Works 85-92
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hedphelym - Fill your head with SAW, 22. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Selected Ambient Works 85-92 (Audio CD)
Das Debüt von Aphex Twin ist eine wunderschöne Platte. Kaum zu glauben, dass sie schon vor 20 Jahren, im Februar 1992 erschien. Für mich klingt das wie frisch aus der Plattenpresse und auch irgendwie zeitlos.

Bei Richard D. James scheint vieles geheimnisvoll und verschroben zu sein, zum Beispiel der eigene Künstlername oder einzelne Titel. Was hat man sich unter Tha oder Hedphelym vorzustellen? Anderes klingt nach griechisch-römischer Antike (Ageispolis, Ptolemy, Delphium, Actium) oder nach Wissenschaft (Xtal, Pulsewidth, Green Calx, Heliosphan, Schottky, Ptolemy). Eine einfache, klare Aussage hingegen enthält der Titel "We Are The Music Makers". Und dies könnte auch insgesamt das Motto dieser gelungenen Platte sein.

Die informativen "sleeve notes" von Wil Troup sprechen von moderner elektronischer Musik zwischen Acid und Ambience. Auch wenn ich mit Acid nichts am Hut habe, so wirkt die gesamte Platte auf mich persönlich doch sehr harmonisch und rhythmisch geprägt. Einzige Ausnahme ist das sich in der Mitte befindende Stück Green Calx, das wegen seiner eher experimentellen, hektischen Gangart und den teils knarzenden, teils fiependen Spielhallengeräuschen vom melodischen Gesamteindruck der Platte ein wenig abweicht.

Wie schon der Albumtitel nahelegt, verbindet man diese Platte im allgemeinen mit dem Genre Ambient. Das macht auch Sinn, wenn man an die Verwendung von Umweltgeräuschen und sphärischen Klängen denkt.
Wegen der starken rhythmischen Komponente frage ich mich allerdings, ob man hier vornehmlich von Ambient sprechen sollte oder ob man sich nicht lieber mit anspruchsvollem Techno begnügt.

Ambient ist meiner Meinung nach eher Musik mit sparsam eingesetzten Beats und Rhythmen, wie dies zum Beispiel im Nachfolgewerk Selected Ambient Works Volume II weitgehend der Fall ist. Das Debütalbum, SAW 85-95, zeichnet sich jedoch auch durch rhythmische Qualitäten aus, und einige Stücke nehmen m.E. sogar bereits Drum & Bass vorweg.

Wie dem auch sei, SAW 85-95 ist eine sehr empfehlenswerte Platte, an der es nichts auszusetzen gibt. Der Ferrari für Freunde elektronischer Musik.


Greetings from Birmingham
Greetings from Birmingham

5.0 von 5 Sternen Greetings to Birmingham, 20. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Greetings from Birmingham (Audio CD)
Thanks to the barbel king.

Danke für 20 Jahre Scorn und andere schöne Projekte. Über diese Jahre hinweg entstand eine umfangreiche Anzahl herausragender Bass-Musik, eingebettet in faszinierende ambient sounds, die mal eher nach industrial klingen, mal eher sphärisch oder ätherisch leichtfüßig daher kommen.

Deshalb sollte es eigentlich keinen Grund zu schlechter Laune geben. Dennoch war ich nicht gerade "amused", als ich am Freitag zufällig auf die Homepage von Mick Harris ging und folgende Nachricht las: "I am putting this project finally to bed."
Schade, dachte ich, aber vielleicht ist eine kreative Pause auch eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung oder Neuorientierung. Wir sind gespannt.

Ich höre übrigens immer noch gerne "Refuse; start fires" und "Yozza". Gelegentlich greife ich aber auch auf ältere Sachen zurück. In den letzten Wochen habe ich mir zum Beispiel wiederholt die "Greetings from Birmingham" angehört, die ich immer noch für eine sehr gute Platte halte. In der Mitte von "Can but try" ist eine Stimme zu hören. Leider kann ich nicht genau ausmachen, was sie sagt, aber es hört sich für mich fast deutsch an (?). In dem Stück "The Hand" auf Overload Lady befindet sich übrigens auch ein Sample in deutscher Sprache; ein Kind spricht dort so etwas wie einen Schüttelreim.
Overload Lady mit Eraldo Bernocchi - eine sehr schöne Zusammenarbeit aus der Drum and Bass Phase. Immer wieder hörenswert!

