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hippie_guy (Hamburg)

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Jurassic World [Blu-ray]
Jurassic World [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pratt
Preis: EUR 9,99

5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zumindest besser als Teil 3 - nette Popcorn-Unterhaltung, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Jurassic World [Blu-ray] (Blu-ray)
Manchmal kommt es vor, dass man ins Kino geht und mal so gar keine Erwartungen an den zu besuchenden Film hat. Eigentlich ist man auch nur aus Nostalgiegründen hingegangen, weil man den ersten Teil damals toll fand und Erinnerungen damit verbindet. Klar, 'Jurassic Park' fand ich 1993 als nicht mal Zwölfjähriger schon unheimlich faszinierend, zumal wenn man ' wie viele Jungen in dem Alter ' ein komplett Dinosaurier-Verrückter war. Der Streifen war mit seiner damals sensationellen neuen Tricktechnik schon ein Novum und dementsprechend erfolgreich. Kein Wunder, dass ein zweiter und ein dritter Teil nachgeschoben wurden, die allerdings doch eher mäßig ausfielen, und in letzterem nervte Téa Leoni in schier unerträglichem Maß.

Ein vierter Teil macht da selbstredend erst einmal auch nicht den Eindruck, etwas anderes als eine gigantische Gelddruckmaschine zu sein ' was sollte da schon noch kommen? Story nicht vorhanden: Dinos machen alles platt, auf dass die Kassen der Produzenten kräftig klingeln ' aber wie eingangs erwähnt, man hat eben Bock auf die Viecher und will es dann halt doch wissen. Und im Kino auf der großen Leinwand machen die Urzeitriesen natürlich schon was her.

Doch was hat 'Jurassic World' nun tatsächlich zu bieten? Nur billige Effekthascherei? Zum Glück nicht. Und wenn man nicht viel erwartet, kann man eh nicht allzu groß enttäuscht werden. Dass es vorhersehbar ist, wer gefressen wird und wer überlebt, dass die Charaktere zum Teil unfassbar klischeebehaftet sind, dass es Logiklöcher en masse gibt, das war von vornherein klar und damit musste man einfach rechnen. Es geht schon damit los, dass man in dem Park, der nun tatsächlich Realität geworden ist, was ja immer der Traum des alten John Hammond war, einen neuen, noch größeren und gefährlicheren Dinosaurier künstlich erschaffen hat, um noch mehr Leute anzulocken und als Folge daraus noch mehr Kohle zu scheffeln. Da würde sich jeder bereits an den Kopf fassen, nach dem Motto: Also, irgendwie habt ihr nichts aus dem damaligen Desaster gelernt, oder? Dass eine solche Idee vollkommen geistesgestört ist, würde wohl nicht nur Ian Malcolm so sehen, der damals im Film ja völlig zu Recht erschrocken 'über den Mangel an Demut vor der Natur' war.

Aber irgendeinen Aufhänger braucht man schließlich, damit die Sache in Wallung kommt. Im Mittelpunkt stehen wie im ersten Teil zwei Kinder (diesmal allerdings zwei Brüder), was nur eine von mehreren Anspielungen auf den '93er Film ist ' es folgen noch ein paar ähnliche Einstellungen (zum Beispiel, als die Gruppe der Protagonisten gegen Ende von Velociraptoren umringt ist). Laut Regisseur Colin Trevorrow wollte man dem bahnbrechenden Streifen damit Tribut zollen und außerdem die Grundlage dafür legen, möglicherweise noch weitere Jurassic-Filme folgen zu lassen. Jedenfalls denke ich nicht, dass es ein großer Spoileralarm ist, wenn ich verrate, dass die beiden Jungs am Ende überleben. Genauso Chris Pratt als Ex-Marine Owen Grady und die weibliche Hauptrolle Claire Dearing, gespielt von Bryce Dallas Howard. Klischeebehaftet vielleicht, dennoch haben die Charaktere mehr Gesicht als insbesondere im missratenen dritten Teil ' zumindest sind sie einem nicht völlig egal oder total unsympathisch, was bei solch eher anspruchslosem Popcorn-Kino nicht unbedingt immer gegeben ist.

Außer natürlich dem abartig zynischen Vic Hoskins (Vincent D'Onofrio), der die komplett irrsinnige Idee hat, die Raptoren irgendwann im Krieg als Waffe einzusetzen. Der Kerl ist von Anfang an als eindeutiges Loch am Ende des Darms auszumachen, wohingegen der nette und gutaussehende Grady schon wieder fast ein bisschen zu cool rüberkommt ' mal eben mit dem Motorrad zwischen den aggressiven und gefährlichen Raptoren hin- und herzufahren, ist schon ein Stunt für sich.

