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Rezensionen verfasst von
Domas (Hannover)

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Die Nacht: Roman (The Strain, Band 3)
Die Nacht: Roman (The Strain, Band 3)
von Guillermo Del Toro
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Insgesamt enttäuschendes Finale, 7. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Die Saat" war ein zweischneidiges Schwert. Zum einen war da die tolle Einführung und spannende erste Hälfte, zum anderen die lahme, viel zu lang geratene zweite. Insofern hat es sehr lange gedauert bis ich "Das Blut" gelesen habe und siehe da, es gefiel mir gleich viel besser. Rundum gelungen, spannend und schnell zu lesen. Dementsprechend las ich auch "Die Nacht" direkt hinterher. Diese fiel aber ernüchternd aus.

Wo Band 1 noch zu lang war und Band 2 die richtige Länge hatte, ist Band 3 nun für das Erzählte zu kurz.
2 Jahre sind seit Band 2 vergangen und alles hat sich geändert. Die Vampire beherrschen die Welt, unsere "Helden" sind Rebellen. In einer langen Einführung macht der Roman uns dies klar. Allerdings kommt nie die erhoffte Endzeitatmospähre auf. "Die Nacht" bleibt insgesamt viel zu oberflächlich, nicht nur mit ihrer Geschichte, sondern auch mit den Figuren. Wo es in Band 2 immer wieder Phasen gab, die aus der Sicht von anderen Menschen erzählt wurden (und somit ein besseres Bild auf die Welt gaben) gibt es in Band 3 nur sehr wenige Figuren. Und da man die Welt nur durch ihre Augen sieht bekommt man dementsprechend wenig von ihr mit. Und das ist schade.
Die Figuren werden zudem immer unsympatischer. Ist gegenseitiges Misstrauen zwar eigentlich eine logische und spannende Idee, verkommt sie hier zum platten Spannungsbringer ohne Tiefe und ist nicht immer nachvollziehbar. Eine Charakterentwicklung gibt es kaum noch, schon am Anfang kann man sich das Ende einer jeden Figur vorstellen.

Und genau das ist das Problem. Del Toro und Hogan scheinen eine Strichliste abzuarbeiten. Es gibt Lager in denen die Vampire Menschen abernten? Achso ok, schnell hin, reingeschaut und wieder raus. Da kommt wenig Atmospähre auf.
Die Autoren hatten nach Band 2 noch jede Menge zu tun. Immerhin muss man eine neue Welt einführen und erklären, man muss die Wege der Rebellen und der Bösen verstehen und man muss alles zu einem vernünftigen Abschluss bringen. Doch Del Toro und Hogan nehmen bei jedem abzuarbeitendem Punkt die einfachste Lösung. Teilweise wird zwischen den wichtigen Punkten fix mit Absatz hin und her gesprungen. Gespräche und leise Zwischentöne bleiben vollkommen auf der Strecke. Ebenfalls störend fällt die schiere Übermenschlichkeit der Hauptpersonen auf, die in dem Buch wahrscheinlich eine vierstellige Vampirzahl abschlachten und die urplötzlich aufkommende religiöse Komponente, die in eine kurzen, lächerliche Szene am Ende mündet.

Und das ist schade, haben die Autoren doch ein paar gute Ideen. Zacks Verbleib und Leben mit dem Meister zum Beispiel, oder die Vergangengeit des ultimativen Bösen. Doch das alles kommt viel zu kurz und wird viel zu oberflächlich abarbeitet. Anstatt Dinge zu erklären sagen Del Toro und Hogan: So ist es eben, lebe damit.
Der Roman hätte länger sein müssen. Ich brauche nicht unbedingt in jedem neuen Kapitel eine rieseige Actionszene. Ich möchte, dass Atmospähre und ein Gefühl von Größe aufkommt. Dafür nehme ich auch Längen in Kauf. Dass das geht zeigt zum Beispiel Stephen King.

Doch nein. Del Toro und Hogan entscheiden sich für die schnelle Lösung, schneiden kurz alle wichtigen Punkte an und verpassen dabei die Chance "Die Nacht" zu einem guten Abschluss zu machen. Ebenfalls sauer stößt einem in dem Zusammenhang das Finale auf, welches so urplötzlich vorbei ist, wie es kommt.

Doch nicht alles ist schlecht. Hat man "Das Blut" gelesen und für gut befunden und möchte man auch den letzten gerne lesen, kann man das tun, ohne, dass man es gelangweilt zur Seite legen wird. Denn einen positiven Aspekt hat der schnelle, oberflächliche Ritt dann doch. Es wird nie langweilig. Das Buch ist unglaublich schnell und flüssig zu lesen.

"Die Nacht" ist also nicht der fulminante Abschluss einer großen Endzeittrilogie, sondern eher ein letzter Happen einer Geschichte zum schnell lesen und vergessen.


Der Dunkle Turm, Band 7: Der Turm
Der Dunkle Turm, Band 7: Der Turm
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Das (große?) Finale, 16. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jetzt war es soweit. 6 Bände und fast 4000 Seiten hinter mich gebracht und nur noch die letzte Etappe vor mir. "Der Turm" hat mir schon bevor ich es anfing zu lesen puren Respekt eingeflöst. Das ist es also? Die letzten 1000 Seiten auf dem Weg zum Turm? Die letzten 1000 Seiten um Roland und sein Ka-tet? Aye, so ist es.