"Greetings from Birmingham" enthält eine Vielzahl packender "drum patterns", einige klingen trocken, andere eher metallisch. Des weiteren gibt es hier überraschende Breaks und natürlich sehr viel donnernden Bass, aber andererseits auch schöne, klare Melodien. Neben vielen anderen interessanten Momenten kann man Harfenklänge, klirrendes Glas oder Metall sowie Piano- und Keyboard-Sequenzen heraushören.

Auf dieser CD ist kein Platz für Langeweile, auch wenn das Prinzip der Wiederholung eine Rolle spielt. Es herrscht zwar wie bekannt keine übermäßige Eile vor, die Stücke Nr. 5 und 8, "Flap" und "Closedown" ragen aber dennoch hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit aus dem Üblichen heraus.

Elf Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung im Jahre 2000 sind die "Greetings from Birmingham" nach wie vor eine sehr interessante Platte, die meiner Meinung nach sogar einen gewissen Humor ausstrahlt, nicht zuletzt im Namen und den einzelnen Titeln.
Eine kleine Einschränkung, die quietschende Tür am Ende von Nummer 4, "Told you can tell" sowie die 11 lärmenden Sekunden von "Can but try (back on itself)" wären für mich verzichtbar. Ansonsten aber gilt: everything's fine.

Deshalb ist diese CD sehr empfehlenswert, insbesondere für alle diejenigen, für die die aktuelle Dubstep-Szene, z.B. in Form des hoch gelobten George Fitzgerald zu sehr in Richtung easy listening oder main stream dancefloor geht.
"Greetings from Birmingham" wird all denen gefallen, denen Kreativität wichtiger als Producer-Handwerk ist. (Life) Styles mögen kommen und gehen, Qualität wird bleiben.

Nicht minder empfehlenswert sind "Plan B" aus dem Jahre 2002 und "List of takers" aus dem Jahre 2004.


Hednod Sessions
Hednod Sessions

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Head nodding in the land of Nod, 25. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Hednod Sessions (Audio CD)
Die Doppel-CD Hednod Sessions erschien 2004 auf Hidden Art und vereinigt die Sessions 01 bis 04, die ursprünglich zwischen 1999 und 2001 als 12"-EPs in unterschiedlichen Farben, nämlich gelb, grün, grau, und rot in sehr kleiner Auflage von jeweils 500, bzw. 300 Stück (NOD 04) auf dem Label Hushush / Hed Nod veröffentlicht worden waren. Außerdem enthält die CD die Bonus-Tracks, die die Subskribenten der Vinyl-Reihe als CD Having It erhalten hatten.

Die Hednod Sessions sind ungewöhnliche, experimentelle Musik zwischen minimalistischen Electronica, Dub und Ambient.
Bisweilen wird ein Bezug zu Hip Hop hergestellt. Ich vermute, man bezieht sich dabei auf die allgegenwärtige Präsenz von drums und beats In dieser Hinsicht könnte man aber auch von langsamem Drum and Bass sprechen.

In der Welt der Hednod Sessions gibt es keine herkömmlichen Instrumente und selbstverständlich keinen Gesang. Nur vereinzelt werden Computer generierte, verzerrte Stimmen eingestreut.

Kann man eigentlich noch von Musik sprechen? Immerhin sind dies keine formlosen Geräusche, sondern komponierte Strukturen, auch wenn es sich bei diesen gesampelten rhythmischen Soundlandschaften häufig um sehr außergewöhnliche, fremdartige, maschinenähnliche und in diesem Sinne industrielle Klänge handelt.
Es fehlen weitgehend eingängige, vertraute Melodien, obwohl vereinzelt auch einmal eine Keyboard- oder Pianosequenz eingestreut werden kann. Vieles klingt kalt oder künstlich und dennoch durchaus "cool".

Die Hednod Sessions sind sehr minimalistisch. Die meist langsamen bis gelegentlich mittel schnellen Rhythmen klingen zum Teil ähnlich und wiederholen sich. Karge Sounds und Geräusche werden übereinander geschichtet. Wiederholung in Schleifen oder "loops" ist ein stilbildendes Element und bewirkt einen gewissen Sog, in den der Hörer hineingezogen wird. Die Sogwirkung wird vor allem durch die immer wieder spürbaren tiefen Bässe verstärkt. Wer sich auf diesen Sound einlässt, der merkt auch, dass die oberflächliche Ähnlichkeit keine Gleichförmigkeit ist, sondern durch "loops" und Überlagerungen durchaus Veränderungen erfährt.

