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Rezensionen verfasst von
"jeremiasmameghani"

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Brahms
Brahms
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 11,39

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gereifter Meister am Klavier, 4. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Brahms (Audio CD)
Lange Zeit galt Evgeny Kissin als Wunderkind, mit Spannung wurde seine weitere Entwicklung zu einem großen Musiker beobachtet. Mit dieser CD beginnt ein neuer Abschnitt im Leben des wohl besten Pianisten seiner Generation. Er muß sich nunmehr mit allen großen Brahms-Interpreten vergleichen lassen: Kempff, Backhaus, Oppitz, Katchen, Sokolov und wie sie alle heißen mögen. Mit der CD "Stars of Salzburg" hatte RCA bereits einen kleinen Vorgeschmack gegeben und die Erwartungen werden vollends erfüllt!
Den größten Teil der 56 Minuten langen CD umfaßt die kolossale 3. Sonate op.5. Kissin spielt zupackend, fulminant, dann wiederum derart intim, als würde er nur für sich selber musizieren. Mit besonderer Spannung habe ich den Schlußsatz gehört: Hier gelingt es Kissin wie wohl noch keinem Pianistem vor ihm eine unglaublich gute Mischung des Tempos zu finden. Zudem hat man bei ihm an keiner Stelle das Gefühl, daß der doch spräde Satz auseinanderzubrechen droht wie dies leider in der Vergangeneheit zu oft bei diversen Pianisten geschehen ist.
Mehr als nur eine Zugabe stellen das Intermezzo op.76 Nr.7 und das Capriccio Nr.s aus demselben Zyklus dar. Hier funkelt und blitzt es ann allen Enden. Zu guter letzt brilliert Kissin mit einer Auswahl der ungarischen Tänze von Johannes Brahms (Nr.1-3,6,7). Kissin hat diese in den vergangenen Jahren immer wieder als Zugaben in seinen Konzerten gespielt. Daher war dem Publikum bereits ein kleiner Einblick in das Feuerwerk der Klavierkunst gegönnt. Selbst Julius Katchen hätte hieran seine wahre Freude gehabt!


Klavierkonzerte Nr. 1 Op. 25/Op. 23
Klavierkonzerte Nr. 1 Op. 25/Op. 23
Preis: EUR 7,99

64 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unreif und überflüssig, 15. Juli 2003
Hier gilt es einmal mehr die Öffentlichkeit zu warnen: In letzter Zeit wird den jungen Pianisten aus dem fernen Osten immer mehr Beachtung geschenkt. Während Yundi Li nach seiner verhaltenen Debüt-CD mit Chopin spätestens mit seinem Liszt-Rezital in die erste Garde der jungen Pianisten aufgestiegen ist, hat sein etwa gleichaltriger Kollege Lang Lang noch sehr viel zu lernen. Nach seinen beiden bei TELARC erschienenen CDs ist dies nun die erste Produktion im Rahmen seines 5-Jahresevertrag mit der Deutschen Grammophon. Dabei wählte er eine doch sehr ungewöhnliche wie auch hochriskante Kombination: Das große und bis zum Erbrechen gespielte 1. Klavierkonzert b-moll von Tschaikowsky sowie das 1. Konzert g-moll op.25 von Felix Mendelssohn, welches leider immer noch zu selten aufgeführt und aufgenommen wird.
Lang Lang's Karriere begann einst mit dem dem 1.Konzert von Tschaikowsky, als er über Nacht berühmt wurde, nachdem er anläßlich des 100. Geburtstages des Philadelphia Orchestra für Andre Watts einsprang. Leider hat Lang lang mit diesem Konzert nichts anderes zu tun als seine Kraft und seine - zugegeben doch beeindruckende - Virtuosität zu demonstrieren. Hinzu kommt, daß das Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim eher lustlos agiert. Da werden die einzelnen Solostimmen des Orchesters nicht sehr beachtet, teilweise gehen sie auch ganz unter, das Orchester schleppt sich von Takt zu Takt, die Rubati sind manchmal mehr als nur unverständlich. Zudem lassen sowohl Solist als auch Orcheter über weite Strecken eine gewisse Spielfreude vermissen. Wer einmal Pianisten wie Gilels, Horowitz, Argerich oder Pogorelich mit diesem Konzert hat hören dürfen, der wird auf diese Aufnahme mehr als nur verzichten können.
Das zweite auf dieser CD enthaltene Konzert ist das 1. von Felix Mendelssohn. Dieses wird eher selten aufgeführt und auch Aufnahmen gibt es lange nicht so viele wie vom Tschaikowsky-Konzert. Doch auch hier muß sich Lang Lang mit Pianisten wie Stephen Hough, Jean-Ives Thibaudet, Andras Schiff oder Murray Perahia messen lassen. Und auch hier ist das Ergebnis eher enttäuschend. Der Pianist geht dieses Konzert mit einer unerklärlichen Schwere an und an den Stellen, wo er trotz Virtuosität den Flügel zum Singen bringen müsste, geht er unerklärliche Wege. Bestes Beispiel: Die Arpeggien im 1. Satz nach etwa 2 Minuten, die er gänzlich ohne Pedal spielt und fast wie Staccato anschlägt! Dies nimmt sämtliche Eleganz aus dem Werk und es droht fast auseinanderzubrechen. Einzig zu Beginn des 2. Satzes ein paar schöne Momente des auch hier lustlos wirkenden Orchesters.


