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Rezensionen verfasst von
Mirko Guldner (Baden-Württemberg Deutschland)
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Sony Micro Vault 16GB USB-Stick
Sony Micro Vault 16GB USB-Stick

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Niedrige Leserate?, 29. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Sony Micro Vault 16GB USB-Stick (Elektronik)
Zur Info:

H2testw:

Fertig, kein Fehler aufgetreten.
Sie können die Testdateien *.h2w jetzt löschen oder nach Belieben
nochmals überprüfen.
Schreibrate: 11,0 MByte/s
Leserate: 13,9 MByte/s
H2testw v1.4

Einer - für einen nicht mit hoher Geschwindigkeit beworbenen Stick - ordentlichen Schreibrate steht also eine miserable Leserate gegenüber. Andererseits sollte man den Test und die Werte nicht überbewerten - bei anderen Sticks habe ich schon eine heftige Serienstreuung festgestellt.

Unterm Strich - auch was Abmessungen, Material, Verarbeitung, Wertigkeit betrifft - ein durch und durch durchschnittlicher Stick zu einem akzeptablen Preis (15,99 September 2011).


Welche Idee wird alles verändern?: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit über Entdeckungen, die unsere Zukunft bestimmen werden
Welche Idee wird alles verändern?: Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit über Entdeckungen, die unsere Zukunft bestimmen werden
von John Brockman
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wissenschaft entzaubert sich!, 8. Mai 2011
Es fällt mir schwer, für dieses Buch die Bewertung "in Sternen" zur vergeben - jede Bewertung von 1 bis 5 wäre begründbar... provozierend ausgedrückt: 5 Sterne für die Idee, 0 Sterne für den Müll der dabei herausgekommen ist. Letzteres ist natürlich übertrieben und muss differenziert werden.

Das Buch dokumentiert das Ergebnis eines jährlichen Projektes des (englischsprachigen) Online-Magazins "Edge ' the third culture", bei dem eine Frage gestellt wird, zu der Wissenschaftler ihre Meinung abgeben. Laut Vorwort lautete die Frage für das Jahr 2009: "Was wird alles verändern. Mit welchen umwälzenden wissenschaftlichen Ideen und Entwicklungen rechnen Sie noch zu Ihren Lebzeiten?". Die Antworten sind relativ kurz und relativ viele - die kürzeste ein Satz, die meisten zwischen zwei und 5 Buchseiten, insgesamt schätzungsweise etwa 140 Antworten.

Die überraschendste Erfahrung bei der Lektüre war für mich, dass sich viele Wissenschaftler extrem weit aus dem Fenster lehnen! Während einige sehr sachlich aktuelle Entwicklungen und deren realistische Fortführung betrachten, extrapolieren andere aktuelle (Teil-)Erfolge hemmungslos ins Unendliche - ohne Rücksicht auf die Formulierung "zu Ihren Lebzeiten" und ohne die Möglichkeit von Rückschlägen und Wendepunkten in der Entwicklung auch nur in Erwägung zu ziehen. Dazwischen gibt es einige, die zwar Zweifel, an dem was sie da ausführen, für berechtigt erklären, dann ihrer Fantasie ebenso freien Lauf lassen.

Die Stichworte auf denen die meisten Fantasien beruhen sind: Gehirnforschung, Künstliche Intelligenz, Quantencomputer, Molekularbiologie, Genforschung, Nanotechnik... Da kommen dann Voraussagen heraus, dass wir die Sprache des Gehirns entschlüsseln werden, dass wir das Gehirn gefrierkonservieren werden, dass wir u.a. für das Gehirn "Ersatzteile" bauen werden, dass wir unser Gehirn gar nicht mehr verwenden werden, weil die Ersatzteile viel leistungsfähiger werden, dass wir unser komplettes Gehirn auf einen Computer downloaden werden, dass wir unseren "Geist" auf Roboter übertragen werden, dass wir unsere Gehirne mit Sendern/Empfängern zum direkten gegenseitigen Lesen ausstatten werden, dass wir "den Embryo ausrechnen" und dann umprogrammieren werden, dass wir nach der vollständigen Erforschung der DNA eine "neue Software des Lebendigen schreiben", "Jahrmilliarden [Evolution] auf Jahrzehnte verkürzen" werden, etc.

