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Rezensionen verfasst von
Dyotron (Schleswig-Holstein)

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Tuning-Set für die NERF N-Strike Elite Rapidstrike (Voltage Mod)
Tuning-Set für die NERF N-Strike Elite Rapidstrike (Voltage Mod)
Wird angeboten von Blasterparts
Preis: EUR 29,90

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Adapter passen nicht!, 16. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die mitgelieferten Adapter sind für das Batteriefach der CS-18 Rapidstrike völlig ungeeignet! Selbst wenn man sie reinbekommt wird zwischen den Batterien und dem Fach nur an zwei Stellen ein Kontakt geschlossen, an vier weiteren Stellen kann kein Strom fliessen (siehe Kundenbild) und der Blaster gibt keinen Mucks von sich.

Bei einem Produkt, das extra für diese Art von Blaster verkauft wird, ist das ziemlich schwach. Hier wurde wohl ganz schnell was auf den Markt geworfen, ohne es wenigstens einmal zu testen. In der beiliegenden Anleitung sucht man die Rapidstrike auch vergeblich.

Ich habe mir dann mit geeigneten Adaptern ausgeholfen (gibt es auch bei amazon, ca. 1,- das Stück).

Um fair zu bleiben, mit den neuen Adaptern funktionieren die Akkus sehr gut. Da das Produkt aber so, wie es verkauft wird, nicht benutzbar ist, gibt es trotzdem nur einen Stern.

Update: Blasterparts hat gemailt und will ab jetzt andere Adapter verwenden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2013 1:03 PM MEST


Kurzhantel Set 30 kg Hanteln Gewichte Hantelscheiben Hantel Set Krafttraining
Kurzhantel Set 30 kg Hanteln Gewichte Hantelscheiben Hantel Set Krafttraining
Wird angeboten von dsversand
Preis: EUR 22,95

2.0 von 5 Sternen ACHTUNG, falsche Produktbeschreibung!, 13. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Entgegen der Beschreibung enthält dieses Set KEINE 4 x 1kg-Scheiben, sondern nur 8 x 2,5kg und 4 x 1,25kg.

Rücksendung habe ich bereits in die Wege geleitet.

Schade drum, ansonsten kein schlechtes Produkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2012 4:29 AM MEST


Battletech
Battletech

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichtlizensierter Abklatsch!, 28. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Battletech (Taschenbuch)
Auch wenn ich eigentlich keine Rezensionen mehr bei amazon einstellen wollte, so meldet sich hier mein Mitgefühl für alle anderen begeisterten Battletech-Leser.

Mit zwei Worten: Finger weg!

Dieses Buch ist ein nichtlizensierter Roman, der von einem deutschen Hobbyautor geschrieben und von einem Miniverlag gedruckt wurde (der offenbar auch keine Lektoren hat). Die "Story" ist unrealistisch und unzusammenhängend, die handelnden Personen charakterlos und unsympathisch, und die Formulierungen und sogar die Rechtschreibung strotzen vor Unzulänglichkeiten und einfachsten Fehlern.

Eine umfangreichere Rezension findet man auf meiner Webseite (oder über google).

Tut es euch nicht an, für dieses Buch Geld auszugeben.
Und wenn doch: Ich habe euch gewarnt :).


Katze unter Bären: Classic BattleTech-Roman (Nr. 11) - Erster Teil des Bear-Zyklus
Katze unter Bären: Classic BattleTech-Roman (Nr. 11) - Erster Teil des Bear-Zyklus
von Arous Brocken
  Broschiert
Preis: EUR 5,00

25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Battle und Tech!, 10. Dezember 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Und wieder ein Battletech-Roman aus der Feder eines deutschen Autors, von dem vorher noch nie jemand etwas gehört hat. Bei den Erfahrungen, die einem als langjähriger BT-Leser bisher mit solchen Werken vergönnt waren, ist man mittlerweile immer etwas skeptisch, und geht daher ohne besonders große Erwartungen an neue Veröffentlichungen dieser Art heran.

Aber wie immer zunächst die Story, die bereits im Flappentext recht komplett geschildert wird: Ein frisch graduierter Mechkrieger der Novakatzen wird von den Geisterbären nach einem Gefecht, bei dem er mit mehr Glück als Verstand eine herausragende Leistung erzielte, als Leibeigener genommen und schliesslich in den Clan integriert. Als seine Kampfeinheit dann in der Geisterbären-Besatzungszone ankommt, muss er gegen Banditen/Söldner der Inneren Sphäre antreten, die gegen den Waffenstillstand von Tukayyid verstoßen. Das Buch endet sehr offen und im Grunde mitten in der Geschichte, was man beim ersten Teil eines ganzen Romanzyklus aber auch erwarten konnte.

Die Rahmenhandlung hört sich etwas simpel und/oder dünn an, und sie ist es eigentlich auch, zumal mit den Storyelementen kein Neuland betreten wird. Die Lebensweise der Clanner, die Ausbildung in Geschkos, das Kastensystem, Positionstests, Leibeigene,... alles wird gut dargestellt und beschrieben, und ist für einen Neueinsteiger mit Sicherheit interessant, aber ein erfahrener Battletech-Leser kennt diese Dinge bereits in- und auswendig. Es gibt zwar hier und da ein paar Abstecher in andere Bereiche, wie z.B. zu den Luft-/Raumjägern oder den Geschützen auf einem Sprungschiff, und ein paar gute Storyansätze, die mehr versprechen, finden sich ebenfalls, allerdings gehen sie nicht besonders tief und werden wohl erst in den folgenden Romanen weiter ausgeführt.

