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Rezensionen verfasst von
Claudia (Balzheim, Deutschland)
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The Accidental Mistress - A Regency Novella (Risque Regency)
The Accidental Mistress - A Regency Novella (Risque Regency)
Preis: EUR 0,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geklaut von Georgette Heyers "Eskapaden", 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Dies ist genau die Geschichte wie in "Eskapaden" (im Original "Devil's Cub") von Georgette Heyer. Die jüngere, dümmere und schönere Schwester, bzw. Cousine, die glaubt, ein berüchtigter Wüstling würde sie heiraten, wenn sie mit ihm durchbrennt. Die ältere, klügere und weniger attraktive, die sie vor der Schande bewahren will. Die dümmliche Mutter, der Wüstling, der schon ein mehr als starker Trinker ist, die Verletzung, die ihm zugefügt wird, und am Ende seine Bekehrung zu der weniger blendenden Cousine.

Dies ist nur eine Novelle, und nach dem Schlag mit der Flasche auf den Kopf kommt gleich die Heirat. Ein derart dreistes Plagiat sieht man selten. Vor allem mit dem Original im Kopf, das ungleich raffinierter und komplexer ist, kommt mir diese Erzählung recht primitiv und linear vor.


Inferno (Illustrated)
Inferno (Illustrated)

3.0 von 5 Sternen Die große Schwäche fast jeder Dante-Übersetzung: Verse zu Versen., 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Illustrated) (Kindle Edition)
Ich habe nach wenigen Seiten aufgegeben. Zwar war es einer der größten amerikanischen Poeten, Longfellow, der diese Inferno-Übersetzung ins Englische gemacht hat, aber er hat aus Dantes Terzinen wieder Verse gemacht. Das Ergebnis ist qualvoll unleserlich. Das wäre wahrscheinlich auch im Deutschen so, ich kenne bloß keine deutsche Inferno-Übersetzung in Versen. Statt dessen habe ich mir die (sehr empfehlenswerte) neue zweisprachige Prosaübersetzung von Hartmut Köhler zugelegt.

Es sind nur wenige schwarzweiße Bilder in der Ausgabe, allerdings sind diese wirklich schön. Kommentare gibt es nicht.


Sewing 911: Practical and Creative Rescues for Sewing Emergencies
Sewing 911: Practical and Creative Rescues for Sewing Emergencies
Preis: EUR 9,53

3.0 von 5 Sternen Nur für "Low-End"-Näharbeiten oder blutige Anfänger, 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Autorin schreibt schon im Vorwort, wenn man beim Nähen "perfection with a capital P" suche, dann sei dieses Buch das falsche. Und das stimmt. Ich habe nicht viel dazugelernt. Es ist am ehesten für Anfänger geeignet, die noch nicht viel genäht haben und wirklich nicht wissen, was man angesichts eines durchgebügelten Saumes, zu wenig Stoff oder aufgeschlitzten Knopflöchern tun soll. Ich habe innovative Ideen erwartet, und die hat das Buch nicht. Es sind die altbekannten Verfahren, die hier beschrieben werden. Wirklich gut sind diese eher in einem alten Schinken (1970?) von Ines Ruebel, "Wir nähen und schneidern", beschrieben, von dem es noch gebrauchte Exemplare gibt.

Mich haben vor allem die Tipps interessiert, die mit Änderungen zu tun haben, aber die sind sicher das schwächste Kapitel des Buches. Die Tipps sind von der Art, dass man etwa, wenn ein Rock zu kurz ist, nicht einfach unten etwas ansetzen soll, sondern sich überlegen soll, ob ein verlängernder Einsatz 10 cm oberhalb des Saumes hübscher wäre. Es geht z. B. auch auf die verschiedenen Arten Zwickel ein, die man am Oberteil einsetzen kann, wenn es zu eng ist, wie man, wenn die Vorderteile einer Jacke ungleich lang sind, dann gleich eines raffen kann (das möchte ich mal sehen, wenn man vorher zwei Lagen Einlage eingebracht hat!), etc. Für viele dieser "Probleme" gibt es ja eigentlich die Lösung, die die nervige Handarbeitslehrerin aus der sechsten Schulklasse immer gepredigt hat - auftrennen und nochmal machen - und etliche der in diesem Buch genannten Alternativen sind ausdrücklich nur für solche Projekte gedacht, die nicht sehr wichtig sind oder von denen mah sowieso schon die Schnauze voll hat.

