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Rezensionen verfasst von
Karl Kampfhörspiele

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Shadows and Dust
Shadows and Dust

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Todesmetall aus Kanada, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shadows and Dust (Audio CD)
Zweifelsohne gehört Kataklysm mittlerweile zu den Bands, die in der Death Metal Szene wohl beinahe jeder kennt. Und das auch völlig zurecht. Mit unter anderem diesem Release hatten Kataklysm auch ihren Durchbruch.

Zur Musik: Die Songs sind ziemlich schnell, jedenfalls weisen sie viele schnelle Drumparts auf, diese "northern Hyperblasts", so die Bezeichnung der Band dazu, haben die Geschwindigkeit von Blastbeats. Die Stimme von Maurizio ist derart markant, dass wohl jeder, der sie schon einmal gehört hat, sofort wieder erkennt, weil sie derart charakteristisch ist. Trotz seines tiefen gutturalen Gesangs, in Abwechslung mit Screams, sind die Texte einfacher zu verstehen, als bei den meisten anderen Bands aus dem Segment. Aber deswegen sind sie noch lange kein Melodic Death oder ähnliches. Nein, sie sind zurecht für aggressiven Death Metal bekannt.

Jeder Song ist hier ein tolles Stück für sich, es wäre fast unfair das Album auf ein paar Highlights zu beschränken. Eine gute Instrumentalarbeit, geniale, wirklich schon teils epische Hooklines, dynamische Songs. Gut, manche Songs, wie der Titelsong, sind dann mehr Geknüppel als Liebäugeln mit hin und wieder auftauchenden Melodien, aber das ist ja grade das tolle: Die Songs sind alle verschieden und gelungen.

Die Produktion ist auf diesem Album nicht besonders modern ausgefallen, inbesondere auf die Gitarren trifft das zu. Für mich zeigt dieses Album jedoch gut, dass die instumentale Aufbereitung bis zur völligen Sterilität kein Muss ist, so wie man es von nicht wenigen Releases der heutigen Zeit kennt. Und da man die Instrumente alle klar heraushört, stört mich das auch nicht weiter.

Textlich haben Kataklysm auch hier ihr Markenzeichen: Es geht hauptsächlich um die Vergänglichkeit und Selbstzerstörung des Menschen, wie sie beispielsweise anhand von Krieg (Face the Face of War) beleuchten.

Songempfehlungen auszusprechen ist schwer, da fast alle Songs hervorragend sind. Als Höhepunkte sind z.B. natürlich der berühmte Titelsong "In Shadows and Dust" zu nennen. Aber auch andere Lieder wie "Beyond Salvation", "Where the Enemy sleeps" oder "Centuries (Beneath the Dark Waters)" stehen dem in Nichts nach.

Fazit: Eine der wichtigsten Releases von Kataklysm und gleichzeitig auch etwas, womit sich der übliche Death Metal Fan zumindest auseinander gesetzt haben sollte. Ist mir nicht weniger als die Bestbewertung wert.


Cycles
Cycles
Preis: EUR 17,23

4.0 von 5 Sternen Grind your Mind!, 7. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cycles (Audio CD)
Rotten Sound gehört mittlerweile sicherlich zu den Gruppen, die sich in der Szene schon einen gewissen Ruf erarbeitet haben. Mit ihrer von Album zu Album wechselnden Mischung aus Death Metal, Crust-Elementen und in erster Linie natürlich Grindcore holzen die Finnen alles gnadenlos nieder. Auf diesem Album ist letzterer wieder besonders stark vertreten. Es gibt nur einige Ausnahmesongs, bei denen das Tempo gedrosselt ist, wie beispielsweise dem Outro "Trust" oder bei "Caste System". Ansonsten geht alles zu wie gewohnt: Die Songs bewegen sich in der Länge zwischen einer und zwei Minuten, und haben ein irrsinniges Tempo, zusammen mit dem Geschreie und Gegrowle von Keijo Ninimaa.

