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Rezensionen verfasst von
René Kimpel "renekimpel" (Frankfurt)
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Automatisierung und Digitalisierung des Krieges: Drohnenkrieg und Cyberwar als Herausforderungen für Ethik, Völkerrecht und Sicherheitspolitik (Forum Innere Führung)
Automatisierung und Digitalisierung des Krieges: Drohnenkrieg und Cyberwar als Herausforderungen für Ethik, Völkerrecht und Sicherheitspolitik (Forum Innere Führung)
von Roman Schmidt-Radefeldt
  Taschenbuch
Preis: EUR 44,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Transformation des Krieges: Drohnen- und Cyberwar unter der Lupe - Umfassender und guter Forschungsstand mit Luft nach Oben, 12. November 2012
Im Feld der Friedens- und Konfliktforschung sowie in den security studies existiert in Deutschland ein noch weitestgehend karger Forschungsstand zum Komplex der Automatisierung und Digitalisierung des Krieges. Ziel des hier vorliegenden Sammelbandes ist es, diese Forschungslücke zu schließen (S. 21). Konzeptuell betrachtet unterteilen sich die Beiträge des Buches in zwei Kategorien, systematisch und exemplarisch. Systematisch, z.B. in Form eines gut strukturierten und einführenden Kapitels von den Herausgebern Roman Schmidt-Radefeldt und Christine Meissler, wie auch in der kritischen Bestandsaufnahme zur Automatisierung des Krieges von Niklas Schörnig. Die exemplarisch-gegenstandsorientierten Beiträge konzentrieren sich gegenüber den stärker theoretischen und technisch-informierten Ansätzen mehr auf die Konturierung und Kontextualisierung partikularer empirischer Fallstudien. Hierfür stehen repräsentativ der Beitrag Olaf Theilers über das Konzept der „Cyber-Defense“ als Herausforderung für die NATO sowie der Aufsatz von Charles Williamson zur US-amerikanischen Perspektive auf das internationale Recht bei Cyber-Konflikten. Schematisch ist das Buch in zwei Themengebiete untergliedert:

Während sich der erste Teil mit Beiträgen zur Automatisierung des Krieges befasst (u.a. Schörnigs Beitrag,werden in der zweiten Hälfte Aspekte und Fragen zur digitalisierten Kriegsführung behandelt, dem die Beiträge von Theiler und Williamson angehören. Der Band selbst ist das Resultat einer interdisziplinären Tagung an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin, die im November 2010 stattfand.

Ein wiederkehrendes Argumentationsmuster in vielen Beiträgen konstatiert, die ökonomischen und organisatorischen Nutzen der neuen Methoden der Kriegsführung stünden zumindest in einem ambivalenten Verhältnis zu den gesellschaftlichen Kosten, die faktisch aus ihnen erwachsen können. Normative Einwände hinsichtlich rechtlicher und ethischer Bedenken begrenzen zudem den Möglichkeitshorizont der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung des „new Western way of war“ (S. 59), wie Niklas Schörnig die neuen Tendenzen der Kriegsführung rhetorisch zuspitzt. Eine wichtige Frage des Sammelbandes stellt sich diesbezüglich in Hinblick auf die Kategorie „Verantwortung für zivilgesellschaftliche Kriegsopfer“. Die Planung, Initiierung und Durchführung automatisierter und digitalisierter militärischer Angriffe wird im Buch ebenso thematisiert, wie am Beitrag von Williamson gesehen werden kann (S. 183 ff.).

Eine stärkere rechtstheoretische Unterfütterung und Rückbindung an die normativen Diskurse des transnationalen humanitären Strafrechts wäre hier jedoch wünschenswert gewesen, um ein holistischeres Bild über das Phänomen zu gewinnen. An dieser Stelle stagniert die Diskussion jedoch häufig im Feld rechtspositivistischer Argumentationsfiguren. Somit bleiben normativ-spannungsreiche Momente untertheoretisiert. Positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang jedoch der Beitrag von Sandro Gaycken. Der Marginalisierungsthese des Akteurs sowie der „tendenziell abnehmen-den Rolle des Menschen“, (S. 10 f.) folgend, artikuliert eine Forderung des Bandes jedoch einen stärkeren Fokus auf normative völkerstrafrechtliche Aspekte hinsichtlich individueller Schuld und Verantwortung zu richten (S.26). Dabei spielen vor allem die sich wandelnden Herausforderungen der „Revolution in Military Affairs“ eine maßgebliche Rolle (S. 9). Vor allem seien, nach den im humanitären Völkerrecht zu Grunde liegenden „Beschränkung des jus in bello“ (S. 181), jene (automatisierten) bewaffneten militärischen Konflikte juristisch zu untersuchen, in denen Kampfdrohnen zum Einsatz kommen und bei denen eine unverhältnismäßig hohe Verlustzahl gegnerischer Kombattanten bzw. zivilgesellschaftlicher Opfer zu verzeichnen sind. Wie Thilo Marauhn referiert, besagt die materielle Rechtsgrundlage für solch ein Szenario, eine Konfliktpartei müsse Abstand von einem Einsatz automatisierter Kampftechnologien nehmen, wenn damit zu rechnen sei, dass „die Beschädigung ziviler Objekte oder mehrere derartige Folgen zusammen verursacht, die in keinem Verhältnis zum erwarteten konkreten und unmittelbaren militärischen Vorteil stehen“ (S.69). In den USA ist die Forschung zu „Drohnenkrieg“ und „Cyberwar“ bereits seit einiger Zeit intensiver Gegenstand von sicherheitspolitischer Diskussion. Gleichwohl wird das Internet von Seiten der amerikanischen Regierung bereits offen als neuer Kriegsschauplatz ausgerufen (S. 16 f.) und entsprechende Sicherheitsempfehlungen artikuliert.