Was mir dagegen fast uneingeschränkt gefällt, sind die Mechkampfszenen, besonders, weil die letzten paar DA- und CBT-Romane in dieser Richtung nicht übermäßig viel auffahren konnten. Hier kracht und lasert es an allen Ecken und Enden, und bietet eine Spannung, die man als BT-Leser lange nicht mehr erleben durfte. Aber wie gesagt, leider mit einer großen Einschränkung: Zwei von drei Kampfszenen auf den ersten 90 Seiten des Buches sind beinahe vollständig aus den Introfilmen der Computerspiele "Mechwarrior 2" und "Mechwarrior 2: Ghost Bears Legacy" entnommen worden! Es gibt zwar ein paar kleine Änderungen bei den Clanzugehörigkeiten, aber ansonsten erkennt der Mechwarrior-Spieler sofort die Versatzstücke wieder: Ein Timber Wolf wird in einem Labyrinth aus rötlichen Felsschluchten mit einem Summoner konfrontiert, den er mit seinen PPKs aus der Luft holt, um dann, nachdem er seine MGs leergeschossen hat, von einem anderen Summoner per PPK-Kopfschuss erledigt zu werden. Später sucht ein Mad Dog in einer Eiswüste nach einem mysteriösen Radarsignal, das seine Basis geortet hat, und wird dann von einem getarnten Kodiak angegriffen, der ein Todessprungmanöver durchführt. Selbst die Funkmeldungen wurden dabei fast wörtlich übernommen ("Nav-Punkte zurücksetzen!", "Orte Wärmesignatur!" oder "Basis, Kodiak!"). Was soll man davon halten? Fehlt Arous Brocken die nötige Kreativität, um selbst spannende Szenen zu entwickeln, und muss er sich daher bei der Arbeit anderer Leute bedienen? Und hält er die BT-Fans wirklich für dumm genug, so etwas nicht zu bemerken? Sorry, Herr Brocken, aber so nicht! Auch wenn die Kämpfe um diese kurzen Szenen herum ebenfalls gut gestaltet sind, und es möglicherweise gewollt ist, dass die Fans dieses "Ausleihen" bemerken, so hinterlässt das Ganze trotzdem einen etwas schalen Nachgeschmack, der sämtliche anderen guten Kampfszenen mit runterzieht, da man sich auch hier unwillkürlich immer fragt, ob man das nicht schon mal in einem anderen Mech-Computerspiel gesehen hat.

Ein wieder positiver Punkt für dieses Buch ist seine regelrechte... nun... "Verliebtheit" in die Battlemech-Technik. Es wird detailliert erklärt, wie die Mechsteuerung der Geisterbären funktioniert, ebenso, über welche Sensoren ein Mech verfügt und was diese anzeigen, was in einem Mech passiert, wenn Raketen geladen werden, und weitere Dinge, bis hin zu der Konsistenz von überhitztem Mechkühlmittel. Zwar erfindet der Autor hier und da neue Konzepte (ich habe vorher z.B. noch nie etwas von einem "Sturznotschalter" gelesen, oder von der "Akustikortung"), aber diese fügen sich alle logisch und glaubhaft in das BT-Universum ein. Selbst dem erfahrenen Leser wird mal wieder eindrucksvoll vor Augen geführt, was für komplizierte Maschinen Battlemechs eigentlich sind, und verhilft dem Roman damit zu einem guten Schuß Realismus, wie ich finde.

Daneben gibt es aber auch noch einen großen negativen Punkt, den ich leider ansprechen muss, und das ist die stellenweise etwas lückenhafte Konsistenz des Romans. Zwar gibt es keine groben Schnitzer, aber hier und da Kleinigkeiten, die immer mal wieder auftauchen und einem den Lesegenuss vermiesen wollen. Beispielsweise führt der Protagonist in einem Kapitel ein Scheingefecht im Manövergelände "Herz des Minotaur" durch, und zwei Kapitel später wird dann gesagt, dass er von diesem Gelände bisher nur gehört hätte. Dann wird von einem Vorgesetzten behauptet, dass der Positionstest in zwei Wochen stattfände, während das Kapitel, in dem er dann durchgeführt wird, nur drei Tage später spielt. Oder die Konfiguration eines Mechs für den Test wird beschrieben, und im folgenden Kampf trägt dieser dann komischerweise noch ein paar Waffen mehr. Oder es wird angekündigt, dass der Protagonist in den Vierten Binärsternhaufen versetzt wird, und ab dem nächsten Kapitel ist es dann bis zum Ende des Romans der Fünfte. Oder der Sternhaufencommander hält zum Anlass eines Jahrestages eine Rede vor seiner Einheit, während das Kapitel dabei ein völlig anderes Datum anzeigt. Oder man findet auf einer abgelegenen Basis nur ungelernte Geschütztechniker, von denen nur ein paar höchstens mal als Astechs bei Mechreparaturen geholfen haben, während einige Seiten später plötzlich doch Techs und Astechs an den Battlemechs arbeiten. Und das ist nur eine Auswahl, wer genauer sucht, findet möglicherweise noch weitere solcher Punkte. Dazu kommt, dass die Mechnamen nicht ganz durchgängig in Englisch gehalten, ab und zu rutschen dem Autor ein paar deutsche Bezeichnungen mit rein, was zusammen mit den im Vergleich zu anderen Romanen moderat auftretenden Rechtschreibfehlern (hier und da fehlen sogar ganze Wortteile) einen etwas schlampigen Eindruck hinterlässt. Den guten Mechgefechten und Technikbeschreibungen tut das zwar keinen Abbruch, aber trotzdem verpassen diese Fehler der Qualität des Buches einen weiteren Dämpfer.

