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Leserin21

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Eclipse - Bis(s) zum Abendrot (Fan Edition) [2 DVDs]
Eclipse - Bis(s) zum Abendrot (Fan Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Kristen Stewart
Wird angeboten von New*Star*Media
Preis: EUR 14,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gekürzte Version auf DVD, 20. November 2011
Ich weiß nicht, warum, aber anscheinend scheint nicht vielen aufgefallen zu sein, dass auf der DVD mindestens zwei Teil- Szenen heraus geschnitten worden sind.
Ich kann mich an diese Szenen noch ganz genau erinnern, weil ich den Film im Kino angeschaut habe und bei einer wirklichen lachen musste.

Zu den Kürzungen:
Die Szene, wo man Edward und Bella im Bett liegen seht und Edward sagt 'Du wirst immer meine Bella bleiben' wurde gekürzt. Denn in dieser Szene versucht Bella Edward zu überreden, mit ihm zu schlafen, was Edward nicht zulässt ("Bella, würdest du bitte aufhören, dich auszuziehen?"). Und die zweite gekürzte Szene ist die letzte im Film, denn dort ist Edward bereit, Bella ihren 'Wunsch' zu erfüllen, aber Bella sagt, sie wolle es 'richtig' machen (ihn erst heiraten).
Beide Andeutungen wurden herausgekürzt und sind auch auf den Extras der DVD nicht zu finden! Eigentlich eine Unverschäntheit.

Allerdings denke ich, dass alle Kritikpunkte, die ich zum Film allgemein aufbringen könnte schon längst gesagt worden sind.
Von mir bekommt er drei Sterne, weil er trotz allem zum 1- mal anschauen ganz interessant ist. Die Geschichte ist nicht sonderlich erwähnenswert, unglaubwürdig und unlogisch, theatralisch und übertrieben, die Dialoge ganz witzig, die Charaktere Klischee- Haft und oberflächlich. Auch der Soundtrack hat nichts besonderes und auch keinen sonderlichen Widererkennungswert wie der von z.B. Harry Potter. Die Twilight Serie ist sowieso eine Saga, die ein regelrechtes 'Schlachtfeld' für Kritiker und Fans bietet, wobei ich (mittlerweile, nach einigen Monaten des Fan- Seins) eher zu den Kritikern gehöre.
Für Mädchen um die 14 ist der Film etwas Wunderbares (auch wenn die Zweifelhaftigkeit der Absichten und der Charaktere ihnen vielleicht noch nicht auffallen wird, oder gerade deswegen) aber sobald man alt genug ist, um zu sehen, dass Bellas Verhalten ein Rückschritt in der weiblichen Emanzipation ist und eigentlich nur ausdrückt, wie wichtig es ist, einen Freund zu haben, erscheint der Film ziemlich übertrieben dramatisch und ansonsten nicht sehr spannend.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2011 12:36 PM CET


Asterix bei den olympischen Spielen
Asterix bei den olympischen Spielen
DVD ~ Clovis Cornillac
Preis: EUR 7,74

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorschlag für einen neuen Titel: Wie Brutus versuchte, Cäsar umzubringen..., 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den olympischen Spielen (DVD)
... denn darum geht es hauptsächlich in diesem Film. Ich habe die Comics niemals gelesen, hatte aber ein paar Hörspiel Kasetten als Kind und habe gerne die Zeichtrickfilme gesehen. Und deswegen, weil ich wahrscheinlich niemals den Vergleich hatte, dass Realverfilumgen den 'Charm' des Comics nicht rüber bringen sollen, fand ich die ersten zwei Asterix Filme sehr gelungen. Ich fand sie voller Witz, Charme, Einfallsreichtum, mit viel Liebe zum Detail.

Und was hat man mir hier geliefert?
(Achtung, eventuelle Spoiler.)

Asterix und Obelix mutieren zu NEBENCHARAKTEREN! Ich fand die beiden Schauspieler eigentlich sehr gut, vor allem unseren 'Obelix', für den ich mir mittlerweile keine andere Besetzung als Gerad D. vorstellen kann. Auch mit der Neubesetzung des Asterix hätte ich mich gut anfreunden können. Hätte man ihm nur etwas mehr Raum zur Entfaltung, sprich, mehr Spielraum gelassen!
Denn die Szenen der beiden Helden sind verdammt kurz, beschränken sich auf wenige Säzte und albernen Slapstick. Vor allem Obelix wird hier, mehr noch als in den anderen Filmen, auf jemanden beschränkt, der die ganze Zeit an "Ich habe Hunger" und "Ich will Römer verhauen" denkt. Nicht, dass Obelix nicht so ein Charakter wäre, ABER hier hatte er selten etwas anderes zu sagen. Und Asterix? ich weiß nicht. Der Schauspieler konnte die Rolle gar nicht richtig zur Entfaltung bringen,weil er dafür gar keine Zeit hatte. Denn immer wieder schwenkten die Szenen zu einem (absolut schrecklichen!) selbstverliebten Cäsar, dessen Sohn verzweifelt versucht, ihn umzubringen und das mit allen Mitteln. Und dieses Schema widerholt sich. Und widerholt sich. Und widerholt sich. Bis zum Erbrechen. Brutus nimmt eine der Hauptrollen ein. Wo bleiben Asterix und Obelix dabei? Ich fand das Zusammenspiel der beiden alten Schauspielern in den letzten zwei Filmen herrlich, da hat alles gestimmt! Aber hier haben die beiden ja kaum etwas zu sagen...

Der Film hat eine so magere Handlung, dass es mich nicht wundert, dass man versucht hat, mit seelenlosem Slapstick etwas Witz hinein zu bekommen. Es sind VIEL ZU VIELE moderne Elemente eingebaut, VIEL ZU VIELE Promis und berühmte Sportler, mit denen man wahrscheinlich versucht hat, aus dem Film noch etwas rauszuholen, was nicht rauszuholen ist. Und auch die Olympischen Spiele an sich sind VIEL ZU LANG.

Jetzt zu der obligatorischen Liebesgeschichte zwischen Romantix und Irina. Und um ehrlich zu sein: Es gibt nicht einen Grund, warum die beiden so 'unsterblich' ineinander verliebt sein sollten. Romantix (der ürbigens keinen Deut Romantik in sich hat und sich die Gedichte, die er seiner Angebeteten schickt, von Obelix diktieren lässt!) hat offensichtlich ein Bild von ihr auf einer Münze. Und Irina verliebt sich in seine Worte, was sie noch selbst am Anfang sagt (Übrigens ist Irina eine der langweiligsten, durchsichtigsten Charaktere im Film und erscheint wie ein nettes Schmuchstück, das auf einem Tron sitzt, um die männlichen Zuschauer anzusprechen). Komischerweise scheint es sie hinterher gar nicht zu stören, dass Obelix hinter einem Busch steht und Romantix die Worte, die er zur Irina hinaus ruft, in den Mund legt. Also von wegen 'Ich bin nur in seine Worte verliebt', denn würde das stimmen, hätte sie ja beim Anblick von Obelix in Ohnmacht fallen müssen -.-
Der Kampf zwischen Brutus und Romantix gerät albern und unnötig, sowie langweilig.