King teil sein Werk in 5 Teile ein, eine Vorgehensweise, die besonders bei Band 7 Sinn macht. Die Frage war groß, wie King seine Geschichte beenden würde, eine Geschichte, in der eigentlich noch so viel offen war. King musste einen unheimlichen Druck auf seinen Schultern gespürt haben und trotzdem strahlt Band 7 eine unglaubliche Ruhe aus.

Der Roman beginnt natürlich da, wo "Susannah" noch so unbefriedigend endete. Im ersten Teil seiner letzten Reise bringt King erstmal das "Baby" zur Welt und das Ka-tet wieder zusammen, bevor es sich dann seiner letzten Aufgaben (die Rettung der Balken) annehmen kann. Trotz all dieser Ereignisse, einem neuen Bösewicht und einer etwas in die Länge gezogenen Wiedervereinigung bricht Kings Roman nie in große Hektik aus. Nein, die ersten 150 Seiten sind zwar teilweise enorm spannend, teilweise aber auch sehr ruhig. Und so geht es auch weiter. Roland und sein Ka-tet hetzen nicht von einem Ort zum anderen. Sie kriegen auch Zeit für Vorbereitungen und (natürlich) für jede Menge Palaver.
Ich persönlich finde das sehr gut, King macht es in Band 7 ordentlich spannend ("Der Turm" ist wohl das ereignisreichste Buch der Reihe), lässt sich aber auch viel Raum für die Figuren.
Vor allem im vierten Teil des Buches (den viele sicher als langatmig empfinden könnten) besinnt sich King noch einmal zurück auf Band 1, lässt wandern und einfach leben. Man geht durch dick und dünn, durch spannend, anstregend und langatmig, all das mit den Figuren, die einem tatsächlich sehr ans Herz gewachsen sind (das war bei mir bis Band 4 nicht der Fall).

Viel verraten darf man natürlich nicht. Band 7 ist eine weite Reise, man denke nur daran wie viele Pausen King auf dem Weg zum Turm eingelegt hat (Band 2, 4, 5 und 6), der Weg ist noch lang und auf diesem Weg gibt es noch viel zu tun. Und King macht es sich keineswegs so einfach die langatmigen Teile der Wege einfach zu überspringen, nein, er kostet sie aus. Das alles bringt, trotz den nicht wenigen langatmigen Passagen, eine wahnsinnige Atmospähre. Das Ende ist jederzeit spürbar, ebenso wie der Weg und die Last. Solch eine Atmospähre habe ich selten in einem Roman erlebt, aber das hängt natürlich auch mit den vorherigen Büchern zusammen.

War Band 1 noch der Prolog für die ganze Reihe, Band 2 der langatmigste, Band 3 der rasanteste, Band 4 der atmospährischste und Band 5 der sympatischste und bis dato spannendste Roman, war Band 6 nur eine zu etwas zu langgeratene Einführung für Band 7, der nun all die eben angesprochenen Bezeichnungen in sich vereint. Er kümmert sich um seine Figuren, ist rasant und spannend, jeodch sicher auch zum Teil langatmig. Gegen Ende kommt wieder Band 1-Feeling auf, King schafft es seinen "Turm" spürbar als Höhepunkt und allumfassenden Roman der Reihe darzustellen. Allein von der Atmospähre.

Doch natürlich ist "Der Turm" nicht frei von Schwächen. Die ganze Turm-Reihe hindurch zogen sich immer die gleichen Schwächen und diese sind auch hier wieder spürbar. Die angesprochende Langatmigkeit mancher Passagen gehört dazu. Weiterhin auch das Fehlen von .. nennen wir es mal würdigen Abschlüssen für manche Storylines. Dies ist auch gleichzeitig wohl der größte und auffälligste Schwachpunkt von Band 7. King hat einfach noch so viel vor sich, dass er viele Dinge relativ schnell beendet. Manche werden wissen, was ich meine. Mehr als einmal schlich sich bei mir das Gefühl von Unzufriedenheit ein, was manche Enden betraf.

Doch das Ka ist ein Rad und es dreht sich immer weiter. Seit ich Band 5 beendet habe, bin ich Gefangener des Turm-Universums und selbst wenn "Der Turm" unübersehbare Schwächen hat, kann ich einfach nicht weniger als die volle Punktzahl geben. Rückblickend konnte ich keinem "Turm"-Buch 5/5 Sternen geben, obwohl es Band 4 und 5 sicher vedient gehabt hätten. Und trotzdem. Band 7 stellt einfach DEN Abschluss dar, das Gefühl von größe ist jederzeit spürbar, Kings Abschluss ist rasant und öfters spannend, als es noch die anderen Bände waren. "Der Turm" ist atmospährisch einfach ein Meisterwerk. Und natürlich gibt es noch die eine Sache, die Band 7 so besonders macht: Der Turm!