Ob in einem Battletech-Roman eine recht detailliert beschriebene Bettszene etwas zu suchen hat, muss jeder für sich selbst entscheiden. Von der "fünften Kaste" der Clans (neben den Kriegern, Technikern, Händlern und Wissenschaftlern) haben wir vorher auch noch nie etwas gehört. Ihre Existenz ergibt meiner Meinung nach zwar Sinn, aber trotzdem hätte der Autor diese Neuerung ruhig noch etwas ausschmücken können. So bleibt sie nur ein "Plot-Device", um sich in bestimmten Szenen Gegner zu verschaffen. Die zwei Karten vom Kerensky-Sternhaufen und der Geisterbären-Besatzungszone habe ich erst entdeckt, als ich etwa das erste Drittel des Buches durch hatte, denn sie befinden sich, im Gegensatz zu allen anderen BT-Romanen, diesmal ganz am Ende bei den Begriffserklärungen.

An der Länge dieser Rezension erkennt man, dass mir diese Publikation eine Bewertung nicht leicht macht. Zum einen gibt es genug negative Punkte, wie die lückenhafte Konsistenz und die zwei aus Computerspielen kopierten Kampfszenen, und die im Grunde simple Handlung mit Standardbausteinen, die jeder "ältere" BT-Leser schon zu Genüge kennt. Andererseits macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, denn endlich gibt es mal wieder handfeste Action, und die tiefgehenden technischen Beschreibungen sind meiner Meinung nach ebenfalls hervorragend. Dies ist zwar nicht ganz in der Lage, die negativen Punkte vollständig aufzuwerten, lässt mich den Roman aber trotzdem in guter Erinnerung behalten, was zu einer Endbewertung von (knapp) vier Sternen führt.

Alles in allem ist "Katze unter Bären" daher ein durchaus lesenswertes Buch, zwar mit einigen Ecken und Kanten, aber auch vielen guten Seiten. Ich freue mich ehrlich auf die nächsten Bücher des Bear-Zyklus, und wenn der Autor ein wenig sorgfältiger arbeitet und seine Aussagen und Geschehnisse etwas besser durchkoppelt, können daraus auch leicht 5-Sterne-Kandidaten entstehen.


Mechwarrior Dark Age 13: Der Stachel des Skorpions
Mechwarrior Dark Age 13: Der Stachel des Skorpions
von Jason Hardy
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wilde 13?, 29. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach einer Wartezeit von etwa drei Monaten hält der mittlerweile 13. MW:DA-Roman recht vollmundige Versprechungen und Implikationen im Flappentext bereit: Politische Verwicklungen, Intrigen, Aufstände, und sogar ein Mordanschlag (an keiner unwichtigen Person), alles zentriert um das bisher wichtigste politische Ereignis der Republik der Sphäre: Die erste freie Wahl eines neuen Exarchen! Und als Leser, der mittlerweile mehr durchschnittliche als gute DA-Romane gelesen hat, hofft man, dass zumindest ein Teil dieser Versprechungen erfüllt wird.

Aber zunächst die Story: Nachdem die Regierungsperiode des derzeit amtierenden Exarchen der Republik der Sphäre, Damien Redburn, in naher Zukunft vorbei sein wird, werden alle Paladine von ihm zurück nach Terra beordert, um dort aus ihren Reihen einen neuen Kandidaten zu wählen. Dass bei dem politischen Ringen um dieses Amt, dass eines der mächtigsten, wenn nicht sogar das mächtigste der ganzen Inneren Sphäre darstellt, nicht alles reibungslos abläuft, kann man sich denken, denn es gibt genug Fraktionen, deren Ambitionen teilweise auch über die legalen Einflussmöglichkeiten hinausgehen.

Schon im ersten Kapitel, in dem wir eine altbekannte Person wiedertreffen (und nein, diesmal nicht unsere liebe Tara Campbell), wird ein nicht geringer Anteil an "Foreshadowing" und Geheimniskrämerei betrieben, was gleich die richtige Atmosphäre schafft. Die folgenden Kapitel, die im Grunde "nur" Nachrichtenübergaben an diverse Paladine beinhalten, und gleichzeitig ein paar neue Charaktere einführen, präsentieren dem Leser weiterhin eine lebendige und mitunter recht chaotische Republik. Man hat eigentlich nie das Gefühl, dass außer der Wahl in der Inneren Sphäre nichts anderes passiert, was für eine realistische Stimmung sorgt.

Daneben lernen wir nun endlich alle Paladine und noch ein paar weitere wichtige Persönlichkeiten kennen, und erfahren, was und vor allem wer die Republik zum Ticken bringt, und welche politischen Strömungen sich nach dem Verschwinden von Devlin Stone vor vier Jahren gebildet haben. Auch andere liebgewonnene Charaktere aus bisherigen Büchern treffen wir wieder, und sogar die Gruppierung der Phantomritter, die ja bisher nur im ersten DA-Roman "Geisterkrieg" aufgetaucht ist, hat endlich mal wieder einen kurzen Auftritt.