Partiten 1/3/Sonate 2
Partiten 1/3/Sonate 2
Wird angeboten von FigurenSpieleZubehoer | Preis inkl.MwSt |
Preis: EUR 16,04

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unreif, 11. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Partiten 1/3/Sonate 2 (Audio CD)
Und wieder einmal ein junger Teufelsgeiger aus Rußland, der in den nächsten Jahren noch sehr stark auf sich aufmerksam machen wird. Leider lässt diese CD die Vermutung zu, dass die Vermarktung dieses Geigers dieselbe Irreführung und Verdummung erreichen soll und wird, wie es bei Anne-Sophie Mutter seit Jahren der Fall ist.
Gringolts, der hier seine zweite CD nach den Konzerten von Tschaikowsky und Schostakowitsch I bei der Deutschen Grmmophon vorlegt, wagt sich hier in ein Gebiet, welches er lieber auf dem schnellsten Wege verlassen sollte. Die 6 Sonaten von Partiten sind nach eigenen Angaben die schwersten Werke für die Violine überhaupt. Dass er über eine vollendete Technik verfügt steht für mich außer Frage. Doch was ihm fehlt ist ein Gespür für die Tiefe dieser Musik sowie die nötige Reife. Gringolts wird nicht darum herumkommen, sich mit den großen Altmeistern vergleichen zu lassen, die die Richtlinien für sämtliche Generationen vorgegeben haben, z.B. Szering, Milstein, Heifetz oder Perlman. Der erste Eindruck, den Gringolts hinterlässt, ist natürlich beeindruckend: Makellos und eine unglaubliche Nähe durch die brilliante Aufnahmetechnik versetzen den Hörer in Staunen. Doch zeigt sich die Unreife des Geigers bereits im 1. Satz der 1.Partita in h-moll, die doch sehr unausgewogen ist. Auch das Finale der 2. Sonate in a-moll verkommt zu einer Art Etüde, das berühmte Präludium aus der 3. Partita spielt er wie eine Caprice von Paganini.
Daher mein Rat: Finger weg von diesem Geiger bis er einen tiefgreifenden Reifeprozess durchlebt hat. In Puncto Bach sind ddie Altmeister immer noch unschlagbar!


