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Rezensionen verfasst von
Krachlederne(r) (Heidelberg)

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I Get Wet
I Get Wet
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen It's only Rock 'n Roll..., 9. April 2015
Rezension bezieht sich auf: I Get Wet (Audio CD)
Ein paar Fragen zu "I Get Wet":

Ist das Album nicht ultra-prollig? Musikalisch, textlich und gesanglich extrem limitiert? Gibt es im Rock-Sektor nicht anspruchsvollere Longplayer?

Die Antworten dazu lauten ja, ja und nochmals ja!!! Doch warum gibt es dafür trotzdem die Höchstwertung?

Dieses Album rockt wie die Hölle, berstet nahezu vor Energie, klingt unbekümmert, enthält NUR Ohrwürmer, zaubert Dir ein Lächeln ins Gesicht, bringt jede Rock'n Roll-Party zum Kochen, lässt Deine Nachbarn/Deine Eltern/Deine Freundin ausrasten, undundund.

"I Get Wet" ist ein Statement, eine musikalische Abrissbirne, geradezu ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung Establishment.
Dreht dieses Album mal laut auf, wenn der Techno-Prolet, der neben Euch an der Ampel wartet und signalisiert, dass er Euch mit seinem aufgemotzten Schlitten gleich abhängen wird, dann wisst Ihr, was ich meine.


Shangri-la Dee Da
Shangri-la Dee Da
Preis: EUR 20,42

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht es dem Hörer nicht so leicht..., 9. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Shangri-la Dee Da (Audio CD)
Bei ihren ersten musikalischen Gehversuchen Anfang der 90er Jahre machten die Stone Temple Pilots noch recht viele Zugeständnisse an den damaligen Grunge-Trend:
"Core", das Debüt, war insgesamt eine echt gute Scheibe, dennoch vermisste man die Eigenständigkeit der Band. Sänger Scott Weiland röhrte wahlweise wie Kurt Cobain und/oder Eddie Vedder und auch die Musik der Pilots war eindeutig von Nirvana und insbesondere Pearl Jam beeinflusst. Daher überraschte es auch nicht weiter, dass sie ebenfalls bei "MTV Unplugged" vorstellig wurden (und dabei eine gute Figur abgaben).

In den Folgejahren konnte sich die Band musikalisch mehr und mehr freischwimmen und wurde im Alternative-Bereich zu einer echten Hausnummer. Der Werdegang wurde dabei zwar immer wieder von Rückschlägen (vor allem durch die Drogeneskapaden Weilands bedingt) überschattet, doch kam sie bisher stets wieder mal nach mehr, mal nach weniger langer Zeit zurück. Nach dem Velvet Revolver-Intermezzo von Weiland folgte ein etwas halbgares Comeback-Album, mittlerweile werden die Pilots von Linkin Parks Chester Bennington gefrontet.

"Shangri-la Dee Da" macht es dem Hörer nicht gerade leicht. Die Band tobt sich stilistisch aus und bringt ihre vielfältigen musikalischen Einflüsse zur Geltung, sodass zwischen richtig heavy und sehr soft nahezu alle Spielarten der Rockmusik (teilweise im selben Song) abgedeckt werden. Dies geht zwar zunächst zu Lasten des berühmten roten Fadens, weshalb das Album Konzentration und mehrmaliges Hören erfordert. Wer dazu gewillt ist, entdeckt auf "Shangri-la Dee Da" jedoch immer mehr Details und erkennt, dass die Mischung aus krachendem Rock, Psychedelic und gefälligen Popsongs äußerst gelungen ist.

Highlights offenbaren sich dann einige:
"Days Of The Week" ist ein beatles-lastiger Ohrwurm, der von Scott Weiland mit tollen Hooklines versehen wurde.
Von einem geilen Gitarrenriff getragen wird das lässige "Hollywood Bitch", das einmal mehr mit einem originellen Refrain punktet.
Eine dicke Überraschung ist das ruhige, sehr an Pink Floyd erinnernde "Hello, It's Late". Eine wirklich schöne Nummer, die meiner Meinung nach als aboluter Höhepunkt des Albums zu werten ist. Sehr gelungen ist auch "Too Cool Queenie", bei dem die Pilots gekonnt zwischen Härte und Eingängigkeit pendeln.

Freilich können nicht alle Songs das Niveau der oben genannten erreichen. Daher gibt es für "Shangri-la Dee Da" zwar nicht die Höchstpunktzahl, aber dadurch soll mitnichten in Abrede gestellt werden, dass es sich um ein echt starkes Album handelt.


