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Rezensionen verfasst von
Holger Reschke
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Fallout: New Vegas
Fallout: New Vegas
Preis: EUR 6,99

56 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Ideen, wenig Umsetzung, 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Fallout: New Vegas (Computerspiel)
Zunächst einmal möchte ich Sie, den Leser, bitten diese Rezension nicht zum Spielball zwischen "Fanboys" und "Hassern" werden zu lassen. Ich werde mich bemühen jeden Eindruck an Beispielen zu belegen. Falls Sie dennoch meine Punkte am Spiel nicht nachvollziehen können oder Dinge anders erlebt haben, schreiben Sie doch einen Kommentar zur Rezension. Auch für weitere Fragen bin ich offen.

Ich selber spiele die Fallout-Reihe vom ersten Tag an und halte Fallout 2 als Musterbeispiel für Atmosphäre und Tiefe, an der sich alles, was Fallout im Namen trägt orientieren sollte. Fallout 3 war ein gelungener Versuch das 2D Spiel in eine 3D Welt zu übertragen. Es wurden viele neue Systeme eingefügt und die Entwickler erwiesen sich als ein wenig zu mutig, denn die Veränderungen der Atmosphäre waren leider gravierend und viele Ideen des alten Fallout blieben auf der Strecke, dies wollte Fallout - New Vegas wieder richten.

Grafik: Das Spiel basiert auf der unveränderten Engine von Fallout 3 und hat daher keine Entwicklung vorzuweisen. Dies empfinde ich nicht als schlimm, da die Engine einiges hergibt. Der neue Western-Stil hat Fallout nicht geschadet, jedoch wurde bei der Animation der Waffen gespart. Ich habe den Eindruck, die Gewehre erinnern mehr an Spielzeug, denn die Hand, welche sie hält ist deutlich größer und dicker als fast der gesamte Waffenkörper. Was mich jedoch in erstaunen versetzte, sind die neuen Ruckler. Das Spiel stufte meine Hardware als Maximum-Setting ein, darauf spielen konnte ich nicht. Selbst mit runterschrauben wurde es nur bedingt besser, obwohl mein PC die Anforderungen locker überbietet und Fallout 3 (wir erinnern uns, es gibt optisch keine Veränderung zu New Vegas) dort keinerlei Probleme machte und ich im Frühjahr diesen Jahres meinen PC noch aufrüstete. Woher diese Ruckler kommen ist mir ein Rätsel.

Musik: Die Radiosender waren in Fallout 3 eine willkommene Neuerung, welche das Gefühl der "alten Zeit" aufleben ließen und für Unterhaltung zwischendurch sorgten. Diese sind wieder da und ähnlich gut, allerdings ist die Musik im Vergleich schlechter gewählt, ist aber meine subjektive Perspektive. Bei der Hintergrundmusik haben die Entwickler jedoch einen guten Sprung zurück gemacht, nämlich zu Fallout 2. Die Musik stammt aus dem alten Spiel und passt perfekt in die neue Umgebung hinein.

Bugs: Was ich bisher erlebt habe waren Abstürze (diese sind aber sehr selten und auch kein Drama; der Spielfluss wird minimal gestört), vor allem aber Probleme mit Gegnern. Gegner stecken in Felsen fest, bewegen sich unterhalb der eigentlichen Landschaft oder laufen sogar auf dem Rücken liegend oder mit dem Kopf im Boden steckend. Auch gibt es haufenweise kleinere Bugs, wie das Verschwinden von NPCs, Objekte, die nicht funktionieren und Gegenstände, welche in der Luft schweben. Insgesamt findet man im Internet riesige Buglisten und man kann nur auf schnelle Patches hoffen.

Nun zum Inhalt des Spiels

Begleiter: Wie in Fallout 2 kann man nun mit einem Trupp reisen. Gut ist das "Companion-Wheel". Man hat mit einem Knopfdruck direkte Kontrolle über die wichtigsten Befehle. Dazu bringt jeder Begleiter eine neue Fähigkeit mit ins Spiel. Jedoch ist man für diese Begleiter permanenter Kindergärtner. Die KI scheint der Fallout 2 Zeit nachempfunden zu sein. Im freien Feld greifen die Begleiter nahezu alles im Sichtbereich an. So erntet man gut Erfahrung, denn man bekommt Punkte und sieht nicht einmal was eigentlich geschieht. Nervig wird es dann vor allem in Dungeons. Türen und Wände sind kein Hinderniss für die Begleiter einen Gegener zu finden, zu welchem sie dann hinrennen um ihn zu erleidgen. Entweder bekommt man nun Erfahrungspunkte oder die Meldung vom Tod eines Begleiters. Dungeons mit einer Gänsehaut zu erkunden oder taktisches Vorgehen funktioniert nur, wenn man die Begleiter als Lasttiere eingangs stehen lässt.