Der Einsatz von unbemannten Drohnenmissionen wiederum scheint sich bereits als routinisierte Handlungsnorm in der Praxis der Kriegsführung etabliert zu haben (S. 12). Der Wandel der Kriegsführung sorgt für die Entstehung von gesellschaftspolitischen Kontroversen über ethische und rechtliche Aspekte des Einsatzes der neuen Kriegstechnologie. Sandro Gaycken gibt zu bedenken, dass z.B. gezielte militärische Hackerangriffe auf die Infrastrukturen anderer Staaten gesellschaftlich sehr umstritten seien (S. 95 f.). Er ist hier jedoch der Ansicht, dass es wichtiger sei, „die Hosts zu schützen und nicht die Netzwerke“. Denn ressourcenstarke Akteure benötigen keine Netzwerke“ (S. 96).

Ein zentraler Punkt des praktischen Erkenntnisinteresses der AutorInnen drückt sich im Plädoyer für genauere Differenzierungen der unterschiedlichen terminologischen Bestimmungen und Begriffe innerhalb der diskursiven Praxis über die neue Kriegsführung aus. So bescheinigen Schmidt-Radefeldt und Meissler überzeugend, dass im Diskurs bisweilen häufig eine verwunderliche analytische Unschärfe existiere. Dies drückt sich bspw. in der Demarkation der Begriffe „Cyberwar“ und „Cybercrime“ aus (S. 17). In normativer Hinsicht ist das zentrale Anliegen des Sammelbandes, das inter- und transdisziplinäre Forschungsfeld der „postmodernen Kriegsführung“ (S. 10), noch gründlicher zu beleuchten. Fragen über Verantwortung, Schuld und Legalität lassen sich im Kontext eines fehlgeschlagenen Drohneneinsatzes oder eines missglückten Hackerangriffs, die mit massiven gesellschaftlichen Kosten einhergehen würden, ebenso wenig universell beantworten wie eine Klärung der möglichen Legitimität solch einer militärischen Aktion. Stattdessen müsste der konkreten empirischen Situation in ethischer sowie rechtlicher Hinsicht Rechnung getragen und folglich gegenstandsbezogen theoretisiert werden. Thilo Marauhn spricht sich in dieser Hinsicht konsequent für eine stärkere Integration einer völkerrechtlichen Perspektive in die inter- bzw. transdisziplinäre Kooperation zwischen naturwissenschaftlicher und sicherheitspolitischer Forschung sowie strategisch-politischer Expertise aus. Er verbindet diese Position mit der Forderung nach der Stärkung vorhandener Rüstungskontrollregime und warnt zugleich vor staatlichen Kündigungen dieser Verträge (S. 70).

Niklas Schörnig knüpft an diesen Aspekt mit seinem informativen und kritischen Beitrag an und kommt zu dem Ergebnis, ein zentrales Problem läge maßgeblich in der ungleichzeitigen Entwicklung zwischen den normativen Implikationen bzw. Konsequenzen der fortschreitenden Automatisierung des Krieges sowie der technologischen Entwicklung der betreffenden Mittel und des angegliederten Wissens darüber. Dabei „hinke“ die normative Reflexion über den technologischen Wandel selbigem oft hinterher. Aufgrund dessen ist es nachvollziehbar, wenn Schörnig postuliert, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, „normative und rechtliche Pflöcke einzuschlagen“ (S. 59). Eine kontinuierliche Fortführung des außenpolitischen Zivilmachtprofils Deutschlands sollte sich dahingehend ausdrücken, dass die Bundesrepublik im Rüstungskontrolldiskurs automatisierter Kriegstechnologie neben Staaten wie Schweden oder Australien, in ihrer Rolle als „good international citizen“ (S. 57) eine normative Vorreiterrolle einnimmt.

Somit könnte dem empirischen Befund von Peter W. Singer, der dem über 5000 Jahre währendem Monopol der menschlichen Kriegsführung in seinem Beitrag das Ende attestiert hat (S. 32), entgegen gewirkt werden. Sandro Gaycken gibt hinsichtlich seiner Szenarienbeschreibung der „Krieg der Rechner“ eine methodologisch hilfreiche Empfehlung aus, die aus drei Elementen besteht. Neuen Phänomenen (der automatisierten und digitalisierten Kriegsführung) sollte man sich zunächst mit Geduld annähern. Oftmals hilft diese Grundhaltung dann erst nachhaltig dabei, zu erfassen, „was überhaupt das jeweilige Problem ist“, sodass man in einem finalen Schritt letztendlich überlegen kann, „wo man sinnvoll reagieren kann und wo nicht“ (S. 116). Solch eine problemorientierte Perspektive stellt m.E. eine überzeugende und kluge Strategie dar.

Leider fehlt dem Band ein Beitrag, der den Gegenstand aus der Perspektive einer kritischen Theorie der Gesellschaft oder einer femministischen bzw. poststrukturalistischen Sichtweise beleuchtet. Die Integration solch einer herrschaftskritischen bzw. dekonstruktivistischen Position hätte die Pluralität und Qualität des Sammelbandes abgerundet. Vielleicht ergibt sich hieraus aber auch das emanzipatorische Potential für ForscherInnen dieser "kritischen" Ansätze, einen originären Beitrag zu diesem Thema zu leisten und damit den Diskurs zu erweitern und lebendig zu halten.

