newseasonhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More blogger ssvpatio Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale
Profil für Bleiglanz > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Bleiglanz
Top-Rezensenten Rang: 82.170
Hilfreiche Bewertungen: 231

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Bleiglanz "__" (Regensburg)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Helge Schneider - Komm hier haste ne Mark
Helge Schneider - Komm hier haste ne Mark
DVD

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Typischer Auftritt, 22. Juni 2015
Dass der seine ganzen Reisekameraden und Schlittenhunde aufgefressen hat - wer kann über so was lachen? Ich schon!

Ein gelungener Auftritt des Meisters, wer noch nie auf einem Konzert war kann sich damit gut vorbereiten. So ungefähr läuft das ab, und doch völlig anders.

Der BESTE Entertainer den ich jemals hatte.


Wie das Gehirn die Seele macht
Wie das Gehirn die Seele macht
von Gerhard Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übel, ganz übel - und dabei war ich nie scharf auf Mama!, 8. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An der Grundthese des Buches (dass nämlich alle geistigen Vorgänge, alle Gefühle, Stimmungen, Gedanken etc.) rein physikalische Phänomene sind, die von Gehirnen erzeugt werden, besteht kein Zweifel. Dass es noch ein paar verwirrte Philosophen gibt, die einen übernatürlichen Faktor - eine magische Zutat - diskutieren und den Dualismus ernst nehmen, ist verblüffend, denn tatsächlich gibt es nicht die geringste Evidenz dafür.

Viel Evidenz für einen starken Monismus (sprich: reinen Materialismus, Physikalismus) ist zwar in dem Buch enthalten, nur leider liegt der Schwerpunkt ganz woanders: beim alten verrückten Scharlatan Sigmund Freud, dessen - seit Jahren völlig diskreditierten - Blödsinn das Autorenduo mit aller Gewalt neuro-pseudo-wissenschaftlich wiederbeleben will. Fast schon lächerlich. Dass das Buch zwar völlig naturalistisch sein will und trotzdem meint, ohne den "bösen" Reduktionismus auskommen zu können (mittendrin ein paar Seiten metaphysisches Geschwurbel über Emergenz) ist für den Kenner sehr erheiternd.

Nur mal für den Anfang: Dass Roth und Strüber allen Ernstes von einer "Kompression" im Zusammenhang mit der Speicherung von Erinnerungen im Langzeitgedächtnis sprechen ist absurd. Es handelt sich hier nicht um eine Kompression, sondern um das Wegwerfen einen großen Teils der relevanten Informationen, so dass das Erinnern lange zurück liegender Ereignisse im wesentlichen eine Märchenstunde ist (das Gehirn erfindet einfach Füllmaterial zu den wenigen wirklich gespeicherten Informationen). Die ganze Darstellung dieses Themenkomplexes ist im Buch völlig irreführend, was aber kein Wunder ist, glaubt das Autorenduo doch tatsächlich noch an die klassische "Verdrängung", obwohl dieser unwissenschaftliche Unsinn von Freud nie nachgewiesen werden konnte.

Geradezu zwanghaft geht es immer wieder um frühkindliche Erfahrungen (Gewalt, sexueller Missbrauch, etc.) und dass diese Erfahrungen irgendwelche messbaren Folgen für die Persönlichkeit (und geistige Gesundheit) eines Erwachsenen hätten. In der wissenschaftlichen Psychologie wird das ja eigentlich als "lost case" betrachtet, weil viele Zwillingsstudien und eine wahre Überfülle anderer Untersuchungen eben keine schlüssige Evidenz für diese Annahme erbringen konnten.

Immer wieder folgender Ablauf: Erwachsener hat Problem P, dafür gibt es einen genetischen Faktor G (beliebt: Serotonin-Transfer). G alleine reicht aber nicht, es muss auch ein Umweltfaktor U vorhanden sein (z.B. ein Trigger-Ereignis). Das reicht auch noch nicht, also brauchen wir auch noch eine frühkindliche Erfahrung F. Gerade wenn man glaubt, das war es aber jetzt, bekommt man erklärt, dass auch beim gleichzeitigen Vorliegen von G, U und F noch nicht notwendig auch das Problem P vorliegt: denn es gibt ja das Phänomen der Resilienz. Was soll man mit so einer Geschichte anfangen, wenn die nötigen Zahlenwerte fehlen? Dass man nix genaues nicht weiß, nicht wissen kann? So gut wie nie erfährt man Details über die zitierten Studien, der Verdacht liegt nahe, dass sich da viele p-Hacking Resultate (gewonnen mit läppischen Fragebögen für sehr kleine Gruppen von Probanden) darunter befinden.

Was zu einem Hauptproblem des Buches führt: das Autorenduo muss jede lateinische Fachbezeichnung für jedes Hirnareal ununterbrochen wiederholen, steht aber leider mit Zahlen auf Kriegsfuß. Die Diagramme im Buch sind durchweg lächerlich, und alle Phänomene sind mal erhöht, mal vermindert, mal hemmt irgendwas oder verstärkt sich, andere Faktoren können den Effekt sogar umkehren - und so gut wie nie erfährt man, wie stark der XYZ-Spiegel eines Depressiven NUMERISCH erhöht ist und im Vergleich zu welcher Vergleichsgruppe. Wenn mal eine Prozentzahl erwähnt wird, dass ist es die falsche, irreführende Schnapszahl (65% aller Borderline Patienten berichten über frühkindlichen Missbrauch: wie üblich wird die Frage, wie viele Opfer von frühkindlichem Missbrauch später eine Borderline-Störung entwickeln nicht einmal erwähnt). Solchen Unfug findet man sonst nur bei Journalisten.

