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Rezensionen verfasst von
A. T.

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Blicke nicht zurück
Blicke nicht zurück
von Shannon K. Butcher
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener erster Auftritt der Delta-Force-Einheit!, 8. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Blicke nicht zurück (Taschenbuch)
Dr. Noelle Blanche ist nicht nur Kryptologin mit Leib und Seele, sondern auf dem Gebiet der Informationssicherheit weltweit eine der Besten. Zudem ist sie als einzige überlebende Wissenschaftlerin in der Lage, einen wichtigen Geheimcode zu entschlüsseln, der den Lagerort einiger gestohlener Atomsprengköpfe beinhaltet.
Diese Tatsache wird ihr fast zum Verhängnis, denn eine Terrororganisation versucht mit allen Mitteln ihrer habhaft zu werden und in den Besitz dieser Geheimschrift zu kommen.
Die Regierung wiederum setzt alles daran, dies zu verhindern und schickt David Wolfe, einer ihrer besten Agenten, um sie zu schützen und der nimmt diese Aufgabe mehr als dankbar an, hat er doch noch eine alte Rechnung mit den Terroristen zu begleichen...

Mit "Blicke nicht zurück" präsentiert uns Shannon Butcher hier den wirklich verheißungsvollen Auftakt ihrer Delta- Force- Trilogie, in der drei überaus männliche und bemerkenswerte Militäragenten im Mittelpunkt stehen, die nicht nur ihren gefährlichen Job gemeinsam haben, sondern auch durch ein enges Freundschaftsband verbunden sind.
Den Anfang macht hier David Wolfe, eigentlich ein ehemaliges Mitglied der Delta-Force-Einheit, und an seiner Seite eine junge Frau, die sich mit Leib und Seele ihrem Beruf verschrieben hat und sich Kompromissen gegenüber zunächst mal recht sperrig gibt.
Da stellt uns die Autorin gleich zu Beginn mal ein Heldenpaar vor, dass durch absolute Gegensätzlichkeit besticht und ja, diese so ausgeprägte Unterschiedlichkeit der beiden Charaktere übt einen durchaus großen Reiz auf den Leser aus.
Da gibt doch David absolut überzeugend den "Tortured Hero" und Shannon Butcher hat da wirklich ausdrucksvoll und nachvollziehbar seine ambivalenten und zwiespältigen Gefühle aufs Papier gebracht, dass man da als Leserin gerne mal die Schulter als Trost anbieten möchte.
Und der guten Noelle scheint es da ja nicht anders zu gehen, denn die Funken zwischen beiden sprühen da doch schon recht zeitig, trotz der krassen Gegensätze.
Da marschiert eine Pazifistin vom Scheitel bis zur Sohle in das Leben dieses so unerbittlichen und erbarmungslosen Berufssoldaten und die Autorin spielt hier wirklich sehr geschickt mit der so konträren Weltanschauung der beiden und sorgt alleine schon damit für reichlich Konfliktpotenzial bei unserem Duo.
Überhaupt zeigt sich diese Konstellation prinzipientreue Intelligenzbestie mit Brille und ungeschliffener muskelbepackter Soldat mit Ecken und Kanten als richtiger Aufhänger der Story und überzeugt auf ganzer Linie.
Für mich auch absolut ein Pluspunkt: Der Schreibstil von Shannon Butcher, der mich persönlich so ein bisschen in Erinnerung schwelgen lässt und mir dabei frühere Werke von Linda Howard in den Sinn kommen. Hier haben wir es ebenfalls mit so einigen kernigen und unverblümten Aussagen zu tun, denen sich Linda Howard auch gerne mal bedient hat.
Für mich selbst ein durchaus nettes Déjà-vu Erlebnis.

Der Fokus liegt hier sicherlich auch nicht unbedingt auf dem Crime-Plot, sondern eher auf der Love Story, die dafür aber mit wirklich intensiven und heißen Liebesszenen punkten kann und damit voll überzeugt.
Nichtsdestotrotz gibt es auch hier spannende und packende Momente, die sich zum Finale hin steigern, sodass für den ein oder anderen Romantic Suspense Fan durchaus ein gefälliges und ansprechendes Gesamtpaket herausspringt und dabei abwechslungsreich unterhalten wird.
Wo wir schon mal über das Genre sprechen: Was wir hier definitiv nicht haben, ist ein Thriller, wie es uns der Verlag auf dem Cover so schön vorgibt, dafür gibt"s hier eindeutig zu viel an leidenschaftlichem Herzschmerz und hitzigem Tête-à-tête.
Da hätte eine andere Genre-Bezeichnung der Lektüre sicherlich ganz gut getan, um die Enttäuschung für den ausgemachten Krimi-Fan in Grenzen zu halten.

Last but not least vielleicht noch zu erwähnen, dass hier schon künftige Hauptprotagonisten zum Einsatz kommen und mit Caleb Stone das nächste Delta-Force-Mitglied bereit für seinen nächsten Auftrag scheint, denn besagte Terrorgruppe gibt keine Ruhe und die nächste schöne Maid muss gerettet werden...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2014 11:31 AM CET


Versprechen eines Sommers
Versprechen eines Sommers
von Susan Wiggs
  Broschiert

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Familie Bellamy stellt sich vor!, 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Versprechen eines Sommers (Broschiert)
Olivia Bellamy ist mehr als nur ein bisschen frustriert nach drei gescheiterten Beziehungen. Da dient doch die Aufhübschung von Camp Kioga zum fünfzigsten Hochzeitstag ihrer Großeltern als nette Abwechslung. Hier kann sie nicht nur ihr berufliches Können voll einbringen, sondern auch mit einigen bittersüßen Erinnerungen aus der Vergangenheit abschließen.
Pech für Olivia: Der einzig verfügbare Bauunternehmer ist ausgerechnet Connor Davis, ihre einstige Jugendliebe aus dem Sommercamp, und zudem der Verantwortliche für eben diese bittersüßen Erinnerungen.
Also heißt es: Zähne zusammenbeißen und mit Connor Seite an Seite arbeiten, um dem verfallenen Sommersitz zu neuem Glanz zu verhelfen...

