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Rezensionen verfasst von
S. Küpper "sk1965" (Mülheim/Ruhr)
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Shy Boy: Gespräche mit einem Mustang
Shy Boy: Gespräche mit einem Mustang
von Monty Roberts
  Taschenbuch

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pferdeflüsterer auf Egotrip, 15. April 2006
Um es gleich vorab zu sagen, ich habe nichts gegen Monty Roberts Methode. Bei gewissen Pferden und Situationen kann ein Join Up sehr viel bewirken und ich bedauere es noch heute, das ich während meines Aufenthalt in Argentinien davon noch nichts gewusst habe. Damals wurde von einem Bereiter vor meinen Augen eine kleine Halbblutstute (zer-)brochen. Ich weiß also durchaus wovon Monty Roberts spricht, wenn er vom Einbrechen der Pferde erzählt. Ich würde mich sehr freuen, wenn seine Methode bei den argentinischen Bereitern, die teilweise 100 Pferde in 3 Monaten einreiten müssen Einzug halten würde. In unserem europäischen Umfeld, halte ich jedoch das „Starten vom Fließband" wie es Monty Roberts präsentiert für völlig unnötig.
Warum legt Monty Roberts so wahnsinnig viel Wert darauf, ein Pferd möglichst schnell mit Sattel und Trense zu versorgen. Die Antwort gibt er in diesem Buch selbst. Er will immer noch seinen Vater und dessen Freunde beeindrucken, So schnell, wie möglich ein Pferd reitbar zu machen, bedeutete damals schneller sein Geld zu verdienen.
All die Anerkennung der letzten Jahre konnte anscheinend seine Komplexe nicht lindern. So das er, völlig unnötig, die Strapaze eines Join Up in der (fast) Wildnis auf sich nimmt, nur um zu beweisen: „Ich habe als 15jähriger nicht gelogen". Er beauftragte sogar einen Sachverständigen, der bestätigen soll, das Shy Boy wirklich wild war und das es auch während des Transports von seiner Heimat zur Ranch keinen Kontakt zu Menschen gegeben hat, der seiner Wildheit Abbruch getan hätte.
Um nicht missverstanden zu werden. Ich kann die Empfindungen, wenn man zum ersten Mal Kontakt zu einem Wildtier aufbaut, durchaus verstehen. Was ich nicht begreife, warum man für dieses Erleben ein Filmteam im Hubschrauber braucht.
Immer wieder beschwört Monty Roberts, die Gewaltfreiheit seiner Methode. Aber es tut mir leid, ein Pferd von seiner Herde zu trennen und es zu treiben bis es zur Kommunikation bereit ist - ist für mich nicht gewaltfrei. Es ist wirklich traurig zu lesen, das jemand der soviel körperliche Gewalt erfahren hat, so wenig Gespür für psychische Gewalt hat. Er scheint den enormen Druck, den er aufbaut, wie in diesem Buch bei dem Mustang Shy Boy, einfach nicht erkennen zu wollen.
Dieses 239 starke Buch ist mit vielen, schönen, aber nicht immer aussagekräftigen Fotos bestückt. Monty-Roberts-Fans wird dieses Buch nicht viel Neues bieten, sie aber trotzdem begeistern.


Das kleine Islandpferd (Tierfamilien)
Das kleine Islandpferd (Tierfamilien)
von Dirk Walbrecker
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschönes Buch für kleine (Island)pferdefreunde, 10. März 2006
In diesem Bilderbuch erlebt ein frisch geborenes Fohlen sein erstes Lebensjahr in den Weiten Islands. Jeweils eine Doppelseite erzählt von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die wunderschönen Bilder werden durch kurze leicht verständliche Texte ergänzt. Auf der letzten Seite erhalten ältere Kinder viele wichtige Infos rund um das Islandpferd.
Meine inzwischen 3jährige Tochter besitzt dieses Bilderbuch schon eine ganze Weile und es zählt immer noch zu Ihren Lieblingsbüchern. Der Einband, sowie die Seiten sind ausgesprochen stabil und haben ihr erstes Jahr im Einsatz, ohne irgendwelche Schäden überstanden.
Islandpferdefreunden ist dieses Buch zur "frühkindlichen Prägung" ihres Nachwuchses auf jeden Fall zu empfehlen.