Crazy Nights
Crazy Nights
Wird angeboten von moviemars-amerika
Preis: EUR 5,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KISS anno 1987..., 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Crazy Nights (Audio CD)
Dass KISS gerne mal dem Zeitgeist hinterherhechel(te)n und dies mitunter ein recht gelungenes Experiment darstellte, hat sich in der Vergangenheit schon oft gezeigt.

So geschehen beim starken "Dynasty" von 1979, das insgesamt zwar mitnichten eine Konzession an damalige Discomusik à Boney M. oder Bee Gees war, jedoch - wie wir alle wissen - von einem gewissen "I Was Made For Lovin' You" eröffnet wird.

Vor allem manifestierte sich dies in den 90ern als "Unplugged" gerade the sexiest thing war und auch die Herren Stanley und Simmons es für nötig hielten, unverstromt bei MTV aufzulaufen - rückblickend eine extrem zwiespältige Angelegenheit. Noch mehr lässt sich dies über das vor den Unplugged-Sessions aufgenommene, 1997 veröffentlichte "Carnival Of Souls" sagen, bei dem KISS sich teils mehr, teils weniger gekonnt zwischen den Stühlen Grunge, Heavy Rock und Groove-Metal bewegten.

Besonders in den 80ern versuchte die Band, im mittlerweile von Haarspraycombos à Poison, Mötley Crüe, Cinderella und Bon Jovi überfluteten Rock-Business wieder verlorenen Boden wett zu machen - sowohl optisch als auch musikalisch. Zu diesen modischen und akustischen Zugeständnissen waren freilich auch andere Genregrößen bereit, will heißen nicht nur bei KISS regierten Dauerwellen, Shampoomähnen, Plastikschlagzeug und massenkompatible Trällerrefrains.

Doch "Crazy Nights" aus dem Jahre 1987 ist wesentlich besser als es gemacht wird:
Bis auf den Titelsong, einer wahrhaften, wenngleich etwas penetranten Hymne, finden sich auf dem Album zwar wenige Hits. Gleichwohl ist kaum einer der in der Tat sehr mainstreamigen und poppigen Songs als Ausfall zu werten (am ehesten noch das wirklich platte "Bang Bang You"). Gene Simmons spielte auf "Crazy Nights" zwar wenig bis gar nicht Bass und konzentrierte sich damals mehr auf die Schauspielerei, aber vor allem seine Songs, allen voran das dreckige "Hell Or High Water" und das lässige "Good Girl Gone Bad", sind ziemlich stark.
Dazwischen findet sich zugegebenermaßen viel Mittelmaß.

Dem Album würde ich daher insgesamt dreieinhalb Sterne geben, die Aufrundung auf vier erfolgt aufgrund des zwerchfellerschütternden, einfach nur grandiosen Poserbildes von Paul Stanley auf dem Backcover:
wallender Brusthaarpelz und der blaue Tanga, der aus seiner verlotterten Jeans lugt. Ganz großes Tennis, da zieht selbst Simmons, der daneben prollig seinen weißen Bass als Genitalverlängerung benutzt, den Kürzeren!


Captured
Captured
Preis: EUR 16,49

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Live-Album!!!, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Captured (Audio CD)
Will man bei "Captured" das berühmte Haar in der Suppe finden, muss man einen Blick auf das Veröffentlichungsjahr werfen: es erschien nämlich 1981, also kurze Zeit vor "Escape", DEM perfekten AOR-Album und "Frontiers", dessen ebenfalls hochklassigen - dabei ein klein bisschen weniger genialen - Nachfolger von 1983 (rein subjektive Meinung, klare Kiste).
Heißt mit anderen Worten, dass bei "Captured" auf die Live-Versionen von Songmeilensteinen wie "Don't Stop Believing", "Keep On Running", "Open Arms", "Separate Ways", "Faithfully" undundund automatisch verzichtet werden muss.

Dass dies jedoch nicht als Schwachpunkt ausgelegt werden kann und darf, zeigen vor allem die vergessenen Perlen aus der Journey-Frühphase, nachdem Sangeswunder Steve Perry das Mikro übernommen hatte (die Band konnte sich damals sogar den Luxus leisten, auf Live-Versionen von Stücken ihrer ersten drei Alben zu verzichten, bei denen seinerzeit noch Keyboarder Gregg Rolie für den Gesang verantwortlich war und die ebenfalls qualitativ hochwertige, wenngleich anders klingende Musik, präsentierten).
So darf der Hörer frühe Klassiker wie "Lights", "Anyway You Want It", "Lovin' Touchin' Squeezin'" und natürlich "Wheel In The Sky" genauso bestaunen wie grandiose Songs aus der "zweiten Reihe" à "Too Late" oder "Walks Like A Lady".