Goldberg-Variationen
Goldberg-Variationen
Wird angeboten von ZOXS
Preis: EUR 29,73

10 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Beweis, 30. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Goldberg-Variationen (Audio CD)
Diese CD ist der beste Beweis dafür, inwieweit tausende Hörer in den letzten Jahrzehnten geblendet wurden durch einen Glenn Gould, der als "der" BAch-Spezialist propagiert wurde. Wie unausgewogen und unzulänglich dessen Interpretation der Goldberg-Variationen waren, demonstriert eine zum Aufnahmezeitpunkt 28-jährige Pianistin aus Hildesheim. Ragna Schirmer's Deutung ist zwar auch sehr analytisch und durchdacht, jedoch merkt der Zuhörer auch sehr schnell, daß hier ein wahres Naturtalent am Werke ist. Das Thema geht sie sehr langsam an, jedoch nie ohne den Faden zu verlieren. Den einzelnen Variationen gibt sie eine jeweils einzigartige Klangfarbe, die übergänge sind makellos.
Ich kann diese CD wirklich jedem empfehlen, ob Gould-Anhänger oder Kritiker, da diese Aufnahme mit Sicherheit die musikalischere und reifere ist. Und würde Gould noch Leben und konzertieren können: Mit diesem Werk auf dem Programm würde er sich nur lächerlich machen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2010 4:05 PM MEST


Hector Berlioz: Te Deum (op. 22)
Hector Berlioz: Te Deum (op. 22)
Preis: EUR 7,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BOMBASTISCH, 12. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Hector Berlioz: Te Deum (op. 22) (Audio CD)
Das "Te Deum" von Berlioz ist lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis es anläßlich der Eröffnung der olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney vor großem Publikum aufgeführt wurde. Die vorliegende Einspielung entstand 1982 als Live-Mitschnitt aus der st Albans Cathedral und zeigt Berlioz' Werk von einer grandiosen Seite. Beginnt Abbado doch in gemächlicherem Tempo als beispielsweise ein Barenboim, so wird dies zu einem fast zögerlichem Anfang genutzt, jedoch steigern sich Musiker und der aus 9 (!) Chören zusam,mengesetzte Chor unter der Leitung von Richartd Hickox in einen Zustand, der sich schwer beschreiben lässt. Es ist eine grandiose Interpretation, die wohl noch über Jahrzehnte maßgeblich sein wird, dazu kommt ein Francisco Araiza in absoluter Höchstform sowie eine famose Aufnahmetechnik!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2014 10:13 AM MEST


Tango Song and Dance
Tango Song and Dance
Preis: EUR 8,99

10 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sie kann es einfach nicht!, 8. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Tango Song and Dance (Audio CD)
Und mal wieder eine neue CD mit der "Stargeigerin" (????) Anne-Sophie Mutter, mal wieder unzählige Kunden, die auf die Werbekampagne hereinfallen werden. Diesmal versucht sie es z.T. mit einem herkömmlichen, z.T. innovativen Programm und scheitert auf ganzer Linie. Das erste Werk der CD, welches von ihrem Mann André Previn stammt, ist nicht mehr als eine lieblose Aneinanderreihung irgendwelcher willkürlich gewählten Töne mit dem Versuch, die Tonabfolge etwas zu ver-jazzen, damit das Stück nicht endlos öde wirkt.
Darauffolgend spielt sie, diesmal von Lambert Orkis begleitet, die Ungarischen Tänze 1,6 und 7 von Brahms. Mit dem Versuch diesen Miniaturen, die so oft meisterhaft interpretiert und stürmisch gespielt wurde, etwas Neues aufzudrücken, probiert sie es à la Lakatos und imitiert Zigeunergeiger. Nur fehlt ihr leider die Begabung hierzu. Sie versucht sich noch zu retten, indem sie dann auch mal wieder das Tempo zurücknimmt, wobei sie sowohl in den langsamen als auch in den schnellen Passagen mehr kratzt als geigt. Dies zeugt von einer mangelhaften Beherrschung der Geige und einer unsauberen Technik.
Darauffolgend - wieder von Previn begleitet - 5 Bearbeitungen von Gershwin-Songs. Auch diese sind interpretatorisch unglaublich schwach, können absolut nicht an den Charme und den Reiz der Originale anknüpfen. Auch den 3 Kompositionen von Kreisler fehlt der Wiener Charme, fehlt das Warme in der Musik, was andere - u.a. Isaac Stern - so glanzvoll bereits demonstriert haben.
Die abschließende Fauré-Sonate gerät zum Fiasko, da stimmt hinten und vorne absolut nichts. Orkis macht eine sehr schlechte Figur, Anne-Sophie Mutter scheint die Gemeinsamkeit des Musizierens absolut nicht zu interessieren.
Es werden sicherlich wieder viele diese CD erwerben, aber alle, die derartigen Veröffentlichungen kritisch gegenüberstehen: FINGER WEG!!!!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 25, 2012 4:51 AM CET