Selten war ich bei einem Buch trauriger, selten hatte ich mehr Respekt vor einem Roman. All das ist natürlich nicht möglich, wenn man die Bände davor nicht kennt. Meinem Gefühl nach waren sie aber alle "nur" Wege, die uns schließlich zum großen Finale bringen. Doch ist es so groß? Eigentlich nicht. Sicherlich ist das, was am Ende der Wege wartet nicht vollkommen gelungen. Band 7 hat sogar mehr Schwächen als zum Beispiel Band 4 oder 5 und doch steht dieser Band stellvertretend für den ganzen Zyklus, er ist der Mittelpunkt und der Rahmen aller Romane des "Turm"-Universums und er hat mich in eine ganz andere Welt versetzt. Über das wahre Ende kann man diskutieren. Es gefällt mir und es gefällt mir nicht, doch hat King recht, dass es das einzige und richtige Ende ist.

Und so gebe ich 5 Sterne nicht nur für Band 7, sondern auch für den Zyklus an sich. Die Teile sind zwar alle nicht perfekt, jedoch ergeben sie ein stimmiges Ganzes und erschaffen eine einmalige Atmospähre, die sich in "Der Turm" in jedem Wort widerspiegelt, die jederzeit spürbar ist, die einen mitreißt.
Lassen wir einfach alle Schwächen beiseite, lassen wir die Geschehnisse wie sie sind und blicken wir zurück. Auf das, was wir mit Roland und seinen Freunden erlebt haben.

"Der Turm" ist kurz gesagt, trotz vieler Schwächen, bezüglich langatmiger Passagen und unbefriedigenden Abschlüssen, ein atmospärisches Meisterwerk. Ein würdiger Abschluss, auch wenn es noch viel Potenzial innerhalb des Turm-Universums für weitere Dinge (wie die Comics) gibt, die ich auch lesen werden. Wer es schafft eine solche Geschichte zu erzählen, der erntet meinen Respekt und für den schaue ich auch gerne über Schwächen hinweg.

Lange Tage und angenehme Nächte.


Der Dunkle Turm, Band 6: Susannah
Der Dunkle Turm, Band 6: Susannah
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einleitung zum großen Finale, 3. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach 5/7 der Reihe, jeder Menge Pausen auf dem Weg zum Turm, viel Amtosphäre, viel Kreativität und etwas Spannung befand ich mich nun auf der letzten Etappe zum großen Finale. Und auch vor dem 2t kürzesten Roman der Reihe. Nach "Wolfsmond" und "Glas" kam mir das aber ganz recht. Mit Buch 4 und 5 legte King zwar die beiden besten der Reihe ab, jedoch kümmerten diese sich eher wenig um den Weg zum Turm und beleuchteten eher Rolands Vergangenheit oder eine Stadt in der Calla. Nach dem fiesen Cliffhanger und den Wirrungen, die am Ende von band 5 stattfanden, konnte ich es kaum erwarten "Susannah" zu lesen und dem Turm und dem letzten Band schnell näher zu kommen.

"Susannah" lässt sich nicht nur aufgrund der Seitenanzahl mit "Schwarz" vergleichen, sondern auch aufgrund des Status den der Band innerhalb des Zykluses inne hat. Fungierte "Schwarz" noch als Prolog der gesamten Reihe, fungiert "Susannah" nun als Prolog für den letzten Band. Nach den vielen Storys, die in "Wolfsmond" eröffnet wurden, fängt "Susannah" auch (im Gegenteil zu eigentlich allen Bänden) gleich sehr interessat an. Eddie, Roland, Jake und Callahan reisen der verschwundenen Susannah/Mia hinterher, bzw. kümmern sich um Clavin Tower und die Rose (was ja auch schon in band 5 zur Sprache kam).
Band 6 findet nun in fast allen Belangen in New York statt, etwas, was mich Anfangs skeptisch stimmte. Die Story um New York, das Flitzen oder die Rose waren zwar alles immer interessante Aspekte, doch konnten sie mich nie so packen, wie es die Geschichten innerhalb der anderen Welten taten, wo King seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte.

Nach den verwirrenden, aber interessanten Ereignissen am Ende von Band 5 ist auch "Susannah" sehr interessant geraten. Der Konflikt zwischen Mia und Susannah wird haargenau dargestellt, wie man es von King erwartet, jedoch sind diese Auseinandersetzungen weit interessanter als es noch die von Odetta und Detta in "Drei" waren. Vor allem gegen Mitte des Buches erfährt man mehr über die Welt um Donnerschlag und Fedic und erhält weitere interessante Hintergrundinfos zum scharlachroten König, sowie den Wölfen und der Welt jenseits der Calla. "Susannah" baut dadurch fast durchgehend eine sehr bedrohliche Atmospähre auf, was mir sehr gefallen hat. Weiterhin liest sich der Roman zu 2/3 sehr flüssig.

Doch gibt es auch in "Susannah" Längen, vor allem gegen Ende, die aufgrund der "geringen" Seitenanzahl stärker ins Gewicht fallen. Nachdem eigentlich alles geklärt ist, über viele interessante Dinge palavert und auch ein wenig geschossen wurde, fängt King an den Showdown immer weiter hinauszuzögern. Sich selbst schließlich in die Geschichte einzugliedern fand ich in "Susannah" noch sehr unpassend, was sich aber mit "Der Turm" ändert. Man wartet schließlich gespannt auf das Ende und wird urplötzlich enttäuscht, als King das Buch beinahe mitten im Satz einfach beendet.

