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Rezensionen verfasst von
Karl Kampfhörspiele

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Supercharger
Supercharger
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu unrecht gescholten, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Supercharger (Audio CD)
Oft wird Supercharger (neben The Burning Red) von Machine Head am meisten kritisiert. Mit diesen beiden genannten Alben spaltet Machine Head die Fanbase in mehrere Lager auf. Denn im Prinzip kann man sagen, dass die Band zwei, wenn nicht sogar drei verschiedene Phasen hat bzw. hatte. Die erste ist ganz klar die Ära der ersten beiden Alben, die sehr groove-, thrash- und heavylastig sind, dann die heutige, stärker progressivere MH-Zeit mit Alben wie The Blackening oder Bloodstones & Diamonds, und eben der Abschnitt mit dem dritten und vierten Album.

Supercharger fällt neben dem anderen Album dieser Zeit deswegen aus der Reihe, weil es Nu-Metal Tendenzen aufweist, die gleich mit dem Nachfolger Through the Ashes of Empires zu Grabe getragen wurden. Dazu muss man allerdings sagen, dass diese keineswegs vordergründig oder dominierend wären. Außerdem wird dieser Sound nicht über Rapgesang erreicht, sondern zum Beispiel über Scratching, und das an gerade mal einer Stelle. Soviel dazu, dass Machine Head sich angebiedert hätten. Wahrscheinlich hat man ihnen diese Experimente aufgrund des Zeitpunkts übel genommen, denn Anfang der 2000er, als dieses Album erschien, gab es bekanntlich einen Nu-Metal Hype.

Wenn man das Album ungeachtet dessen anhört, merkt man, dass es viel zu bieten hat. Einige Songs sind zwar nur durchschnittlich, dafür finden sich auch richtige Perlen, die sich als waschechte Hits der Band herausstellen. Dabei meine ich noch nicht einmal ausschließlich die Livehits wie Bulldozer und American High. Auch Stücke wie All in your Head und gerade Only the Names (dieser Song könnte genau so gut auf den nachfolgenden Alben dabei sein, vergleiche etwa mit "Days turn Blue to Gray") verdienen mehr Aufmerksamkeit. Die haben eigentlich alle Trademarks, die man auch auf den anderen Werken finden kann.

Noch dazu wird das Album von einer durch und durch guten, organischen Produktion abgerundet, ein Sound, wie man ihn auf heutigen Scheiben so kaum noch finden wird.

Letztlich lässt sich nur sagen, dass diese Platte unterbewertet ist, und man sich als Fan zumindest damit mal auseinandergesetzt haben sollte. Für alle anderen gilt, dass man mit Supercharger mindestens ein interessantes, experimentelles Neothrash-Album hat.


Ad Nuaseam
Ad Nuaseam
Preis: EUR 12,94

5.0 von 5 Sternen Völlig Furios, 6. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Ad Nuaseam (Audio CD)
Leider bin ich erst in den Genuss der Musik von The Rotted gekommen, nachdem diese sich schon aufgelöst hatten. Das ist angesichts der Liveperformance schade, denn dieses Songmaterial wird die Meute zum Toben gebracht haben.

The Rotted spielen eine Mixtur aus D-Beat, Death Metal, Crust und natürlich Grindcore. Schließlich waren sie die Nachfolgeband von Gorerotted, die Goregrind gezockt hatten. Einen erwartet keineswegs musikalisches Chaos. Sondern die äußerst gekonnte Vermischung von allen diesen Stilen zu einem großen Ganzen, welches es zu jedem Zeitpunkt versteht, zu unterhalten, zu überraschen, und das Trommelfell ordentlich zu traktieren. Höllische Grooves und satte Breaks finden neben ebensolchen Blastattacken, die wohldosiert zum Einsatz kommen, sehr gut ihren Platz. Dass stumpf Trumpf ist, mag für einige gelten, The Rotted hingegen kommen absolut ohne aus, und das überzeugend.

Dazu kommt die wirklich gute Stimme von Ben McCrow, der sehr variabel growlen und screamen kann. Er ist wohl das am besten geeignetste Sprachrohr für diesen musikalischen Wahnsinn, neben dem er hersingt. Die Songs bleiben überaus gut in Erinnerung, was nicht zuletzt an guten Hooks liegt.

Abgerundet durch eine rundum schöne und keineswegs übertriebene Produktion, bekommt man ein Sorglos-Paket geschnürt.

