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Rezensionen verfasst von
musicman

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Number the Brave [Shm-CD]
Number the Brave [Shm-CD]
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 130,70

4.0 von 5 Sternen Hörenswerte Rarität, 24. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Number the Brave [Shm-CD] (Audio CD)
Ich kenne die Scheibe noch aus den 80ern, hatte sie von einem Freund auf Kasette aufgenommen und sie gefiel immer immer recht gut, war aber deutlich anders als die Vorgänger. Habe sie jetzt nach langem Warten auf eine Wiederveröffentlichung in Europa dann für teures Geld als Japan-SHM-CD gekauft, aber bereue es nicht.
Zur Vorgeschichte des Albums: beim Studio-Vorgänger "Just Testing" hatte es schon aufgrund der Modernisierung des damaligen Musikumfeldes (Punk, New Wave, NWOBHM) Versuche der Sound- und Stil-Änderung gegeben, das Album dann zu einem inhomogenen Werk werden lassen. Es kamen bandintern Wünsche nach Veränderungen im Gesangsbereich auf, Martin Turner sollte nur noch Bass spielen und seine Rolle als Leadsänger, die er seit "There's a Rub" inne hatte, an einen hauptamtlichen Sänger abgeben, nachdem man schon Claire Hamill als Backgroundsängerin engagiert hatte. Martin Turner verließ daraufhin die Band.
Die Nur-Sänger-Lösung wurde dann wohl verworfen und John Wetton in die Band berufen, der sich seine Sporen als Sänger und Bassist bei King Crimson, Roxy Music und Uriah Heep verdient hatte. Also hoffte alle Welt auf ein hauptsächlich von Wetton gesungenes Album, zu dem er auch songschreiberisch einiges beisteuern würde.
Die Realität sah dann völlig anders und überraschend aus: Wetton durfte einen Titel einbringen und den zwar auch singen, das war's dann auch. Ansonsten spielte er Bass und ein paar Keyboards auf dem Titelsong, dafür hätte man auch einen Studiomusiker engagieren können.
Warum Andy Powell, Laurie Wisefield und Steve Upton nicht mehr Beteiligung haben wollten, bleibt mir ein Rätsel. Stimmte die Chemie nicht oder waren die Egos der 3 so groß, dass sie nach dem Weggang von Turner sich mehr einbringen wollten ???
Ich denke mit mehr Wetton-Anteilen hätte das Album ein kleines Meisterwerk werden können, aber die Chance wurde vertan. John Wetton verliess die Band natürlich enttäuscht direkt nach den Aufnahmen und vor der Tournee, danach versank Wishbone Ash in der Bedeutungslosikeit, die Reunion der Originalbesetzung konnte auch nicht viel ändern. Erst in den 2000ern hatten sie wieder Achtungserfolge.
Zu den Titeln der CD:

- "Loaded" : knackiger Beginn, ein bisschen funky, Laurie Wisefields Gesang ausnahmsweise nicht störend, sondern passend, super Slidesolo, einer meiner Favoriten.

- "Where Is The Love" : belangloser Rocker ohne Höhepunkt

- "Underground" : der zweite Hammer. Supersong, ordentlich gesungen von Andy Powell, eine Rockballade, tolles , glasklares Solo.

- " Kicks On The Street" : ordentlicher Rocker, aber eher Durchschnitt.

- " Open Road" : siehe oben, durch das Schlagzeug etwas interessanter.

- "Get Ready" : nicht ganz gelungene Coverversion, klemmt irgendwie, als Single nicht fetzig und funky genug.

-" "Rainstorm" : leidet etwas unter dem Gesang von Wisefield, der hier wieder leiert, ansonsten recht gut, interessantes Solo.

- "That's That" : der Wetton-Song, der schnellste und rockigste der ganzen Platte !! Hier kann man hören, was hätte sein
können..... Das dritte 5-Sterne-Stück.

- " Roller Coaster" : ganz netter schwungvoller Titel auf dem Laurie Wisefield akzeptabel singt ( warum auch immer er überhaupt so oft ans Mikro gelassen wird, s.auch das Album "Locked In")

- " Number The Brave" : der Titelsong, auch einer der besten Titel des Albums, schnell mit schönen Gitarrensoli. Sehr guter
Ausklang.