Die Band spielte auf der Tour ("Captured" präsentiert kein ganzes Konzert, was jedoch mitnichten ein Manko darstellt) absolut mitreißend und mit einer Power, die sämtliche Studioversionen der Stücke härtemäßig locker in den Schatten stellt. Darüber hinaus ist auch viel Raum für (bluesige) Improvisationen. Steve Perry singt (was freilich niemanden überraschen dürfte) wie ein junger Gott und wenn Neal Schon mal richtig von der Leine gelassen wird (unter anderem beim Solospot vor "Wheel In The Sky"), verkaufen wohl zahlreiche Nachwuchsgitarristen umgehend ihre Klampfen.

Gibts noch etwas zu sagen? Ja, mit "The Party's Over (Hopelessly In Love)" findet sich noch ein gutklassiger Studio-Bonussong, der soundmäßig schon einmal einen Vorgeschmack auf die nächsten Alben der Band gab.

Weniger als fünf Sterne wären hier wirklich blanker Hohn!


Virtual XI
Virtual XI
Preis: EUR 5,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältige Angelegenheit, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Virtual XI (Audio CD)
Auch über 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung ist "Virtual XI" ein Album, das polarisiert und selbst vielen beinharten Unterstützern der Band sauer aufstößt. Viele schrieben Iron Maiden nach dem Ausstieg von Bruce Dickinson ab und auch rückblickend wird die Blaze Bayley-Ära (und das sicherlich nicht ganz ohne Grund) als Talsohle betrachtet.

Man kann selbstverständlich nicht in Abrede stellen, dass Bayley völlig unterschiedlich wie sein Vorgänger klang beziehungsweise klingt. Seine Stimme tönt etwas tiefer und trockener und der Gute ist Dickinson in punkto Technik möglicherweise deutlich unterlegen.
ABER - und das ist des Pudels Kern - deshalb kann man nicht per se behaupten, dass Bayley "schwächer" als Dickinson zu werten ist, "anders" trifft es meiner Meinung nach eher. Und so ist es auch nicht der Gesang und/oder der Sänger, der "Virtual XI" zu einer zwiespältigen Angelegenheit macht. Das liegt an folgenden Knackpunkten:

Die Produktion (an den Reglern saß Steve Harris himself) ist ziemlich kraftlos und hat kaum Wucht. Dies führt dazu, dass ein eigentlich gutklassiger Song wie der Opener "Futureal", der durchaus Erinnerungen an Maiden-Nummern aus den 80ern weckt, nahezu keinerlei Durchschlagskraft entwickelt.

Die Songs sind teilweise äußerst durchschnittlich, wenn nicht sogar richtig schwach (besonders nachzuhören bei "The Educated Fool" und "Don't Look To The Eyes Of A Stranger"). Das soll nicht heißen, dass es einige starke Momente gibt (vor allem "The Clansman" und die gelungene Ballade "Como Estais Amigos" sind echt super!). Dennoch kranken fast sämtliche Stücke daran, dass sie - und diese Tradition hat sich bis ins Hier und Jetzt fortgesetzt - viel zu lange sind. Ein Song wie "The Angel And The Gambler" ist mit seinem rockigen Flair und seinen Keyboard-Sounds richtig originell, da maiden-untypisch. Jedoch wird er durch das permanente Wiederholen des Refrains dermaßen künstlich in die Länge gezogen, dass man kaum gewillt ist, ihn bis zum Ende zu hören.

Insgesamt hat man bei "Virtual XI" das Gefühl, das bei diesem Album wesentlich mehr drin gewesen wäre, aber ich behaupte einfach mal, dass es, wäre es denn von Bruce Dickinson eingesungen worden, auch nicht zu den Highlights in der beeindruckenden Karriere von Iron Maiden zählen würde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2015 5:46 PM MEST


Carry on
Carry on
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht und (leider auch) etwas Schatten, 24. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Carry on (Audio CD)
Nach dem unrühmlichen Ende von Audioslave präsentierte Chris Cornell in Form von "Carry On" sein zweites Soloalbum.