Wenn man das Album durchgehört hat, wird man mit dem Gefühl zurückgelassen, dass etwas mehr hätte kommen können, nachdem es ja nur 2 Alben gibt. Dafür bekommt man auf diesen beiden Scheiben wirklich 100% geboten, das entschädigt einigermaßen für die Tatsache, dass es nach Ad Nauseam nichts mehr geben sollte.


Of Ghosts and Gods
Of Ghosts and Gods
Preis: EUR 13,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts besonderes für Kataklysm-Verhältnisse..., 2. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Of Ghosts and Gods (Audio CD)
...muss es aber auch nicht sein. Wer diese Band hört, erwartet von ihr eine gewisse Musik. Und da werden die Erwartungen auch nicht enttäuscht. Es gibt ordentlichen Death Metal mit ein paar Blasts und Melodien versehen.

Für mich schaut dieses Album in Richtung von Platten wie Prevail oder In the Arms of Devastation. Das totale Knüppelbrett, dass es auf den Alben in den frühen 2000ern gegeben hat, wird man von Kataklysm wohl nicht mehr hören, und die Band will das selbst augenscheinlich auch nicht. Mir ist an diesem Album gegenüber anderen aufgefallen, dass Screams lediglich ein bis zwei mal die ganze Spielzeit über vorkamen. Außerdem war das Outro, sagen wir mal, ungewöhnlich. Die melodiösen Parts sind hier homogener über die Songs verteilt, anderes als bei der 2013er Waiting for the End to come, bei der es höchst melodische Songs gab, und solche, bei denen das eher nicht der Fall war. Also biedert sich Hartes und Sanftes hier noch stärker aneinander, als bisher.

Einzig schade ist, dass es auf dem Digipack nur gemogelte Bonus Tracks gibt. Die 4 zusätzlichen Songs sind Liveaufnahmen von Kapstadt von der letzten Sommertour. Zumindest ein richtiger Bonussong wäre drin gewesen.

Mit der Schiene, die sie aktuell fahren, könnten sie noch länger so weitermachen. Ein paar bessere Hooklines hier und da wären vielleicht noch drin. Ansonsten soll es das mit Kritik gewesen sein.

Die Kanadier haben bei mir eine besondere persönliche Bedeutung, weil sie wohl die erste Death Metal Band waren, die ich jemals gehört habe. Und so kann ich als eingeschworener Fan sagen, dass man hier relativ bedenkenlos zugreifen kann. Natürlich nur, wenn man die neueren Sachen von ihnen schätzt.


Das Oldschoolformat der Zukunft
Das Oldschoolformat der Zukunft
Preis: EUR 19,22

5.0 von 5 Sternen Halbe Band, halbes Album?, 28. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Oldschoolformat der Zukunft (Audio CD)
Aber keineswegs! Fans werden es wissen, von welchen Herren diese Scheibe hier stammt: Aus dem Hause Japanische Kampfhörspiele. Eigentlich. Dieses Teil wurde nicht lange nach der Auflösung der Band 2011, die 3 Jahre andauern sollte, geschrieben. Vermutlich wegen Christof Kathers unermüdlicher Kreativität ist diese Platte zusammen mit dem anderen damaligen Ex-JaKa Mitglied Bony Hoff zustande gekommen.

Was taugts dann, wenn von 5 Bandmitgliedern nur 2 daran gebastelt haben, wird logischerweise die Frage sein. Die Antwort: Viel. Meiner Meinung nach sogar um einiges mehr, als das vermeintlich letzte Album Kaputte nackte Affen. Das hat zwar die Jakasche Craziness auf die Spitze getrieben, aber sogar für diese Gruppe war das zu abgefahren.

Das Oldschoolformat ist zwar, man höre und staune, mit etwas Schielen auf ältere Zeiten konzipiert, aber dennoch, wie jedes Kampfhörspiele Album, sehr individuell. Hier sind Songs vertreten, deren Dauer sich zwischen 5 Minuten und wenigen Sekunden bewegen. Da die Trackanzahl sehr hoch ist, und das Spektakel nur eine halbe Stunde dauert, lässt sich schon erahnen, was das bedeutet. Kurz: Die Songs, die etwas dauern, sind nur ganz wenige. Was überhaupt nicht schlimm ist, da musikalisch wie lyrisch mehr gesagt wird, als bei den meisten anderen Grind/Death Metal-was-auch-immer-Bands. Wobei das natürlich nur sehr vage beschreibt, welche Musik hier gemacht wird. Das für das Genre generell sehr merkwürdige Songwriting wird ergänzt durch außergewöhnliche Melodien. Und wie sich das gehört, sind die Texte von Kather natürlich mit dem ganz charakteristischen zynischen Humor versehen, wie es die Truppe auszeichnet.