Fazit: Ich meine, da wäre mit Hilfe von John Wetton mehr gegangen. Der Klang des Albums sehr differenziert, glasklarer Sound, manchmal etwas kühl. Produzent war Nigel Gray (u.a. Police). Auf jeden Fall hörenswert, rockiger und nicht so episch wie manche Vorgänger, aber gut.


Live in Chicago
Live in Chicago
Preis: EUR 12,77

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Superkonzert der alten Herren, 21. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live in Chicago (Audio CD)
2002 wurde dieses Konzert am längsten Tag des Jahres aufgenommen. Hier noch dabei ist der mittlerweile verstorbene Allen Lanier und natürlich Eric Bloom und Donald Roeser. Am Bass Danny Miranda und am Schlagzeug Bobby Rondinelli. Geboten werden die meisten alten und neueren Klassiker mit ein paar modernen Einsprengseln von den letzten Alben, nur "Astronomy" fehlt mir. Die Stimnmung ist gut, angefangen von der Ankündigung der Band bis zu der Endphase des Konzertes mit "Godzilla" und "Don't Fear The Reaper", danach gibt's dann noch 2 Klassiker als Zugabe. Tolles Konzert, die Musiker sind in guter Form und gut gelaunt, Buck Roeser bringt wieder mal einfach nur geile Soli, locker aus dem Handgelenk.
Einziger Wermustropfen für mich ist die etwas schlechte Abmischung der Band, spricht natürlich dafür, das hier nicht später groß nachbereitet oder overdubbed wurde, aber anfangs (bei "Burnin' For You") ist Roesers Gesang sehr leise im Verhältnis zu den Instrumenten und die Gitarren von Bloom und Lanier sind auch etwas zu leise im Gesamtbild. Das ist besonders schade für die seltenen Gitarreneinlagen von Allen Lanier. Sonst ist der Sound akteptabel und ziemlich fett im Bassbereich. Wirklich extra gut finde ich die superlange Version von "Then Came The Last Days Of May", für die sich die Band mit Gitarrensoli von Lanier und Roeser so richtig Zeit nimmt und im Mittelteil heiß abrockt.
Hier noch zur Information die Auflistung der gesamten Titel, die oben fehlt:

CD1
1. Stairway To The Stars
2. Burnin' For You
3. O.D.'D On Life Itself
4. E.T.I.
5. Dance On Stilts
6. Harvester Of Eyes
7. Buck's Boogie
8. Mistress Of The Salmon Salt (Quicklime Girl)
9. Flaming Telepaths
10. Harvest Moon

CD2
1. Then Came The Last Days Of May
2. Cities On Flame With Rock And Roll
3. ME 262
4. Perfect Water
5. Lips On The Hills
6. Godzilla
7. Don't Fear The Reaper
8. Dominance And Submission
9. The Red And The Black