Auffallend ist, dass jene Wissenschaftler, die in solchen Fantasien schwelgen, relativ wenig Zeilen dafür verwenden, zu begründen, warum sie die Aussagen auf Basis ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Kompetenz für zutreffend halten. Viel lieber malen sie die Folgen dieser wissenschaftlich-technischen Durchbrüche aus - dies aber in der Regel auch sehr einseitig positiv. Jeder Sience Fiction-Autor würde solche Entwicklungen wahrscheinlich differenzierter darstellen. Ich will mich mal ähnlich weit aus dem Fenster lehnen wie die Wissenschaftler: Ich behaupte, mit Wissenschaft hat all dies herzlich wenig zu tun!

Aus zwei Gründen ist das Buch trotzdem lesenswert. Erstens wurde selten die Welt der Wissenschaft so komprimiert und deutlich entzaubert. Wissenschaftler sind auch nur Menschen, und auch unter ihnen gibt es viele Spinner und Träumer. Zweitens enthält das Buch auch viele ernstzunehmende Gedanken. Dafür Beispiele anzuführen wäre sehr viel schwieriger - ernsthafte Gedanken kann man nicht mit ein paar Worten charakterisieren und das Themenspektrum ist sehr viel differenzierter => selber lesen! :-)

Übrigens kann man die Artikel auch auf der Webseite von Edge im englischsprachigen Original nachlesen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2011 11:17 AM MEST


Davita 30004 SunCounter UV-Warngerät mit Sonnenbrand Alarmfunktion
Davita 30004 SunCounter UV-Warngerät mit Sonnenbrand Alarmfunktion
Preis: EUR 19,80

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ziemlich unbrauchbar!, 8. Mai 2011
Ich kann mit dem Gerät nicht viel anfangen. Das Problem: an Sonnentagen (April, Mai, Südwesten Deutschlands) kann ich jeden beliebigen Wert zwischen 1 und 11 erzeugen - je nachdem, wie ich das Gerät halte.

Die Anleitung hilft auch nicht weiter: "Der SunCounter sollte so hingelegt werden, dass der UV-Sensor direkt dem Licht zugewendet ist." Wenn man davon ausgeht, dass sich "hinlegen" auf eine der üblichen waagerechten Flächen bezieht, dann ist das ein Widerspruch in sich: wenn man das Gerät waagerecht hinlegt, dann ist der Sensor niemals direkt dem Sonnenlicht zugewendet - es sei denn man befände sich um die Mittagszeit am Äquator.

Dementsprechend messe ich bei hingelegtem Gerät nahezu immer 1, ganz selten 2. Wenn ich das Gerät dagegen genau senkrecht zur Sonne halte, dann messe ich immer 11. Dazwischen je nach Winkel Zwischenwerte.

Wenn man diese Werte mit den Werten des Bundesamtes für Strahlenschutz vergleicht ([...]) , kann ich keinerlei plausiblen Zusammenhang erkennen.

Eine wiederholte Nachfrage bei Davita - über ein Web-Formular mit der Überschrift "Ihre Meinung zählt! Ihre Fragen bitte!" - brachte keinerlei Reaktion.


Sultans Of Swing (Limited Edition)
Sultans Of Swing (Limited Edition)
Preis: EUR 6,66

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Limited Edition?, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Sultans Of Swing (Limited Edition) (Audio CD)
Eine Limited Edition, die nach 13 Jahren immer noch erhältlich ist? Verkauft sich die CD so schlecht?