Man hat hier wohl bewusst keine so dick aufgetragene Produktion wie bei den vorgehenden Alben benutzt, wobei man darauf geachtet hat, dass der Sound nicht zu gammelig wird. Er knallt immer noch gut. Gerade die zu künstlichen Produktionen moderner Tage wurden schon diverse Male von Christof gerügt.

Diese Platte steckt nicht nur das Deunionalbum locker in die Tasche, sondern misst sich sogar an den Glanzwerken der Band. Schon das hat, für mich zumindest, angedeutet, dass das kreative Potenzial der JaKa-Menschen (ja, die sind eine eigene Spezies) zu groß ist, als dass sie auf Dauer auseinander bleiben werden. Für mich eine der besten Veröffentlichungen der letzten Jahre.


Apex Predator - Easy Meat (Limited Mediabook)
Apex Predator - Easy Meat (Limited Mediabook)
Wird angeboten von A2Z Entertains
Preis: EUR 20,30

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Napalm Death lotsen mal wieder eigene musikalische Grenzen aus, 23. Januar 2015
Napalm Death haben die letzten Alben über durchaus eine merkliche Entwicklung durchgemacht. Da ist Apex Predator - Easy Meat nur ein konsequenter weiterer Schritt in diese Richtung. Genau kann ich es zwar nicht benennen, es klingt auf jeden Fall verrückter.

Selbstverständlich haben sich Napalm Death auch kein einfaches Thema für ihr Album ausgesucht - es geht um Ausbeutung in der modernen Arbeitswelt im Speziellen.

Dass der Noise-Anteil hochgefahren wurde, erkennt man schon am Anfang sehr deutlich - Ein Industrial-Noise-mäßiges Intro bildet den Übergang zu zweien Napalm-typischen Grindattacken, die jedoch auch wieder Clean Vocals aufweisen. Anschließend geht es bedrückender und düsterer zu, man hat sich dem Ambiente vermehrt verschrieben. Während auf Utilitarian und Time Waits For No Slave derartige Parts eher in bestimmte Songs ausgelagert wurden, wird hier mehr Wert auf Homogenität gelegt, man vermischt zunehmend die tobende Seite mit dem bedrückenden. Die Songs haben einen immer stärker präsenten progressiven Einfluss, sofern man in diesem Genre davon sprechen kann.

Dann kommen aber auch mal wieder typischere Elemente zum Einsatz. Bloodless Coup ist zum Beispiel ein deutlich Hardcore-angehauchter Song. Mit eines der ungewöhnlichsten Stücke überhaupt ist Hierarchies. Als der Refrain kam, habe ich erst einmal aufhorchen müssen, weil das absolut nicht mehr nach Napalm Death klang. Mir kam es vor, als hätte Napalm Death abrupt aufgehört zu spielen, und dafür eine andere Band übernommen. Es klang sehr melodisch und in keinster Weise aggressiv. Gleichermaßen wurde ich am Ende des Albums überrascht, als erst einmal Klassik lief.

Zusammen mit Russ Russell hat man dem Album, wie so einigen vorher, einen ordentlichen Sound verpasst, sodass es auch hier wieder keinen Kritikpunkt zu vermerken gibt.

Man darf mit Fug und Recht von einem der diversesten Grindcore- und Napalm Death Alben überhaupt sprechen. Ich scheue mich sogar nicht, eine gewisse Ähnlichkeit zu den Japanischen Kampfhörspielen zu sehen, da es hier teilweise richtig steil in Sachen Crazyness geht.


Sacred Warpath
Sacred Warpath
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Netter erster Happen vom neuen Album, 29. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Sacred Warpath (Audio CD)
Sacred Warpath ist der erste veröffentlichte Song vom nächsten Sodom Album, das wohl irgentwann früh in 2015 erscheinen wird.

Der Sound orientiert sich, wenn man vom Tempo mal absieht, ähnlich wie bei Epitome of Torture, an Tapping the Vein. Es werden gezielt Death Metal Einflüsse in die Musik eingewoben, Angelripper schont seine Stimmbänder nicht. Der Song ist im Midtempo gehalten, im Refrain sehr Doublebase-orientiert. Kurz gibt es einen netten akustischen Teil, stellenweise ist das Lied ziemlich schwerfällig. Wenn sich der Rest des neuen Albums etwa auf dieser Schiene bewegt, dürfte es stark nach Epitome of Torture klingen, da man hier auch wieder viel mit Hall gearbeitet hat. Ein insgesamt sehr gut ausgefallener Song von einem hoffentlich ebenso gutem Album.

