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Rezensionen verfasst von
Zwergenelf

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Touchdown
Touchdown
von John Grisham
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr leichte Sommerkost, 20. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Touchdown (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen. Mir war Grisham natürlich vor allem durch seine Gerichtsdramen bekannt, aber auch "Das Fest" hatte ich schon von ihm gelesen. Bisher haben mir eigentlich alle Bücher von ihm gut gefallen. Dieses jedoch ist mir eindeutig zu seicht, um nicht zu sagen viel zu langweilig.
Der Klappentext hört sich ja noch interessant an: Ein gescheiteter NFL-Quaterback macht einen Neuanfang als Spieler in Italien. "US-way-of-life trifft italienische Kultur." Das sollte eigentlich reichlich Stoff für einen Roman geben.

Aber leider entwickelt sich nur eine seichte Geschichte ohne Wendungen, Ecken oder Kanten, deren Verlauf man schon nach den ersten Seiten ahnt. Ich bin immer noch erstaunt, daß Grisham die Story wirklich nach einem so simplen und klischeehaften Muster ablaufen läßt. Den Charakter des Helden beschreibt Grisham ja noch relativ plastisch, jedoch sämtliche Nebendarsteller bleiben nur Namen ohne Inhalte. Das Buch erinnert mich eher an einen belanglosen Sportlerfilm, von dem man am nächsten Tag nicht mehr weiß, daß man ihn gesehen hat.

Was mir gut in Erinnerung geblieben ist, war die Passage, in der der Held zum erstenmal auf richtig italienisches Essen eingeladen wird. Das war spitze beschrieben und ich hatte sofort Hunger auf italienisches Essen.
Ebenfalls gut war, daß der Autor das Ende ziemlich offen ließ. Das passte zur Story.
Alles andere war aber leider wie gesagt eher matt. Nur für Leser geeignet, die einmal ein Buch ohne viel Denken oder Anspannung lesen wollen. Ansonsten: Finger weg.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2009 10:42 PM MEST


Die Fremde in Dir
Die Fremde in Dir
DVD ~ Jodie Foster
Preis: EUR 10,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Film mit fragwürdigem Ende, 20. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Fremde in Dir (DVD)
Der Film zeigt wie Menschen mit einem Verbrechen, bei dem sie einen geliebten Menschen verlieren, umgehen und was dieser brutale Einschnitt in ihrem Leben aus ihnen machen kann. Ein Film über Verlust, Schmerz, Trauer, Angst, Rache und Selbstjustiz.
Die große Stärke des Films ist meiner Meinung nach, die gut gelungene, dramaturgische Entwicklung der Heldin vom passiven Opfer zur aktiven Täterin. Schritt für Schritt verwandelt sie sich mehr zu einem Racheengel. Jodie Foster spielt diesen Engel sehr gut und passt gerade als kleine, zierliche Frau sehr gut in diese Rolle. Leider werden aber ihrem inneren Konflikt nur wenige Szenen gegeben. Das fand ich eher schwach.
Der größte Schwachpunkt war aber für mich das zwar überraschende, aber doch unlogische Ende. Mir geht es jetzt gar nicht so sehr die Frage von Selbstjustiz ja oder nein, sondern um die Sichtweise des Polizisten. Der verhielt sich unrealistisch, eigentlich fast lächerlich hinsichtlich seines " körperlichen Einsatzes".
Alles in allem finde ich aber den Film gelungen und empfehlenswert.


Nachtzug nach Lissabon
Nachtzug nach Lissabon
von Pascal Mercier
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Philosophisches Road-Movie, 17. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Nachtzug nach Lissabon (Taschenbuch)
Diesem Buch sollte man Zeit geben. Viele Rezensenten legten es nach ca. 100 Seiten weg. Das hat es eindeutig nicht verdient. Es ist nicht der "Überhammer" an Spannung und es passiert auch nicht jede Seite etwas Entscheidendes (manche Seiten sind sogar extrem langatmig), aber mit der Zeit baut es doch eine gewisse Spannung auf. Der Autor macht es sich aber oft sehr einfach, indem Mundus wichtige Zeitzeugen oder Informationen zu Prado oft einfach so in den Schoß fallen.
Die Personen der 2 Hauptakteure sind unterschiedlich gut dargestellt. "Prado" finde ich sehr ausführlich und facettenreich beschrieben. Der zweite Held ("Mundus"), von dem man anfänglich meint, er sei die Hauptperson bleibt aber leider in der Beschreibung und Entwicklung einiges schuldig. Viel zu wenig oft wird genauer über dessen Gedankenwelt geschrieben. Schließlich bricht ja Mundus mit seinem bisherigen Leben und wagt sich auf ein Abenteuer im fernen Portugal. Über ihn hätte der Autor eigentlich viel mehr schreiben sollen.
Die philosophischen Gedanken Prados kamen mir oft interessant (Abschlussrede als Schüler), aber dann auch wieder sehr banal vor. Was mich am meisten gestört hat, war, dass Prado immer als Lichtgestalt dargestellt wurde, an den sich alle nur mit verklärtem Blick erinnerten. Mundus selbst entwickelt sich aber auf einmal auch selbst zum Tausendsassa, in dem er alte Jungfern aus der Lethargie holt od. gebrochenen Widerstandskämpfern neue Würde verleiht. Aber vielleicht würde der Autor, der ja Philosophieprofessor ist, sich selber so gerne sehen.


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