Meiner Ansicht nach findet man in den zahlreichen Videoblogs, in denen Kleidung aus zweiter Hand oder aus Trödelläden aufgefrischt und modernisiert wird, viel kreativere Tipps als in diesem Buch.

Es gibt auch reichlich erste Hilfe bei Pleiten, Pech und Pannen - Brand- und Blutflecke, reißende Fäden, Schnitte und Risse usw. Wer sich damit gar nicht auskennt, hat in diesem Buch eine praktische Zusammenstellung, aber bitte: Alles erst an einem Rest oder an versteckter Stelle ausprobieren, vor allem Fleckentferner, der manchmal eher ein Farbentferner ist (ich weiß leider, wovon ich spreche...).

Die Bilder sind schwarzweiß und nicht sehr groß. Auf dem Kindle sind sie nicht gut zu erkennen, da sie nicht speziell für die Displaygröße formatiert wurden, ich habe das Buch daher auf meinem Android-Tablett gelesen.


Kein Titel verfügbar

4.0 von 5 Sternen Hält und bleibt sauber, 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Im Gegensatz zu vielen anderen Gelcases, die ich bei meinen Bekannten gesehen habe, bleibt diese hier elastisch und sauber, sie vergraut oder verschmuddelt nicht und wird auch nicht lose. Die Ausschnitte passen genau. Den Punkt Abzug gibt es für das scheußliche Rautenmuster aus mehr oder weniger transparentem Material auf der Rückseite, wie auf einem Herrenpullunder. Der Griff ist etwas stumpf, bei mir und meiner trockenen Haut bleibt das Handy tatsächlich bis etwa 75° (0° sei waagerecht, und 90° entsprechend senkrecht) auf den Fingern liegen, ideal für einhändige Bedienung, nicht so ideal, um das Handy in das eigens dafür eingenähte Seitentäschchen einer Lederhandtasche zu schieben - es rutscht halt schlecht.


Kein Titel verfügbar

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Funktioniert!, 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir dieses Gerät gekauft, weil nach über 20 Jahren Haareausrupfen an den Beinen die Haare nur noch einwachsen, und am rasierten Unterschenkel die dunklen Haarwurzeln durch die helle Haut aufs Hässlichste zu sehen sind. Ich habe einen idealen Hauttyp für das Gerät, war aber trotzdem zunächst ängstlich und habe das erste Mal nur mit Stufe 2 behandelt. Mittlerweile - nach vier Behandlungen im Zweiwochenabstand - benutze ich die höchste Stufe, ohne Nebenwirkungen, immer noch mit der ersten Lampe.

Nach dem ersten Mal habe ich noch nicht viel bemerkt, nach dem zweiten Mal war es aber schon sehr deutlich. Und zwar wachsen die Haare nicht nur deutlich langsamer - Rasieren alle 5 Tage statt jeden bis maximal jeden zweiten Tag - sondern sie vereinzeln auch. Wenn ich jetzt eine Woche nicht rasiere, fühle ich nur noch hier und da ein Haar anstatt des dichten Stoppelrasens, der vorher da war. Dem Augenschein nach sind die Haarwurzeln mittlerweile "leer", d. h. die Haut sieht so aus wie nach dem Wachsenthaaren, nur ohne die Rötung. Meine Haut ist ultratrocken und (mit 47) auch nicht mehr die jüngste, aber ich vertrage es sehr gut.

Beim Behandeln fühle ich ein Wärmegefühl, nicht mehr. Ich habe einige kleine Muttermale, die man ja nicht mitbelichten darf (wahrscheinlich würden sie sich durch die Menge des darin enthaltenen Pigments stark erhitzen - autsch!). Um die Muttermale muss ich herummanövrieren, so bleibt es nicht aus, dass kleine Stellen auch mal doppelt belichtet werden. Das scheint aber nichts auszumachen.