Insgesamt bin ich mittlerweile der Meinung, dass die Hednod Sessions zu den interessantesten der zahlreichen Veröffentlichungen von Mick Harris gehören.
Das liegt zweifellos auch daran, dass ich die Sampler-Geräusche und Klanglandschaften dieser Doppel-CD nicht als nervend empfinde. Es gibt immer noch so etwas wie musikalische Strukturen in dieser ungewöhnlichen Klangwelt.

Das Cover zeigt übrigens das Foto eines abbruchreifen, entkernten Hochhauses, auf dem oben ein paar Graffitis an die Wand gesprüht sind. Zu lesen ist das Wort "secret". Geheimnisvoll und nicht gerade zugänglich, so wirkten auf mich die auf Hidden Art erschienenen Hednod Sessions beim ersten Hören. Man sollte sich mehr Zeit dafür nehmen.


Yossa Ep
Yossa Ep
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gizza job, 20. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yossa Ep (Audio CD)
Mick Harris hat seit Stealth ein neues Zuhause gefunden, das Label Ohm Resistance, das sich vor allem der elektronischen Musik zwischen Avantgarde, Drum&Bass, Dub und Noise widmet.
Diese Verbundenheit äußert sich zum einen in der Danksagung: "with thanks to ... Kurt & Ohm Resistance".
Sie äußert sich darüber hinaus in der Cover-Gestaltung durch den Haus-Illustrator Karol Lasia, der bereits einige andere Platten-Cover auf Ohm Resistance gestaltet hat, zum Beispiel auch das von "Refuse; start fires".

Durch die Arbeiten von Karol Lasia entsteht so etwas wie ein einheitliches Erscheinungsbild des Labels.

Die Vorderseite von Yozza schmückt eine Art Foto-Montage einer fast menschenleeren, nächtlichen Geisterstadt, die durch den Kontrast von Hell (oben, künstlich beleuchteter Nachthimmel) und Dunkel (unten und Mitte, Gebäude, Straße) charakterisiert ist und fast wie eine ferne, zeitgenössische Variante der romantischen Landschaftsmalerei eines Caspar David Friedrich anmutet.

In der Mitte des Bildes sieht man ein Hochhaus und denkt natürlich gleich an das allerdings ganz andere Cover der Hednod Sessions auf Hidden Art.
Dieses Gebäude gleicht aber auch einem Menschen, denn auf dem Dach sitzt wie auf einem Mantelkragen ein Kopf, aus dem hell leuchtende Spiegelfragmente herausragen.

Klappt man die Innenseite des Covers von Yozza auf, so sieht man übrigens eine großflächige Illustration des Logos von Ohm Resistance (drei senkrechte Striche in eckigen Klammern).

Die Cover-Gestaltung des jungen niederländischen (?) Fotographen und Graphikers Karol Lasia (Khomatech.com) ist interessant und anspruchsvoll und verleiht Platten und CDs wie "Yozza" einen zusätzlichen Reiz.
Sie ist m. E. anspruchsvoll, weil das Dargestellte in der Regel nur angedeutet wird. Der Betrachter hat Spielraum für eigene Gedanken.

Als ich die neue CD in die Hand bekam, da wunderte ich mich zunächst über den Titel. Was soll Yozza bedeuten? Das klingt irgendwie seltsam für mein Schulenglisch.

Gibt man Yozza im Internet ein, so erhält man Informationen über Motorsport. Man bekommt zum Beispiel Videos, in denen getunte Autos vorgestellt werden, genauer gesagt, der Sound von Auspuffrohren.
Jawoll, dachte ich, das passt doch gut zur Scornschen Klangwelt, in der das Dröhnen der Bässe gepflegt wird.

Nun lese ich aber in der Beschreibung von Ohm Resistance etwas ganz anderes, von dem ich vorher genau so wenig wie von Yozzasport wusste.
Ohm Resistance stellt einen Bezug zu der englischen Fernsehserie "Boys from the black stuff" her, die Anfang der achtziger Jahre auf BBC2 ausgestrahlt wurde. In dieser Serie geht es um ein paar Bauarbeiter, die in der Umgebung von Liverpool auf Arbeitssuche sind und mit dem Problem der Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben.

Diese Serie, über die es einen sehr informativen Artikel auf Wikipedia gibt, erfreute sich in England großer Beliebtheit. Auf der Website des British Film Institute wird die Serie beschrieben als "warm, humerous, but ultimately tragic look at the way economics affect ordinary people", ... "a lament to the end of a male, working class British culture".
Beliebt war vor allem auch einer der Hauptdarsteller, der im Film den Namen Yosser Hughes trägt und der in einer berühmten Szene den Spruch "Gizza job" (Give us a job) von sich gibt.

