Profil für dennisulbrich1 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von dennisulbrich1
Top-Rezensenten Rang: 3.065.829
Hilfreiche Bewertungen: 147

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
"dennisulbrich1"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
Der Zauberberg. Roman.
Der Zauberberg. Roman.
von Thomas Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Buch des 20. Jahunderts - nahezu ein Wunder !!!!, 14. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
"Der Zauberberg" ist kein Buch: Dieses Werk grenzt an ein Wunder.
Nie habe ich solch'ein Buch gelesen und so ein Buch wird es auch nicht wieder geben. Thomas Mann selbst avanciert zum Zauberer!


Schuldmotoren: Artistisches Erzählen in Günter Grass "Danziger Trilogie"
Schuldmotoren: Artistisches Erzählen in Günter Grass "Danziger Trilogie"
von Klaus von Schilling
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen absolut nicht zu empfehlen !, 14. Juli 2005
Also.. einige Aspekte dieses Werkes sind sicherlich sehr genial und bemerkenswert. Wer aber Fan der Danziger-Trilogie ist, wird über die dann doch sehr eigenartige Interpretation sehr enttäuscht sein. Jedem, der sich umfassend mit dem Werk Grass'befasst hat und es tiefgründiger tun will, sei empfohlen: Lieber Interpretationsbücher zu jedem Werk einzeln kaufen. Das ist effektiver und sinnvoller !


Wer einmal aus dem Blechnapf frißt: Roman
Wer einmal aus dem Blechnapf frißt: Roman
von Hans Fallada
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hans Fallada - gewohnt ehrlich, gewohnt erschütternd, 9. Juli 2005
Hans Fallada schaffte es wie kaum ein anderer Schrifsteller, die knallharte Realität des "Kleinen Mannes" immer wieder realitätsnah in einer Sprache zu beschreiben, die die kleinen Ängste genauso schildert wie die großen gesellschaftlichen Probleme. Bis heute erschütternd ehrlich. Wunderbar.


Malina
Malina
von Ingeborg Bachmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Blaudruck der Emanzipation" - subversives Schreiben, 9. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Malina (Taschenbuch)
Ingeborg Bachmann's Werk "Malina" ist wie kaum ein anderes Buch palimpsetisch geschrieben: Der ganze Text ist verschlüsselt, nahezu jeder Satz enthält eine eigene, versteckte Botschaft.
vor allem Gedanken aus C.G.Jungs Psychologie kommen immer wieder vor. So spielen zum Beispiel die Zahlen eine große Rolle, um nur einen ganz winzig kleinen Teil zu nennen: Die Dreizahl - Triade - liegt dem utopischen Modell zugrunde, das für den Roman strukturbildend ist: Die Ichfigur will sich, wie sie im Dialog mit Malina bekennt, wieder an das Paradies ante erinnern, an die Schönbergsche Märchenzeit. Der Dreischritt führt weiter über das "Heute" in ein Paradies post, das es freilich für die Ichfigur nicht geben wird, außer im Märchen von der Prinzessin von Kagran (in den Roman eingebaut und das Ende vorwegnehmend!). Die Dreizahl der Kapitelstruktur wird allerdings erweitert durch den Vorspann, den vierten Teil. Vom vierten Mörder (neben den Figuren Ivan und Malina, die an sich "Animus-Figuren" C.G. Jungs sind) ist die Rede, von der Jungschen Kategorie der "Quaternität des Bösen". Zu einem fünften Teil gelangt man, wenn man das Exposé hinzuzählt.Die Fünfzahl ist verbunden mit dem Pentagramm: "In der Ordnungszahl der Elemente ist aber nicht nur die Vierheit, sondern mit Einschluß des Topos "Mitte" auch die Fünfzahl enthalten[...].Sie ist auch das Kreuz mit dem Schnittpunkt und der "Quinteszenz". Die fünf Kapitel sind also signifikant im Hinblick auf die Aussage des Romans selbst.Wenn die Fünfzahl symbolisch für das Kreuz Jesu, Christus aber tiefenpsychologisch für das "Selbst" steht, so liegt in dieser Fünfzahl die palimpsestische Botschaft des Werkes: Das Selbst lässt sich nach Jung nur herstellen in der Vereinigung aller seiner Teilaspekte.Die zersplitterte Ichfigur des Romans sieht in der Vereinigung aller ihrer Teilaspekte eine Utopie ihres Selbst, die ihr aber von ihrer Zeit, dem "Heute", und ihrer Gesellschaft, dem "allergrößte(n) Mordschauplatz", verweigert und vorenthalten wird. Ivan ist das deformierte Schöne, Malina ist die deformierte Vernunft, beide zusammen sind sie positive und negative Animus-Figuren im Sinne Jungs und beide können als Persönlichkeiten der Ich-Figur angesehen werden.
Ein beeindruckendes Buch, anspruchsvoll und wahnsinnig tiefsinnig - kaum mit einem anderen Buch vergleichbar.
Ingeborg Bachmann - eine Jahundertkünstlerin.