Rückenprobleme bei Pferden. Vorbeugen, Erkennen, Behandeln.
Rückenprobleme bei Pferden. Vorbeugen, Erkennen, Behandeln.
von Anke Rüsbüldt
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplexes Thema gut verdaulich serviert, 12. Februar 2006
Dieses 90 Seiten starke Buch wird für jeden eine Hilfe sein, der von seinem Tierarzt die niederschmetternde Diagnose bekommt: „Ihr Pferd hat Rückenprobleme.“
Als erstes erklärt die Autorin Anke Rüsbüldt die Anatomie und Funktion des Pferderückens. Dann gibt sie einen Überblick über die verschiedenen Erkrankungen. Welche Probleme sind angeboren; welche erworben? Wo sind die Ursachen für Rückenprobleme zu finden? Welche Diagnoseverfahren gibt es und wie aussagekräftig sind deren Ergebnisse.
Als nächstes erläutert sie die Möglichkeiten der Schulmedizin. Hier werden die verschiedenen Medikamente und ihre Wirkungsweise für den Pferderücken genau erklärt. Anke Rüsbüldt informiert aber auch über die Behandlungsalternativen aus:. Physiotherapie, Akupunktur, Chiropraktik usw.
Für Leser, alles immer ganz genau wissen möchten, ist dieses Buch ungeeignet, da es viele Themen nur anschneidet. Es macht aber auf jeden Fall, Appetit sich mit den verschiedenen Einzelfragen mehr zu beschäftigen, denn ein Buch über Rückenprobleme kann nun mal keine Reitlehre sein, auch wenn falsches Reiten eben Rückenprobleme beim Pferd (und auch beim Reitern) hervorrufen.
Wer allerdings etwas zur Vorbeugung von Rückenproblemen tun möchte, der ist mit dem Buch von Sara Wyche „Der Pferderücken“ besser bedient.
Fazit: Ein leicht zu lesender teilweise sogar unterhaltsamer Ratgeber (für die Liebhaber trockenen Humors), der verzweifelten Besitzern den Weg in eine bessere Zukunft weisen kann.


Wenn Kind und Hund...: Was Eltern wissen sollten - was Kinder wissen müssen
Wenn Kind und Hund...: Was Eltern wissen sollten - was Kinder wissen müssen
von Claudia Fischer
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gewissenhafter Ratgeber, 30. November 2005
Dieses Buch bietet für alle möglichen Schwierigkeiten, die im Zusammenleben von Kind und Hund auftauchen können, passende und praktikable Lösungsangebote.
Allerdings hatte ich als Mutter zweier kleiner Mädchen nach der Lektüre das Gefühl; ich müsste ständig Gefahrenabwehr betreiben. Dies stellt sich nun im Alltag doch wesentlich entspannter da. Hierzu trägt sicher auch dieses Buch bei, denn man fühlt sich auf diverse Schwierigkeiten gut vorbereitet und wird nicht so schnell von Problemen überrascht und was noch wichtiger ist, man erkennt Gefahrensituation sehr viel besser.
Ausgesprochen gut gefallen, hat mir der Stundenplan, bei dem die verschiedenen Aufgaben rund um den Hund auf die einzelnen Familienmitglieder verteilt werden. So fühlt sich jeder eingebunden und die Kindern lernen Aufgaben und Pflichten zu übernehmen. Dagegen sind die „Goldenen Regeln für Kinder" etwas zu umständlich formuliert und damit zumindest für die Kleineren zu wenig einprägsam.
Fazit: Ein tolles Buch, wenn man sich gewissenhaft auf ein Leben mit Hund und Kindern vorbereiten will, dabei ist es egal, ob ein Baby oder ein Hund neu in die Familie kommen soll.