Der Band richtet sich vor allem an Friedens- und KonfliktforscherInnen, die ein besonderes Interesse am Formwandel des Krieges haben und sowohl völkerrechtlich als auch sicherheitspolitisch interessiert sind. Dabei ist Wissen über grundlegende Debatten der Rüstungskontrolle und –Dynamiken für ein besseres Verständnis hilfreich. Für Einsteiger in das Fach der Internationalen Beziehungen ist das Buch dagegen weniger geeignet. Dafür stellt die Publikation aber einen reflektierten sowie umfassenden Zwischenbericht zum aktuellen Forschungsstand der neusten Entwicklungen der Kriegsführung und ihres Wandels dar. Der zusammenfassende überblicksartige Charakter, sowie der strukturelle Aufbau sind zwei zentralen Stärken des Buches. Aufgrund dessen eignet es sich sowohl als Einstieg in die fachliche Materie, als auch zur weiterführenden Vertiefung der Thematik. rené kimpel


Constructing Identities in Europe: German and Russian Perspectives (Internationale Politik und Sicherheit)
Constructing Identities in Europe: German and Russian Perspectives (Internationale Politik und Sicherheit)
von Reinhard Krumm
  Taschenbuch
Preis: EUR 38,00

4.0 von 5 Sternen Die Konstruktion von Identitäten im europäischen Kontext am Beispiel von Russland und Deutschland, 12. November 2012
Das weite soziologische Feld der Differenz- und Identitätsforschung hat sich über die letzten drei Dekaden zu einem vielbeachteten Gegenstandsbereich in der Disziplin der Internationalen Beziehungen entwickelt. Besonders interessant sind dabei jene Beiträge, denen es gelingt, theoretische Grundlagen der Identitätsforschung mit konkreten empirischen Aspekten der internationalen Politik, wie z.B. Außenpolitikanalysen oder Sicherheitsstudien, zu verknüpfen. Der vorliegende Sammelband schafft es, diesen Brückenschlag am Beispiel deutsch-russischer Perspektiven auf Identitätsverhältnisse im Kontext Europas mit Erfolg zu vollziehen.

Dabei geht es, neben Überlegungen zu Identitätskonstruktion und –Stiftung, vor allem um die wechselseitige Perzeption der beiden Länder und die daraus resultierenden Handlungsimplikationen. AutorInnen aus dem russischen, deutschen und skandinavischen Raum diskutieren in Constructing Identites in Europe Szenarien über die Zukunft deutsch-russischer Kooperationsbeziehungen in Europa. So untersucht der Band bspw. die russische Präferenz hinsichtlich bilateraler oder multilateraler Kooperationskonzepte. Die Publikationen arbeiten dabei insbesondere heraus, welche Rolle Russland zukünftig im „Europäischen Modell“ spielen könnte. Wie eine andere identitäre Konstruktion Europas bzw. der EU aussehen könnte, als die derzeit hegemoniale westliche Artikulation, ist eine zentrale Forschungsfrage des Buches.

Der Band versucht Strategien für eine Rekonfiguration zu erörtern, die die realen bzw. imaginierten zivilisatorischen Differenzen zwischen den beiden Akteuren in Zukunft abbauen und eine intersubjektiv geteilte Vision Europas ermöglichen könnte. Ob es jedoch gelingen wird, ein gemeinsames Vokabular für eine vertrauenswürdige Kooperation zwischen den beiden Mächten zu entwickeln, hängt nicht zuletzt von der Diskrepanz zwischen ihren selbst- und fremdzugeschriebenen Identitätsbildern und den ihnen zugrundeliegenden Konzeptionen ab.

Der Sammelband leistet zur Beleuchtungen dieses Spannungsverhältnisses theoretisch, empirisch-analytisch sowie normativ einen verdienstvollen Beitrag. rené kimpel


Lost - Season 4 [Blu-ray] [UK Import]
Lost - Season 4 [Blu-ray] [UK Import]
DVD ~ Lost
Preis: EUR 14,50

4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Blu-Ray Paket mit einer Fortsetzung von LOST auf (meist) hohem Niveau, 4. September 2009
Die vierte Staffel von LOST wurde in Bezug auf die weitere Entwicklung von den Fans wohl am kontroversesten diskutiert, vergleicht man sie mit den vorangegangenen Volumes. Der Cliffhaenger vom Finale der Dritten Staffel, präsentierte den Fans einfach eine allzu unerwartete Wende im Plot von LOST, die nur wenige Fans zu dem Zeitpunkt auf dem Schiim hatten.

Die Tradition der narrativen Eerzählung/Charakterstudie via Flashbacks wurde erstmals durch das storytechnische Element eines 'Flash-Forwards' (Blick in die Zukunft) erweitert. Auf der Insel knüpft die Geschichte nahtlos da an, wo Staffel 3 aufgehört hat. Während sich die Staffel entfaltet wird die bei LOST oft thematisierte Gruppenbildung (Self vs.Other) auf eine neue Ebene gesetzt. Zum einen scheint nun neben den Parteien unserer Losties und den Anderen eine dritte (noch gefährlichere?) Fraktion dazuzukommen, auf der anderen Seite gibt es auch innerhalb der Gruppen extrem differenzierte Ansichten und Ausrichtung, wie gehandelt werden soll. So wird die Interaktion zwischen zwei der zentralen Hauptfiguren in LOST - Jack und John Locke - ein wichtiger Leitfaden für ein zentrales Thema in Staffel 4. Die unterschiedlichen Auffassungen über den richtigen Weg, wie mit den "Neuen" die auf dem Weg zur Insel sind, umgegangen werden soll, sorgt für eine konfliktreiche Konstellation.

Zwei Fronten/Lager bilden sich nun innerhalb der Losties. Ob sich die zwei Lager am Ende zu einer Resolution bzw. Synthese führen lassen, soll für die Leute, die sich neu für LOST entscheiden nicht vorweggenommen werden. Gesagt sein soll an dieser Stelle nur, dass das Ende der Staffel abermals mit einem extremen "Gamechanger" aufwartet, der das Denken und Philosophieren über das Geschehen in LOST abermals in neue Dimensionen befördert.