King hat in "Susannah" nocheinmal alle Schachfiguren platziert, liefert ein paar nette Hintergrundinfos zum Turm, dem scharlachroten König, Fedic, den Wölfen und Donnerschlag. Die vielen Mia/Susannah-szenen sind zum Großteil interessant und flüssig, genauso wie die kompletten ersten 2/3 des Buches. Dann aber fängt King an das Ende immer weiter zu ziehen, viele Dinge kommen einem hinausgezögert vor und wenn es schließlich kurz vor dem Showdown steht, bricht King einfach ab.
Man merkt vor allem an "Susannah" und "Der Turm", dass King die Bände 5 - 7 am Stück geschrieben hat, sonst hätte er Band 6 nicht so unbefriedigend enden lassen.

Am Ende muss man feststellen, dass "Susannah" kaum mehr als eine Einführung zu Band 7 ist. Diese ist zwar interessant und flüssig, bietet jedoch noch weniger Inhalt als "Schwarz" (und das bei knapp 150 Seiten mehr). In Band 6 werden vor allem nochmal die Nebenplots angesprochen, so dass man die Großen Ereignisse dann in Band 7 beenden kann. Dies lässt "Susannah" noch mehr als Nebenwerk zu Band 7 erscheinen, doch King versteht es, dass alles interessant zu machen. Nur das letzte Drittel des Buches wird dann so sehr gezogen, dass es am Ende schon nervt. Vom urplötzlichen Ende ganz zu schweigen.

Wie auch immer. Nun kann man sich auf "Der Turm" einstellen, auf das große Finale. Keine der 7 Bücher sind so sehr verwoben wie Band 6 und 7. "Susannah" verkommt daher leider zu einer Einleitung, die als eigenes Buch (als das man es nunmal auch liest) überhaupt nicht bestehen kann.

Trotzdem: Ich werde King sehr gerne bei der letzten Etappe begleiten.


Der Dunkle Turm, Band 5: Wolfsmond
Der Dunkle Turm, Band 5: Wolfsmond
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder eine Pause auf dem Weg - aber eine spannende!, 1. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Circa 2500 Seiten liegen hinter mir, 4/7 der Reihe sind geschafft und immer noch hege ich leise Zweifel an der Reihe. Folgendes hat sich jedoch bestätigt: Der Dunkle Turm ist etwas besonderes, was ich aufjedenfall zu Ende lesen werden. Nach dem bisherigen Höhepunkt "Glas" (auch wenn das Buch sich wenig mit dem Weg zum Turm beschäftigt hat) kommt nun "Wolfsmond"... und Mensch, hab ich mich am Anfang geärgert.
"Wolfsmond" setzt den Weg zum Turm (mein Gott, ich will den Turm sehen!!) wieder einmal kaum fort: Das heißt, es liegen wieder knapp 1000 Seiten vor uns, die wieder einmal nur einen kleinen Schritt Richtung Turm gehen. Kann das gut sein?
Die ersten 200 Seiten sagten mir erstmal: NEIN! Es wird palavert und palavert und geflitzt. Dabei verliert King sich maßlos in den Gedanken und Andeutungen der Charaktere, was dazu führte, dass ich "Wolfsmond" ganze 4 Monate zur Seite gelegt habe.

Diese Pause war nötig. Nachdem ich wieder anfing und das Ka-tet in die Calla kommt (wo sie auch bleibt, so viel kann man verraten), wird das Buch jedoch weit flüssiger. King hat eine Stärke dafür eine tolle Atmospähre aufzubauen, besonders, wenn es nur um einen kleinen Ort mit seinen Leuten, Intrigen und Problemen geht. So war es auch schon in "Glas".
Die Wölfe werden ein schönes Mysterium und es kommt eine tolle Wild-West-Stimmung auf. Das Ka-tet ist zum ersten Mal in allen belangen sympatisch und nur wenige New York-Aspekte schleichen sich in das Geschehen.
Klar, King kann es immer noch gut seine Geschichte zu ziehen. Als Beispiel sei die Geschichte von Callahan genommen, die zwar unterhaltsam ist und für die folgenden Bücher auch wichtige Stellen hat, aber auch viel kürzer hätte gefasst werden können. King liebt es halt sich Charaktere ganz genau anzuschaun, egal, ob das wichtig oder unwichtig für den weiteren Verlauf ist.
Was kann man noch sagen? Nicht viel, nur das sich die Geschichte um die Calla, die Wölfe und die schwarze Dreizehn wunderbar flüssig ließt, sehr interessant ist und auf den tollen Showdown zusteuert. Wir erleben unsere Protagonisten mal wieder in einer Gesellschaft, im richtigen Dorfleben, King lässt sie nochmal Mensch sein und das macht Spaß.
"Wolfsmond" wird so schnell zum sympatischsten Werk der Reihe, welches sich locker mit "Glas" messen kann, auch wenn beide schwer zu vergleichen sind.

Es sei nur gesagt, dass die knapp 1000 Seiten (nachdem man die ersten quälenden 200 Seiten überwunden hat) wieder rascher vergehen, als "Drei" oder "tot". Die Atmospähre stimmt einfach, die Mysterien passen, die Figuren sind endlich gut ausgereigt: Endlich bin ich komplett in diesem Universum gefangen, ein Teil des Ka-tets!