Einen besonderen Reiz des Buches macht die Menschlichkeit der Charaktere aus. Nicht alle Hauptpersonen sind steife Politiker, die jeden anderen und auch sich selbst ständig genau im Auge behalten, um bloß keinen falschen Eindruck zu hinterlassen. Vielmehr verhalten sie sich natürlich, wirken dadurch sehr sympathisch, und man kann sich als Leser gut in sie hinein versetzen. An Szenen, die einem hier und da zu einem amüsierten Grinsen verhelfen, fehlt es auch nicht.

Battlemechkämpfe per se gibt es in diesem Buch keine, und auch sonst beschränkt sich die Action auf zwei Kampfhandlungen, die aber ebenfalls nicht sonderlich umfangreich oder aufwändig gestaltet sind (das Coverbild ist mal wieder die einzige Szene mit Battlemech, die sich dafür eignet). Fehlen tun dem Roman solche Elemente aber nicht wirklich, da die Story auch so schon mehr als genug Spannung und Wendungen bereithält. Die Karte am Anfang des Buches ist mal wieder die gleiche (und nutzlose) wie im Vorgängerroman, aber da dieses Buch zu 95% auf Terra spielt, ist das nicht übermäßig tragisch.

Das einzige, was mir an "Der Stachel des Skorpions" nicht ganz so gut gefällt, ist sein schnelles Ende. Der "Höhepunkt", also die Wahl des neuen Exarchen, läuft relativ unspektakulär und ohne große Überraschungen ab, vor allem, weil ich schon einige Kapitel weiter vorn einen recht definitiven Verdacht hegte, welcher Paladin es denn nun werden würde, und dieser sich dann auch bestätigte. Nach der Verkündung des Ergebnisses folgt dann nur noch ein einziges weiteres (und eher kurzes) Kapitel, welches knapp zwei Wochen nach der Wahl spielt, und dann ist der Roman auch schon wieder vorbei. Und trotz seiner recht angenehmen Länge von 351 beschriebenen Seiten, hätte man gerne noch ein wenig mehr über den Ausgang dieses wichtigen politischen Ereignisses gelesen. Man ist nicht wirklich enttäuscht, es fehlt auch nicht wirklich etwas, aber... nun ja, ein wenig runder hätte das Buch schon enden dürfen.

Alles in allem ist "Der Stachel des Skorpions" trotzdem ein sehr guter BT-Roman, der uns in einen bisher eher vernachlässigten Bereich des DA-Universums entführt, und dies zudem auf eine spannende und fesselnde Weise tut. Und trotz des eher abrupten Endes vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen, da es mal wieder eine DA-Publikation ist, die man nur ungern wieder aus der Hand legt, bevor man sie durch hat.


Mechwarrior Dark Age 12: Zeit der Jäger
Mechwarrior Dark Age 12: Zeit der Jäger
von Randall N. Bills
  Taschenbuch

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erfolglose Jäger der spannenden Storyline, 29. August 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem wir hinter dem letzten DA-Roman "Bis zum letzten Mann" in ein Sommerloch gefallen sind, geht es nun mit einer neuen Veröffentlichung weiter. Mein Eindruck des Buches, als ich es zum ersten Mal in der Hand hielt, war allerdings: "Uhm, ziemlich kurz!". Und mit gerade mal 289 beschriebenen Seiten ist "Zeit der Jäger" wirklich kein besonders umfangreiches Werk. Aber sehen wir uns zunächst die Story an, denn kurz heißt ja nicht unbedingt schlecht (wobei das in der DA-Vergangenheit aber leider oftmals der Fall war).

In meiner letzten Rezension habe ich gehofft, dass es uns nach zwei sehr guten Publikationen mit sphärenübergreifender Storyline nicht schon wieder auf einen abgelegenen Hinterwäldlerplaneten verschlägt, und nun... tja, für einen guten Teil der Geschichte ist genau das eingetreten. Aber da es in diesem Roman um die Seefüchse geht, den Clanhändlern, die wie Raumnomaden durch die gesamte Innere Sphäre streifen, spielt ein großer Teil des Buches auch im Weltall. Besonders viel bekommen wir von der Inneren Sphäre jedoch trotzdem nicht zu sehen, da die Umgebung, in der die Handlung spielt, meistens eher unbedeutend ist, und mehr wert auf die Interaktion der Charaktere gelegt wird. Andere Geschehnisse in der Inneren Sphäre tauchen zwar manchmal am Rand mit auf, haben auf die eher davon abgekapselt wirkende Story aber kaum einen direkten Einfluss.

Nachdem Clan Seefuchs (damals noch Clan Diamanthai) in allen bisherigen Battletechromanen höchstens in kurzen Nebensätzen in Erscheinung trat, und von den anderen Clans eigentlich immer nur etwas geringschätzig als "der Händlerclan" bezeichnet wurde, empfinde ich es als sehr positiv, dass der Leser nun endlich mehr über die Seefüchse erfahren kann, auch wenn sie sich, wie alle anderen Clans ebenfalls, in den letzten Jahrzehnten stark verändert haben. Und "Zeit der Jäger" behandelt im Grunde nichts anderes als die Seefüchse, ihre Lebensweise, ihre Strukturen, ihre Politik, ihre Vorgehensweise und ihre Intrigen. Leider kommt ihr "Alltag", der Handel und seine Verträge, meiner Meinung nach ein wenig zu kurz, da sich der größte Teil der Geschichte auf den Konflikt zwischen zwei obKahnen (beide Anführer ihrer eigenen Händlerflotte) bezieht.

