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Rezensionen verfasst von
Jan Ricken
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Das Assessorexamen im Zivilrecht
Das Assessorexamen im Zivilrecht
von Monika Anders
  Taschenbuch

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum Lernen vollkommen ungeeignet!!!, 18. März 2007
Der Anders/Gehle wird leider von den meisten Arbeitsgemeinschaftsleitern (vollkommen realitätsfern) als optimale Begleitung für die Stage im Zivilrecht und auch für die Examensvorbereitung empfohlen. Zu Unrecht, wie ich meine! Für die Stage ist es in Ordnung, für eine ordentliche Examensvorbereitung aber vollkommen untauglich.

Das Buch ist vom Layout eine Katastrophe, es ist unübersichtlich, mit Mindermeinungen übersät ohne abweichende (zutreffende und herrschende)Ansichten auch nur zu erwähnen. Insofern hat es fast etwas päpstliches; es ist nämlich genauso (un)fehlbar.

Probleme, die im Fall zusammenhängen, lassen sich mit diesem Buch oftmals erst durch permanentes Hin- und Herblättern erschliessen.

Tatsächlich gibt es wesentlich bessere, und vor allem preiswertere Alternativen auf dem Markt. So sind die formellen Relationsanweisungen, gleichzeitig aber auch die typischen Probleme im Examen viel besser aufbereitet im Assessorskript von Hemmer, Das Zivilurteil. Das hat alles!


Examens-Repetitorium Strafrecht Allgemeiner Teil
Examens-Repetitorium Strafrecht Allgemeiner Teil
von Christian Jäger
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent zur Nachbereitung des Stoffes, 18. Juni 2005
Dieses Buch ist für eine Examensvorbereitung uneingeschränkt zu empfehlen und m.E. auch insbesondere den Repetitorskripten von Hemmer und AS vorzuziehen. Vor allem aus folgenden Gründen:
1.) Der Aufbau des Buches ist sehr übersichtlich geworden, alle wesentlichen Probleme des AT werden erfasst und verständlich erklärt. Die wesentlichen Argumente (und nur solche die man sich auch merken kann) werden gebracht.
2.) Zudem werden die Probleme stets in dem Zusammenhang erörtert, in welchem diese auch in der Klausur vorkommen.
3.) Immer wieder werden Aufbauhinweise und auch Aufbauschemata eingestreut. Zudem werden wertvolle Tipps zu häufigen Fehlern in Klausuren gegeben, und wie diese zu vermeiden sind. Weiterhin hält der Autor oft noch einmal inne, und vergegenwärtigt noch einmal den Ansatzpunkt mit einfachen Überlegungen.
Alles in allem ein Spitzenskript und für die Examensvorbereitung bestens geeignet. Vertiefte Darstellungen kann und will dieses Buch hingegen nicht bieten; dennoch wird durch zahlreiche Verweise auf Lehrbücher und Aufsätze zum jeweiligen Problem gewährleistet, dass dies zumindest bei Interesse möglich ist.


Pletnev Plays Schumann
Pletnev Plays Schumann
Wird angeboten von KlangSurfer
Preis: EUR 26,99

16 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerklüfeter und klangschöner Schumann subjektiver Prögung, 16. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Pletnev Plays Schumann (Audio CD)
An dieser neuesten Einspielung von Mikhail Pletnev werden sich sicherlich die Geister scheiden. Man ist mittlerweile ja daran gewöhnt, dass er sich stets Mühe gibt, einen eigenen Zugang zu den Werken zu finden, die er sich vornimmt. Dies fördert dann oftmals streitbare Ergebnisse zu Tage. So ist es auch hier.