Aus Prinzip müsste sich hier 5/5 geben, doch da ich schon "Glas" keine volle Punktzahl gegeben habe, tue ich das hier auch nicht. Dazu sind die Schwächen zu präsent, zu denen die ersten 200 Seiten gehören, ein paar Längen, sowie das zwar spannende, aber doch im Verhältnis sehr kurze Finale und das plötzliche Ende. Die typischen Turm-Schwächen halt.

Trotzdem: Nun bin ich auch ein Gefangener des Turm-Universums, vielleicht etwas spät, wenn man bedenkt wie wenig noch vor uns liegt. Der Turm wartet!


Der Dunkle Turm, Band 4: Glas
Der Dunkle Turm, Band 4: Glas
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rolands Geschichte - nicht ganz das, was ich erwartet habe, aber mit viel Atmospähre, 1. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Dunkle Turm, Band 4: Glas (Taschenbuch)
3/7 der Reihe geschafft und immer noch nicht wirklich überzeugt. So ging es mir nachdem ich "Schwarz", "Drei" und "tot" gelesen hatte. Mit "tot" kam zwar zum ersten Mal echte Spannung ins Geschehen, trotzdem war ich mir weiterhin unsicher, ob ich die Reihe schnell beenden könnte oder sehr lange dafür brauchen würde. Zum Ende kommen wollte ich aufjedenfall, ohne den Turm, das ultimative Mysterium, hätte ich wohl schon bei "Drei" aufgehört. Zu sehr haben mir die massenhaften Pausen zugesetzt, die King auf dem Weg zum Turm immer wieder einlegt.

"Glas" ist nun auf den ersten Blick die ultimative Pause, da es hier um Rolands Vergangenheit geht. Dennoch, das, was sich in der Gegenwart abspielt, ist super gelungen. Zwar ziehen sich die ersten 100 Seiten wieder etwas, doch wird man auf viele neue Mysterien aufmerksam, wie den scharlachroten König und das Glasschloss am Ende des Highways. "Glas" ist tatsächlich auch eine der wenigen deutschen Turm-Titelübersetzungen, die gut gelungen ist. Mir erschließt es sich einfach nicht, warum die deutschen Bücher statt "Der Revolvermann", "Das Ziehen der Drei" und "Das wüste Land" anders benannt wurden, aber wie auch immer.

Wie gesagt, in "Glas" geht es hauptsächlich um Rolands Vergangenheit, was die wichtigen Ereignisse in der Gegenwart rasanter passieren lässt. Weiterhin gefallen mir die anderen Welten immer besser als die New York-Stories und hier bewegen wir uns nur in den anderen Welten.
Nun aber zu dem, was das Buch zum Großteil ausmacht: Rolands Vergangenheit. Ich hatte mir, als ich mir die Dicke des Romans angesehen habe, leider zu viel erhofft. Ich hatte vermutet es ginge um den Fall Gileads, Rolands erste Liebe, das Ende seines alten Ka-tets und den Grund zur Suche nach dem dunklen Turm. Davon wurden aber nur zwei Dinge erfüllt.
Die Geschichte schließt an die Vergangenheitsereignisse aus "Schwarz" an und dreht sich hauptsächlich um eine mysteriöse Glaskugel, Rolands erste Liebe und dessen Ka-tet. Schön und gut. Leider lässt der Roman jedoch das Epische vermissen, was man bei einer solch großen Hintergrundgeschichte hätte einbauen können. Das Ende Gileads oder das Ende von Rolands Ka-tet kommen gar nicht vor und der Grund für die Suche nach dem Turm ist viel zu kurz erzählt!
Trotzdem schafft King es eine grandiose Atmospähre aufzubauen und eine Geschichte innerhalb der Geschichte zu erzählen, die fasziniert. "Glas" habe ich tatsächlich verschlungen, nur blieb ich am Ende (auch aufgrund eines im Verhältnis sehr kurzen Showdowns) etwas ernüchtert zurück. Ich habe einfach einen größeren Rahmen erwartet.
Die letzten Geschehnisse um Rolands neues Ka-tet und das Glasschloss werden dann rasant und spannend zu Ende geführt. So soll es sein.

"Glas" ist sicherlich das beste der ersten vier Turm-Bücher. Normalerweise würde ich auch 5/5 Sterne geben, da die Atmospähre stimmt, die Geschichte schön und interessant ist und man das Buch verschlingen kann. Doch ging ich mit falschen Erwartungen ran und erhoffte mir eine epischere Geschichte anstatt eines 3-Monate-Abrisses.
Wie auch immer: "Glas" führt uns zwar nicht so viel näher an den Turm ran, hat jedoch eine gute eigene Geschichte zu bieten und kann damit als das atmosphärischste und beste Buch der ersten vier Bücher bezeichnet werden.


tot.: Der dunkle Turm
tot.: Der dunkle Turm
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Die Story nimmt an Fahrt auf!, 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: tot.: Der dunkle Turm (Gebundene Ausgabe)
Vor dem beginn von "tot" hatte ich ein komisches Gefühl. Ich hatte irgendwas um die 900 gelesen und 2/7 der "Dunklen Turm"-Reihe hinter mich gebracht und noch immer hatte ich nicht das Gefühl vollkommen in dieser Welt, geschweige denn spürbar dem Turm näher gekommen zu sein. Ich fragte mich ob Kings Reihe nur deswegen so lang ist, weil der den Weg und die Vorkommnisse auf jenem so in die Länge zieht, dass es auch die Hälfte der Seiten getan hätten. Ebenso verhielt es sich mit der Spannung, welche weder in "Schwarz" noch in "Drei" wirklich aufkommen wollte. Der Grund, warum ich weiterlas, war der Turm und die tolle Atmospähre, die King aufbaute.