Mit "Versprechen eines Sommers" erleben wir hier den durchaus gelungenen Auftakt der Lakeshore Chronicles, einer Serie rund um den vermögenden Bellamy-Clan, der klassische und althergebrachte Familien-Tradition hegt und pflegt und und diese doch altmodische Angewohnheit bis in die Gegenwart bewahrt hat.
Und gleich zu Beginn geben mal eben wirklich interessante Familienmitglieder ihre Visitenkarte ab, sodass wir schnurstracks im kunterbuntes Treiben von Camp Kioga eintauchen, denn ob Großmutter, Vater, Onkel oder Cousinen: diese Sippe sorgt doch für einiges an Aufregung und der Familienfriede wackelt da doch in der ein oder anderen Situation bedenklich.

Den Anfang bestreiten hier Oliva Bellamy und Connor Davis, eigentlich alte Bekannte aus Teenager-Zeiten und zur damaligen Zeit nicht als beste Freunde auseinander gegangen.
Da hat Susan Wiggs den beiden eine gemeinsame Vergangenheit auf den Leib geschrieben, die hier auch Dreh- und Angelpunkt der Story ist und wir Leser wirklich ausgiebig dran teilhaben dürfen.
Wir werden Zeuge, wie unser Heldenpaar gemeinsam ihre doch komplizierte Historie aufarbeitet und dabei spielt der familiäre und soziale Hintergrund der beiden eine doch entscheidende Rolle.
Krasser könnte da der Unterschied kaum sein: Zum einen die reiche Olivia, deren mehr als wohlhabende Familie nicht nur Camp Kioga ihr Eigen nennt, sondern Besitztümer aller Art zum Alltag gehören.
Auf der anderen Seite haben wir den gesellschaftlich weit unter ihr stehenden Connor, der zudem noch aus einer absolut dysfunktionalen Familie stammt und von der Wohltätigkeit und den sozialen Hilfsprojekten der Bellamys damals profitiert hat.

Wir springen hier übrigens in drei verschiedene Zeitzonen mit Gegenwart, Teenager-Zeit von Olivia und Connor und last but not least Philip Bellamys "Blütezeit" als Jungspund.
Mit diesem Subplot rund um Philips "Werdegang" werden wir Leser auch gleich mal mit der Love Story von Olivias Vater bekannt gemacht, die doch schon einiges an Brisanz birgt und das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht scheint.

Gekonnt spielt die Autorin hier übrigens auch wieder einer ihrer Stärken aus mit der so unglaublich farbigen und lebendigen Beschreibung von Umgebung und Landschaft. Da trifft sie meist ziemlich genau den Lese-Nerv und umschreibt das Setting hier auch wieder mit so viel Liebe zum Detail, dass es einem wahrlich nicht schwerfällt, sich dieses paradiesische Feriendomizil visuell vorzustellen oder noch besser: gleich mal seinen nächsten Urlaub rund um diese Location zu verbringen.
Da erinnert sie mich mit ihrer Schreibe so ein bisschen auch an Robyn Carr, die mit ihrer Virgin River Reihe auch so ein Wohlfühl-Szenario geschaffen hat und man sich an Ort und Stelle als Leser so richtig heimisch fühlt.

Alles in allem präsentiert uns Susan Wiggs hier den wirklich vielversprechenden Beginn einer Familien-Saga, bei der es sicherlich noch ein bisschen Luft nach oben gibt, aber durchaus noch bemerkenswerte Persönlichkeiten am Start stehen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und wir hier schon flüchtig einen Blick darauf erhaschen können, was da an Problemen so schwer auf den Schultern der Akteuren lastet.

Auch die Hauptprotagonistin des zweites Bandes, Jenny Majesky, hat hier schon den ein oder anderen Gastauftritt und wird im Dezember 2011 in "Das Geheimnis meiner Mutter" die Fortsetzung bestreiten. Da darf man gespannt sein, wie ihre doch heikle Verbindung zu den Bellamys sich entwickelt und vor allem ihr Liebesleben durch den örtlichen Polizei-Chef und ausgemachten Frauenhelden Roarke McKnight kräftig durcheinander gewirbelt wird.

Für mich persönlich übrigens ein echter Grund zum Jubeln, dass hier die Fortsetzungen in so herrlich kurzen Abständen aufeinander folgen, sodass man seine Neugier auf das Folgeband nicht allzu lange zügeln muss und das Geschehen vom Vorgänger noch relativ frisch in Erinnerung ist und so die Storys fast schon nahtlos und zügig ineinander übergehen.


Watch Me - Blutige Spur (New York Times Bestseller Autoren: Thriller/Krimi)
Watch Me - Blutige Spur (New York Times Bestseller Autoren: Thriller/Krimi)
von Brenda Novak
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Mädels von "The Last Stand" sind wieder da!, 25. Oktober 2011
Sheridan Kohl kehrt nach zwölfjähriger Abwesenheit in ihre Heimatstadt Whiterock zurück, um endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können. Als Teenager bei einem Rendezvous mit Jason Wyatt lebensgefährlich verletzt, hofft sie nun den damaligen gewaltsamen Tod Jasons aufzuklären und den Täter dingfest machen zu können.
Doch Whiterock entpuppt sich als gefährliches Pflaster für Sheridan, denn kaum angekommen, wird sie erneut Opfer eines Mordanschlages und als ihr Retter in Not erweist sich ausgerechnet Cain Granger, Sheridans erst große Liebe und Stiefbruder des ermordeten Jason...

Mit "Watch me - Blutige Spur" gehen wir mit den Mädels von "The Last Stand" mittlerweile in Rund drei und nach Skye Kellerman und Jasmine Stratford gibt's hier ein näheres Kennenlernen mit Sheridan Kohl, sodass wir nun die weibliche Führungs-Riege der Hilfs-Organisation komplett haben.

Brenda Novak präsentiert uns hier einen Romantic Suspense, bei dem der Fokus, wie schon bei den Teilen eins und zwei, doch eher auf dem Crime-Plot liegt, die Love Story zwar ein großer Bestandteil der Erzählung darstellt, aber nicht unbedingt Intensität und Leidenschaft versprüht.
Da finden unsere beiden Turteltauben zwar reichlich Platz und Raum um sich näher zu kommen, aber dem Ganzen fehlt doch so ein bisschen der intensive Prickel-Faktor.
Also will heißen: keine allzu heißen Liebesszenen, sondern die Autorin setzt hier auf solide und gediegene Auftritte, die den eingefleischten Romantic Suspense- Fan jetzt nicht unbedingt vom Hocker hauen.
Andererseits wird der Kuschel-Faktor für den überzeugten Krimi-Fan auch wieder deutlich zu hoch sein, sodass aus dieser Ecke ebenso einige enttäuschte Leser hervorgehen dürften, zumal der Verlag diesen Schmöker auch noch als Thriller deklariert hat.