Einen ersten Vorgeschmack bot die gutklassige Bond-Nummer "You Know My Name", in der Cornell scheinbar mühelos den Spagat zwischen Rock und Cineastik meisterte. Auch im weiteren Verlauf des Albums versucht er Sorge dafür zu tragen, sich zwischen den Stühlen zu positionieren, was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Dies hat zur Folge, dass die Songs für sich alleine genommen ziemlich gut funktionieren, im Albumkontext hingegen etwas verwirrend und mitunter unausgegoren wirken. So sind manche Nummern sehr rockig (der fetzige Dosenöffner "No Such Thing"), oder erinnern in ihrer Funkigkeit an das letzte Audioslave-Album Revelations ("Poison Eye"). Mit "Billie Jean" findet sich überdies ein Michael Jackson-Cover, das dem Original zwar (erwartungsgemäß) nicht das Wasser reichen kann, den Klassiker jedoch in einem neuen, bombastischeren Gewand präsentiert. Darf man auf jeden Fall gut finden - muss man aber natürlich nicht.

Das größe Plus ist natürlich Cornells phänomenale Stimme, die immer für den ein oder anderen Gänsehautmoment gut ist. "Safe And Sound" ist beispielsweise so ein Song: Balladesk und spartanisch gehalten, markiert Cornell hier den Singer/Songwriter derart überzeugend, dass es eine wahre Freude ist. Auch weiß der unkonventionelle Aufbau vieler Stücke zu gefallen.

Ein Manko hingegen ist der bisweilen etwas nach Homestudio klingende Sound des Albums, dem etwas mehr Feinschliff gut getan hätte.

Macht unterm Strich ganz knappe vier Sterne - und das eigentlich nur, wenn man das Temple Of The Dog-Album oder die Soundgarden-Meilensteine mit sechs Sternen bewerten könnte.


We've Come for You All
We've Come for You All
Preis: EUR 19,42

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Album zwischen den Stühlen, 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: We've Come for You All (Audio CD)
Mit den alten und neuen Anthrax-Alben verhält es sich durch die verschiedenen Sänger und (die teils damit verbundene) stilistische (Neu-)Ausrichtung ähnlich wie bei beispielsweise Black Sabbath und Iron Maiden:
Ozzy oder Dio (RIP), Di'Anno oder Dickinson? Geschmacksache halt...

Freilich haben die alten Anthrax-Klassiker à "Spreading The Disease" oder "Among The Living" ihren ganz besonderen Reiz, der zu großen Teilen aus den speedigen Hits und der tollen, knallharten Rhythmussektion kombiniert mit der klaren Stimme Joey Belladonnas rührt.

Anthrax wagten Anfang der 90er Jahre hingegen (und das muss man nicht gut finden, darf es aber) den Sprung in die Moderne und angelten sich mit John Bush (war Mitte der 80er mal für Metallica eingeplant!) einen Sänger, der mit Armored Saint bereits einige tolle Alben veröffentlich hat(te) und stimmlich nicht mit seinem Vorgänger vergleichbar war, klang er doch wesentlich derber und rotziger.

"We've Come For You All" repräsentiert immer noch deutlich die "modernen" Anthrax, wagt jedoch den ein oder anderen Schlenker in die eigene, speedige Vergangenheit. Am ehesten manifestiert sich dies in der Abrissbirne "What Doesn't Die", die durch thrashige Gitarrenriffs und sehr schnelles Doublebass-Drumming für kollektive Begeisterung und zerstörtes Mobiliar sorgt (bei mir zumindest).

Danach widmet sich die Band wieder einem zeitgenössischeren, eher groovigen Stil, der dessen ungeachtet einige echte Highlights zu bieten hat: Anzuführen wären das von einem Schädelspalterriff angetriebene "Superhero", die eingängige Hymne "Safe Home" oder das packende "Any Place But Here".

Dazu gesellen sich die ein oder andere Überraschung, die man von der Band aus dem Big Apple so nicht unbedingt erwartet hätte: Das mit abgehackten Gitarrenriffs gespickte und mit abgedrehtem Schlagzeug unterlegte "Nobody Knows Anything" oder das richtig heftige "Black Dahlia", das durch seine Blastbeats fast von SOD stammen könnte. Außerdem wendet die Band den Blick gen klassischer Hardrock, ersichtlich an "Cadillac Rock Box" sowie "Taking The Music Back". Erstere ist ein von einem schönen Riff angetriebene Spaßnummer, auf der auch Panteras Dimebag (RIP) seinen speziellen Auftritt hat. Letztere ist ein stampfender Rocker, in der sogar der legendäre Roger Daltrey (The Who) beim Refrain ins Mikro brüllt.

Meinem Album liegt übrigens eine Bonus-CD (Summer 2003) bei, die einige okaye bis gute Überbleibsel aus den Alben "Stomp 442" sowie "Sound Of White Noise" enthält, darunter auch Coversongs von KISS, Cheap Trick und Thin Lizzy.

Fazit: Für die Old School-Abteilung eher ungeeignet, der Rest darf aber ruhig seine Freude an "We've Come For You All" haben.


