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Rezensionen verfasst von
Tobias

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Seite: 1
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Mit K
Mit K
Preis: EUR 5,99

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll, 14. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mit K (Audio CD)
Ich liebe dieses Album! Kraftvolle, motivierende Musik, die ich gern beim Laufen höre. Dazu Texte, die sowohl geistreich und einfallsreich, als auch witzig sind. Ziemlich eigen - dadurch heben sie sich von anderen Bands ab. Der Wiedererkennungswert ist auf jeden Fall hoch. Von Musik habe ich keine Ahnung, kann dazu nicht viel schreiben. Ich weiß nur, dass die besondere Kraftklub-Mixtur bestehend aus diesen tollen Texten und dynamischer Musik etwas in mir auslösen. Irgendeine Saite in mir wird da zum Klingen gebracht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2013 4:52 PM MEST


Fast genial
Fast genial
von Benedict Wells
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 14. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Fast genial (Gebundene Ausgabe)
Benedict Wells hat es tatsächlich geschafft, mich dermaßen an dieses Buch zu fesseln, dass ich gerade zum Ende, als er einen wirklich genialen (!) Spannungsbogen aufbaut, das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen konnte, alle Müdigkeit, die ich zuvor verspürt hatte, abschütteln konnte und mit pochendem Herzen gebannt dem Ausgang entgegenfieberte.

Wells ist ein sehr junger Autor, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. So wäre ich auch nie auf den Gedanken gekommen, mir dieses Buch zu kaufen. Mit besten Empfehlungen ist mir das jedoch Buch vor ein paar Tagen ausgeliehen worden.

Anfangs entlockt mir die Handlung nur ein Achselzucken, da weder Thematik noch Sprache mir besonders zusagen. Aber schon bald nimmt der Roman Fahrt auf, die Figuren nehmen Konturen an, wirken echt und spannend. Die Sympathie zu den Protagonisten lässt einen mit ihnen mitfühlen und sie an ihrer Seite durch das Land begleiten. Die Beschreibungen sind allesamt sehr lebensecht - es erscheint eine sehr plastische Welt vor dem geistigen Auge. Es ist schon erstaunlich, dass so ein junger Schriftsteller im Prinzip alles richtig gemacht hat. Von einem interessanten Plot, über aufregende Figuren, über eine sprachliche "Farbenpracht", über Überraschungsmomente, bis hin zu einen ganz besonderen Gefühl, wie der Leser bei der Stange gehalten werden kann, indem die Spannung auf den Siedepunkt gelangt. Der einzige Wermutstropfen: Das tatsächliche Ende ist für meine Begriffe etwas unbefriedigend. Ich bin der Meinung, selber eine bessere Idee gehabt zu haben, wie der Roman hätte enden sollen. Aber das sieht jeder anders.

Fazit: Obwohl ich normalerweise nicht zum Pathos neige und grundsätzlich eher kritisch eingestellt bin, habe ich an dieser Stelle eher emotional, aus dem Bauch heraus rezensiert. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt, vornehmlich jungen Leuten, amerikaaffinen Lesern und solchen, die tiefschürfende Lebenskrisen gemeistert haben oder noch drin stecken. Man wird sich und seine Gefühlswelt an vielen Stellen sehr treffend beschrieben vorfinden.

Zum Schluss noch meine Lieblingsstelle von Seite 212: "Das Wichtigste ist, dass du deine ganzen beschissenen Träume und Hoffnungen packst und sie nie mehr loslässt. Du kannst schreien, du kannst verzweifeln, du kannst winseln. Doch selbst wenn du schon kaum mehr an dich glaubst, du darfst sie nicht loslassen. Denn wenn du's tust, dann ist's aus, Kleiner. Ab dem Zeitpunkt ist dein Leben vorbei. Dann kannst du zwar noch jahrelang durch die Welt wandeln, aber innerlich bist du längst tot... so wie die meisten hier."