Dieser durch eine Feuer-und-Eis-Dualität sehr grafisch ausgedrückte Konflikt ist zwar anfangs ein gutes Storyelement, wird meiner Meinung nach aber im weiteren Verlauf der Geschichte viel zu sehr ausgewalzt. Wieder und wieder und wieder bekommt der Leser die bestechenden Charaktereigenschaften der Kontrahenten vorgesetzt (Feuer/Eis, Wut/Gefühlskälte, Unbedachtheit/Berechnung), so dass es mit der Zeit langsam langweilig wird. Man gewinnt fast den Eindruck, dass der Autor außer dieser Analogie für die obKahn-Charaktere keine besonders guten Ideen hatte, und deswegen endlos darauf herumreiten muss. Zum Glück nimmt diese Eintönigkeit bis zum Ende der Geschichte hin jedoch etwas ab.

Wer in diesem Roman spannende Battlemechgefechte erwartet, wie es das Umschlagsbild eigentlich vermuten lässt, der wird leider enttäuscht. Tatsächlich ist dieses Bild im Grunde die eine, einzige Battlemechszene in dem Buch, die man für ein spannendes und schönes Cover verwenden konnte, ansonsten gibt es leider nichts in dieser Richtung, was auch nur ansatzweise erwähnenswert wäre, weder irgendwelche spannenden Duelle, noch große Feldschlachten. Selbst das Blutrecht, was im Roman ausgefochten wird, rückt stark in den Hintergrund, und auch der Endkampf im vorletzten Kapitel ist alles andere als beeindruckend.

Der Roman beschränkt sich größtenteils auf Charakterstudien der beiden Hauptdarsteller und den Konflikt zwischen ihnen, der aber, wie schon angesprochen, über weite Strecken ein wenig eintönig daherkommt, da immer wieder auf die gleiche Analogie gepocht wird. Nur im letzten Drittel des Romans gibt es ein paar tiefere Veränderungen, jedoch bleibt es auch hier weitestgehend ein Krieg der Worte und Emotionen, und weniger der Taten, was in einer Clanumgebung ein wenig deplaziert wirkt. Daher kann der Funke leider nicht wirklich überspringen, und lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück.

Dass die Autoren Probleme damit haben, Sternenkarten zu lesen, fällt mittlerweile echt auf, denn dies ist nun schon das dritte Buch, in dem ein Sternensystem penetrant anders genannt wird, als auf der Übersichtskarte (Vindermiatrix/Vindemiatrix). Das mag jetzt nicht als große Sache erscheinen, aber mich nerven diese Inkonsistenzen langsam. Zudem ist die Karte einfach aus dem letzten DA-Roman kopiert worden, wodurch fast alle in der Story auftauchenden Welten nicht auf ihr zu sehen sind. Schade, denn wenn ein Roman hauptsächlich in Präfektur VII spielt, dann erwarte ich eigentlich auch eine Karte davon, und nicht eine der Präfekturen VIII und IX, die einem so gut wie gar nicht weiterhilft.

Tja, ein Fazit bei diesem Roman ist nicht gerade einfach. Einerseits bietet "Zeit der Jäger" relativ viel Neues, und beschreibt halt einen besonderen Clan, der bisher noch nie wirklich einen Auftritt in einem Battletech-Buch hatte. Schmerzlich bemerkbar macht sich jedoch die Abwesenheit von Action und Spannung. Es wird so viel Zeit auf Konversation, Charakterstudien und emotionale Entwicklung verwendet, dass die kurzen Momente, in denen wirklich etwas passiert, leider ein wenig untergehen. Das passt zwar am ehesten zu den handeltreibenden Seefüchsen als zu jedem anderen Clan, jedoch kommt "Zeit der Jäger" dadurch recht zahm daher, um nicht zu sagen langweilig. Ein etwas breiterer Fokus und mehr Action hätten diesem Buch wirklich gut getan.

Zwei Sterne für die Story, die ein wenig flach ist, und ein Stern für die bisher unbeschriebenen Seefüchse/Diamanthaie, aber das war's dann auch schon. Ein Mittelfeldroman, den man liest und spätestens beim nächsten DA-Buch wieder vergessen hat.


Mechwarrior Dark Age 11: Bis zum letzten Mann
Mechwarrior Dark Age 11: Bis zum letzten Mann
von Loren Coleman
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir sind auf Kurs!, 28. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die bisherige Romanlandschaft von MW:DA sich größtenteils in den Tälern der Mittelmäßigkeit herumtrieb, und nur vereinzelt mal eine uneingeschränkt gute Publikation die Wolkendecke in Richtung Battletech-Olymp durchstieß, lässt sich bei den letzten beiden Romanen eine neue, sehr positive Richtung erkennen, denn "Bis zum letzten Mann" ist nun schon das zweite Buch in Folge, das seinen Leser bis zur allerletzten Seite zu fesseln vermag.

Aber zunächst die Story: Zwar wurde die Jadefalken-Invasion von Skye in "Der Flug des Falken" zurückgeschlagen, jedoch heißt das nicht, dass die Clanner ihre bereits eroberten Planeten in der Präfektur IX so schnell wieder aufgeben. Vielmehr verstärken sie ihre Stellungen noch, bündeln ihre Kräfte, und bereiten sich auf einen neuen Angriff auf die Republik und natürlich auch auf Skye vor, denn für die wilden Falken, allen voran natürlich ihre Kommandeurin Malvina Hazen, ist eine Niederlage absolut undenkbar. Und für die zerschlagenen Verteidiger stehen die Chancen für eine erneute Abwehr mehr als schlecht, zumal auch die Stahlwölfe nach ihrer überraschenden Intervention schnell wieder von der Bildfläche verschwunden sind.