Daher also soll der Titel der neuen Scorn-Platte stammen. Das macht Sinn; denn das erste Stück dieser Platte, "Piper", kann sich dann ebenfalls auf eine Person dieser Serie beziehen. Es gibt da nämlich jemanden, der in einer Pub-Szene auf seinen drei Fingern pfeift.

Gibt es auch einen musikalischen Bezug zum Titel? Ja. Auf dem Stück "Piper" hört man im Hintergrund pfeifenähnliche Orgelklänge, bzw. genauer gesagt ebensolche Sampler-Geräusche.

Auch das dritte Stück auf Yozza, "Shake Hands", nimmt Bezug auf "Boys from the black stuff". In der besagten Pub-Szene, in der Piper auf seinen Fingern pfeift, erscheint ein ziemlich kräftiger, kahlköpfiger Mann im Parka, der mit Shake Hands auf die übrigen Gäste zugeht, um ihnen mit seinem Händedruck die Finger zu quetschen.
Bis dann Yosser Hughes in die Kneipe eintritt, seinem Händedruck standhält und ihn mit einem gezielten Kopfstoß auf die Nase zu Boden streckt. Leider reicht mein Schulenglisch nicht, um die Antwort des am Boden liegenden Shake Hands zu verstehen.

Stück Nummer zwei heißt "Turn ting up". Das klingt für mich nach fettem "Liverpudlian" oder "Mancunian dialect". So könnten auch britische Vorstadt-Rapper sprechen, vielleicht um zu sagen, dass etwas gezeigt oder aufgedeckt werden soll.

Auch der vierte Titel "Names not down not coming in" bleibt für mich ein umgangssprachliches Rätsel. Vielleicht könnte man ihn mit Der Name kommt hier nicht vor" übersetzen. Dann stellt sich natürlich gleich die Frage, welcher Name nicht vorkommt. Yosser Hughes? Boys from the black stuff ?

Yozza, die neuste Veröffentlichung von Scorn, erscheint als EP und als CD und enthält vier neue Stücke mit einer Spielzeit von ca. 18 Minuten.
In dem ersten Stück, "Piper", spielt wieder Ian Yan Treasey Schlagzeug, was durchaus eine Bereicherung darstellt.

Zusammen mit dem dritten Stück, "Shake Hands", handelt es sich um die schnelleren Momente der Platte, wohingegen Nummer 2 und 4 etwas langsamer daherkommen, insbesondere "Turn ting up" scheint ein wenig auf der Stelle zu treten, während "Names not down not coming in" trotz der stoischen Langsamkeit durchaus beeindrucken kann.

Yozza bietet wie gehabt eine Mischung aus Perkussion, Dub-Elementen und schräger, künstlicher Elektronik. Sowohl die Percussions als auch die elektronischen Samples klingen vertraut und nicht grundlegend anders als bisher.
Mick Harris bewegt sich auf bekannten Pfaden, wobei das Tempo stellenweise etwas höher und der Sound eine Spur aggressiver ist als auf der letzten Platte, wenn man einmal von "Take someone's eye out" absieht.

Yozza ist wie alles von Scorn seit Logghi Barogghi in hohem Maße Ansichtssache und gewöhnungsbedürftig. Ohm Resistance beschreibt die Platte als "bleak" und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Klangwelt von Scorn ist nicht nur reiterativ, sondern nach Gyral und Anamnesis vor allem kalt und künstlich. Man erhält den Eindruck einer unfreundlichen Welt ohne Trost und Hoffnung.

Die Serie "Boys from the black stuff" hingegen scheint einen entscheidenden Unterschied zu Scorns Yozza aufzuweisen. Das British Film Institute beschreibt sie als "warm" und "humorous". Das kann man, wie ich glaube, von Yozza nicht sagen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese menschliche Komponente der Wärme und des Humors Scorn durchaus bereichern würde. Man muss nicht immer extrem heavy drauf sein, um Interessantes zu schaffen.

Etwas Krautsalat bitte, Marke Cluster oder Harmonia! Auch eine frische Brise Biosphere käme mir gelegen.
Dennoch volle Punktzahl für diese EP, nicht zuletzt auch wegen der Wahl des sehr schönen Covers.
Nicht ohne uns zu wundern, nehmen wir jedoch zur Kenntnis, dass dieses kleine Werk unter zwei Titeln vertrieben wird, zum einen als Yozza, zum anderen als Yossa. Kann das in Ordnung sein?