Die instrumentale Arbeit ist, wie man es von Rotten Sound gewohnt ist, auch wieder, allen Blastbeats zum trotz, spannend, mitreißend, wütend. Und solche Stücke wie die oben genannten sorgen zwischendrin auch für einigermaßen Abwechslung.

Die größte Veränderung ist nicht im Stil der Musik oder in den Texten zu suchen. Textlich machen Rotten Sound hier das, was sie schon immer am liebsten machen und am besten können: Missstände ans Licht zerren und sie herausbrüllen. Egal, ob es um Politik geht (z.B. auf "Poor", "The Effects", "Victims" oder "Caste System"), oder Wirtschaft (dort "Simplicity", "Praise the Lord", "Sold Out"), oder, wie so oft, beides zusammen, jeder kriegt sein Fett weg. An der Musik hat sich, wie gesagt, wenig geändert, im Vergleich zum Vorgänger fällt in der Hinsicht auf, dass hier Grindcore wieder stärker präsent ist, und vielleicht noch, dass Keijo jetzt, nach dem Kultalbum Exit, tiefer klingt. Mir persönlich gefällt die Stimme, wie sie hier klingt, von allen bisherigen Outputs am meisten. Die Veränderung, die am meisten ins Auge sticht, ist die Produktion dieser Platte. Wer die Vorgänger von "Cycles" gehört hat, erkennt das auf den ersten Blick. Man hat hier die Gitarren stark in den Vordergrund gedrängt, und, wie ich finde, diese produktionstechnisch, auch ein bisschen zu stark "knallen" lassen. Aber es ist noch nicht allzu schlimm. Da geht es auf den aktuellen Releases von Rotten Sound in dieser Hinsicht wesentlich schlimmer zu. Namentlich bei "Cursed" und "Species at War" klingen die Gitarren schon fast nicht mehr, als wenn sie solche wären.

Zusammenfassend kann man sagen: Mit "Cycles" haben Rotten Sound nicht viel falsch gemacht. Bis auf den o.g. Makel dürfte es für den durchschnittlichen Grindmaniac nichts geben, was ihn/sie daran hindert, sich mit diesem Silberling auseinanderzusetzen. Mit diesem Stück untermauern Rotten Sound ihren Kultstatus in der Grind- und extremen Metalszene. Man darf auf zukünftige Machwerke dieser Truppe gespannt sein, da sie mit jedem Release ein neues Machwerk extremer Musik mit intelligenten Texten auf die Welt loslassen.


Riotology
Riotology
Preis: EUR 15,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Konsequente Entwicklung, 5. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Riotology (Audio CD)
Mit The Healing haben Artas sich schon ein gutes Debüt aus dem Ärmel geschüttelt, und mit Riotology ist es nicht groß anders. Im Vergleich zu vorher hat man hier allerdings mehr Wert auf Melodien und komplexere Songs gelegt. Jetzt ist das Ganze eher Melodic Death / Thrash, wenngleich es freilich auf davor schon Melodien gegeben hat.

Toll wie eh und je bei den Österreichern finde ich die verschiedenen Gesänge. Growls, Shouts, Screams, und Klargesang, ist alles dabei. Speziell bei den Shouts und dem Klargesang kenne ich keine Stimme, die ähnlich klingt. Vom Songwriting her gibt es auch nichts zu meckern, stumpfes Gebolze ist beileibe etwas anderes. Da etliche der Songs auch über 5 Minuten lang sind, wird hier auch mit ziemlich viel Dynamik im Gesamtbild vorgegangen, da schrecke ich durchaus nicht vor dem Begriff progressiv zurück. Obwohl eher im Uptempo angesiedelt (da Thrash) ist doch ne Menge Groove dabei. Wegen den deutlich mehr vorhandenen Melodien hat man auch mehr Möglichkeiten, gute Hooklines an das Hörers Gehör zu bringen, was man hier auch tut. Auch vor Akustikintermezzos und einem -outro schreckt man nicht zurück. Dort sieht man, wie hervorragend die verschiedenen Gesangsarten der Sänger auch mit ganz anderen Musikgenres funktionieren. Ich schätze, der Gesang würde sich so ziemlich an jedes mögliche Genre gut anfügen.

