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Rezensionen verfasst von
Fritzsche

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Testosteron: Dominanz, Selbstvertrauen und Energie - den Testosteronspiegel natürlich erhöhen für mehr Muskelaufbau, Gesundheit und großartigen Sex
Testosteron: Dominanz, Selbstvertrauen und Energie - den Testosteronspiegel natürlich erhöhen für mehr Muskelaufbau, Gesundheit und großartigen Sex
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen Kurz und knapp informiert, 1. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist natürlich kein medizinisches, biologisches oder ernährungswissenschaftliches Fachbuch, das will und soll es auch gar nicht sein. Auf relativ wenigen Seiten wird er interessierte Leser zügig über ein paar biologische Grundlagen von Testosteronen aufgeklärt, es gibt Ernährungstipps, Verhaltenstipps und ein Kapitel zur künstlichen Zuführung von Testosteron. Es lässt sich alles leicht und schnell lesen, die Tipps sind schlüssig und es gibt allenfalls kleine Widersprüche in der Argumentation. Ein paar mehr Quellenangaben wären m.E. nett gewesen.


Das Gefühl der Welt: Über die Macht von Stimmungen
Das Gefühl der Welt: Über die Macht von Stimmungen
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viele Worte für wenig Inhalt, 30. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sowohl von einem Autor wie Heinz Bude als vom Titel des Buches hatte ich mir viel versprochen, wurde aber leider sehr enttäuscht. Das Buch ist wenig analytisch, um es mal vorsichtig zu formulieren. Es fehlt m.E. komplett so etwas wie ein roter Faden. Stattdessen hatte ich den Eindruck, Bude schwafelt eher und hangelt sich von einem beliebigen Punkt zum nächsten, der ihm beim Schreiben eben gerade so in den Sinn kam. Auf eine logische Argumentation und Belege zu seinen Aussagen verzichtet er weitestgehend, wodurch letztlich der gesamte Inhalt zu einer reinen und zudem unfundierten Meinungsäußerung verkommt. Damit könnte ich vielleicht noch recht gut leben, wenn es wenigstens eine prononcierte Meinung wäre, aber es wirkt auch mich einfach alles sehr beliebig. Schade. Den zweiten Stern gibt es, weil ich das Thema einfach interessant finde und es begrüße, dass es so einem interessierten Kreis zugänglich gemacht wird und hoffe, andere Autoren lassen sich davon inspirieren.


Angry White Men: Die USA und ihre zornigen Männer
Angry White Men: Die USA und ihre zornigen Männer
Preis: EUR 15,99

4.0 von 5 Sternen Interessanter sozioligischer Einblick in ein aktuelles Phänomen, 30. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch bezieht sich zwar ausschließlich auf die USA, doch das grundsätzliche Phänomen, dass sich offenbar recht viele Menschen von der Regierung, den Medien und überhaupt "denen da oben" im Stich gelassen, ja geradezu betrogen fühlen, existiert offenkundig auch in Europa. Und bei allen nationalen bzw. kulturellen Unterschieden etwa zwischen den USA, Deutschlands und Frankreichs, dürfte das soziologische Profil dieser Menschen doch recht ähnlich sein. Der Tea Party Aktivist oder Trump Anhänger unterschiedet sich sicherlich in vielen Punkten vom FN-Wähler oder dem AfD-Wähler und Pegida-Aktivisten, aber dass es sich dabei mehrheitlich um weiße, tendenziell durchaus gut gebildete Männer mittleren Alters handelt, die aber von ihrer Bildung eher unterdurchschnittlich profitieren und die gesellschaftlich abwärtsmobil sind, dürfte in all den Fällen zutreffen. Insofern ist das Buch auch für europäische Leser sicher interessant, um dieses Phänomen und die Beweggründe einsortieren zu können. Das Buch ist dazu kurzweilig und zuweilen amüsant geschrieben. Nur der Blick über den US-Tellerrand wäre zumindest hier und da nett gewesen.