Ich höre diese Musik immer wieder gerne - eine Musik ganz eigener Machart, eher Klanggemälde als einfach nur Songs. Begeistert bin ich immer wieder von dem perfekten, aber doch unaufdringlichen Klang - das ist eine CD, für die es sich lohnt, sich in der idealen Stereo-Position vor den Lautsprechern niederzulassen, und dort zu verweilen, bis der letzte Ton verhallt ist. Allerdings gilt das nur für die erste CD; CD2 mit den Live-Aufnahmen kann klanglich bei weitem nicht mithalten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2013 4:59 AM CET


Opium fürs Volk: Natürliche Drogen in unserem Essen
Opium fürs Volk: Natürliche Drogen in unserem Essen
von Udo Pollmer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ernährung mal aus einer anderen Perspektive, 2. Januar 2011
Wenn auf einem Buch der Name Pollmer steht, muss man auf alles gefasst sein. Hochinteressante Zusammenhänge, unkonventionelle Erklärungsversuche, gewöhnungsbedürftige Einseitigkeiten, ärgerliche Vereinfachungen und Desinformation. Insofern ist es immer wieder spannend, wo auf dieser Skala man ein neues Buch ansiedeln würde.

In diesem Fall würde ich sagen, liegt der Schwerpunkt klar bei den interessanten Zusammenhängen. Die Autoren tragen Informationen über psychotrope (die Psyche des Menschen beeinflussende) Stoffe in diversen Nahrungsmitteln zusammen: Gewürze, Brot, Bananen, Quark, Lebkuchen, Ketchup und vieles andere - alles enthält psychotrope Stoffe oder es entstehen solche bei der Zubereitung oder im Körper. Daraus ergeben sich nach Ansicht der Autoren viele Vorlieben die geschmacklich oder ernährungsphysiologisch nicht zu erklären seien; außerdem mögliche Erklärungen für aufwendige Zubereitungsarten oder "seltsame" Verhaltensweisen. Das ganze führe zu einem "neuen Bild von der Ernährung des Menschen".

Das mit dem "neuen Bild" ist so eine Sache. Das Buch zeichnet sicherlich ein neues Bild - aber inwieweit ist dieses zutreffend? Die Autoren sprechen selbst im Vorwort davon, dass die Zusammenhänge "erst allmählich von den Naturwissenschaften erahnt und aufgedeckt werden". Eigentlich ist es eher ein Blick aus einer neuen Perspektive, ein Blick, der das bisherige Bild nicht ersetzt sondern ergänzt, wobei der neue Blick möglicherweise noch nicht so ganz fokussiert ist, das Bild noch nicht so richtig scharf ist. Es ist wirklich faszinierend und erstaunlich, an wie vielen Stellen bei der Ernährung drogenartige Mechanismen anzutreffen sind - wie stark aber die jeweiligen Auswirkungen sind bleibt eher unklar und spekulativ.

Das Buch ist zwar gut lesbar geschrieben, aber es gibt Versäumnisse, dem Leser beim Verständnis zu helfen. Begriffe wie Hormon, Neurotransmitter, Serotonin, Dopamin und andere werden fast in jedem Satz verwendet - schließlich laufen die Mechanismen, um die es hier geht, immer wieder auf eine Beeinflussung der entsprechenden Systeme hinaus. Da wäre ein kurzer Überblick am Anfang des Buches extrem hilfreich gewesen: was ist ein Neurotransmitter, was ein Hormon, welches Hormon ist wofür zuständig.

Wie sieht es mit der berüchtigten Pollmerschen Einseitigkeit aus? An manchen Stellen schimmert sie durch. So wird auch in diesem Buch wieder eine gewisse Sympathie für den Alkohol deutlich. Auch könnte man manchmal meinen, die Menschheit würde ihre Ernährungsgewohnheiten ausschließlich an den enthaltenen Drogen orientieren. Allerdings sollte man sich klar machen, dass es sich halt nun mal um ein Buch zu diesem Thema handelt. Es ist kein Ernährungsratgeber, es ist kein Buch über die Risiken von Drogen - es ist ein Buch über wenig bekannte oder wenig beachtete drogenartige Wirkungen von Nahrungs- und Genussmitteln, nicht mehr und nicht weniger. Dass sich das Buch auf dieses Thema beschränkt ist m.E. nicht zu beanstanden.


