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DtotheM

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The Walking Dead - Die komplette vierte Staffel - Uncut/Extended [Blu-ray]
The Walking Dead - Die komplette vierte Staffel - Uncut/Extended [Blu-ray]
DVD ~ Andrew Lincoln
Preis: EUR 26,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Brücke zur 5. Staffel oder die längsten 16 Folgen meines Lebens, 1. Dezember 2014
Ich bin riesger Fan von "the walking dead" und habe jede Staffel geliebt - die eine mehr, die andere weniger.
Für mich gehört Staffel 3 zu den Highlights der Serie, zusammen mit natürlich Staffel 1.
Für mich hat da einfach alles gepasst, ich war so angefixt vom Fortschreiten der Story, dass ich die Staffel in einem komplett durchgeschaut habe und selbst den Geruch eines wandelnden Toten annahm.
Nach der, für mich, grandiosen 3. Staffel war ich natürlich extrem gespannt auf Staffel 4.
Wie sollte es weitergehen?
(Rezension enthält Spoiler)

Und dann passierte etwas, was ich für unmöglich gehalten habe. Ich hab hier und da immer mal wieder aufs Handy geschaut weil ich mich gelangweilt habe.
Bei the walking dead!
Vielleicht hat die Entwicklung einfach nicht meinen Geschmack getroffen aber ich fand sie fast durchgehend uninteressant, ich wurde einfach nicht angefixt.
Es war nach Staffel 3 unumgänglich, endlich einen Locationwechsel zu vollziehen, das war eine logische Konsequenz. Unabhängig davon kam mir die gesamte Staffel allerdings vor wie eine einzige Überbrückung zur 5. Staffel und zu einer neuen Location.
Es ist einfach viel zu wenig passiert. Ich bin wirklich sehr offen für ruhige Momente, gerade die Beziehungen untereinander und die Charakterentwicklungen sind das Kernstück dieser grandiosen Serie aber das Endprodukt ist hier einfach überhaupt nicht rund.
Es gab für mich nichts was die Spannung gehalten hat um sofort die nächste Folge schauen zu wollen. Da haben wir ein paar Folgen Grippe, ein paar Folgen Gouverneur , viel zu viele Folgen Grüppchensuche und als man denkt endlich geht es los, ist die Staffel vorbei. Selbst die Grüppchensuche hätte man ganz einfach aufpeppen können, indem man sich auf gewisse Personen konzentriert hätte und offen gelassen hätte, ob die anderen noch Leben oder nicht. Aber so? So wechselt die Staffel von Folge zu Folge mal auf den mal auf den, hier ein bisschen Zeitsprung, da ein bisschen Cornflakes essen,... määh

Ich hatte die Anzahl an Folgen nicht mehr auf dem Schirm, als dann eben die letzte Folge lief, das Staffelfinale, da dachte ich "yaaay" auf CD 5 geht es endlich los... und dann war das die DVD für die Extras.
So hängen gelassen und frustriert habe ich mich wohl selten gefühlt beim Ende einer Staffel.
Natürlich macht einen das Finale heiß auf die nächste Staffel aber was bleibt von Staffel 4? Eine ganze Menge Leerlauf ohne Inhalt.
Vereinzelte Szenen fand ich wie immer grandios, aber eine handvoll grandioser Szenen auf eine ganze Staffel betrachtet ist halt einfach nichts.
Jeglicher Nervenkitzel wird sofort im Keim erstickt, auf zum nächsten Punkt.
Als der Gouverneur zum Beispiel endlich am Gefängnis auftaucht, das war spannend, das hat einen wütend gemacht und emotional ins Geschehen befördert und danach? Licht aus. Geschwindigkeit genommen. Resetknopf gedrückt.
Der Gouverneur als Bösewicht hat der Staffel gut getan, selbst die Erklärung, wie er zu seiner neuen Gruppe kommt, fand ich zwar anders aber sehr interessant. Man hätte ihm gerne etwas mehr Scheinwerferlicht gönnen können.
Noch dazu störten mich diverse Entscheidungen innerhalb der Gruppe, die für mich überhaupt nicht logisch und nachvollziehbar schienen. Ich finde es zum Beispiel ganz ätzend, dass Rick sich anmaßt auf eigene Faust Carol von der Gruppe zu verstoßen, also praktisch über Leben und Tod zu entscheiden, also im Grunde somit genau das selbe macht wie Carol.
Das macht mich als Zuseher so wütend, nicht weil ich Carol besonders mag, sondern weil es einfach so falsch ist und nicht nachvollziehbar.

Ich hoffe nun auf Staffel 5, so schlecht, dass ich die Serie aufgeben würde, fand ich Staffel 4 dann nun zum Glück nicht aber sie fällt im Vergleich einfach enorm ab. Leider.


Lose Control
Lose Control
Preis: EUR 2,16

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschung!, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Lose Control (MP3-Download)
Ich hätte ja nie gedacht, dass Daniel irgendwann mal einen Dancetrack aufnehmen würde aber steht ihm überraschend gut.
Musikalisch hat der Track die Innovation sicher nicht mit Löffeln gefressen aber Daniels besondere Stimme und sein gutes Songwriting lassen den Track doch herausstechen aus der aktuellen Masse an Dancesongs.
Macht auf jeden Fall Spaß und reißt mit und das ist denke ich das wichtigste.


Mario Kart 8 (Standard Edition)
Mario Kart 8 (Standard Edition)
Preis: EUR 49,99

21 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser kann man es fast nicht machen, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Mario Kart 8 (Standard Edition) (Videospiel)
Meine Vorfreude auf dieses Spiel war riesig und die Vorabtrailer so wunderschön, dass meine Erwartungen ins Unermessliche stiegen und was soll ich sagen? Sie wurden erfüllt!

Am Grundkonzept hat sich natürlich nicht viel verändert aber man spürt richtig, wie der neue Ableger der beliebten Funracer Reihe ein neues Level erreicht hat.
Eine Vielzahl beliebter und bekannter Charaktere, die sich auf verrückten und bunten Strecken ein Kopf an Kopf Rennen liefern und dabei vor keinerlei Waffe zurückschrecken. So weit so gut, kennt man, liebt man.
Was zuerst ins Auge sticht ist die Optik. Vermutlich hat niemals je ein Nintendospiel so wunderschön ausgesehen! Die Grafik ist gestochen scharf, die Charaktere so liebevoll und detailreich gestaltet, mit so einer Polygonvielfalt, dass man meinen könnte sie seien echt. Da ist es auch egal dass der Grafikstil eher Comiclastig ist als realistisch, typisch Mario eben.
Jede Strecke bietet so eine wahnsinnige Vielfalt an Details, dass man sich kaum satt dran sehen kann. Seien es Tauben die vom Trubel auf der Strecke aufgescheucht werden, tolle realistisch aussehende Wassereffekte, Grindingspuren in den kurven, die sich mit jeder Runde vermehren es gibt abseits des Rennens so viel zu sehen, dass man als Spieler eigentlich gar nicht mehr hinterherkommt.
Aber genug zur Optik. Die ist wunderschön, das weiß eh jeder, der jemals einen Trailer gesehen hat.

Die Strecken, Wahnsinn, was Nintendo da gezaubert hat. Mario Kart typisch gibt es wieder eine Vielzahl an Retrostrecken, die aus alten Mario Kart Teilen bekannt sind. Aber anders als im Vorgänger auf der Wii zum Beispiel wurden die Strecken nicht einfach lieblos und unkreativ ins neue Spiel gepackt ohne auch nur den kleinsten Fortschritt zu bemerken wurden die Retrostrecken hier komplett generalüberholt. Alleine das Erleben dieser Strecken hat mir in den ersten Spielminuten komplett den Mund wässrig werden lassen. Die Strecken wurden um so viele Details erweitert, durch so viele Effekte und nicht zu letzt um das neue Feature auch in der Luft, unter Wasser oder auf dem Kopf zu fahren. Die neuen Elemente fügen sich perfekt ein und trotz all dieser Neuigkeiten bleiben die Strecken so wunderschön vertraut. Alleine was aus bekannten Strecken aus dem N64 Ableger gemacht wurde wie Yoshi Mountain oder dem Regenbogen Boulevard. Einfach der Wahnsinn.
Retrofeeling plus Innovation, das muss man auch erstmal so hinbekommen.