Die Staffel hat nur 14 statt der im Vorfeld der Dreharbeiten angesetzten 17 Folgen. Dies ist eine Folge des Drehbuchautorenstreits aus dem Jahr 2008. Die ersten 8 Folgen wurden vor dem Drehbuchautorenstreik geschrieben, gedreht und erstellt, die Folgen 9,10 und 11 und das Drei-Stündige Finale (Episoden 12,13 und 14) wurde nach Beilegung des Streiks unter Zeiutdruck gedreht. Dadurch wirken die Folgen 1-8 wesentlich kohärenter und harmonischer. Die Qualität der einzelnen Folgen ist im zweiten Teil ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau. Jedoch leidet die Kohärenz hierbei ein bisschen. Die Folgen 9-14 schreiten zu rapide voran. Zwar sind diese Folgen alle überdurchschnittlich geschrieben und konzipiert, jedoch fehlt ein bisschen die Harmonie in dem Gesamtzusammenhang von Staffel 4.

Alles in allem, aber dennoch eine starke Staffel, die meines Erachtens (Staffel 5 nicht mit berücksichtigt) Platz 3 - hinter Staffel III und Staffel I vor Staffel II - in der Gesamtwertung der Serie einnimmt.

Die Bildqualität ist für eine Serienproduktion auf einen sehr hohem Niveau. Manche Filmproduktionen gucken hierbei in die Röhre. Das Blu-Ray Bild ist meist gestochen schwarf, es gibt quasi keine Artefakte. Einzig und alleine ein leicht-überdurschnittliches Rauschen ist in wenigen Szenen zu erkennen. Fällt jedoch kaum ins Gewicht. (4,5/5)
Die Blu-Ray hat eine Menge Extras, die vor allem für Fans sehr interessant sein dürften. (4/5)
Die Audioqualität ist ebenfalls gut - sehr gut. Ausgereifte Höhen und Tiefen. Die Balance stimmt auch. Explosionen, Schüsse und Action Szenen wirken professionell ausbalanciert. (4/5)

Diese Version beinhaltet keine deutsche Tonspur, da dies der UK-Import ist. Die französische Edition bei amazon.fr flhlt diese Leerstelle, so fern man nicht auf dei deutsche Synchronisation verzichten möchte.


Monkey Island 3
Monkey Island 3

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monkey Island 3 - A short genealogy, 4. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Monkey Island 3 (Computerspiel)
Monkey Island 3 dürfte mittlerweile bereits auch zu einem Stück Video-Entertainment-Geschichte gehören. Zwar dürfte zum jetzigen Zeitpunkt die Resonanz des Spiels nicht an die beiden Vorgänger heranreichen, jedoch hat das Spiel bereits zum damligen Zeitpunkt sehr gute Bewertungen von Fach- und Spielemagazinen bekommen. An der Qualität des Spiels an und für sich hat sich seit dem nichts verändert...Sicher, wenn man das Spiel heute aus dem Regal kramt kann es einem nicht mit Dirext X 10 Effekten oder Vertex Shader 3.0 oder Ageia PhysiX überraschen....aber muss dass den sein. Monkey Island 3 ist ein gutes Beispiel, wie man es schätzen lernen kann ,Spiele nicht alleine an ihren technischen Maßstäben zu messen. Gerade im Kontext der (Post-)Moderne in der Videoindustrie. Die Story ist sehr ausgewogen und spannend. Die Deutsche Synchronisation ist wirklich gelungen und mit Liebe umgesetzt. Das Spiel hat zudem durch seine Konzeption das Potential sowohl junge als auch alt-eingesessene Spieler zu begeistern. Das Ambiente des Spiels mag auf den ersten Blick etwas lassziv oder sagen wir besser infantil wirken, wenn man sich aber auch hier von der Vorstellung loslöst, dass ein Spiel bestimmte Konventionen erfüllen muss, von seiner Form dann kann solch ein Aspekt (sollte er denn überhaupt als negativ empfunden werden) auch verschmerzt werden. Die Spielzeit des Games ist im Vergleich zu modernen hoch-technisierten Grafikwundern - deren Spielzeit und Story meistens zu Gunsten der Rahmenbedingungen und Signifikationsmerkmalen zurück treten muss - relativ lang ausgefallen. Gerade die "Schwere - Version mit mehr Rätseln" ist, wenn man sie das erste mal völlig unvoreingenommen spielt...nicht innerhalb einer großen Zockernacht durchzuspielen.

Wenn ich mal eine Schätzung für die "Einfache Version" angeben müsste.

Beim Ersten mal: 30-40 Stunden
Beim zweiten mal: (z.b. nach nem halben Jahr wieder mal) 15-20 STunden

Für die schwere Version gelten natürlich andere Kriterien.

Ich bin echt, froh, dass ich das Game, dass im Verlaufe der Jahre irgendwie bei mir verloren gegangen sein muss, hier bei amazon.de bei einem netten Verkäufer wieder gefunden habe. Also Leute, falls ihr dieses Game irgendwo zu einem Preis für unter 15 Euro seht (gebraucht) würde ich sofort zuschlagen, falls ihr es nicht schon habt und euch bereits überlegt habt dieses Spiel zu kaufen. Vielerorts würd das Spiel bereits als Sammlerstück behandelt. Gerade in diesen Kreisen verlangen manche für die Original-Box Version bis zu 100 Euro.

Hoffe ich konnte eine kurze Bestandsaufnahme zu Tage bringen.