Die Autorin stellt uns mit Sheridan und Cain zwei komplexe Charaktere vor, die reichlich emotionales Gepäck aus der Vergangenheit mit sich rumschleppen und dabei Schuldgefühle doch eine mehr als große Rolle spielen. Also Stolpersteine auf dem Weg zum wohlverdienten Happy End gibt's reichlich und unser Heldenpaar muss sich sein Glück wirklich hart verdienen.
Brenda Novak setzt hier übrigens auf das alt bewährte Konzept der unterschiedlichen Herkunft: Vermeintlicher "Bad Boy" trifft auf Tochter aus gutem Haus.
Geht irgendwie immer und ist hier jetzt nicht der ganz große Aufhänger, aber doch ein Lese-Magnet, der seine Wirkung nicht verfehlt.
Cain verkörpert dabei so ein bisschen den rebellischen Einzelgänger, der zugleich als einfühlsamer Kerl doch einige Frauenherzen höher schlagen lässt und seinem Image als distanzierter Einsiedler voll gerecht wird.

Brenda Novak geizt hier auch nicht mit potenziellen Verdächtigen, ganz im Gegenteil, davon gibt's reichlich: ob Familienmitglieder oder Stadtbewohner, einige davon hat man als Leser dann auch umgehend im Visier, andere Protagonisten gehen da diskreter vor, das Ganze eingebettet in interessante Nebenplots sorgt für eine gute Portion Spannung und interessantes Rätselraten ob des Übeltäters.

Die Story selbst hat übrigens recht wenig mit der eigentlichen Arbeit von "The Last Stand" zu tun, sondern zielt fast vollständig darauf ab, Sheridans und Cains gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten.
Es gibt aber immerhin ein kurzes Intermezzo mit der guten Skye Willis, ehemals Kellerman, aus "Trust me - Blutiges Grauen" und auch der kommende Hauptprotagonist Jonathan Stivers findet hier schon mal kurze Erwähnung, sodass Runde vier mit dem Privatdetektiv hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.


Eiskalte Verführung
Eiskalte Verführung
von Linda Howard
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Linda Howard nicht ganz in Hochform!, 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Eiskalte Verführung (Taschenbuch)
Gabriel McQueen freut sich nicht nur auf einen entspannten Weihnachtsurlaub bei seinen Eltern, sondern vor allem auf die gemeinsame Zeit mit seinem siebenjährigen Sohn Sam, den er für seinen Geschmack viel zu selten sieht.
Ein aufziehender Schneesturm droht die gute Urlaubsstimmung aber schnell zunichte zu machen, denn Gabriel soll die allein lebende Lolly Helton in ihrem abgelegenen Haus einsammeln. Doch seine ehemalige Schul-Nemesis einfach so abholen und vor Eis und Schnee in Sicherheit bringen, gestaltet sich für Gabriel dann doch schwieriger als gedacht, denn ein gefährliches Verbrecher-Pärchen hat sich in Lollys Heim eingenistet und sorgt für jede Menge Ärger...

Eins wird hier schnell klar: Das Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" hat durchaus eine gewisse Gemeinsamkeit mit diesem Roman, denn mit einer wirklich übersichtlichen Seitenanzahl und ja, sagen wir mal, recht großzügiger Schrift, zeigt sich das Buch ziemlich überschaubar und kurz und knapp trifft es da auch recht gut, aber von Würze gibt's für uns Leser hier wenig zu kosten.
Für meinen Geschmack hätte es da durchaus reichhaltiger und nahrhafter sein dürfen.

Die Romanfiguren haben eben aufgrund der komprimierten Story einfach zu wenig Gelegenheit, sich und ihre Schokoladenseite zu zeigen und den Leser dabei restlos für sich zu gewinnen. Da lernt man die Protagonisten doch eher zu flüchtig kennen und streift sie dabei nur im Vorbeigehen.
Da hat doch eindeutig Tiefsinn gefehlt um vollständigen Zugang zu Lolly und Gabriel als Personen zu finden.
Irgendwie überkommt einen beim Lesen auch so ein bisschen das Gefühl, dass die Autorin hier doch im Schweinsgalopp durch die Love Story geprescht ist, denn von Vertrautheit und Intimität zwischen Lolly und Gabe kann man recht wenig verspüren.

Eine frühere Stärke in Werken der Autorin waren für mich persönlich ja immer die sexy Liebesszenen zwischen den Protagonisten. Da hat sie ja irgendwie immer was besonderes in petto gehabt und hat mit ihrer beeindruckenden Kreativität diesen Darstellungen so ihren ganz besonderen Stempel aufgedrückt. Für mich als Leserin immer außergewöhnlich und erinnerungswürdig, sodass man sich natürlich auch hier mit einer gewissen Vorfreude ans Schmökern macht.
In dieser Hinsicht wird einem als Leser aber ganz schnell der Zahn gezogen, denn das Näherkommen und das Vorgeplänkel samt Flirterei (wenn man denn überhaupt davon sprechen kann) wird derart flott und zügig abgehandelt, dass man doch das ein oder andere Mal stutzt und sich unwillkürlich fragt: Hab' ich jetzt irgendwas verpasst und überlesen?
Romantische oder gar leidenschaftliche Gefühle präsentiert uns Linda Howard da in recht überschaubarer Menge und irgendwie kam mir ja doch flüchtig der Gedanke, dass mit dem Titel "Eiskalte Verführung" gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden.

Neben unseren beiden Turteltauben Lolly und Gabriel belebt ja noch ein weiteres Pärchen das Geschehen, das in Bonnie und Clyde Manier das Schießeisen doch recht locker sitzen hat und mit ihrem schmuddeligen und schmierigen Auftreten durchaus gelungen die böse Seite verkörpert. Da gewährt uns die Autorin im übrigen auch einen Blick aus der Sicht der beiden und lässt uns aus dessen Perspektive am Geschehen teilhaben.