Live at the Greek Theatre 1982
Live at the Greek Theatre 1982
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Würdiger Abschied in den 80ern, 21. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the Greek Theatre 1982 (Audio CD)
In den 80ern hatte ich mir die DoLP "Farewell Tour" zugelegt, die lange Zeit zu meinen liebsten Platten gehörte. Leider gibt es die CD nur als teure Japanausgabe oder mittlerweile in einer Box mit anderen Alben, aber ich habe immer gerne die vollständiege CD mit Booklet und allen Angaben.
Dann bin ich auf dieses Album gestossen und habe es schnell gekauft. Hierbei handelt es sich nämlich um das letzte Konzert dieser Abschiedstournee, von dem natürlich auch Titel auf meiner DoLP waren. Hier gibts nur mehr zu hören (insges. 19 Stücke), die Reihenfolge ist anders und interessanterweise gibt es auch andere Versionen/Arrangements der Band. Z.B. singt gleich zu Beginn Cornelius Bumpus "Listen To The Music" und nicht M. McDonald, "Long Train Running" hat einen schönen Schlagzeug/Percussion-Mittelteil.
Überhaupt die Band: das ist für mich die Hammerbesetzung mit der sie perfekt die verschiedenen Stilrichtugungen von Rock, Bluegrass und Soul darstellen konnten. McDonald, Simmons, Bumpus und bei den Zugaben auch Johnston und Knudsen als Sänger, 2 bis 3 Gitarren, Geige, Saxophon, bei Bedarf 2 Keyborder, 2 Schlagzeuger und Bobby LaKind an den Percussions. Was will man mehr. Die Songs werden kurz und knackig durchgezogen. Das Zusammenspiel der Musiker ist perfekt, der Sound der Band ist unglaublich dicht und geschmeidig. Alle Hits sind dabei und zum Schluss gibt es noch "Listen To The Music" mit vielen Ex-Mitgliedern und geilen Gitarrensoli. Danach noch 4 Bonustitel, die man vielleicht in die normale Abfolge hätte mit einreigen können ? Egal, es sind alles mehr soulige Titel, aber für mich kein Nachteil, da ich Michael McDonald sehr gerne singen höre.
Für Doobie Brothers Fans und Leute, die die Band kennernlernen wollen eine Kaufempfehlung, besser als ein Studio-Best-Of zu kaufen.
Ach übrigens...ich finde den Klang der CD auch o.k., man darf schließlich nicht vergessen, das die Aufnahme schon gut 30 Jahre auf dem Buckel hat.


Dona Nostra
Dona Nostra
Preis: EUR 17,18

4.0 von 5 Sternen Hochinteressante Verbindung, 20. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dona Nostra (Audio CD)
Hier sind Musiker unterschiedlicher Herkunft und Spielgewohnheit eine sehr interessante und hörenswerte Verbindung eingegangen:
Der US-amerikanische Trompeter Don Cherry, der schwedische Saxophonist Lennart Aberg, das schwedische Trio um Pianist Bobo Stenson mit Anders Jormin am Bass und Anders Kjellberg am Schlagzeug und der türkische Schlagzeuger und Perkussionist Okay Temiz.
Und das Ganze produziert von Manfred Eicher für ECM.
Die Kompositionen entstanden zum großen Teil im Team, 2 Titel sind von Aberg, 2 von Cherry's Weggefährten Ornette Coleman.
Die Stücke schwanken zwischen atmosphärischen Balladen, Klangzaubereien, spritzigem Jazz und afrooriantalischer Rhythmik. Man hört die Free-Jazz-Elemente von Cherry, ebenso wie die kühle, stimmungsstarke Musik der Schweden und die vitale Rhythmusarbeit von Temiz. In einigen Titeln ist diese Fusion sehr schön geglückt ("Fort Cherry","Ahayu-Da", "Prayer", "M'Bizo). Auch toll die Coleman-Stücke "What Reason Could I Give", eine sanfte Ballade und "Race Face", bei dem schön die Post abgeht, denn im Ganzen ist die CD doch in verhaltenem Tempo, eben ECM-typisch.
Das einleitende "In Memoriam" ist behutsam und einfühlsam gespielt, merkwüdigerweise ohne Beteiligung Cherry's.
"Arrows" und "Vienna" sind recht freie Darbietungen (insbesondere letzteres), die mir persönlich nicht sooo gut gefallen (je nach Stimmungslage).
Aber 4 Sterne für eine wirklich interessante, etwas ungewöhnliche CD, in die die Don Cherry- und ECM-Liebhaber auf jeden Fall mal reinhören sollten.


