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Rezensionen verfasst von
G. Zech

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Geschichte in Quellen, 7 Bde., Altertum
Geschichte in Quellen, 7 Bde., Altertum

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für ernsthaft Interessierte und Fachkundige, 6. November 2005
Dises äußerst umfangreiche Buch eignet sich hervorragend für althistorische Studien und liefert Quellen angefangen vom alten Ägypten über den Hellenismus bis hin zum römischen Reich und dessen Untergang. Dabei ist das Buch wohl im weitesten Sinne für Geschichtsstudenten, Lehrer und wirkliche Hobbyhistoriker, da es, wie der Name schon sagt, eine Abhandlung von Quellen ist und sich nicht etwa wie ein Roman lesen lässt. Gehört man jedoch einer der oben genannten Grupen an, so ist dieses Buch ein Schmuckstück, welches in keiner historischen Bibliothek fehlen sollte.


Troja (2 DVDs)
Troja (2 DVDs)
DVD ~ Brad Pitt
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 7,99

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film - Schlechte Ilias-Umsetzung, 6. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Troja (2 DVDs) (DVD)
Es ist nicht ganz einfach, Wolfgang Petersens Film gerecht zu rezensieren, denn man muss bei der Kritik ganz klar unterscheiden:
1.Rein filmisch ist an dem Werk nicht viel auszusetzen! Die Schlachten sind imposant in Szene gesetzt und wirken vor den authentisch wirkenden Kulissen umso realer. Beim Kampf zwischen Achilles und Hektor sind allerdings viele unschöne Schnitte, da es anscheinend zu schwierig und mühselig war, diese etwas längere Szene fehlerfrei in einem Stück zu drehen. Überhaupt ist dies ein Problem bei den neueren Monumentalfilmen, wie z.B. auch Gladiator: Es gibt einfach keine Kampfszenen mehr, die länger als drei Sekunden dauern, was durch den hieraus resultierenden etwas hektischen Kamerastil schon einmal zu leichten Kopfschmerzen führen kann. In Filmen wie Ben Hur war dies noch anders!
Bei den Kulissen sieht man, dass ein wenig aus jeder Kultur geklaut wurde. Der Apollon-Tempel mutet sehr ägyptisch an und auch alles andere scheint eher ein Mix sämtlicher Kulturen des Altertums zu sein. Aber dennoch wirken sämtliche Kulissen wie gesagt real und sehen nicht etwa nach Pappe aus.
Auf jeden Fall ist der Film technisch gut umgesetzt, alles andere als langweilig und durchaus eine Empfehlung wert. Auch die Schauspieler, vor allem Eric Banna und Brian Cox überzeugen.
Der Soundtrack ist vielleicht noch ein kleiner Minuspunkt: Das ewige orientalische Gejammer, welches seine Premiere bei Gladiator feierte und seit dem oft kopiert worden ist, wurde von James Horner hier an ein neues, teils wirklich schon nervtötendes, Limit gebracht.
2.Nun jedoch zum zweiten Punkt: Inspiriert von Homers Ilias steht im Abspann und dies ist wirklich das Höchste, was man dem Film zugestehen kann! Jeder, der die Sage vom trojanischen Krieg kennt oder eben die Ilias gelesen hat, kann hier nur mit dem Kopf schütteln. Natürlich war es nicht Hollywood-verträglich, dass im Original, Helena zu ihrem Mann Menelaos zurückkehren muss, welcher NICHT von Hektor getötet wird. Überhaupt wird in der Ilias die gesamte Handlung von den Göttern bestimmt, welche die eigentlichen Hauptakteure sind, im Film jedoch kaum Erwähnung finden. Dass der Krieg zehn Jahre gedauert haben soll, dass Achilles seinen Geliebten (nicht Vetter!) Patroklos vorsetzlich in die Schlacht schickte und dieser sich also nicht heimlich davon stahl, dass Achilles Rüstung aus glänzendem Gold, nicht aus schwarzem Leder war und schließlich dass Brad Pitt doppelt so alt ist, wie Achilles gewesen sein soll, sind nur ganz wenige Beispiele dafür, wie der Film von der Ilias abweicht.
Wen all dies jedoch nicht stört, dem stehen auf jeden Fall 156 Minuten Unterhaltung pur bevor. Hier muss also jeder für sich entscheiden, welches Maß er anlegt!