An den Spielmodi an sich hat sich nicht viel verändert.
Grand Prix wie gehabt. Starcup, Flower Cup, usw. Zeitrennen darf natürlich nicht fehlen, genau so wie die Ballonschlacht.
Hier kommt allerdings mein erster und wirklich gravierender Kritikpunkt, der mich wirklich erschrocken hat.
Die Ballonschlacht. Was hat sich Nintendo denn dabei gedacht?
Die beliebten Massenschlachten um die 3 Ballons, die jeder Fahrer mit sich führt finden nicht mehr in eigens dafür designten Arenen statt, sondern auf aus dem grand Prix bekannten Streckenabschnitten. Es fühlt sich an als würde man einfach ein Rennen fahren nur eben mit Ballons. Also fährt man so lange im Kreis bis man jedem, der einem auf der Strecke entgegen kommt ein paar mal abgeschossen hat. Das ist ein absoluter Witz und hat nichts mit der Ballonschlacht zu tun wie man sie lieben gelernt hat. Der Höhepunkt dieses Modus war meiner Meinung nach eh auf dem N64 erreicht. Meine Kumpels und ich spielten damals stundenlang an einem Ballonmatch weil sich jeder auf seinem Turm verbarrikadiert hat und man versuchte taktisch an die Ballons der anderen ranzukommen. Von Taktik ist hier nichts mehr übrig. Sehr schade und ich würde mir wirklich wünschen, dass Nintendo da ggf. nachliefert. So rühre ich die Ballonschlacht auf jeden Fall nicht mehr an.

Weitere Neuerungen lasen sich in den Items finden. Altbekannte sind dabei wie der Rote und der Grüne Panzer, Stern und was es nicht alles gab. Hinzukamen nun Items wie die fleischfressende Pflanze oder der Boomerang und einige mehr. Passen gut ins spiel. Hierbei wurde ein weiteres Detail verändert und der Spieler kann nun wirklich nur noch ein Atem mit sich tragen. Früher war es möglich eine Banane zum Beispiel hinter sich herzuziehen, was den Slot freimachte für ein weiteres Item. Das ist nun nicht mehr so.
Stört mich nicht und fällt auch nicht ins Gewicht.
Was mir in Bezug auf Items und Gameplay besonders positiv aufgefallen ist, ist etwas wovor ich Angst hatte, dass es anders kommen würde.
Ich hatte bei Mario Kart Wii immer das Gefühl, dass die Items viel zu stark über Sieg oder Niederlage entscheiden. Da hat meistens ein Stern ausgereicht um mal eben 10 Plätze gut zu machen. Das hat sich Gott sei dank geändert. Meinem Empfinden nach wird man endlich wieder mehr dafür belohnt, wenn man gut und richtig fährt. Da hilft ein Stern vllt mal einen platz gut zu machen oder ein bisschen Abstand aufzuholen aber das wars. Driften kommt mir wichtiger vor als je zuvor. Richtiges Driften in der Kurve sorgt für entweder einen blauen oder einen roten Boost. Ohne das zu beherrschen hat man wenig Chancen auf platz 1. Man fühlt sich als Fahrer einfach mehr gefordert und freut sich dann, wenn man einen anspruchsvollen Abschnitt perfekt gemeistert hat. Riesen Daumen nach oben dafür.
Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass vor allem einige der neuen Items, gerade im Mittelfeld für komplettes Chaos sorgen. So ist echt schwieriger denn je sich nach vorne zu kämpfen, denn viele Items, die man vor allem auf den hinteren Plätzen und im Mittelfeld bekommt Flächendeckend zu viel schaden machen. Hat man zum Beispiel das Glück eine Fleischfressende Pflanze zu bekommen frisst die einfach alles und jeden was einem auch nur in die Nähe kommt ohne jegliche Eigeninitiative. Ebenso wie die Trompete. Einmal eingesetzt erschüttert das den Boden um den eigenen Fahrer im Radius von gefühlt 20 Metern.
Das kann schon manchmal etwas frustrierend sein, aber es hält sich in einem annehmbaren Maß.

Nun zum Onlinespielen. Da ist eigentlich alles dabei, was auch offline möglich ist. Noch dazu kann man eigene Turniere erstellen, mit bestimmten Regeln oder einfach am Turnier eines anderen Spielers teilnehmen. Je nach Platzierung bekommt der Spieler dabei Punkte gut geschrieben oder abgezogen. Dadurch kann man sich mit den direkten Gegnern messen, allerdings aber auch nur mit denen. Eine Gesamtrangliste gibt es nicht, was ich fast als allergrößten Kritikpunkt empfinde. Mir bringt meine Statistik einfach gar nichts, wenn ich mich dabei nicht mit anderen vernünftig messen kann. Hier hoffe ich auch, dass das noch nachgerüstet wird.

Aber letztendlich ist Mario Kart 8 das beste Spiel, was ich bisher auf meiner Wii U spielen durfte und sicher das beste Mario Kart von allen. und ja, ich habe natürlich alle gespielt.
Mario Kart ist endlich in der Zukunft angekommen und überzeugt sowohl mit Gameplay und mit Technik.
Chapeau Nintendo!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2014 3:12 AM MEST


Maleficent - Die Dunkle Fee [Blu-ray]
Maleficent - Die Dunkle Fee [Blu-ray]
DVD ~ Angelina Jolie
Preis: EUR 13,99

40 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Maleficent - Die ( nicht ganz so) Dunkle Fee, 28. Mai 2014
Seit meiner Kindheit bis heute habe ich die Zeichentrickverfilmung von Dornröschen sicher an die 150 mal gesehen. Ich habe den Film immer geliebt aufgrund seines Stils, seiner Atmosphäre und nicht zuletzt wegen seiner Charaktere, allen voran "die dunkle Fee" Malefiz, wie sie im Ursprung auf deutsch mal genannt wurde.
Da ist es kein Wunder, dass meine Erwartungen an "Maleficent" so hoch waren, dass mir eigentlich schon selbst vor dem Film klar sein musste, dass sie niemals erfüllt werden könnten. Und ja, so kam es auch. Zumindest teilweise. Aber letztendlich gebe ich dem Film doch 4 von 5 Sternen, so enttäuscht kann ich also nicht sein.
Nun also im Folgenden, was mir dann doch gefehlt hat um mich komplett glücklich zu machen.

In "Maleficent - Die dunkle Fee" wird die Vorgeschichte der gleichnamigen Protagonistin erzählt, aufgedeckt wie sie so werden konnte, denn so viel charmanter Zorn, den sie in der Ursprungsgeschichte verbrüht, muss ja irgendeinen Grund haben.
Aus Spoilergründen gehe ich hier nicht auf die Details der Story ein, da ist es vermutlich besser sich Inhaltsangaben hier in der Produktbeschreibung bei Amazon durchzulesen.
Alles in allem gefiel mir die Geschichte, einen Innovationspreis würde sie jetzt vermutlich aber nicht gewinnen, denn das meiste war doch schon sehr vorhersehbar.
Teilweise muss ich auch sagen, dass ich den roten Faden etwas zu offensichtlich konstruiert fand. So nach dem Motto "jetzt verhalten sich mal alle total komisch, damit der Auslöser für die nächste Szene gestartet wird." So manche Situation ließ mich dann doch vorübergehend skeptisch dreinblicken.