In dieser für die Republik kritischen Zeit treten nun Jasek Kelswa-Steiner und sein Sturmhammer auf den Plan. Er könnte über genügend Schlagkraft verfügen, um den Vormarsch der Falken zumindest zum Stehen zu bringen, jedoch wird er von niemandem auf Skye wirklich willkommen geheißen, besonders nicht von Herzog Gregory Kelswa-Steiner, seinem Vater und ehemaligen Mentor, der Jaseks Verbindungen zum Lyranischen Commonwealth strikt ablehnt. Ohne die Hilfe des Sturmhammers würde Skye wahrscheinlich fallen, doch steht man mit lyranerfreundlichen Truppen, die den Planeten retten könnten, am Ende wirklich besser da?

Es brodeln in "Bis zum letzten Mann" mehr als genug solcher und ähnlicher Konflikte, unter anderem auch in den Reihen der Jadefalken, was dem Roman über seine gesamte Länge von 389 beschriebenen Seiten einiges an Spannung und Tiefgang verleiht. Überraschende Wendungen gibt es ebenso wie diverse Klischees, die aber nicht negativ auffallen. Weiterhin erfährt man in diesem Buch mehr zum Sturmhammer, in dem längst nicht alles so glatt läuft, wie es von Außen vielleicht den Anschein hat, erhält ein paar neue Informationen zur Republik, und bekommt sogar einen kurzen Abstecher ins Lyranische Commonwealth präsentiert. Zudem darf man sich auf die allererste Raumschlacht im MW:DA-Universum freuen, und einige hervorragende Battlemech-Gefechte gibt es natürlich auch noch. Kurzum, es ist alles da, was einem BT-Fan Freude bereitet :).

Leider wird wieder auf die Namensdiskrepanz zwischen Chaffee und Chaftee beharrt, wobei ich mir mittlerweile fast sicher bin, dass dieser Fehler nicht auf der Seite des Autors, sondern eher beim Übersetzer zu suchen ist. Das Umschlagsbild ist allerdings, wie bei den meisten anderen MW:DA-Romanen auch, wieder sehr treffend gestaltet, zeigt eine dramatische Szene aus dem Roman, aber verrät dabei trotzdem nicht allzu viel über die Story.

Loren Coleman schafft es bravourös, sein neuestes Buch absolut nahtlos an den Vorgängerroman von Victor Milan anzuschließen, ohne dabei über Fortsetzungsfehler oder Stilbrüche zu stolpern. Man merkt im Grunde nicht, dass der Autor gewechselt hat, sondern bekommt eine Fortsetzung präsentiert, die das Level des letzten Buches problemlos beibehält, und möglicherweise sogar noch ein wenig steigert. Wenn das so weitergeht, ist MW:DA auf dem besten Wege, den guten "alten" BT-Standard wieder herzustellen. Ich hoffe inständig, dass der nächste Roman nicht wieder auf irgendeinem unwichtigen Hinterwäldlerplaneten spielt und den momentanen "Lauf" von MW:DA damit kaputtmacht.


Magic: The Gathering Ravnica Zyklus: Zwietracht
Magic: The Gathering Ravnica Zyklus: Zwietracht
von Cory Herndon
  Broschiert

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Everything comes together..., 6. Juni 2006
"Zwietracht" ist der dritte und letzte Teil der Ravnica-Trilogie, deren bisherige Bücher die Titel "Ravnica – Stadt der Gilden" und "Der Gildenbund" trugen und die parallel zur neuen, ebenfalls dreiteiligen Erweiterung des Sammelkartenspiels "Magic: Die Zusammenkunft" veröffentlicht wurden. Wie gewohnt muss man aber kein Magic-Spieler sein oder die Trilogien der letzten Magic-Erweiterungen kennen (von denen jedes Jahr eine neue herauskommt), um die aktuelle Geschichte verstehen zu können, denn sie ist vollkommen neu von den bisherigen Magic-Romanen unabhängig, wie es auch schon bei der Vorgängeredition "Kamigawa" der Fall war.

Bei der Rezension des zweiten Romans hatte ich ein wenig die knapp 12 Jahre große Zeitlücke zum ersten Teil bemängelt, und auch die "neue", vom ersten Teil ebenfalls relativ unabhängige Storyline. Im dritten Teil, der die Handlung nur wenige Wochen nach dem Ende des zweiten Buches weitertreibt, erkennt man jetzt jedoch, dass fast alles miteinander verknüpft ist und eine einzige, übergreifende und vollständige Geschichte ergibt, die keine Wünsche mehr offen lässt (höchstens dass es noch mehr Bücher von Ravnica gäbe).

Alle noch offenen Fragen der beiden Vorgängerbücher werden beantwortet, beispielsweise wohin die Engel der Boros Legion verschwunden sind und warum, welches Geheimnis die Schism über Utvara in sich trägt, welche Mächte hinter den jüngsten Ereignissen stehen, und vieles mehr. Daneben erfährt man auch einiges über die letzten drei bisher kaum beschriebenen Gilden von Ravnica, die Simic, die Azorius und die Rakdos, wobei sich solche Informationen abermals sehr passend in die Handlung einfügen.