The March Ltd.Edition
The March Ltd.Edition
Wird angeboten von Michas24/7 (Preise inkl. Mwst.)
Preis: EUR 5,98

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beständigkeit und Entwicklung - Ein Widerspruch?, 8. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: The March Ltd.Edition (Audio CD)
Nach dem Durchbruch mit 'The Oncoming Storm' aus dem Jahr 2004, das trotz des prägnanten metallischen Sounds im Zeichen der 'New Wave of American Heavy Metal', noch deutliche Affinitäten zum und Stilelemente vom Metalcore aufweisen konnte, lieferten Unearth im Jahr 2006 mit 'III ' In The Eyes of Fire' ein Nachfolgeralbum ab, das sich ein Stück weit von der hardcore-orientierten Artikulation, zumindest auf musikalischer Ebene, distanzierte und die bereits auf dem Vorgängeralbum geschickt arrangierte Gitarrenarbeit noch stärker akzentuierte und somit zunehmend auf die Stärke der Songs im Gesamtkontext achtete, als vielleicht noch zu Weilen auf The Oncoming Storm, auf dem doch viele Hooklines bzw. einprägsame Stellen in satten Breakdowns und schweren Moshparts eingebettet waren.

Anno 2008 veröffentlichen Unearth mit 'The March' ein Album, dass überraschender Weise, keine unmittelbare Fortsetzung, bzw. performative Reproduktion der vorherigen Konzepte ist, sondern erstaunlich frisch daherkommt. Dabei fällt es mir schwer zu sagen, ob diese Einschätzung darauf beruht, dass die Gitarrenmelodien erneut an Ausdruck und Frische gewonnen haben, oder von dem Absehen, wie etwa die weit aus jüngeren Kollegen von 'Trivium', sich explizit dem Hardcore abzuschreiben und sich als 'lupenreine Metaler' zu positionieren.

Ganz klar, The March ist in seiner gesamten Konzeption weit aus gitarrenlastiger und somit ausdifferenzierter als sein Ziel lediglich darauf zu begründen, auf spezifische Passagen in Songs hinzuarbeiten. Nichts desto trotz haben aber auch jene, zum Kopfnicken anregende, Parts mit ordentlich Dampf im Vergleich zu 'In The Eyes of Fire' wider zugenommen, die der ein oder andere vielleicht auf dem Vorgänger zu vermissen mochte. Der Opener'My Will Be Done' fasst eigentlich ganz gut zusammen, wohin die Reise führt. Etwas erfreuliches an dem könnte durchaus sein, dass kein wirklich schwacher Track dabei ist, was, da wiederhole ich mich gerne, nicht zuletzt an der starken Gitarrenarbeit von Trevor Phipps und Buz McGrath liegt. Was man im Umkehrschluss kritisieren könnte, wäre vielleicht das Fehlen eines, ultimativ aus dem Raster fallenden, Tracks, der dem Album eine ganz spezielle Note zu verleihen mag. Durchaus möglich, dass man diese Tatsache aber auch als positive Errungenschaft auslegen möchte.

'Grave of Opportunity' und 'The March' stehen ebenfalls ganz im Zeichen der Klampfenläufe, die aber hier geschickt von schnellen schreddernden Parts abgelöst werden. 'Hail the Shrine' und 'The Chosen' sind da doch weit aus riff-orientierter, sprich heftiger, wobei gerade letzteres ab dem Mittelteil auch von einem geschickt inszenierten Solo unterbrochen und aufgelockert wird. Diese findet man übrigens, anderes als noch auf den beiden Vorgängeralben nicht nur in jeweils einem Song, für die damals extra jeweils eine mit ca. 1 ' minütige ausgiebige Profilierungsepisode eingeräumt wurde. Vielmehr durchziehen auf 'The March' nun vermehrt kürzere, aber keineswegs spielerisch leichtere, Soloeinlagen mehrere Songs des Albums.

Es bleibt festzuhalten, dass Unearth, denen mittlerweile wohl nun noch wenige Kenner einen Majorstatus im modernen Metal-(Core) absprechen würden, wenn man sich die Verkaufszahlen und Konzerttourneen ansieht, auch mit diesem Output zeigen, in welche Liga sie gehören. Und selbst, wenn man seine musikalischen Vorlieben mittlerweile verändert oder erweitert hat bzw. aufgrund über eines halben Jahrzehnts an Bombardierung mit vergleichbare Musik aus diesem Genre dieser Musik überdrüssig geworden ist, könnte man sich dennoch dazu verleiten lassen, dass dieses Album in seinem bestimmten Kontext ein über weite Strecken gutes, stellenweise sogar sehr gutes Album ist

'Und wer weiß, vielleicht ist es ja mittlerweile schon wieder der gute Ton, nicht jeden zweiten modernen Metalrelease, der nur annährend Spuren an die Zeit des Metalcore Booms aufweist, niederzumachen. Das sollte aber nicht ausschlaggebend für die Beurteilung einer öffentlichen Rezension sein.

Wenn es ginge würe ich dem Album 3 1/2 Sterne geben. So aber nur 3, denn 4 Sterne würden für mich schon ein durchweg "sehr gutes" Album bedeuten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2008 10:22 PM CET


Sennheiser HD 595 Stereo-Kopfhörer
Sennheiser HD 595 Stereo-Kopfhörer

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sennheisser HD-595: Der ‚Bugatti’ für ‚Normalverdienende’, 3. Januar 2007
Mein iriver 320 musste sich die letzten Jahre mit recht einfachen Kopfhörern zufrieden geben. Ich setzte mir zwar häufig das Ziel bzw. den Vorsatz richtige Kopfhörer zu kaufen, die auch einen guten Dienst an der Heimkinoanlage verrichten sollten, aber die Umsetzung scheiterte immer an der zugrunde liegenden Motivation ; genauer gesagt an dem Mangel an selbiger. Zumal es klar war, dass ‚wenn’, es gute sein müßten. Bei größeren Anschaffungen bzw. Produkte die generell Preise über 100 Euro und mehr übersteigen, hätte ich ewig ein schlechtes Gewissen, sollte ich mich vorher nicht ausgiebig über das Produkt informiert und einige Testberichte gelesen haben. Diese Testberichte müssen logischer Weise vornehmlich positiv und produktfreundlich ausfallen.