Kulturgeschichte der antiken Welt, Band 6: Hieroglyphen ohne Geheimnis. Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen
Kulturgeschichte der antiken Welt, Band 6: Hieroglyphen ohne Geheimnis. Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen
von Karl Th Zauzich
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut geeignet für Einsteiger, 30. Oktober 2005
Dieses Buch macht Lust auf mehr! Anfangs wird der interessierte Leser über das System der Hieroglyphenschrift informiert und später mit den ersten Buchstabenbedeutungen und Lauten vertraut gemacht. Bereits nach den ersten paar Seiten sollte jeder Leser seinen eigenen Namen in Hieroglyphen schreiben können. An einfachen Beispielen von altägyptischen Stelen und Gefäßen kann man nach gewisser Zeit Selbsttests zum eigenen Verständnis durchführen und diese durch an anderer Stelle gegebene Übersetzungen kontrollieren. Dennoch wird vorausgesetzt, dass man den vorangegangenen Stoff beherrscht. Es sollte jedoch kein zu großes Problem darstellen die paar Zeichen und Vokabeln zu erlernen, wenn man ein gewisses Maß an Interesse mitbringt. Schließlich hängt es von den eigenen Ambitionen ab, wie tief man in eines der ältesten Schriftysteme der Menschheit eintaucht.


Die Augen der Sphinx: Neue Fragen an das alte Land am Nil
Die Augen der Sphinx: Neue Fragen an das alte Land am Nil
von Erich Däniken
  Taschenbuch

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden !, 30. Oktober 2005
`Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich deine Schulweisheit erträumen mag!' Jeder kennt diesen berühmten Ausspruch und dennoch wird er wohl nur von den Wenigsten für wahr genommen! Angesichts Dänikens Schilderungen scheint dies in besonderem Maße für die Ägyptologen zu gelten, deren mangelnde Unaufgeschlossenheit gegenüber neuen Erkenntnissen - mögen diese auch noch so unbequem sein und nicht ins historische Weltbild passen - zu bemängeln ist. In fesselnder Art und Weise legt Däniken Beweise dar, die jedem seriösen Wissenschaftler zu denken geben müssten. So erstaunt es doch sehr, wenn man liest, dass der einzige Beweis dafür, dass die Cheopspyramide auch von Cheops gebaut wurde, eine stümperhaft gefälschte Inschrift eines verzweifelten Archäologen ist, der diese auch noch falsch an die Wand schmierte, zudem in einer Schrift, die erst viel später entstand. Auch gibt es zu denken, dass sich die gesamte Ägyptologie bezüglich des Baus und Erbauers der Pyramiden auf nur eine einzige historische Quelle bezieht, nämlich die des antiken Geschichtsschreibers Herodot, welcher selbst über 1000 Jahre nach dem Bau der Pyramiden lebte und somit seine Informationen weder aus erster, noch aus hundertster Hand erhalten haben kann. Ansonsten keine Mumien, keine Papyri, die auf einen Erbauer der Pyramiden hindeuten. Statt dessen ungeöffnete Kammern im Innern. Man möge zu Dänikens Deutungen stehen wie man will, aber das Äyptens tatsächliche Geschichte nicht ganz konform mit seiner `Lehrbuch-Geschichte' läuft, lässt sich nach dem Lesen dieses Buch nur schwer leugnen! Aber wie sagte schon Nietzsche: `Große Nachricht brauchen lange, um verstanden zu werden!'
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 12, 2012 9:57 PM MEST


Alexander (Einzel-DVD)
Alexander (Einzel-DVD)
DVD ~ Colin Farrell
Preis: EUR 5,97