Für mich der wichtigste Faktor bei einem Film wie diesem ist die Atmosphäre, grade das Zeichentrickoriginal lebt komplett von seiner Wirkung in Ton und Bild. Hier sehe ich auch leider die größten Schwächen des Films. LEIDER!
Der Film schafft es meiner Meinung nach nicht auf ganzer Länge eine immer glaubhafte Welt zu schaffen. Vor allem das Reich von Malefiz selbst ist zum Großteil wunderschön animiert mit modernster 3D-Technik, da wundert es einen dann manchmal doch, wenn sich Pappmasche-Steine vom BlueScreen Hintergrund absetzen. Die Inszenierung ist dann auch Schuld, wenn man in so mancher Szene plötzlich das Gefühl bekommt Angelina Jolie steht irre verkleidet vor einer Plastikhütte im Europapark. Es wirkt einfach nicht immer authentisch, was ich wahnsinnig schade fand. Das Problem hierbei ist vermutlich wie bei den Meisten Disneyremakes, wie es sie momentan ja häufiger gibt, dass der Film es einfach allen Recht machen will. Ab wann ist der Film? Ab 6? Das merkt man einfach viel zu häufig. Das wäre an sich ja okay, aber wer sich Trailer des Films im Vorfeld angeschaut hat darf sich doch sehr darüber wundern, wie diese ausgewählten sehr düsteren Szenen plötzlich im Gesamten ihre Wirkung verändern. (kurzer Spoiler) Die bekannteste Szene aus den Trailern ist wohl die, in der Aurora als fast 16 jähriges Mädchen im dunklen Wald das erste mal auf Malefiz trifft. "Then you'll be afraid" sagt Malefiz im Trailer und Aurora weicht erschrocken zurück als sie Malefiz sieht. Düster, bedrückend, irgendwie gruselig. Tatsächlich überlegt Aurora aber nur kurz und geht auf sie zu, als wär sie die liebe Tante, die zu Besuch kommt und begrüßt sie als ihre "gute Fee" und hat sie auf Anhieb extrem liiiiieb. MÖÖP! (Spoiler Ende)
Der Film ist oft einfach zu hell. Mir war Malefiz zu freundlich, es tut mir ja echt leid. Ich finde die Entwicklung, die sie innerhalb der Story macht eigentlich gut aber ich finde der Mittelweg ist nicht richtig gelungen.

Wo wir grade bei Angelina Jolie waren. Ohne sie hätte ich dem Film eventuell sogar nur 3 Sterne gegeben. Sie trägt den Film komplett und die Rolle der Malefiz hätte von niemandem besser gespielt werden können. Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, Malefiz rückt in den Hintergrund und Angelina selbst kommt zum Vorschein.
Elle Fanning, die Schauspielerin, die Aurora spielt hingegen wollte mir so gar nicht gefallen. Optisch meinem Empfinden nach eher eine Dauer-Wendyabonnentin, ihr immer glückliches Gemüt und ihr doofes Sonnenschein-Strahle-Gesicht fand ich nervig und unsympathisch.
Welche Figuren mich aber wirklich schier verrückt machten, waren die 3 Feen, die Aurora aufziehen bis zu ihrem 16. Geburtstag. Im Zeichentrickoriginal als Flora, Fauna und Sonnenschein/Merryweather benannt haben sie hier irgendwelche unaussprechbaren Fantasynamen. Abgesehen davon, dass sie eigentlich ganz niedlich animiert sind, optisch zumindest, kann man sie eigentlich nur hassen. Blöde Slapstickähnliche Streitereien sind da fast noch das geringste Übel. So verabschieden sie Aura gegen Ende des Films nach dem Motto "wir haben unsere besten Jahre an dich verschwendet" was einen nicht nur aufgrund der Tatsache irritiert aufblicken lässt, dass sie innerhalb des Films offensichtlich nicht mal mitbekommen wollten, dass Aurora Tage und Nächte lang einfach fort war. Für mich eindeutig in den Top 10 der unerträglichsten Nebencharakteren überhaupt, und das obwohl die 3 in der Zeichentrickvorlage kaum süßer und sympathischer hätten sein können.

Ich würde außerdem jedem, der der englischen Sprache mächtig ist, empfehlen den Film im Original zu sehen. Ich kenne ihn zwar bisher nur auf deutsch aber das Original kann einfach nur besser sein. Viele der Stimmen sind einfach viel zu süß und lieb und bä... man hat grade die ersten 15 Minuten Angst an Diabetes zu erkranken. Freue mich da definitiv auf die Originaltonspur auf der Blu Ray.

Das war jetzt viel Gemotze aber wie immer ist motzen spaßiger als loben. Der Film macht definitiv viel richtig. Die Massenschlachten sind wahnsinnig toll inszeniert und sehr mitreißend. Die Story schafft es auch, trotz gewisser Offensichtlichkeiten, Interesse an der nächsten Wendung zu wecken.

ich würde "Maleficent - Die dunkle Fee" also auf jeden Fall weiterempfehlen. Da ist von groß bis klein eigentlich für jeden was dabei, außer wenn man mit "...bis klein" wirklich so gar nichts anfangen mag.
Ich hab mitgelitten, mitgefiebert, mich mitgeärgert und mich aufgeregt. Was will man mehr?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 7, 2014 8:22 PM MEST


Lightning Returns - Final Fantasy XIII - [PlayStation 3]
Lightning Returns - Final Fantasy XIII - [PlayStation 3]
Preis: EUR 29,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf, 25. Februar 2014
Ich habe nun gut 20 Stunden mit dem Spiel verbracht und denke mir, ich habe nun genug gesehen um mir eine fundierte Meinung über Lightning Returns bilden zu können.
Ich bin froh, dass ich mir das Spiel blind gekauft habe, ohne vorher Rezensionen zu stöbern, denn ich bin mir ziemlich sicher, das meiste was man hier lesen kann, hätte ich mich abgeschreckt, was für mich ein ziemlicher Verlust gewesen wäre.

Hauptkritikpunkt dürfte wohl das Feature mit dem "Zeitdruck" sein. Es ärgert mich, dass ausgerechnet Menschen, die das Spiel gerade mal wenige Stunden gespielt haben glauben, sie könnten den Zeitdruck überhaupt bewerten. Ist natürlich Blödsinn, weil man den Zeitdruck überhaupt erst einschätzen kann, wenn man am ende gemerkt hat, wie viel zeit einem für dies und das gefehlt hat.
Ich habe nun gerade die 3. Hauptmission abgeschlossen (von 4!), habe nebenbei immer Nebenquests gemacht um Zeit zu überbrücken oder eben einfach im Vorbeilaufen mitgenommen und habe noch 5 Tage übrig. Abgesehen davon, dass das noch massig Zeit ist, hat der Spieler die Möglichkeit per Fähigkeit die Zeit anzuhalten, was im Grunde unendlich oft der Fall ist.
Meiner Meinung nach ist der Zeitdruck also eher passiv spürbar und eigentlich nur für die Rahmenhandlung relevant.

Da schreit der Casualspieler wieder laut auf weil er glaubt, etwas zu doll gefordert zu werden. Mimimimi...

Ich mag das Zeitfeature sogar, weil es die einzelnen Tage strukturiert im Sinne von Öffnungszeiten von Shops und Bereiche der Stadt, die nur zu gewissen Tageszeiten besuchbar sind.
Also Leute, lasst euch mal auf was neues ein und seid froh über neue Ideen, anstatt immer nur den gleichen altbackenen Müll serviert zu bekommen.

