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Rezensionen verfasst von
SaraKatharina "SaraKatharina" (Wien)

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"Das Leben könnte gut sein": Tagebücher 1933 bis 1942 - Herausgegeben von Jan Erik Vold
"Das Leben könnte gut sein": Tagebücher 1933 bis 1942 - Herausgegeben von Jan Erik Vold
von Ruth Maier
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als berührend, 29. Juli 2010
Was Ruth da geschrieben und gezeichnet hat, ist einzigartig. Nicht nur ihre Bücher, ihre Schrift, ihre Aquarelle sind es, auch sie als Mensch war besonders. Sie sah in allem etwas Positives, auch in den Menschen, die ihr begegneten. Sie erkannte früh, wie ungerecht und widerwärtig der staatlich organisierte Terror gegen die Juden war, zweitweise identifizierte sie sich sehr mit dem Judentum, dann wieder war sie ihnen fern. Es hat wohl etwas mit der Identität zu tun und damit, dass man kein Opfer sein möchte. Und das war sie denn auch nicht. Sie wollte immer stark sein und war es die meiste Zeit auch. Sie schrieb, sie arbeitete - und ihr Denkmal bleibt. Ihre Worte bleiben und ein berühmter norwegischer Künstler namens Vigeland nahm sie als Vorbild für eine Statue.

Ihre Freundin, ihre geliebte Gunvor, war ihr alles.

Dass Ruth der Welt gestohlen wurde, weil sie Jüdin war, ist ein Verbrechen. Dass sie wusste, wohin ihre Reise ging und dass sie nicht wiederkehren würde, ist die Kehrseite der Medaille.

Dieses Buch ist viel mehr als nur ein paar Tagebücher und einige Briefe. Es ist eine Studie der Zeit, der Stimmung, aber auch der Entwicklung und der Annäherung zur Sexualität in einer problematischen, bedrohlichen Zeit. Und es ist das Bild einer jungen Frau, die eine Künstlerin war.

Unbedingt lesen, das ist meine Empfehlung.


I.M.: Ischa Meijer - In Margine. In Memoriam
I.M.: Ischa Meijer - In Margine. In Memoriam
von Connie Palmen
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen emotional aufwühlend, 22. April 2007
ich habe dieses Buch in zwei Schritten gelesen, so ähnlich wie das Buch auch in zwei Teilen geschrieben ist.

der erste Teil heißt "in margine" und beschreibt ihr Leben mit Ischa und der zweite Teil heißt "in memoriam" und erzählt seinen Tod und wie sie ihn überlebt hat.

Wer schon Rezensionen von mir gelesen hat, weiß, dass ich traurige Bücher liebe und das ist genau das! Es ist schwer zu beschreiben. ich weiß nur, dass ich es weglegen musste, als ich wusste, bald stirbt Ischa.

Als ich mich dann überwand und es las, war es wie ich es mir schon gedacht hatte: sehr traurig, mitreißend in einer traurigen Art, sehr emotional, man fühlt ihre Ohnmacht, in der sie sich befunden hat als man ihr einen Teil entrissen hat.

Ich habe das Buch, und das ist vielleicht eines der besten Zeichen, an zwei Kollegen weitergegeben, die beide das Buch innerhalb weniger Tage gelesen haben und wie ich vollkommen begeistert waren.

Das ist eins der besten Bücher die ich im letzten Jahr gelesen habe.


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