13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu unrecht gescholten, 27. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Alexander (Einzel-DVD) (DVD)
Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Wert dieses Filmes liegt hauptsächlich im realitätsnahen Umsetzen der historischen Fakten zu einem filmischen Augenschmaus. Die gesamte Kritik an Oliver Stones `Alexander' ist prinzipiell auf den Zeitgeist, d.h. den heutigen Erwartungshorizont bezüglich eines Filmes zurück zu führen. Dass der Regisseur hier quasi eine Kombination aus unterhaltsamem Film und Wissen vermittelnder Dokumentation erschaffen hat, statt, siehe Troja, die Geschichte Hollywood-verträglich verbogen und verunstaltet zu haben, wird von den Kritikern zum Vorwurf gemacht. Es gäbe zu wenig Schlachten und zu viel Leerlauf, der Film sei langwelig und so weiter. Dergleichen gab es in tausenden von Rezensionen zu lesen. Aber eben dieser `Leerlauf', wird dringend benötigt, um diesen Film von der Masse der hohlen Unterhaltungs- und Verblödungs- Blockbuster abzuheben und zu einem anspruchsvollen Film mit Lerneffekt zu machen. Wer war Alexander? Wie war er?Wer vor dem Schauen des Filmes eine Antwort auf jene Fragen erwartet hat, der kann nur schwerlich von Szenen enttäuscht worden sein, in denen zwar nicht blutig gemetzelt, dafür aber die Person und der Charakter Alexanders näher gebracht worden sind. Wer nur nach zwei Stunden Unterhaltung und Alltagsbetäubung gesucht hat, der wäre freilich besser bei `Bad Boys II' aufgehoben gewesen.
Doch auch wer sich nicht allzusehr für die vorchristliche Geschichte Griechenlands und damit Europas interessiert, kann bei `Alexander' auf seine Kosten kommen. Der Einzug und Aufenthalt Alexanders Truppen in Babylon bietet unvergleichlich schöne Bilder, wie man sie sonst höchstens von Zefirellis Werken kennt. Bis jetzt ist es mir ein Rätsel, wie man es geschafft hat, das schöne Ischtar-Tor - fragmentarisch im berliner Pergamon Museum zu besichtigen - nachzubilden. Die Einstellung, in welcher Alexander durch das Fenster auf die Stadt schaut, kommt einem Gemälde gleich. Ebenso die Schlacht in Indien gegen die `Kampelefanten'.
Allerdings gibt es auch einige Details, die stören. Dass auf einer griechischen Landkarte in großen lateinischen Lettern `Mare mediterraneum' steht, überzeugt in Sachen Authentizität nicht wirklich und man fragt sich, warum Oliver Stone denn überhaupt Dutzende von renommierten Historikern an sein Set holte, nur um dann einen derartigen Stilbruch zu begehen. Auch die Wasserstoffperoxid gefärbten Haare, im argen Kontrast zu den pechschwarzen Augenbrauen, überzeugen nicht wirklich.
Ein Wort muss noch zur ewigen Homosexuellen-Debatte gesagt werden, wegen der der Film in Griechenland sogar der Zensur zum Opfer fiel. Uns heutigen Menschen mag es vielleicht merkwürdig erscheinen, dass die alten Griechen, und in abgeschwächtem Maße auch die Römer, in Sachen sexuellem Vergnügen weniger konsequent zwischen Jüngling und Fräulein unterschieden. Aber dennoch erwuchs dieses Verhalten aus der Kultur und war eben darum durchaus sittlich und normal, bis der Mann schließlich heiratete. Mit Homosexualität ist hier schlichtweg ein falscher Zustand beschrieben. Es scheint auch schwer zu glauben, dass 80 Prozent aller damaligen Männer homosexuell gewesen sein sollen.
Fazit: Ein wertvoller Film, der an Klassiker wie Ben Hur, Quo Vadis, Cleopatra und El Cid erinnert, ohne diesen dabei großartig nach zu stehen. Ergo: Das Lebenswerk eines großen Regisseurs, durchaus ein kleines Kunstwerk!


