|
|
Beiträge von Reinhilde Digruber
Top-Rezensenten Rang: 540.859
Hilfreiche Bewertungen: 10
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Reinhilde Digruber "Kretafan" (Wien)
|
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Liebe bleibt Liebe, 26. November 2011
Ein überaus offenes Bekenntnis, eine traurig schöne Geschichte um die Liebe eines Menschen, zweier Menschen, die scheinbar füreinander gemacht ein kleines Stück des Lebens gemeinsam gehen. Intensives Einswerden von Körper und Geist, die ja voneinander nicht zu trennen sind, wenn es um die wahre Liebe geht. Intensive Trauerarbeit nach dem Verlust des geliebten Menschen - bis hin zur Selbstaufgabe, die Suche im Gestern zu Lasten des Heute. Das emotionsfreie "Nur-mehr-Funktionieren" in Pseudo-Aktivität. Was mich am meisten bewegt hat, war der Weg entlang der Grenze zum Schattenland, der im Traum erwachenden Existenz. Die schwierige Rückkehr ins Leben, das Finden des Mutes, dieses Leben zu Ende zu gehen, auch wenn der Weg steinig ist. Liebe bleibt Liebe ... egal, ob zwischen Henri und Elysander oder zwischen Georg und Hilda oder Susi und Beate. Diese wertvolle, heute leider noch immer nicht für alle verständliche Erkenntnis kann derjenige Leser mitnehmen, der nur die "Geschiche" liest. Viel tiefere Erkenntnisse bieten die unzähligen Ausflüge in die Literatur, die ein wesentlicher Bestandteil der Erzählung sind. Ein Buch also, das durch seine Vielschichtigkeit auch den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht zu werden vermag.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Licht über Kreta, 2. Mai 2011
Das Buch hat streckenweise meine ohnehin nicht so geringen Erwartungen weit übertroffen - der Weg zueinander war vom Werden und Reifen geprägt! Auch, wenn das mit viel Leid und Kummer verbunden war. Erst bis wirklich der alte Ballast abgeworfen war, hatten die beiden eine echte Chance, die sie auch genutzt haben. Die kleinen Exkurse in die Mythologie und die Literatur waren ebenfalls Highlights, die sich wie kostbare Perlen an der Kette durch den gesamten Roman ziehen. Was mir nicht so sehr angesprochen hat, waren die Liebesszenen - die wirken zum Teil recht unecht, distanziert, vor allem in der ersten Phase ... das könnte natürlich auch Absicht der Autorin gewesen sein, dass diese Szenen erst mit dem Wandel der Gefühle zur echten Liebe hin, "dazugehören" und nicht mehr so aufgesetzt erscheinen. Das Lesen hat mir große Freude bereitet, zum Nachdenken angeregt! Ein wunderbarer Ausflug nach Kreta, etwas abseits der ausgetretenen Touristenwege, dorthin, wo das Licht über Kreta ganz besonders leuchtet! Wann gibts Teil zwei?