Hier wären wir dann auch bei den Logiklöchern angelangt: Ob man als Mensch Tiere wie Velociraptoren insoweit zähmen kann, dass sie auf einen hören, ist natürlich höchst fragwürdig, aber vielleicht dennoch möglich, aber die Idee, den ausgebrochenen Indominus Rex, wie die Macher des Parks ihr künstlich erschaffenes Riesenbiest nennen, mit Raptoren zu jagen, erscheint ziemlich schwachsinnig. Warum sollten diese kleinen Fleischfresser einen viel größeren Carnivoren jagen, wenn ihr Instinkt ihnen sagen würde, harmlose und viel leichter zu fangende Pflanzenfresser zu verfolgen? Und wieso kommunizieren die Raptoren und der Indominus miteinander, um dann doch wieder gegeneinander zu kämpfen? Und darauf, dass der Indominus ohne Hunger aus Vergnügen mehrere Brontosaurier tötet, wird letztlich nicht näher eingegangen, was schade ist, da es an sich in der Natur kein Wesen gibt, das aus reiner Bosheit und Lust am Töten tötet ' außer dem Menschen, versteht sich.

Nun gut, wenn man dies alles großzügig ausblendet, hat man einen Film, der durchaus Spaß macht, zumal die Plotlöcher immer noch weniger krass sind als in jedem Emmerich-Streifen (okay, Kunststück'). Niemand hat eine anspruchsvolle Story erwartet, sondern unterhaltsame, kurzweilige Dino-Action. Natürlich wird die Intensität des ersten Teils nicht im Entferntesten erreicht, aber zum Beispiel die Szene mit den Flugsauriern ist gut gemacht oder auch die Sequenz, wo die beiden Jungs sich in der Kugel befinden und vom Indominus terrorisiert werden, ist eine weitere nette Anspielung auf Teil 1. Ein paar gute Sprüche sind auch noch dabei (besonders von Jake Johnson als Lowery Cruthers) und fertig sind zwei Stunden Fantasy-Entertainment. Klar ist das nichts, das die Filmgeschichte revolutionieren oder Oscar-Anwärter Nummer eins sein wird, aber zumindest ist 'Jurassic World' gelungener als der recht schwache dritte Teil.

Ein bisschen bedauerlich, dass man sich nicht an die inzwischen herausgefundenen wissenschaftlichen Erkenntnisse gehalten hat, dass viele Dinosaurier (wohl auch die Velociraptoren) mit Federn bedeckt waren. Trevorrow wies nicht unberechtigterweise auf diesen Einwand darauf hin, dass man hier keinen Dokumentarfilm, sondern Unterhaltung gedreht habe, aber vielleicht wäre dies ja trotzdem eine interessante Neuerung gewesen. Nun ja, vielleicht im nächsten Teil, sofern es denn tatsächlich einen geben sollte'
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2015 12:17 PM MEST


Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte (+ Soundtrack-CD) [2 DVDs]
Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte (+ Soundtrack-CD) [2 DVDs]
DVD ~ Iris Berben
Preis: EUR 12,04

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträglich kitschig, nicht mal als Unterhaltung gut, 25. Februar 2014
2013 war Wagner-Jahr, denn der Meister hätte seinen 200. Geburtstag gefeiert. An sich deswegen auch keine schlechte Idee, einen Film über ihn bzw. seine Familie zu machen (auch wenn man da ein bisschen zu spät kommt, mittlerweile haben wir ja 2014), interessante Charaktere und eine bewegte Geschichte bietet diese zweifellos – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Wagner selbst Antisemit war und seine Nachkommen zum Großteil unverhohlen hinter der Nazidiktatur standen und sogar persönliche Freunde Adolf Hitlers waren.

Dies ist nach wie vor unentschuldbar und umso trauriger, da die Musik des gebürtigen Leipzigers nun einmal das wohl genialste an Kompositionskunst überhaupt darstellt, und deren Makellosigkeit und Schönheit kann durch Wagners verquere politische und antisemitische Ansichten zwar nicht wirklich getrübt werden (seine musikalischen Werke sind ja inhaltlich nicht in dem Sinne politisch), aber Diskussionen gibt es nicht ganz unverständlicherweise eben doch immer wieder, auch wegen des propagandistischen Missbrauchs von Wagners Musik im Dritten Reich. Die Frage allerdings, ob Richard Wagner selbst eine solch skrupellose Abscheulichkeit wie den grausamen Genozid an den europäischen Juden gutgeheißen hätte, ist müßig, denn er starb sechs Jahre bevor Hitler überhaupt geboren wurde – wahrscheinlich ist es im Endeffekt auch gut so, dass man es nie erfahren wird, vielleicht täten sich noch mehr Abgründe als ohnehin (und somit mehr Diskussionen) auf.