Beim Behandeln heißt es, vor dem Blitz Kopf wegdrehen, nicht hineinschauen (bei mir war keine Brille dabei). Das Licht ist brutal, etwas Licht dringt seitlich heraus, und selbst durch geschlossene Augenlider wird die Netzhaut anscheinend "geblitzdingst", d. h. ich sehe helle Nachbilder. Ich drehe den Kopf entweder weg oder halte die Hand vor die Augen, sonst wäre ich wahrscheinlich geblendet, ehe beide Beine fertig sind.

Das einzige, was mich stört, ist die Verpackung. Bitte, liebe Hersteller, legt doch eine Schutzkappe für die Lampe bei, damit man das Gerät in einem Beutel, einer Schublade oder sonstwie lose aufbewahren kann. So, mit der offenen Lampe, bleibt nichts, außer das Gerät wieder in die Originalverpackung zu legen, und die ist nicht neutral und auch recht groß.


Fashion: 2 Volumes
Fashion: 2 Volumes
von The Kyoto Costume Institute
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dinge, die man sonst nicht zu sehen bekommt, 8. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Fashion: 2 Volumes (Gebundene Ausgabe)
Als ich die Fotos der ältesten Stücke aus der Sammlung des KCIs betrachtete, packte mich geradezu die Ehrfurcht vor den 400 Jahre alten Kleidungsstücken, die immer noch unser ästhetisches Gefühl ansprechen. Dieser Doppel-Bildband ist das Stück aus meiner Sammlung, das ich mir am häufigsten ansehe. Die Fotos sind von ausgezeichneter Qualität, die Kleider speziell dafür gefertigte Kleiderpuppen angezogen (schließlich kann man einer modernen Schaufensterpuppe kein für Korsett geschneidertes Kleid überziehen) und mit den dazugehörigen Acessoires wie Pompadour, Schuhen, Fächer, in einem Fall sogar Buch und Brille (!) ausgestattet. Bilder von Frauenkleidung überwiegen, es gibt aber auch Männerkleidung. Detailfotos und (wenige) alte Stiche und Gemälde ergänzen das Buch.

Auch der Band über das 20. Jhd, der dicker ist als 18. und 19. Jhd zusammen, ist hochinteressant. Vor allem der Teil über Künstler- und Reformkleidung, über die man sonst wenig liest, hat mich beeindruckt.

Besonders interessant an diesem Buch ist der Blick auf Details, die man sonst nicht zu sehen bekommt: Der bestickte Zwickel von Seidenstrümpfen, die Konstruktion der Watteaufalten im Rücken, die Art, wie der "Stecker" (das vordere, dreieckige Einsatzstück im 18. Jahrhundert) befestigt wird. Man macht sich beim Betrachten herkömmlicher Bilder nämlich nicht klar, was es bedeutet, sich die Kleidung mit Stecknadeln am Leibe zusammenzusetzen, unelastische Strumpfwaren zu tragen und Schuhe, die niemals aus Leder, dafür aber z. B. aus Stroh und Goldfäden geflochten sind.

Das ist ein Buch zum immer wieder Anschauen, sehr informativ und anregend. Und wenn jemand noch die Strickanleitung für den ananasförmigen Pompadour aus der ersten Band erstellen könnte...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2011 9:23 AM MEST


Die Jungfernfalle
Die Jungfernfalle
von Georgette Heyer
  Broschiert

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Regency von innen, 23. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Jungfernfalle (Broschiert)
In diesem Roman sehen wir viele der ansonsten nur angedeuteten, historischen Schauplätze genauer: Die Ginschänke "Cribb's Parlour", die Hahnenkampfarena "Cock-Pit Royal", Hookham's Leibücherei, Jackson's Boxschule, wir sehen, wie ein Boxkampf ausgetragen wird, wie der Royal Pavillion in Brighton von innen aussieht und wie es dort zugeht, und anderes mehr. Dies ist für mich das Merkmal, das diesen Heyer-Roman von den anderen unterscheidet.