Was auch gerne Kritisiert wird ist die Grafik. Ich finde zurecht, vor allem, weil es hier einfach um Final Fantasy geht.
Den Grafikstil finde ich gelungen und atmosphärisch, die Grafikqualität ist teilweise aber schon unterirdisch. Details innerhalb der Welt sollte man sich auf keinen Fall zu genau anschauen, man könnte sonst erschrecken wie hässlich frisch gehacktes Holz aussehen kann oder auf einer Wäscheleine aufgehangene Klamotten. Wenn man mit dem Chocobo über die Steppe reitet, fühlt man sich manchmal wie in einem Online Rollenspiel, welche ja nun allgemein hin nicht unbedingt durch ihre Grafikpracht glänzen.
Für mich kein großer Minuspunkt, ein kleiner Wermutstropfen ist es dennoch.

Open World ist ja allgemein meistens eher etwas cooles. Der Spieler kann frei entscheiden, frei die Welt erkunden, man ist sein eigener Herr. Wo Ich mich bei Teil 13 viel zu eingesperrt gefühlt habe, fühle ich mich bei Lightning Returns allerdings ziemlich oft verloren. Mir nimmt es etwas an Spielspaß, wenn ich nach einer Pause erst meine Quests studieren muss um herauszufinden, wie es nun für mich weitergeht. Und der Atmosphäre um dem Spielgefühl ist es auch nicht unbedingt hilfreich.
Ich denke allgemein wäre es gelungener gewesen, die Anzahl der Nebenquests kleiner zu halten, sie dafür hochwertiger und liebevoller zu gestalten.
Ich denke da zum Beispiel an Legend of Zelda: Majoras Mask. Ähnliches Zeitkonzept und einiges an Nebenquests, die in sich aber so komplex und liebevoll gestaltet waren, dass man sie gerne in Angriff nahm und sich auch nachher noch an sie erinnern konnte.

Das Kampfsystem hingegen, kommt insgesamt ja ganz gut weg. Bei mir auch.
Aber je länger ich spiele, desto mehr fallen mir gewisse Defizite auf.
Die Idee mit den Outfits finde ich super, ich finde es dann aber schade, wenn es am ende eh nur auf die Outfits hinausläuft, die die besten Statuswerte haben. Klar bleibt es jedem selbst überlassen, für welche Kostüme er sich entscheidet, aber sich bewusst für ein schönes aber schwaches Outfit zu entscheiden hinterlässt doch eher gemischte Gefühle.
Was mir bei diesem Konzept am aller meisten fehlt, ist das Gefühl des Fortschritts und der Entwicklung.
Mein letztes Spiel, das ich davor gespielt habe war Bravely Default für den 3DS. In dessen Kampfsystem hat der Spieler die Wahl, sich je Charakter für einen der zahlreichen Jobs zu entscheiden, die sich sowohl durch die angezeigten Outfits als auch durch die Fähigkeiten und Statuswerte unterscheiden. Im Laufe des Spiels bekommt der Spieler Erfahrungspunkte um die Jobs aufzuleven und zu verstärken.
Dadurch hat der Spieler viel mehr das Gefühl seine Charaktere zu individualisieren. Das Fällt bei Lightning Returns meiner Meinung nach komplett weg und nimmt dem Kampfsystem die Tiefe, die es hätte haben können.
Eindeutig verschenktes Potential.

Insgesamt finde ich aber ist Lightning Returns der beste Teil der Trilogie. Natürlich nicht das beste Final Fantasy, da müssen wir uns glaube ich alle nichts vor machen. Oldschool Final Fantasy ist immer besser.
Aber es ist ein Spiel mit dem man viel Spaß haben kann, das es spürbar versucht, dem Spieler Recht zu machen, nach der Kritik an den Vorgängern.
Jeder der mit Spielen innerhalb diesen Genres etwas anfangen kann, sollte dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben.


Super Mario 3D World - [Nintendo Wii U]
Super Mario 3D World - [Nintendo Wii U]
Preis: EUR 48,99

14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lässt das Fanherz höher schlagen!, 29. November 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Meine Vorfreude auf das neue Mario war riesig, genauso wie der Durst nach neuen Spielen für meine Wii U.
Da war es keine Frage, dass ich es mir direkt zum Release kaufe, schon gar nicht nach den Gameplay Trailern, die mich die letzten Wochen fast haben wahnsinnig werden lassen vor Ungeduld.
Ich hab nun einen Tag zocken hinter mir und will hier erläutern, was mir gefallen hat und was weniger und warum es letztendlich nur 4 Sterne wurden und keine 5.

Das Besondere am neuen Ableger der beliebten Spielereihe wird direkt am Cover der Hülle sichtbar. Es ist endlich wieder und überhaupt erst zum 2. mal möglich das Abenteuer nicht nur mit Mario, sondern nach Wunsch auch mit Peach, Luigi und/oder Toad zu bestreiten. Und/oder weil der neueste Ableger viel wert auf den Multiplayermodus setzt. Mich störte das in den Mario Bros. teilen schon immer ungemein, dass die Charakterauswahl sich trotz Multiplayer nur auf verschiedenfarbige Toads beschränkte und da ich immer schon Fan von Peach war konnte ich es kaum erwarten, sie endlich wieder steuern zu dürfen.
Die Charaktere unterscheiden sich hierbei nicht nur optisch, sondern auch in ihrer Steuerung.
Mario ist der Allrounder. Er kann alles gut, da hat sich nicht viel dran verändert. Peach bietet die Möglichkeit, für wenige Sekunden in der Luft gleiten zu können, Luigi kann weiter und höher springen als seine Kollegen und Toads Sprünge sind zwar kürzer, dafür ist er zu Fuß am schnellsten.

Spielerisch erinnert Super Mario 3D Wörld an den Ableger auf dem 3DS. Die Ansicht ist eine Mischung aus 2D und 3D. Die Wege an sich sind nicht nur von links nach rechts hinter sich zu bringen, sondern auch in die Tiefe, wobei die Bewegungsmöglichkeiten hierbei doch recht überschaubar bleiben leider.

Grafisch ist das Spiel eine Wucht. Die Texturen sind wunderschön scharf, die Charaktermodelle so plastisch wie nie, so soll ein Super Mario Spiel aussehen und wäre Nintendo mal früher in die Gänge gekommen, hätten wir das schon zich Spiele früher haben können. Dieses Spiel ist der Beweis, dass ein Mariospiel wunderschön aussehen kann ohne dabei seinen Charme zu verlieren. Besonders schön finde ich auch die Hintergründe, die aufgrund der Entfernung unscharf dargestellt werden und trotzdem nette Details bieten.

Ansonsten steuern sich die Protagonisten flüssig wie eh und je, wie man es von Mariospielen gewöhnt ist. Lediglich der Mischmasch aus 2D/3D sorgt, zumindest bei mir, das ein oder andere mal für Verwirrung weil schwer einzuschätzen ist, auf welcher Höhe man sich befindet.
Die Kamera lässt sich bewegen, ist aber nicht frei bewegbar. So ist es in manchen Leveln möglich den Level aus 2-3 verschiedenen Perspektiven betrachten zu können, was besonders bei der Suche nach den grünen Sternen, von denen in jedem Level 3 versteckt sind, hilfreich ist.

Soweit klingt das ja alles sehr positiv, also wieso am ende doch nur 4 Sterne?
Wer Super Mario 64 oder Mario Sunshine gespielt hat, der weiß was mir für den letzten Stern gefehlt hat. Es ist einfach nur zu 80% ein "großes Mario", so zumindest mein Eindruck. Es fehlt mir einfach die Befriedigung des Erkundungsdrangs in großen, weitläufigen Welten. Die level hier sind alle recht überschaubar und Linear aufgebaut. Klar weiß man das vorher, aber mir macht das eben nicht so viel Spaß wie das Suchen und klettern und springen in Super Mario 64 und das Spiel ist mittlerweile gefühlt 100 Jahre alt. Nintendo hat da meiner Meinung nach einiges an Potential verschenkt in dem sie sich nicht auf alte Stärken berufen haben. Geht ja nicht darum, alte Sachen zu kopieren aber in der heutigen Zeit wären da wirklich wunderschöne, riesige Welten drin.
So hoch wie die Grafikqualität in Super Mario 3D Wörld auch sein mag, so langweilig sind die Level oft. Hat alles so ein bisschen Baukastencharakter, wirkt alles sehr konstruiert und unnatürlich.