Doch zum Film: Wie gesagt, die Geschichte birgt jede Menge Potential – die Homosexualität Siegfried Wagners, die zu damaligen Zeiten gesellschaftlich völlig inakzeptabel und mit der er daher erpressbar war, der Druck, unter dem der Sohn angesichts der übermächtigen Fußstapfen seines Vaters stand, die Intrigen, das knallharte Regime, das die Witwe Cosima führte, die zum Teil erschreckend radikalen antisemitischen Ansichten, das Ein- und Ausgehen von Nazigrößen im Familiensitz Villa Wahnfried; zweifellos wäre da einiges möglich gewesen.

Schon allein aus diesem Grund wäre ein Fernsehmehrteiler wohl reiz- und auch sinnvoller gewesen als ein knapp zwei Stunden langer Film. So jedoch bleibt die Zeichnung der Charaktere sehr oberflächlich und vieles wird viel zu schnell abgehandelt: Zum Beispiel als Siegfried Winifred beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Garten kennenlernt; vorher hat er sie kaum gesehen und weiß praktisch nichts über sie – doch dann küsst er sie sofort und macht ihr einen Antrag. Überhaupt hätte man gerade Winifred näher beleuchten sollen. Sie war erwiesenermaßen eine überzeugte Nationalsozialistin, die auch nach dem Krieg nie ein Wort des Bedauerns oder der Einsicht verloren hat, es wäre interessant zu sehen gewesen, wie sie als gebürtige Engländerin in diesen Kreis geraten ist. Dasselbe gilt für Houston Chamberlain, der ja völlig vom Rassenwahn verblendet war. Die Rückblenden wurden ebenfalls misslungen und verwirrend eingesetzt.

Was den Streifen jedoch nahezu unerträglich macht, ist der zur Schau gestellte Kitsch. Da sieht man in einer Rückblende, wie Richard Wagner der noch blutjungen Cosima einen Antrag macht und zwischen ihnen schweben märchenhaft Glühwürmchen hin und her. Oder dass Richard Wagner quasi als Geist kurz vor Cosimas Tod auftaucht und sie dazu auffordert, ihm zu folgen (nach Walhall, oder was?) Und dass von Generation zu Generation teilweise im gleichen Wortlaut Geschichten, die sich auf die Situation der Familie interpretieren lassen, weitergegeben werden, dürfte ebenso der Fantasie der Macher entsprungen sein wie Siegfrieds Liebhaber Dorian und vor allem der Tod des Meisters, unmittelbar nachdem er sich mit einer seiner Sängerinnen vergnügt und Cosima daraufhin den Flügel als Wuttherapie benutzt. Er bekommt einen Herzinfarkt, weil sie Klavier spielt? Wie lächerlich ist denn das? Und Isolde Wagner soll eine Fixerin gewesen sein?

Dass in einem Film nicht immer alles hundertprozentig historisch korrekt sein muss, ist klar, und es mag schon sein, dass Wagner in seinem unfassbaren Egoismus außereheliche Affären hatte (sein Verhältnis zu Mathilde Wesendonck beispielsweise war höchstwahrscheinlich nicht ausschließlich platonischer Natur), aber hier wurde in unerträglicher und effekthascherischer Weise überdramatisiert. Trauriger Höhepunkt dann das Ende, wo Winifred die Kinder den Hitlergruß üben lässt, dann klopft es an die Tür und sie sagt: „Onkel Wolf ist da!“ – Sorry, aber dämlicher und klischeehafter hätte man den Film nicht enden lassen können.

Was die schauspielerischen Leistungen angeht, so ist ebenfalls nicht alles Gold was glänzt. Petra Schmidt-Schaller als Isolde Wagner vermag noch am ehesten zu überzeugen, Heino Ferch (der ja nun wirklich ein renommierter Schauspieler ist) bleibt als rechtsextremer und intriganter Engländer Chamberlain, der von den Nazi-Ideen mindestens so begeistert war wie die Wagner-Familie, viel zu blass. Man müsste den Kerl wegen seines widerwärtigen Rassismus und Nazismus eigentlich hassen, aber Ferch spielt den Typen so, dass er einem einfach nur egal ist.