In Rock (25th Anniversary Edition)
In Rock (25th Anniversary Edition)
Preis: EUR 4,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloser Klassiker, 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: In Rock (25th Anniversary Edition) (Audio CD)
"In Rock", das fünfte Album Deep Purples, stellt wahrscheinlich das beste Album der britischen Band dar und klingt selbst weit über 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch absolut frisch und zeitlos.

Ritchie Blackmore und Jon Lord gehen herrlich aus sich raus, liefern sich packende, atemberaubende Duelle und virtuose Sololäufe en masse, derweil Ian Paice und Roger Glover einen perfekt harmonierenden Rhythmusteppich ausrollen, der den ausnahmslos grandiosen Kompositionen noch zusätzliche Würze gibt - bei dem tollen, oft jazzigen Schlagzeugspiel kann wohl kaum jemand still sitzen bleiben. Ian Gillan war auf "In Rock" wohl in der Form seines Lebens, sowohl in gesanglicher (das unkopierbare Falsetto im neoklassischen "Child In Time"!) als auch in textlicher ("Living Wreck", eine nette Grußkarte an Groupies) Hinsicht.

Macht im Ganzen ein Album, das in keiner Sammlung von Fans anspruchsvoller Rockmusik fehlen darf!


Bud Spencer / Terence Hill Collector's Box (10 DVDs)
Bud Spencer / Terence Hill Collector's Box (10 DVDs)
DVD ~ Bud Spencer

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nie versiegender Quell der Freude, 21. Oktober 2014
Das Negative gleich am Anfang: Die vorliegende Box hat einen großen Schönheitsfehler. Mit "Zwei Wie Pech Und Schwefel" (roter Buggy mit einem gelben Häubchen" & "Bier und Würstchen"!!) fehlt einer der besten Prügelklamaukfilme, die das Duo Spencer/Hill zusammen gedreht hat.

Das ist jedoch der einzige, wenngleich große Kratzer, im Lack. Ansonsten sind die ganz großen Klassiker dabei, die man bereits zu Kindertagen kennen und lieben gelernt hat. Auch aus heutiger Sicht ist es eigentlich völlig schnurz, dass die Fime zumeist nach demselben Muster gestrickt sind. Einen ganz besonderen Reiz gewannen die Filme gerade durch die deutsche Synchronisation, welche sich für lustige Dialoge und flotte Sprüche verantwortlich zeichnete.

Gibt es etwas Lustigeres als einen Bud Spencer, der einem französischen Koch auf die Griffel haut und ihn rügt von wegen "Wo bleibt mein halbes Dutzend Hamburger?" (führte man sämtliche dieser Sternstunden der Menschheit an, würde man locker die Kapazität einer Rezension sprengen). Wohl kaum und darauf dicke fünf Sterne.

PS Den schmerzlich vermissten Klassiker (s.o.) kann (und muss) man ja auch sehr preiswert nachkaufen.


Badmotorfinger
Badmotorfinger
Preis: EUR 8,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein!!!, 21. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Badmotorfinger (Audio CD)
"Badmotorfinger" stellt "Soundgardens" Gesellenstück dar, eine Platte für die Ewigkeit mit zwölf in Stein gemeißelten Nummern, die für sich alleine genommen Meisterstücke sind, aber auch im Albumkontext auf hervorragende Art und Weise funktionieren.

Bass und Drums halten selbst die abgedrehtesten Teile des Albums erdbebensicher zusammen. Die Gitarren sind wahlweise sehr straight rockig respektive punkig oder mal heftigst psychedelisch. Dazu der unglaubliche Gesang von Chris Cornell, der sowohl den ruhigen Songwriter als auch den brüllenden Schreihals mit Schneidbrennerstimme spielen kann - der Kerl hat wahrscheinlich noch nie so gut gesungen.

Highlights gibt es hier en masse zu bewundern:
Der schnelle Opener "Rusty Cage", dann "Slaves & Bulldozers" mit seinen sabbathartigen doomigen Riffs, die wie ein Schlag in die Magengrube wirken. Dazu das als Single ausgekoppelte rasende "Jesus Christ Posse", das wie die Vertonung eines LSD-Trips klingt, oder "Mind Riot" mit seinen Led Zeppelin-Versatzstücken zu Beginn, und und und.

Die anderen Alben der Band sind natürlich auch nicht von Pappe, aber "Badmotorfinger" schlägt sie alle um Längen!

Selbst für notorische Grungehasser geeignet - wobei sich die Frage stellt, ob man dieses Werk jener Musikrichtung überhaupt zuordnen kann.


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