Was das Gesamtbild für mich trübt ist außerdem der Schwierigkeitsgrad...
Mario war schon immer ein Spiel für die ganze Familie aber selbst die Uralten Teile haben viel Geschick und oft auch Übung verlangt um die Level zu meistern. Hier läuft man allerdings ziemlich gemütlich durch und das meistens auf Anhieb sogar mit 3 Sternen. Finde ich einfach schade. Als einfaches Kinderspiel verkauft sich Mario nämlich eindeutig unter seinem wert.

Das war es von meiner Seite aus aber schon mit den Kritikpunkten, ich finde sei dennoch schwerwiegend genug um einen Stern abziehen zu können.
Aber hey, 4 Sterne sind ne Top Wertung und ich kann jedem Wii U Besitzer und jedem, der schon mal Mario gespielt hat und es mochte auch diesen teil hier empfehlen. Spaß macht es alle mal.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2013 1:01 AM CET


The Legend of Zelda: The Wind Waker
The Legend of Zelda: The Wind Waker
Preis: EUR 47,07

15 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bringt den Glanz alter Tage zurück... in neuem Glanz! Ha!, 6. Oktober 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Nun ist The legend of Zelda - The Wind Waker HD also endlich erschienen. Ich war mir lange unsicher darüber, wie sinnvoll so ein Remake sein soll, immerhin hat das Original mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel und sieht selbst heute einfach nur wunderschön aus.
Ich dachte mir dann aber so als Überbrückung bis zum neuen Zelda kannst du nichts falsch machen und nachdem ich den Vorgänger Skyward Sword für ein Verbrechen an der Menschheit halte, konnte mich Wind Waker wenigstens wieder mit meiner Lieblingsspielereihe versöhnen, denn es ist nach wie vor einfach ein sensationell gutes Spiel.

Zur Story muss denke ich nicht viel gesagt werden, die dürfte jedem bekannt sein, der jemals ein Zelda in der Hand hatte. Kennste eins, kennste alle.
Man spielt den kleinen Link, der zu seinem Geburtstag auf Grund einer Tradition aus alten Tagen eine grüne Rüstung geschenkt bekommt, Links Schwester wird dann von einem riesigen Vogel entführt und Link macht sich mit einer Gruppe Piraten auf den Weg die Schwester zu retten. Ansonsten natürlich irgendwas mit Zelda und irgendwas mit Ganondorf und das Triforce, DAS Zeichen der Macht schlechthin darf natürlich auch nicht fehlen.

Gameplay technisch geht Wind Waker allerdings ganz neue Wege und das macht es vorbildlich. Zusammen mit einem sprechenden Boot bereist Link die weite See und die ist wirklich sehr weit. Viele Inseln gilt es zu entdecken, Geheimnisse zu lüften und nach und nach füllt sich die Schiffskarte mit vielen Details. Zu tun gibt es dabei auch immer etwas. Seien es Schiffskämpfe mit der an Bord befindlichen Kanone, Schatzsuchen mit Hilfe eines Krans oder einfach nur Rubinenjagd.
Natürlich sind wieder zahlreiche Dungeons dabei mit anschließendem Bosskampf und die sind nicht selten wirklich spannend und imposant in Szene gesetzt und bilden somit wirklich das Highlight des Tempels.

Wie bereits erwähnt ist das Originalspiel, damals noch auf dem Gamecube, heute noch genau so schön wie damals aber die Übertragung ins HD -Zeitalter hat sich trotzdem gelohnt. Alles wirkt unglaublich scharf, der Unschärfeeffeckt für weiter entfernte HIntergründe ist nicht mehr so penetrant, die Lichteffekte sehen besser und realistischer aus und selbst Link wirkt mittlerweile so plastisch, dass man ihn am liebsten knuffen wollen würde. Die größte Veränderung hat meiner Meinung nach allerdings der Himmel erfahren. Die wolken wirken nun realistischer und dynamischer und nicht mehr wie fixierte Zuckerwatte.

Die Einbindung des Padcontrollers finde ich perfekt und bereichert das Spielerlebnis ungemein. per Touchscreen kann man sich auf dem Tablet entweder die Karte, das Inventar, Schatzkarten oder Nachrichten anderer Spieler anzeigen lassen(dazu später mehr). Das Spiel kann außerdem per Knopfdruck auf das Tablet gewechselt werden und komplett darauf gespielt werden.
Bei Benutzung diverser Items wie dem Fanghaken oder dem Fernrohr steuert der Spieler nicht mehr wie früher mit dem Stick sondern mit dem eingebauten Bewegungssensor, was wirklich super funktioniert.
Zu Beginn des Spiels wird der Spieler außerdem vor die Wahl gestellt ob mit dem Pad oder dem wii U pro Controller gespielt werden will.

Andere Neuerungen gibt es zwar auch aber die fallen eher mager aus. So fährt das Schiff nun mit höherer Geschwindigkeit, was auch wirklich notwendig gewesen ist, diverse Sequenzen wie das Greifen des Fanghakens oder das Angeln von Schätzen laufen nun schneller und oder verkürzt ab, so genau kann ich das nicht sagen.
Die ewig lange Suche nach den Triforceteilen wurde GOTT SEI DANK verkürzt und für Leute, die das Spiel online spielen gibt es nun die Möglichkeit anderen Spielern Flaschenpost zu schicken, was als Ersatz für eine Funktion von Tingle im Original dient, die ich aber nicht kenne bzw. nie benutzt habe.

Zelda - The Wind Waker ist alles in allem ein geniales Spiel, dem man das alter zu keiner Sekunde ansieht oder anmerkt, es spielt sich deutlich frischer und flüssiger als der Vorgänger Skyward Sword und ist für jeden etwas, der Freund der Spielereihe ist oder im Allgemeinen etwas für Action - Adventure übrig hat. Leute, die das Original gespielt haben dürfen aber gerne zwei mal überlegen ob sich eine Anschaffung für sie lohnt. Für mich lohnte es sich auf jeden Fall aber ich denke das sollte jeder subjektiv für sich selbst entscheiden.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2013 7:54 PM MEST


Mario Party 9 - [Nintendo Wii]
Mario Party 9 - [Nintendo Wii]
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 27,76