Weiterhin trifft man liebgewonnene Charaktere sowohl aus dem ersten als auch aus dem zweiten Teil wieder, erfährt, was sie zwischendurch getrieben haben, und lernt daneben auch ein paar neue Protagonisten kennen. Das führt dazu, dass es meistens mehrere, relativ parallel verlaufende Handlungsstränge gibt, zwischen denen immer mal wieder gewechselt wird. Dadurch liest sich das Buch recht dynamisch, und man bekommt viele Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln mit.

Ansonsten hat Cory J. Herndon es mal wieder geschafft, einen von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannenden, actionreichen und trotzdem immer wieder humorvollen Roman abzuliefern, der zusätzlich noch mit einigen unerwarteten Wendungen gewürzt ist. Daneben kann er durchhalten, was schon in den letzten beiden Teilen sehr positiv auffiel, denn man bekommt auch in "Zwietracht" immer wieder neue und interessante Informationen über die Welt von Ravnica präsentiert, ohne dass dabei die Handlung in den Hintergrund tritt oder das Buch überfrachtet oder unübersichtlich wirkt. Es macht einfach Spaß, in diese stimmige, logische und (trotz aller Fantasy-Elemente) vollkommen real wirkende Welt einzutauchen, und dabei noch durch eine hervorragende Geschichte unterhalten zu werden. Mehr möchte ich zu der Handlung jetzt nicht sagen, denn alle weiteren Informationen darüber würden Dinge enthüllen, die der Leser lieber selbst herausfinden soll. Vertraut mir, es lohnt sich :).

Abschliessend gesehen ist es ist wirklich schade, dass "Zwietracht" der letzte Roman in der Welt von Ravnica ist, denn zumindest ich persönlich würde gerne noch mehr darüber lesen. Aber wir können uns damit trösten, dass diese Trilogie, die meiner Meinung nach noch besser als das bereits sehr gute "Kamigawa" ist, mit Sicherheit nicht die letzte Magic-Publikation von Cory J. Herndon gewesen sein wird.


Dissension: Ravnica Cycle, Book III
Dissension: Ravnica Cycle, Book III
von Cory J. Herndon
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Everything comes together..., 6. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Dissension" ist der dritte und letzte Teil der Ravnica-Trilogie, deren bisherige Bücher die Titel "Ravnica" und "Guildpact" trugen und die parallel zur neuen, ebenfalls dreiteiligen Erweiterung des Sammelkartenspiels "Magic: The Gathering" veröffentlicht wurden. Wie gewohnt muss man aber kein Magic-Spieler sein oder die Trilogien der letzten Magic-Erweiterungen kennen (von denen jedes Jahr eine neue herauskommt), um die aktuelle Geschichte verstehen zu können, denn sie ist vollkommen neu von den bisherigen Magic-Romanen unabhängig, wie es auch schon bei der Vorgängeredition "Kamigawa" der Fall war.

Bei der Rezension des zweiten Romans hatte ich ein wenig die knapp 12 Jahre große Zeitlücke zum ersten Teil bemängelt, und auch die "neue", vom ersten Teil ebenfalls relativ unabhängige Storyline. Im dritten Teil, der die Handlung nur wenige Wochen nach dem Ende des zweiten Buches weitertreibt, erkennt man jetzt jedoch, dass fast alles miteinander verknüpft ist und eine einzige, übergreifende und vollständige Geschichte ergibt, die keine Wünsche mehr offen lässt (höchstens dass es noch mehr Bücher von Ravnica gäbe).

Alle noch offenen Fragen der beiden Vorgängerbücher werden beantwortet, beispielsweise wohin die Engel der Boros Legion verschwunden sind und warum, welches Geheimnis die Schism über Utvara in sich trägt, welche Mächte hinter den jüngsten Ereignissen stehen, und vieles mehr. Daneben erfährt man auch einiges über die letzten drei bisher kaum beschriebenen Gilden von Ravnica, die Simic, die Azorius und die Rakdos, wobei sich solche Informationen abermals sehr passend in die Handlung einfügen.

Weiterhin trifft man liebgewonnene Charaktere sowohl aus dem ersten als auch aus dem zweiten Teil wieder, erfährt, was sie zwischendurch getrieben haben, und lernt daneben auch ein paar neue Protagonisten kennen. Das führt dazu, dass es meistens mehrere, relativ parallel verlaufende Handlungsstränge gibt, zwischen denen immer mal wieder gewechselt wird. Dadurch liest sich das Buch recht dynamisch, und man bekommt viele Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln mit.

Ansonsten hat Cory J. Herndon es mal wieder geschafft, einen von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannenden, actionreichen und trotzdem immer wieder humorvollen Roman abzuliefern, der zusätzlich noch mit einigen unerwarteten Wendungen gewürzt ist. Daneben kann er durchhalten, was schon in den letzten beiden Teilen sehr positiv auffiel, denn man bekommt auch in "Dissension" immer wieder neue und interessante Informationen über die Welt von Ravnica präsentiert, ohne dass dabei die Handlung in den Hintergrund tritt oder das Buch überfrachtet oder unübersichtlich wirkt. Es macht einfach Spaß, in diese stimmige, logische und (trotz aller Fantasy-Elemente) vollkommen real wirkende Welt einzutauchen, und dabei noch durch eine hervorragende Geschichte unterhalten zu werden. Mehr möchte ich zu der Handlung jetzt nicht sagen, denn alle weiteren Informationen darüber würden Dinge enthüllen, die der Leser lieber selbst herausfinden soll. Vertraut mir, es lohnt sich :).