Die restlichen Songs der EP sind Livesongs von Auftritten in Deutschland. Nice to have, aber nicht wirklich wichtig.


Need to Control
Need to Control
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Eines der ersten alternativen Grindwerke, 30. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Need to Control (Audio CD)
Brutal Truth sind von Anfang an ihre eigene Schiene gefahren. Was eher weniger bekannt ist, ist, dass die Band sich ursprünglich gar nicht im extremen Prügel Genre herumgetrieben hat, sondern elektronische Songs gemacht hat. Dies war in der Frühzeit, bevor die Band ihr bekanntes Debüt herausgebracht hat. Aus dieser Zeit stammen auch die Einflüsse auf den besonderen Grindcore/Death Metal Mix dieser Band, Songs wurden hier und da immer wieder mit diversen Spielereien verziert.

Als gutes Beispiel für so eine Spielerei dürfen wohl die Didgeridoos herhalten, die man etwa im Song Godplayer einsetzt. Dann gibt es vollkommen elektronische Tracks zwischen den "eigentlichen" Songs, z.B. Ironlung. Die Band lässt auch ihre anderen Einflüsse zum Vorschein kommen, das The Germs-Cover Media Blitz, auch die Eigenkreation Choice of a new Generation kehrt die punkigen Elemente deutlich heraus. Bei diesem Song denkt man eher, dass er auch ein Cover wäre. Ebenfalls recht auffallend ist der Song Ordinary Madness, der nur in Doom-Geschwindigkeit dahintrottet.

Das alles heißt jedoch nicht, dass es nicht hart zugänge. Nein, Frontschreihals Sharp bringt mit seinen druckvollen Growls und den ekelhaften Screams genug Angepisstheit rüber. Und der Rest der Band gibt natürlich auch jederzeit 100%.

Hier sind die Songs, die gut in die Genreeinteilung Grindcore/Death Metal passen, schon fast in der Minderheit. Zur damaligen Zeit ein Novum, damals ging es darum, so brutal und schnell wie möglich zu spielen, man wollte möglichst extrem sein. Daher wurde dieses Album auch verschieden aufgenommen, einerseits haben schon damals, als die Szene sich auf ihrem Weg abwärts befand, Leute erkannt, dass solche Platten frischen Wind in die Szene bringen, ohne sie zu kommerzialisieren. Andererseits waren andere der Meinung, dass Extreme Metal eben möglichst radikal sein soll, was wiederum Experimentierarmut bedeutet.

Wunderbar ist die Produktion gelungen, die sehr natürlich und klar ist, damals nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Need to Control ist nach wie vor eine Platte, die durch ihren Freigeist und ihre Rebellion gegenüber Konventionen besticht, da sie sich in keinen festgefahrenen Grenzen bewegen will. Empfehlenswert für alle, die auf experimentelle, extreme Musik stehen.


Hordes of Zombies
Hordes of Zombies
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalischer Extremismus der Spitzenklasse, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Hordes of Zombies (Audio CD)
Terrorizer sind eine der Combos, denen nie die Aufmerksamkeit zuteil wurde, die sie eigentlich verdienen: Sie haben erheblich zur Begründung des Grindcore und der Death Metal Szene beigetragen, waren jedoch bereits aufgelöst, als die Szene ihren Höhepunkt erreichen sollte. Es gab andere Bands, die diese Zeit überdauert haben, und sich damit, und mit kontinuierlichem kreativem Schaffen auch einen viel höheren Bekanntheitsgrad und Erfolg erspielt haben, etwa Napalm Death. Daher auch der geradezu legendäre Ruf im Underground.

Mir scheint, dass etliche Leute daher sämtlichen Ruf auf die "guten alten Zeiten" und die Untergrundattitüde projezieren, und daher verkennen, was aus der neueren Zeit solcher Bands stammt.

Natürlich gibt es einige Unterschiede der heutigen Band zu den World Downfall-Zeiten. Etwa, dass mit den gänzlich anderen Vocals, die ausgesprochen tief sind, eher im Death Metal Bereich agiert wird, ebenso wie mit der Produktion. Die klang ja bei WD deutlich punkiger. Dafür hat Hordes of Zombies dieses diverse Songwriting mit Blastattacken, und Riffs, wie man sie nur von Terrorizer kennt. Lauter eingängige Riffs, und jeder Song steht für sich selbst und ist sehr aussagekräftig. Insofern ist die Band sich weit treuer geblieben, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag.

Deshalb ist Hordes of Zombies für mich deutlich mehr Terrorizer, als für manchen alteingesessenen Fan.