Das Geisterhaus: Roman (Poches Allemand)
Das Geisterhaus: Roman (Poches Allemand)
von Isabel Allende
  Taschenbuch

15 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Historisch gelungen . . . erzählerisch mies, 18. Juni 2005
Allendes "Geisterhaus" ist ein wirklich gelungenes Buch, historisch genau und detailiert geschrieben.
Erzählerisch und inhaltlich langweilt das Buch jeden Leser, der etwas Neues, Einzigartiges erwartet. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, als wollte Allende unbedingt eine Familiensaga à la "Buddenbrooks" hinlegen, aber bei weitem schlechter ist das Resultat: Während der Meister Thomas Mann die Alltäglichkeit des Familienlebens oder Besonderheiten im Leben der Buddenbrooks mit einem Sprachstil, der einfach einmalig ist, kompensiert, wirken Allendes "geisterliche" Fiktionen eher lächerlich und unglaubwürdig... und da lässt der Liebhaber, der auf alles verzichtet und dennoch nichts bekommt natürlich nicht lange auf sich warten, ebenso wenig wie die achso bezaubernde, sensible junge Frau, die "überraschenderweise" ums Leben kommt..
Unverständlich, warum das Buch zum Bestseller avancierte - wahrscheinlich, weil viele Leser einfach eine Mischung aus Liebesroman, politschem und gesellschaftlichem Buch mögen. In diesem Sinne ist "Das Geisterhaus" denn auch gelungen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2012 6:44 PM MEST


Kopfgeburten: oder Die Deutschen sterben aus Roman
Kopfgeburten: oder Die Deutschen sterben aus Roman
von Günter Grass
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intertextualität und politisches Engangement, 18. Juni 2005
"Kopfgeburten oder die Deutschen sterben aus" ist eine Mischung aus persönlicher und fiktiver Erzählhaltung, berichtet gleichzeitig über Günter Grass'politisches Schaffen während des Wahlkampfes 1980 und greift den Nord-Süd-Konflikt auf, der parallel zum West-Ost-Problem mehr und mehr "Orwells Jahrzehnt" beschäftigt. Günter Grass erzählt die Geschichte des Lehrerpaares Peters, das, auch eine "Kopfgeburt Grass', die Reise nach Asien fiktiv nachreist, die Grass selber antrat. Beeindruckend vermischen sich Fiktion, Realität, Schilderungen der Not in der Dritten Welt und Politik am Ende der 70er zu einem Buch, das neben Ironie, Witz und Intertextualität (in Bezug auf Nicolas Born, Vicki Baum...) so viel Lesebegeisterung weckt,dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Ganz nebenbei, ein weiterer Beweis für Grass'Genialität, wird die Idee eines Kulturstaates und einer Nationalstiftung zur Klärung der Deutschen Frage aufgeworfen und somit eine Hommage an die Literatur an sich geschrieben. Und die Umschlagzeichnung ( ein aus einem Kopf hervorgehendes Neugeborenes) stammt natürlich auch noch vom Künstler Grass, womit sein Talent der Zeichnung wieder einmal bewiesen wäre.
Lesenswert und informativ - eine Mischung aus politischer Ehrlichkeit und Drehbuchentwurf.