There's the Rub/Locked in
There's the Rub/Locked in
Preis: EUR 15,64

4.0 von 5 Sternen Superalbum mit schwacher Dreingabe, 17. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: There's the Rub/Locked in (Audio CD)
Hier sind zwei aufeinanderfolgende Alben zusammengefasst:
"There's the Rub" war immer eines meiner Lieblingsalben von Wishbone Ash. Es ist das fünfte Studioalbum überhaupt und das Erste in der Mk II Besetzung mit Laurie Wisefield an der zweiten Soloklampfe statt Ted Turner.
Mit diesem Album begann die Orientierung an den amerikanischen Markt mit amerikanischen Produzenten und zeitweisem Wohnsitz in USA.
Dieses Album hat Bill Szymczyk (ich hoffe ich habe ihn richtig geschrieben) produziert und er hat den Klang etwas modernisiert, der vorher teilweise recht altbacken daher kam. Auch Laurie Wisefield trägt als Amerikaner aus der Country-Rock-Ecke sicherlich auch zum veränderten Sound bei.
Bei diesem Album habe ich das als sehr positiv wahr genommen. Das ganze Album klingt frisch und ernergetisch. Es gibt nur 6 Titel, die sind dann natürlich etwas länger und es bleibt Raum für ausgiebige Arrangements und lange Gitarrensoli. Es startet verhalten mit "Silver Shoes", das im Mittelteil schneller wird und mit einem Sahnegitarrensolo glänzt. "Don't Come Back" ist schneller Hardrock, wieder mit glänzender Gitarrenarbeit, "Persephone", ein Konzertliebling von Ash ist eine schöne Ballade, "Hometown" ein harmloses, flockiges Stückchen, "Lady Jay" klingt ein wenig nach alter Wishbone Ash Tradition mit Satzgesang ung gehört mit dem letzten Titel der CD zu meinen Lieblingen. Dieser, genannt "F.U.B.B" ist ein Instrumental und großartig aufgebaut. Es beginnt mit einem Bassthema, dann bauen sich die Gitarren gemeinsam majestätisch auf, um dann am Ende stark beschleunigt in einem Duell zu enden. Das muss man gehört haben. Fazit: Damals wie heute eine freudige Überraschung nach dem Personalwechsel, nach dem die Hoffnung bestand, es würde so weitergehen...Für das Einzelalbum 4,5 Sterne.
"Locked In" trifft im Titel die Misere: Irgendwie klingt das Album nicht frei, sondern eng, lasch, langweilig und dumpf. Tom Dowd hat es vollbracht, das, was vorher modern und transparent klang, dumpf und bollerig ohne Schwung in Szene zu setzen.
Die 8 Titel pendeln kompositorisch zwischen gut und mittelmäßig, aber was einigen Titeln dann den Garaus macht, ist der Gesang !
Schon beim Vorgänger hatte man fast völlig auf Martin Turner als Sänger gesetzt, der seine stimmlichen Grenzen hat, aber auf "There's The Rub" noch passabel rüberkam.
Hier hat irgendjemand erlaubt, das Laurie Wisefield bei mehreren Titeln auch Solo singen darf und nicht gemerkt, das der Gute nicht die Töne trifft und außerdem quäkt und leiert wie ein zahnloser Greis. Ich höre die Musik und frage mich immer wieder: Wieso wurde das zugelassen ?? Hat Tom Dowd nur die Knöpfe gedreht und den Jungs nicht mal gesagt, was sie lieber lassen sollten ? Und Martin Turner singt auf "She Was My Best Friend" auch ziemlich grottig, völlig überbetont und unsensibel, Mannomann, das ist wirklich stellenweise gruselig.
Darüber erhaben ist die instrumentale Arbeit. Tolle Einzeltonriffs (wahrschenlich von L. Wisefield), sehr gute Soli, da kann ich nicht meckern.
Meine Favoriten sind "Rest In Peace" und "Moonlight". Fazit: gegenüber dem Vorgänger ein müdes Album. Sound , Gesang und Kompositionen haben Schwächen, die nur 3 Sterne rechtfertigen.
Der Nachfolger "New England" war glücklicherweise wieder besser (und L.Wisefield sang bei keinem Titel Solo).


