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Beiträge von Matthias
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Rezensionen verfasst von
Matthias "T."

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Narziß und Goldmund
Narziß und Goldmund
von Hermann Hesse
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantische Seele in wunderschöner Sprache gekleidet, 11. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Narziß und Goldmund (Taschenbuch)
Nach dem Steppenwolf war dies mein zweites Hesse-Buch, das ich gelesen habe und ich muss gestehen, ich fand es viel schöner als jenes. Die Sprache von Hesse ist so fliessend und süß wie honig, das ich das Buch zum Ende voller Entzückung zugeklappt habe. Viele Wege führen zur Erkenntnis, Narziß erlangt sie durch Askese und Studieren im Kloster, Goldmund durch praktische Erfahrungen auf seinen Wanderungen und viele menschliche Beziehungen, die seinen Kopf anfüllen. Dieser ist ein Künstler, jener ein weiser Gelehrter geworden. Zwei gegensätzliche und interessante Ansätze, das Leben zu meistern. Sie treffen sich, gehen wieder auseinander und treffen sich in geistiger Vereinigung wieder.


Die Erotik
Die Erotik
von Georges Bataille
  Gebundene Ausgabe

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel ist ein Understatement!, 4. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Erotik (Gebundene Ausgabe)
Welch ein interessenter Versuch die Erotik des Menschen zu betrachten! Kein langweiliges Buch im Stile von noch einem "Kamasutra" oder einem pseudo-therapeutischen "Partnerschaftsratgeber" oder einer trockenen psychoanalytischen Erörterung aller sexuellen Perversionen oder dem 1000em Versuch die Erotik in naiv-wissenschaftlicher Weise auf eine natürliche biologische Funktion des Menschen zu reduzieren; nein, nichts dergleichen in diesem Buch! Bataille entzieht sich jedweder Einordnung.
Bataille erschreckt und fasziniert zugleich. Ausgehend von einem philosophischen Standpunkt stellt er jedoch auf eine nicht-philosophische Weise Beziehungen zwischen der körperlichen, geistigen und religiösen Erotik und der Gewaltsamkeit des Menschen, dem Bösen, der Ausschweifung im Sinne Sade, dem Tod und dem heiligen Blutopfer her. Er schreibt über die Bedeutung und den Sinn von Verboten und deren Überschreitung, genauso wie über die Erfahrung des Todes, der für Bataille nichts anderes ist, als alle Grenzen hinter sich zu lassen. Er schreibt über den Exzeß des souveränen Menschen und seiner ungeheuren Energiebündelung, sowie von dem ängstlichen, vernunftorientierten, auf Nützlichkeit ausgerichteten und nur seinen Wohlstand vermehrenden Menschen als Gegenpol des ersteren.
Seine Ausführungen über die weitreichenden Ursachen und Folgen der Erotik in der Gesellschaft sind äußerst interessant, auch wenn er sich nur scheinbar von dem Gegenstand der Erotik entfernt und sie im weiten Kontext von Gewaltsamkeit, Religion, Opfer, Ausschweifung und Fest, Arbeit und Vernunft, Moral und Christentum, Gott und das Heilige, Krieg und Tod, sowie Organisation des Lebens in der Tier- und Pflanzenwelt diskutiert, um schlussendlich eine Gesamtsynthese durchzuführen und die Widersprüche aufzuzeigen. Es ist wahrlich kein Buch "nur" über die Erotik, es ist ein Buch über die ganze Menschlichkeit und ihren Sinn, ihre irrationalen Verhaltensweisen und über die anfängliche Verdammung der Erotik durch das Christentum und deren folgende Entmystifizierung durch die modernen Wissenschaften, die den Sinn von Verbot und Überschreitung in der Erotik genauso verkennen, wie es das Christentum auf entgegengesetzte Weise getan hatte.
Man muss sich ein wenig an den Schreibstil von Georges Bataille gewöhnen, der in vielen verschachtelten und von doppelten Verneinungen wimmelnden Sätzen schreibt. Dies erfordert eine recht große Aufmerksamkeit beim Lesen, die Erkenntnis, die man jedoch aus diesem Werk zieht, wiegt die Mühen beim weiten wieder auf und schliesslich ist es ein Genuß, wie der Autor über alle gesellschaftlichen Tabus hinweg, den Leser zunächst verwirrt, dann erschreckt und ihn durch Erkenntnis fasziniert! Das Buch enthält in dieser neuen Übersetzung auch viele Fotografien der französischen Originalausgabe, die den Gesamtgeschmack abrunden und ganz gut als Vorspeise genossen werden können.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2013 11:08 AM MEST