Frauen angstfrei ansprechen: Schon vor dem ersten Kontakt feststellen, ob sie an Ihnen interessiert ist
Frauen angstfrei ansprechen: Schon vor dem ersten Kontakt feststellen, ob sie an Ihnen interessiert ist
Preis: EUR 5,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geldverschwendung, 30. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor möchte über ein scheinbar wissenschaftliches oder zumindest logisches System aufzeigen, wann eine Frau auf jeden Fall interesse hat und ein Flirt somit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgreich ist. Klingt ja erstmal gut, was er dann aber aufzählt, ist einfach nur extrem banal. Leckt sich eine Frau die Lippen und du bist der Adressat, ist das ein Signal der Kategorie C (2 Punkte), sucht sie verlegenen Blickkontakt Signal B (3 Punkte)... sind 12 Punkte erreicht, sollte, ja muss ein Flirt begonnen werden. Naja, wenn ich all diese Signale erhalte, bis 12 Punkte erreicht sind, wäre ich auch ohne dieses Buch sicher, dass mich die Frau geradezu zu einem Flirt auffordert. Wer die im Buch beschriebenen Signale nicht deuten kann (wobei die auch noch zum Teil sehr klischeehaft dargestellt werden) und selbst bei einer Häufung der Signale unsicher ist, sollte vielleicht zwei Schritte zurückgehen, um Kommunkations-Basics zu lernen. Also wer dieses Buch benötigt, um solche klaren Signale zu deuten, kommt glaube ich auch mit dem Buch nicht weiter und alle anderen können wiederum auf das Buch verzichten, weil das alles so offenkundig ist (auch ohne die Signale in Punkte umzurechnen).

Ich vermute fast, das Buch war eher als Scherz des Autors aus einer Bierlaune heraus gedacht.


Atlas der unentdeckten Länder
Atlas der unentdeckten Länder
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilig, amüsant und doch teils nachdenklich, 28. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie von Dennis Gastmann zu erwarten, legt er mit dem "Atlas der unentdeckten Länder" erneut ein kurzweiliges Buch vor. Seine Schilderung von Reisen in Länder, die kaum einer kennt oder die de facto nicht als eigenes Land anerkannt werden, ist amüsant geschrieben, des öfteren kam ich an einem Schmunzeln nicht vorbei. Es ist aber an vielen Stellen auch ein nachdenkliches Buch, etwa wenn er den mutmaßlichen Kindesmißbrauch auf Picairn thematisiert. Selbst Vielreisende werden zudem vermutlich staunen, welche "Länder" es weltweit noch gibt, von denen man aber selten bis nie etwas hört oder liest.

Schön wäre für meinen Geschmack noch eine Art Zusammenfassung gewesen, also weshalb er gerade diese "Länder" ausgewählt hat, wie er darauf gekommen ist usw. Und - zumal es sich laut Titel um einen Atlas handelt - wäre eine Karte gewesen, auf der all die Länder eingezeichnet sind.


adidas Herren Superstar Suede Sneakers, Grau (Ch Solid Grey/Ftwr White/Ch Solid Grey), 43 1/3 EU
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5.0 von 5 Sternen Sytlisch und bequem, 27. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Beim ersten Anziehen dachte ich noch, der Schuh wäre unbequem, aber das hatte sich nach wenigen Stunden Tragen erledigt. Tatsächlich ist er sehr bequem, dazu stylisch und passend zu vielen Looks.


Wie spreche ich eine Frau an - 10 Top Techniken mit Erfolgsgarantie!: Der perfekte Ratgeber, wie Sie als Mann die richtigen Fragen zum Kennenlernen stellen!
Wie spreche ich eine Frau an - 10 Top Techniken mit Erfolgsgarantie!: Der perfekte Ratgeber, wie Sie als Mann die richtigen Fragen zum Kennenlernen stellen!
Preis: EUR 9,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum fremdschämen und kontraproduktiv, 27. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Viele Flirtratgeber - und erfahrungsgemäß insbesondere die von Frauen verfassten – scheinen sich an Männer zu richten, die einerseits zwar den Hinweis benötigen, dass Duschen, Zähneputzen und die Verwendung von Deo Basisvoraussetzungen sind, die aber andererseits nach Behebung dieser Mankos in einer Bar von allen Frauen angelächelt werden, sobald sie nur herzhaft lachen. Während die Bücher von Frau Deissler dabei aber noch charmant geschrieben sind, setzt bei diesem Ratgeber regelmäßig das Fremdschämen ein. Schon die Wortwahl wirkt an vielen Stellen unfreiwillig komisch und altbacken, etwa wenn von „sog. One-night-Stands“, „Mannequin (Modeltyp)“ oder „Basics (Grundlagen)“ die Rede ist. Dazu kommt die Verwendung von Smileys und von Satzzeichenketten („?!?!?!?!?!?“), die wohl eine gewisse Kumpelhaftigkeit bewirken sollen.