Lars Eidinger als Siegfried hingegen ist nicht wirklich schlecht, holt aber letztlich auch zu wenig aus der Rolle heraus, die Zerrissenheit dieses Mannes hätte man auch mit mehr als zwei verschiedenen Gesichtsausdrücken darstellen können. Und meine Güte, musste es schon wieder Iris Berben als Matriarchin einer berühmten Familie sein? – So langsam wird ihre Omnipräsenz in diesem Sektor zum reinsten Treppenwitz! Klares Fazit insgesamt: Zu sagen, dass das zweifellos vorhandene Potential des Ganzen nicht ausgeschöpft wurde, wäre noch untertrieben. Die Verrisse so mancher Medien noch vor der Ausstrahlung waren leider absolut gerechtfertigt – der Film ist sowohl für Wagnerianer als auch geschichtlich allgemein Interessierte nicht empfehlenswert und als Unterhaltung nicht einmal Durchschnitt. Schade!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2014 6:27 PM CET


Limit: Roman
Limit: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich fand's ganz toll..., 25. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Limit" ist nach "Der Schwarm" nicht nur das zweite Buch, das ich von Frank Schätzing gelesen habe, sondern mit seinen gut 1300 Seiten auch der wohl dickste Wälzer, den ich mir bis dato überhaupt je zu Gemüte geführt habe, obwohl schon einige dabei waren, die die 1000-Seiten-Marke überschritten haben. Ich lese gerne dicke Bücher und ich habe es gerne, wenn Dinge ausführlich beschrieben werden, von daher stört mich Schätzings Detailverliebtheit schon mal nicht sonderlich, ganz im Gegenteil. Mag ja sein, dass Dinge wie die Geschichte Äquatorialguineas die Handlung nicht sonderlich vorantreiben, aber für meine Begriffe wurde derartiges sehr gut in den Kontext eingewoben und wenn man etwas Neues dazulernt, schadet es schließlich nicht. Auch die wie schon beim "Schwarm" sehr ausführlichen Charakterisierungen der Personen finde ich selbst dann gut, wenn die betreffende Person recht bald sterben sollte; lieber etwas detaillierter als völlig gesichtslos.

Bewundernswert ist einmal mehr Schätzings unglaubliche Recherche; sei es in puncto Wirtschaft, Politik, Physik, Internet usw. - er hat sich wirklich alles ganz genau überlegt. Auch merkt man die Absicht, den Lesern nicht einfach nur irgendein Science-Fiction-Szenario vorzusetzen, sondern eine recht realistische Vorstellung, wie es wirklich mal aussehen könnte: Wie er beispielsweise die äquatorialguineische Geschichte weiterspinnt, die Entwicklung der weltpolitischen Lage und der Wirtschaft schildert, ist schon visionär und ja in der Form nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Angesichts von einer Achterbahn in einem Kilometer Höhe, fliegenden Motorrädern, modernster Raumfahrttechnik und perfekten Holographien scheint das Jahr 2025 zwar noch etwas zu nahe, aber vielleicht hat der Kölner Autor dieses Jahr gewählt, damit er noch David Bowie, Tokio Hotel und Richard Gere auftreten lassen oder - was die beiden letztgenannten Fälle angeht - zumindest erwähnen kann. Das mag ein wenig "bemüht" wirken, wie es hier jemand bereits ausdrückte, aber ich sehe das eher von der humorvollen Seite. Humor beweist Schätzing auch wieder sehr viel, bei aller Spannung gibt's natürlich auch wieder etliche witzige Sprüche, die das Ganze auflockern. In den Dialogen wirkt die lockere, lässige Art, in der die milliardenschwere Gesellschaft miteinander umgeht, manchmal etwas zu gestelzt (so widersprüchlich sich das auch anhört), aber dafür ist das Buch sprachlich nach meiner Ansicht ansonsten grandios. Allein die Schilderung von Lynn Orleys sich langsam ausbreitendem Wahnsinn ist genial geschrieben und auch sonst benutzt Schätzing eine sehr bildreiche, manchmal mit zugegeben arg vielen Fremdwörtern versehene Sprache, was umso erstaunlicher ist, als dass er sich doch selbst als recht cineastischen Schreiber sieht.

Letzteres zeigt sich auch wieder in den erneut parallel verlaufenden Handlungssträngen, die allmählich zusammengeführt werden. Das ist manchmal etwas anstrengend - ich musste zumindest viel zurückblättern, wenn ich beispielsweise nach hundert Seiten China wieder auf dem Mond angekommen bin -, macht die Sache aber noch spannender. Die Story selbst ist ohnehin fantastisch und wird wirklich erst ganz zum Schluss komplett aufgelöst. Ich verrate sicherlich nicht zu viel, wenn ich vorwegnehme, dass es jede Menge Leichen gibt, aber im Gegensatz zu anderen Thriller-Kollegen weiß man bei Schätzing nie so ganz, wer am Ende überleben wird; vor allem nachdem beim "Schwarm" einer der absoluten Hauptcharaktere letztlich starb. "Limit" ist dadurch natürlich weniger voraussehbar und es macht dann auch wirklich bis zum Ende Spaß. Wenn ich da im Gegensatz an Dan Brown denke, bei dem man schon nach 50 Seiten weiß, dass der Typ am Ende überlebt und - natürlich - auch noch mit der weiblichen Hauptrolle im Bett landet...