Und dann hat man sich aus Elementen des ersten Films bedient. Die Druiden treffen sich wie im ersten Teil. Und Mirakulix wird entführt. -.-

Was mir an dem Film gefallen hat:
Bullys Auftauchen fand ich sehr gelungen, nur schade, dass er auf grund seiner nicht vorhandenen Französich Kentnisse nur eine Rolle bekommen hat, in der er gar nicht richtig sprechen muss.Denn das, was wir deutschen von unserem Bully normalerweile an Gags gewöhnt sind, geht da mehr oder weniger unter. Auch wenn seine Einlagen lustig waren, so kamen sie doch nicht an das heran, was wir aus seinen deutschen Filmen gewöhnt sind.
Auch bei Micheal Schuhmachers Auftritt musste ich sehr lachen, weil ich die Idee wirklich lustig fand.
Troubadix findet endlich einen Fan und Freund, der ein genauso mieser Musiker wie er selbst ist.
Ansonsten waren mir die Schauspieler unserer Helden wie immer sehr sympatisch, auch der neue Asterix, aber da der Film (leider) seinen Fokus auf Brutus und Cäsar richtet, konnten beide ihre Rollen nicht wirlich ausspielen und sie entfalten.
Zum Schluss taucht Numerobis auch noch auf (was eine große Überraschung war), zum abschließenden Fest, das diesmal in Griechenland stattfindet. (Jenes wird aber auf höchst alberne Art und Weise in die Länge gezogen. Wieder ist der Hauptblick nicht auf Asterix und Obelix gerichtet, sondern auf Numerobis selbst.)

Fazit:

Der Film ist ein Fall für die Tonne. Ich schaue mir Asterix und Obelix schließlich nicht an, um in 70 Prozent der Szenen dabei zu zu sehen, wie Brutus seinen Vater um die Ecke bringen will. Ein trauriger Abstieg von den humorvollen, meiner Meinung nach äußerst charmanten ersten beiden Teilen der Asterix Realverfilmungen.


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2)
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 2)
DVD ~ Daniel Radcliffe
Preis: EUR 4,97

59 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... und plötzlich ist eine Ära zu Ende..., 24. Juli 2011
(ACHTUNG: Diese Kritik beinhält ausführliche SPOILER zum Film)

Wie so viele andere Potter Fans ging ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Kino. Lachend, weil mich der Film so umgehauen hat wie kein anderer Film. Weinend, weil das Ende dieser Ära mich unsagbar traurig gemacht hat.

Zu Beginn dieser Rezension muss ich sagen, dass ich bisher jeden neuen Harry Potter Film klasse fand. Jedenfalls immer dann, wenn ich im Kino saß. Für mich war die Verfilmung meiner Lieblingsbücher immer ein Highlight, ganz egal, wie viel raus gelassen wurde. Jeder Film wurde meiner Meinung nach nur noch besser und besser. Das liegt aber auch daran, dass ich nie eine 1 zu 1 Übertragung des Buches erwartet habe, sondern ich mich schlichtweg freute, meine Buchhelden in Fleisch und Blut auf der Leinwand zu sehen, um noch tiefer in die Geschichte eintauchen zu können. Und so war es auch beim aller letzten Teil:
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2. Und ich muss sagen, ich bin absolut beeindruckt, auch wenn ich ein paar negative Punkte habe.

Fangen wir mit dem Negativen an:
Zu schade, dass man die gesamte Geschichte von Albus Dumbledore ausgelassen hat und sie so nur auf ein paar Sätze beschränkt wurde. Die Geschichte mit Ariana kam überhaupt nicht rüber: Meine Freundin, mit der ich ins Kino ging und die Bücher nicht kennt, hat gedacht, Dumbledore hätte für den Weg zur Macht seine kleine Schwester um die Ecke gebracht, da Aberforth nur sagt, er hätte sie für die Macht geopfert. Um was für eine Macht es sich handelt, bleibt unklar. Ebenso unlogisch ist es meiner Meinung nach, den jungen Grindelwald in Film eins auftauchen zu lassen, ohne dass seine und Dumbies Geschichte erwähnt wird. Das fand ich wirklich traurig.

Ebenso, aber das hat mich schon in Part 1 unsagbar gestört, wurde nicht erklärt, woher Harry die verdammte Spiegelscherbe hatte. So saß der, der die Filme nicht kannte mehr oder weniger auf trockenem Boden: Meine Freundin dachte zunächst, das wäre nur einfach eine Requisite und hat gar nicht verstanden, warum Harry die Spiegelscherbe im ersten Film um Hilfe anruft. Das ist das Blöde, man hätte ja zumindest kurz erwähnen können, dass das ein Stück von Sirius Spiegel ist, die Harry irgendwann vielleicht einmal mitgehen ließ ( das wäre zumindest eine einfache Erklärung gewesen) stattdessen aber sitzt er zu Beginn von Part 1 auf seinem Bett und starrt in die Scherbe. Das war wirklich sehr schlecht, man hätte es galanter lösen können.

Die ganze Carrow- Sache wurde weggelassen,(na gut, die war auch nicht wirklich wichtig) es wurde auch nicht erwähnt, dass die Kinder, die im Raum der Wünsche campierten, zu Dumbledores Armee gehörten. (es sei denn, ich habe das nicht ganz mitbekommen :)
Überraschend fand ich, dass Harry unter den Schülern war, die vor Snape standen und dann raus gekommen ist (an die Szene kann ich mich gar nicht mehr erinnern).
Auch die Szene mit Dumbledore geriet mit persönlich etwas zu kurz, aber als ich das Horror- Baby Voldemort erblickte wurde mir schlichtweg übel (so etwas ekelhaftes!), welches wieder einiges wett gemacht hat.

Die Idee mit dem letzten, finalen Kampf zwischen Harry und Voldemort fand ich mehr als gut, dass hat die Spannung sehr weit hochgetraben und auch Voldemorts Tod war mehr als nur episch: Leider fehlte mir an der Stelle aber, dass die Leute von Hogwarts anfangen zu jubeln. Im Buch fand ich das sehr gut: Harry und Voldemort sind in der großen Halle, Harry spricht ein letztes Mal zu ihm und macht ihm klar, dass er nicht der Herr des Elderstabs ist. Im Buch fällt Voldemort auch nur tot um, in dem Moment, als Sonnenlicht durch die Fenster der großen Halle dringt. Hier zerfällt er zu kleinen 'Schnipseln', die im Sonnelicht zu Staub zerfallen. Nach dem Kampf geht Harry in die große Halle, und alle sind fröhlich, sitzen, unterhalten sich. Aber kein Gejubel und das hat mir wirklich sehr gefehlt.

Harry zerbricht den Elderstab und wirft ihn weg: Leider hat er seinen eigenen Zauberstab nicht mehr repariert.
Und woher wusste Harry, dass Lupin einen Sohn hat?

Aber ich will nicht zu viel lästern, immerhin ist der Film nun einer meiner Lieblingsfilme, einer unvergleichlicher, epischer Film. Das war trotz aller Logikfehler ein würdiger Abschluss!