Warum uns das Böse fasziniert: Die Natur des Bösen und die Illusion der Moral
Warum uns das Böse fasziniert: Die Natur des Bösen und die Illusion der Moral
von Franz M. Wuketits
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,80

13 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Akademisch, oberflächlich und enttäuschend, 3. Dezember 2002
Der Titel verspricht mehr als das Buch hält. "Warum uns das Böse fasziniert", auf diese Frage wird nicht wirklich tief eingegangen! Statt dessen wird dargestellt, wie sich das Böse in alltäglichen und speziellen Situationen manifestiert, wie z.B. im "bösen Nachbarn", Denunzianten, Verrätern, Lügnern, Betrügern, Mördern etc, die Liste habe kein Ende, wie der Autor betont. Vor dem Hintergrund der Evolutionstheorie versucht dann der Wissenschatfstheoretiker den Hang zum Bösen und die Aggressionslust als natürliche Überlebensstrategien und Selektionsmechanismen des Menschen zu erklären, die in uns immer noch schlummern und dass beides, das "Gute" und das "Böse", für die Evolution des Menschen und den Erhalt der Gesellschaft benötigt wird. Das Gute und die Hilfsbereitschaft biete der Mensch an, nur soweit sie ihm zur Befriedigung seiner egoistischen Interessen in naher oder ferner Zukunft dienen können. Alles andere sei eine Illusion, konstatiert der Autor in seinem einfachen Schwarz-Weiss-Denken. Die Natur habe uns mit Egoismus ausgestattet, wir seien so, ob wir es wollen oder nicht, da können Moralapostel nichts dagegen tun - das ist die Grundbotschaft des Buches, die immer und immer wieder gekaut wird. Eine ziemlich vereinfachende, materialistische und langweilig plakative Sichtweise!
Das Buch ist ein Kuddelmuddel aus verschiedenen Begriffen und Ereignissen, die dem bemühten Autor eingefallen sind, es fallen so abgedroschene Begriffe, wie Doppelmoral, Hexenverbrennungen, Politikerverfehlungen, Menschenhandel, das Dritte Reich, Völkermord usw, ohne auf sie tiefer einzugehen, als ob der Autor die fade Suppe, die er da zerkocht hat mit diesen eingetrockneten Gewürzen retten wollte. Viele in diesem Buch dargelegten "Erkentnisse" sind Binsenweisheiten, so selbstverständlich, dass sie vielleicht besser in einer pseudo-wisenschaftlichen Zeitschrift, aber keinem Buch von diesem Anspruch untegebracht wären. Einzig und allein wertvoll sind die vielen Zitate fremder Wissenschaftler und Philosophen, mit denen sich der Autor zu schmücken versucht und an deren tiefe Gedankengänge er jedoch nicht im entferntesten heranreicht. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass der Autor sich nicht traut, in die tiefen Abgründe des menschlichen Daseins hineinzublicken, er betrachtet den Menschen wie ein Ding, wie ein Objekt von aussen und versucht an ihm herumzustochern ohne in sein Wesen einzudringen. Er relativiert seine Sätze oft mit Entschuldigungen und Ablenkungen, politischen und gesellschaftlichen Vorwänden - denen jedes gute Herz und alle gutmütigen Eltern zustimmen müssen - um selbst in seiner Argumentation nicht aggressiv zu erscheinen, polemisiert ohne wirklich zu polemisieren, bekennt die Farbe nicht, als ob er wirklich große Angst um seinen Lehrstuhl an der Universität hätte.
Wer einen tieferen Sinn in der Gewaltsamkeit des Menschen sucht, dem sei das Buch von Georges Bataille "Die Erotik" empfohlen. Auch wenn dieses Buch von der Erotik handelt, ist es eine ergreifende und tiefgründige Erörterung der Agressions- und Destruktionslust in jedem Menschen.