Tiefe Wunden: Der dritte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 3)
Tiefe Wunden: Der dritte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 3)
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwächer als die Vorgänger, 28. Januar 2012
Diese Rezension enthält Spoiler-Elemente.

'Tiefe Wunden' ist der dritte Band der Neuhaus-Reihe, die ich chronolgischer Reihenfolge lese. Nachdem mir die ersten beiden recht gut gefallen hatten, wenn auch nicht uneingeschränkt, bin ich vom dritten Band einigermaßen enttäuscht. Mit der Erwartung, dass Frau Neuhaus sich von Buch zu Buch steigern würde, wie mir angekündigt worden war, habe ich mir die Lektüre zu Gemüte geführt. Dieser Erwartung wurde das Buch nicht gerecht. Zu viele Schwächen, Ungereimtheiten, Zufälle und irrationale Schritte offenbarten sich mir.

So bleiben für meine Begriffe viele Fragen offen: Wie kann es sein, dass hauptbeamtliche Kriminalkommissare nicht auf die Idee kommen, bei der Zahl könnte es sich um ein Datum handeln, zumal es sich um einen sehr alten Mann handelt, der noch dazu Jude ist und das Datum im letzten Jahr des 2. Weltkrieges bedeutet? Und wieso wird nicht recherchiert, was an diesem Tag in Europa passiert sein könnte? Warum fliegt Miriam nach Polen und hält sich da tagelang auf? Aus reiner Neugier? Was sagt ihr Arbeitgeber dazu? Warum reisen Pia und H. Kirchhoff völlig überstürzt nach Masuren, ohne dass dafür die geringste Veranlassung besteht? Erstens gibt es in der Heimat noch viel Arbeit und Probleme zu lösen und zweitens hätte die Suche nach möglicherweise noch vorhandenen Beweisen nun wirklich noch Zeit, zum Beispiel bis zu einer Gerichtsverhandlung. Warum versucht Jutta Kaltensee Bodenstein eine Vergewaltigung anzuhängen, was heftigen Widerspruch Bodensteins ausgelöst hätte, wenn sie doch sehr darauf bedacht ist, jegliche Skandale von ihrer Familie fernzuhalten, um ihre politische Karriere nicht zu gefährden? Wie kann es sein, dass die 85-jährige Auguste Nowak so behende ist, dass sie schneller als eine Pistolenkugel sich bewegt und sich vor ihren Sohn wirft? Es blieben noch mehr Fragen, die mir aber jetzt nicht mehr alleine einfallen.

Man gewinnt den Eindruck, Frau Neuhaus habe zunächst einzelne Versatzstücke dieser Geschichte geschrieben, beim Zusammenführen dieser Teile aber große Schwierigkeiten gehabt. Nach dem Motto, 'was nicht passt, wird passend gemacht', hat sie als übergeordnete Instanz, die das Chaos der diffus verlaufenden Fäden schon überblickt, die handelnden Personen an die Schauplätze geleitet, die gerade relevant sind, damit der Leser alles mitbekommt und immer live dabei ist. Dies geht aber auf Kosten der Logik. Was die Leute antreibt und zu ihrem Handeln veranlasst ist oftmals zusammenhangslos oder nicht transparent.

Ein weiter Makel ist meines Erachtens die schlechte Angewohnheit beinahe sämtlicher Charaktere, den Kommissaren immer schön alles zu erzählen und andere in die Pfanne zu hauen. Die Ermittlungsarbeit fußt nahezu komplett auf Verhören. Ständig wird hier und dort hingefahren, in der Hoffnung, dass mal wieder etwas preisgegeben wird. Ein Charakter, der einfach mal die Klappe hält, bis es zur Gerichtsverhandlung kommt und nicht nicht mehr sagt als notwendig, taucht quasi nicht auf. Und wenn einer schweigt, dann der, der eigentlich nichts zu verbergen hat.