Interessanterweise hat sich Linda Howard bei der Beschreibung von Eis, Schnee und Kälte nicht lumpen lassen und den widrigen Kampf der Protagonisten gegen die Naturelemente sehr eingehend und realistisch beschrieben, so dass einem schon beim Lesen Frostbeulen drohen und man dabei den kommenden Wintereinbruch ja fast fürchten muss.

Alles in allem zeigt sich dieser Schmöker sicherlich nicht von seiner allerbesten Seite, dazu fehlt doch so ein bisschen die Liebe zum Detail, beispielsweise in Gestalt von ausgefeilteren Charakteren. Dem eingefleischten Linda Howard Fan dient "Eiskalte Verführung" vielleicht als nettes Lesehäppchen und Appetitanreger, letztendlich aber ohne dabei seinen Hunger nach Gehaltvollerem stillen zu können.
Die Lust auf eine packendere und fesselndere Lektüre bleibt da durchaus bestehen und langes Warten ist ja auch nicht angesagt, denn mit "Eiskaltes Feuer" steht der nächste Howard ja schon am Start.


Supermom schlägt zurück (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
Supermom schlägt zurück (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
von Susan Mallery
  Taschenbuch

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hut ab vor "Wonder Mom"!, 29. September 2011
Kerri Sullivan, alleinerziehende Mutter des neunjährigen Cody, ist verzweifelt. Leidet ihr Sohn doch an einer bisher unheilbaren Krankheit, die sich zunehmend verschlimmert und dem Jungen auch so ein bisschen die Zeit davon läuft.
Was dringend fehlt: das so lang ersehnte Heilmittel und die wichtigen Forschungsgelder, um dieses Medikament entdecken zu können.
Und da Not erfinderisch macht, fackelt Kerri nicht lange und nimmt den reichen Bauunternehmer Nathan King ins Visier. Soll er doch mal sein ganzes Geld sinnvoller anlegen als in meterhohe Wolkenkratzer und in etwas Nützlicheres investieren. Doch der knallharte Geschäftsmann lässt sich so leicht nicht überzeugen, doch Kerri ist eine Mutter mit einer Mission...

Mit "Supermom schlägt zurück" hat Susan Mallery eigentlich gleich mal zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Denn zu einer wirklich romantischen Love Story gibt's auch noch eine bitter-süße Geschichte um einen todkranken Jungen, die die Autorin uns hier mit feinsinniger Sensibilität, aber auch mit locker-launigem Wortwitz präsentiert.

Bedient sich die Autorin doch bei unseren beiden Turteltauben so ein bisschen dem Aschenputtel-Faktor, bei dem sie ganz geschickt die sozialen Unterschiede der beiden herausstellt und somit ja schon einiges an Zündstoff für uns Leser bereithält.
Doch Reibungspunkte gibt es noch und nöcher: konfrontiert sie uns nicht nur mit einer schwer arbeitenden Mutter, die so ziemlich auf sich alleine gestellt ist, sondern einer Frau, die mit fast allen Mitteln um das Leben ihres Sohnes kämpft.
Kerri zeigt sich hier als starke und entschlossene Frau, die mit ihrer unerschütterlichen Mutterliebe der gesamten Story den Stempel aufdrückt und dem Leser mit ihrem unverdrossenen Optimismus und ihrem positiven Denken wirklich zeigt, wo der Hammer hängt.
Da passt doch so ein kaltschnäuziger und zynischer Bauunternehmer mit Geld en masse ganz gut ins Bild und man braucht als Leser auch eine Weile, bis man mit dem gefühlskalten "Kotzbrocken" ein bisschen warm geworden ist.
Fairerweise muss man da auch hinzufügen, dass es neben einer solchen Sympathieträgerin wie Kerri natürlich ein bisschen schwer ist, zu bestehen. Da kommt der gute Nathan auch etwas schwer in die Gänge, aber er gibt sich im Laufe der Geschichte jede erdenkliche Mühe, um mit Kerri da Schritt zu halten.

Womit mich Susan Mallery eigentlich immer wieder aufs Neue überzeugt und sie wirklich ein Stein bei mir im Brett hat, sind ihre wunderbar lebhaften und quirligen Dialoge. Damit sorgt sie auch hier für heitere und humorige Lese-Momente, die dem Ganzen so ein bisschen die nötige Leichtigkeit geben, die ja bei einem so sensiblen Thema wie Krankheit und Tod nicht unbedingt auf der Hand liegen.
Hat sie aber wirklich eine tolle Balance gefunden und wartet hier mit einer durchaus anrührenden und ergreifenden Story auf, die bewegt und bei der man auch bei der ein oder anderen Szene doch mal kräftig schlucken muss und gegen das ein oder andere Tränchen kämpft.
Da bekenne ich mich gerne schuldig, nah am Wasser gebaut zu sein und lass mich da auch mal emotional in das Geschehen reinziehen.

Alles in allem präsentiert uns Susan Mallery hier ein Happy End, das sicherlich mit der knallharten Wirklichkeit in Bezug auf Heilung in sprichwörtlich letzter Sekunde wenig gemein hat, aber mal ehrlich, welche romantisch veranlagte Leserin möchte denn schon ihren Schmöker mit einem traurigen Ende abschließen?
Ich für meinen Teil lasse da doch lieber mal ein verträumtes Wunder stattfinden, bei dem man zum Schluss der Geschichte gerne zufrieden aufseufzt und die harsche Realität einfach mal außen vorlassen kann.


In der Hitze der Nacht
In der Hitze der Nacht
von Lynn Viehl
  Taschenbuch

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lynn Viehl überzeugt auch ohne ihre Vampire!, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: In der Hitze der Nacht (Taschenbuch)
Isabel "Sable" Duchesne überlebt mit knapper Not den Brand eines alten Lagerhauses, bei dem ausgerechnet der designierte Gouverneur von Louisiana, Marc LeClare, ums Leben kommt. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, überschlagen sich die Ereignisse: Der zuständige Beamte ist niemand anderer als J.D. Gamble, vor zehn Jahren Sables erste große Liebe und nach einem schweren Zerwürfnis damals nicht mehr sonderlich gut aufeinander zu sprechen.
Als auch schnell klar wird, dass LeClare nicht den Flammen zum Opfer gefallen ist, sondern brutal ermordet wurde, gerät Sable nicht nur ins Visier der Polizei...