Tagebuch des Verführers (insel taschenbuch)
Tagebuch des Verführers (insel taschenbuch)
von Sören Kierkegaard
  Taschenbuch

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Poetisches Tagebuch, 21. November 2002
Eine sehr schöne Beschreibung des planmäßigen Spiels der Verführung. Kierkegaard nimmt hier Bezug auf Don Juan und beschreibt seine Taktik des Verführens eines jungen Mädchens mit anschliessendem geplanten Abbrechen der Beziehung auf ihrem Höhepunkt. Der Verführer inszeniert bewußt ein Spiel, um "seine Cordelia" durch listige Aktionen auf seine Fährte zu locken, sie geistig an sich zu binden, sie jedoch so zu verwirren, damit sie von selbst mit ihm bricht. Die Erzählung in Form von Tagebucheinträgen ist zusätzlich gewürzt mit sehr schönen poetischen Liebesbriefen vom Verführer an das junge Mädchen, die alle mit "Dein Johannes" unterschrieben sind, als Anspielung auf "Don Juan". Diese Briefe und zum Teil auch Tagebucheinträge sind von tiefer philosophischer Natur und dies macht den eigentlichen Wert des Buches aus.
Hier eine Kostprobe eines solchen Briefes:
« Meine Cordelia!
Draußen vor der Tür wartet ein kleines Kabriolett, für mich größer als die ganze Welt, denn es ist groß genug für zwei; vorgespannt sind zwei Pferde, wild und unbändig wie Naturkräfte. Ich entführe Dich - hinaus in die Welt - die Pferde bäumen sich auf; der Wagen hebt sich; wir fahren durch die Wolken hinein in den Himmel; um uns braust es; sind wir es, die still sitzen, und es ist die Welt, die sich bewegt, oder ist es unser wagemutiger Flug? Wird Dir schwindelig, dann halte Dich fest am mir; ich werde nicht schwindelig. Im geistigen Sinn wird man niemals schwindelig, wenn man nur an eine einzige Sache denkt, und ich denke nur an Dich - im körperlichen Sinn niemals schwindelig, wenn man das Auge nur auf einen einzigen Gegenstand heftet, ich sehe nur auf Dich. Halte Dich fest; wenn die Welt verginge, wenn unser leichter Wagen unter uns verschwände, wir hielten einander dennoch umschlungen, schwebend in sphärischer Harmonie.
Dein Johannes »


Männer sind anders. Frauen auch. Männer sind vom Mars. Frauen von der Venus
Männer sind anders. Frauen auch. Männer sind vom Mars. Frauen von der Venus
von John Gray
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wertvolle Tips zum Verständnis des anderen Geschlechts, 18. Oktober 2002
Auch wenn die Emanzipationswelle über Amerika und Europa erbarmungslos gerollt ist und mit ihren durchaus wünschenswerten Ansätzen vieles platt gewalzt hat, was den Reiz der unterschiedlichen Geschlechter ausmachte, so sollten wir nicht darüber hinwegsehen, dass die Angleichung der Geschlechter zwar zur wirtschaftlicheren "Ressourcennutzung" und Effizienzsteigerung in Produktions- und Dienstleisuntgsbetrieben geführt hat, wo Frauen sich neue Chancen eröffnet haben, jedoch dadurch auch zu neuen Konflikten zwischen Mann und Frau. Denn auch wenn wir heute so ähnlich sind, unsere Instikte sind grundverschieden. Das und nur das versucht John Gray in diesem Buch auszudrücken! Durch unsere zivilisatorischen Errungenschaften haben wir vergessen, was uns Männer und uns Frauen ausmacht, was unser natürliches Wesen ist, wo unsere angeborenen Unterschiede liegen. John Gray versucht hier diese Unterschiede hervorzuheben, sie uns deutlich vor Augen zu führen, was sie bewirken, welche unbewußten Aktionen sie in uns hervorrufen, die wir ja aufgrund unseres "zivilisierten Lebens" vollends verdrängt haben, in diesem Zusammenhang sollte man das Buch sehen und sich nicht darüber beklagen, dass der Autor "furchtbar amerikanisch" schreibt oder "Stereotypen" entwirft. Doch habe ich einen Stern abgezogen, da Mr. Gray zu viele wirklich zu viele Wiederholungen in sein Buch einstreut, er hätte es ruhig auf der Hälfte der Seiten schreiben können.