Everything Falls Apart & More
Everything Falls Apart & More
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 44,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moulding heart-core, 12. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Everything Falls Apart & More (Audio CD)
Wenn du auf Punkrock stehst, insbesondere Hardcore magst und andererseits ein Faible für Popmelodien hast, dann bist du bei Hüsker Dü goldrichtig.
Erinnerst du dich? Hüsker Dü spielen schnell und laut, extrem und kompromisslos; sie haben aber auch ein feines Gespür für Melodien. Die Songs sind in der Regel recht kurz, der Gesang vor allem von Bob Mould ist roh und brachial. Gleiches gilt für sein Gitarrenspiel, das zutreffend als metallisch, sägend oder sirenenhaft beschrieben wird. Dagegen ist der Gesang von Grant Hart eine Spur sanfter. Vergessen wir nicht den Bassisten, Greg Norton, der anders als Mould und Hart nicht nur musikalisch einen sehr soliden Eindruck hinterlässt.

Das Songwriting von Bob Mould und Grant Hart beruht im allgemeinen auf dem Prinzip der Gegensätzlichkeit. Und dennoch ergänzen sich die beiden in wunderbarer Weise. Dieses Prinzip prägt auch die erste Hüsker-Platte, die ich wirklich intensiv gehört und trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer negativen Ausdruckskraft innig geliebt habe: Everything falls apart & More Das war so Ende der 90er Jahre, also zu einer Zeit, als Hüsker Dü längst Geschichte waren. Ihre erste LP, Land Speed Record war bereits 1982 erschienen.

Auf der Compilation Everything falls apart & More, die 1993 als CD herausgegeben wurde, findest du zum Teil überarbeitete Stücke aus der Frühphase der Band, also aus den Jahren 1980 bis 1983. Die Platte beginnt mit fünf herrlich frechen Hardcore-Nummern, die in einem rasanten Tempo herunter gedroschen werden (From the Gut, Blah, Blah, Blah, Punch Drunk, Bricklayer, Afraid of Being Wrong), bevor mit dem poppigen Donovan-Cover Sunshine Superman für einen Moment etwas Ruhe einkehrt. Meine persönlichen Höhepunkte dieser Compilation sind die zwar kraftvoll lärmenden, aber dennoch melodischen Stücke wie der Titelsong, Wheels, Target, Gravity oder In a Free Land.

Als ich diese CD Ende der 90er Jahre für mich entdeckte, war sie für mich eine lange Zeit hindurch ein echtes Hörerlebnis, leider ein paar Jährchen zu spät! Dieses tolle Gefühl habe ich aber auch jetzt noch beim Hören schon der ersten Takte von From the Gut oder In a free land, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Was bedeutet es, wenn dies der Soundtrack deiner Jugend ist? Vielleicht bestimmt es die Bahnen, in denen dein Leben verläuft.
Wie dem auch sei, Hüsker Dü bleibt für mich trotz meiner zeitlichen Distanz ihrer Wahrnehmung eine der wichtigsten Bands, der leider wie so oft der große Erfolg verwehrt blieb. Die Platte Everything falls apart & More ist für mich immer noch ein echtes Highlight, auch nach fast drei Jahrzehnten ihres Entstehens.
Die Wahl des Covers könnte übrigens nicht besser sein, da es sich für mich um eine symbolische Darstellung des Titels handelt.

Gut zu wissen, dass es noch weitere geniale Veröffentlichungen von Hüsker Dü gibt. Herauszuheben sind das Debüt Land Speed Record, Metal Circus, Zen Arcade und New Day Rising.
Genieße diese überschäumende Energie, und kümmere dich nicht um den Faktor Zeit. Habe den Mut, unzeitgemäß zu sein, denn dieser Sound ist zeitlos gültig. Erinnere dich.


Inside: Missing Link
Inside: Missing Link

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verlinkt, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside: Missing Link (MP3-Download)
Volker Kriegel war ein genialer Gitarrist, der die Jazzrock-Szene der 70er Jahre in Deutschland entscheidend mitprägte und unter anderem auch im United Jazz + Rock Ensemble spielte. Leider verstarb er viel zu früh im Jahre 2003 an einem Krebsleiden.
Volker Kriegel war aber nicht nur ein interessanter und viel gefragter Musiker, der den Jazz um Elemente aus Bossa Nova und Beat bereicherte und somit für ein neues Publikum interessant machte.
Er studierte in Frankfurt Psychologie sowie Soziologie (unter anderem bei Adorno). Des weiteren machte er sich als Zeichner, Übersetzer und Autor einen Namen.
Ich hatte das Glück, Anfang der 70er Jahre bei einem Cousin die Doppel-LP Inside: Missing Link zu entdecken, die damals 1972 auf dem schönen kleinen Label MPS erschienen war. Natürlich habe ich mir die Platte bei erster Gelegenheit selbst gekauft, und ich bin froh, dass ich sie immer noch mein eigen nennen darf, auch wenn ich sie heute äußerst selten höre, um sie vor Kratzern zu schonen. Gut, dass es sie inzwischen auch als CD gibt.