Positives:
Obwohl mir manches zu kurz kam, waren andere Szenen so emotional, dass man wirklich weinen musste. Teilweise waren Szenen genau so, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt hatte, nur BESSER, wirklich, vor allem Harrys Gang zu Voldemort und das Auftauchen von seinen Eltern, Lupin und Sirius war emotional. Und einer der absolut besten Szenen im Film war der Tod Snapes. Da hat man in den letzten paar Minuten wirklich noch Sympathie für ihn entwickelt. Das wurde dann aber noch von seinen Erinnerungen getoppt:
Die waren so emotional, süß, tragisch, episch und wundervoll... Alan Rickman hat Snape hier einen mehr als nur würdigen Abschluss beschert. (Und Snape als Kind, man glaube es kaum, ist richtig niedlich!) Der verwundeten Snape, der noch Gefühle zeigt und Lilly nach ihrem Tod weinend in den Armen hält, glaubt man ihm total, nur fand ich hier eins wieder merkwürdig...
wie konnte Snape wissen, dass Lily Harry vor ihrem Tod: Du musst immer stark bleiben und so weiter sagte? Wäre er dabei gewesen bei ihrem Tod hätte er doch bestimmt irgendetwas getan, um sie zu retten. Naja, das ist mal wieder einer der vielen Logikfehler des Films, aber seien wir mal ehrlich: Bei all den anderen, hundert guten Szenen die der Film zu bieten hat, kann ich das wohlwollend (wie bei jedem anderen Potter auch) verschmerzen.
Die Schlacht im Hogwarts war total episch.
Der Anfang ist wirklich toll Prof. McGonagalls Kampf mit Snape ist kurz, aber knackig, die Schutzzauber Szene ist wunderbar und McG. Beschützt die Schule äußerst würdig!
Aberfoth sah aus wie ein dicklicher, jüngerer Dumbledore, das hat mir sehr gut gefallen. Er war auf seine Art und Weise einfach super.
Fred und George bekommen noch mal die Möglichkeit, sich voneinander zu verabschieden, das fand ich sehr gut gemacht, leider kommt die Sache mit Freds Tod erst am Ende heraus.
Doch trotz aller Tragik: Der Film liefert (dank Ron natürlich) einige Lacher. Nach seinem Kuss mit Hermine ist das Trio mit Malfoy und co im Raum der Wünsche: Hermine wird angegriffen und Ron rennt den Angreifern hinterher und brüllt: 'Ey, das ist meine Freundin du Penner, hast du gehört?'
Neville wurde besonders hervorgehoben, er hat sich regelrecht zu einem der verborgenen Helden der Saga gemausert- jetzt wird auch der letzte verstehen, warum er damals nach Gryffindor geschickt wurde :)

Der Film übertrifft alle bisherigen Potter um Längen. Nie hat ein Harry Potter Film einen so zum weinen, bangen und fürchten gebracht, niemals hat man so mitgefiebert.Die Fantasie ist auf der Leinwand wundervoll in Szene gesetzt wurden. Die 3D Effekte waren super. Und sogar ein wenig Nostalgie gab es: Zwischendurch wurde die alte Harry Potter Musik, die wir noch aus den ersten beiden Filmen kennen, eingespielt... da wurde einem wirklich das Herz warm.

Fazit: Man kann einfach keine 1 zu 1 Übertragung eines Buches in einen Film erwarten. Dinge müssen für das visuelle Medium, den Film nun einmal geändert werden. David Yates hat teilweise wirklich fantastische Lösungen für Problematik gefunden, die durch mangelnde Informationen aus Film 6 entstanden sind- obwohl Harry kaum etwas über die Horkruxe weiß, spürt er deren Anwesenheit und hat Visionen von Voldemort, die ihn auf die Spur bringen. Er ist einfach atemberaubend und ich kann wirklich die meisten Fehler und Kürzungen verschmerzen - erstens, weil sie das Vorankommen der Geschichte und den hauptsächlichen Handlungsstrangs nicht beeinflussen und weil uns dafür einfach ein hervorragender Film geliefert wurde, der an Genialität kaum zu überbieten ist.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2011 6:03 PM CET


Ruf der Dämmerung
Ruf der Dämmerung
von Riana O'Donnell
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen durchaus lesbar, aber haut einen nicht um...., 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ruf der Dämmerung (Gebundene Ausgabe)
Und deswegen gebe ich dem Buch nur drei von fünf Sternen. Man kann es ganz gut lesen,
ist auch recht spannend, aber es reißt einen nicht wirklich mit.
Obwohl die Idee nicht einmal schlecht ist, aber das Buch kratzt ziemlich an der Oberfläche. Auch das Ende hat mir nicht gefallen. Ich dachte mir irgendwann:'Wenn das Buch so endet, dann hätte man es gar nicht schreiben zu brauchen...'
Ich würde wahrscheinlich keine Fortsetzung davon lesen, falls es die überhaupt gibt. Die Idee an sich ist wirklich gut, aber mir persönlich geht die Beziehung zwischen Ahi und Viola etwas schnell, auch habe ich den Zusammenhang mit der Lebenskraft nicht immer ganz verstanden. Außerdem tauchen im Buch immer wieder Namensvertauschungen im erzählenden Text auf: Etwa, als Viola glaubt, er hieße "Ali" und nicht "Ahi", mehrmals im Buch wird er dann von der Autorin Ahi genannt, obwohl Viola seinen richtigen Namen gar nicht verstanden hat. Und immerhin ist das Buch aus ihrer Sicht geschrieben.
Was ich nicht verstehen kann, sind die ständigen Vergleiche der Leser irgendwelcher Fantasy- Romanzen mit *trommelwirbel* Twilight! Ich habe manchmal das Gefühl, manche Leser suchen einfach nur nach irgendetwas, was sich mit dem berühmten Buch vergleichen lässt... aber es gab auch schon vor Twilight gute Fantasy Romanzen. Und bestimmte Parelelen tauchen eben immer wieder auf, manchmal sind Sachen eben ähnlich, dass liegt aber nicht daran, dass man um jeden Preis Twilight kopiert, sondern weil es schon hunderte von Liebesgeschichten im Fantasy Bereich gibt, was zur Folge hat, dass es einfach keine richtigen 'neuen' oder 'bahnbrechende' Einfälle gibt.

Aber hier ist kein wichtiger Punkt 'wie' Twilight. Das einzig ähnliche ist die Liebesgeschichte zwischern einem merkwürdigen Wesen und einem menschlichen Mädchen, und dass das Mädchen neu im Ort ist. Finish, nadda. Keine Dreiecksbeziehung oder so was...
Twilight ist nicht die Messlatte für alle Bücher der Welt, die Liebesbeziehungen zwischen zwei Welten thematisieren. Aber viele Teenager glauben das und das finde ich doch recht erstaunlich.

Trotzdem ist das Buch durchaus spannend zu lesen, der Schreibstil ist okay, aber eine etwas detaliertere Beschreibung der Liebesszenen zwischen den Protagonisten hätte mir gefallen.
Ebenso, dass Viola es schafft, ihrem Vater gegenüber seiner neuen Freundin die Augen zu öffnen.

Wie gesagt: Das Buch reicht für einen netten Leseabend auf zwei. Und mehr nicht. Ist eben leichte Literatur für zwischen durch.


Camp Rock 2 - The Final Jam [Director's Cut]
Camp Rock 2 - The Final Jam [Director's Cut]
DVD ~ Demi Lovato
Preis: EUR 7,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ...gääähn...., 18. Juli 2011
Der Film ist langweilig, oberflächlich, klischeebehaftet bis zum geht nicht mehr und einseitig.

Nun muss ich zu geben, dass ich mittlerweile schon etwas (betonung liegt auf etwas) aus dem Disney- Movie Alter heraus bin, was bedeutet, dass mich keine der jugendlichen Schauspieler so begeistern, dass ich mir mit ihren Postern das Zimmer zukleister, mir säntliche Filme auf DVD kaufe und die Jonas Brothers mit ihremn Mainstream- Pop anhimmle als wären sie junge Götter.
Aber ich schätze trotzdem Filme mit guten Storys und schöner Musik, selbst wenn sie von der Klischeefabrik Disney stammen. Deswegen fand ich Camp Rock Teil eins immer sehr schön. Die Musik war wirklich erstklassig (vor allem die Lieder "Who will I be", "This is me" und "We Rock" waren bahnbrechend!)und die Charaktere, trotz üblicher Klischees, sehr einfallsreich. Mitchie war ein sehr lieber und sympatischer Charakter, man konnte sich in sie hinein versetzen und mit ihr auch identifizieren.