Sanfte Hände - Präzise Gebisse: Auswahl, Wirkung, Anpassen, Einsatz
Sanfte Hände - Präzise Gebisse: Auswahl, Wirkung, Anpassen, Einsatz
von Renate Ettl
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Präzises Buch – unsanfte Wahrheiten, 9. November 2005
In diesem Buch werden beinahe alle gängigen Gebisse und auch gebisslose Zäumungen genau erklärt; ihre Wirkung, ihre Handhabung und eben auch ihre Nachteile. Besonders gut gefällt mir, das Renate Ettl oftmals sehr deutlich wird. wie z.B. im Falle der mechanische Hackamore: „... vor der Verwendung kann nicht oft genug gewarnt werden.“
Immer wieder bringt die Autorin die Sache auf den Punkt. Zwar erklärt sie genau die Wirkungsweise der verschiedenen Materialien und welche dem Pferd das Einspeicheln des Gebisses erleichtern sollen, dann aber nimmt Sie den Reiter in die Pflicht: „Um die Speichelproduktion anzuregen, ist es wichtiger, auf eine entspannte mentale Verfassung des Pferdes zu achten, als auf ein bestimmtes Speichel produzierendes Gebissmaterial.“
Ein sehr ausführliches Kapitel geht über die Schulung der Hand. Um es mit den Worten von Renate Ettl zu sagen: „Was nützt dem Reiter ein hervorragend ausbalanciertes und angepasstes Gebiss, wenn er nicht damit umgehen kann.“ Also greift sie auch, die für uns Reiter so wichtige Problematik auf: Wie bekomme ich eine gefühlvolle Zügelhand ?
Das Buch ist wirklich super strukturiert und randvoll mit anschaulichen Zeichnungen und Fotos. Reiter, egal welcher Couleur sind mit diesem Buch gut beraten.


Der Pferderücken: Rückenprobleme erkennen und behandeln (Gesundes Pferd)
Der Pferderücken: Rückenprobleme erkennen und behandeln (Gesundes Pferd)
von Sara Wyche
  Gebundene Ausgabe

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut lesbare Pflichtlektüre, 15. Oktober 2005
Von diesem Buch kann jeder Reiter profitieren. Die Autorin Sara Wyche bringt dem Leser sehr eindrücklich den Pferderücken seine Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder und auch Nerven nahe. Plastisch beschreibt sie, wie schnell, der eigentlich ganz stabil wirkende Körperteil in Mitleidenschaft gezogen werden kann..
Das Hauptaugenmerk dieses Buches liegt in der Prophylaxe; also wie kann Reiter schon Probleme im Rücken des Pferdes erkennen und auch wieder beheben, bevor eine langwierige Behandlung bzw. der Operationstisch droht. Es werden die verschiedenen Therapiemöglichkeiten aufgeführt, nicht ohne den eindringlichen Hinweis, im Ernstfall als erstes den Tierarzt seines Vertrauens hinzuzuziehen. Die Autorin verschweigt aber auch nicht, das viele Tierärzte sich noch nicht ausreichend mit der Problematik „Pferderücken" auseinandergesetzt haben und das die Diagnose bei diesem Körperteil extrem schwierig ist. Auch der Verursacher ist nicht immer leicht zu finden, ist es der Reitstil, der schlecht angepasste Sattel oder sind es Zahn- oder Hufprobleme, die den Rücken im wahrsten Sinne des Wortes „lahm" legen.
Das Buch sollte für jeden Reiter Pflichtlektüre sein, besonders dann, wenn er den Eindruck hat, mit dem Rücken seines Pferdes könnte etwas nicht in Ordnung sein.


Barockes Reiten nach F. R. de la Gueriniere
Barockes Reiten nach F. R. de la Gueriniere
von Bent Branderup
  Gebundene Ausgabe

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischzellenkur für Klassiker, 6. Oktober 2005
Ich weiß gar nicht, wie lange „die Reitkunst" von Francois Robichon de la Guérinière aus dem Olms Verlag schon in meinen Bücherschrank steht, Immer wieder habe ich mal etwas nachgeschlagen und mir gedacht: „Das musst Du unbedingt mal lesen, das ist nicht nur Reitkultur vom Feinsten sondern eben auch Reitgeschichte". Also hab ich mich frisch ans Werk gemacht und über die ersten altdeutsch geschriebenen Kapitel bin ich nur selten hinausgekommen. Das ist bei diesem Buch anders.
Normales Schriftbild, wunderschöne Bilder ergänzen, den liebevoll überarbeiteten Text. Sicherlich von Vorteil ist auch, das Bent Branderup und Eberhard Kern sich ausschließlich dem 2. Teil von de la Guérinière Werk widmen, bei dem es direkt um die Reiterei geht. Die Erläuterungen, der Autoren sind rot gedruckt und daher vom Originaltext gut zu unterschieden. Gerade deshalb ist es wohl gelungen, die Bedeutung des Textes auch in historischer Sicht zu erhalten. Für mich waren die Anmerkungen unendlich wertvoll und haben viel zum Verständnis der barocken Reiterei beigetragen.
Ein paar Skizzen mehr, hätte ich mir in dem Kapitel „Schulsprünge" gewünscht. Dies ist für den Laien doch sehr verwirrend. Da einige Sprünge früher, andere Namen hatten, bzw. anders ausgeführt wurden als heute, hätte eine direkte Gegenüberstellung sicher für mehr Klarheit gesorgt.
Fazit: Man kann nur hoffen, das sich dieses Autorenpaar noch weiteren Klassikern auf diese Weise zuwendet. Dieses Buch macht einfach Lust auf mehr und vielleicht lese ich de la Guérinière nun doch mal im Original.