Diese Doppel-LP/CD besteht aus zwei Teilen. Auf der ersten Platte spielt Volker Kriegel zusammen mit angesagten Jazz-Musikern und Freunden der damaligen Zeit, zum Beispiel mit dem Posaunisten Albert Mangelsdorff, den Saxofonisten Alan Skidmore und Heinz Sauer, dem Bassisten Eberhard Weber, dem Schlagzeuger John Marshall. Das Ergebnis ist eine sehr interessante Zusammenstellung faszinierender Stücke, die einerseits typisch 70er Jahre Jazz-Rock sind, andererseits doch auch erfreulich zeitlos erscheinen. Zumindest habe ich diesen Eindruck von einer äußerst angenehmen und dabei anspruchsvollen Form des Jazz, die gleichzeitig einen erstaunlichen drive" entfaltet, so dass man heute auch sagen könnte, dass sie rockt". Kurzum: Fusion.
Bei aller Virtuosität merkt man den Musikern und vorne weg Volker Kriegel vor allem eines an: sehr viel Freude am gemeinsamen Musizieren, und dies überträgt sich auf uns als Hörer.

Die zweite Platte steht der ersten in nichts nach, ist aber insofern anders, als es hier keine Bläser gibt, dafür aber sehr viel elektrisches Piano von John Taylor, der auch bereits im ersten Teil mitwirkt. Mich erinnert dieser zweite Teil an Volker Kriegels späteres Mild Maniac Orchestra, das ich erfreulicher Weise auch live im kulturellen Forum unserer Stadt so um das Jahr 1975 erleben durfte.

Diese Doppel-LP oder CD, die ein schönes, türkisblaues Cover ziert, auf dem man eine verschlossene Stahltür sieht, sollte in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen. Für Gitarrenfreunde ist diese Veröffentlichung, wie auch alles andere von Volker Kriegel, ohnehin ein absolutes Muss. Viel Freude beim (Wieder-)Entdecken eines musikalischen Glanzlichtes.


Tattoo
Tattoo

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tätowiert, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tattoo (Audio CD)
Tattoo erschien nur ein halbes Jahr nach Blueprint, im Winter 1973, was Rory Gallaghers Produktivität zu der damaligen Zeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Anders als Blueprint war Tattoo für mich eine Platte, die ich sofort vom ersten bis zum letzten Ton ganz in mein Herz schloss. Hier geht es von einem Höhepunkt zum nächsten. Es ist kaum zu glauben, wie nach dem Eingangsstück Tatto`d Lady, das für mich durch Piano und Keyboards einen gewissen Charme von Hafenkneipen und Seefahrerromantik ausstrahlt, noch Steigerung möglich ist. Das Energie geladene Cradle Rock gibt den besten Beweis dafür. Aber damit ist es nicht genug; denn welche Überraschung wird uns geboten mit dem wunderschönen, virtuosen und gefühlvollen Finger-Picking von 20:20 Vision?! Ich bin immer noch schlicht und ergreifend begeistert, wenn ich diese ersten drei Stücke hintereinander höre. Und es geht so weiter mit packenden und rockenden Glanzlichtern, so dass man eigentlich gar nicht anders kann, als diese faszinierende Platte an einem Stück durchzuhören.
Weitere Höhepunkte sind Sleep On A Clothes-Line, das vom Titel her an Walk On Hot Coals erinnert, Who`s That Coming oder A Million Miles Away. Wer braucht da noch die Bonus Tracks, um von dieser Platte vollends überzeugt zu sein?
Volle Punktzahl, ganz weit oben am Sternenhimmel deiner und meiner all time favorites.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 25, 2014 11:54 AM CET