Über die Frauen (insel taschenbuch)
Über die Frauen (insel taschenbuch)
von Friedrich Nietzsche
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,49

95 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gedanken eines Antifeministen, 18. Oktober 2002
Bekanntlich gilt Nietzsche als der größte Frauenhasser unter den Philosophen. Mit dem Satz "Du gehst zu Frauen? Vergiß die Peitsche nicht" hat er seine Ansichten über "das schwache Geschlecht" in knappster Weise zum Ausdruck gebracht. Das Buch herausgegeben und kommentiert von Klaus Goch ist eine Sammlung von Aussagen, Briefen und Textstellen Nietzsches aus seinen anderen Werken, zum Thema Frau, Kinder, Familie, Männerfreundschaft und ihre gesellschaftliche Stellung. Nicht alle - eher wenige - Ansichten Nietzsches in diesem Buch entsprechen dem heutigen Zeitgeist, jedoch um Nietzsche zu verstehen, erfordert es, dass man sich dem Massenzeitgeist entzieht und sich dem Geist Nietzsches vorurteilsfrei nähert. Denn in vielen seiner von unseren emanzipierten Frauen und dem nickenden Männervolk verpönten Aussagen steckt doch ein Körnchen Wahrheit drin.
Klaus Goch führt in diesem Buch die Einstellung Nietzsches Frauen gegenüber auf das ungeheilte Verhältnis zu seiner Mutter zurück. Sie war es, die ihn immer fordernd, ablehnend, einengend und mit zuviel mütterlicher Fürsorge und Bevormundung zeitlebens behandelt hat. Viele ihrer verletzenden Handlungsweisen entsprangen dem Bedürfnis, den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen und den Ruf der Familie nicht zu schädigen, damit hat sie ihren Sohn auch völlig mißverstanden. Gochs Analyse ist hier auch zutreffend und scharf. In einem anderen Punkt mangelt es Goch an dieser Schärfe und dem Verständnis für Nietzsches Psyche, indem er überall in seinen Kommentaren polemische Andeutungen auf Nietzsches angebliche Homosexualität macht. Er sammelt angebliche Beweise, alles Mutmaßungen, Behauptungen, Verleumdungen neidischer Zeitgenossen Nietzsches, um ihn Homosexualität unterzuschieben, als Elklärung für seinen Antifeminismus. Dabei versteht Goch wenig von einer wahren Männerfreundschaft, wenn er Bezeugungen von seelischer Zuneigung Nietzsches einem seiner Freunde gegenüber, gleich als Homosexualität deutet. Anscheinend ist es heutzutage Mode geworden, jeden herausragenden aber unpopulären und störenden Menschen als schwul zu bezeichnen, damit wäre alles erklärt, gedeutet, aller Abnormalität der Ursprung bewiesen.


Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens
Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens
von Mitch Albom
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einfaches und sanftes Buch zur Lebensweisheit, 12. Oktober 2002
Ich bekam das Buch als Geburtstagsgeschenk. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Und so war ich sehr angenehm überrascht über die Einfachheit und die flüssigen Worte in diesem Buch. Das Werk ist so verständlich und in einer derart einfachen und schnörkellosen Sprache gehalten, dass es es sich hierzulande nicht besonders lohnt das englische Original zu kaufen, das würde ich ausschließlich bei Lyrik und schwieriger Prosa empfehlen, wo eine Übersetzung leicht zu sinnverdrehenden Interpretationsfehlern führen kann, aber nicht bei einem so schlichten Buch, wie diesem!
Nun zum Inhalt: aus dem Mund des langsam sterbenden Morrie erfährt man auf eine sehr angenehme Art und Weise, worauf es im Leben ankommt. Es werden Themen angesprochen, wie Tod, Furcht, Familie, Liebe, Ehrgeiz und Gier (Geld). Besonders gut gefallen hat mir das Kapitel über das Geld: die Spielzeuge der Erwachsenen, wie ein neues Auto, ein neues Haus oder mehr Geld sind nur billiger Ersatz für Liebe, nach der wir uns alle sehnen, die wir aber in dieser verkalkten und unterkühlten Gesellschaft nicht bekommen. Einen Gewinn für unser Leben ziehen wir nicht aus materiellen Dingen - den uns nur die Industrie durch Werbung permanent weismachen will - sondern aus der Selbstachtung und Befriedigung, die wir dadurch erreichen, indem wir anderen Menschen das geben, was wir vermögen: Liebe, Freunschaft, Hilfe und Rat oder etwas anderes auf das wir stolz sind. Schon lange bevor ich das Buch gelesen habe, war ich fest davon überzeugt, dass es viel schöner ist, Liebe zu geben als selbst zu empfangen. Das Buch hat mir diese Ansicht bestätigt. Jedoch ist das nur eines der Themen, die das Buch behandelt, es geht vor allem um den Tod und wie er sich auf unser Leben auswirkt, über die Kultur, in der wir leben, über Gefühle, die uns fesseln, über die Familie als Fundament unseres Lebens und vieles andere, das das Buch lesenwert macht.
Warum vergebe ich dann nur vier Sterne? Nun, 5 Sterne verdient aus meiner Sicht nur höchste Dichtkunst der Literatur, die sowohl Lebensweisheit vermittelt und auch durch die Form ihrer Gattung, durch Sprache und künstlerische Umsetzung sich von anderen Werken abhebt, d.h. herausragend ist. Dieses Buch ist zwar vom Inhalt her sehr empfehlenswert, jedoch vom Stil und der Sprache her recht einfallslos, ohne Biss und auf dem Niveau einer Fernsehreportage. Der Vorteil in diesem Stil liegt in der breiten Akzeptanz durch die Massen, der Nachteil aber ist der, dass es nicht kräftig genug den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft legt, sie aus ihrer Lethargie nicht aufrüttelt und damit die meisten nach der schnellen Lektüre dieses Buches, sich zwar für viel schlauer als vorher halten, jedoch ihr eigenes Leben blind und ungezügelt, wie bisher weiterleben.