Neben den Tipps, auf saubere Zähne, gepflegte Fingernägel/Hände und halbwegs ordentliche Haare zu achten, wird dann dazu geraten, die Frau mit Komplimenten zu überschütten („Jede Frau liebt es, Komplimente zu bekommen. Genauer gesagt, keine Frau kann jemals genug davon bekommen.“) und die Frau anzubeten („Alleine eine anbetende Behandlung der Frau gegenüber ist definitiv ein Garant für den Schlüssel zu ihrem Herzen.“). Vielleicht hatte Sigrid Hornstein bei diesen Tipps einen ungepflegten Mann mit Mundgeruch im Kopf, der mit Frauen – wenn überhaupt – redet wie mit seinem besten Kumpel in der Dorfkneipe und der mit deutlichen Worten zumindest ein wenig in die richtige Richtung geschubst werden muss. Die Zielgruppe wäre dann also eine Mischung aus „Bauer sucht Frau“- und „Schwiegertochter gesucht“-Teilnehmer. Für den durchschnittlichen Mann sind solche Tipps jedoch eine Garantie, bestenfalls als netter Trottel wahrgenommen zu werden und auf keinen Fall mit einer Frau im Bett zu landen (ja, ja ich weiß, das ist nicht zwangsläufig das Ziel eines Flirts).

Besonders peinlich sind m.E. die Fragen, mit denen der Mann ehrliche Neugierde zeigen soll, z.B. soll man die Frau auf ihre High Heels ansprechen „Sie sind unbequem und völlig ungeeignet für längere Wege. Warum kauft ihr Frauen dann solche Schuhe? … aber es macht den Fuß der Frau natürlich unglaublich aufregend.“ Oder „Mit was kann man euch Frauen denn glücklich machen? …(Und jetzt etwas frech dazu:) Vorausgesetzt ich wollte eine Frau überhaupt glücklich machen (lach :-)!“ Nach Aussagen der Autorin führt eine solche Konversation unter Garantie zum Erfolg. Peinliche Themen wie Damenbart und Zellulite sollte man allerdings auslassen (keine scherzhafte Anmerkung von mir, sondern ein ernsthafter Tipp im Buch).

Eine Frau anzusprechen, die in einer Gruppe mit anderen Frauen unterwegs ist, soll nach Meinung von Sigrid Hornstein besonders erfolgversprechend sein und sie rät, die Frau auf ihren Geruch/Ihr Parfüm anzusprechen, da alle Frauen stolz auf die Wahl ihres Parfüms wären. Also m.E. (und wohl auch nach Meinung der meisten „Profi-Verführer“) ist es sicherlich nicht einfacher, eine Frau aus einer Gruppe heraus für sich zu gewinnen. Insbesondere für einen Mann, der vor dem Lesen des Buches nicht wusste, dass er duschen sollte, dürfte es eher peinlich enden, auf eine Frauengruppe zuzugehen und dann einer einzelnen Frau zu sagen, sie rieche gut.

Sollte eine Frau bei den Fragen etwa nach der Parfümmarke oder wie sie mit solchen Fingernägeln SMS tippen kann auf einmal „auf ‚zickig‘ machen“, solle man sich nicht entmutigen lassen, sondern sie mit neugierigen Fragen weiter bohren, bis alle Fragen beantwortet sind. Ja, das führt garantiert zum Erfolg… Diese Liste lässt sich beinahe beliebig fortsetzen, auf fast jeder Seite finden sich solch haarsträubende Hinweise, die entweder einfach nur peinlich, weil selbstverständlich sind oder mit hoher Sicherheit das Gegenteil des gewünschten bewirken. Welches Männerbild die Autorin hat, kann ich abschließend nicht sagen, aber Frauen sind bei ihr auf jeden Fall naive Prinzessinnen, die sich über die Wahl ihres Parfüms definieren.

Letztlich gibt das Buch fast keine Tipps, wie man Frauen anspricht, sondern gibt eher falsche Tipps, wie man sich verhält, wenn man eine Frau erstmal angesprochen hat. Die Ratschläge lesen sich ein wenig so, wie der bereits erwähnte „Schwiegertochter gesucht“-Teilnehmer es sich vorstellt, wie er eine Frau ansprechen sollte. Okay, vielleicht funktionieren die Tipps dann auch bei den entsprechenden Frauen, das mag sein. Für einen normalen Mann, der täglich duscht, sich min. zweimal täglich die Zähne putzt, nicht in Sandalen mit weißen Socken rumläuft und zwei gerade Sätze rausbringt, ist das Buch aber geradezu kontraproduktiv. Wer gute Flirtratgeber sucht ist da m.E. mit den Büchern von Maximilian Rieder, Benjamin Linder, Maximilian Pütz oder Michel Vincent weit besser aufgehoben – und sexistischer als das Werk von Sigrid Hornstein sind die Bücher dieser Männer auch nicht, eher im Gegenteil.