Jedenfalls: Wer sich von großen Schinken nicht abschrecken lässt, Freude an detaillierten (aber nicht langweiligen) Beschreibungen hat, über manche leicht gestelzte Dialoge hinwegsehen kann und sich für Wissenschaft interessiert, dem sei das Werk empfohlen. Ich verstehe die überwiegend negativen Bewertungen hier nicht. Haben wahrscheinlich alle keine Geduld beim Lesen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 27, 2013 1:33 PM MEST


Saana-Warrior of Light 1:Journey to Crystal Island
Saana-Warrior of Light 1:Journey to Crystal Island
Preis: EUR 17,95

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gähn!, 24. März 2009
Im Prinzip haben die beiden Kollegen vor mir schon alles über dieses Album gesagt: Es regiert permanente Langeweile und das Ganze wird dann auch noch zu einer so genannten "Rockoper" hochstilisiert. Rockoper? Was bitteschön hat diese Schlaftablette mit Rock zu tun? "Tommy" von The Who beispielsweise ist eine Rockoper, aber das hier ist nur ein zusammengewürfeltes Etwas, das aus immer gleichen Sythesizer-Teppichen und ein bisschen Klaviergeklimper besteht und bei dem irgendwelche Pseudo-Opernsänger mit völlig überzogenem Vibrato und Gepiepse herumnerven. E-Gitarren? So gut wie Fehlanzeige, erst ab Track 14 (!) meint man irgendwo im Hintergrund mal eine verzerrte Klampfe zu erahnen. Und E-Gitarren gehören zum Rock irgendwie dazu...

Ich hab nun wirklich nichts gegen atmosphärische, ruhige Stücke, meinetwegen auch mal ein ganzes Album lang, aber das sollte man besser denen überlassen, die das auch können. Arena haben zum Beispiel mit "The Cry" gezeigt, wie man eine entspannte Atmosphäre mit viel Keyboards aufbaut, ohne dass es langweilig wird.

Unfassbar, dass dieses Machwerk von demselben Mann geschrieben wurde, der auch solche geilen Ohrwürmer wie "The Kiss Of Judas" oder "Black Diamond" komponiert hat.
Aber irgendwie scheint Timo Tolkki sowieso ein wenig den Bezug zur Realität verloren zu haben, seit er sich mit dem Rest von Stratovarius überworfen hat, ansonsten würde er - wie in einem Interview in der letzten Rock-Hard-Ausgabe - wohl nicht davon schwadronieren, dass man für seine "Saana - Warrior Of Light"-Saga wohl erst in 30 Jahren bereit sei und jetzt noch nicht verstehen würde, was er damit aussagen will. Doch selbst wenn dem so wäre: Aus heutiger Sicht ist diese kitschige Möchtegern-Rockoper eben einfach nur langweilig und die Tatsache, dass ich Gelegenheit hatte, das Teil zu hören, ohne es kaufen zu müssen, ist kein Anlass zur Erleichterung, dass ich kein Geld für diesen Mist ausgegeben habe, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass ich hier eine Dreiviertelstunde meines Lebens geopfert habe, die ich nicht wieder zurückbekomme.

Das Schlimmste aber ist ja eigentlich, dass, wo Tolkkis neuester Solo-Output mit dem Zusatz "Part I" versehen ist, zwangsläufig auch noch ein zweiter Teil folgen wird. Himmel hilf...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2009 12:27 PM MEST


Die Bertinis: Roman
Die Bertinis: Roman
von Ralph Giordano
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre - gerade für jeden Hamburger, 22. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Bertinis: Roman (Broschiert)
Jahrzehntelang werkelte Ralph Giordano an diesem Roman herum, der die Geschichte der Familie Bertini über mehrere Generationen erzählt, hauptsächlich jedoch die Generation während der Nazizeit dokumentiert, und lange hat er gewartet, um dieses Buch zu veröffentlichen, was nicht verwunderlich ist, wenn man weiß, dass es - von den Namen abgesehen - eigentlich komplett autobiographisch ist und im Prinzip kein einziges der Familienmitglieder mit Ausnahme des Protagonisten Roman Bertini gut wegkommt.