Abschliessend gesehen ist es ist wirklich schade, dass "Dissension" der letzte Roman in der Welt von Ravnica ist, denn zumindest ich persönlich würde gerne noch mehr darüber lesen. Aber wir können uns damit trösten, dass diese Trilogie, die meiner Meinung nach noch besser als das bereits sehr gute "Kamigawa" ist, mit Sicherheit nicht die letzte Magic-Publikation von Cory J. Herndon gewesen sein wird.


Mechwarrior Dark Age 10: Der Flug des Falken
Mechwarrior Dark Age 10: Der Flug des Falken
von Victor Milan
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the BattleRoots!, 19. April 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist schade, dass ich die Rezensionsüberschrift "Battletech lebt weiter!" bereits für ein anderes DA-Buch verwendet habe, denn hier würde sie mindestens genau so gut hinpassen, wenn nicht sogar besser. Denn über seine gesamte Länge von angenehmen 392 Seiten bietet dieser neue Roman ein wahres Feuerwerk an allem, was Battletech für seine Fans so lesenswert macht!

Aber zunächst die Story: Nach dem erst vor wenigen Monaten knapp zurückgeschlagenen Angriff der Stahlwölfe auf Terra, treten nun die Jadefalken auf den Plan, um sich ein eigenes Stück aus der wegen des Kommunikationsausfalls langsam dem Chaos anheim fallenden Inneren Sphäre zu schneiden. Doch die Zugrichtung und die Ziele ihrer Expeditionsstreitmacht sind nicht von vorneherein klar, und interessanterweise zeigt dieser sonst als sehr kampfeslustig bekannte Clan eine Zurückhaltung und Berechnung, die fast unnatürlich ist. Zusammen mit den zwei berühmtesten Jadefalken-Helden, auch wenn diese etwas unterschiedliche Ansichten über die clannische Kriegsführung vertreten, und der Turkina-Keshik, die zu den kampfstärksten Einheiten des gesamten Jadefalken-Touman zählt, sehen sich die Verteidiger der Inneren Sphäre und der Republik einer Streitmacht gegenüber, der sie möglicherweise nichts entgegenzusetzen haben.

Um mich nicht mit allzu überschwänglichen Lobeshymnen zu verzetteln, bringe ich es auf den Punkt: Dieser Roman hat alles! Spannende, einprägsame und zahlreiche Battlemech-Gefechte, politische Ränkespiele und Intrigen, Geheimoperationen, überraschende Wendungen und einen sehr breiten Handlungsrahmen, der viele Planeten, Machtgruppen und Protagonisten umfasst, ohne dabei jedoch unübersichtlich zu werden. Hinzu kommt ein wirklich hervorragender Schreibstil.

Daneben bietet "Der Flug des Falken" auch eine ganze Menge an neuen Informationen über die Innere Sphäre im Jahre 3134. Man erfährt einiges über die Jadefalken, die Stahlwölfe und auch die Seefüchse, wie sich die Clans in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt haben, und auch welche Rolle Devlin Stone dabei gespielt hat. Weiterhin gibt es Infos über die aktuelle Lage auf dem ständig brodelnden Skye, und zusätzlich noch etwas Hintergrund zum Sturmhammer. Ausserdem lernt der Leser neue, interessante Charaktere kennen, z.B. die Anführer im Expeditionsheer der Jadefalken, die Politiker in der Regierung von Skye oder einen Agenten im Untergrund des Kombinats. Aber auch altbekannte Personen trifft man wieder, wie z.B. Tara Campbell, Kommandeurin der Northwind Highlanders und Rebublikspräfektin III, oder Anastasia Kerensky, die Anführerin ihres eigenen "Pseudo"-Clans, der Stahlwölfe.

Das Fandom der Clans ist vielleicht nicht vollkommen damit einverstanden, wie sich ihre geliebte Kriegergesellschaft im DarkAge weiterentwickelt hat, aber meiner Meinung nach gehören Veränderungen einfach dazu, und machen das neue Universum um einiges realistischer. Und es ist ja noch mehr als genug von den "alten" Clans übrig.

Ein kleiner (sehr kleiner) Wermutstropfen besteht in der Tatsache, dass sich die Kartenzeichner und Autoren mal wieder nicht auf die gleichen Planetennamen einigen können. War es im letzten Roman die Welt "Alkalurops/Alkalorops", ist es diesmal "Chaffee/Chaftee", das mit zwei verschiedenen Namen aufwartet. Ausserdem scheinen die Künstler der Coverbilder ein echtes Problem damit zu haben, Rechts von Links zu unterscheiden, denn wieder sind Waffen teilweise an falschen Gliedmaßen angebracht worden. Ansonsten ist das Cover aber sehr treffend gestaltet, und auch wenn es eine Szene darstellt, die eher am Ende des Romans stattfindet, seid beruhigt, denn hierdurch wird trotzdem nichts von der Story verraten (was man beim ersten Betrachten des Bildes vermuten könnte). Über die gewohnheitsmäßig zu kleine Sternenkarte lasse ich mich jetzt nicht aus, sie bietet trotzdem noch genug Informationen, so dass man ab und zu mal zurückblättert.

Insgesamt nimmt "Der Flug des Falken" es meiner Meinung nach locker mit dem bisher besten DA-Roman "Gezeiten des Krieges" auf, und schlägt ihn im Rennen um den ersten Platz sogar noch um eine Länge, da er einen breiteren und vielfältigeren Handlungsrahmen bietet. Ein absolut würdiges 5-Sterne-Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, bevor man es durch hat. Klasse gemacht, Victor Milan! Mehr davon!


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