Schwankender Westen: Wie sich ein Gesellschaftsmodell neu erfinden muss
Schwankender Westen: Wie sich ein Gesellschaftsmodell neu erfinden muss
Preis: EUR 16,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Ansammlung von konservativen Platituden., 18. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Udo Fabio sieht die westliche Werteordnung offenbar stark gefährdet, was aber zu großen Teilen an seiner eigenen Einschätzung dessen, was der Westen ist, liegt. Letztlich ist es eine Aneinanderreihung von konservativen Platituden. Gerade im Bereich der Volkswirtschaftslehre, wo er offenbar große Probleme sieht, tätigt er oft Aussagen, die ein Konservativer offenbar einfach weiß, ohne diese überprüfen zu müssen.

So schreibt er etwa, dass die amerikanische Notenbank selbstverständlich zu Recht für die Finanzkrise mitverantwortlich gemacht wird, da sie „mit der Ausdehnung der Geldmenge und künstlich niedrig gehaltenen Zinsen“ das Wachstum fördern wollte. Tatsächlich war das Geldmengenwachstum vor der Krise unterdurchschnittlich niedrig. Von 2002 bis 2007 lag das durchschnittliche Wachstum bei nur 5,7% p.a. verglichen mit über 9% in den 1970er Jahren bis Ende der 1980er Jahre. Weiter schreibt er, die „Globalsteuerung“ habe zu einer beispiellosen Ausweitung der Staatsverschuldung in Friedenszeiten geführt. Tatsächlich ist es doch genau umgekehrt. Ab Anfang der 1980er Jahre wurde das Konzept der Globalsteuerung aufgegeben, seitdem sind die Staatsschuldenquoten tendenziell gestiegen. In vielen Ländern – besonders ausgeprägt in Spanien und Irland, aber durchaus auch in Italien – gab es dann noch einmal von Anfang/Mitte der 1990er bis zum Ausbruch der Krise Rückgänge der Schuldenquoten. Erst im Zuge der Krise stiegen die dann an, aber gerade nicht wegen aktiver Konjunkturpolitik, sondern ganz im Gegenteil. Gerade die Krisenländer haben seit 2009 ihre Staatsausgaben gesenkt und das Ergebnis dieser Politik, die genau dem Gegenteil von dem entspricht, was Fabio unterstellt, waren dann Rezession und am Ende mehr Schulden. Diese Thematik flackert immer wiederum Buch auf und immer wieder, wiederholt de Fabio nur, was offenbar Konsens unter Konservativen ist. Nachdem er sich in den ersten Kapiteln ausgiebig mit volkswirtschaftlichen Aspekten beschäftigt, kommt er in den späteren Kapiteln über Normen und die soziale Marktwirtschaft noch einfach ausführlich darauf zurück. Teils wiederholt er da den gleichen Unsinn nochmals: „Natürlich hat es hier im Vorlauf der Weltfinanzkrise und im Blick auf das Maß der Staatsverschuldung Fehlentwicklungen gegeben, die korrigiert werden müssen.“ Die Staatsschuldenquote Spaniens ist von 66% Mitte der 1990er auf 35% im Vorfeld der Krise gesunken, die irische von 95% auf 24% und auch die italienische Schuldenquote ist um 17 Prozentpunkte gesunken. Erst durch die Krise sind die Staatsschulden dann gestiegen, aber gerade nicht als Auslöser. Weiter spricht er dann von einer „Party des Deficit spending“, obwohl die Staatsausgaben gesenkt und nicht erhöht wurden in der Krise und behauptet dann, die Politik in der Krise sei nur ein halbierter Keynes gewesen. Damit meint er wohl, dass die Staaten nur ihre Ausgaben erhöhen, aber in guten Zeiten nicht senken. Tatsächlich sind die Staatsschuldenquoten aber vor der Krise eben in guten Zeiten durchaus gesenkt worden, in der Krise aber gab es dann gerade keine keynesianische Politik, sondern das exakte Gegenteil davon.