"tot" präsentiert nun, dass es auch etwas anders geht. Der Band beginnt zwar wieder etwas langatmig, jedoch verläuft der Weg auf den Turm zu nun etwas schneller. Mit dem Ziehen des Dritten legt King dann wieder eine überlange Pause auf dem Weg ein. Sicherlich ist das, was die erste Hälfte von "tot" ausmacht, wichtig, jedoch zieht es sich genauso wie alle Seiten von "Drei". Verzweifelt war ich schon im Begriff Dinge zu überlesen (was ich normalerweise nicht tue), zwang mich aber zum Fortkommen und wurde tatsächlich belohnt.
Nach der Ziehung des Dritten nimmt "tot" ordentlich an Fahrt auf, gewinnt mit Oy einen tollen neuen Teil des Ka-tets hinzu und präsentiert mit der Stadt Lud das erste Mal richtige Spannung.
Es ist schon komisch, dass ich knappe 1200 Seiten weit gekommen bin, ohne jemals richtige Spannung empfunden zu haben, doch bin ich ein Freund von Mysterien und der Turm ist ein grandioses.
Die zweite Hälfte präsentiert spürbar große Schritte auf den Turm zu, sehr spannend und interessant geschrieben, mit einem echt fiesen Cliffhanger.

Mit "tot" nimmt Kings Reihe endlich auch spannende Züge (im wahrsten Sinne des Wortes) an und entlässt den Leser mit einem Ende, welches das sofortige Lesen von Band 4 befiehlt.


Der Dunkle Turm, Band 2: Drei
Der Dunkle Turm, Band 2: Drei
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommt nicht recht in Fahrt - Tiefpunkt der Reihe., 23. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Dunkle Turm, Band 2: Drei (Taschenbuch)
Leider ist meine Meinung zu diesem Werk etwas gegenteilig zu den meisten, die hier aufgeführt sind.
Nach einem langen Prolog, besser bezeichnet als Band 1 "Schwarz", folgt nun der Beginn des ersten Kaiptels auf dem Weg zum Turm. Und dieses zieht sich.
Schon am Anfang des Buches ist die Richtung der restlichen Seiten klar und 2/3 des Buches passiert auch genau das, was man erwartet hat. Das ist zwar alles recht unterhaltsam geschrieben, doch wahre Spannung wollte bei mir nie aufkommen. Ebenso waren mir die neuen Protagonisten Eddie und Odetta ersteinmal relativ unsympatisch, was dem Lesefluss im Weg stand.
Mit Tür Nummero 3 möchte King dann einen kleinen Twist in die Story reinbringen, der zwar funktioniert, aber trotzdem wieder wenig spannend ist. Eher verwirrt das Ende des Buches mehr, als das es Klarheit bringt (diese wird erst in Band 3 erfolgen).
"Drei" war für mich weniger der erhoffte Start zum Turm, sondern eher ein erneutes Hindernis auf dem Weg, das zwar für den Fortlauf beachtet werden muss, mMn aber zu langatmig und zu haargenau beschrieben wird. Der Inhalt von "Drei" wäre mMn kein eigenes Buch wert gewesen und so muss man sich nach 2/7 doch fragen, wann es denn endlich spürbar zum Turm geht.

King strapaziert etwas die Nerven, indem er nicht, wie von mir gedacht, dem Turm näher kommt, sondern eher immer wieder Pausen einlegt, die zwar wichtig, aber viel zu ausformuliert sind. King verliert sich in "Drei" beinahe in eine Richtung, deren Ausgang schon am Anfang des Buches relativ klar ist.
Dies ist alles jedoch immer noch gut genug geschrieben und motivierend, dass man Band Nummer 3 aufjedenfall lesen möchte. Band 2 ist immer noch ein Teil der Reihe und dazu auch ein ziemlich wichtiger.


Der Dunkle Turm, Band 1: Schwarz
Der Dunkle Turm, Band 1: Schwarz
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Langer Prolog einer besonderen Reihe, 23. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf der Suche nach Literatur geriet ich irgendwann an Kings "Dunkle Turm"-Reihe, hörte von vielen Freunden, wie einmalig und besonders jene ist und das man, wenn man ein Bücherfreund ist, die sieben Bücher gelesen haben sollte. Sofort setzte ich mich an ersten Band mit dem Titel "Schwarz", was erstmal nicht sonderlich schwer fiel, da dieser realtiv kurz ausfällt.