Der Held Julian Audley, Earl of Worth, ist zunächst einer der eher zwielichtigen Heyer-Helden. Trotz seines beeindruckenden Aussehens und Vermögens hat er es sich mit der schönen Erbin Judith gleich auf den ersten Seiten des Romans gründlich verscherzt. Die Damen sind es eben nicht gewöhnt, mit den eher ungehobelten Seiten der Gentlemen konfrontiert zu werden, vor allem nicht mit der Behandlung, die sozial tiefergestellte Frauen von ihnen erfahren müssen.

Dummerweise ist Worth der Vormund Judiths und ihres Bruders - hervorgerufen durch einen Schreibfehler im Testament ihres Vaters. Wenn Judiths Bruder Peregrine stirbt, dann wird sie den Großteil seines Vermögens zu ihrem eigenen dazuerhalten. Peregrine gerät auch in ziemlich viele gefährliche Situationen - nur Zufall? Und hat Worth eigentlich so viel Geld wie es scheint oder hat er sein Vermögen bereits in Spielclubs gelassen? Der Earl tut nichts dazu, den Verdacht von sich abzulenken oder Judiths Meinung von sich zu verbessern. Eher versucht es sein Möglichstes, um sie zu schlechtem Benehmen zu provozieren - was bei der widerspenstigen Erbin auch nicht schwer ist - so dass manchmal regelrecht die Fetzen fliegen. Judith erfährt die volle Wahrheit über ihn erst, als sie sich schon längst für ihn entschieden hat. Der Leser auch. Superspannend und auch historisch interessant.

Übrigens kommen etliche der Helden in "Barbara und die Schlacht von Waterloo" wieder vor, wie auch einige aus "Eskapaden".


Das Haus der zärtlichen Hände. Roman
Das Haus der zärtlichen Hände. Roman
von Kathy Hepinstall
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So ungewöhnlich wie unglaubwürdig, 18. März 2008
Ich war zugegebenermaßen von der Geschichte dieses reversen Bordells für Frauen fasziniert, in dem "sanfte Männer" (um meinen Teil zu der Übersetzungsdebatte beizutragen) eine spezielle Art von Dienstleistung für Frauen bieten. Die Autorin beschreibt eine feuergefährdete Welt, die aus einer Legende stammen könnte - alles scheint brennbar zu sein, das Haus, die Ernte, die Menschen, ständig herrscht Brandgefahr, und vieles verbrennt im Laufe der Geschichte. Das ist wohl ein Symbol für den Zündstoff in den gegensätzlichen Wünschen von Männern und Frauen, wenn es um Liebe geht: Frauen wollen Aufmerksamkeit und Zuwendung, Männer wollen Geschlechtsverkehr. So denkt Mr. Olen, der das "Haus der sanften Männer" betreibt, in dem Frauen alles haben können, und vor dem einen sicher sind. Niemand in dem Buch ist unbeschädigt oder normal, niemand verhält sich so, wie man es erwarten würde.
Gefallen hat mir an dem Buch die ungewöhnliche Handlung, der in einer Parallelwelt angesiedelt zu sein scheint. Allerdings fehlt der Autorin noch ein gutes Stück zu der Kunstfertigkeit, das alles glaubwürdig zu verkaufen. Einem Meister wie Günter Grass kauft man jedwede Ungereimtheit ab, jeden haarsträubenden Plot. Bei Hepinstall stolpert man beim Lesen darüber. Und der eine oder andere Adjektiv könnte ruhig auch noch wegfallen.


Stolz und Vorurteil
Stolz und Vorurteil
DVD ~ Keira Knightley
Preis: EUR 5,55

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr ästhetisch, aber nicht für Austen-Puristen, 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Vorurteil (DVD)
Als jemand, der die Austen-Vorlage fast auswendig kennt, muss ich sagen, dass dieser Film eigentlich keine Stolz & Vorurteil-Verfilmung ist.

Gefallen haben mir: Die herrlichen Landschaften und Herrenhäuser, die Kostüme, und - auch wenn sie im Buch anders dargestellt ist - die eigentliche Liebesgeschichte.