Bei mir lautet in diesem Fall die Devise: ‚Qualität über Leistung’. Das soll nicht heißen, das mir der Preis egal ist. Ein armer Student wie ich kann so etwas nicht sagen. Hier ist ein genauer Preisvergleich immer von Nöten. Jedoch greife ich lieber zu einem Produkt, das teurer ist als vergleichbare günstigere Produkte aber relativ gesehen im Preisleistungs-Verhältnis dominiert. Die HD-595 von Sennheisser sind ein Produkt von dieser Sorte. Das Verhältnis von überragender Qualität und sehr gutem Preis spiegelt nur den zusammengefassten globalen Kaufaspekt wieder. Wer Musik sowohl an der Anlage zu Hause, sowie auf mobilen mp3 und CD-Playern in höchster Qualität erleben möchte, der ist mit dem HD-595 bestens bedient. Die Kopfhörer sind gut abgeschirmt von externen Störgeräuschen sowie Umweltsignalen. Dazu ist der Tragekomfort sehr gut. Ein großer weicher Bügel und gepolsterte Ohrmuscheln machen optisch sowie technisch, von der Verarbeitung einen sehr edlen Eindruck.

Die ‚Tiefen’ wie Brummen oder Knallen je nach Musikrichtung ist absolut klar und gelangt ausgeglichen in die Gehörgänge. Kein ‚Knachzern’ oder scheppern begleitet das akustische Soundgewand, es sei denn so etwas wird als Stilelement der Protagonisten bewusst eingesetzt. Die ‚Mitten’ sorgen für eine homogene Gemütlichkeit und ein Wohlbefinden, während die Höhen glasklar daherkommen. Hier zeigt sich abermals die perfekte Gesamtleistung der Kopfhörer. Ob hohe Klavierklänge, sopraner Frauengesang oder „sliding“ auf der hohen E-Saite….alles kein Problem für die HD-595. Natürlich gilt hier auch das Motto, je besser die Eingangsquelle desto besser auch der Sound. Sicherlich darf man von einem mp3-Stick keine Sound-Revolutionen erwarten. Da ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann, daß der H320 von iriver einen absolut hochwertigen Klangprozessor hat, würde ich solch eine Kombination nur wärmstens empfehlen. Jedoch ist der Kopfhörer aber, wie auch schon gesagt, an jeder mittelklasse, guten, sehr guten Heimkino-Anlage sehr glücklich. Außerdem freut sich auch eine gute PC-Soundkarte wie die X-Fi von Creative über diese Ausgangsquelle. Wer Games wie CSS spielt, und zuvor keine Kopfhörer benutzt hat oder nur Produkte mit durchschnittlichem Sound, der wir verwundert sein, über die progressiv gewachsene Geräuschkulisse der virtuellen Umwelt.

Abschließend bleibt zu sagen, ich kann für das Produkt nur eine wärmste Kaufempfehlung aussprechen.

Eine Information noch: Für Leute die unsicher sind, ob auch ihr Musikgeschmack für dieses Produkt geeignet ist, der vergleiche mit meinen bevorzugten Genres, die allesamt in ihrer vollen Bracht erschienen oder besser gesagt erklangen. (Indie/Electronic/Rock/Hardcore/Klassik, Romantik)

Bsp:

Indie: Carpark North, Sneaker Pimps, Shiny Toy Guns, The Sounds

Electronic: IAMX, The knife, The Faint

Rock: Dredg, Muse, Hard-FI, Thrice

Hardcore: Destroy the Runner, Story of the Year, Eighteen Visions

Klassik,Romantik: Brahms, Haydn


Define the Great Line
Define the Great Line
Wird angeboten von Music-Mixer
Preis: EUR 24,73

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen a style suspended in time, 26. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Define the Great Line (Audio CD)
Define The Great Line ist für mich das beste Album des Jahres. Der Schritt von 'They're Only Chasing Safety' zu diesem Album ist in meinen Ohren eine klare Weiterentwicklung.

Das Album zeichnet sich durch eine düstere Gesamtstimmung aus und glänzt mit komplexen Songstrukturen, die oftmals rein instrumentaler Natur sind. Sicherlich mag der Vergleich mit Norma Jean an manchen Stellen greifen, wie bereits meine Vorgänger anmerkten. Allerdings weisen die Arrangements von Underoath eine größere Dichte an Klängen und Elementen auf. Norme Jean arbeiten größtenteils nicht mit vergleichbaren Stilelementen wie z.B. solch eine Fülle an ausdifferenzierten Effektgeräten und Pianountermalungen.

Das faszinierend an 'Define The Great Line' ist die Erkenntnis, dass kein einziger Song eine Schwachstelle des Albums darstellt. Alle Songs sind sehr unterschiedlich und einzigartig, dabei aber zu keiner Zeit langweilig oder überflüssig. Es gibt zwei/drei Songs, die MTV-Night tauglich sind.Keine Gefahr also, dass Underoath den meist schlechten Einflüssen der ewigen Werbemaschinen für die breite Masse erliegen.

Die Highlights der Platte sind meines Erachtens: 'A Moment suspended in Time', 'Casting such a Thin Shadow', und der grandiose Abschlusstrack 'To whom it may concern'.

Wie schon eingangs erwähnt, ist aber ansich jeder Song auf dieser CD ein Meisterwerk. Track 5. 'Salmarnir' ist quasi ein Instrumenal, zu dem ein Bandmitgleid ein russisch-orthodoxen Psalm vorträgt.

Die Texte sind größtenteils sehr intelligent und weit interpretierbar. Underoath sind zwar überzeugte Christen und haben angeblich auch teilweise sehr radikale Haltungen diesbezüglich. Allerdings besteht keine Gefahr, dass man mit dieser CD ein Stück Probaganda der Kirche kauft.

Für Fans des Mathcore-Genres, sowie Hardcore und Screamo uneingeschränkt zu empfehlen.