Gut finde ich auch die politischen Texte der Band, man bekennt eindeutig Fahne gegen Rassismus und Faschismus jeglicher Coleur.

Die Produktion ist, wie bei dem schon fett produzierten Debüt, noch ein Stück gesteigert geworden. Hätte es meiner Meinung nach garnicht gebraucht, das hat schon gut geklungen. WIe auch immer, erheblich zu überladen ist es dennoch nicht, ein schön deutlicher Sound.

Im Prinzip fehlen mir für eine 5-Stern-Wertung nur noch mehr Überhammer. Das Potenzial dafür ist auf jeden Fall vorhanden, keine Frage, nur auf die Umsetzung warte ich nach wie vor. Für mich ist und bleibt Artas dennoch innerhalb des melodisch-harten Sektors ein toller Geheimtipp.


Persecution Mania
Persecution Mania
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Eines der Referenzwerke im Thrash Metal, 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Persecution Mania (Audio CD)
Sodom haben schon so einige phänomenale Scheiben im Lauf ihres Bestehenens erschaffen. Alben wie "Tapping the Vein", "Agent Orange", "M-16" und "Code Red" stehen heute noch hoch im Kurs. Die berühmte Frage: War früher alles besser? Nein, aber dieses Werk hier gehört wohl zu den wichtigsten des Thrash Metal und der Band. Ohne Frage wird hier schneller und aggressiver Thrash, der sehr eingängig ist, abgeliefert. Das mit einem derart genialem Songwriting verbunden, dass man als Thrasher nicht still halten kann. Ohne Hooklines kommt man hier selbstverständlich auch nicht aus.

Die Produktion: Natürlich nicht mehr vergleichbar, mit dem, wie heute Alben aufbereitet werden. Ist das schlimm? Nein, denn auch die beste Produktion kann nicht darüber hinwegtäuschen, wenn Songmaterial nicht gut ist. Hier ist es zum Glück umgekehrt. Zwar klingt das ganze recht dünn, jedoch ist alles klar hörbar, nichts geht unter. Für mich ist da eher ein anderer Punkt störend: Das Album ist ziemlich leise. Ich muss, wenn ich andere Alben bei etwa 30 (mit dem Windows Media Player) höre, für Persecution Mania die Lautstärke auf 100 hochfahren, damit es so laut ist, wie andere. Aber beides ist nicht gravierend, da es an der Musik selbst nicht wirklich viel ändert.

Songs wie "Nuclear Winter", "Electrocution", "The Conqueror" und "Christ Passion" sind zeitlose Klassiker des Genres und dürften nicht wenig Einfluss auf die weitere Entwicklung dessen gehabt haben. Hält locker mit dem amerikanischen Pendant von Slayer, das sich "Reign in Blood" nennt, mit. Zwar nicht ganz in Sachen Geschwindigkeit, aber was den Druck und die Kraft dahinter angeht, würde ich sagen, sehr wohl.

Alles in allem eine historisch bedeutsame Scheibe, die trotz (oder wegen?) ihrer Produktion auch heute noch offene Ohren für die Hörer des entsprechenden Genres verdient, und das nicht umsonst. Dafür kann es zurecht die Bestbewertung geben. Für mich ist diese Scheibe noch bedeutsamer als ihr Werk "Agent Orange", mit dem sie ihren eigentlichen Durchbruch hatten.


Utilitarian
Utilitarian
Preis: EUR 13,18

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Napalm Death is dead?!..., 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Utilitarian (Audio CD)
...Of course not. Warum sonst die gute Bewertung?

Ich habe mir nun innerhalb weniger Monate einen Großteil der ND-Diskografie zu eigen gemacht und war bisher von keiner Scheibe wirklich enttäuscht, auch wenn nicht alle gleich gut bzw. auf gleichbleibend hohem Niveau waren. Für mich ist es eine gewisse Art Härtetest, wenn eine Band nach 20 oder mehr Jahren noch was Ordentliches released. Und meine Güte, hier haben die Briten aber zugeschlagen! Nach 14 Alben noch sowas auf die Beine zu stellen, nötigt einem direkt Respekt ab.