Wirtschaft: Das Wirtschaftssystem ist voller guten Ideen, die aufgrund des schnellen Wohlstandes nichts nützen. Zum Beispiel kann man nun, wie in Fallout 2 Geckos und andere Tiere jagen, um mit ihren Fellen/Häuten und ihrem Fleisch guten Gewinn zu erzielen. Jedoch hatte ich im ganzen Spiel nie ein Finanzproblem. Extra Schwer und Hardcore-Modus zum trotz schwimmt man in Caps, wozu man nichtmal wirklich looten muss. Durch Glücksspiel und Diebstahl wird man schnell extrem reich und Mangel hat man an nichts. Dazu fehlt ein Investitionsziel (In Fallout 3 war es das Haus), welches einem die ganzen ersparten Caps auffrisst. So wird auch das Crafting irrelevant. Man kann nun Nahrung und Drogen zubereiten, Munition in andere umbauen und wieder viele Items selber erstellen. Da man aber Nahrung an jeder Ecke findet, Munition auch einfach kaufen kann und man eh mit einem riesigen Waffensatz ausgerüstet wird, ist es absurd diese durchaus sehr gut durchdachten Systeme wirklich zu nutzen. Würde es mehr Druck geben, wie weniger Nahrung, Armut und Knappheiten, dann wären diese Systeme nützlich und sinnvoll, aber wie es im Moment steht, sind diese eher Gimmicks für gelangweilte Spieler. Es ist seltsam, wie eine Wüste voller Elend einen in wenigen Handgriffen steinreich machen kann.

Die Wüste: In Fallout 3 hatte man das Gefühl, die Wüste sei überbevölkert. Man konnte keine 10 Meter machen ohne irgendetwas verrücktes, neues, oder gar seit dem Krieg unberührtes zu finden. In Fallout 2 war alles leer und ausgelöscht, man konnte ewig reisen ohne etwas anderes zu sehen als Sand. Natürlich wäre dies in diesen Spielen alles andere als wünschenswert, aber New Vegas geht einen eigenwilligen Weg. Nach einigen Touren durch die abgelegenen Teile des Wastelands fand ich vieles, aber nichts erwähnenswertes. Kartenmarkierungen sind manchmal ein paar Hauswände, wenn nicht dann ist es ein Shack (ein Zimmer ohne irgendwas nennenswertes im Inneren)oder eine Höhle (3 Kammern mit nen paar Nightstalkern, was ein Hund mit nem anderen Skin ist). Die Balance zwischen Ödnis und Abenteuer ist auch hier aus den Fugen geraten, aber am meisten nervt die Begrenzung. Während ich bei Fallout 3 das Gefühl hatte, diese Wüste endet nie, wird in man New Vegas eingegrenzt. Es gibt kaum natürliche Hindernisse, sondern nur den Kartenrand. Freie Bewegung ist hier sehr limitiert.

Schwierigkeit: Auch hier benötige ich einen kurzen Bezug zu den Vorgängern. In Fallout 2 lebte man gefährlich. Das Zusammentreffen mit mehreren Raidern, welche gut ausgestatten waren, war oft der eigene Tod. Man musste sich vorsichtig Bewegen um zu überleben. Fallout 3 war das Gegenstück. Ein billiges Gewehr genügte um die Enclave aus dem Wasteland zu fegen. In Fallout New Vegas habe ich bisher wenige kritische Situationen erlebt. Die Begleiter putzen alles mögliche weg und selbst auf "extrem Schwer" kommt man im Grunde recht gut zurecht. In manchen Situationen ist etwas Taktik gefragt, aber für "extrem Schwer" hätte man ruhig noch eine Schippe drauf legen können.