Define the Great Line
Define the Great Line
Wird angeboten von positivenoise-de
Preis: EUR 13,26

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In regards to Underoath, 15. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Define the Great Line (Audio CD)
Define The Great Line ist für mich das beste Album des Jahres. Der Schritt von 'They're Only Chasing Safety' zu diesem Album ist in meinen Ohren eine klare Weiterentwicklung.

Das Album zeichnet sich durch eine düstere Gesamtstimmung aus und glänzt mit komplexen Songstrukturen, die oftmals rein instrumentaler Natur sind. Sicherlich mag der Vergleich mit Norma Jean an manchen Stellen greifen, wie bereits meine Vorgänger anmekrten. Allerdings weisen die Arrangements von Underoath eine größere Dichte an Klängen und Elementen auf. Norme Jean arbeiten größtenteils nicht mit vergleichbaren Stilelementen wie z.B. solch eine Fülle an ausdifferenzierten Effektgeräten und Pianountermalungen.

Das faszinierend an 'Define The Great Line' ist die Erkenntnis, dass kein einziger Song eine Schwachstelle des Albums darstellt. Alle Songs sind sehr unterschiedlich und einzigartig, dabei aber zu keiner Zeit langweilig oder überflüssig. Es gibt zwei/drei Songs, die MTV-Night tauglich sind.Keine Gefahr also, dass Underoath den meist schlechten Einflüssen der ewigen Werbemaschinen für die breite Masse erliegen.

Die Highlights der Platte sind meines Erachtens: 'A Moment suspended in Time', 'Casting such a Thin Shadow', und der grandiose Abschlusstrack 'To whom it may concern'.

Wie schon eingangs erwähnt, ist aber ansich jeder Song auf dieser CD ein Meisterwerk. Track 5. 'Salmarnir' ist quasi ein Instrumenal, zu dem ein Bandmitgleid ein russisch-orthodoxen Psalm vorträgt.

Die Texte sind größtenteils sehr intelligent und weit interpretierbar. Underoath sind zwar überzeugte Christen und haben angeblich auch teilweise sehr radikale Haltungen diesbezüglich. Allerdings besteht keine Gefahr, dass man mit dieser CD ein Stück Probaganda der Kirche kauft.

Für Fans des Mathcore-Genres, sowie Hardcore und Screamo uneingeschränkt zu empfehlen.


The Alternative
The Alternative

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Night full of Inspiration, 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: The Alternative (Audio CD)
Nachdem ich von einem Bekannten den ersten Song der aktuellen Scheibe gezeigt bekommen hatte wurde ich neugierig. 'President' entzückte mich mit einer gelungenen Mischung aus atmosphärischer

Spannung, seichten Klavier-Klängen und einer atemberaubenden Stimme des Sängers.

Nachdem ich mich ein bischen über IAMX erkundigt hatte und einige Rezenssionen über "The Alternative" las war ich gespannt, wie der Rest des Albums auf mich wirken würde. Ich bestellte es ohne weitere Tracks gekannt und gehört zu haben.

Im Verlaufe des ersten Hörens entzückte mich die Vielfallt der Elemente. Insbesondere die Atmosphäre der einzelnen Songs

entwickelte sich zu einem prägenden Aspekt, der mich fazinierte. Die Songs sind sehr abwechslungsreich und pendeln

zwischen tanzbarem elektronischen Sound und düsteren PopRock, der stellenweise sogar an Depeche Mode und Muse erinnert.

Die Stimme von Chris Corner, seines Zeichen Sänger von den Sneaker Pimps, fügt den Kompositionen allerdings eine ganz indivudelle Note bei und drückt einen markanten Stempel auf, mit dem ein Garant für eine Wiedererkennung geschaffen wird.

Song Nummer Zwei 'The Alternative' gehört bereits zu den hochklassigsten Tracks des Albums. Mit einem elektronischen Beat beginnend steigert sich der Song in seinem Verlauf kontinuierlich, eher er dann in seinen persönlichen Zenit in Form des Refrains ufert.

Die folgenden vier Nummern spiegelen den stark elektronisch fixierten Teil des Albums wieder. Man verspührt gerade zu den Charme von kleinen verrauchten Nachtclubs, irgendwo in einer Großstadt, die einem nahezu zwanghaft in die Vorstellung eingehämmert werden.

Schliesst man die Augen, so kann man sich vorstellen, dass man sich Mitten in einer vibrierenden Masse befindet, die zu diesen sphärischen Klängen die Nacht zum Tage macht und wie in Extase zu der Musik harmoniert und tanzt. Allerdings muss hier deutlich gemacht werden, dass es sich nicht um industrielle Klänge geschweige den Techno-Allüren handelt. Alles hat die Komponente von elektronischen IndiePop.

Ab Song Nummer Acht beginnt eine neue Phase des Albums. Eine melancholischere, eine melodischere und depressivere Stimmung begleiten nun die musikalichen Momente noch stärker und prägender. Auch die düsteren Klavier Klänge werden ab dieser Hälfte des Albums vermehrt eingesetzt und verzaubern den Hörer mit nahezu hypnotischen Melodien. Gerade bei diesen Songs wird das Ausnahmepotenzial von Chris Corners Stimme mehr als deutlich.

Mit 'Spit it Out' folgt nun mein persönliches Highlight von "The Alternative". Man kann diesen Track am besten beschreiben, in dem man ihm den Charakter einer Aufbruchstimmung zugesteht. Die zutiefst trauriegen Lyrics spiegeln die emotionalen Elemente wieder, die duch diesen Song transportiert werden.

Musikalich, von der Songstruktur und dem Arrangement her könnte man diesen Song teilweise mit Bands wie Dredg oder sogar Coldplay vergleichen.

Hinzu kommt allerdings abermals der düstere elektronische Sound und die Stimme des Protagonisten, die den Song zu einem Stück Individualität machen.