Was soll man zu diesem ersten Band sagen? Erstmal, dass er vielleicht gearde mal 5 % des ganzen Werkes darstellt und so eher als Prolog bezeichnet werden kann. Denkt man länger darüber nach, fällt einem auf, dass Prolog tatsächlich sehr gut passt. King führt uns in seine Welt ein, er stellt seinen Revolvermann vor (mit ein wenig Hintergrundgeschichte) und präsentiert uns eine Geschichte, die sich als Wegweisend für den Rest der Reihe offenbart.
Die Atmospähre, die King erschafft ist sehr wirksam, sein Hauptprotagonist sehr interessant und seine Jagd nach dem Mann in Schwarz sehr motivierend. Roland streift hierbei durch das Land, gerät mit den Bewohnern, Monstern und Dämonen in Kontakt und zeigt uns damit auf, wie sehr die Welt sich weiterbewegt hat.
Trotzdem kommt "Schwarz" nie über das Gefühl eines Prologs hinaus, geschwiege denn dazu, dass man diesen Band als "als eigenständig ebenso gut" bezeichnen kann. Hier haben wir keinen abgeschlossenen Roman, sondern eine Einführung. Das heißt, dass man keinen Showdown erwarten sollte und das man wohl erstmal ein wenig verwirrt sein wird. Weiterhin schleichen sich vor allem gegen Ende Längen ein, die man bei einem so dünnen Buch eher nicht erwartet.

"Schwarz" zeigt die Richtung auf, in die sich die nächsten 6 Bände begeben werden. Wer diesen Teil nicht mochte, wird auch mit den folgenden Schwierigkeiten haben. Es sei nur gesagt, dass man sich, wenn man etwas mit der Atmospähre anfangen kann, nicht abschrecken lassen sollte. Wir haben es hier mit einer Einführung zu tun, auf die noch jede Menge folgen wird.


The Social Network (2-Disc Collector's Edition) [Blu-ray]
The Social Network (2-Disc Collector's Edition) [Blu-ray]
DVD ~ Jesse Eisenberg
Preis: EUR 8,97

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Inszenierung eines eigentlich eher dünnen Themas mit tollem Bild und Klang., 10. März 2011
So, hab ihn gerade nochmal gesehen und bin immer noch sehr beeindruckt von dem Film.
Schon im Kino hatte er mich damals mehr als positiv überrascht.

Zum Film:

Das, was den Film so von vielen anderen Filmen abhebt, ist mMn nicht die Story oder irgendwelche Wendungen (die besitzt der Film im Prinzip kaum und auch die Story beleuchtet ja nur einen kleinen Teil), sondern die hervorragende Inszenierung. Unter der Regie eines anderen hätte dieser Film ganz schnell zu einem langweiligen Abklappern verschiedener Stationen verkommen können, doch Fincher versteht sein Handwerk perfekt. Der Film ist wahnsinnig straff inszeniert und die Geschehnisse, welche teilweise Jahre auseinander liegen, sind alle logisch und nachvollziehbar verbunden.
Keine einzige Minute dieses Films hätte man streichen dürfen. Hinzu kommt die tolle Kameraarbeit und vor allem die starke Soundkulisse. Der Soundtrack des Films ist klasse und auch wenn er nur selten in den Vordergrund gehoben wird, ist er immer präsent und untermalt das Gezeigte perfekt. Die Szenen, in denen die Musik dann die Oberhand gewinnt, sind ganz großes Kino! Trotzdem hätte ich den Oscar für die beste Filmmusik eher Inception gegönnt.
Ein weiteres Plus für den Film sind die erstklassigen Schauspieler, allen voran Jesse Eisenberg, dessen Mimik und Gestik durchaus auch den Oscar verdient hätten. Die Art, wie er Zuckerberg rüberbringt ist gleichermassen abstoßend wie faszinierend, ganz große Leistung!
Toll sind auch die Dialoge, aus denen der Flm nunmal zum Großteil besteht und welche niemals langweilig werden, da die meisten sehr schnell und sehr komplex geführt werden. Hier wieder die Daumen nach oben, eine tolle Leistung von Aaron Sorkin, der es geschafft hat, die eigentlich eher dünne Geschichte interessant und faszinierend zu machen.

Fazit: In meiner Review finden man also häufig das Wort "faszinierend", es trifft auf die Inszenierung, das Drehbuch, die Musik und die Schauspieler zu, also eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. "The Social Network" kann auch Leuten gefallen, die sich weniger in sozialen Netzwerken bewegen.
Selten trifft auf einen Film der Satz "Das Beste, was man aus dem Stoff machen konnte" so zu, wie es hier der Fall ist, man könnte sogar sagen, dass noch mehr als das Beste aus dem Stoff geholt wurde.
Die volle Punktzahl gibt es letztendlich deshalb nicht, weil "The Social Network" keinerlei Grundlage für einen perfekten Film besitzt. Das mag jetzt widersprüchlich erscheinen, jedoch war die Geschichte, die diesem Film zu Grunde lag, eigentlicht nicht für einen abendfüllenden Film geeignet. Und so ist der Film eben in allen anderen Punkten, in denen er faszinierend sein konnte, auch faszinierend, vom Grundgerüst her doch ein wenig dünn.
Trotzdem, das Gerüst hält und man bekommt, kurz gesagt, tollen Film geboten.