Die Atmosphäre: Hier bin ich mit den Gefühlen sehr gemischt. Positiv ist jedenfalls, dass man die Fallout 3 Märchenwelt verlassen hat. Bisher tauchten weder Vampire noch sonstiger Kinderkram auf, was aber den Missionen nicht in ihrer Verrücktheit schadete (Come fly with me war ein echtes Highlight). Allerdings ist das Wasteland immernoch kein elendiger Ort. Auch wenn jeder Anwohner nun irgendwas zu beklagen hat, sind die Straßen frei von Prostitution, es hängen nicht überall Jetties rum und die Gewalt ist kaum ein Teil in der Gesellschaft, sondern meist etwas was von außen in die heile Welt der Dörfer dringt. (Sicher gibt es hier auch Gegenbeispiele, aber die Ödniss und Tristesse des Fallout 2 fehlt immernoch). Die Dialoge hingegen sind abgestumpft. Bewohner versuchen nichts zu verheimlichen, unfreundlich Begegnet wird einem seltener und tiefsinnige Gespräche hat man wenige. Charakterliche Wendungen gibt es wenige, die meisten Personen sind Stereotyp. Sicherlich gibt es ein paar kleine Juwelen, zum Beispiel den Roboter in Primm, aber hier hätte man etwas ausbauen dürfen. Allumfassend ist es weniger fesselnd als Fallout 3. Das Wasteland bietet weniger Abenteuer, man kann sich mit den Charakteren nur wenig befreunden und ein roter Faden zieht sich lediglich anhand der Quests.

Fazit: New Vegas ist kein schlechtes Spiel. Ich bemängele hier Punkte aufgrund Vergleichen zu Spielen, die es sehr gut machten und Fans sollten zugreifen. Jedoch wird man von der eigenen Erwartung enttäuscht, da es weder ein Fallout 3, noch ein Fallout 2 geworden ist. Darüber hinaus sollte man warten, bis die Patches kommen um einige Defizite zu beheben.

Nachtrag am 13.11.
Dank des letzten Patches wurden ein paar kleinere Bugs behoben und die Anzahl der Ruckler reduziert.

Nachtrag am 14.12
Dank eines Leser-Kommentars Ausdrucksfehler behoben. Neuer großer Patch mit Bugfixes erschienen und erstes DLC angekündigt.
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2011 9:29 PM MEST


Metro 2033 (uncut)
Metro 2033 (uncut)
Wird angeboten von gamedealer online - Preise inkl. Mwst - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 9,99

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geisterbahn, 22. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Metro 2033 (uncut) (Computerspiel)
Bevor ich mit meiner Rezension beginne, beschreibe ich hier, wie man das Spiel mit einer Nvidia-Grafikkarte zum Laufen bekommt. Zunächst einmal müssen Sie im Ordner des Spiels die Install-Datei von Physx löschen, danach Physx unter Programme deinstallieren und die neuste Version von der Nvidia-Homepage herunterladen. Das Spiel verwendet nämlich eine Physx-Version, welche nicht existiert und wird daher nicht starten. Um dies alles in Erfahrung zu bringen, habe ich den ersten Abend verschwendet. Hier tritt das Spiel tatsächlich in die Fußstapfen Stalkers, denn aus dieser Reihe startete auch keines ohne vorherige Turbulenzen.

Nun zum Spiel selber. Hier ist erstmal eine Liste von dem, was fehlt:
- Es wurde DX11 versprochen, tatsächlich hat es aber nicht einmal 10.
- Die Waffe aus der Special Edition wurde eine Woche nach Release frei geschaltet.
- Das erweiterte Physx lässt das Spiel abstürzen.
- Xbox hat eine Helligkeitseinstellung, der PC nicht.