Man muss sogar so weit gehen zu sagen, dass alle außer eben jenem besagten Roman Bertini eine Meise haben.
Vater Alf hält sich für ein verkanntes Genie und gehört zudem noch einer abstrusen Sektengemeinschaft an, die beispielsweise nicht an die Medizin glaubt - wenn also seine Frau mal einen fürchterlichen Hustenanfall hat, holt er keinen Arzt, sondern meint, dass sich durch Gebete schon alles zum Guten wenden würde.

Mutter Lea "glänzt" durch übertriebene Fürsorge und ist fürchterlich ängstlich, ihre Mutter Recha Lehmberg wiederum fällt durch Taktlosigkeit auf, ist eine notorische Querulantin, die wirklich an allem und jedem etwas auszusetzen hat, und staucht ständig ihren Mann zusammen, der einem zwar irgendwo leid tun kann, andererseits aber auch ein Pantoffelheld ist, der sich aufs Peinlichste von seiner Frau drangsalieren lässt.

Cesar Bertini, Romans Bruder, ist eine unbändige Fressmaschine, und praktisch hinter jedem Rock her, den er finden kann. Selbst vor seiner eigenen Tante oder der Verlobten eines Freundes macht er nicht halt. Besonders erschreckend die Passage, wo aus Romans Sicht beschrieben wird, wie er Cesar mit Esther in flagranti erwischt und es heißt, das Schlimmste sei der Kopf gewesen, der gar nicht richtig bei der Sache war, sondern in kreisenden Bewegungen die Umgebung nach etwaigen Spionen absuchte.

Ludwig Bertini, der jüngste der drei Bertini-Söhne, ist ein eingebildeter, eitler Fatzke, der seine Mutter herumkommandiert und selbst bei Bombenangriffen noch penibel darauf achtet, dass die Bügelfalte in seiner Hose richtig sitzt. Außerdem hat er für alle nichts als Verachtung übrig.

Natürlich könnte man jetzt darüber diskutieren, ob das alles so der Wahrheit entspricht oder ob Herr Giordano sich nicht selbst ein bisschen zu positiv darstellt, aber wenn man das mal beiseite lässt, liegt hier ein wunderbares Buch vor, das jeder gelesen haben sollte. Die Schilderungen der Demütigungen in der Schule, die Feigheit solcher Leute wie Theodor Wandt oder Eitel-Fritz Hattenroth, die nach Kriegsende versuchen, sich herauszulavieren und auf der anderen Seite Leute wie Erich Snider oder Erika Schwarz, die Zivilcourage beweisen, die Angst und der Hunger im Keller in Alsterdorf, der innere Kampf, ob man nach all den schrecklichen Dingen überhaupt noch in diesem Land bleiben kann, obwohl man doch so fest mit der Heimatstadt verbunden ist - all das ist ehrlich und realistisch, weil der Autor all das eben auch wirklich erlebt hat.

Historisch auf jeden Fall ein ganz wichtiges Buch, noch dazu in einer wunderschönen Sprache verfasst, gut zu lesen und eine Lektion in Sachen Zivilcourage. Vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig, aber mir hat es besser gefallen als die Buddenbrooks.
Da ich außerdem selbst Hamburger bin und in Barmbek wohne, ist es einfach schön, irgendwelche Plätze, Straßen und Orte wiederzufinden und die Liebe zu dieser Stadt teile ich auf jeden Fall mit Giordano.


The Village - Das Dorf
The Village - Das Dorf
DVD ~ Bryce Dallas Howard
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 14,99

5 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Stinklangweilig, 30. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: The Village - Das Dorf (DVD)
Gestern hab ich mir den Film dann tatsächlich mal im Fernsehen angesehen, trotz der Vorwarnungen diverser Leute, die ihn damals im Kino sahen und teilweise meinten, es wäre so langweilig, dass man schon beinahe von einer Unverschämtheit sprechen müsste.
Leider haben sie Recht behalten, ich bin fast eingeschlafen vor Langeweile. Erst nach einer Stunde, als Joaquin Phoenix niedergestochen wird, kann man halbwegs von so etwas wie dem Beginn einer Handlung sprechen, alles vorher ist völlig belanglos.
Und danach - wieder nichts, nichts als Langeweile. Wieso hier einige von "subtilem Horror" reden, ist mir absolut schleierhaft - wo habt ihr euch bitte erschrocken?

Zugegeben, die Musik ist gut und es gibt eine gewisse Atmosphäre, die in "The Village" vorherrscht, aber von der Spannung her war ja sogar "Blair Witch" noch aufregender. Auch die Message von der Liebe als größter Kraft im Universum, die alles schafft, ist ja sehr nett, aber nicht wirklich neu, dafür hätte ich den Film weiß Gott nicht gebraucht.
Shyamalans Filme wurden kontinuierlich schlechter und mit "The Village" hat er den absoluten Tiefpunkt erreicht (die beiden Streifen danach habe ich nicht gesehen, aber die sollen ja auch nicht doll sein).
90 verschwendete Minuten meines Lebens, die ich nicht zurückbekomme...