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Da ist selbst Münz-werfen taktischer, 6. Oktober 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Mario Party 9 - [Nintendo Wii] (CD-ROM)
Eins vorne weg, ich bin entsetzt über die wirklich vielen positiven Rezensionen und erschrocken darüber, wie tief der Anspruch mancher Leute zu sein scheint.
Mario Party 9 ist für mich, ohne übertreiben zu wollen, das schlechteste Spiel, das ich je gespielt habe und ich habe "3 Engel für Charlie" auf dem Gamecube gespielt!
Ich hab über die Jahre so ziemlich jeden Teil der Spielreihe gespielt, die ersten 3 noch sehr intensiv, allerdings wurde mit jedem neuen Teil der Verschleiß der Reihe immer offensichtlicher bis hin zu dieser Katastrophe, die sich Videospiel schimpft.
Warum Mario Party 9 so eine Katastrophe ist liegt an vielen Faktoren.
Der Schlimmste, vor allem für diese Art Spiel ist, dass das Können des Spielers komplett egal ist, was hier über Sieg und Niederlage entscheidet ist der pure Zufall. Ich kann nicht mal sagen, dass man einfach eine gewisse Spur Glück braucht, der Kalkulierte Zufall boykottiert den Spieler förmlich.
So ist es eigentlich egal was man würfelt oder auf welches Feld man kommt, aus dem NICHTS taucht an allen Ecken und Kanten der "Zufall" auf, der den Verlauf des Spiels beeinflusst. Da denkt man, man landet auf einem normalen blauen Feld, in Wirklichkeit bekommt man aber einfach aus dem Nichts 20 Sterne geschenkt, oder 20 Sterne geklaut oder dahinter versteckt sich ein Minispiel oder ein wahlloser Spieler bekommt meine Sterne getauscht bli bla blub. Was da genau passiert ist einfach überhaupt nicht nachzuvollziehen und es ist so frustig und sinnlos, dass es schon fast wieder lustig ist.
Würde wenigstens die Qualität der Minispiele stimmen, wäre sicher noch der ein oder andere Stern drin gewesen aber tatsächlich könnten selbst die dümmer nicht sein. Mein "Lieblingsspiel" war eines, bei dem es das Ziel ist, sich als erster von einem herunterfallenden Stachelstein treffen zu lassen. 4 Charaktere stehen in Reih und Glied über ihnen eben genannte Steine, auf 1, 2, 3 fallen die Steine und der Spieler läuft nun so schnell wie möglich zu dem Stein, der als erster unten ankommt. Das "Spiel" dauert dabei keine 2 Sekunden. Alleine die Idee dahinter ist so absurd, dass man sich beim Lesen der Regeln eigentlich nur ungläubig an den Kopf fassen kann. Ich frage mich dabei tatsächlich für wie bescheuert die Programmierer die Spieler halten. Ich weiß ja nicht welche Zielgruppe mit so einem Schund angesprochen werden soll, gleichzeitig frage ich mich, welche Art Menschen sich hier hinter 5 Sterne Rezensionen befinden.
Mario Party 9 ist eine Beleidigung der Intelligenz eines jeden Menschen, der in der Lage ist weiter als 3 zu zählen.
Das Spiel ist ewig auf dem Markt und diese Rezension unter den 100 die es hier seit Jahren gibt so unnötig wie Butter unter Nutella aber ich konnte es mir nicht nehmen lassen, meinen Unmut über diesen Mist in die Welt hinaus zu schreien.


Tomb Raider - [PlayStation 3]
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Comeback!, 13. März 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Tomb Raider - [PlayStation 3] (Videospiel)
So einen Neuanfang voller Neuerungen und Abkehr von traditionellem sehe ich persönlich immer eher skeptisch.
Aufgrund von Profitgier wird Altbewährtem gerne mal in den Hintern getreten um sich dem doofen Pöbel anzupassen. Am besten dann noch sämtlichen Tiefgang entfernt, Hauptsache die Optik stimmt und schwups, kaufen sich sogar doofe Teenies das Spiel, die sonst nur Call of Duty spielen.
Ein Spiel wie Tomb Raider hat es da natürlich besonders schwer. Viele Jahre ist die Spielserie alt und sehr treu ist die Spielgemeinde, da ist es praktisch unmöglich es jedem Recht zu machen.
Was bin ich froh, dass ich glücklich gemacht werden konnte!
Bereits lange vor Veröffentlichung war klar, da wurde sich an "Uncharted" orientiert. Für mich war das weder während der Wartezeit ein Wermutstropfen noch während des Spiels. Das liegt erstens daran, dass "Uncharted" wirklich ein sehr gutes Spiel ist, eines das Maßstäbe gesetzt hat für nachfolgende Action-adventure-Shooter- was auch immer. Zweitens ist "Tomb Raider" eigenständig genug, sodass auch die alten Hasen auf ihre Kosten kommen dürften.
So viel erstmal dazu, nun zu meiner Bewertung im Detail.

Was natürlich zu allererst ins Auge sticht ist die Grafik, die mit Sicherheit zum besten gehört, das die PS3 zu bieten hat. Die Welt ist unglaublich stimmig, voller Details, die Texturen sind scharf, die Lichteffekte z.B. wenn Lara mit angezündeter Fackel durch dunkle Höhlen läuft sind wirklich unglaublich schön und realistisch.
Die Wassereffekte stechen hierbei allerdings etwas negativ heraus. Das hat man schon besser gesehen in diversen anderen Spielen. Was ich auch bemängeln würde an der Optik ist nicht die Qualität der Grafik, denn die ist wie gesagt über jeden Zweifel erhaben, sondern das Design. Das finde ich nämlich leider ziemlich uninspiriert, um nicht zu sagen langweilig. Alles sieht ziemlich ähnlich aus, die Farbpalette reicht von hellbraun und dunkelbraun über grau und schwarz bis hin zu hellgrün und dunkelgrün. Ich finde es tatsächlich leider etwas trist.
Klar, es gibt auch echt wunderschöne Ecken, die beeindrucken, mit toller Weitsicht aber das ein oder andere Schmankerl, ein Farbtupferl fehlt mir dann doch. Einfach etwas mehr Originalität, mehr Wiedererkennungswert.
Die Charaktermodelle, allen voran Laras könnten kaum schöner sein. So viele Details, so plastisch, fast wie ein echter Mensch. Fand ich tatsächlich sehr beeindruckend. Ich kann jedem entfehlen sich auf youtube mal das ein oder andere Gameplayvideo zur PC-Version anzuschauen. Da bewegt sich bei Lara jede einzelne Haarsträhne! Na, vielleicht auf der PS4 dann ;)
Die Animationen sind auch extrem realistisch. Vorbei die Zeiten als Charaktere einfach steif durch die Welt liefen, Lara reagiert auf jede Steigung, jeden Stein, jeden Windzug, Gestrüpp, Wasser,Feuer .... Es ist einfach unglaublich.

Gameplay:
Ein Wort: Intuitiv! Es geht einfach sowas von flüssig von der Hand, so weich ließ sich Lara noch nie steuern.
Was mir wirklich besonders gut gefiel war der Einsatz von Laras Items. Im laufe des Spiels bekommt sie entweder immer mal wieder einen neuen Gegenstand oder entwickelt einen Gegenstand weiter, hierbei erwischte ich mich immer dabei wie ich dachte "ach geil, jetzt bekomm ich endlich die Tür von vor 5 Stunden auf, die ich nicht öffnen konnte" Das hatte sowas von den alten, damals noch guten Zeldateilen. Davon hat das Spiel echt sehr profitiert in meinen Augen und steigerte den Erforschungsdrang enorm.
Bemängeln könnte man, dass der Spieler teilweise schon sehr an die Hand genommen wird. Von Klippen kann man nur stürzen, wenn man wirklich gezielt springt, einfach nur gegen die Kante laufen reicht nicht aus. Bei Sprüngen korrigiert Lara selbst Ungereimtheiten aus. Wo man früher noch in Millimeterarbeit jeden Schritt richtig abschätzen musste, misslingt dieses Mal kaum ein Sprung. Irgendwie kommt Lara dann doch immer an. Finde ich persönlich schade, nimmt den Spring- und Kletterpassagen einfach den Reiz. Allgemein ist mein größter Kritikpunkt der Schwierigkeitsgrad. Weil ich vorher las, dass das Spiel schwer sei, begann ich den ersten Durchlauf auf "normal" anstatt auf "schwer" und mir hat das echt viel Wind aus meinen Euphoriesegeln genommen.
Die Gegner sind leicht per Kopfschuss auszuschalten und selbst bei Schüssen auf den Körper, fallen sie nach spätestens drei Schuss. Wird man dann doch mal getroffen, regeneriert sich Laras Gesundheit innerhalb weniger Sekunden selbst, wenn man nicht mehr getroffen wurde. Autsch! Mächtig dumme Entscheidung. Aber Tomb Raider ist ja Gott sei dank, vielen negativen Rezensionen zum Trotz nicht hauptsächlich ein Shooter. Es wäre der komplett falsche Weg gewesen, die Gegnermenge zu verdoppeln oder deren Ausdauer zu erhöhen. Eher hätte man Lara schwächen müssen. Weniger Munition! Medipacks! Das hätte schon viel am Spielerlebnis ausgemacht.