Zur Bluray:
Zu Anfang die schlechte Nachricht: Es ist kein Vollbild, es hat also schwarze Balken, die den Film beschneiden.
Das wars aber auch schon: Der Kauf der Bluray lohnt sich. Das Bild ist, abgesehen von den Balken, perfekt und zu keiner Zeit unscharf. Auch Filmkörnung ist nur sehr selten zu sehen, so soll ein Full-HD Bild aussehen, gestochen scharf, mit tollem Schwarzwert und angemessener Klarheit. Besser habe ich dies in letzter Zeit nur bei "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" erlebt.
Der Sound ist umwerfend. Zur Musik an sich habe ich ja schon etwas gesagt, doch das diese auch so gut funktioniert liegt an dem perfekten Klang, welcher unglaublich klar und komplex wirkt. Ganz toll sind die lauteren Szenen, in denen die Musik in den Vordergrund kommt (vor allem die Clubszene). Diese sind wahnsinnig basslastig, voll und einfach beeindruckend. Die Nachbarn wirds freuen.
Die Extras sind nett, die Blu-ray bietet eine sehr ausfürhliche Doku zur Entstehung des Films, sowie diverse andere Spielereien.

Kauftipp!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2012 8:49 PM MEST


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 [Blu-ray]
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 [Blu-ray]
DVD ~ Ralph Fiennes
Preis: EUR 10,98

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als eigenständiger Film unzureichend, 3. März 2011
Bevor ich den Film sah, stellte sich mir schon eine große Frage, die auch nachdem die 140 Minuten an mir vorbeigerauscht sind, nicht sofort beantworten konnte: Wie soll ich diesen Film bewerten? Harry Potter 7.1 ist, um es auf den Punkt zu bringen, nichts, was man als eigenständig bewerten sollte. Für alle, die wissen, was noch kommt, ist dies sowieso klar und auch den Menschen, die die Bücher nicht kennen, werden einsehen, dass das nicht eines Finales würdig ist. Wenden wir uns erstmal dem Positiven zu und davon gibt es ganz schön viel: Die beste Nachricht ist wohl die, dass der Film wohl so nah am Buch ist, wie es bisher nur Film 1 und 2 waren. Hierzu kommt aber der Bonus, dass dieser Film weitaus düsterer ist und auch die Brutalität des Buches wird kaum entschärft. Der ganze Film wirkt sehr bedrohlich und das ist gut. Da David Yates aber mit der Atmospähre noch nie Probleme hatte, war dies auch nicht anders zu erwarten. Ganz anders sieht es bei der Erzählung der Geschichte aus, bei der er schon 2 Mal versagte. Der Orden des Phönix war viel zu oberflächlich und der Halbblutprinz hat den falschen Schwerpunkt gelegt.
Wie klappt dies nun bei Teil 7? Außerordentlich gut, muss man sagen. Hier und da wurden natürlich wieder Abstriche gemacht und ein paar Szenen fallen aufgrund ihrer Notwendigkeit negativ auf (so wird Mundungus Fletcher im Gegensatz zum Buch erst in diesem Teil eingeführt, obwohl er eine wichtige Rolle zu spielen hat. Dies wirkt im Film nun sehr gezwungen). Doch alles in allem wurde die Geschichte gut übertragen, die Schnittstelle ist im emotionalen Sinne gut gewählt und auch die Abfolge der Ereignisse weiß zu gefallen. Auch die Schauspieler machen erneut einen tollen Job. Doch warum nur 3/5? Obwohl die Ereignisse gut gewählt, logisch aufgebaut und sehr atmospährisch sind, fehlt eines: die Spannung. Nicht jeder Film muss einen an den Nerven zerren um zu gefallen und von einem anderen Blickwinkel her betrachtet, ist Harry Potter 7 gerade aufgrund seiner ruhigen Atmosphäre ein beachtlicher Film, doch trotzdem fehlt ein Höhepunkt.
Der Film steigt unglaublich gut ein, die Jagd und der Einbruch ins Ministerium sind super, doch mit dem Campingausflug fällt die Spannungskurve und geht (mit Ausnahme von 2 kurzen Augenblicken) nicht mehr in die Höhe. Wenn man diesen Film also als eigenständig betrachten will, dann hat dieser keinen zufriedenstellenden Showdown. Auch wenn sich dies nun so anhört, als würde ich nur nach Popcornkino lechzen, ist dies nicht der Fall. Ich werden harry Potter 7.1 und .2 als ein Ganzes betrachten und wenn es 7.2 schafft, dass Finale zufriedenstellend zu Ende zu bringen, wird der Film auch locker auf eine 8/10 aufgewertet. Fazit: Als eigenständiger Film schafft es 7.1 nicht überzeugen, obwohl eigenlicht alles in diesem Film stimmt. Die Atmospähre, die Schauspieler, die Musik, die Geschehnisse, die Nähe am Buch usw. Harry Potter 7 ist tatsächlich erwachsen geworden und ein ruhiger, stark fotografierter Film, der durchaus Oscarpotenzial hat.
Und obwohl ich diesen Film hier so Lobe, funktioniert er als eigenständiger Film nicht. Die Spannungskurve fehlt und am Ende mrkt man einfach, dass hier noch etwas fehlt. Doch positiv ist, dass tatsächlich noch etwas fehlt und wenn dies gut z Ende gebracht wird, kann man Harry Potter 7 sicher als stärksten Film der Reihe bezeichnen.


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