Blueprint Blaupause: Roman (Gulliver)
Blueprint Blaupause: Roman (Gulliver)
von Charlotte Kerner
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wenn eine Autorin Lexikonwissen stumpf übernimmt . . ., 8. Juni 2005
dann kann es sich um das Buch "blueprint" handeln.
Aus der Sicht eines eineiigen Zwillings, und so einer bin ich, ist das Buch eine riesen Katastrophe. Alles Wissen, egal ob nun über historische Zwillingspaare oder Klon-Techniken, ist unreflektiert (und eigentlich sollte man das von einer Lektüre, die um Gottes Namen auch noch Schullektüre wurde, nicht erwarten können...), ja man hat streckenweise den Eindruck, Lexikonwissen wurde stumpf übernommen, um ja ein Buch möglichst dick werden zu lassen.
Liebe Charlotte Kerner: Versuchen Sie doch bitte nie wieder, Ihre Zukunftsvisionen über Leben, Mensch und Eingriff in die biologischen Prozesse auch noch mit stümperhaften Einsichten in die Psyche eines Zwillingspaares zu mischen. Und falls Sie wieder einmal die Verbindung zwischen einem Zwilling zum anderen ausdrücken wollen, die gerade nicht in Worten zu beschreiben ist, holen Sie sich doch bitte Hilfe oder lassen Sie es bleiben.
Oder glauben Sie wirklich, dass die Brücke zwischen Zwillingen darin besteht, sich gegenseitig Alter oder Aussehen zu missgönnen ?
Traurig auch, dass diese Lektüre Schülern aufgedrängt wird. Allenfalls ein Biologielehrer könnte das lesen lassen. Aber der Deutschunterricht sollte doch wirklich Leitfunktion einnehmen und die Schüler ans Lesen annähern. In diesem Falle ist es gut, dass der Deutschunterricht das sowieso schon lange nicht mehr tut.
Man soll eigentlich nie Ratschläge geben, wenn es um Bücher geht, aber ich mache eine Ausnahme: Liebe Leser und Leserinnen, lesen Sie lieber Horoskope als das !!


Menschenkind: Roman
Menschenkind: Roman
von Toni Morrison
  Sondereinband

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Panorama über Mutterliebe und Sklavenleben, 8. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Menschenkind: Roman (Sondereinband)
Toni Morrison ist die erste afroamerikanische Literaturnobelpreisträgerin. Ihr Buch "Menschenkind" (amerik. Originaltitel: "Beloved") ist eine mehr als gelungene Mischung aus Übersinnlichem und knallharter Sklavenrealität.
Da der Stil sehr durchdacht und schematisch aufgebaut ist und der Anspruch des Werkes sehr hoch ist, empfehle ich das Buch nur an Literaturkenner, die Geduld, Leseerfahrung und vor allem viel Verstand mitbringen.
Ansonsten wird das Buch, da es aus verschiedenen Zeitebenen erzählt wird und sich vieles erst nach langer Lesezeit aufklären lässt, schnell zum Lese-Frustobjekt und dann wird man dem Wert dieses mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Meisterwerkes ganz und gar nicht gerecht.


Die Entdeckung der Langsamkeit
Die Entdeckung der Langsamkeit
von Sten Nadolny
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Aussage in teilweise einseitiger Verpackung . . ., 4. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Entdeckung der Langsamkeit (Taschenbuch)
Sten Nadolny hat wirklich ein schönes Buch geschrieben: "Die Entdeckung der Langsamkeit" spricht sich für Menschlichkeit in einer Zeit aus, die von Schnelligkeit und Fortschritt regiert wird. Heutige soziale Probleme legt Nadolny in die Figur des John Franklin und schreckt nicht davor zurück, den historischen Franklin im Sinne seiner Ideologien abzuändern. Mutig !
Aber ich habe das zentrale Thema - eben das "Franklinsche Prinzip der Langsamkeit" - zu einseitg behandelt empfunden. Warum wird diese Problematik nur aus der Sicht eines Protagonisten, der zum wahren "Übermenschen avanciert, geschildert ?!


Heimatmuseum
Heimatmuseum
von Siegfried Lenz
  Taschenbuch

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ein Museum im Mittelpunkt steht . . ., 26. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Heimatmuseum (Taschenbuch)
Siegfried Lenz hat mit seinem Werk "Heimatmuseum" ein Meisterwerk geschrieben.. fesselnde Sprache, vorgetäuschte Dialoge . . und eine wunderbare Aufarbeitung der Geschichte im Sinne der Geschichte . . .ein Autor und sein Masuren !!
Lesenswert hoch drei


Seite: 1 | 2 | 3