Rory Gallagher
Rory Gallagher

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Can't believe it's true, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Rory Gallagher (Audio CD)
Rory Gallagher war der Gitarrenheld meiner Jugend Anfang der 70er Jahre. Ich besaß und besitze immer noch drei Langspielplatten aus jenen Tagen, die ich allerdings aus Ermangelung eines geeigneten Schallplattenspielers schon lange nicht mehr höre. CDs haben einfach den Vorteil, weniger anfällig gegen Kratzer zu sein.
Schon bevor ich meine erste Platte von Rory Gallagher kaufte (Live in Europe) kannte ich von Mitschülern die Platte Taste mit dem schönen Kracher Blister On The Moon, und ich kannte What`s Going On von der genialen Platte On The Boards. Die Trennung von Taste habe ich eigentlich nie bedauert, weil ich Rory trotz seiner guten Begleitmusiker immer als Solokünstler wahrgenommen habe, als einen virtuosen Gitarristen, der ganz für seine Musik lebte und stets einen sehr angenehmen, authentischen Eindruck hinterließ.
Ich erinnere mich daran, dass Rory zweimal im Jahre 1971 im Beat Club auftrat. Ich glaube im Mai, als gerade seine erste Soloplatte herausgekommen war, spielte er das packende Laundromat; Ende des Jahres, in der Weihnachtszeit, präsentierte er dann Used To Be und In Your Town. Das waren geniale Momente, die meine musikalischen Vorlieben stark bis auf den heutigen Tag geprägt haben, auch wenn im Laufe der Zeit viele neue Eindrücke und Vorlieben hinzukamen. Im Nachhinein wundere ich mich ein wenig, dass ich die ersten beiden Veröffentlichungen nicht damals, sondern erst viele Jahre später im CD-Zeitalter erworben habe.

Die erste Solo-Platte von Rory Gallagher gehört m.E. auch gleich zu seinen schönsten. Sie beginnt mit dem sehr rockigen Laundromat. Es folgt das eher entspannte Just The Smile, das mich persönlich an (irisches!) West Coast Feeling erinnert. Wunderschön ist auch das daran anschließende, eher poppige I Fall Apart, vielleicht sogar mein Lieblingsstück auf dieser Platte.
Wie auf jeder Gallagher-Platte, so haben wir auch hier einen gekonnten, abwechslungsreichen Stilmix aus Bluesrock, Rock, Pop (Ja!) und Folk, wobei es sich um die verschiedenen Facetten eines sehr authentischen, begnadeten Musikers handelt, der es versteht, diese unterschiedlichen Teile zu einem abwechslungsreichen, harmonischen Ganzen zusammenzufügen.
So folgt auf das sehr poppige I Fall Apart das eher in Richtung Folk gehende, vom Blues geprägte und akustische Wave Myself Goodbye, bei dem der von Atomic Rooster her bekannte Vincent Crane am Piano brilliert. Anschließend heißt es Hands Up, ein rasant rockendes, im Mittelteil sogar in Richtung Jazz treibendes Stück, welches in das nicht minder packende, aber eher leise verhalten beginnende, vom Blues inspirierte Sinner Boy übergeht, das mich ein wenig an das spätere In Your Town auf Deuce erinnert. Hier singt und jubiliert die im Bottleneck-Stil gespielte Gitarre. Großartig! Das Hochgefühl geht jedoch weiter, denn wiederum erfolgt ein genialer Übergang in die schöne Blues-Nummer For The Last Time. Für Entspannung und Abwechslung sorgen It's You und I'm not Surprised, bevor die Platte mit Can't Believe It's True in einer leichten Jazz-Brise sehr gekonnt ausklingt. Dieses Stück, auf dem Rory übrigens auch Alt-Saxofon spielt, erinnert mich ein wenig an Just The Smile, aber auch an On The Boards. Im Unterschied zur LP folgen auf der CD noch zwei Bonus-Tracks. Ich gebe gerne zu, dass ich mich an dieser irgendwie zeitlosen Musik aus längst vergangenen Tagen laben könnte.
Am oft kritisierten Gesang von Rory Gallagher kann ich übrigens nichts aussetzten. Ich erwarte allerdings auch keine gut ausgebildete Stimme. Ich erfreue mich vielmehr an authentischen Gefühlen und finde, dass Rorys Stimme dies ausgezeichnet herüberbringt.
Erstaunlicherweise erhält diese Platte in der Allmusic Review von Hal Horowitz nur 3 von 5 Punkten, was der Note befriedigend entspricht. Hier von mir 100 Punkte und ein Platz sehr weit vorne auf der Skala der ewigen Bestenliste.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 18, 2012 4:08 PM CET


Deuce
Deuce

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deuce, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Deuce (Audio CD)
Deuce ist die zweite Soloveröffentlichung von Rory Gallagher, und für meinen Geschmack ist diese ebenso gut und interessant wie die erste. Der Titel scheint mit einer leichten Zweideutigkeit zu spielen, da man deuce sowohl mit der Zahl zwei (französich: deux) als auch umgangssprachlich mit the devil oder bad luck übersetzen kann.
Die Platte beginnt anders als der Vorgänger nicht mit einer Rock-Nummer, sondern mit der wunderschönen akustischen Pop-Perle I'm Not Awake Yet, die gar nicht verschlafen klingt, sondern sehr entspannt. Rory glänzt hier mit einem sehr gekonnten Finger Picking. Die Platte wird somit in einer sehr angenehmen Atmosphäre eröffnet, in die sich Bass und Schlagzeug bestens einfügen. Schlichtweg genial, der über alles Gewöhnliche weit hinausragende Über-Song für alle Zeiten. Rory klingt hier so jung und frisch, gar nicht schläfrig, wie der Titel suggerieren könnte.

