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Beiträge von Sambademo
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Rezensionen verfasst von
Sambademo

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Therapie-Tools Akzeptanz- und Commitmenttherapie: Mit Online-Materialien
Therapie-Tools Akzeptanz- und Commitmenttherapie: Mit Online-Materialien
von Matthias Wengenroth
  Broschiert
Preis: EUR 34,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ACT heißt machen!, 27. September 2012
... und dieses Buch ist wie eine gute Wanderkarte fürs Machen, es bietet für alle Fragestellungen instruktive Tools (wie der Name schon sagt) zum direkten Loslegen. Hintergrund-Wissen zu ACT ist sicherlich hilfreich aber nicht für alle Übungen zwingend. Auch außerhalb von ACT und außerhalb des Psychotherapeutischen Kontext finden sich viele Anwendungsmöglichkeiten (z.B. in der Selbsterfahrung und Supervision). Sehr empfehlenswert!


Solar
Solar
von Ian McEwan
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht witzig?, 18. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solar (Broschiert)
Wenn ich bei einem Amazon-Kauf unsicher bin, schaue ich mir manchmal die Rezensionen an. Dabei beschränke ich mich in der Regel auf die schlechtesten, um mir ein Bild zu machen, was mich evtl. an einem Produkt abschrecken oder enttäuschen könnte. Wegen der 1-Sterne-Rezensionen hätte ich mir "Solar" fast nicht bestellt, weil der Vorwurf der vermeintlichen "Humorlosigkeit" in Kombination mit den Themen Physik und Klimawandel mich ein gänzlich anderes Buch erwarten ließ. Tatsächlich habe ich bis Seite 200 schon mehrfach sprichwörtlich lachend auf dem Boden gelegen. Wenn ein Künstler wie McEwan, der es vermag, scheinbar leicht und ohne viele Worte Sachverhalte anschaulich zu beschreiben, beweist, dass man auch Slapstick (Radiosprecherin, Nordpolexpedition, Stiefelkammer) in den Kontext eines Beziehungskrisen-, Midlife-Krisen-, Wissenschafts-, Öko- und Gesellschaftskrisenromans setzen kann, dann ist das doch schon allergrößte Klasse! Laut gängiger Kommunikationstheorien bestimmt der Empfänger die Nachricht. Wer ist demnach humorlos, der Leser oder der Autor?


Der Schwarm: Roman
Der Schwarm: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langweilig, 5. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schätzing hat sicherlich eine Menge recherchiert und vermag es, dem Leser das Resultat seiner Recherchen klar und verständlich zu vermitteln. Vermutlich kann er auch spannend schreiben - allerdings nicht in diesem Buch. Die Länge des Romans - besser die Langatmigkeit - wurde von anderen Rezensenten bereits thematisiert (die Reise Anawaks nach Grönland hat wohl kaum jemand gelesen). Möglicherweise eine Folge der umfangreichen Recherche (Jetzt habe ich soviel recherchiert, da muss ich auch möglichst viel davon unterbringen). Im Bereich Technik geht das noch einigermaßen, es mag (männliche?) Leser geben, die sich dafür interesieren, wo sich bei einem Tauchboot die Verteilerkappe befindet, ich habe diese Passagen überlesen. In ethischen, religiösen oder psychologischen Fragen muss man es allerdings dem Autor ankreiden, wenn Charaktere blass bleiben, kindliche religiöse Vorstellungen als Theologie verkauft werden oder ethische Diskurse sich im Kreis drehen (etwa die ewige Frage, ob man Tiere "vermenschlichen" darf). Im übrigen lässt das Ende darauf schließen, dass der Autor eben dieser "Sünde" auch verfällt, oder handeln die Yrr etwa nicht nach menschlichen Wertvorstellungen, wenn sie plötzlich friedlich sind? Trotzdem 3 Sterne, einen wegen der guten Absicht, ökologisches Bewusstsein zu vermitteln, einen, weil ich vieles gelernt habe und einen, weil Weltliteratur sicher auch nicht beabsichtigt war.


Ladies and Gentlemen of the Opposition
Ladies and Gentlemen of the Opposition

6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es fehlt was., 29. November 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Satz vorweg: ich schreibe diese Rezension in erster Linie deswegen, um den Eingang eines Wortes in meinen aktiven Wortschatz zu vollziehen. Dieses ist nämlich die Lösung auf die Frage, was mir an dieser Platte fehlt, speziell am Gesang. Die Stimme hat mich an Madrugada immer am meisten fasziniert, speziell die emotionale Färbung - aber nihilistisch oder zynisch sind Attribute, die diesen Unterschied nicht hinreichend charakterisieren. Wenn jetzt ein Sänger einer Band ein Soloalbum herausbringt, dann ist es das legitimste überhaupt, wenn er dort anders klingt. Warum hätte er es sonst tun sollen? Auf der anderen Seite: wer soll das kaufen, wenn Madrugada-Freunde enttäuscht sind und bei einem Namen wie Sivert Höyem? Fazit: das ist keine schlechte Platte, aber auch keine besondere! Und die Auflösung: Sivert Höyems Gesang bei Madrugada ist sinister!


Die vierte Hand
Die vierte Hand
von John Irving
  Gebundene Ausgabe

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Opfer des eigenen Stils, 27. September 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Hand (Gebundene Ausgabe)
Ja, es ist immer noch ein Irving. Sollte man deswegen einem missratenen Buch dennoch mehr Anerkennung zukommen lassen, nur weil der Autor ansonsten Erstklassiges geleistet hat? Ich meine das Gegenteil ist der Fall: gerade weil Irving bewiesen hat was er kann, muss man auch mehr erwarten dürfen. Irving wird in diesem Buch ein Opfer seines eigenen Stils: das Auswalzen der üblichen skurrilen Episoden (Verlust der Hand, Tod des Handspenders) erfolgt in diesem Fall so breit, dass man es schliesslich gar nicht mehr wissen will. Schlimmer noch ist Irvings Umgang mit seinen Charakteren. Dass Wallingford unmotiviert handelt, ist das Wesen der Figur und Gegenstand ihrer Entwicklung. Dass jedoch auch das Handeln aller anderen Figuren psychologisch kaum nachvollziehbar erscheint, enttäuscht allerdings sehr. In früheren Romanen Irvings waren (oft zufällige) Ereignisse und Katastrophen die Auslöser zwangsläufiger Entwicklungen. In "Die vierte Hand" erscheinen sie als die einzigen Gründe. Beispielhaft dafür ist, dass Irving in der Figur des Dr. Zajac einen wirklich starken Charakter (klassisch-Irvingscher Prägung) entwirft, der dann innerhalb kürzester Zeit eine 180-Grad-Wandlung erfährt, bei der sich nicht nur die Frage nach dem "Warum?" sondern auch die des "Wozu?" stellt. Natürlich wird Irving auch von diesem Buch wieder Unmengen verkaufen. Dies wird jedoch kaum dazu führen, dass er seine - offensichtlich nachlässiger gewordene - Arbeitsweise in Richtung der alten Tugenden korrigiert. (Ganz nebenbei: die kreative Kommasetzung der deutschen Übersetzung macht das Buch nicht lesbarer.)


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