Wie wohl den meisten Lesern, ist mir Lynn Viehl eher aus dem paranormalen Bereich bekannt, wo sie uns in ihrer Darkyn Serie ja etliche düstere Vampire präsentiert.
Mit dieser Lektüre lernen wir die Autorin aber von einer ganz anderen Seite kennen und ich muss gestehen, das Genre des Romantic Thrill beherrscht sie außerordentlich gut.
Um ehrlich zu sein, hat Lynn Viehl mich hier echt überrascht und Hand aufs Herz: Hier gefällt sie mir sogar noch einen Tick besser als mit ihren erotischen Blutsaugern.
"In der Hitze der Nacht" entpuppt sich als ungemein packender und temporeicher Romantic Suspense, der absolut begeistert und zeigt, was Lynn Viehl an Facettenreichtum und Vielfältigkeit so in petto hat.

Mit J.D. und Sable lernen wir zwei Romanfiguren kennen, bei denen die Autorin ganz geschickt die Karte armes Mädchen, reicher Junge ausspielt und die gemeinsame Vergangenheit aufgrund der sozialen Unterschiede sich auch in der Gegenwart als Stolperstein erweist.
Die beiden agieren hier als faszinierendes und wirklich tolles Heldenpaar, bei dem man als Leser von Beginn an spürt: Da knistert es dann doch noch gewaltig und die Vorfreude auf das, was Lynn Viehl den beiden an Konfliktpotenzial mit auf den Weg gibt, lässt einen so richtig schön erwartungsvoll die Hände reiben.

Mit dem guten J.D. hat die Autorin einen mehr als scharfen Typen ins Leben gerufen, der durchaus das gewisse Etwas hat und sicherlich bei der ein oder anderen Leserin für leichtes Herzflattern sorgen dürfte. Verkörpert er doch so den attraktiven und sexy Cop, der als Sohn einer vermögenden kreolischen Familie genau das Gegenteil seiner Jugendliebe darstellt.

Sable hingegen wird hier als armes hinterwäldlerisches Cajun-Mädchen gezeichnet, dem nichts im Leben geschenkt wurde und aufgrund ihrer Herkunft einiges an Häme und Spott einstecken musste.
Und mit dieser wirklich explosiven und reizvollen Konstellation beschert uns Lynn Viehl eine so heiße und feurige Love Story, dass man da eigentlich gar nicht genug bekommen kann und gerne mehr von haben möchte.

Vielleicht da der einzig kleinere Wermutstropfen für mich persönlich, dass ich noch etwas intensiver und eindringlicher über die Gefühle und Emotionen der beiden Hauptprotagonisten erfahren hätte. Nicht mal, dass die Autorin hier zu wenig davon preis geben würde, aber das hat sie einfach so toll festgehalten, dass man da nach noch viel mehr lechzt.

Dieser wirklich gelungene Romantic Suspense bietet eigentlich alles, was dieses Genre so ausmacht: Reizvolle Charaktere, einen spannenden und rasanten Plot, dieses drückend-heiße Setting in Louisiana, bei dem es Lynn Viehl so außerordentlich gut gelingt, dieses Ambiente und dieses Flair aufs Papier zu bringen, das einen auf so faszinierende Weise gefangen nimmt und man als Leser dem Ruf nach Sex and Crime einfach folgen muss.
Und da hat sie wirklich ganze Arbeit geleistet, denn für den Leser gibt's beides in so toller Kombination, dass man förmlich durch die Seiten fliegt.
Da zeigt sich die Autorin auch bei der ein oder anderen Liebesszene recht kreativ und fantasievoll was den Schauplatz angeht und diese spezielle amouröse Darbietung zählt sicherlich mit zu einem der vielen Highlights der Story.

Last but not least gibt's da ja noch eine gewisse Terri Vincent, ihres Zeichens J.D.s Partnerin, die mit ihrer etwas schnoddrig-humorvollen Art und ihren wohl platzierten Bemerkungen zu meiner heimlichen Favoritin hier avanciert ist und der ganzen Story noch so richtig einen drauf setzt.

Und ja: Miss "Kesse Lippe" bestreitet im Schlepptau mit ihrer Nemesis Cort Gamble die Fortsetzung und man darf dann gespannt sein, wie die beiden in "Spiel mit dem Feuer" im März 2012 zueinander finden.


Mister Cool und Lady Crazy (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
Mister Cool und Lady Crazy (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
von Susan Andersen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Locker-Leichte Romanze ohne allzu viel Tiefgang!, 26. August 2011
Die berühmt-berüchtigte Macy O'James kehrt nach jahrelanger Abwesenheit in ihre Heimatstadt Sugarville zurück, um ihrer kranken Cousine nach einem Unfall wieder auf die Beine zu helfen.
Ihre wilden Eskapaden haben einst für jede Menge Aufregung und Empörung gesorgt und Macy hat dem kleinen Örtchen vor langer Zeit den Rücken gekehrt, um anderswo neu anzufangen.
Doch nun, mit gestähltem Selbstbewusstsein und mit der Gewissheit, sich so schnell vom unerfreulichen Geschwätz ihrer Umgebung nicht mehr aus der Ruhe bringen zu lassen, stellt sie sich ihrer Vergangenheit und wird prompt auf dem falschen Fuß erwischt und zwar in Gestalt eines Mannes, der so gar nicht ihrem Temperament entspricht...

Mit "Mister Cool und Lady Crazy" präsentiert uns Susan Andersen mal wieder eine herrlich locker-leichte Love Story mit einem Liebespaar, das bei mir persönlich erst mal ein kleines Déjà-vu Gefühl ausgelöst hat, denn dieses Duo hat mich dann doch an zwei alte Bekannte aus einem früheren Buch der Autorin erinnert, die in einer vergleichbaren Konstellation aufeinander losgelassen wurden: Carly Jacobsen und Wolf Jones aus "Lady Sunshine und Mister Moon".
Dieses da schon bewährte Muster, zwei völlig verschiedener Charaktere aufeinander prallen zu lassen, wird hier in ähnlicher Art nochmal aufgegriffen und wirklich kurzweilig und humorvoll umgesetzt.
In diesem Fall lernen wir die schräge und etwas skurrile Macy kennenlernen, die mit ihren extravaganten und ausgefallenen Outfits bei der männlichen Bevölkerung von Sugarville für deutlich erhöhten Pulsschlag sorgt und man sich sogar beim Lesen dabei ertappt, den Kerlen mal kurz den Sabber vom Kinn wischen zu wollen.