La Divina (In Conversation With Edward Downes 30.12.1967 / 13.01.1968)
La Divina (In Conversation With Edward Downes 30.12.1967 / 13.01.1968)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Interview, 10. Oktober 2002
Ein hochinteressantes Interview mit Maria Callas! In englischer Sprache, aber dennoch auch für Interessierte mit durchschnittlichen Englischkenntnissen verständlich. Maria Callas erzählt, über ihre Karriere als Sängerin, ihre Liebe und Hingebung zur Musik und unterhält sich mit Mr. Downes über viele philosophische Themen, aus denen jeder Mensch für sein Leben einen Nutzen ziehen kann. Man kann diese Dame nicht genug bewundern!


Lyric And Coloratura Arias (Aufnahmen 1954)
Lyric And Coloratura Arias (Aufnahmen 1954)
Preis: EUR 19,53

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Ariensammlung mit Callas!, 10. Oktober 2002
Man braucht nur einige der Arien von Maria Callas auf dieser CD mit einigen zeitgenössischen Interpretinnen zu vergleichen, um sich über die immer noch unerreichte Größe der Opern-Königin klar zu werden. Diese Stimme besitzt eine Süße und Kraft zugleich, sie bezaubert und donnert. Es ist etwas himmlisches in der Stimme von Maria Callas und auf dieser CD kommt sie hervorragend zur Geltung, sie entzückt mit ihrer ungeheuren Bandbreite, denn sie singt Koloratur, hoch und tief, strahlt und wirft Schatten, verführt und speit Feuer.
Diese CD hat eine so gute Qualität trotz des Alters der Originalaufnahme, dass man fast glaubt, die Callas würde direkt vor dem Zuhörer singen und das trotz Mono! Da wurde mir klar, dass es nicht auf die technische Perfektion einer Aufnahme bei Genuß von Musik ankommt, sondern auf die künstlerische Umsetzung. Wenn Sie jemanden in die Stimme von Maria Callas verliebt machen möchten, dann schenken Sie ihm diese CD!


Festive Baroque
Festive Baroque
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 19,68

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Querschnitt über die Barockmusik, 10. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Festive Baroque (Audio CD)
Als ich in einem Musikladen nach dem "Kanon" von Pachelbel gefragt habe, wurde mir diese Doppel-CD empfohlen, da die Stücke überwiegend mit Originalinstrumenten gespielt wurden, d.h. in kleineren Besetzungen, die der Barockmusik eher gerecht werden als pompöse Orchester. Und ich wurde nicht enttäuscht! Vor allem Pinnock und Musica Antiqua spielen fantastisch. Ausser dem Kanon fand ich auf der CD viele interessante und sanfte Stücke zum Entspannen und das in hervorragender Qualität. Für jeden geeignet, der sich der Barcok-Musik nähern möchte.


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