Man muss einerseits positiv anerkennen, dass Pletnev dem orchestralen Charakter der Etüden äusserst gerecht wird, da er jede Stimme sehr penibel gewichtet. Da hat er als Dirigent, der die Klangvorstellung des Orchester gewöhnt ist, natürlich Vorteile. Mit seinem sensiblen Anschlag erzeugt er auch einen äusserst schönen Klang und grenzt die Stücke scharf voneinander ab.
Was bei den Etüden und auch bein den Albumblättern noch überzeugt, ist bei der Fantasie meines Erachtens weniger überzeugend. Nicht zuletzt, weil diese ein stark strukturiertes Werk ist und keine Reihung von Charakterstücken.
Dort wirkt alles äusserst angestrengt, das Tempo ist bisweilen hektisch, schlägt dann plötzlich unvermittelt in Behäbigkeit um, alles wabert, die Struktur ist völlig ausser Kraft gesetzt, fast amorph. Auch dynamisch wechselt die Stimmung oft willkürlich von leistestem Flüstern plötzlich in lautes Poltern.
Pletnev legt sich Schumann so zurecht, wie er ihn gerne hören würde. Das ist zeitweilig zwar durchaus interessant, jedoch relativ anstrengend und wenig eingängig, wenn man die gewohnten Interpretationen zugrunde legt. Jetzt kann man natürlich einwenden, dass Schumann in erster Linie sicherlich alles andere als Eingängigkeit anstrebte, als er komponierte. Insofern ist Pletnev nicht einmal wirklich ein Vorwurf zu machen, schliesslich ist das alles natürlich wohldurchdacht. Schumann war nun einmal eine zerklüftete Persönlichkeit, die ständig zwischem allem hin - und hergerissen war. Nicht umsonst wählte er sich gleich zwei alter egos, den hektischen und aufbrausenden Florestan und den trübseligen, bedächtigen Eusebius.
Man hat daher bei Schumann als Pianist mehrere Möglichkeiten: Das bizarre und sprunghafte leicht hervorheben, es gänzlich glätten oder aber absolut auf die Spitze treiben. Genau für letzteres hat sich Pletnev entscheiden, was meinem Geschmack nicht entspricht. Dies ist aber letztlich ebenso subjektiv, wie Pletnevs Interpretation. Daher sollte man vorher reinhören und für sich feststellen, ob man Schumann so hören möchte. Eine Referenz kann diese Einspielung jedoch nicht sein und ist sie auch nicht.

Das Beiheft ist angemessen informativ und auch die für Verhältnisse der Deutschen Grammophon fast schon sensationelle Spielzeit von 78 Minuten ist positiv hervorzuheben.


Schubert: Sonate D-Dur D 850 / 34 Valses Sentimentales D 779 / Ungarische Melodie H-moll D 817
Schubert: Sonate D-Dur D 850 / 34 Valses Sentimentales D 779 / Ungarische Melodie H-moll D 817
Preis: EUR 17,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfindsame Deutung der Welt Schuberts, 31. Januar 2003
Wie schon auf seiner vorangegangenen Schubert-CD (unter anderem mit seiner letzten Sonate in B-Dur) lädt uns Nikolaus Lahusen erneut in die wunderbaren Regionen der Klaviermusik Franz Schuberts ein. Auch hier spielt Lahusen wieder auf seinem alten Conrad Graf Hammerflügel. Bemerkenswert bei diesem Flügel ist vor allem die Anschlagsvielfalt, die Lahusen ihm entlocken kann und der betörende satte Klang, der dabei entsteht. Im zarten piano entfaltet sich dieser wunderbar sanglich, im staccato ähnelt er dem schillernden Cembalo und bei Schuberts mächtigen Akkordtürmen ist er satt, mächtig und in die Breite gehend.
Diese Platte beginnt zunächst wienerisch-derb. 34 kurze Valses sentimentales mit den für Schubert typischen Melodienreichtum bieten den Einstieg für das eigentliche Hauptwerk der CD, der grossen Sonate D850 in D-Dur, die auch "Gasteiner Sonate" genannt wird, weil Schubert in ihr Naturimpressionen aus einem Urlaub in Gastein verarbeitet hat. Gleich im ersten Satz, der so mitreissend und furios beginnt (man fühlt sich an die Hammerklaviersonate von Beethoven erinnert) gelingt es Lahusen die äusserst schwierigen virtuosen Passagen mit kräftigem Zug zu bewältigen, sich aber dann in den sanglichen Passagen an den herrlichen Klängen auszuruhen, die er seinem Flügel entlockt (so auch im zweiten Satz). Dabei nimmt er sich alle nötigen Freiheiten um seine äusserst empfindsame Deutung dem Hörer nahezubringen. Nach dem überzeugend dargebotenen tänzerischen Scherzo gelingt schließlich auch der letzte Satz, den Lahusen (ganz bewusst) wie eine Spieluhr aufzieht, äussert spannend. Insbesondere der lyrischen Episode, wohl die schönste die Schubert je komponierte, entlockt er wunderbare MIttelstimmen.
Diese in jeder Hinsicht bemerkenswerte Aufnahme verklingt schließlich leise mit der äusserst bekannten und beliebten "Ungarischen Melodie" in h-moll , die einen mit ihrem monotonen Rhythmus und ihrer Kantabilität zum Träumen einlädt. Hier kann Lahusen noch einmal die ganzen prächtigen Klnagfarben aus dem alten Instrument herausholen und entlässt uns im Wohllaut aus seiner Schubertreise.
Das Beiheft ist sehr schön gemacht, viele Werkerläuterungen und Erklärungen vom Pianisten runden das Gesamtbild ab. Wirklich in jeder Hinsicht ein lohnenswerter Kauf.