Mit der guten Macy hat Susan Andersen eine Romanfigur ins Leben gerufen, die sich zunächst nicht nur uns Lesern so ein bisschen mit zwei Gesichtern präsentiert, sondern auch die Bewohner von Sugarville durchaus gekonnt hinters Licht führt.
Zum einen kokettiert sie doch sehr mit ihrem Aussehen und ist in der Öffentlichkeit eigentlich immer bemüht, ihrem Ruf als "Bad Girl" gerecht zu werden. Da wird gerne mal provoziert was die holde Weiblichkeit so hergibt und ja, die Bemühungen sind jedes Mal so von Erfolg gekrönt, dass man selbst als Leserin förmlich spüren kann, wie das Testosteron danach lechzt, die weiße Flagge hissen zu wollen.

Doch da existiert noch eine andere Macy, eine junge Frau, die hinter der so sorgsam aufgesetzten Fassade ganz anders tickt und da doch mehr Schein als Sein ist. Da hat die Autorin eine wirklich mehr als liebenswerte und herzliche Person geschaffen, die eine gute Portion Unbefangenheit und Begeisterungsfähigkeit ausstrahlt, der man als Leserin ohne mit der Wimper zu zucken gewogen ist und sympathisch findet.

Mit dem guten Gabe stellt die Autorin unserer quirligen Romanheldin einen Mann an die Seite, der zweifellos diesen reservierten und etwas unterkühlten Typ verkörpern soll, das im Großen und Ganzen auch ziemlich gut funktioniert, aber das ein oder andere Mal etwas aus der Rolle fällt und sich mit seinen schnoddrigen Antworten verrät.
Da geben die aufgeweckten Wortgefechte unserer beiden Kontrahenten doch so einiges her und es wird geplauscht und parliert was das Zeug hält.

Natürlich lebt die Story in erster Linie von der Unterschiedlichkeit der beiden Hauptprotagonisten, die so auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben und die Autorin den beiden einiges an Streit-Potenzial mit auf den Weg gibt und wir Leser Zeugen werden, wie unsere Turteltauben ihre leidenschaftliche und ungestüme Energie in die richtigen Bahnen lenken müssen.
Meiner Meinung nach lässt Susan Andersen uns da als Leser auch ziemlich findig am Seelenleben der beiden teilhaben, sodass wir hier so richtig munter und lebhaft mitten am Gefühlschaos unseres Duos beteiligt sind.
Von einem angemessenen Crime-Plot kann man hier eigentlich kaum sprechen, denn die Brandstiftungen spielen wirklich nur eine sehr untergeordnete Rolle und dienen eher so ein bisschen als nette Abwechslung, bei der wir dann den guten Gabe als "Hero in Action" erleben können.

Alles in allem haben wir hier einen zeitgenössischen Liebesroman, der jetzt nicht mit literarischen Höhepunkten aufwarten kann oder mit allzu viel Tiefgang überzeugt (liegt auch sicherlich nicht in der Absicht der Autorin), sondern mit frohsinnigen und ausgelassenen Momenten überzeugt, bei denen gut aufgelegte Romanfiguren dem Ganzen so den letzten Schliff geben.

Kurzum: Hier ist dann doch eher unkomplizierte und beschwingte Unterhaltung für zwischendurch mal angesagt und mit dieser amüsanten und ungezwungenen Version hat Susan Andersen da durchaus ins Schwarze getroffen.


Dark Red: Ewiges Versprechen
Dark Red: Ewiges Versprechen
von Susan Crandall
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Romantic Suspense mit mehr Crime als Love!, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Dark Red: Ewiges Versprechen (Taschenbuch)
Ellis Greene wird nach 15 Jahren von der Vergangenheit eingeholt: Hollis Alexander, Vergewaltiger und Mörder ihrer Cousine Laura, der aufgrund ihrer damaligen Zeugenaussage überführt wurde, wird vorzeitig aus der Haft entlassen.
Das ändert Ellis' Leben ein weiteres Mal auf drastische Weise, denn Alexander ist auf dem Kriegspfad und hat Rache geschworen.
Da taucht plötzlich Nate Vance, Lauras damaliger Freund und kurzzeitiger Tatverdächtiger, nach jahrelanger Abwesenheit wieder auf der Bildfläche auf und schnell wird klar, dass Nate es seinerzeit mit der Wahrheit nicht ganz so genau genommen hat...Ellis steckt in der Zwickmühle, fühlt sie doch eindeutig mehr als nur Freundschaft für diesen rätselhaften Mann...

Susan Crandall präsentiert uns hier mit "Dark Red - Ewiges Versprechen" einen Romantic Suspense, bei dem sicherlich der Fokus auf dem Crime-Plot liegt und die Love Story eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Das wiederum kommt sicherlich eher den Krimi-Liebhabern entgegen, wobei denen eventuell ein Tick zu wenig Nervenkitzel und Spannung geboten wird, zumal die Lektüre vom Lyx Verlag als Thriller deklariert ist und das meiner Meinung nach nicht so ganz das treffende Genre beschreibt.

Mit Ellis und Nate hat die Autorin ein Heldenpaar geschaffen, das bei mir persönlich etwas unterschiedliche Eindrücke hinterlassen hat:
Da wären zum einen die Passagen, in denen sie als romantisches Gespann unterwegs sind und mich dabei jetzt nicht zu einhundert Prozent überzeugen konnten. Sicherlich ist das alles stimmig und harmonisch erzählt und die Entwicklung der beiden als Liebespaar passend in die Story eingearbeitet, aber das Ganze geschieht doch eher recht unspektakulär.
Da hat mir so ein bisschen das Feuer und der Esprit gefehlt und diese absolute Leidenschaft, bei der gerne die Funken sprühen dürfen und es so richtig bei den Liebesszenen knistern darf. Gab es hier aber nur in überschaubarer Menge.