Voice in the Night
Voice in the Night
Preis: EUR 18,91

5.0 von 5 Sternen Virtuos, entspannt, wundervoll..., 17. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Voice in the Night (Audio CD)
...diese Worte beschreiben alles, was diese CD ausmacht. Ich habe die CD ganz frisch erworben und finde sie einfach wunderbar. Hier machen 4 Musiker aus ihrem Können, ihrer Erfahrung und ihrem fantastischen musikalischen Verständnis heraus eine völlig entspannte, harmonische Musik.
Lässig, locker, gekonnt, berührend, warm, swingend, besinnlich... und, und , und. Es gibt soviele positive Adjektive mit der ich diese Musik beschreiben könnte. Charles Lloyd liebe ich sowieso wegen seines entspannten, warmen Saxophonspieles und ebenso schätze ich Abercrombie für seine sensible, feine Gitarre. Die Motivation zum Kauf dieses Albums zog ich denn aus der Neugier auf das Zusammenspiel der beiden. Und das ist umwerfend gelungen. Paradebeispiel dafür ist der Titel "Pocket Full OF Blues", beide Musiker spielen sich immer wieder den Ball zu, die Übergänge sind meisterlich sanft, manchmal ist das Spiel eng verzahnt, oder der eine begleitet den anderen interessant und virtuos.
Alle Titel sind sehr gut,es gibt keine Schwächen. Im Ganzen ist das Album sehr abwechslungreich, swingende Jazztitel wechseln sich mit Balladen ab, dazwischen der eben benannte Bluetitel mit fast 12 Minuten Länge. Reinhören und kaufen !


New England
New England

4.0 von 5 Sternen Wiedergutmachung, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: New England (Audio CD)
Meiner Meinung nach ist dieses Wishbone Ash-Album ein Gutes aber keine Meisterwerk. Es ist das dritte in der Mk II Besetzung mit Laurie Wisefield, Andy Powell, Martin Turner und Steve Upton und insgesamt das siebte Studioalbum. Gestartet war diese Besetzung mit dem viel versprechendem "There's The Rub", das etwas amerikanisiert und modernisiert klang, nur 6 Titel enthielt, die aber fast alle sehr gut komponiert waren und fantastische Gitarrensoli und interessante Tempowechsel enthielt. Der Nachfolger "Locked In" enttäuschte die Fans mit müder Produktion, schlaffen Kompositionen und schlechtem Gesang, insbesondere von Laurie Wisefield, der so schlecht singt wie er gut Gitarre spielt.
Auf "New England" wurde das mit neuen Produzenten und frischem Mut wieder gut gemacht. Die Platte ist sehr abwechslungsreich, startet mit einem kräftigen Rocker ("Mother Of Pearl"), dann folgt das überwiegend ruhige "You Rescue Me" mit überraschenden Stimmungswechseln. Mit "Runaway" gelingt sogar ein zweiter Hardrocker, dann kommt das wundervolle "Lorelie", danach das kurze und knackige Instrumental "Outward Bound". "When You Know Love" mit der einleitenden "Prelude" ist eine recht schöne Ballade mit tollem Solo von Wisefield, wogegen "Lonely Island" zu sültzig geraten ist und ein Vorbote des super glatten Nachfolgealbums "Front Page News" darstellt. Das kurze Instrumental "Candlelight" beendet versönlich die CD.
Insgesamt also ein ordentliches Album, das überwiegend die Schwächen des Vorgängers vermeidet und Abwechselung bietet. Martin Turners Gesang wirkt hier selten störend, Laurie Wisefield durfte nicht alleine ans Mikro.
Leider versank der Nachfolger dann in der aalglatten, überproduzierten Belanglosigkeit.