Ich bin also ohne Vorbehalte an den Film herangegangen,ich war weder in euphorischer Erwartung, dass dies eine grandiose Fortsetzung vom besten "Disney Streifen alle Zeiten", noch ein "absoluter Flop" sei. Und habe ihn mir schließlich angekugt.
Nach den ersten zehn Minuten dachte ich mir :"Okay, das ist erst der Anfang des Films. Es kann ja nur besser werden."
Nach der ersten dreivirtelstunde fragte ich mich ernsthaft, was aus Mitchi für ein einfallsloser, arroganter, oberflächlicher Charakter geworden ist.
Nach einer Stunde schaltete ich den Film aus.

So ein langweiliger, dösiger und klischee- überzogener Film ist mir vorher noch nie unter die Augen gekommen. Wirklich. Und wir sprechen hier von Disney, der zuckersüßen Klischeefabrik Nummer 1.

Die Story ist so was von einfallslos und einfach gestrickt, dass es schon weh tut.
Plötzlich macht ein gegnerisches Camp auf, der Betreiber ist fies und skrupellos und plötzlich laufen alle Camp Rock Begeisterten zum Camp Star über- allen voran natürlich die blonde Zicke aus Teil eins, die sich trotz aller inneren Wandlungen zu den 'Bösen' ziehen lässt.
Und so ist der Film aufgebaut:
Alle im Camp Rock sind vernünftige, nette Leute.
Alle im Camp Star sind fies und eingebildet.
Mitchi bekommt darauf einen Rammel und will es dem anderen Camp unbedingt zeigen. Aus dem lieben, schüchternen Charakter Mitchi ist eine überehrgeizige, viel zu selbstbewusste Anführerin geworden. Die Entwicklung scheint nicht glaubwürdig: Im ersten Film noch zurückhaltend, ist sie im zweiten Film DIE Anführerin, die immer einen Spruch auf Lager hat... -.-

Ich habe wie gesagt irgendwann in der Mitte aufgehört ihn mir anzusehen, weil ich so was von gelangweilt war... außerdem konnte ich bei dieser Handlung nur noch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen.

Wirklich, das ganze erscheint wie'mal eben hingefilmt', um noch mehr Profit zu schlagen. Beim ersten Teil war wenigstens noch ein wenig Mühe dabei, beim zweiten Teil kann ich davon jedoch nichts mehr erkennen. Disney hat wohl darauf gezielt, möglichst viele Teenager mit gutaussehenden Typen und einer einfach gestrickten Handlung in die Kreischmaschine einzufangen. Leider scheint ihnen das wohl auch gelungen zu sein. Ich jedenfalls konnte dem Film wirklich gar nichts abgewinnen. Nicht einmal die Musik hat mich angesprochen. Was auffiel: Im ersten Teil wurde nur Musik gemacht, wenn man wirklich auf der Bühne stand oder zumindest ein Instrument in der Hand hatte, da fingen die Leute nicht mitten in der Szene eines Streites an, sich gegenseitig mit Liedern 'wegzubatteln', so wie in Teil zwei. Die Musik an sich erschien mir ziemlich hölzern, hohl und einfach. Nichts, was ich mir gerne zwischendurch anhören würde. Die oben genannten drei Lieder dagegen aus dem ersten Film höre ich heute noch regelmäßig, weil sie einfach super sind und der Text einfach nur grandios (besonders bei "This is Me")ist.

Einfach nur ein Film, bei dem ich persönlich nur noch gähnen konnte.
Natürlich mag es Teenager und Leute geben, die so etwas mögen, aber ich kann es nicht nachvollziehen.


Lemonade Mouth - Die Geschichte einer Band
Lemonade Mouth - Die Geschichte einer Band
DVD ~ Christopher McDonald
Preis: EUR 6,97

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typischer Disney Film voller Klischees? Nicht ganz..., 16. Juli 2011
Jeder, der die typischen Disney Filme für Jugendliche kennt, weiß, wovon ich spreche, wenn ich von typischen Klischees spreche. Da gibt es immer die arroganten Zicken oder dummen Machos, die trotz ihrer auffällig negativen Charaktereigenschaften die beliebtesten Schüler sind, von Lehrern bevorzugt werden usw. Dann gibt es noch die Aussenseiter, die natürlich super nett sind und zum Schluss des Films von allen anerkannt werden, während die Idioten leer ausgehen. Die Rollen sind klar verteilt, die Fronten oberflächlich und einseitig.
Ich will nicht behaupten, Lemonade Mouth würde diesem Schema nicht entsprechen. Das tut der Film in jeder Hinsicht. Und Anfangs denkt man sich noch, dass das einer dieser typischen Disneyfilme ist, bei denen es offensichtlich ist, wie die Geschichte endet (man merkt direkt zu Anfang des Films, welche Pärchen zusammen kommen und wer letzten Endes mit wem anbändelt, das ist immer das selbe Schema). Aber neben typischen Filmelementen dieser Firma wird man das eine oder andere Mal wirklich überrascht und vor allem das Ende liefert einige Überraschungen. Denn bei Lemonade Mouth schlägt Disney offensichtlich einen leicht tieferen Gang ein.

Ich werde hier jetzt keine Beschreibung machen, worum es geht, das kann man ja in der Zusammenfassung oben nachlesen :)

Ich fange einmal an mit den offensichtlichen Klischees:

- ein selbstverliebter, autoritärer Schulleiter, der ein absolutes Ekel ist und nur den Sport und das Cheerleading unterstützt, ansonsten alle anderen Clubs und Vereine in den Keller der Schule verbannt
- eine etwas schrille Lehrerin, die trotz allem recht sympatisch ist und gegen den Schulleiter (zunächst erfolglos) ankämpft

- ein neues Mädchen an der Schule, Stella, das der Inbegriff von Revolution ist (irgendwie besetzt jeder Teenager da eine bestimmte Eigenschaft von teenagern im Allgemeinen oder einer Gruppe von Teenagern)sich von ihrer Familie aber kaum beachtet fühlt,
- Eine süße Blondine, welche schüchtern und zurückhaltend ist, ein gutes Herz hat, mit einer tragischen Vergangenheit und in der jede Menge Potential steckt
- eine gutaussehende Inderin, die viel Druck von ihrer Familie ausgesetzt ist und deren Vater sehr streng ist. Sie selbst möchte zu den beliebten Schülern gehören
- ein rothaariger Junge, welcher ein großes Problem hat, die Freundin seines Vaters zu akzeptieren
- zum Schluss der offensichtlich hübsche Sportmuffel, der im Schatten seines großen Bruders steht

Aber nicht, dass man mich falsch versteht:
Ich habe dem Film nicht ohne Grund fünf Sterne gegeben!
Er ist nämlich unheimlich komisch, sehr unterhaltsam. Natürlich füllt er Klischees aus, mit denen Jugendliche sich identifizieren können, zudem zeigt er, wie Jugendliche aufstehen und sich aus ihrer alten Position befreien und selbstbewusst gegen Unrecht 'revolutionieren', was für Jugendliche allgemein ein sehr ansprechendes Thema ist. Sich selbst finden, selbstbewusst und erfolgreich sein.
Trotz der Klischees sind die Charaktere doch recht nett, die Schauspieler wurden auf jeden Fall gut ausgesucht. Ich bin kein Fan von den typischen Disney- Comedy Serien, also kannte ich auch die Schauspieler nicht wirklich, aber sie haben mich überzeugt. Weil Lemonade Mouth letztend Endes dann doch nicht nur an der Oberläche kratzt. Den Charakteren wird gerade durch ihre Probleme mehr Tiefe als in anderen Filmen zugestanden, vor allem Olivia (die Blonde) hat mich letzten Endes sehr überzeugt, weil sie doch nicht das hübsche, naive Schmuckstück ist und wirklich ein guter Charakter ist.