Naturheilkräuter für Pferde: Vorbeugen und lindern
Naturheilkräuter für Pferde: Vorbeugen und lindern
von Claudia Naujoks
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Einstiegshilfe für ein komplexes Thema, 14. August 2005
Dieses 80 Seiten starke Buch von der Tierheilpraktikerin Claudia Naujoks bietet einen Überblick über die wichtigsten Heilkräuter. Von Andorn bis Weißweide werden die einzelnen Pflanzen auf ihre Heilwirkung und Verwendung beschrieben. Geordnet sind sie nach ihrem Hauptanwendungsgebiet; wie z.B. Bewegungsapparat sowie Atmungs- und Verdauungsorganen. Die genaue Beschreibung der Pflanzen, sowie die vielen anschaulichen Fotos werden den Sammlern bestimmt helfen die Heilpflanzen zu erkennen. Die Autorin weist aber auch daraufhin, wenn Pflanzen geschützt sind und nicht gepflückt werden dürfen.
Für den Fall der Fälle, das man sich trotz der ausführlichen Beschreibungen nicht entscheiden kann, welche Pflanze wohl die Richtige für das Pferd ist, bietet dieses Buch auch neun bewährte Kräutermischungen für die gebräuchlichsten Anwendungsbereiche an.
Vermisst habe ich in diesem Buch das Thema: Wo kaufe ich Kräuter? Wie erkenne ich gute und schlechte Qualität, usw. ?
Ein umfassendes Register würde dieses Buch noch entscheidend ergänzen, da ja viele Heilkräuter sich ja nicht nur auf einen Körperteil positiv auswirken, wie z.B. Aloe Vera, die in diesem Buch unter dem Kapitel Haut und Haar zu finden ist, aber auch das Immunsystem stärkt sowie Magen und Darmbeschwerden lindert.
Sehr gut gefallen hat mir das Claudia Naujokat darauf hinweist, das auch die Phytotherapie Nebenwirkungen haben kann und das man eine Behandlung am besten mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abstimmt.


Freiheitsdressur und Zirkuslektionen: Eine Anleitung für Freizeitreiter
Freiheitsdressur und Zirkuslektionen: Eine Anleitung für Freizeitreiter
von Franco Gorgi
  Taschenbuch