Alexander (Premium Edition, 2 DVDs)
Alexander (Premium Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Colin Farrell
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 12,25

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu unrecht gescholten, 20. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Alexander (Premium Edition, 2 DVDs) (DVD)
Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Wert dieses Filmes liegt hauptsächlich im realitätsnahen Umsetzen der historischen Fakten zu einem filmischen Augenschmaus. Die gesamte Kritik an Oliver Stones `Alexander' ist prinzipiell auf den Zeitgeist, d.h. den heutigen Erwartungshorizont bezüglich eines Filmes zurück zu führen. Dass der Regisseur hier quasi eine Kombination aus unterhaltsamem Film und Wissen vermittelnder Dokumentation erschaffen hat, statt, siehe Troja, die Geschichte Hollywood-verträglich verbogen und verunstaltet zu haben, wird von den Kritikern zum Vorwurf gemacht. Es gäbe zu wenig Schlachten und zu viel Leerlauf, der Film sei langwelig und so weiter. Dergleichen gab es in tausenden von Rezensionen zu lesen. Aber eben dieser `Leerlauf', wird dringend benötigt, um diesen Film von der Masse der hohlen Unterhaltungs- und Verblödungs- Blockbuster abzuheben und zu einem anspruchsvollen Film mit Lerneffekt zu machen. Wer war Alexander? Wie war er?Wer vor dem Schauen des Filmes eine Antwort auf jene Fragen erwartet hat, der kann nur schwerlich von Szenen enttäuscht worden sein, in denen zwar nicht blutig gemetzelt, dafür aber die Person und der Charakter Alexanders näher gebracht worden sind. Wer nur nach zwei Stunden Unterhaltung und Alltagsbetäubung gesucht hat, der wäre freilich besser bei `Bad Boys II' aufgehoben gewesen.
Doch auch wer sich nicht allzusehr für die vorchristliche Geschichte Griechenlands und damit Europas interessiert, kann bei `Alexander' auf seine Kosten kommen. Der Einzug und Aufenthalt Alexanders Truppen in Babylon bietet unvergleichlich schöne Bilder, wie man sie sonst höchstens von Zefirellis Werken kennt. Bis jetzt ist es mir ein Rätsel, wie man es geschafft hat, das schöne Ischtar-Tor - fragmentarisch im berliner Pergamon Museum zu besichtigen - nachzubilden. Die Einstellung, in welcher Alexander durch das Fenster auf die Stadt schaut, kommt einem Gemälde gleich. Ebenso die Schlacht in Indien gegen die `Kampelefanten'.
Allerdings gibt es auch einige Details, die stören. Dass auf einer griechischen Landkarte in großen lateinischen Lettern `Mare mediteraneum' steht, überzeugt in Sachen Authentizität nicht wirklich und man fragt sich, warum Oliver Stone denn überhaupt Dutzende von renommierten Historikern an sein Set holte, nur um dann einen derartigen Stilbruch zu begehen. Auch die Wasserstoffperoxid gefärbten Haare, im argen Kontrast zu den pechschwarzen Augenbrauen, überzeugen nicht wirklich.
Ein Wort muss noch zur ewigen Homosexuellen-Debatte gesagt werden, wegen der der Film in Griechenland sogar der Zensur zum Opfer fiel. Uns heutigen Menschen mag es vielleicht merkwürdig erscheinen, dass die alten Griechen, und in abgeschwächtem Maße auch die Römer, in Sachen sexuellem Vergnügen weniger konsequent zwischen Jüngling und Fräulein unterschieden. Aber dennoch erwuchs dieses Verhalten aus der Kultur und war eben darum durchaus sittlich und normal, bis der Mann schließlich heiratete. Mit Homosexualität ist hier schlichtweg ein falscher Zustand beschrieben. Es scheint auch schwer zu glauben, dass 80 Prozent aller damaligen Männer homosexuell gewesen sein sollen.
Fazit: Ein wertvoller Film, der an Klassiker wie Ben Hur, Quo Vadis, Cleopatra und El Cid erinnert, ohne diesen dabei großartig nach zu stehen. Ergo: Das Lebenswerk eines großen Regisseurs, durchaus ein kleines Kunstwerk!


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