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Rezensionen verfasst von
Dr. Wolfgang Renner "Worenner" (München)
(REAL NAME)   

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Nicht zu zweit: Drei Novellen
Nicht zu zweit: Drei Novellen
von Joachim Helfer
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja ..., 15. Januar 2007
Der Autor schreibt in drei Kurzgeschichten über die körperliche Anziehung, die junge Männer auf ältere, jeweils einsame und mit ihrem Leben frustrierte Männer ausüben.

Die Thematik beiseite, ist der Schreibstil von Joachim Helfer äußerst prätentiös. Der Autor bedient sich künstlich verschachtelter Endlossätze, die den Leser einerseits ermüden, den Lesefluss hemmen, und andererseits, bei näherem Hinschauen, oftmals auch grammatikalische Mängel aufweisen. Insgesamt kein wirkliches Lesevergnügen, eher eine "Leseaufgabe". Wen die Thematik aber interessiert - und Joachim Helfer ist offenbar einer der profilierteren jungen Autoren in Deutschland - der steht die knapp 160 Seiten durch, sei es auch im Schnell-Überflieg-Verfahren (wie ich es ab etwa der Hälfte des Buches, auch wegen der sich wiederholenden Thematiken und Gedankengänge, getan habe).


Corrections (Recent Picador Highlights)
Corrections (Recent Picador Highlights)
von Jonathan Franzen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,75

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Buch des Jahres ..., 24. September 2002
Mit Abstand das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Das Erfrischende daran ist, dass darin keine außergewöhnlichen Menschen vorkommen, die außergewöhnliche Dinge erleben: Im Gegenteil, mit spritziger und bösartiger Detailgenauigkeit beschreibt J. Franzen das durchschnittliche Leben einer amerikanischen Durchschnittsfamilie. In den kleinen Neurosen und Ängsten der Protagonisten, in den innerfamiliären Machtkämpfen, in den geradezu köstlichen Dialogen zwischen der Über-Mutter und ihren drei Kindern (die jeweils einen unterschiedlichen Zugang zu ihr haben) erkennt man sich selbst und eigene familiäre Situationen wieder. Einziger, aber wirklich auch einziger Kritikpunkt: Das litauische Zwischenspiel von Chip passt aufgrund seines Absurdität nicht in den Rahmen dieses Buches. Alles in allem: wahrhaft ein großer Roman, zu Recht gelobt und gepriesen.


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