Zur Scheibe: Die Produktion ist eine der besten, die mir die Jahre untergekommen ist. Hat, finde ich, was die Ausgestaltung einer Aufnahme angeht, das Mittelmaß sehr gut hinbekommen, weder übertrieben, noch zu lasch.

Songempfehlungen: Puh, das wird schon schwerer, weil das Album fast durchgängig gute Stücke parat hat. Empfehlenswert, und schön hart sind beispielsweise "Think Tank Trials", "Opposites Repellent", "Nom de Guerre", "Analysis Paralysis" und "Leper Colony" (dort wird viel Cleargesang eingesetzt, was für ND nicht gerade normal ist, trotzdem zündet der Song und geht runter wie nix gutes). Und im Gegensatz zu den Vorgängeralben sind auf Utilitarian auch wieder seit vielen Jahren erstmals 2 pure Grindknaller dabei, wie man sie von den ersten Releases kennt. Das sind die bereits genannten Songs "Opposites Repellent" und "Nom de Guerre". Eben rasend schnell und unerheblich länger als eine Minute.

Genretechnisch bewegt man sich, wie die letzten Jahre auch, irgentwo zwischen Grind, Death Metal und Punk. Bis auf die oben genannten Änderungen gibt es also nichts Neues in dem Sinn zu vernehmen.

Kurz kann man sagen, es gibt eigentlich nicht viel auszusetzen. Die Birminghamer verstehen ihr Handwerk nach wie vor, und so wie ich das sehe, wird sich daran auch so schnell nichts ändern (vielleicht, wenn bei Mitgliedern der Truppe die Midlife-Crysis einsetzt, aber über sowas spekuliert man nicht). Ein gewohnt solider Output von den mittlerweile nicht mehr so jungen Extremmetallern.


Rauchen und Yoga
Rauchen und Yoga
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 12,88

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzhumorig-geniale, extreme Musik, 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rauchen und Yoga (Audio CD)
Die richtig neuen Werke, bzw. die, die sie zuletzt vor ihrer Auflösung rausgebracht haben ("Bilder fressen Strom" und "Kaputte nackte Affen"), sind für mich überproduziert. Es gibt zwar weit schlimmeres, aber es stört (zumindest mich) schon merklich. Was die Produktion dieser Platte angeht, haben JaKa hier, finde ich, ins Schwarze getroffen. Die Texte sind JaKa-typisch: Wie üblich gibt es bitterböse schwarzhumorige Konsum- und Gesellschaftskritik. Die Musik ist, bis auf die elektronischen Elemente, die man bei einigen Songs hat einfließen lassen (zb. bei 18:46:53) auch schön grindig mit Punk und Death Metal. Und freilich ist das Ganze auch, typisch für die Band, ziemlich abwechslungsreich gehalten.

Grindgranaten auf diesem Album sind beispielsweise "Der Hund kriegt Nichts", "Steig Aus", "Leute ohne Lust", "Betatier", "Eruiert" und "Wir haben nicht gewusst, dass es solche Lager gibt". Dort geht es gewohnt böse zu, mit jeder Menge Blastbeats und den Stimmchen unserer lieben beiden Krachkollegen. Sonst gibt es auf diesem Album (neben besagten elektronischen Elementen) weitere Experimente: Das ist bei dem Song "Das Experiment" auch schon direkt durch den Namen ersichtlich. Dieser Song wurde offensichtlich absichtlich schlecht produziert, sodass er bei mir trotz der schlechten Qualität irgentwie hängen geblieben ist, noch dazu mit einem ziemlich fragwürdigen Text. Bei "Kundenbetreuer" wurde instrumental neben der Stimme eines Kundenberaters draufgehauen. Als einziger wirklicher, ins Gewicht fallender Unterschied zu den vorgehenden Werken fällt mir höchstens auf, dass die Screams von Bony höher sind.