Also Solistin hingegen hat Ellis mit ihren Auftritten durchaus für sich geworben, wird von der Autorin doch da der Fokus auf einen wirklich interessanten Aspekt gelegt, der eigentlich in den meisten Lektüren doch ein bisschen vernachlässigt wird und nicht so die ganz große Aufmerksamkeit bekommt: Die Trauerbewältigung der Hinterbliebenen von Gewaltverbrechen.

Hier hat Susan Crandall meiner Meinung nach ganze Arbeit geleistet und die Emotionen und Stimmungslagen von Ellis und ihrer Familie authentisch und realistisch intensiv aufs Papier gebracht und wirklich für eindringliche Szenen gesorgt.
Da zeigt sie uns Lesern wie auch nach vielen Jahren Ängste, Höllenqualen und Schuldgefühle eine Familie schier auseinander reißen können und auch nach langer Zeit Gefahr droht, daran zu zerbrechen.

Mit dem männlichen Hauptprotagonisten Nate haben wir hier den klassischen Beschützer-Typ, der so ein bisschen nach Schema F agiert und dabei keinen großen Ausreißer nach oben oder unten hat. Sicherlich hat Susan Crandall ihm da etwas Undurchsichtiges und Rätselhaftes angedeihen lassen, aber für meinen Geschmack hätte der Kerl gerne mehr Ecken und Kanten haben dürfen.

Die Autorin bietet uns hier auch mehrere Erzähl-Perspektiven an, wobei natürlich Ellis da ganz klar das Zepter in der Hand hält und der Rest eher sporadisch "zu Wort kommt", aber da zählt ja schließlich das Gesamtpaket und dieser Mix aus mehreren Sichten fügt sich hier wunderbar ein.
Interessant wird das Ganze noch dadurch, dass wir auch aus dem Blickwinkel des Bösewichts am Geschehen teilhaben und das für mich persönlich auch Momente waren, wo so ein bisschen Gänsehaut angesagt war.

Alles in allem haben wir hier einen flotten und gefälligen Romantic Suspense, der routiniert und stimmig daherkommt und im Großen und Ganzen eine wirklich runde Sache darstellt.
Gefehlt haben mir hier so ein bisschen diese auffallenden und markanten Momente, die so dieses absolute "Wow! Was für ein Buch"- Feeling hinterlassen und den Schmöker zu einem absolut unvergessenen Lese-Highlight werden lassen.

Für mich persönlich darf es da aber durchaus in Runde drei mit der Autorin gehen, denn gute und kurzweilige Unterhaltung gab's hier allemal.


Männerfrei: Roman
Männerfrei: Roman
von Gemma Burgess
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Männerabstinenzlerin wird in Versuchung geführt!, 3. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Männerfrei: Roman (Taschenbuch)
Sass braucht dringend eine Pause: Und zwar eine Männerpause. Nachdem sie ein halbes Dutzend mal von einem Kerl sitzen gelassen wurde, muss jetzt alles anders werden und neue Prioritäten sind jetzt absolutes Pflichtprogramm.
Also volle Konzentration auf ein Leben ohne das anstrengende Testosteron an der Seite und den Fokus ab jetzt nur noch auf die richtig schönen und angenehmen Dinge im Leben.
Einen Plan hat die gute Sass auch schon in Petto, der da lautet: Männerabstinenz für eine lange, lange Zeit.
Doch das Schicksal meint es so gar nicht gut und setzt ihr Jake vor die Nase, einen Mann, der so ganz anders scheint, als die Nieten vor ihm.
Und die Verlockung für Sass ist groß...sehr groß, doch sie hat den Männern abgeschworen...

Gemma Burgess erzählt uns hier mit "Männerfrei" eine wirklich witzige und humorvolle Frauenkomödie, in deren Mittelpunkt eine junge Frau steht, die ein gebranntes Kind ist, was gescheiterte Beziehungen angeht und nach Fiasko mit Kerl Nummer sechs die Wende einläuten möchte.
Unsere weibliche Romanheldin Sass entpuppt sich hier als absolute Sympathieträgerin, die mit ihrer gutmütigen und liebenswerten Art der Story so das gewisse Etwas gibt und uns aus der Ich-Perspektive ihre katastrophalen Dating-Desaster anvertraut.
Da kann man als Leserin auch lesetechnisch mit ihr durch dick und dünn gehen und würde doch gerne an der ein oder anderen Stelle gut gemeinten Trost spenden, wenn die Kerle sich mal wieder auf die unfeine Art verabschieden und die Arme quasi im Regen stehen lassen.
Da fackelt die Autorin auch gar nicht lange und lässt uns doch direkt mal zu Beginn der Story Zeuge werden, wie Sass in gewohnter Manier abserviert wird und sie zur Männerabstinenzlerin mutiert.

Mit den Damen Bloomie und Kate hat die Autorin zwei munter agierende Nebenprotagonistinnen an Sass' Seite gestellt und beim weiblichen Trio Infernale schlägt das Liebesbarometer kräftig mal nach oben und auch gerne mal nach unten aus.
Da gehen die drei mal durch ein tiefes Tal der Tränen und haben dann auch wieder Oberwasser was ihr Liebesleben angeht und halten dabei doch zusammen wie Pech und Schwefel.
Aber ganz dicke im Geschäft sind die Drei samt chaotischer Clique, wenn es um Party Machen geht. Bei dem was dabei dann an Hochprozentigem hinter die Binden gekippt wird, möchte man die ein oder andere Romanfigur doch mal schnurstracks zu den Anonymen Alkoholikern schicken.
Und die Mädels heben nicht nur gerne einen, beim Rauchen macht ihnen so schnell auch keiner was vor, juckt es einem da beim Lesen in den Fingern, mal kurz ein Nikotinpflaster rüber zu reichen, bevor noch dicke Rauchzeichen aus dem Schmöker dringen.
Da wird wirklich mehr als ausgiebig gefeiert und die Mädels lassen es so richtig krachen.