The Originals - Beethoven
The Originals - Beethoven
Preis: EUR 12,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 15. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Beethoven (Audio CD)
In dieser Einspielung der 5 letzten Sonaten Beethovens gelingt es Maurizio Pollini auf beeindruckende Art und Weise alles das in seinem Spiel zu vereinen, was diese Sonaten auszeichnet.
Sowohl das energische und virtuose Element, wie es beispielsweise im Anfangssatz der Hammerklaviersonate oder auch der düsteren c-moll Sonate dringend erforderlich ist, wird heruasgesetllt. Beide werden in einem beachtlichen Tempo dargeboten und geraten Pollini dennoch nicht zügellos, da er es schafft, die Strukturen zusammen zu halten.
Andererseits gelingt es Pollini aber auch, die lyrische und sangliche Komponente hervorzuheben und gerade in den langsamen Sätzen die innere Spannung aufrecht zu erhalten.
Für das Plattenregal auf jeden Fall eine Bereicherung.


Klaviersonaten 1-32 (Gesamtaufnahme)
Klaviersonaten 1-32 (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 149,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Energisch, rhytmisch, schnell, 27. August 2002
Bei dieser Aufnahme wurde mir abgeraten, mich zum Kauf zu entschließen. Doch bereits nach kurzen Hörproben wusste ich, dass ich wohl einen anderen Geschmack habe.
Natürlich spielt Gulda sehr viel schneller als man es von den gängigen Interpretationsweise gewohnt ist. Ich empfinde das aber eher als erfrischend, da mir die grüblerischen Deutungen Kempffs oder die trockene philosophische Art Brendels nur bei einigen der Sonaten gefallen. Gulda scheint hier als einer der wenigen nicht vergessen zu haben, das Beethoven in erster Linie ein Klaviervirtuose war, der selbst gerne zupackte.
Und sicherlich spielen ein Kempff oder ein Barenboim gewisse langsame Sätze mit etwas mehr Wärme und Ruhe, jedoch habe ich bisher keine Aufnahem gehört, die den rhytmischen Puls und die vorwärtsdrängende Unruhe der in so vielen dieser Sonaten steckt derart mitreissend herauszuheben.
Weiterhin ist es erstaunlich, mit welcher technischen Perfektion Gulda den gesamten Zyklus spielt. Das kann mit Pollini mithaltten. Es wirkt alles wie aus einem Guß und man muß bisweilen annehmen, dass die einzelnen Sätze in einem Take augenommen wurden, ohne Schnitte.
Bei Pollini oder Kempff hört man doch häufiger sehr genau, an welchen Stellen geschnitten wurde, was ich als störend empfinde.
Daher wirklich sehr zu empfehlen, auch wenn das Beiheft mehr als dürftig ist


Schumann: Pollini (Kreisleriana, Gesänge der Frühe, Allegro in B minor)
Schumann: Pollini (Kreisleriana, Gesänge der Frühe, Allegro in B minor)
Wird angeboten von realmusicmore
Preis: EUR 11,99