Unterm Strich würde ich sagen: 4 Sterne. Zwar nicht volle Leistung, aber ein doch sehr gelungenes Grind/Death Album mit vielen Facetten. Wer sich nicht an den Experimenten stört, und JaKa generell schätzt, kann wohl auch hier ohne große Bedenken zugreifen.


Time Waits for No Slave
Time Waits for No Slave
Preis: EUR 14,61

4.0 von 5 Sternen Gute Produktion, vermischt mit guten Deathgrind, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time Waits for No Slave (Audio CD)
Nach dem nicht so gut gelungenen Vorgänger meldet sich die Band, im Schatten der Finanzkrise (das Album wurde Ende 2008 aufgenommen) wieder zurück und setzt, erwartungsgemäß, musikalisch und jetzt erst recht textlich mal wieder ihr Zeichen. Der Titel Time Waits for No Slave sollte, schätze ich, aussagekräftig genug sein, damit man weiß, was einen lyrisch erwartet.

Man hat, ziemlich offensichtlich, die guten Songs in die erste Hälfte des Albums gepackt, und dann zum Ausklang des Albums noch einige Schmettergranaten, darunter beispielsweise: Songs wie Diktat, A No Sided Argument, Downbeat Clique, Fallacy Dominion, Feeling Redundant. Etwa zu Beginn der zweiten Albumhälfte gibt es einige Experimente. Songs wie "Procrastination on the empty Vessel" oder "Larceny of the Heart" sind recht depressiv gehalten, damit hätte ich bei Napalm Death nicht gerechnet. War auch weniger mein Fall. Dann gibt es noch langsame bis Midtempo-gehaltene Songs wie Passive Tense und Life and Limb. Ist zwar auch nicht grade gewöhnlich für die Jungs, aber die Songs lockern das sonstige Gerumpel ganz gut auf.

Produktionstechnisch hat sich seit dem letzten mal auch einiges geändert, das ganze klingt eine ganze Ecke sauberer als auf Smear Campaign. Zum Glück nicht zu sauber.

Insgesamt, für diese Band, ein recht experimentell ausgefallenes Werk, mit den üblichen, zuverlässigen Nackenbrechern, wie man sie gerne geliefert bekommt. 7,5 von 10 Punkten für eine solide Scheibe (ob die überhaupt ein Album verpfuschen können?) von einer Extremmetal Größe.


Avatar: Der Herr der Elemente - Das Versprechen, Band 3
Avatar: Der Herr der Elemente - Das Versprechen, Band 3
von Gene Luen Yang
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende der Triologie, aber längst noch nicht das Ende der Serie, 20. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst einmal ein Wort zu manchen Sätzen, die etwas komisch klingen in diesem Band. Ich habe sowohl die englische als auch die deutsche Fassung dieses Bands gelesen, und da wurden einige (wirklich nur wenige) Sätze etwas unglücklich übersetzt. In den Vorgänger-Bänden ist mir nichts dergleichen aufgefallen, es ist zwar wie gesagt nicht gravierend, aber der Vollständigkeit halber erwähnt. Für einige Leute ist das ein großes Thema, irgentwo verständlich, wenn man sich anschaut, wie manches in Fernsehen und Literatur allgemein übersetzt wird. Manchmal meint man wirklich, dass gute Übersetzer rar gesät sind. Die Qualität der Zeichnungen hält sich an die vorgehenden Bände, also sehr gut.

Ohne großartig spoilern (wie folgt) zu wollen, schafft Aang es hier gerade so, einen Wiederausbruch des Kriegs zu verhindern. Da Avatar Roku aus eigener Erfahrung schon auch wie in der TV-Serie auf eine entschlossenere/militantere Lösung der Probleme bestand, hat sich Aang nun von ihm mehr oder weniger spirituell gespalten (was das noch für Konsequenzen haben wird, weiß jetzt nur der liebe Gott). Ich war gespannt wann wieder so wichtige Figuren wie Azula in Erscheinung treten würden, da in den letzteren wie auch in diesem Band im Prinzip alle (wichtigen sowieso) Charaktere vorkommen. Sie hat mit ihrer energischen und bessesenen Art die halbe Serie geprägt. Von ihr sieht man zwar nur am Ende etwas, aber das verrät viel über die Fortsetzung der Serie.