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ganz besondere Tage auf Kreta, 14. März 2010
Die leuchtend klaren Farben in ihrer schönsten Reinheit, die zum großen Charme Griechenlands und seiner Inseln beitragen, die sind in erster Linie einmal etwas für's Auge. Die vergleichweise weichen, zarten Farben, mit denen die "Tage auf Kreta" von Klaus Bötig und Hans-Jürgen Gaudeck geschrieben und gemalt wurden, die sind ganz einfach etwas für die Seele. Schöne Momentaufnahmen, getragen von einer tiefen Liebe zu Land und Leuten, das spürt man. Der Schwerpunkt der Texte bezieht sich auf die Region Georgioupolis. Giorgo, der Homo Sapiens von der Lassithi, der dieses Werk und den Bericht über sein Museum vor ein paar Tagen erstmals gesehen hat, hat gemeint - nachdem er sich aus meinen Erzählungen eine Art von "schreiendem Reiseführer" erwartet hatte - "to kati allo prepi na einai!" (das muss etwas ganz Besonderes sein) - und genau das ist es auch, ein richtig wertvolles Kleinod für jeden Kretafan.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Zum vertrauten Freund geworden, 21. April 2009
Jak Anatolis, seine Freunde und die "Polizeichefs" sind im mittlerweile vierten Buch schon zu altvertrauten Handelnden herangewachsen. Man kennt sie, auf ihre Reaktionen kann man sich zumeist verlassen, feste Werte. Dem Autor ist es gelungen, so richtig typisch griechisch-kretische Charaktere zu schaffen, denen man jederzeit so auch in natura auf der Insel begegnen kann. Wer die Schauplätze der Romane kennt, lebt ganz einfach mit ... weiß ganz genau, was ihn hinter der nächsten Kurve erwartet. Das macht auch einen großen Teil des Reizes dieser Bücher aus. Spannend war's natürlich auch, bis Jak, wie immer eine Nasenlänge voraus, alles aufgeklärt hatte. Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Diagnose: Unheilbar, 7. April 2009
Immer auf der Suche nach gleichgesinnten Kretafreunden, getrieben, weil ja bekanntlich geteiltes Leid ein halbes ist, bin ich auf das Buch "Der Kreta-Virus" gestoßen. Von der ersten Seite an schafft es die Autorin, den Leser in ihren Bann zu ziehen, es fällt schwer, das Buch vor der letzten Zeile überhaupt aus der Hand zu legen, weil die Neugierde, wie es Reginaki wohl weiter ergehen mag, ständig vorhanden ist. Die Offenheit in der Schilderung ihrer Empfindungen lässt einen unweigerlich miterleben, mitleiden, mitweinen, mitfreuen. Ein Buch, das alle Voraussetzungen erfüllt, die eigenen Emotionen immer wieder in Schwingung zu versetzen. Phasenweise, das Buch gierig in mich aufsaugend, war ich sogar sauer und voller Groll, weil die Autorin drauf und dran war, viele meiner Illusionen zu zerstören, verklärte Dinge ins rechte Licht zu rücken. Aber - gut so! Weg mit der rosaroten Brille! Dieses bewusste Mitleben und Mitleiden mit der Autorin ist nur möglich, weil sie es vermag, den Leser mit ihren Worten tief in ihre Seele blicken zu lassen, zumindest ab dem Zeitpunkt, zu dem ihre Unsicherheit und die Zweifel immer mehr Raum forderten und sie seelische Stütze benötigt hätte. Diese holt sich Reginaki hier im Nachgang symbolisch von Ihren Lesern. Das Kreta-Virus hat mich gefesselt, vom ersten bis zum letzten Wort, mich aber auch reichlich bedrückt zurückgelassen, weil meine höchstpersönliche Kreta-Story unbedingt nach einem Happy-End verlangt hätte. Fazit: Eine Pflichtlektüre für jeden echten Kreta-Fan, der einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, die den Touristen sehr gekonnt vorgehalten werden - auch dazu geeignet, eigenen Wunschvorstellungen den richtigen Platz zuzuweisen. Jeder, der dem Ruf der Insel folgen möchte, täte ausgesprochen gut daran, sich mit diesem Buch auseinanderzusetzen. Spannend, packend, berührend .... aufwühlend, abklärend. Österreichisches Organisationstalent, österreichisches Temperament trifft auf den kretischen Schlendrian, der auf der Insel- "siga-siga" - vordergründig so gut zu funktionieren scheint, den wir aber, wenn es darauf ankommt, oftmals nicht mitleben, nicht ertragen können. Diagnose: Unheilbar - weil beim nächsten ersten Atemzug nach Verlassen des Flugzeuges werden wieder die Sektkorken in uns knallen, alles wird schlagartig vergessen sein und wir werden begierig all das aufsaugen, was dem Virus neue Nahrung geben kann."
|
|
Seite: 1
|