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hohe Erwartungen leider nicht erfüllt!, 26. Juli 2002
Das "Allegro" op.8 ist ein Bravourstück von düsterem Charakter und ein eher unbekanntes Frühwerk und die "Gesänge der Frühe" op.133 sind das letzte gedruckte Klavierwerk überhaupt vor Schumanns endgültiger geistiger Umnachtung. Beide gibt es auf CD recht selten zu hören, ob zu Recht oder zu Unrecht ist Geschmackssache. Dazu gesellt sich als Hauptwerk noch die "Kreisleriana". Vom Programm her also eine durchaus ansprechende Sache.
Weniger ansprechend ist dann aber das was man zu hören bekommt. Dieser Aufnahme ist deutlich anzumerken, dass Pollini seine beste Zeit wohl schon hinter sich hat. Bei dem Allegro gelingt es ihm nicht, aus dem etwas zerklüftet wirkenden Werk ein stimmiges Ganzes zu machen.
Bei der Kreisleriana geraten Pollini gerade die schnellen Passagen (die er sonst so flüssig runterspielte und bei denen er die Melodien trotz des hohen Tempo stets so sicher voneinander abgrenzte) plötzlich verschwommen und unklar und es entsteht ein eher undifferenziertes Klangbild. In den langsamen Fantasien der Kreisleriana hingegen wirkt das ganze etwas lieblos und gerät oft ins Stocken. Hier gibt es etliche maßstabsetzende Einspielungen, die überzeugender sind. (Kissin, Argerich, Horowitz)
Erst bei den Gesängen der Frühe scheint Pollini wieder zu alter Klasse zurückgefunden zu haben und man merkt, dass ihm diese Stücke wirklich am Herzen liegen. Die lyrischen Passagen spielt er mit Hingabe und großer Innigkeit, fast selbstvergessen und wenn die gelegentlichen Virtuosen Ausbrüche mit Vehemenz und makelloser Technik, so dass man sich wundert, warum ihm dies nicht bei den anderen Stücken gelang.
Die Tonqualität ist exzellent und auch das Beiheft ist gut gemacht. Viele Photos und Kommentare zu Werk und Komponist sind informativ und gut anzuschauen. Ein weiteres großes Minus muss es allerdings für die Spielzeit der CD geben.


In Concert
In Concert
Preis: EUR 24,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maßstabsetzendes Live-Recital!, 26. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: In Concert (Audio CD)
Diese beachtliche Aufnahme ist ein Mitschnitt eines Konzertes, das der ungarische Pianist András Schiff 1999 in Salzburg gegeben hat.
Die CD beginnt mit der "Humoreske" Mit großer Übersicht durchleuchtet Schiff instinktiv das feine polyphone Melodiengewebe des Anfanges. Hier kommt Schiff seine große Erfahrung als Bachinterpret zu Gute. Durch sein klares, durchsichtiges Spiel gelingt es ihm immer wieder, überraschende Nebenstimmen aufzuspüren, die bei anderen Einspielungen untergehen und er vereinbart scheinbar mühelos die Wechselspiele zwischen der innigen Versunkenheit und den plötzlichen Aufschwüngen in der Humoreske. Selbst bei der technisch so anspruchsvollen Sechzehntelphrase des Intermezzo verliert er nie seine klare Melodieführung und stellt damit so manche Studioaufnahme in den Schatten.
Als nächstes stehen die "Novelletten" auf dem Programm, welche meines Wissens nach bisher von kaum jemanden als Zyklus auf CD eingespielt wurden, was äußerst verwunderlich ist, da sie auf dem Höhepunkt von Schumanns Schaffen für das Klavier entstanden sind. Die erste und wohl bekannteste dieser Novelletten in F-Dur spielt Schiff wie vorgeschrieben sehr kräftig und markiert, die äußerst virtuose zweite Novellette legt er äußerst dramatisch an. Insgesamt gelingt es Schiff auch hier wieder, aus jedem Stück alles herauszuholen was darin steckt. Virtuoses, freches, humorvolles, liebliches und bizarres. Äußerst gelungen!
Bei der Klaviersonate nimmt Schiff die beiden Ecksätze in einem irrsinnigen Tempo und schafft es dennoch, die Zerrissenheit und Verzweiflung die in der Sonate stecken hör- und fühlbar zu machen. Auch dabei agiert er mit viel Liebe zum Detail und holt immer mal wieder Melodien hervor, die sonst nie zum Vorschein kommen. Als weitere Rarität gibt es das Scherzo zu hören, welches beispielsweise Pollini in seiner Einspielung der Sonate nicht mit aufgenommen hat.
Als Zugabe gibt Schiff dann das lyrische und träumerische Nachtstück op.23/4 und führt das Programm mit leisem Ausklang zum Ende, so dass einen erst der Applaus wieder in die Realität zurückholt.
Der Klang ist überwältigend für eine Live-Aufnahme. Zusätzlich enthält das Beiheft eine sehr gelungene 10-seitige Besprechung dieses Recitals von Martin Meyer. Uneingeschränkt zu empfehlen!