Zum Inhalt des Spiels. Die ersten Eindrücke, die man gewinnt, sind gewaltig. Zwar befindet man sich in einem recht kargen Metrosystem, jedoch merkt man, dass die Entwickler sich Mühe gaben, es mit Leben zu füllen. Nahezu alle Charaktere sehen individuell aus und an jeder Ecke erlebt man Dialoge. Man verspürt den Drang sich seiner Umgebung zu öffnen und ein Teil der Metro zu werden. Jedoch endet es dort, denn man kann mit keiner Person sprechen. Manche spulen Sätze ab, wenn man ihnen näher kommt, aber beachtet wird man selten. Selber agieren fehlt komplett. Man bekommt ein Gefühl, als sehe man fern. Aber wenn man sich die KI der Gegner anschaut, wäre ein Dialog mit ihnen wohl nur frustrierend. Gegner stehen vor einem, schauen, aber schießen nicht. Manche wandern von einer Deckung zur nächsten und wissen nicht wirklich, was sie tun sollen. Im Kampf gegen menschliche NPCs wird es zu einer Schießbude. Auch etwas, was man aus Omas Programmierkiste kramte, ist die fehlende Speichermöglichkeit. Das Spiel speichert an manchen (im Grunde recht vielen) Ecken des Spiels selber ab, man selber hat darauf aber keinen Einfluss. Auch die Sichtbreite ist gewöhnungsbedürftig. Für einen engen Metroschacht reicht es, aber sobald man einen breiten Gang oder einen Platz betritt, bemerkt man einen unangenehmen Tunnelblick.
Sicherlich gibt es auch viel Positives, zum Beispiel ist die Grafik für Dx9 wirklich phantastisch. Die große Detailfreude, besonders an Charakteren, ist wirklich hervorragend gelungen. Auch ist die Grundidee wirklich ausgezeichnet, um daraus ein spannendes Spiel zu kreieren. Jedoch ist mein Fazit, dass man einen linearen Film spielt, in welchem das Ende von Anfang an fest steht. Die Handlungen und die Interaktion des Helden sind unerwünscht und es wirkt an vielen Stellen sehr unausgereift, leider meist an Stellen, die ein modernes PC-Spiel meistern sollte.

Edit: Nachdem ich das Spiel beendete, muss ich leider noch ein paar Punkte kritisieren. Das Film-Gefühl bleibt bestehen, denn man ist selber im letzten Drittel des Spiels nahezu unnütz. Sobald man mit einem Trupp unterwegs ist, in welchem sich Hauptcharaktere befinden, kann man sich in Ruhe die Landschaft ansehen, denn diese sind scheinbar unsterblich und ziehen die Aggro aller Gegner auf sich und erledigen diese auch. Auch gibt es Situationen, in welchen ein Gegner gemütlich sich dem Squad nähert. Man feuert ein Magazin drauf, er hüpft aber einfach weiter und tötet den Kollegen. Ein Skript also wiedermal. Im Grunde hätte man am Ende des Spiels auch einen Fotoapparat als Ausrüstung nehmen können, denn man selber hat kaum mehr eine Funktion. Auch gibt es Stellen im Spiel, welche andere Spiele vor Jahren ausprobiert haben und danach nie wieder zu sehen waren, weil es die Mehrzahl der Spieler nervte. So muss man eine lange Zeit vor unbesiegbaren Gegnern abhauen, die auf einmal (in einer Zwischensequenz) durch einen Autounfall sterben, obwohl selbst ein Wildschwein halbwegs lebendig rausgekommen wäre. Auch gibt es eine Sequenz, in welcher man explodierende Schleimkugeln von dem eigenen NPC fern halten muss. Wenn man nicht weiß, dass man die vom Spawnen abhalten kann, beisst man schnell in den Tisch.
Das Wirtschaftssystem gibt es eigentlich nicht. Erst mag einem die Idee von Munition als Währung gefallen und man sieht die riesige Auswahl an Waffen, aber ab der Mitte des Spiels merkt man, dass Waffen kaufen wenig Sinn macht, da man eh öfters die Waffe wechselt und man auch alles sehr leicht findet. Dazu hat der Händler immer weniger Auswahl. Die Endsequenz hingegen ist eine sehr einfache Jump & Run Einlage, welche auch eine fragwürdige Existenz geniesst. Insgesamt konnte mich das Spiel nicht überzeugen, da ich mehrere Bugs finden musste und es öfters zu Abstürzen kam, die ich mir nicht ergründen konnte.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2010 10:23 PM MEST