Sonate für 2 Klaviere/+
Sonate für 2 Klaviere/+
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 168,36

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein, jetzt schon legendär, 8. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Sonate für 2 Klaviere/+ (Audio CD)
Martha Argerich veranstaltet seit geraumer Zeit ein festival in Lugano, wo sie mit Freunden/-innen ganze Konzertmarathons durchführt. Der vorliegende Konzertmitschnitt läßt erahnen, welch grandiose Leistungen hier geboten werden.
Der erste Teil der CD ist der Sonate für 2 Klavier op.34b von J. Brahms gewidmet. Argerich, die bereits für TELDEC mit Rabinovich dieses Werk eingespielt hat, hat als Partnerin diesmal die russische Pianistin Lilya Zilberstein zur Seite. Gewiss, sie sind nicht derart perfekt aufeinander abgestimmt wie die Labeques, die Paratores, oder Manz/Plagge, dafür stimmt die Chemie zwischen den beiden wie es wohl selten bei Künstlern dieses Formates der Fall ist. Stürmisch der Beginn, im 2. Satz kann man förmlich spüren, wie das Publikum den Atem anhält, der 3. Satz ist mehr als nur ein Intermezzo zum Finale, welches ich derart furios weder an 2 Klavieren noch im Original für Klavier und Streichquintett gehört habe.
Der 2. Teil der CD ist dem 1. Klaviertrio von Felix Mendelssohn gewidmet, welches er als Jugendlicher schrieb. Hier stehen mit Renaud und Gautier Capucon Marthe zwei der hoffnungsvollsten Talente überhaupt zur Seite. Und man merkt, wie sehr Martha aufblüht. Da glaubt man kaum, daß sie vor kurzem bereits ihr 60. Lebensjahr vollendet hat. Das Stüch sprüht gerade von jugendlicher Frische, wirkt jedoch nie jugendlich naiv, alle drei können ihr wahres Können am jeweiligen Instrument zur Geltung zeigen, jedoch immer ganz im Dienste der Musik.
Auch wenn die meisten die beiden Werke bereits im Regal stehen haben dürften: Diese Aufnahme gehört ZWINGEND für alle Liebhaber klassischer Musik dazu!