Die Story war mir bei Tomb Raider spielen immer ziemlich egal, ich weiß nicht mal wirklich ob es jemals eine gab aber spätestens mit dieser "neuinterpretation" von Laras Anfängen sind die bisherigen Storystränge ja eh zu einer Farce verkommen. Ich mag die Idee "Gruppe strandet auf einer Insel, muss sich gegenseitig finden, verrückte Gegner bekämpfen und von der Insel fliehen". Gewinnt sicher keinen Innovationspreis, allerdings halte ich es für eine gute Idee Laras Werdegang so einzuleiten. Vor Allem der Beginn des Spiels ist der Wahnsinn. Die junge, schwache Lara ist zum ersten mal auf sich alleine gestellt, ist verängstigt, erschießt zum ersten mal einen Menschen, muss Tiere töten um überleben zu können....
Wäre das Spiel nur so weiter gegangen, dann wären es glatte 5 Sterne geworden. Finde es schade, dass Laras Entwicklung von der unerfahrenen, verängstigten Nachwuchsarchäologin zur massentötenden Kampfmaschine so unglaublich schnell gehen musste. Da wäre definitiv mehr Potential vorhanden gewesen.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit Laras Neuanfang. Ich hab mich durchgehend unterhalten gefühlt, den Verlauf der Story habe ich interessiert verfolgt und die unzähligen Nebenaufgaben und Schatzsuchen gerne in Angriff genommen, nicht zuletzt um nicht all zuschnell den Abspann genießen zu dürfen.
Aber 100% glücklich bin ich dennoch nicht. Das liegt zum einen vielleicht einfach daran, dass meine Vorfreude unendlich riesig war und solche Erwartungen nur selten erfüllt werden können. Zum anderen aber am verschenkten Potential. Das Spiel hätte so weiter gehen müssen, wie es das "Tutorial" versprochen hat. Tiere jagen hätte eine Bedeutung haben müssen, sei es wirklich Nahrungsaufnahme, als Ersatz zum beispiel für Medipacks, oder dass das Material der Tiere weiterverarbeitet werden kann, für Upgrades der Waffen zum Beispiel oder gar um sich eine Jacke zu nähen, was auch immer. So war die Tierjagd wirklich nur für das Tutorial gut, denn das bisschen an Bergungsgütern, die man für ein Reh bekommt, rentieren sich nicht.
Der "survival" Faktor hätte einfach viel höher sein müssen, das hätte man erreicht durch eine Lebensanzeige, durch Munitionsknappheit (Wirklich an JEDER Ecke steht das volle Paket an Munition), durch mehr Schleichen als Durchballern.
Zum Shooter Aspekt möchte ich zum Schluss noch sagen, dass er bei weitem nicht so hoch ist, wie hier teilweise geschildert wird. Es stimmt, dass es viele Situationen gibt, in denen man schießen muss, das beschränkt sich meistens aber auf eine handvoll Gegner, von Gegnermassen kann keine Rede sein, bis auf den letzten Level vllt.
Ich zumindest war viel mehr mit Schatzsuche und Nebenaufgaben und erforschen beschäftigt als mit Ballerei.
Es gibt einen Erfolg, den man bekommt, wenn man 200 Gegnerleichen untersucht hat. Ich hab das seit beginn des Spiels an soweit es mir möglich war, jede Leiche untersucht und den Erfolg erst im letzten Abschnitt freigeschaltet.200 Gegner hat man bei "uncharted" gefühlt in jedem einzelnen Schusswechsel;).
Mehr Ballerei sollte es bei einem Nachfolger aber auch tatsächlich nicht sein. Dafür aber gerne die Rätsel beibehalten. Ich mochte die versteckten Gruben, die immer ein Rätsel beinhalteten, welches einen hinterher mit einem Schatz belohnte. Fand das war ein guter Kompromis.
Bemerkenswert ist auch, dass das Spiel, zumindest bei meinem Durchlauf, komplett Bugfrei war. Kann man sich kaum vorstellen, wenn man die letzten Teile betrachten. Allgemein hatte ich den Eindruck steckt da sehr viel liebe in der Programmierung. Jeder Schatz, wird mit vertontem Text vorgestellt, die Modelle sind schön animiert, da steckt wirklich sehr viel Liebe im Detail

Für einen Nachfolger würde ich mir wünschen, dass man das Gameplay beibehält. Für Laras "Einführung" kann ich damit leben, dass alles auf dieser Insel spielt, in Zukunft, wenn Lara dann erwachsen ist, will ich aber wieder verschiedene, beeindruckende locations (Schnee, Wasser, Wald,..)und, dass der Shooteranteil nicht gesteigert wird, was ich hinsichtlich der Entwicklung der Unchartedreihe aber bezweifle ;)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 15, 2013 5:54 PM CET


Resident Evil 6 (uncut) - [PlayStation 3]
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Actionshooter schlecht, als resident Evil noch schlechter.., 3. Oktober 2012
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Trotz der vielen schlechten Rezensionen ließ ich mich nicht davon abhalten, mir Resident Evil 6 direkt am Releasetag zu kaufen. Da ich, als offensichtlich einziger Mensch auf der Welt riesiger Fan von Teil 5 bin - Mir hat selten ein Koop Modus so Spaß gemacht, weshalb ich das komplette Spiel an die 5 Mal mit einem Kollegen durchspielte - dachte ich, ich könne mit Resident Evil 6 nichts falsch machen. Die Rezensionen vermittelten mir den Eindruck, als würde das Meiste aus einer Art verbitterter Nostalgie heraus schlecht bewertet werden. Naja.. leider ist es nicht so und ich schließe mich dann eher den schlechteren Rezensionen an.
Ich kann verstehen warum die eingeschweißte Fangemeinde enttäuscht und wütend ist. Sie sind es die Resident Evil berühmt gemacht haben, indem sie das Spiel gekauft haben und nun plötzlich soll alles was damals gut war und gefeiert wurde nicht mehr erwünscht sein? Ich trauere den alten Teilen zwar auch nach, aber ich konnte mich ganz gut arrangieren mit den neueren Teilen ab Teil 4. Mehr sogar, ich hatte tierisch viel Spaß mit ihnen.

Aber so viel dazu, nun endlich meine Eindrücke zum neuen Teil.

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, die Eindrücke prasselten nur so auf mich ein.
Insgesamt ist mein Eindruck, dass das Spiel extrem unfertig wirkt. Die Grafik ist irgendwie hässlich, die Atmosphäre wirkt aufgesetzt und wenig fesselnd, die Menüführung ist die reinste Katastrophe und die Action wirkt so heftig überladen, dass das Spiel einzig und allein dadurch spannend wird, indem es einen durchgehend mit Hunderten von Gegnern stresst.

Aber nun der Reihe nach:

Grafik: Resident Evil gehörte schon immer, egal auf welcher Konsole und welcher Teil, grafisch zur Creme de la Creme. Umso erstaunter war ich deshalb schon im Vorfeld, beim Betrachten der Trailer. Meiner Meinung nach wirkt die Grafik unfertig, das Bild ist viel zu dunkel, ganz egal wie hoch man die Helligkeit einstellt. Die Texturen sind meistens ein einziger Matsch. Es wirkt einfach alles irgendwie kantig und matschig und schmutzig und dunkel.
Wenn der Charakter zum schießen die Waffe hebt und das Bild ranzoomt entsteht eine unfassbar hässliche Unschärfe am Charakter. Das ist sicher keine schlechte Idee gewesen aber die Umsetzung hätte stümperhafter kaum sein können.
Selbstverständlich gibt es Spiele die weitaus schlechter aussehen und die Grafik ist nicht das schlechteste vom Schlechten aber für ein Resident Evil ist sie schon arg mau. Mir gefiel da selbst der 5. Teil grafisch besser.
Insgesamt passt die Grafik allerdings zum Rest des Spiels, alles etwas halbherzig.