Doch auch gesellschaftspolitisch ist seine Argumentation bisweilen absurd. Etwa wenn er Peter Singer „Anti-Westlichkeit“ vorwirft, weil dieser die klare Trennung, die Hierarchie zwischen Mensch und Tier aufheben möchte. Natürlich muss man mit Singers Thesen und vor allem den Schlussfolgerungen nicht konform gehen, das ist nicht der Punkt. Aber einer sehr logischen, stringenten Argumentation offenbar aus rein ideologischen Gründen vorzuwerfen, sie sei „Teil einer Selbstzerstörung westlicher Identität“ ist m.E. lächerlich. Das Problem Fabios ist, dass er Singer keine eigene logische Argumentation entgegnen kann, daher muss er dann mit der „natürlichen Ordnung (theologisch Schöpfungsordnung)“ kommen. Die mal recht offen mal verkappt religiöse Argumentation ist insgesamt ein weiterer roter Faden im Buch.

Und immer wieder beschwört er Familie, Traditionen, Herkommen (!) und Religion als Stützpeiler des Westens. Das ist bestenfalls eine Platitude, sind dies doch letztlich Punkte, die Menschen in anderen Kulturen ebenso anführen würden oder könnten. Ich möchte sogar behaupten, dass diese Punkte weniger konstituierend für den Westen sind als für andere Kulturen.

Kurz gesagt, Fabio hat m.E. ein falsches Bild und falsche Erwartungen an den Westen und versucht dieses falsche Weltbild auch noch basierend mit teils objektiv falschen Aussagen zu fundieren. Das kann am Ende nur schiefgehen. Dennoch drei Punkte, weil das Buch einen schönen und durchaus gut geschriebenen Einblick in das Leben eines besorgten Bildungsbürgers gibt.


Die verfälschte Antike: Dr. Illig & Angriff des Islam auf Rom bereits 337 n.Chr.
Die verfälschte Antike: Dr. Illig & Angriff des Islam auf Rom bereits 337 n.Chr.
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirr und unfundiert, 4. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin mit der Geschichte der Spätantike und des Mittelalters durchaus vertraut und kenne auch die Phantomzeittheorie, dem Werk von Hattemer konnte ich aber nut mit viel Mühe folgen. Sollte er Herrn Illig allen Ernstes damit unterstützen wollen, ist dies ein Bärendienst. Herr Illig scheint das aber erkannt zu haben, beklagt sich der Autor doch, dass Herr Illig an den "Erkenntnissen" wohl eher wenig interessier war. Hattemer springt im Grunde ohne Argumentation von Thema zu Thema, reisst das meist aber allenfalls grob an. Es wird sehr wenig argumentiert und begründet, Probleme werden ignoriert. Durch diese Sprunghaftigkeit ist das Buch dann auch sehr mühsam zu lesen, selbst mit viel gutem Willen, musste ich oft überlegen, von welchem Gedanken zu welchem neuen Gedankend er Autor nun gesprungen ist und wo die Zusamenhänge liegen könnten. Letztlich war das Buch herausgeworfenes Geld.


Das Mittelmeer: Eine Biographie
Das Mittelmeer: Eine Biographie
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klassisches Geschichtswerk, 28. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu Beginn schreibt David Abulafia, er möchte mit dem Buch eine Geschichte der Menschen, die das Mittelmeer befuhren und an seinen Küsten in Hafenstädten oder auf den Inseln lebten, schreiben. „Farbig lässt er die Geschichte der großen Hafenstädte – Alexandria, Saloniki, Triest – wiederauferstehen, berichtet von deren Einwohnern, dem Warenaustausch und den Handelswegen, die das große Meer durchzogen.“, so wird geworben. Stattdessen ist es dann aber doch nur eine Aufreihung von Kriegen und Schlachten, wie man sie schon oft gelesen hat. Im Grunde eine Geschichtsdarstellung, wie sie längst aus der Mode gekommen ist. Ausführlich werden die berühmte Schlacht bei Salamis, die punischen Kriege, die Kreuzzüge usw. dargestellt und gerade nicht die Geschichte der Menschen dahinter. Das wäre soweit noch in Ordnung, wenn das jeweils in den „mediterranen“ Zusammenhang gesetzt worden wäre. Ich dachte, darum geht es auch in dem Werk, das Mittelmeer als Einheit zu begreifen oder als Platz, auf dem sich Kulturen treffen. Die jeweiligen Geschichtsereignisse werden aber letztlich losgelöst erzählt. Ich konnte zudem leider auch keinen „farbigen“ Schreibstil feststellen, der die Epochen vor dem geistigen Auge auferstehen lässt. Dennoch drei Sterne, weil das Buch im Grunde nicht schlecht ist. Es hat meine Erwartungen, die vom Verlag und vom Autor geweckt wurden, nicht erfüllt hat. Es ist am Ende ein ganz klassisches Geschichtswerk, als solches detailliert, umfassend, detailgetreu.


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