'After Every Party I Die' geht wieder ein Stück in Richtung von tanzbarer Disco Musik. Allerdings verliert der starre Beat,der zu Beginn des Songs noch prägend ist, im Verlaufe der steigenden Spannungskurve an Bedeutung und wird mit dem Beginn des Refrains zur Nebensache. Dieser bezaubert den Hörer abermals und verleitet zum Augenschliessen und Träumen.

Hierzu trägt nicht minder "Sue Denim" bei, die Chris Corner bei besagten Song im Refrain unterstützt.

Ein Duett, das zu entzücken weiß!

'This Will make you love again' könnte man als die Offenbarung des gesamten "Kunstwerks" bezeichen. Rein orchestral, nur in Form von einem Klavier beginnt der Song sehr depressiv und düster ehe der Refrain einem das berüchtigte Gänsehaut-Feeling verleiht und man ab diesem Zeitpunkt nur nur noch staunen kann. Nachdem einen die Worte fehlen bleibt nur noch die Möglichkeit und die Pflicht diesen Song und den damit perfekten Abschluss des Albums zu geniessen.

Somit will festgehalten sein, dass IAMX zweites Werk nach "Kiss and Swallow" von 2004 sicherlich neben dem neuen Album von Muse zu den besten und wichtigsten Alben des Jahres 2006 hört. Man kann nur hoffen, dass Ausnahmekünstler Chris Corner uns auch in Zukunft mit solchen Ergüssen beglückt und ihn auch weiterhin Dinge wie "Seeliche Vergewaltigung", "Schlaflosigkeit" oder auch die Stadt "Berlin" eine Inspiration bieten.


Every Man for Himself
Every Man for Himself
Preis: EUR 19,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Moving Forward! - I know you're born to lead...aren't you ?, 19. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Every Man for Himself (Audio CD)
Nach dem Hoobastank mit ihrem dritten Album "The Reason" auch in Europa und Deutschland den internationalen Durchbruch schafften, blieb abzuwarten, wie sich der Nachkömmling präsentieren würde. "Every Man for Himself" heißt das neue Werk, das seit dem 05. Mai hierzulande erhältlich ist. Die erste Singleauskopplung "If I Were You" steht dabei dem Song "The Reason" in Sachen Radiotauglichkeit in nichts nach. Mit Samples von Schulhoflärm und seichtem Glockenklang beginnt der Song in gewohnt balladesker Manier, eher er sich dann aber im Verlauf des Refrains zu einer typischen Hoobastank Hymne steigert und gegen Ende in einem breiten instrumentalen Gewand eingehüllt wird.

So viel zu der ersten Single, das Album an sich beginnt mit einem Sample, das sofort an Filme wie z.B. "Full Metal Jacket" oder "Jarhead" erinnern lässt, eher es dann nahtlos in den Opener "Born To Lead" übergeht. Dieser Song lässt auch keine Zweifel, welche musikalische Interpreten hier am Werk sind. Der Wiedererkennungswert wird in der Instrumentalisierung und den markanten Vocals deutlich. Der dritte Song hingegen wartet gleich zu Beginn mit einer kleinen Ambivalenz auf. Er fängt mit Chor-artigem Canon Gesang und den Zeilen "At least Stop moving forword" an, das man vielleicht von Künstlern wie "A Perfect Circle" kennt. Nach diesem Track folgen zwei richtige Highlights des Albums.

"Inside Of You" gehört meines Erachtens mit zu den frischsten Songs von "Every Man For Himself". Er kommt rockig daher und schickt sich zudem zum mitgrooven an, ist dabei aber weit entfernt von Newmetal-artigem Mid Tempo Quark. Die Gitarrenarbeit überzeugt. "The First Of Me" fängt vocal akzentuiert an mit abgedämpften Gitarren und ufert im Refrain in ein "Wall of Sounds" aus, dessen Harmoniebögen großartig sind. Dieser Song wird übrigens auch die zweite Auskopplung von "Every Man for Himself" sein. "Good Enough" reiht sich mit einer ähnlichen Struktur in das Schema ein. Der nächste Song "Without Fight" ist wieder ein Tick rockiger, beginnt stark treibend. Der Refrain ist meines Erachtens aber leider nicht so stark wie die Strophen, die Power versprühen.

"Don't tell Me ist wohl so gut wie der einzige Song, der noch vereinzelt Elemente alte New-Rock Zeiten aufweist. Hier wird mit einem entspannenden Intro und ruhiger Strophe begonnen eher ein Schrei ertönt, und ein Refrain im Stil von Linkin Park oder älteren Hoobastank Sachen folgt. Dennoch ist dieser Songs nicht zwangsweise ein Plagiat. Vor allem das kleine Solo in der Mitte des Songs lockert auf. Die nächsten beiden Songs sind Durchschnittskost, die allerdings mit einigen kleinen Elementen aufwarten, die dazu anhalten können, keinesfalls die Skip Taste drücken zu müssen. "If Only" ist wiederum ein Song der ruhigeren Sorte. Der Anfang weiß mit einem tollen Gitarrenmelodiebogen inklusive Coldplay-Dredg artigem Effekt zu entzücken. Ebenfalls mögliches Single Material. Der Abschluss Track "More Than a Memory" vollend noch einmal den "neuen" Weg, den Hoobastank schon mit "The Reason" eingeschlagen haben, und nun konsequent weiterentwickelt haben. Die zwei Bonus Tracks der Limited Edition "Finally Awake" (rockig) und "Waiting" (groovig) sind ebenfalls keine Ausfälle.

Wie bereits erwähnt ist der Sound dieser Platte nicht mehr mit ihrem zweiten Album zu vergleichen. Was einem hier geboten wird ist über weite Schrecken außerordentlich guter Alternative-Rock, der sich zugegebener Maßen auch gut für Radio/MTV und Viva eignen dürfte, aber was ist daran verkehrt?...


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