Darüber hinaus ist mir die Brutalität, Skrupellosigkeit und Bösartigkeit fast aller handelnden Personen aufgefallen. Kaum taucht mal einer auf, der einfach völlig normal ist, der nichts im Schilde führt, der eine gute Gesinnung hat. Gemordet, gefoltert und entführt wird einfach so mal nebenbei. Fast alle sind in irgendeiner Weise dann auch noch miteinander verbandelt ' oftmals geht auch noch was in sexueller Hinsicht.

Gut gefallen hat mir der häufige Perspektivenwechsel, was in dem Ausmaß neu bei Frau Neuhaus ist. Man kann von Anfang an in die Köpfe vieler Leute schauen. Dies macht sie sich auch zunutze, um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Außerdem fand ich grundsätzlich die ganze Thematik sehr spannend und interessant. Der Erzählstil ist auch akzeptabel. Der Krimi ist zwar nicht auf besonders anspruchsvollem Niveau geschrieben, lässt aber vor meinem inneren Auge eine plastische Welt entstehen, indem die Autorin das Wesentliche anschaulich beschreibt. In ihrer Welt fühle ich mich wohl. Nicht, weil diese so gut und schön wäre, sondern, weil ich mich darin zurechtfinde und mich quasi mittendrin im Geschehen wähne. Deshalb gerade noch drei Punkte!

Ich hoffe, dass der nächste Band, die Vorschusslorbeeren verdient hat.


Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
Mordsfreunde: Der zweite Fall für Bodenstein und Kirchhoff
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Spannender Krimi... enttäuschendes Ende..., 9. Januar 2012
Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits war es wirklich ein Genuss und eine Freude, diesen Krimi zu "verschlingen".
Eigentlich bin ich nämlich gar kein Krimi-Fan, aber dieser hat mich tatsächlich verblüfft und bis zum Ende gefesselt.

Nele Neuhaus versteht es Spannung zu erzeugen und diese auch hochzuhalten. Dadurch entsteht ein Sog, der mich Zeit und Raum vergessen ließ und mich ganz in diese Welt hineinzog. Zeitweise wähnte ich mich tatsächlich im Taunus. :-) Die Kommissare fand ich außerordentlich sympathisch und nah an der Realität, wenn auch nicht besonders spektakulär. Die übrigen Charaktere fand ich insgesamt durchaus gelungen und teilweise aufregend, teils aber auch überzeichnet und zu klischeebeladen. Die Thematik mitsamt Umfeldern und dem Handlunsstrang, der sich während der WM 2006 abspielt, was auch immer wieder zur Sprache kommt, haben mir sehr gefallen, da das Gefühl vermittelt wird, es könnte sich alles tatsächlich so abgespielt haben. Ich fühlte mich richtig hineinversetzt in diese tolle Zeit des Sommermärchens.

Bis 30 Seiten vor Schluss war alles bestens. Voller Rasanz ging es Schlag auf Schlag. Es lief auf ein großes Finish hinaus. Und dann die Enttäuschung: Weder Motiv, noch Figur des Mörders können überzeugen. Die hilflosen Erklärungsversuche der Autorin wirken lieblos und konstruiert. Teilweise noch nicht mal wirklich nachvollziehbar bis hanebüchen.

Da 90% des Buches wirklich gut waren und Lust machen, Krimis zu lesen, kann ich guten Gewissens 4 Punkte vertreten. Dieser Roman barg größeres Potenzial. Er hätte brillant werden können. Es wurde immerhin ein guter, sehr lesenswerter.


Kein Titel verfügbar

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spaßige und interessante Lektüre, 2. Januar 2011
Der Autor, Peter Wiesmeier, seines Zeichens Werbetexter, ist ein gewiefter Medienprofi. So verführt der raffiniert gewählte Titel des Buches ("Ich war Günther Jauchs Punchingball") mitsamt Untertitel ("Ein Quiz-Show-Tourist packt aus") zum Kauf und schürt die Neugier.