Der gute Jake agiert hier übrigens mehr aus dem Hintergrund und taucht immer nur sporadisch im Geschehen auf und man kann ihn da durchaus in die Kategorie Nebenprotagonist einordnen. Erst zum Finale hin wird er ein bisschen munterer und zeigt Flagge, was aber wirklich stimmig von der Autorin aufs Papier gebracht wird.
Erwähnenswert sei noch, dass hier romantisches Feeling und zärtliches Liebesgeflüster zwischen unseren Turteltauben eher Mangelware ist, Gemma Burgess uns dafür aber einen tiefen Einblick in das Gefühls- und Seelenleben unserer Hauptprotagonistin gewährt und das insofern ganz geschickt macht, indem sie die Leserin hin und wieder auch direkt anspricht und sie so buchstäblich in das Geschehen einbindet.

Alles in allem haben wir hier einen wirklich unterhaltsamen Chick Lit, der aber nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern durchaus auch Tiefgang zu bieten hat und mit einer Romanheldin aufwarten kann, die den Leser mit ihrem natürlichen und ungekünstelten Charme besticht und damit um ihren kleinen Finger wickelt.
Das Ganze noch wunderbar garniert mit dem typisch englischen Humor bietet der Schmöker so richtig locker-fluffigen Lesestoff, der gute Laune versprüht und dabei wirklich leicht von der Hand weg zu lesen ist.


Meine Brüder, die Liebe und ich (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
Meine Brüder, die Liebe und ich (New York Times Bestseller Autoren: Romance)
von Kristan Higgins
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chastity O'Neill - Eine ungewöhnliche, aber liebenswerte Romanheldin!, 27. Juli 2011
Chastity O'Neill entspricht mit stattlichen 1,81 m und ihrer muskulösen Figur nicht unbedingt dem Idealbild eines heiratswilligen Mannes und das, wo sie doch so dringlich mit ihren 31 Jahren auch nur das haben möchte, was ihre vier Brüder in rauen Mengen zu bieten haben: Nämlich einen liebenden Ehepartner und einen Stall voller Kinder.
Doch geeignete Heiratskandidaten sind in ihrer kleinen Heimatstadt Eaton Falls nicht nur rar gesät, sieht man sie zudem auch eher als burschikose und kumpelhafte Freundin von nebenan, mit der man durchaus Baseball-Spiele schauen kann und gerne mal abends auf ein Bier rausgeht.
Romantisches Liebesgeflüster kommt da den Kerlen so überhaupt nicht in den Sinn, schon gar nicht ihrem längstem und bestem Freund Trevor Meade, dem sie schon seit ihrer Jugendzeit schöne Augen macht...

Gleich mal vorab: Für mich persönlich war "Meine Brüder, die Liebe und ich" absolutes Pflichtprogramm, da Kristan Higgins Erstveröffentlichung "Fang des Tages" mich schon schlichtweg begeistert hat und damit die Neugier auf weitere Romane der Autorin doch mehr als nur ein bisschen geweckt war.
Und obwohl der Nachfolger auf Grund der hohen Erwartungshaltung oft nicht das hält, was sich das Leseherz so wünscht, sind meine persönlichen Hoffnungen hier absolut erfüllt worden und dieser wunderbare Schmöker steht dem Vorgänger in Sachen Humor und Witz in nichts nach.
Es sollte vielleicht noch kurz erwähnt werden, dass beide Romane nicht miteinander in Verbindung stehen und wir es hier nicht mit einer Serie zu tun haben und völlig unabhängig voneinander gelesen werden können.

Hier präsentiert uns Kristan Higgins doch mit Chastity eine eher ungewöhnliche Romanheldin, die optisch nicht unbedingt an der Tagesordnung ist und deren weibliche Attribute für den Leser doch erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind.
Unsere Hauptdarstellerin verbreitet da doch eher Frauenpower pur und glänzt hier mit exotischen und atypischen Freizeitaktivitäten und da wird einem doch recht flott klar, dass man hier die visuelle Vorstellung einer elfengleichen Gazelle mal ganz flott ad acta legen kann.
Und gerade das macht die gute Chastity so faszinierend und bemerkenswert, erst recht, wenn die Autorin unsere Amazone mal wieder mit riesigen Holzfällerportionen versorgt und aller Kalorienzählerei den Garaus macht und man sich auch gleich besser fühlt, wenn man beim Lesen die Schokolade oder Chipstüte daneben liegen hat.

Der männliche Hauptprotagonist zeigt sich hier verbal einen Tick weniger präsent als sein weiblicher Gegenpart und nicht ganz so ausgereift in seiner Charakterisierung. Da bleibt er doch im Ganzen etwas zurückhaltender und auch geheimnisvoller, was meiner Meinung der Story aber insofern ganz gut tut, dass man sich als Leser nie so ganz sicher ob der Gefühlslage dieses Sahneschnittchens ist und somit durchaus auch spannende Augenblicke aufkommen.

Natürlich gibt's hier jede Menge Situationskomik und auch einige Slapstickeinlagen, bei denen man einfach mal so munter vor sich hin grinsen, aber auch laut los lachen kann, nichtsdestotrotz immer mal wieder mit Chastitys Liebeskummer konfrontiert wird und somit auch für traurige und melancholische Momente gesorgt ist und so schön mit unserer Heldin mitfühlen kann.

Überhaupt zeigen sich hier jede Menge liebenswerte und warmherzige Protagonisten in den Nebenrollen, angefangen von Chastitys chaotischer Familie, den spleenigen Arbeitskollegen und last but not least Hündin "Butterblume", die mit Frauchen durch Dick und Dünn geht und mit mannstollen Neigungen und weißer Boxer-Short für einige Heiterkeitsausbrüchen beim Leser sorgt.

Alles in allem präsentiert uns Kristan Higgins hier wunderbar leichte und beschwingte Lesekost mit jeder Menge Fun-Faktor und gut aufgelegten Romanfiguren, die allesamt harmonisch ins Bild passen und mit aufgeweckten und munteren Dialogen bestens unterhalten.
Einziger kleiner Wermutstropfen vielleicht, dass auf Grund der Vielzahl der Personen, die sich hier im Geschehen herumtummeln so ein wenig der Tiefgang fehlt und dabei doch der ein oder andere Sub-Plot durchaus mehr an Aufmerksamkeit verdient hätte.
Beeinträchtigt das Lesevergnügen aber wirklich in keinster Weise, da hätte man einfach nur gerne mehr davon gehabt!

Eigentlich schade, dass es erst im Februar 2012 mit einem weiteren Kristan Higgins Roman in die nächste Runde geht!


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