Handling: Wie schon erwähnt stört mich die Menüführung so unsagbar. Es gibt wohl nichts frustrierenderes als ins Gras zu beißen, weil man 30 Sekunden braucht um eine Granaten auswählen zu können oder weil es zu einer Wissenschaft wird, sich mit Heilkraut zu heilen.
Allgemein bedarf es bei mir einige Zeit mit der Menüführung warm zu werden. Drückt man Dreieck taucht eine Reihe von Inventarslots auf, die man nach links und rechts durchscrollen muss um an das gewünschte Item zu kommen. Will man hier direkt ein Heilmittel benutzen geht das nicht. Zur Auswahl stehen hier nur die Optionen das Heilmittel wegzuwerfen oder seinem Kollegen zu überreichen. Will man es benutzen, muss man es in einen separaten Slot legen und das Heilmittel dann, wenn man dies getan hat über R2 einsetzen. MÖÖP! Ich finds tierisch dumm und frage mich was sich dabei gedacht wurde.
Will man eine Granaten benutzen, wählt man sie über die Pfeiltasten auf dem Steuerkreuz aus. Klingt simpel, gestaltet sich aber sehr fummelig, wäre sicher angenehmer gewesen für Granaten eine Kurztaste einzurichten.

Gameplay: Bei Resident Evil 5 empfand ich den Actionanteil als angemessen. Klar, es hätte auch weniger sein dürfen aber Ich hatte Spaß und darum geht es ja. Hier ist die Action einfach nur übertrieben und stressig.
Man läuft Storybedingt zu einer Tür oder was auch immer, diese ist selbstverständlich so lange geschlossen, bis wir alle Gegner besiegt haben. Also sperrt man uns in einen 7 mal 7 meter kleinen Bereich ein und lässt 15 Minuten lang Wellen von Gegnern auf uns einprasseln. Diese Kämpfe sind frustrierend, anstrengend und stressig, nicht zu letzt wegen des geringen Platzes und der teilweise auftretenden Munitionsarmut. Man ballert seine komplette Munition auf die Gegner, stirbt, wiederholt die Szene und beginnt sie dieses Mal mit 3 Schuss in der Pistole. MÖÖP! Einfach nur abturnend.
Vieles im Spiel ist mir auch einfach überhaupt nicht schlüssig. Helena beginnt das Spiel mit einer Pistole und einer Schrotflinte, Leon mit Pistole und Messer. Leon kann keine Schrotgewehrmunition aufheben, weil sie offensichtlich für Helena bestimmt ist. Dann aber irgendwann bekommt Leon eine Schrotflinte und Helena eine zweite, dann kann Leon bestimmte Munition aufheben, die Helena nicht aufheben kann, obwohl wir die eine Schrotflinte gemein haben. Dann bekommen beide ein Gewehr und nur Leon darf die Munition aufheben. Häää?? Entweder habe ich da irgendwas falsch verstanden oder dieses Prinzip ist einfach ungünstig umgesetzt. Alles in Allem ist es einfach dumm. Solche Einschränkungen braucht das Spiel nicht. In Teil 5 konnte auch jeder Spieler frei entscheiden mit was er kämpft und im Notfall tauschte man Munition eben untereinander aus.
Das Nahkampfsystem finde ich gelungen. Hätte es nicht unbedingt gebraucht, aber wenn es schon mal da ist, kann man es auch benutzen.
Der nächste absolute Abturner für mich, ist dieses Fähigkeiten System inklusive herumliegender Fähigkeitenpunkte.
Fähigkeitenpunkte!!?? Jup...
Man tötet einen Gegner und hin und wieder lässt dieser dann Fähigkeitenpunkte liegen. Anscheinend werden diese dafür genutzt um nach Beendigung eines Kapitels, das gut und gerne mal 2 Stunden in Anspruch nehmen kann, das man trotz Checkpoints von vorne beginnen muss, wenn man das Spiel abbricht, einsetzt um spezielle Fähigkeiten freizuschalten. Man kauft Fähigkeiten wie zum Beispiel "Schnelleres Nachladen", diese Fähigkeit rüstet man dann auf einem von 3 Slots aus. Hierbei ist es übrigens komplett egal, welcher Spieler im Koop wie viele Fähigkeitenpunkte gesammelt hat oder wie viele Gegner er getötet hat oder wie oft er gestorben ist. Die Punkte zählen für beide Spieler und die freigeschaltete Fähigkeit gilt wohl auch für beide. Das ist natürlich besonders toll wenn man für eine Fähigkeit wie "mehr schaden im Nahkampf" Punkte ausgibt und dann nur einer der Spieler gerne im Nahkampf kämpft.
Dieses Fähigkeitensystem ist so heftig unausgegoren, dass ich mich frage wieso man sowas dann überhaupt integriert hat. Ich liebte es, wie das im 5. Teil gestaltet war. Jeder Spieler kam separat voneinander Geld für die Art wie er spielte, außerdem konnte man hier sein Inventar verwalten um Gegenstände und Waffen zu verkaufen um dieses Geld dann zu nutzen um seine Waffen upzugraden. Ich empfand das als so unfassbar motivierend, es war einfach und es funktionierte. Dagegen wirkt das Upgradesystem in Teil 6 wie ein schlechter Scherz.
Auch herrlich blöd ist die Funktion sich den weg anzeigen zu lassen, mit Druck auf die L2 Taste. Mal abgesehen davon, dass schon einiges schief laufen muss um sich in diesen stark begrenzten Schlauchleveln zu verlaufen, passt mir das einfach überhaupt nicht zu einem Resident Evil. Diese "orientierungshilfen" sind für mich immer das Paradebeispiel für die Casualisierung von Videospielen. Zelda: Skyward Sword lässt grüßen.

Koop Modus: Ich spielte bisher nur im Offline Koop und was mir direkt negativ auffiel war die Nutzung des Bildschirms. Im Splitscreen ist der Bildschirm horizontal geteilt. So weit so gut. Allerdings nutzt das Spiel nie die komplette Breite des Bildschirms, das bedeutet, dass im Splitscreen oben auf der rechten Seite und unten auf der linken Seite des Bildschirms ein gutes Stück des Bildschirms einfach schwarz ist. WARUM? Hab ich keine Erklärung für, es ist einfach extrem ärgerlich.
Ansonsten kann ich hier nicht viel bemängeln bisher, außer vielleicht dass mir mein Kollege gerne mal den Weg versperrt, weil alles irgendwie eng und klein wirkt. Ich bin riesiger Fan von offlien Koop spielen, ich finde so etwas sollte es viel öfter geben. Für mich war das sogar wieder der Hauptgrund mir den 6. Teil überhaupt zu kaufen.
Aber der beste Koop Modus macht keinen Spaß, wenn das Spiel so viele Fehler macht.

Das Spiel fühlt sich insgesamt an, als hätte ein komplett neues Team daran gearbeitet und hätte noch dazu etwas zu wenig Zeit für die Entwicklung gehabt. Alles wirkt unrund und hakelig. Selbst wenn man sich auf spaßige Shooterkost für zwischendurch einlässt wird man enttäuscht, denn selbst das bekommt das Spiel nicht hin. Zig Neuerungen und "verbesserungen" und Veränderungen und das meiste ist unausgegoren, unnötig oder nervig.
Das war einfach nichts, ich hoffe darauf das Spiel entweder umgetauscht zu bekommen oder ich verkaufe es mit etwas Verlust direkt an den nächsten Gamestopshop.

Ich kann jedem Interessierten nur raten, das Spiel eventuell anzutesten, bei einem Kollegen oder in einer Videothek.


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