AEG AG904X Ergorapido 2in1 Akku-/Handsauger / beutellos / 18V Li-Ion / Frontlicht
AEG AG904X Ergorapido 2in1 Akku-/Handsauger / beutellos / 18V Li-Ion / Frontlicht

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Teurer Luxusschrott, 14. September 2010
Update 2012:

Ich ziehe sämtliche Sterne zurück!

Grund: Nicht lange nach Garantieablauf passierte folgendes: Der ohnehin schon laute Sauger heulte nach Einschalten in gefühlt doppelter bis dreifacher Lautstärke auf - in jedem Fall lief er mit deutlich erhöhter Drehzahl. Und lies sich nicht mehr abschalten!! Keine Chance! Keine Reaktion auf Schalterbetätigung! Gleichzeitig wurde der Handgriff bedenklich warm. Ich konnte nur abwarten, dass der Akku leer läuft und dabei hoffen, dass mir das Ding nicht um die Ohren fliegt. Jetzt lässt sich der Akku nicht mehr aufladen - Luxusschrott! AEG/Electrolux ist für mich tot!

Die Rezension von 2010:

Ehrlich gesagt: die Bestellung dieses Gerätes war eine Art Kurzschluß-Aktion - Augen zu, Hirn ausschalten, Klicken... anders wäre es mir nicht möglich gewesen, einen Zweitsauger für fast 200 Euro zu erwerben.

Aber ich kann nicht behaupten, dass ich es bereut hätte. Das Ding ist durch seine Kabellosigkeit einfach prinzipbedingt praktisch - da nimmt man die ebenso prinzipbedingten Nachteile in Kauf. Meine positiven und negativen Erfahrungen:

* Praktisch! Ich nehme das Gerät definitiv viel öfter zur Hand als den "richtigen" Sauger. Durch das Gelenk ist der Sauger sehr angenehm handhabbar. Das leichte entnehmen des Handgerätes ist ebenfalls praktisch.

* Die Saugleistung ist recht gering, aber doch für viele Fälle ausreichend. Überraschenderweise habe ich festgestellt, dass das Saugen auf Teppich mindestens ebensogut funktioniert wie auf glatten Flächen - den rotierenden Bürsten sei Dank. Auf glatten Flächen hätte ich mir aber mehr erwartet: selbst bei losen Krümeln muss man oft mehrmals drüber... aber wie gesagt, für die meisten Fälle ausreichend. Positiv: die Saugleistung lässt auch bei zunehmender Füllung des Staubbehälters nicht merkbar nach.

* Das Teil ist laut!!

* Zwar alles Plastik, aber hochwertiger Gesamteindruck.

* Akkulaufzeit: für meinen Bedarf ausreichend. Erreicht erst nach einigen Ladezyklen die volle Kapazität - also nicht zu früh urteilen.

* Positives Detail: Der Staubbehälter kann in Sekundenschnelle mit einem grossen Sauger leergesaugt werden. (Ab und zu sollte er aber richtig geleert werden, um den Filter zu säubern.)

* Negatives Detail: Staubbürste und Fugendüse für das Handgerät befinden sich im Standfuß (Ladestation) hinter dem Hauptgerät. Man kann also nicht das Hauptgerät stehen lassen und das Handgerät mit Zubehör entnehmen - bei mir liegen Bürste und Düse immer neben dem Gerät.

Unterm Strich: Luxus, praktisch, eigentlich zu teuer - aber was solls...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2012 11:39 AM CET


Lizenz zum Essen: Stressfrei essen, Gewichtssorgen vergessen
Lizenz zum Essen: Stressfrei essen, Gewichtssorgen vergessen
von Gunter Frank
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Momentan eines der wichtigsten Bücher zum Thema Ernährung!, 5. September 2010
Vorab: Titel und Titelbild halte ich für daneben. Klar, wer das Buch gelesen hat, versteht die Kombination aus Augenzwinkern und tieferem Sinn; wer aber all die Informationen, die der Autor ausführt, noch nicht kennt, wem diese Faktenlage noch völlig unbekannt ist, der könnte diesen Titel in den falschen Hals bekommen. Manche Kritik an dem Buch hört sich dementsprechend an, als wäre sie ausschließlich auf Basis des Titelblattes entstanden.