Gestört haben mich: die vielfältigen Ungenauigkeiten und Anachronismen. Mr. Darcy würde nie ohne Halstuch und im aufgeknöpften Hemd herumlaufen (egal wie durcheinander er ist), und schon gar nicht zu Mr. Bennet gehen, um um die Hand seiner Tochter anzuhalten. Mr. Bingley hätte niemals das Zimmer einer Dame betreten, die keine nahe Verwandte ist und im Bett liegt. Die Schweine würden nicht durchs Haus getrieben, egal wie knapp bei Kasse die Bennets sind. Die Familie würde niemals jemanden empfangen, wenn alle schon im Nachthemd sind, und schon gar nicht im Korridor. Und so weiter und so weiter...

Die Personen sind nicht die handelnden Personen des Buches. Der Vater, die Mutter, Jane und Elizabeth, alle sind in der Darstellung ziemlich abgemildert und zu sehr am heutigen "Normalen" dran. Was Elizabeth eigentlich gegen Mr. Collins haben kann, kommt nicht so recht heraus. Mr. Darcy wirkt von Anfang an eher verletzlich, unsicher und wie jemand, der sich nur nicht wohlfühlt - keine Spur von Arroganz (Matthew Macfayden ist für die Rolle einfach zu "knuddelig"). Mr. und Mrs. Hurst fehlen völlig. Gut sind Miss Bingley und Lady Catherine, und auch Charlotte Lucas - so ähnlich habe ich sie mir vorgestellt.

Der Film betont die erotische Komponente der Beziehung der Hauptpersonen. Der vermurkste Heiratsantrag von Mr. Darcy lässt einen erwarten, dass die beiden trotzdem gleich im Gras landen werden. Lizzie sieht in Pemberley eine Sammlung von Statuen an, unter anderem einen nackten griechischen Helden, bevor sie eine Porträtbüste von Mr. Darcy entdeckt und ihr Gesicht deutlich die Erkenntnis widerspiegelt: "Aha, das steckt also unter all diesen Jacken und Halstüchern!"

Das ist alles nicht Jane Austens Welt. Ehrlich gesagt, fällt es mir ja auch schwer zu sagen, wie man es in der Kürze des Films besser machen könnte. Die Darstellung ist wohl ein Kompromiss zugunsten unserer Denkgewohnheiten. Der komplizierte Balanceakt zwischen Vernunft und "vitaler Energie", der das Kernthema aller Austen-Bücher darstellt, ist im Film nicht wiederzufinden (wie auch, ohne all die Dialoge und Reflexionen...)

Trotz aller Kritik habe ich den Film mehrmals gesehen. Man muss sich von der Vorlage lösen und Liebesfilme mögen, dann ist es ein toller Film.


Young! Einfach jünger aussehen (GU Wellness Reihe)
Young! Einfach jünger aussehen (GU Wellness Reihe)
von Silke Amthor
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nutzlos, 30. September 2004
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Gehen Sie in die Kosmetikabteilung eines Kaufhauses und nehmen Sie dort ungefähr 250 g Werbebroschüren mit. Dann haben Sie ungefähr das Gleiche, was dieses Buch bietet.
Ich habe mich beim Lesen ein wenig geärgert, denn noch ein Buch, was uns die Segnungen der modernen Kosmetikindustrie preist, ist wirklich nicht nötig. Das, was die Kurzbeschreibung verspricht, hält das Buch nicht. Es geht darum, wie man sich möglichst viele Produkte ins Gesicht schmiert - nicht mehr und nicht weniger. Keine wirklichen Tipps zum Thema Frisuren (nur Nahaufnahmen einiger Hollywood-Damen), Modetipps schon gar nicht. Und erst recht keine Erläuterungen, wie man es denn nun anstellen soll, jugendlicher zu wirken.
Wer ein gutes Buch zum Thema "Jünger Aussehen" sucht, ist mit Judith Wills "10 Jahre jünger in 10 Wochen" wesentlich besser bedient, oder auch mit Brenda Kinsels "Wie man einen Badeanzug kauft".


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