Nun zur Musik:
Ein wenig Pop- Rock, die Texte sind okay, wobei ich sie manchaml schlecht übersetzt fand. Allerdings hätte man die Texte teilweise nach ausarbeiten können. naja, sie erfüllen ihren Zweck.
Die Musik klingt tatsächlich sehr gut, zielt natürlich genau darauf ab, die Charaktere noch fester in ihren Positionen darzustellen, während die 'gegenerische' band der Beliebten nichts anderes als "Ich bin besser als du" in ihren Texten ausdrückt, hat Lemonade mouth Lyrics, die auf das Innenleben und die Entwicklung der Charaktere abzielen.
"Determinade" ist einer der besten Songs, obwohl dieser gar nicht einmal so ausdrucksstark vom Text her ist.
Aber es passt alles in Allem zum Film.

Was mich dann doch ziemlich zum Grinsen brachte, ist, dass die Band als sie zum ersten mal aufeinander treffen ein wenig einen Takt aus natürlichen Geräuschen herstellen, langsam mit den Musikinstrumenten einsetzen und natürlich hat Olivia sofort den richtigen Song parat, den sie alle perfekt spielen:) Aber das ist typisch.

***SPOILER***
Zu den Überraschungen am Ende:
Die Band gewinnt den Rising Star Contest NICHT, weil sie total versagen, weil alle irgendwie krank oder so etwas in der Art sind. Und dann kommt die Überraschung: Das Publikum fängt an, "Determinate" zu singen und der Gitarrist der verfeindeten Band steigt mit seiner Gitarre ein, um den Auftritt zu retten. Das war wirklich schön gemacht.
Der Schlagzeuger und Sportmuffel kommt NICHt mit der hübschen Inderin zusammen, obwohl er sich in sie verliebt hat. Die Inderin bleibt weiter hin mit dem Gitaristen der anderen Band zusammen. Olivia und When (oder wie der Typ heißt ;) kommen auch nicht zusammen, obwohl es knistert. Und Stella erreicht letzten Endes dann doch noch ihre Revolution.
Olivia ist die Off- Erzählerin, sie erklärt dem Zuschauer, wie Lemonade Mouth entstanden ist. Dann findet man heraus, dass sie einen Brief an ihren vater schreibt, mit dem sie Jahre lang nicht geredet hat: Auch das ist eine Überraschung: Der ganze Film ist sozusagen ein Brief an ihren Vater.
***ENDE***

Natürlich ist der Film ein reines Klischee- aber die Schauspieler holen einiges raus. Und die handlung, die Songs, all das ist TROTZDEM schön und unterhaltsam. Bei manchen Dingen schüttelt man zwar einfach nur den Kopf (eine Revolution wegen einem Lemonaden Automaten anzetteln zu wollen zum Beispiel :), aber so ist das bei Disney halt immer.

Die Charaktere hat man nach einiger Zeit einfach nur noch lieb, weil sie alle sehr sympatisch sind.

Fazit: Ein hübscher, unterhaltsaer Film für Jugendliche, über den man trotz (oder auch gerade wegen) schrecklicher Klischees lachen kann. Empfehlenswert. Für Kinder um die dreizehn bestimmt so spannend wie "High school musical" oder "Camp Rock", nur dass der Film eben etwas tiefgründiger ist. (Wer mir nicht glaubt, der schaut sich den Film einfach mal an!)


Tagebuch
Tagebuch
von Anne Frank
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Worte, 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Tagebuch (Taschenbuch)
Ich bin ja eine leidenschaftliche Leserin. Aber das Tagebuch habe ich regelrecht gefressen. Zum einen ist es spannend, das Tagebuch eines anderen zu lesen (denn wie oft kommt man dazu, so etwas legal und ohne Folgen zu tun:-) zum anderen ist die Geschichte unheimlich berührend. Der Schreibstiel der Anne wird auch immer besser. Anfangs noch ziemlich kindlich und aufzählhaft, wird der ganze Stil im Laufe der zwei Jahre des Versteckens erwachsener.
Es ist so perfekt geschrieben, das es ein Roman sein könnte. Aber es ist echt.
Annes Gefühlswelt, ihre Eindrücke und Empfindungen- man ist ihr Begleiter. Man durchlebt mit ihr jeden Streit im Hinterhaus, jede Kriese, jede Träne- sie wächst dir richtig ans Herz. Ein Mädchen, das du nicht kennst und nie kennen gelernt hast. Du kannst ihre Ideale und Träume gut nachvollziehen. Die erdrückende Atmosphäre des Hinterhauses lastet irgendwann auch auf dir. Heimlich und leise muss alles sein. Niemals können die Franks raus in den zwei Jahren. Zwei Jahre! Zwei Jahre, ohne auch nur ohne Angst aus dem Fenster schauen zu können, zwei Jahre zusammen mit Leuten, die schrecklich gemein sind und die du nicht ausstehen kannst... zwei Jahre kein Wind in deinen Haaren, zwei Jahre nichts anderes als das Hinterhaus.
Dass sie dabei nicht verrückt wurde! Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
Und das Schlimmste ist die Hoffnung. Die Hoffnung der acht Personen, dass England mit der Invasion die deutschen aus Holland vertreiben würde und sie Oktober 1944 wieder auf der Schulbank sitzen würde. Und obwohl du weißt, dass es niemals dazu kommen wird, hoffst du mit, du kannst gar nicht anders, du hoffst, dass das Ende beim Lesen ein anderes wird. Du hoffst darauf, dass Anne wieder zur Schule gehen kann, dass sie eines Tages ihre Träume erfüllen wird, dass sie Kinder habe wird und einen Beruf, dass sie den Menschen helfen wird... genauso, wie sie es sich selbst immer gewünscht hat.
Und doch weißt du, dass es niemals so sein wird.

Einer der vorletzten Einträge. Da schreibt sie hoffnungsvoll und voller Freude, dass sie in zwei Monaten ein freier Mensch sein wird... und dann, zwei Seiten später der Schriftzug, der einen melancholisch macht:
HIER ENDET ANNES TAGEBUCH.

Und dieser neutrale, einfach Satz drückt nur eines aus: Tod.

Und du bist melancholisch. Du weißt, was passiert ist, aber es geht nicht in deinen Kopf rein, er will es einfach nicht begreifen.

Das macht den Wahnsinn des Nationalsozialismus deutlich...
Sie war ein Mädchen! Ein ganz normales Mädchen, gutaussehend, voller Träume und Wünsche, begabt und für ihre Zeit sehr emanzipiert...
Im Grunde ein Mädchen so wie du und ich. Ich begreife es nicht. Ich blicke auf das Tagebuch, wo ein Foto von ihr abgebildet ist und mir wird schmerzhaft klar, dass genau DIESES Mädchen so ein Leid durchmachen musste, und hinterher, ein paar Wochen vor der Erlösung durch die Alliierten, an Tylphus zu sterben...

Es ist so sinnlos. All das, was sie im Hinterhaus gelernt hat... all die Fernkurse, die sie und ihre Familie gemacht haben, nur um etwas zu tun, all das Wissen, das sie später hätte nutzen können...
Für Nichts! Für den Tod!

Ich begreife es nicht. Das will einfach nicht in deinen Kopf rein.