At War With Reality (Limited Mediabook Edition)
At War With Reality (Limited Mediabook Edition)
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach fast zwei Jahrzehnten..., 26. Oktober 2014
...wieder Neues von den Melodic-Death-Pionieren. Ähnlich wie bei Carcass haben die Fans sehnsüchtig auf neues Material gewartet. Allerdings ist At War with Reality eher am älteren Sound der Band orientiert, und nicht so sehr an der berühmt-berüchtigten Slaughter of the Souls.

At the Gates werden gerne als eine der ersten, wenn nicht sogar als die erste Melodic Death Band gehandelt. Man bemerkt allerdings einen recht großen Soundunterschied zu Genrekollegen wie In Flames oder Dark Tranquillity. Denn die Schweden sind schlicht eher an dem dort vorherrschenden Death Metal dran. Für mich ist von dieser Band nur die Slaughter of the Souls von '95 eine wirkliche Melo Death Scheibe.

Das merkt man auch hier: At War with Reality ist ziemlich düster gehalten, teilweise melanchonisch, dafür richtig epischen Melodien fließen nur recht zurückhaltend ein, dafür immer passend. Das Album erinnert mich an die noch aktuelle Dark Tranquillity "Construct" von 2013, bloß, dass es hier bedeutend düsterer und bedrückender zugeht. Diese Elemente werden mit der ATG-Vielschichtigkeit verwoben und ergeben ein gut gelugenes Gesamtwerk. Auf Neuerungen, wie etwa Clean Vocals, oder poppigere Melodien, wie man es von DT kennt, hat man völlig verzichtet. Diese Band ist sich selbst sehr treu, und wird dabei nicht langweilig.

Man hat der Platte einen soliden Klang verliehen, der sie nicht zu künstlich und starr erscheinen lässt. Mir persönlich gefällt der heutige Gesang von Tompa besser als vor 20 Jahren, seine Screams sind in meinen Ohren geübter, aber das ist sehr subjektiv.

Auch toll: In der Limited Edition bekommt man einen Patch mit dem verschnörkelten At the Gates Logo obendrauf, von daher sind die paar € mehr ihren Preis auch wert. Hoffentlich dauert es nicht wieder 19 Jahre, bis ein so gutes Album von At the Gates das Licht der Welt erblickt.


Siren Charms
Siren Charms
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann sich doch hören lassen, 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Siren Charms (Audio CD)
In Flames. Was wird über diese Band nicht alles geredet. Seit Ewigkeiten gibt es Diskussionen und die Vorwürfe, mit dem immer gleichen Inhalt. Darum spare ich mir, darauf einzugehen, Nur so viel: Ich halte das für ziemlichen Quatsch, ständig den gleichen Kampf auszufechten. Was nicht heißt, dass nicht jeder seine Meinung haben darf.

Zwar ist die neue In Flames (erwartungsgemäß) noch etwas softer als die vorgehenden, aber von Einheitsbrei kann keineswegs Rede sein. Dafür sind die Songs zu verschieden. Mit dem Intro lässt sich ganz gut einsteigen, es vermittelt einen groben Eindruck über den aktuellen In Flames Sound. Anschließend folgt mein persönlicher Favorit, und der gleichzeitig brachialste Song: Everything's Gone erinnert stark an die Reroute to Remain-Ära. Through Oblivion dürfte wohl der vorläufige Höhepunkt in Sachen Kontroversität darstellen. Ist klar, dass man mit einem solchen Song die Old School Fans verschreckt. Naja, die meisten. Denn eigentlich gehöre ich eher zu Old School In Flames Fan Base.

Auch toll ist, dass Anders Friden merklich an seinen Clean Vocals gearbeitet hat. Ein, zwei Alben vorher klang das noch wesentlich ungeübter. Growls und Screams kommen sogar noch seltener vor als zuvor, sprich, nur in vereinzelten Passagen.

Eins muss ich zugeben: In Flames sind mit ihrer heutigen Musik nicht mehr so in meinem Musikgeschmack, wie sie es in ihren früheren Tagen waren. Aber, nun ja, mit unter anderem dieser Band bin ich in den Metal hineingewachsen. Ist Nostalgie etwa nicht erlaubt, wenn man ein Album bewerten will? Jeder Metalfan hat mit irgent einer Band angefangen, und wird trotzdem Alben eben jener bewerten.

Nicht jedes Album hat mir groß gefallen, aber der Band treu geblieben bin ich bis heute, und das obwohl sich die Band schon seit etlichen Alben kontinuierlich von ihren Ursprüngen wegentwickelt hat. Wer weiß, wie In Flames im Jahr 2017 oder 2020 klingen? Wir werden es sehen.


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