Zum Inhalt des Buches wurde schon viel geschrieben, das muss nicht nochmal wiederholt werden. Ich möchte dem nur einen Gedanken hinzufügen:

Sicherlich kann sich auch dieser Autor irren und/oder neuere wissenschaftliche Erkenntnisse können wieder ein anderes Bild ergeben. Aber man muss sich einmal klar machen, was es bedeuten würde, wenn Dr. Frank im vollen Umfang seiner Ausführungen Recht hätte! Wenn dies der aktuell belegbare Wissensstand ist, dann kann man das meiste, was sonst an Ernährungs-, Fitness- und Gesundheitsratschlägen verbreitet wird, nur als heftige Volksverdummung sowie millionenfachen Psychoterror und Körperverletzung bezeichnen.

Deshalb: Es müsste über dieses Thema eine massive gesellschaftliche und vor allem wissenschaftliche Debatte geben. Ausgehend von dem hier dargestellten Wissensstand müsste weiter geforscht werden - und wenn sich die Thesen bestätigen, dann müssten die bisherigen Allerweltsweisheiten und Empfehlungen nicht nur aus den Medien verschwinden, nein, sie müssten aktiv korrigiert werden!

Ein klein wenig Hoffnung macht Herr Frank in dem Buch - es gibt wohl schon die ein oder andere entsprechende Einzelaussage von den Institutionen, die (aber nach wie vor) die alten Weisheiten verbreiten. Bis dahin bleibt nur eines: Wer irgendein Problem bzgl. Essen und Ernährung hat, sollte sich umfassend informieren, bevor er/sie auf Basis der "allgemein bekannten" Wahrheiten zu irgendwelchen Entschlüssen kommt. Es ist geradezu frappierend was für ein komplett anderes Bild sich dadurch ergeben kann!


Lexikon der Fitneß-Irrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Aerobic bis Zerrung
Lexikon der Fitneß-Irrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Aerobic bis Zerrung
von Udo Pollmer
  Taschenbuch

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Pollmer, 28. August 2010
Typisch Pollmer: Licht und Schatten nahe beieinander!

Da schon viel über das Buch geschrieben wurde, hier nur stichpunktartige Kommentare:

Pro:
* Das Buch enthält sehr viele Informationen.
* Es werden tatsächlich viele "Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten" aufgezeigt.
* Viele Informationen sind in der Tat erhellend, z.B. wie bei Studien mit dem selben Zahlenmaterial, je nach Auswertemethoden völlig unterschiedlich Schlußfolgerungen "belegt" werden können.
* Die besprochenen Aspekte sind gut begründet und mit Quellen und Literaturhinweisen unterlegt.
* Unabhängig davon, ob die Autoren recht haben: Es wird aufgezeigt, dass man vieles wohlbegründet auch anders sehen kann.
* Gut geschrieben, verständlich und nachvollziehbar.

Contra:
* Kein Gesamtzusammenhang, sondern einzelne Artikel mit eher willkürlicher Stichwortzuordnung für alphabetische Sortierung.
* Die einzelnen Artikel behandeln einseitig den Aspekt, der gerade beleuchtet werden soll; Vollständigkeit und Ausgewogenheit wird gar nicht erst versucht!
* Tendenziell negative Haltung zu Sport; keine Differenzierung.

Sonstiges (ohne Pro/Contra-Bewertung):
* Überschneidungen mit anderen Pollmer-Büchern.
* Kein "Fazit", keine Schlussfolgerungen. Der Leser bekommt Informationsbrocken hingeworfen und muss selbst sehen, was er daraus macht!
* Es geht wirklich nur um Themen bei denen es "Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten" gibt, anders gesagt: Themen bei denen die Autoren in irgendeiner Form widersprechen können. Daher darf man natürlich kein umfassendes Buch über Fitness erwarten.