The Lost Crown
The Lost Crown

26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist ein Vogel! Es ist ein Flugzeug! Es ist.. ein Hype.., 15. August 2009
Rezension bezieht sich auf: The Lost Crown (CD-ROM)
The Lost Crown ist ein Spiel mit viel Potential, welches leider auf der ganzen Linie verschenkt wird. Der erste Eindruck des Spiels ist optisch eine Begeisterung. Photographien wurden als Hintergründe eingearbeitet und der weitgehende Verzicht auf Farbe schafft viel Atmosphäre. Dies währt bis zum ersten Mausklick.
Die Spielfigur wurde vermutlich aus der Animations-Mottenkiste geholt und beisst sich optisch mit der sonst schönen Grafik. Jegliche Bewegung wirkt mechanisch. So macht die Figur eine Gehbewegung, "rollt" aber durch die Gegend, da die Schrittfolge nicht im Ansatz mit der Fortbewegung überein stimmt. Auch etwas Anschauen wird zum Akt. Die Figur rollt hin, dreht danach den Oberkörper und senkt dann noch mal den Kopf. So bekommt man Spielzeit gefüllt. Des Weiteren kann man die Figur nicht selber bewegen, es gibt nur eine Bewegung von Bild zu Bild oder zu einem Hotspot.
Die Hotspots an sich sind dagegen enorm. Auf einer Karte findet man selten viele Dinge zum anklicken, da winzige Objekte ganze Areale belegen und allein die Cursor zum Wechseln in andere Areale 1/4 des Bildes belegen.

Das alles ist noch kein Grund zum Verzweifeln, aber dort wo Adventures sich von anderen Spielen abheben, hinkt dieses sogar noch hinterher. Es gibt nahezu keinerlei Dynamik.
Ohne deutliche Unterscheidung wirft die Spielfigur immer wieder sinnlose Sätze als "Beobachtungen" heraus, welche man nicht einmal abbrechen kann. Viele interessante Dinge sind nicht anwählbar und von Logik kann keine Rede sein. Die Spielfigur verhält sich wie ein Außerirdischer, was einem immer durch die Kommentare und das Verhalten auffällt. Auch reagiert die Figur keineswegs emotional oder gar interessiert. Geister werden als fast normale Gesprächspartner akzeptiert, übernatürliche und gespenstische Veränderung der Umgebung ignoriert. Identifikation unmöglich.
Nun zu den Dialogen. Es gibt welche, aber sie verändern sich nicht. Spricht man eine Figur zweimal an, blüht einem dasselbe unoriginelle und langweilige Gespräch wie zuvor, welches man nicht einmal weg klicken kann. Daher erklären sich die Entwickler wohl die Spielzeit.
Auch die Rätsel wirken sehr fade und sind meilenweit von einem ersichtlichen Ansatz entfernt.
Selten habe ich mich so auf ein Spiel gefreut und wurde so enttäuscht.

Edit:
Nachdem ich das Spiel nun beendete, muss ich noch weitere Punkte kritisieren.
Die Rätsel verlieren zunehmend an Logik. Die Komplettlösung wird, wenn man nicht wahllos Aktionen vollführt, zum Begleitwerk, da spätere Schritte einfach sinnlos erscheinen.
Die wenigen Sätze, die der Protagonist von sich gibt, wiederholen sich bis zum Ende dutzende Male an diversen Hotspots und führen eher zum Lachen als zum Gruseln, da man seine Kommentare synchron mitsprechen kann.
Die Willkür der Übersetzer ist enorm. Aus dem Satz "The evil which lives inside the walls" wird zu "Der Mond, die bleiche Göttin, wacht über uns". Dazu werden Briefe, welche im Original mit Tinte geschrieben wurden, in der deutschen Fassung mit Zeitungsschnipseln dargestellt. Nette Idee, würden sie im Spiel nicht als "Briefe, geschrieben mit vergifteter Tinte" geführt.
Auch findet man im Spiel permanent Rechtschreibfehler. Mein Favorit: Der "Reisführer".
Je weiter man kommt, desto mehr Frust über fehlende Liebe zum Detail staut sich auf.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2009 11:55 AM CET


Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts
Es gab keinen Sex im Sozialismus: Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts
von Wladimir Kaminer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues aus der Sowjetunion, 15. März 2009
Wiedermal ein Buch aus den Händen Kaminers. Diesmal handeln seine Kurzgeschichten, die eigentlich nie eine zweistellige Seitenzahl erreichen, von der Sowjetunion. Genauer gesagt seiner Kindheit - eben in dieser. Es mag für viele westliche Leser unmöglich erscheinen, dass man in dieser (über)lebte oder gar eine fröhliche Kindheit hatte, aber wie Kaminer selber sagt, würde er seine Jahre in der Sowjetunion gegen nichts eintauschen wollen. Der Leser wird, durch die herzlichen und humorvollen Geschichten, schnell merken, weshalb. Man wünschte sich fast, die eigene Kindheit wäre so ereignisreich und abenteuerlich wie in dem untergegangen Land.


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