The Originals - Balladen Op. 10 / Klaviersonaten
The Originals - Balladen Op. 10 / Klaviersonaten
Preis: EUR 10,99

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eleganz der Akzentuierung und des Ausdrucks, 24. Juli 2002
Es ist bekannt, das Michelangeli um jeden Takt, jede Note feilschte und das Resultat stets das Ergebnis harter analytischer Arbeit war. Daher wirken seine Interpretationen im Detail genauso abgerundet wie im großen Strukturzusammenhang der Gesamtwerkes. Die scheinbar unzähligen dynamischen Wechsel und Akzentuierungen gepaart mit der fabelhaften Anschlagkultur, die ihn so auszeichnet machen es für andere Einspielungen dieser Stücke schwer, neben seiner zu bestehen, weil man bei Michelangeli immer das Gefühl hat, seine Interpretation ist die einzig richtige.
Bereits bei Brahms Balladen op.10 demonstriert Michelangeli seine dynamische Vielseitigkeit. Er vermag es gleichermaßen die hölzernen Akkorde der ersten Ballade mit großer Kraft in die Tasten zu schmettern als auch die ineinander verwobenen Melodiebögen der vierten Ballade im feinsten pianissimo wie durch ein Kaleidoskop gespiegelt aufzufächern.
Die Schubert Sonate mit ihrem wild-trotzigem Beginn im ersten Satz und der unmittelbar darauffolgenden resignierenden langsamen Passage, die im steten Wechselspiel zueinander stehen spielt Michelangeli derart flüssig und scheinbar wie aus einem Guss, als ob es dazwischen keine Kluft zu überwinden gäbe. Und das spritzige Finale hört man selbst bei Brendel nicht so brillant.
Zu guter letzt steht die frühe Es-Dur Sonate Beethovens, die er mit 26 Jahren komponierte und die Michelangeli als "pezzo da camara" bezeichnete. Und so spielt er sie dann auch intim und meditativ, als wäre sie ein Bläserseptett. Er selbst dachte sich das Rondothema wie von einer Flöte gespielt und die Phrasierung des zweiten Themas aus dem ersten Satz ergab sich für ihn daher, das er sich die Achtelpausen wie Atempausen vorstellte, wie sie Klarinetten und Flöten beim Vortrag dieses Themas nehmen müssten.
Der Klang der Aufnahme ist überwältigend und für den Preis ist diese CD ein Muss!


Klavierstücke
Klavierstücke
Preis: EUR 7,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beethoven im Kleinformat groß interpretiert!, 24. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Klavierstücke (Audio CD)
Beethovens Bagatellen sind eine bunte Schar von lyrischen bis launischen Charakterstücken, die dieser im Laufe der Zeit komponiert hatte und dann zu drei Heften zusammenfügte.
Alfred Brendel gelingt es, den Charakter dieser kleinen Stücke genau zu treffen und so wird in jedem Stück ein musikalischer Kosmos für sich ausgearbeitet. Das Spektrum bei diesen Miniaturen reicht von kleinen Studien (z.B. bei op.119/9 über Synkopen) bis zu größeren Ausarbeitungen wie etwa op.33/1 in Rondoform oder op.126/6 als kleiner umgekehrter Variationensatz, der Ähnlichkeiten zu den Arietta-Variationen aus der letzten Sonate op.111 aufweist.
Zusätzlich findet sich auch noch das graziös-elegante Rondo op.51/1, das altbekannte "Für Elise", ein Allegretto in c-moll und ein Klavierstück B-Dur das zur Zeit der großen Hammerklaviersonate entstand, welche ebenfalls in B-Dur steht.
Allzu oft wurden diese Stücke nicht eingespielt. Es gibt noch eine Einspielung von Mikhail Pletnev, allerdings kommt Brendel mit seiner Interpretation Beethovens Geist wohl etwas näher. Daher ist diese CD eigentlich all denen zu empfehlen, die Beethovens Klaviermusik schätzen und eine noch relativ unbekannte Seite des großen Sonatenkomponisten kennenlernen wollen. Denn dieser hatte auch im Kleinformat etwas zu sagen.


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