Mein Fazit: Man muss den Titel des Buches ernst nehmen: Er verspricht keine umfassende und ausgewogene Abhandlung zum Thema Fitness! Allgemein: Wer zu den Themen Sport und Ernährung nur Pollmer-Bücher liest, ist unvollständig und einseitig informiert; wer sie nicht liest möglicherweise ebenso. Dieses Buch ist nur _ein_ Beitrag zur umfassenderen Meinungsbildung - aber ein sehr wertvoller. Dass man nicht alles wörtlich für die endgültige Weisheit nehmen sollte, versteht sich von selbst.


Wer gesund isst, stirbt früher: Tatsachen und Trugschlüsse über unser Essen
Wer gesund isst, stirbt früher: Tatsachen und Trugschlüsse über unser Essen
von Udo Pollmer
  Broschiert

62 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eines Pollmer unwürdig!, 28. August 2010
Vorab: Was ich vor diesem Buch von Pollmer gehört und gelesen habe, erscheint mir informativ und verdienstvoll. Zwar neigt er zu plakativen und einseitigen Darstellungen, bemüht sich manchmal gar nicht erst um Ausgewogenheit, sondern führt konsequent nur den Aspekt aus, um den es ihm gerade geht. Wenn man sich darauf einstellt, nicht vergisst, das eigene Hirn einzuschalten und nicht alles wörtlich als letzte Weisheit nimmt, dann sind Bücher wie zum Beispiel das "Lexikon der Fitneß-Irrtümer" sehr informativ.

Doch dieses Buch ist anders. Sehr viel schlechter. Dieses Buch treibt die Punkte, die man auch an anderen Veröffentlichungen Pollmers kritisieren kann, ins Extrem: das negative bleibt, das positive fehlt. Zum Beispiel kann man am "Lexikon der Fitneß-Irrtümer" den fehlenden Gesamtzusammenhang kritisieren: das Buch besteht aus einzelnen Artikel, die jeweils recht einseitig einen Aspekt beleuchten und ziemlich willkürlich einem Stichwort zugeordnet werden; nach diesen Stichworten ist das Buch alphabetisch sortiert - durch die eher willkürliche Zuordnung können zusammengehörende Informationen in verschiedenen Artikeln über das ganze Buch verteilt zu finden sein. Das hier besprochene Buch treibt diese Prinzip ins Extrem: die Artikel sind nicht mehrere Seiten lang, sondern meist nur wenige Zeilen bis eine halbe Seite. Was im Lexikon noch ausführliche und informative Ausführungen zu einem Aspekt waren wird hier zu einer mit launischen Bemerkungen ausgeschmückten Behauptung. Die Artikelchen sind jeweils mit einer Überschrift im Frageform versehen - die Frage wird aber selten befriedigend beantwortet, manchmal auch gar nicht.

Ein Beispiel: Auf die Frage "Wie riskant ist Alkohol?" lautet die Antwort klar und eindeutig, dass alkoholische Getränke gesundheitsförderlich seien. Dann folgt ein unspezifischer Hinweis auf "zahlreiche Studien aus aller Welt" die zeigten, dass regelmäßige Alkoholkonsumenten weniger krank seien, länger lebten, "vor allem" seltener an Herzinfarkt und Diabetes litten. Woran das liege wisse man nicht. Noch zwei spekulative Sätze und die launische Bemerkung, dass ja bisher nur die negativen Auswirkungen des Alkohols erforscht wurden - das war's! Man mache sich das einmal klar: Zu der Frage nach den Risiken die klare Aussage, dass Alkohol gesundheitsförderlich sei und keinerlei Erwähnung von Risiken! Das ist Pollmersche Einseitigkeit im Extrem und frei von jeglichem Informationswert - also pure Desinformation! (An der Aussage bzgl. Herzinfarkt und Diabetes ist wohl etwas dran - aber statt "vor allem" müsste es m.W. "ausschließlich" heißen; ohne Bezug zu den anderen Wirkungen und Risiken ist die Aussage m.E. falsch, irreführend und verantwortungslos.) Noch ein interessanter Unterschied zum "Lexikon": dort finden sich bei jedem Artikel ausführliche Quellenangaben; hier gibt es diese zwar auch, aber nur vereinzelt und nicht selten wie beim Alkohol-Artikel: "Quelle: Pollmer, U. [..]".