Klaviermusik
Klaviermusik
Preis: EUR 9,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heiße Rhythmen und Poesie, 6. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Klaviermusik (Audio CD)
Die aus Manila stammende Pianistin Cecile Licad hat in Deutschland bisher v.a. als Interpretin des Repertoires von Ravel, Chopin und Rachmaninov auf sich aufmerksam gemacht. Zudem trat sie immer wieder mit iherm Ehemann Antonio Meneses, dem Cellisten des Beax Arts Trios, auf.
Die hier vorliegende CD ist ihre erste Aufnahme, die seit Jahren in Deutschland neu veröffentlicht wurde und die erste Zusammenarbeit mit Naxos. Ein wahrer Glücksgriff für das in Hongkong ansässige Label, denn die Pianistin verfügt neben einer Technik, die sehr stark an Martha Argerich erinnern läßt auch über ein Gespür für den nicht immer leicht zu haltenden Rhythmus für die Musik des amerikanischen Komponisten Louis Moreau Gottschalk.
Bereits im ersten auf dieser CD enthaltenen Stück, der grotesken Fantasie "Das Banjo" läßt Licad keinen Zweifel an ihrer Extraklasse aufkommen. Beherzt packt sie zu, im Diskant schafft sie es trotz der immensen Anforderungen auch Melodien zu zeigen, die mir persönlich bisher noch nicht aufgefallen sind. Allerdings hätte sie doch das ein oder andermal etwas sparsamer mit dem Pedal umgehen können. Verglichen mit der Version von Katsaris aus den 70-er und 80-er-Jahren würde ich ihr aber sogar den Vorzu geben.
Ein weiteres Highlight diese CD stellt das "Tournament Galop" dar, welches sehr gut mit dem "Grand galop chromatique" von Liszt verglichen werden kann sowie die Paraphrase "The Union", wobei sie auch hier nicht den Vergleich mit Ikonen wie beispielsweise Eugene List scheuen muß. Im Gegensatz zu diesem geht sie beispielsweise "Le Bananier, Chanson nègre" sogar eher zurückhalten an, auch hier wieder sehr auf Brillianz und Melodieführung achtend. Schließlich sollte auch noch die Méditation "The dying poet" hervorgehoben werden, eines der weniger virtuosen Stücke der CD, welches aber mit schönen Melodien den Hörer begeistern wird.
Insgesamt eine CD, dessen Inhalt zwar auch weiterhin (berechtigt?) wohl keine Rolle auf den Konzertpodien spielen wird, jedoch für Sammler und Genießer mehr als nur eine Bereicherung darstellen wird, zumal auch der Preis sehr entgegenkommend ist. Hoffentlich wird NAXOS auch weiterhin mit der Pianistin zusammenarbeiten!


Busoni-Transkriptionen
Busoni-Transkriptionen
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 32,86

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monumentaler Bach, neue Maßstäbe, 9. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Busoni-Transkriptionen (Audio CD)
Um es vorab zu sagen: Wer der Meinung ist, Bach_transkiptionen hätten in unserem Musikleben nichts zu suchen, da die Originale nicht erreicht werden können, der sollte die Finger von dieser Aufnahme lassen. Kun-Woo Paik, bisher v.a. als Spezialist für Rachmaninoff, Prokofiev und Liszt in Erscheinung getreten, setzt mit dieser Einspielung neue Maßstäbe. Bereits am Anfang des Werkes "Toccata, Adagio & Fuge", erst kürzlich von keinem geringeren als Kissin mit höchstem Lob eingespielt, zeigt er seine Entschlossenheit, die Möglichkeiten seines Konzertflügels voll ausnutzen zu wollen, wie Busoni dies wohl auch beabsichtigt haben dürfte. Da ist es fast eine logische Konsequenz, daß er die Grenzen erreicht. Noch eine Spur schneller, und er müßte sich den Vorwurf gefallen lassen, dieses Meisterwerk zu einer Zirkusnummer degradiert zu haben. Doch spätestens in dem wundervollen Adagio zeigt Paik, worauf es ihm wirklich ankommt, nämlich die Kontraste zw. den einzelnen Sätzen zu zeigen. Dies steigert er in der abschließenden Fuge derart, daß man das Gefühl hat, diese Transkription habe Busoni nur für ihn geschrieben.
Daß Paik auch ein Meister der leisen Töne ist, beweist er in den nachfolgenden Stücken, insbesondere den Choral-Vorspielen. Paik nimmt sich unglaublich viel Zeit, um die wunderbaren Melodien auszukosten und tritt dadurch den Gegenbeweis an, daß es nicht unbedingt die Originale sein müssen, die dem Zuhörer die tiefsten Emotionen zu entlocken vermögen.
In der abschließenden Chaconne beginnt Paik sehr behutsam, ja fast etwas zu vorsichtig, steigert sich aber bis zum Finale derart, daß man sich als Hörer wünscht, dieses Rezital möge niemals enden.
Insgesamt die wohl beste Bach-Busoni-Einspielung mind. der letzten 10 Jahre!