54 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr sachliche Anleitung für elementare Zirkuslektionen, 10. August 2005
In diesem Buch von dem Schweizer Franko Gorgi werden die Lektionen: Bergziege, Kompliment, Knien, Liegen und Sitzen ausnehmend gründlich erklärt. Die Übungen werden in ihre Einzelteile zerlegt und so wird das Pferd sehr gut an die einzelnen Anforderungen herangeführt.
Problematisch finde ich, das man zum Erarbeiten der Lektionen immer einen ausgesprochen kompetenten Helfer an seiner Seite braucht. Die meisten Freizeitreiter werden ein solches Goldstück, wohl eher selten an der Hand haben. Wer aber z.B. eine Trainingsgemeinschaft gründen kann, ist mit diesem Buch sicher gut beraten.
Was mir bei diesem Buch ein bisschen fehlt, ist dem Pferd Freude und Motivation zu vermitteln. Dies wurde mir besonders im Kapitel „Kompliment" deutlich. So beschreibt Franco Gorgi, wenn das Pferd sich aus Versehen, beim Erlernen des Kompliments hinlegt, sollte man dies ignorieren. Also weder loben noch strafen. Bea Borelle empfiehlt in derselben Situation sich zu freuen, das einem das viel schwierigere Hinlegen quasi geschenkt wurde und das Pferd mit allen Mitteln, die man hat, zu loben. Sie arbeitet dann weiter am Liegen und kommt später, wenn diese Lektion gefestigt ist, wieder zum Kompliment zurück. Diese Vorgehensweise erscheint mir ehrlich gesagt, logischer.
Dieselbe Problematik empfinde ich beim Kapitel „Knien": Hier schreibt Franco Gorgi: „Die Schwierigkeit besteht darin, das Pferd auf verständliche Weise in seiner Bewegung zu stoppen. Ich lobe das Pferd für sein zurückgezogenes Bein (Knien aus dem Kompliment) muss es aber wahrscheinlich fast im selben Moment mit einem schroffen „Nein" vom Hinlegen abhalten." Wie gesagt ich bekomme das Hinlegen geschenkt und bedanke mich mit einem schroffen „Nein"! Warum? Wäre es nicht einfacher, das Pferd sich hinlegen zu lassen, schließlich weiß es zu diesem Trainingszeitpunkt noch gar nicht, was ich genau von ihm möchte. Wenn ich dann das Hinlegen vertieft habe, kann ich das Pferd immer noch beim Knien stoppen.
Der Autor führt sich, meiner Meinung nach, selber in die Zwickmühle, weil er die Kommandos zu früh gibt. Nämlich, wenn dem Pferd überhaupt noch nicht klar ist, was der Trainer von ihm möchte. Sagt er nämlich „Knie" wenn er noch gar nicht weiß, wie das Pferd auf seine Hilfen reagieren wird, muss er natürlich mit ‚"Nein" antworten, wenn das Pferd sich hinlegt oder „Knien" als Kommando für das „Hinlegen" geben, was auf Dauer aber reichlich kompliziert werden dürfte. Da ist es schlauer, das Stimmkommando erst dann einzuführen, wenn die Übung ansatzweise verstanden wurde. Ansonsten können falsche Verknüpfungen den Lernfortschritt blockieren.
Für jemanden, der eine sehr sachliche Anleitung für die elementaren Zirkuslektionen wünscht und nicht gerne viele Leckerwürfel verteilt, ist dieses Buch genau das Richtige. Zumal viele sehr schöne Fotos von den bekannten Pferdefotografen Hans und Monika Dossenbach den Text eindrucksvoll ergänzen.


Bea Borelles Zirkusschule: Bühne frei für Pferde
Bea Borelles Zirkusschule: Bühne frei für Pferde
von Bea Borelle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiel, Spass, Motivation, 23. Juli 2005
Ihr Pferd soll für Sie den roten Teppich ausrollen oder auf einer Stange balancieren. Bea Borelles Zirkusschule zeigt Ihnen, wie Sie ihrem Liebling diese Dinge beibringen können. Neben vielen wirklich außergewöhnlichen Lektionen sind natürlich auch die Klassiker, wie Kompliment und Hinlegen vertreten, so das für wirklich jeden Geschmack etwas dabei ist. Traurig ist hier nur, das der spanische Schritt fehlt. Hier darf man wohl gespannt auf das dritte Buch von Bea Borelle warten.
Hervorragend fand ich die einführenden Kapitel. Hier kann man wirklich viel über die Grundlagen der Motivation lernen: Wie vermittele ich dem Pferd eine neue Lektion? Durch welchen Aufbau erleichtere ich dem Pferd das Lernen? Wie wende ich die verschiedenen Formen des Lobes an, was muss ich bei Futterlob beachten, usw?
Gerade mit dem Aufbau der einzelnen Übungen hat sich Bea Borelle sehr viel Mühe gegeben. Was muss das Pferd können, um die gewünschte Lektion zu erlernen, wie baue ich die verschiedenen Lernschritte auf? Sehr hilfreich sind auch die kurzen Zusammenfassungen, mit allen für die Lektion wichtigen Details, jeweils am Ende eines jeden Kapitels, so hat man einen Spickzettel für die Reitbahn.
Einziger Kritikpunkt ist für mich das ständige Hinweisen auf das Buch „Bea Borelles Pferdetraining". So wird z.B. beim Kapitel Verknüpfungen, bei dem man sicher problemlos ein Beispiel aus dem Bereich der Bodenarbeit hätte finden können, das Flexionen genommen, mit Seitenverweis auf das erste Werk der Autorin. Später kommt es noch dicker, auf einer ganzen Seite wird ausschließlich auf Seitenzahlen im ersten Buch verwiesen. Sogar für die Handhabung einer Leine wird auf das Trainingsbuch verwiesen, wo die „Hasenohren" dann mit einer Mini-Bilderserie erklärt werden.
Mein Fazit: Ein fantastisches Buch mit vielen wunderschönen Fotos, ein Muss für Jeden der Anregungen für die alternative Beschäftigung mit dem Pferd sucht.


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