Und während du ließt, und das Tagebuch immer dünner wird, und du weißt, dass du dich immer mehr den letzten Worten, dem Tod näherst, bekommst du das Bedürfnis, dieses ganz normale Mädchen bei der Hand zu nehmen, und ihr die heutige Zeit zu zeigen.
Ihr zu zeigen, was wir alles aus ihren Worten gelernt haben. Dass Millionen von Menschen sich für "die Herzensergüsse" eines jungen Mädches interessieren, was sie ja nicht einmal ahnte und wahrscheinlich niemals geglaubt hätte.Der Satz ist reine Ironie aus heutiger Sichtweise.
Und wie sehr sie die Menschen heute noch inspiriert und dass ihr Tagebuch eins der glaubwürdigsten und bewegensten Zeugnisse ihrer Zeit ist und andauernd auf der Bestseller Liste steht...
Ich würde mir ihr laufen, ich würde ihr Zeit geben. Luft zum Atmen. Ein paar schöne Erlebnisse draußen.
Und ich würde denjenigen, der sie alle verraten hat: Herr und Frau van Daan (van Pels) und ihren Sohn Peter, Margot, Otto, Edith Frank, Alfred Dussel (Pfeffer) und Anne... den würde ich eigenhändig aus der Geschichte nehmen und ihn irgendwo nach Mexico verfrachten, nur damit die Familie es bis nach dem Krieg schafft und weder vergast werden noch an Tylphus erkranken müssen...

Aber leider kann ich nicht in die Geschichte eingreifen.

Und trotzdem bleibt immer noch der fahle Nachgeschmack.

"HIER ENDET ANNES TAGEBUCH."

Warum?!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2013 1:32 AM CET


Wild (Laurel)
Wild (Laurel)
von Aprilynne Pike
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,82

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verdammt, ich will wissen, wie es weiter geht..., 25. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Wild (Laurel) (Taschenbuch)
Gott sei Dank bin ich der englischen Sprache fähig, denn ansonsten hätte ich das Buch so früh nicht lesen können. Ich habe den ersten band "Elfenkuss" zwar auf deutsch gelesen, habe aber nach den ersten zwanzig Seiten darüber gestöhnt, was das für ein einfach gestrickter Schreibstil war. Die Übersetzung fand ich nicht besonders, dennoch hat mich das Buch so gefesselt, dass ich ein paar Wochen später den zweiten Band (den aus auf englisch bereits gab, die deutschen Übersetzungen hinken immer eins zurück) gekauft habe und gefressen habe. Mir kommt der englische Schreibstiel irgendwie anspruchsvoller vor, vielleicht kommt das aber auch nur daher, dass englisch nicht meine Muttersprache ist.
Und jetzt Wild.

Die ganze Saga konzentriert sich hauptsächlich auf Laurels Gefühlsleben, wie sie damit umgeht, wie ihr Verhältnis zu den Jungs ist... und so weiter. Die eigentliche Gefahr dieser Handlung ist meistens eher ein Nebenaspekt, denn es geht in den ersten 3 Virteln fast hauptsächlich nur darum, dass Laurel zwar ihren David liebt, aber auch unbändige Gefühle für Tamani hegt, und so kommt es des öfteren mal vor, dass Laurel sich nicht beherrschen kann und ihm zu nah kommt, trotz ihrer Beziehung zu David :)

Ich weiß nicht warum mir dieses unlogische übertriebene Gefühlschaos gefällt, aber mir gefällt es. Die Charaktere haben (fast) alle ihre eigene Eigenheiten und Macken. Vor allem Chelsea mit der großen Klappe und dem Herz aus Gold gefällt mir.

Allerdings denkt man sich jetzt, nachdem man drei Bücher lang nur darüber gelesen hat, dass Laurel irgendwie Tamani und David liebt und sich nicht so recht entscheiden kann: "Verdammt, nimm endlich einen und gut is"

***SPOILER***
An einer Stelle ist Laurel so sauer, dass sie mit David Schluss macht. Sie fährt zu ihrem alten Haus in Orick, wer läuft ihr hinterher? Tamani. Beide kommen sich näher und sie sieht ein, dass sie ihn wohl doch lieben muss (was dem Leser seit Band eins klar ist, begreift Laurel erst so richtig im dritten). Und nachdem der Leser sich endlich freut, dass sie sich für den Elfen entscheidet, nein, geht sie dann mit David "Nur als Freunde" auf diesen verdammten Ball und scheint sich dann mal wieder nicht ganz sicher zu sein.
Es regt einen unheimlich auf, aber wenn ein Buch einen so mitreißen kann, spricht das ja nur für sich:)
***ENDE***

Laurels Gefühlskriesen nerven wirlich unheimlich: Laurel hat einfach keine Ahnung, wen sie will. Und Tamani und David verhalten sich, als sei laurel eine Art Prinzsessin oder irgendetwas ähnliches. Ich verstehe nicht wirklich, wie beide sich so sehr um sie bemühen können, an Laurel ist eigentlich nichts besonderes (okay, sie ist eine "Elfe" aber als Persönlichkeit?).Außerdem hat Laurel irgendwie die Überzeugung, dass Tamani nur für sie lebt und selbst, wenn sie ihn nicht haben kann, darf ihn auch keine andere haben. So reagiert sie ziemlich eifersüchtig auf Yuki, die sich offensichtlich ziemlich viel aus Tamani macht.
Laurel hat eigentlich keine besonderren Merkmale, sie ist eigentlich ganz normal und sieht dabei noch gut aus. Ich finde bei ihr keine dieser 'besonderen' Merkmale wie bei Chelsea, was ihre Persönlichkeit betrifft.
Und trotz meines Gemeckers: ich liebe das Buch und was darin passiert! Und ich liebe die Geschichte! Pike schafft es irgendwie immer wieder aufs neue, einen in den Bann zu ziehen... und eigentlich lese ich das Buch auch nur wegen der Liebesgeschichte, deswegen stört mich, dass die GRundhandlung teilweise ins Abseits gerät, auch nicht weiter.

***SPOILER***
Eigentlich ist es mittlerweile offensichtlich, mit wem Laurel am Ende zusammen kommen wird. Immerhin wollte sie die neue Austauschschülerin Yuki, die wohl auch eine Elfe ist, mitten ins Gesicht schlagen, nur weil sie Tamani angelächelt hat... nachdem Schluss mit David ist, fragt Chelsea, die offensichtlich immer noch in David verliebt ist, ob es okay für Laurel ist, wenn sie ihn zum Ball einlädt, womit Laurel dann kein Problem hat:)
Am Ende wird David etwas sehr, sagen wir mal, panisch. Ich vermute, ihm wird die ganze Elfen- Sache bald zu viel werden. Würde mich freuen, denn ich bin von Anfang an Team Tamani gewesen und werde es bis zum vierten Band bleiben.
Und nachdem Chelsea mit ihrem Freund schluss machen will, glaube ich persönlich, dass David und chelsea, die auch eigentlich gant gut zusammen passen, zusammen kommen und es dafür ein Happy End für Laurel und Tamani gibt.
***Ende***

Aber obwohl die Gefahr in der Geschichte erst so richtig auf den letzten paar hundert Seiten anläuft: Der Leser tappt im Dunkeln. Pike hat wunderbare Arbeit geleistet, den Leser in die Irre zu führen und das Geheimnis lange zu halten: Somit ist der Schluss eine (böse) Überraschung und leutet ein zum vierten Band, von dem ich mir ehrlich gesagt mehr Handlung erwarte, weil jetzt Avalon in Gefahr ist... ich hoffe, das wird sich jetzt nicht nur auf Laurel/Tamani/David konzentrieren. Wild ist ein schönes Mittelstück und ist (hoffentlich) der Auftakt zu einem spannenden Finale. Der Cliffhanger ist fies, und als ich es zu ende gelesen hatte dachte ich nur:"Verdammt, ich will wissen, wie es weiter geht...".