Das zweite Stück, Used To Be, reißt einen dann schon eher aus dieser wohligen Atmosphäre heraus und wirft einen auf das harte Pflaster der Straße des Blues-Rock. Diese kraftvolle Nummer spielte Rory auch Ende 1971 im Beat Club, wie auch das beschwingt rockende In Your Town (Stück Nr. 6).
Mit Don't Know Where I'm Going (Nr. 3) geht es hingegen in Richtung Folk entspannt weiter, wie auch im vorletzten Stück (Nr. 9) Out Of My Mind.
Maybe I Will (Nr. 4) ist eine schöne Pop-Nummer und nach dem Opener eines meiner Lieblingsstücke auf dieser Platte, zusammen mit dem jazzigen There's A Light (Nr. 8) und dem ausgelassenen Crest Of A Wave (Nr. 10).

Insgesamt ist Deuce wie auch das Vorgängeralbum ein sehr gelungener Stilmix aus Blues, Rock, Pop und Folk. Selbst Jazz-Elemente fehlen nicht.
Wie schon beim Vorgängeralbum, so habe ich auch hier nichts an Rorys Stimme auszusetzen. Warum auch?
Wieder einmal 100 Punkte auf der ewigen Bestenliste.


Blueprint
Blueprint
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 9,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blueprint, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Blueprint (Audio CD)
Das Studioalbum Blueprint erschien im Februar 1973 nach Live in Europe. Meiner Meinung nach unterscheidet es sich irgendwie von anderen mir bekannten Gallagher-Platten. Es scheint mir weniger rauh, obwohl es auch hier an rockigen Stücken nicht fehlt. Die Rory-Gallagher-Band ist von nun an bis etwa 1976 nicht mehr das altbekannte Power-Trio, sondern ein Quartett, indem vor allem dem Piano und den Keyboards von Lou Martin viel Raum gegeben wird.
Die Platte beginnt kraftvoll rockend mit Walk on Hot Coals, das m.E. ein wenig dem etwas späteren Tattoo'd Lady ähnelt.
Es folgt die sehr melodisch swingende Ballade Daughter of the Everglades, ein weiterer Höhepunkt dieser Platte.
Anschließend Big Bill Broonzys Banker's Blues, der uns an den Anfang des 20. Jahrhunderts, in das Ambiente verrauchter Saloons zurückversetzt. Klavier, Akustikgitarre, Mundharmonika. Und eine schöne Geschichte mit einem gut gemeinten Ratschlag:
If you've got money on the bank, don't let your woman draw it out, `cause she'll take all your money and then she'll kick you out.
Hands Off ist eine beherzte Rock&Roll-Nummer. Race The Breeze erfreut den Hörer mit einer feinen Slide-Gitarre und einem wiederum swingenden Piano.
Wahrscheinlich als Höhepunkt der Platte gedacht, erstreckt sich Seventh Son Of A Seventh Son nach einer schön schrägen, fast psychedelischen Einleitung über stramme acht Minuten. Das im Vordergrund stehende Rock-Motiv wird allerdings für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Ich könnte mir vorstellen, dass etwas mehr Abwechslung dem Stück gut zu Gesicht gestanden hätte, obwohl die wiederholt eingestreuten Piano-Passagen und vor allem am Ende das Gitarrensolo mit Rorys begleitendem Gesang und Saxofon einen nicht zu leugnenden Glanz versprühen.
Der folgende Unmilitary Two Step ist eine akustische Ragtime-Nummer, die erneut Rorys musikalische Versiertheit und Treffsicherheit belegt.
Abgerundet wird das Album von einer fast zu süßen Country-Nummer: If I Had A Reason. Ein Liebeslied, warum nicht? Fast zu schön für diese Welt, dieses Zwiegespräch zwischen Oldtime-Piano und Slide-Gitarre.
Das ursprüngliche Cover der LP (ein Schaltplan von Rorys Verstärker?) finde ich übrigens schöner als die etwas blasse CD-Ausgabe.


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