So völlig ohne informativen Nährwert wie dieses Beispiel sind nicht alle Artikelchen - aber deutlich besser sind die wenigsten. Für den mageren Informationsgehalt lohnt es sich absolut nicht, dieses Buch zu kaufen und zu lesen - es gibt sehr viel bessere! Auch von Pollmer.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2014 9:06 PM CET


Leben ohne Diät: Schlank durch ehrliche Lebensmittel
Leben ohne Diät: Schlank durch ehrliche Lebensmittel
von Horst Klier
  Broschiert
Preis: EUR 16,80

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas magere aber wertvolle Kost, 28. August 2010
Einerseits erscheint mir im Verhältnis zum Preis das 111-Seiten-Büchlein etwas mager; zum Vergleich: eine Zeitschrift, die ich gerade zufällig hier liegen habe (Spiegel Geschichte) kostet weniger als die Hälfte, hat ein deutlich größeres Format und 146 Seiten.

Wenn nun die Seiten mit Informationen vollgestopft wären, würde ich nicht solche Äußerlichkeiten erwähnen; aber allzuviel fundiertes und ausführlich belegtes Wissen findet man hier nicht. Vielmehr handelt es sich um einen persönlichen Erfahrungsbericht, angereichert mit Gedanken und Tipps des Autors sowie mit einigen vagen Hinweisen auf wissenschaftliche Erkenntnisse.

Trotzdem hat das Büchlein vielleicht einen Wert, dem kleinliches Seiten- und Euro-Zählen ebenso wenig gerecht wird wie wissenschaftliche Studien und Statistiken. Wer versucht, seine Ernährung an den jeweils im Umlauf befindlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten, wird wahrscheinlich unweigerlich zum Frustesser (man sollte dazu mal eine Studie durchführen ;-) ). Zu sehr widersprechen und relativieren sich die verschiedenen Aussagen gegenseitig. Ließt man dann noch einen Pollmer, der gegen fast alles argumentiert, was man gelernt zu haben meint, könnte man leicht zu dem Schluss kommen, es hätte eh alles keinen Sinn...

Dem setzt Klier ein einfaches "Rezept" entgegen: Lass den Körper wieder entscheiden, was er braucht. Er meint, dies ginge am besten mit möglichst natürlichen Lebensmitteln, die möglichst wenig Zusatzstoffe enthalten - sprich indem man im Bioladen einkauft. So richtig ausführlich wissenschaftlich begründet wird das wie gesagt nicht - aber vielleicht ist das auch nicht der entscheidende Punkt. Das sympathische an dem Konzept ist, dass es keine starren Regeln und Vorschriften gibt. Während man das locker geschriebene und angenehm zu lesende Büchlein liest, entpuppt sich der Ansatz "nur Bio" nicht als alleinseeligmachendes Patentrezept, sondern eher als lockere Richtschnur, an der man sich orientieren kann - selber denken ausdrücklich erwünscht! Der dahinter liegende Grundgedanke scheint mir zu sein, ein entspanntes, natürliches Verhältnis zum Essen zu finden. Abnehmen nicht als Selbstzweck, sondern nur als "Nebenwirkung" einer Ernährung, die auf den eigenen Körper hört, statt auf Ernährungsberater und Diät-Gurus. Dass dabei möglichst natürliche Lebensmittel und der Verzicht auf Zusatzstoffe und Diäten - die ja beide den Körper irgendwie hinters Licht führen wollen - hilfreich sind, ist naheliegend. Entscheidend ist aber auch die innere Einstellung: selbst herausfinden, was gut für einen ist, auf den eigenen Körper hören, Skepsis gegenüber Patentrezepten, selber denken. Mit diesem Hintergrund werden übrigens auch Pollmer-Bücher wieder interessant und zur idealen Ergänzung zu Kliers Buch: sie enthalten ein Vielfaches an Information.

Unterm Strich: Ein wertvoller Denkanstoß, den jeder für sich selbst weiter entwickeln und mit Leben erfüllen kann und muss.


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