Fazit: Ich liebe diese Reihe, gerade wegen diesem nervigen, total unnötigen Gefühlswirrwarr, laurels ständiger hin- und herspringerei (was ist so toll an ihr, dass sich zwei Jungs um sie prügeln??)und der romantischen Liebesszenen. Eine schöne Buchreihe, die ich nur weiter empfehlen kann.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2011 3:37 PM MEST


Goodbye Lullaby
Goodbye Lullaby
Preis: EUR 8,97

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefgründing und schön, 5. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Goodbye Lullaby (Audio CD)
Zunächst muss ich mal in dieser Rezension vorweg nehmen, dass ich nicht verstehe, dass manche Leute 'Let Go', Avrils erstes Album, rockig fanden. Let Go hat mehr ruhige Balladen als rockige Lieder. Die einzig 'rockigeren' wobei ich dabei nicht mal von wirklichen Rock sprechen will (außer vielleicht bei Sk8er boi) sind Complicated, Unwanted, Skater Boy, Losing Grip... aber sonst? Nur ihr widerborstiger Ruf entsprach dem einer Rockgöre. Bei Konzerten hat sie ja sogar Bascetcase, Fuel und andere rockigen Lider gecovert... Under My Skin war da schon ganz anders. Obwohl es eindeutig negativ orientiert war. Und dann kam The best damn thing. The best damn thing war bei WEITEM das rockigste Album, mit dem Unterschied, dass Avril hier das pinke mädchenhafte Image annahm... ich verstehe die Bescherde von so vielen Menschen nicht, die die alte 'rockende' Avril zurück haben wollen.In keinem anderen Album hat sie jemals so viel geflucht und gerockt sowie E-Gitarren eingesetzt(und wenn ich fluchen sage, dann meine ich nicht die zensierte Version des Albums, wo sie zB in "I don't have to try" 'get ready, get ready', statt'get ready motherf****r' singt. das halbe Album wurde nachzensiert) Es gibt da insgesamt nur drei ruhige Lieder, der Rest ist ziemlich selbstbewusst und überschwemmender Rock-Gören-Positiv-Fröhlicher 'Rock.'

Und dann jetzt. Goodbye Lullabay. Schon das Cover ist traumhaft, man merkt, dass sie nun viel erwachsener ist und so drückt sie das schon mit der Gestaltung des Covers aus. Ich bin froh, dass sie auch auf der Bühne nun nicht mehr dieses pinke W,Equipment und pinkte Zeug dabei hat...
Goddbye Lullaby ist ein überzeugendes Akustikalbum. Avrils Stimme kommt endlich mal wieder richtig zur Geltung. In The best Damn Thing kam es eher wenige Momente, in denen man ihre reine Stimme so gut hören konnte. Man merkt, dass sie sich ordentlich gemacht hat, auch Stimmmäßig (wer Konzerte von 2003 mit heutigen Live- Auftritten vergleicht, staunt Bauklötze^^).

Black Star:
Ganz nett, könnte aber länger sein. Man merkt, dass das ein Werbesong war. :) Als Intro aber okay.

What the hell:
Erinnert an The best damn thing, ganz netter Ohrwurm. Entspricht auch dem gängigen Charts.

Push:
Hier merken wir endlich mal etwas von ihrer Weiterentwicklung. Push gehört zu den stärksten Songs des Albums. Das Duett im evan Traubenfeld in der dritten Strophe ist super!

Wish you were here:
Gefällt mir in der Acoustic Version besser. das Lied als solches ist wunderschön, nur dieser Pop-Takt nervt unheimlich. So klingt es eher wie eine dieser typischen Pop-Songs, und als Acoustic Lied kommt es einfach viel besser zur Geltung. Trotz allem, sehr schön gemacht.

Smile:
Geil, Geil, geil!
Das war das erste Lied was ich vom neuen Album gehört hatte und die Worte oben meine ungefähre Aktion. Klingt gereift, fröhlich, frech, mal wieder mit Schimpfwörtern und trotzdem schön. Alles, was ein perfekter Avril Song braucht.

Stop Standing There
Mal wieder einer dieser 'mhmh ganz nett' Songs, bei denen man auch leicht weghören kann. Ist trotzdem ganz schön. Klingt ein klein wenig altmodisch, ein wenig angehauchter sechziger- Jahre Stil.

I love you
Fängt n bissl doof an, steigert sich aber. Wieder ein 'ganz nett' Lied, haut mich aber nicht wirklich vom Hocker. Hör ich trotzdem ganz gerne.

Everybody hurts
Also das ist einfach... ohne Worte. Eins der besten Lieder vom Album. Es ist super!!!! Wunderschön, gefühlvoll, einfallsreich... zehn Sterne!!

Not enough
Auch sehr gelungen... ruhig, wird aber zum Ende und zwischendurch auch etwas rockiger... gelungene Mischung.

4 Real
Coole eigene Produktion von ihr! Sehr gefühlvoll, gefällt mir gut. Vor allem der Refrain... <3

Darlin'
Eins dieser "oh wie schön" Lieder. Steht qualitätsmäßig auf einer Stufe mit Everybody Hurts.

Goodbye
Ein Streichkonzert? Bei Avril? WOW! Die schönste Ballade von ihr... richtig gefühlvoll... und die Stimme erst.Ist ein sehr persönliches Lied, das sie selbst produziert hat.

Remember When: Schön. Etwa von der Qualität der Lieder 'Wish you were here' und 'Everybody hurts'.

Alice
Ich war ganz schön überrascht, als der erste refrain aus war und nicht sofort die dritte Strophe kam... längere Version! Alles in allem ist aber das Geschrei manchmal etwas nervig, denn sie schreit in dem Lied andauernd. -.- ist trotz allem sehr schön. Nur die Bezeichnung "Hidden Track" ist unsinnig... wenn ein Track nicht versteckt ist (zum Beispiel dass er in einem anderen Lied steckt und erst zehn Sekunden nachdem das erste Lied aus ist angeht) und zudem noch auf der Hülle der Name steht... was ist daran versteckt?? O_O

Die Akkustikversionen:
Unterscheiden sich von den originalen nur davon, dass hier mehr Wert auf Gitarre und Klavier gelegt wird. Avril singt meist genauso wie in den anderen Tracks, manche Tonspuren etwas verändert (so was wie: Statt hoch mal tief singen). Wish you were here ist toll (!), Push eben so und What the hell finde ich persönlich besser als das Original.

Bad Reputation:
Wer 'The best damn Tour in Toronto' gesehen hat, hat auch Bad Reputation von Avril dort gesehen. Super!! Sehr schön, dass das jetzt auf der CD ist. Ist zwar nur ein Cover, aber bekanntlich sind die Covers ja rockiger als ihre eigenen Lieder:) Das Lied ist richtig gut.

Das Album ist schön, sehr schön... emotional und mitreißend. Ruhig wie Let Go und doch tiefgründiger, sie ist weg vom 'unsicheren Teenie'. Auch geht es um viele negative Themen wie in Under my skin, aber hier klingen sie meist nicht düster und "schwarz". Und einzelne Lieder haben rockige Anteile. Aber die einzigen Lieder, die an The best damn thing erinnern sind Smile, What the hell und Black Star (Black Star erinnert mit dem Klavier sehr an Lieder wie 'Innocence' und 'I will be'.