The Code Is Red... Long Live The Code
The Code Is Red... Long Live The Code
Wird angeboten von dirtyoldtown
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen Napalm Death as usual, 20. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie kann man dieses Album am besten in einigen Worten beschreiben? Fulminant, brutal, schnell! Also im Grunde alles Eigenheiten, für die Napalm Death ohnehin bekannt ist. Highlights des Albums: Dazu zähle ich "Right You Are", "Vegetative State", "Pledge yourself to You", "Losers" (Nur auf der Ltd.), das Intro "Silence is Deafening" und den Titelsong. Unter anderem diese Songs bestechen nicht nur durch ihren Drive, sondern auch durch einen Ohrwurmcharakter, ihre Dynamik, und vermögen den Genrefan zu überzeugen.

Im Prinzip wird gleich von Anfang an losgeholzt, mit dem Intro wird gleich ein Eindruck für die Tortur gegeben, die einem bevorsteht. Ein schneller Song, mit langsamen Ausgang, wie man es auch von anderen auf dem Album kennt (beispielsweise "Losers" oder dem Titeltrack. Es wird einem durchweg keine Verschnaufpause gegönnt, so etwas gibt es dann erst mit den letzten beiden Songs des Albums "Morale" und "Our Pain is Their Power". Hier haben wir auch, im Gegensatz zu den meisten anderen Alben von Napalm Death, ein Outro, bestehend aus eben genannten Songs.

Textlich bewegt man sich, wie sonst auch, im politik- und gesellschaftskritischen Rahmen. Das bekommt man besonders deutlich bei Songs wie "Sold Short", wo es um Rassismus geht, "Right You Are", "Climate Controllers" und "Vegetative State" zu spüren.

Mit dem Begriff "fulminant" würde ich vorallem die Produktion des Albums bezeichnen: Sie knallt, als wenn es kein Morgen gäbe, insbesondere auf die Drums trifft das zu. Mit diesem Album gab es zudem einen merklichen Wandel in der Stimmhöhe von Frontmann Greenway: Seit diesem Album klingt er ein wenig höher, als auf allen anderen Werken vorher. Wer sich Alben wie "Order of the Leech" oder die Alben aus den Neunzigern anhört, und dann dieses, wird das sofort feststellen. So richtig sollte sich die Stimme aber erst, wohl dauerhaft, auf dem Nachfolger, verändern.

Das Album hinterlässt einen relativ soliden, rohen Eindruck. Die üblichen Kracher, wie man sie von der Band erwartet, und weniger starke Tracks (deren Zahl sich glücklicherweise im Rahmen hält). Hiermit haben die Briten wieder einmal, nach mehreren Jahrzehnten bewiesen, dass sie immer wieder in der Lage sind, ordentlich eins auf die Zwölf zu geben. 7,5 von 10 Punkten.


Avatar: Der Herr der Elemente - Das Versprechen, Band 1
Avatar: Der Herr der Elemente - Das Versprechen, Band 1
von Gene Luen Yang
  Broschiert
Preis: EUR 7,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gelungene Fortsetzung einer meiner Lieblingsserien, aber..., 20. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wenn man nach der Menge an Seiten geht, die man bekommt, nicht das beste. Muss jeder selbst wissen, ob ihm/ihr für 8€ die 70 Seiten wert sind. Auch wenn mir das nicht ganz gefallen mag, werde ich mir wohl auch den Rest der Fortsetzung holen, weil ich schon ewig wieder in die Welt von Aang eintauchen wollte. Wie jemand schon geschrieben hat etwa der Inhalt einer Folge, so lässt sichs auch beschreiben. Dafür sind es aber auch (sehr) schöne und gelungene Zeichnungen. Ist fast wie wenn man vor dem Kasten sitzt ;).


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