Man fragt sich: "Hm, werden hier bisher unbekannte Interna ausgeplaudert?" "In welchem Verhältnis steht der Autor zu Günther Jauch?" "Inwiefern war er Günther Jauchs Punchingball." In Verbindung mit dem Cover, auf dem ein zimelich bedröppelt dreinschauender Günther Jauch abgebildet ist, eine geniale Marktingstrategie, die auch mich dazu gebracht hat, das Buch zu kaufen. Einerseits kann man dem Autor zu dieser ausgeklügelten Maßnahme gratulieren, da er damit die Verkaufszahlen ganz erheblich gesteigert haben dürfte. Andererseits ist es für den Leser schon ärgerlich, wenn er dadurch in die Irre geführt wird: Liest man nämlich das Buch, so stellt man fest, dass er weder jemals der großspurig angekündigte Punchingball des Quizmasters war, egal wie metaphorisch man dies auslegen möge und darüber hinaus auch nicht wirklich "auspackt" - das ist zumindest der falsche Begriff.

Was hat mir außerdem noch missfallen? Der Lektor/Korrektor hat bei seiner Arbeit geschludert. Etliche Rechtschreibfehler zeugen davon. Dies aber nur am Rande. Als erheblich störender empfand ich Peter Wiesmeiers Narzissmus: Er nimmt sich teilweise wichter, als es ihm gebührt, schwärmt regelrecht selbstverliebt von sich. Niederlagen neigt er auf die Umstände und Andere zu schieben, er laviert herum und sucht Ausreden. Das kommt schlecht an. Sofern ich das beurteilen kann, fehlt ihm gemessen an dem Anspruch, den an sich selber stellt (z. B. in Quizshows immer der Beste zu sein usw.), schlichtweg die nötige, profunde Allgemeinbildung. Auf diese Idee kommt er aber nicht. Abgemildert wird dieser schlechte, persönliche Eindruck durch eine durchaus vorhandene, lustige Selbstironie.

Warum habe ich trotz der genannten Kritikpunkte vier Sterne vergeben? Ganz einfach. Über das Negative ärgert man sich kurz - es gerät aber immer wieder schnell in Vergessenheit. Zu spannend ist Wiesmeieres Geschichte, zu rasant das Erzähltempo, um sich groß aufzuregen. Ich bin eigentlich ein langsamer Leser, habe dieses Buch dennoch verschlungen. Wiesmeier besticht durch Wortwitz und großen Humor; er schafft es den Leser mitzunehmen, die Spannung auf relativ konstant hohem Niveau zu halten. Eine große Kunst. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. In meinen Augen ist dies das entscheidende Kriterium bei Büchern dieser Art.
Um welche Art handelt es sich denn eigentlich? Ist es ein Ratgeber? Vielleicht ein Quiz-Show-Tagebuch? Oder ein Ausflug in die deutsche Quiz-Geschichte? Ein investigatives Buch über Machenschaften hinter den Kulissen? Oder ein eigenes Quiz-Buch (mit Fragen und Antorten)? Nichts davon im Großen und Ganzen, aber ein wenig von allem. Und diese Mischung überzeugt. Die Proportionen sind gut aufeinander abgestimmt. Ein weiterer Pluspunkt: Die Tipps für angehende Kandidaten am Ende des Buches sind größtenteils tatsächlich sehr hilfreich. Aus dem Fundus seiner Erfahrungen als Quiz-show-Tourist schöpfend erklärt er, wie man sich vorbereiten und was man alles beachten sollte.

Fazit: Eine spaßige und interessante Lektüre für alle Quiz-Fans und angehenden Kandidaten, aber auch für solche Leser, die sich für die deutsche Fernsehgeschichte interessieren. Enthüllendes oder Revolutionäres wird jedoch nicht geboten.


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