Argus
Argus
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk dank der besten Zutaten, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Argus (Audio CD)
Wer die Gruppe Wishbone Ash kennt, kennt meistens auch den Titel des vorliegenden Albums "Argus" oder ein Lied daraus, z.B. "The King Will Come". Das liegt natürlich daran, dass es anerkanntermaßen das beste Album der Band ist, auch wenn für heutige Verhältnisse die Musik etwas altertümlich erscheint. Hier haben die Gruppenmitglieder und der Produzent die Stärken der Band betont, als da wären: exzellente Gitarrenarbeit, ausgefeilte Kompositionen, stimmige Gesangsarrangements und - gaaanz wichtig - ihre Schwächen weitestgehend vermieden, was ihnen auf anderen Alben leider nicht gelungen ist.
Die großen Schwächen von Wishbone Ash sind meiner Meinung nach der Sologesang, vor Allem von Martin Turner und der immer wieder aufgetretene Wunsch nach richtigen Hardrocknummern gewesen. Für die war nämlich Martin Turners Stimme zu dünn und zu wenig "schmutzig" und rau, sowie in den hohen Lagen so wenig kraftvoll, das es oft mehr jaulend klang. Die Stimme von Andy Powell fand ich immer angenehmer, aber auch ihr fehlt es an "Härte" und außerdem an Modulationsfähigkeit.
Auf "Argus" finden wir das Alles nicht. Meist singen Andy und Martin zusammen oder aber zusammen mit Ted Turner. Nur "Leaf And Stream" singt Martin alleine und das nach seinen Fähigkeiten. Alle Songs passen stimmungsmäßig perfekt zusammen und haben teilweise ähnliche Themen, sodass der Eindruck eines Konzeptalbums entsteht. Meist sind es verhalten rockende Stücke oder Balladen mit interessanten Tempiwechseln oder Breaks. Die Scheibe ist von Anfang bis Ende stimmig.
Da stören schon fast die Bonustitel nach dem eigentlichen Schluss der Platte.
Trotzdem nett, dass sie drauf sind, denn es handelt sich um Liveaufnahmen von ebenfalls hervorragenden Titeln der ersten beiden Alben.


Live Dates II
Live Dates II
Preis: EUR 21,63

5.0 von 5 Sternen Kaufen !!, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Live Dates II (Audio CD)
Schade, dass diese CD so spät erschienen ist. Ich habe beide Teile als LP in meinem Besitz und wäre vor einigen Jahren froh gewesen, dass es diese Aufnahmen auf CD gegeben hätte. Da habe ich dann auf andere Live-Zusammenstellungen zurück gegriffen, bzw. die Live-Bonustitel einiger Studio-CDs genossen.
Für Wishbone Ash Fans und die, die es noch werden wollen, hier eine dringende Kaufempfehlung. Hier sind aus verschiedenen Aufnahmezeiten in der zweiten Besetzung mit Laurie Wisefield starke Live-Versionen quer durch die bisherige Schaffenszeit versammelt.
Einzig die Argus-Hits wie "The King Will Come" und "Throw Down The Sword", etc., sind nicht dabei, wurden aber ja schon auf "Live Dates 1" dargeboten.
Hier meiner Meinung nach besonders hervor zu heben sind das Instrumental "F.U.B.B.", "Living Proof" ohne das Brimborium der Studiofassung, "Lorelei" und das geil rockende "No Easy Road" vom Album "Four".


Resume
Resume
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum, 8. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Resume (Audio CD)
Das Bassspiel von Eberhard Weber versetzt mich immer wieder in eine verzauberte, traumhafte Stimmung. Hier auf diesem besonderen Album, bei dem er auf Soli seiner Karriere zurückgreift und daraus ganz eigene kleine Meisterwerke formt, können wir dieses Spiel ganz dicht und nah verfolgen, da es hier uneingeschränkt im Vorgergrund steht. Diese CD ist ein Genuss besonderer Güte, auch ohne Berücksichtigung der Umstände seiner Entsstehung, die den Wert noch erhöhen.
Unabhängig von der wunderbaren Musik und dem schönen Inhalt des Booklets möchte ich die äußere Erscheinung dieses und der meisten anderen neueren ECM-Alben kritisieren: Hier in diesem Fall finde ich besonders schade, das als Titelbild kein Werk seiner Frau verwendet wurde, wie es sonst bei seinen ECM-Soloalben der Fall war. Warum hier nicht ??
Hätten die Bilder nicht zu der depressiven Stimmung der übrigen derzeitigen ECM-Cover gepasst ? Es gibt fast nur noch dunkelgraue, schwarze und dunkelblaue Cover. Nebel, Schleier und dunkle Schlieren beherrschen die Bilder. Bei manchen ECM-Künstlern (z.B. Tord Gustavson) kann man die einzelnen CDs von der Optik her kaum noch unterscheiden. Wer nicht weiss, was ich meine, braucht bei der Amazonsuche einmal nur "ECM" eingeben und die erscheinende Seite auf sich wirken zu lassen.
Auch kommt es mir vor, als würde die dargebotene Musik immer gebremster, düsterer. Manchmal mache ich mir Sorgen um Manfred Eichers Gemütszustand...


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