Paganini Studies & Schubert March Transcriptions
Paganini Studies & Schubert March Transcriptions
Preis: EUR 21,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etüden als musikalische Kunstwerke, 24. November 2002
Wer an die horrend schwierigen "Paganini-Etüden" von Liszt denkt, dem kommt zuerst in den Sinn, daß es sich hierbei um Stücke handelt, mit denen der Pianist glänzen kann, bei denen er seine Technik zur Schau stellen kann, virtuoses Zeug als Zugabe nach einem großen Klavierabend. Was jedoch Hamelin aus diese sechs Etüden macht, paßt ganz und gar nicht in dieses Bild, ist aber ebenso spannend und fesselnd:
Hamelin läßt zwar auch seinen fingern freien Lauf, beweist einmal mehr, daß er derzeit wohl die beste Technik aller großen Pianisten hat. Diese Stücke aber auszuschlachten wie beispielsweise ein André Watts hat er nicht nötig. Die schwierige 4. Etüde, die auf der 1. Caprice von Paganini beruht und eine sehr schwierige Arpeggien-technik verlangt, meistert er mit einer Leichtigkeit, wie sie vielleicht vorher noch nie zu hören war, da er es auch noch schaftt, die musikalische Linie, die Struktur des Stückes erkennen zu lassen. Die letzte Etüde, bei der auch Hamelin beherzt zupackt, basiert auf der berühmten 24. Caprice, über die auch Komponisten wie Brahms, Rachmaninoff oder Lutoslawski ihre Variationen geschrieben haben. dabei hat Liszt versucht, den Violinpart möglichst Originalgetreu zu übernehmen. Hamelin versucht sich an diese Vorgabe zu halten. Da muß man sich auch an die teilweise sehr raschen Tempi gewöhnen, die man zwar von der Originalfassung her kennt, die die Pianisten aber auch teilweise sehr gerne versuchen zu umgehen und dabei die langsamen Variationen zur kurzen Erholung nutzen. Die berühmteste Etüde ist jedoch die dritte, "La campanella" => das Glöckchen. Diese Etüde basiert als einzige nicht auf den capriccen des Hexenmeisters, sondern auf dem Rondosatz des 2. Violinkonzertes. Hamelin gelingen die ungalublich schweren Sprünge in der rechten Hand spielerisch (liegt wahrscheinlich auch daran daß seine eigene fassung dieser Etüde noch schwieriger ist, s. CD "Kaleidoskop"), die Triller sind makellos, die Oktaven sind teilweise unglaublich schnell und schwer zu spielen, was jedoch überhaupt nicht auffällt. Gewiß, diese Interpretation ist nicht derart zupackend wie die eines Evgenij Kissin, jedoch schafft Hamelin es wie kein anderer, diesen Klang der Glöckchen auf das Klavier zu übertragen => Ein famoses Klangbild!
Der zweite Teil der CD ist ein Leckerbissen für alle Liebhaber der "unbekannten" Klaviermusik, für die Hamelin sich immer wieder einsetzt. Die vorliegenden Märsche von Schubert, deren Werke Liszt mit Vorliebe bearbeitete, sind auf den großen Bühnen der Welt praktisch nicht zugegen und auch auf Tonträgern sind sie kaum erhältlich, siehe man von den Aufnahmen eines Leslie Howard ab. Die Märsche sind ebenfalls möglichst originalgetreu übernommen worden, obwohl auch Liszt diese wieder mit einigen technischen "Schweinereien" versehen hat. Daß Hamelin auch diese zu meistern gelingt, scheint nicht weiter erwähnenswert. dabei schafft er es aber auch, das Originalmaterial von Schubert wunderbar umzusetzen.
Insgesamt eine der besten Klavieraufnahmen der letzten Jahre, letztlich auch aufgrund er fantastischen Klangqualität!


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