Die besten Lieder sind:
Push (normal und acoustic)
Wish you were here (wieder beides)
Smile (!!!auch das Video ist super!!!)
Everybbody hurts (ohne Worte)
Not enough
Darlin (ohne Worte)
Remember When
4 Real
Goodbye
Alice
WTH Accoustic

Auch das Cover- Buch ist hübsch gemacht, mit schönen Bildern und den Songtexten.

DVD:
Ganz okay für Fans, muss ich persönlich aber nicht haben. man erfähr allerdings einiges zum Album, den Songs und seiner Entstehung,

Fazit:
Ein Muss für alle,die Avrils Musik lieben!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2011 6:10 PM CET


Fremde Wesen - Zauber der Elfen
Fremde Wesen - Zauber der Elfen
DVD ~ Florence Hoath

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner Kinderfilm, der zum Träumen einlädt!!!, 5. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Fremde Wesen - Zauber der Elfen (DVD)
Fremde Wesen 'Zauber der Elfen' ist wirklich einer der wunderschönsten Kinderfilme, die es überhaupt gibt. Er ist ernst, aber auch komisch, realistisch, und doch magisch, menschlich und gleichzeitig mystisch. Fantasie gerät in die wirkliche Welt. Und diese wirkliche Welt ist alles andere als leicht:

Wir schreiben das Jahr 1917 und der erste Weltkrieg ist immer noch im Gange. Davon bekommt man im Film aber nur sehr wenig mit. Es ist überhaupt keine Gewalt darin. Es wird sehr behutsam behandelt, eben kindgerecht. Natürlich kann man ein paar verwundete sehen, aber ich erinnere mich, dass ich den Film schon als kleines Kind gerne gesehen habe und niemals irgendwelche Angst verspürt habe.

Der Film behandelt Themen wie Trauer, Krankheit, Krieg und Tod unglaublich sanft, und auch davon gibt es in diesem Film- Elsie, die ältere der beiden Mädchen hat ihren Bruder verloren, ist etwas stiller als ihre Cousine Francis, die ohne Mutter ist und deren Vater im Krieg ist, aber trotz allem ein lachendes, fröhliches Kind ist.

Das magische, übernatürliche 'Feenreich' ist hier etwas ganz natürliches, etwas, was man vor der Haustür finden kann, wenn man offenen Herzens sucht. Elsie und Frances unterhalten sich über Feen, rufen sie, treffen sie- und machen Fotos von ihnen.
So als wäre das etwas ganz normales, etwas natürliches. Hier gibt es kein Geballer mit Zauberstab und Sprüchen, hier sind zwei Mädchen und die Erwachsenen, die durch ihre Fotos zu etwas zurück finden, was sie schon lange vergessen haben.

Natürlich basiert dieser Film auf einer wahren Geschichte- Elsie und Frances gab es wirklich, ja, auch die Fotos gibt es.Man google nur einmal "Cottingley Fairies" und wird sicher die Fotos finden. Sie sind gefälscht, die Feen wurden ausgeschnitten und mit Hutnadeln aufgestellt. Auch hierfür gibt es kleine Hinweise im Film.

Achtung SPOILER:

Im Film sagt Frances, dass sie und Elsie unmöglich die Feen fotographieren könnten, denn sonst würden sie sie verraten- Elsie trägt eine Mappe unter dem Arm und sagt:"Ich habe eine Idee".
Der dreiste Reporter, der in diesem Film unbedingt die Wahrheit rausfinden will, bricht in das Haus der Wrights ein und findet diese Mappe. Darin sind die ausgeschnittenen Feen- Figuren und der Gnom. Er stellt sie mit Hilfe der beiliegenden Hutnadeln auf.

SPOILER ENDE

Die Elfen sind wunderschön animiert, was für 1997 eine erstaunliche Sache ist, denn die 3D Technik steckte damals noch ziemlich in den Kinderschuhen. Die Elfen wirken, als könnte man sie mit der Hand aus dem Bildschirm holen. Sie sind sehr zart, sehr schön anzusehen. Auch das Geflüster, das sie umgibt, fand ich sehr passend.

Ebenso wird hier die Unachtsamkeint und Gleichgültigkeit der Menschen gezeigt. Kaum ist publik, wo denn genau die Fotos geschossen wurde, kommen hunderte menschen zum Bach, zertreten alles, brechen Äste ab, lassen Müll liegen und stören die Ruhe des Waldes. Sie laufen mit Keschern und Taschen umher und versuchen, die Elfen zu fangen, respektieren sie überhaupt nicht Nur um einen schönen Tag zu haben. Dann fahren sie wieder nach hause, lachend, während man sieht, wie die Elfen den Wald verlassen, weil sie sich nicht mehr wohlfühlen. Ein klarer Apell an die Menschen, auch auf die kleinen unter uns zu achten, wie Tiere und Pflanzen und nichts auszubeuten, um des eigenen Spaßes etc. Willen und so weiter... was ein Kind dabei alles lernen! Zeigt denn nicht gerade die Szene, in der man die Elfen weggehen sieht,was ein Mensch alles anrichten kann? Ich finde es schön, wenn man versucht, Kinder dafür zu sensibilisieren, um ihnen zu zeigen, was los ist.

Auch die Besetzung mit Top- Schauspielern spricht doch für den Film. Sogar Mel Gibson hat einen kurzen Gastauftritt am Ende. Spricht das nicht für besonders gute Qualität, einer besonders guten Geschichte, wenn so viele hochkarätige Schauspieler daran mitwirken? Hier kann man sehen, dass Menschen und 'Berühmte' aus der Filmindustrie auch in der Lage sind, einen wunderschönen, gewaltlosen Film für Kinder mit einer tollen Botschaft zu untermalen. Und das merkt man. Nicht an einer Stelle wünscht man sich alberne Witze, die heutzutage das Kinderfernsehen überschwemmen. Man findet keine grellen, aufsässigen Farben, keine groben Animationen, keine Szenen die 'mal eben hingefilmt' aussehen und die bloß 'kauf mich' schreien. Da ist kein Bösewicht, der besiegt werden muss, keine Helden, keine Oberflächlichkeit. Dieser Film zeichnet sich von unglaublicher Zartheit aus, voller Liebe zum Detail und mit liebevoller Aufmachung. Die Handlung ist nicht langweilig, ist nicht 0-8-15. Sie braucht keine knallbunte Action, um zu verstecken, dass die Handlung dünn ist, denn die Handlung ist alles andere als dünn. Das nenne ich einen richtigen Film. Unbedingt empfehlenswert! Das ist Qualität, für Kinderseelen und Herzen einfach nur das Richtige! Hier wird man nicht mit aufdringlichen, kalten und kunterbunten actionlastigen reizen überschwemmt. Hier spricht das Gefühl und die Sanftheit.
Wenn man sieht, mit was die Kinder heute überschwemmt werden, finde ich, hat die Filmindustrie einen deutlichen Abstiegt gemacht. Früher konnte man noch solche Filme machen- heute muss man Geld machen. Obwohl es auch heute viele schöne Animationsfilme gibt (die Tinker Bell Animationen sind zum Beispiel zwar schon modern, aber kindgerecht, auch wunderschön gemacht und sind fast genauso gut wie der Film hier!!)

Fremde Wesen. Hier werden Kinder angeregt, zu träumen. Die Fantasie zu nutzen und sie nie zu verlieren. Es geht auch ums Erwachsenwerden. Und natürlich ist der Film auch etwas für jung gebliebene Erwachsene, die sich gerne von so etwas das Herz erwärmen lassen!!


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