Eine Anmerkung noch zu der deutschen Übersetzung: Wann hört endlich dieser Unfug auf, den englischen Titel zu nennen und dann das Wort noch einmal auf deutsch hinten dranzuhängen? Entweder man nennt das Teil nur "The Village" oder nur "Das Dorf" - das sieht doch total blöde aus mit diesem Mix...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2015 5:52 PM MEST


Movin' Out
Movin' Out
Preis: EUR 39,59

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffentlich das Sprungbrett zu einer erfolgreichen Karriere..., 26. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Movin' Out (Audio CD)
Ich kenne Max, Jakob, Sebastian und Niki noch aus der Schule (wenn einer von euch das hier liest - seid herzlich gegrüßt!) und gerade Max hat schon damals bewiesen, welch unglaubliches Talent und Potential in ihm steckt. Ein charismatischer Frontmann, der mit einer tollen Stimme gesegnet ist und beinahe jedes Instrument spielen kann, das er in die Finger bekommt.
Anfangs standen noch Auftritte in der Schulaula des ASG an (ihr wisst schon!) und erste Aufnahmen wurden in Max' Keller fabriziert.
Mittlerweile hat sich die damalige Combo Collateral Damage in ein Sextett mit dem Namen Maks & The Minors verwandelt und neben den klassischen Hard Rock- und Klassik-Einflüssen Elemente aus Balkan-Folklore, Ska und Blues hinzugewonnen.
Die Band hat sich durch diese glänzend miteinander verbundenen verschiedensten Stilrichtungen zu einer vollkommen eigenständigen Gruppe entwickelt, die erfreulich aus der Masse gesichtsloser Nachmacher und Langweiler hervorsticht. Allerdings sind es nicht nur diese clever unter einen Hut gebrachten unterschiedlichen musikalischen Richtungen, sondern natürlich auch das hervorragende, abwechslungsreiche Songwriting. Besonders empfehlen kann ich das rockige "I Don't Know", das sichtlich von osteuropäischer Folklore geprägte "Beautiful" und die melancholischen Perlen "Nightrain" und "Last Song". Gerade letzteres begeistert durch seine wunderschönen Gesangslinien im Refrain und die Gitarrenstimmen. Wirklich geil!
Es sagt ja doch einiges aus, wenn ein so namhafter Mann wie Ken Hensley, immerhin Kopf von Uriah Heep, die Platte produziert hat und sogar mit den Jungs auf Tour geht.
Ich wünsche euch auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg, Jungs, und werde zusehen, dass ich mich mal wieder bei einem eurer Konzerte blicken lasse! Es ist eh schon viel zu lange her, dass ich das letzte Mal am Start war...


Opeth - The Roundhouse London
Opeth - The Roundhouse London
DVD ~ Opeth
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 12,59

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute DVD, aber zu viele Schnitte, 5. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Opeth - The Roundhouse London (DVD)
Lange genug haben wir darauf warten müssen, dass endlich die DVD zu jenem glänzenden Konzert erscheint, nachdem die Doppel-CD bereits vor ungefähr einem Jahr herauskam. Endlich gibt es zum Ton- auch Bildmaterial.

Warum das Ganze so lange gedauert hat, muss man sich schon fragen - auch wenn die Band damals ankündigte, sich zunächst einmal auf das neue Album "Watershed" konzentrieren zu wollen -, doch zumindest bekommt der geneigte Fan hier nichts Halbgares vorgesetzt: Bild und Ton sind super und man darf sich im Gegensatz zur CD noch an ein paar mehr putzigen und wunderbar sinnfreien Ansagen Mikael Akerfeldts erfreuen (auf der CD teilweise herausgeschnitten).

Das einzige, was stört, sind die viel zu häufig gesetzten Schnitte, die besonders bei Solopassagen, wenn ich dem Künstler auf die Finger sehen will, ziemlich nerven. Opeth sind bekanntlich mehr als eine Death-Metal-Band mit sehr viel Dynamik, da passen solch hektische Schnitte nicht.

Dass Opeth mehr als eine Death-Metal-Band sind, beweisen auch die Fan-Interviews (definitiv das Highlight des Bonusmaterial, kultiger geht's kaum noch...), in denen Menschen zu Wort kommen, die teilweise kaum unterschiedlicher sein könnten.

Des weiteren gibt es ein Interview mit der Band zu sehen, bei dem man den Interviewer wegen seines heftigen Briten-Englisch kaum verstehen kann (Untertitel wären vielleicht ganz nett gewesen) und man darf die Schweden beim Soundcheck beobachten, während sie "Under The Weeping Moon" spielen.

Alles in allem nette Extras (besonders eben besagte Fan-Interviews), aber ich hätte mir noch etwas mehr Live-Material gewünscht, da mir das Konzert, in dem eine sehr abwechslungsreiche Set-List gespielt und jede Phase der Band abgedeckt wird, doch etwas zu kurz erscheint, auch wenn man 105 Minuten spielt. Ein, zwei Songs mehr hätten es gerne sein dürfen...

Trotz dieser kleinen Mängel ein Produkt, das jeden Cent wert ist und das sich kein Fan entgehen lassen sollte.


Die Drei Fragezeichen 3 ??? CD 125 Feuermond 3er BOX
Die Drei Fragezeichen 3 ??? CD 125 Feuermond 3er BOX
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zu alter Stärke, 12. Oktober 2008
Seit die drei Fragezeichen endlich wieder nach dem Rechtsstreit unter normalem Namen laufen dürfen, habe ich eigentlich nur auf diese Folge gewartet. Klar, da es sich anlässlich der 125. Ausgabe wie schon bei Folge 100 um eine Dreifach-CD handelt und außerdem waren auch die anderen Folgen mit Kunstdieb Victor Hugenay ziemlich stark (gerade Nummer 103, "Das Erbe des Meisterdiebes").
Zum Glück wurde ich keineswegs enttäuscht, das Ganze ist spannend und ausführlich (meiner Ansicht nach nicht zu langatmig, gerade das ist in meinen Augen eher die Schwäche vieler alter Folgen, nämlich, dass sie zu kurz gehalten sind) erzählt und bietet ein Finale, das es in sich hat. Sehr schön, dass auch Brittany - die in Folge 103 Superhirn Justus gehörig den Kopf verdrehte - wieder auftaucht, denn durch ihre Undurchsichtigkeit bringt sie auf jeden Fall noch mehr Spannung rein.
Zugegeben, ich habe das Buch nicht gelesen, aber das Hörspiel als solches halte ich auf jeden Fall für äußerst gelungen. Reicht zwar nicht ganz an Folge 100 heran (aber wie sollte das bei der genialen "Toteninsel" auch gehen?), ist aber nach den eher schwächeren Folgen zuletzt ("Fußballfieber" zum Beispiel ging mal gar nicht) auf jeden Fall wieder richtig gut, auch wenn das Ende etwas "Hollywood-mäßig" anmutet und es ein bisschen unlogisch wirkt, mit der Zentrale eine Verfolgungsjagd (!) zu starten.


The Metal Opera Pt 1 & 2 (Gold Edition)
The Metal Opera Pt 1 & 2 (Gold Edition)
Preis: EUR 23,32

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr edle Wiederveröffentlichung der ersten beiden Teile, 26. August 2008
Jetzt, wo der dritte Avantasia-Teil draußen ist, hat man sich also entschieden, die ersten beiden noch mal in einer Sonderedition herauszubringen. Klar, einige werden jetzt wieder anfangen zu jammern "jetzt muss ich mir das Ganze im Prinzip ja noch mal kaufen", aber derartige Aktionen sind ja nun inzwischen nichts Neues mehr.
Außerdem: Wenn man die Box selbst bewertet, kommt man um die Höchstwertung gar nicht herum. Absolut edle Aufmachung in Buchform mit Erklärung der Story, Lyrics, Interview und persönlichen Kommentaren von Tobi Sammet zu jedem einzelnen Song der beiden Teile der "Metal-Oper". Der Preis ist denke ich auch recht angemessen für dieses Set.
Der einzige Kritikpunkt ist höchstens, dass die extrem vielen Fotos von Herrn Sammet ein bisschen arg selbstdarstellerisch herüberkommen.
Das allerdings ändert nichts an der Tatsache, dass es sich bei dem Edguy-Frontmann um einen extrem talentierten Künstler handelt (das muss wohl jeder zugeben, auch die, die mit dieser Art Musik vielleicht nicht so viel anfangen können) - noch dazu, wenn man bedenkt, dass er ja noch relativ jung ist.
Fazit: Die beiden grandiosen ersten Teile der Metaloper "Avantasia" verdienen es, in solcher Form wiederveröffentlicht zu werden, zumal sie meiner Ansicht nach deutlich stärker sind als der mit leider einigen Schwächen ausgestattete aktuelle dritte Part.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2014 6:18 PM MEST


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