Am Ende wird es dann völlig grotesk: Im Kapitel über die Wirksamkeit von Therapien ist quasi ein Offenbarungseid enthalten - von einem Nachweis der Wirksamkeit spezifischer Therapieformen kann keine Rede sein - und im nachfolgenden Kapitel wird genau diese behauptet. Gerade die Psychoanalyse ist ja völlig erledigt, weil alle Versuche eine Wirksamkeit nachzuweisen fehlgeschlagen sind. Natürlich kontern die beiden Autoren mit dem - für ein wissenschaftliches Werk - irrsinnigen Argument, solche Nachweise der Evidenz-basierten Medizin seien hier nicht anwendbar. Entweder diese Texte wurden von verschiedenen Autoren verfasst oder diese Widersprüche sind für so grandiose Forscher nicht mehr wahrnehmbar. Die besondere "therapeutische Arbeitsbeziehung" zwischen Therapeut und Patient wird ausgiebig beschwurbelt; dass schlechte, verkorkste Therapeuten auch gewaltigen Schaden anrichten können und angerichtet haben (durch finanzielle Ausbeutung, eine Verschlimmerung der Krankheit, sexuelle Übergriffe) wird nicht einmal erwähnt.

Fazit: ein unfassbar schlechtes Buch, mit vielen interessanten Fakten und Details über die neurologischen (sprich: chemischen, elektrischen) Fundamente unserer (für immer subjektiven) Erfahrung des Bewusstseins. Leider eng verwoben mit dem Stuss von Sigmund Freud. Das Autorenduo konnte sich noch nicht einmal dazu aufraffen, den Ödipuskomplex, den Penisneid und andere idiotische Erfindungen von Freud korrekt als wertlosen Mist zu bezeichnen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2015 9:56 AM MEST


Stoner: Roman (dtv Fortsetzungsnummer 10)
Stoner: Roman (dtv Fortsetzungsnummer 10)
von John Williams
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich einer der besten Romane des 20. Jahrhunderts überhaupt, 10. Mai 2015
Jeder Leser und jede Leserin mit einem Hauch einer Ahnung davon, was gute Literatur ausmacht wird diesen Roman sofort als Meisterwerk erkennen. Wäre einen Nobelpreis wert - aber das ist unwichtig.

Ganz offensichtlich sind wir hier in der Liga von Isaac B. Singer, Tolstoi, Tschechov, usw. Ein tiefer, berührender und sehr menschlicher Roman, den ich persönlich eigentlich gar nicht so traurig oder melancholisch finde.

What did you expect?

fragt sich Stoner am Ende seines Lebens - und der Leser bzw. die Leserin am Ende der Lektüre.

Das 5-Sterne Bewertungssystem von Amazon ist hier völlig unbrauchbar, Stoner gehört in eine andere Sphäre.


Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift
Geisterstunde: Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift
von Konrad Paul Liessmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klar und gut geschrieben, 19. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein sehr gutes Buch - und eines der wenigen Bücher zum Thema Bildung, das es überhaupt wert ist gelesen zu werden (ich kenne sehr viele, und die meisten sind wertlos).

Bestimmt auch ein tröstendes Buch für Lehrerinnen und Lehrer, denen ihr "Fach" abhanden gekommen ist und die verwundert in den Lehrplänen nach dem "Stoff" suchen, den sie eigentlich unterrichten sollen.

Liessmann beschreibt die absurden Auswüchse einer Bildungsdebatte und Bildungspolitik mit viel Einblick in die tatsächlichen Gegebenheiten. Er hat eine ganz andere Vision davon, was Bildung eigentlich sein soll und ist einer letzten, die überhaupt noch über die Notwendigkeit von Faktenwissen (Tatsachen, die ohne technische Hilfsmittel aus einem menschlichen Gehirn abrufbar sind) nachdenken. Wie man kreativ Probleme lösen oder neue Informationen einordnen soll, wenn man überhaupt kein Wissen mehr parat hat - sondern nur noch Kompetenzen zur Verfügung - das ist nur eines der Probleme des neuen Paradigmas vom "Nachschauen im Netz".

Er erinnert mich (vor allem in den letzten Kapiteln) ein wenig an den späten Erwin Chargaff, auch wenn er meiner Meinung nach viel zu optimistisch ist, was die Zukunftsaussichten betrifft. Aber man muss ja schon dankbar sein, dass heute überhaupt noch eine Stimme zu hören ist, die Jugendlichen ganz im Ernst nahelegt, mal ein richtiges, echtes Buch zu lesen. Sich "bilden" macht eben oft keinen Spaß, macht nicht unbedingt glücklich, ist mit Anstrengungen verbunden und ist etwas ganz anderes als das, was sogenannte Bildungsexperten mit viel medialem Getöse verkünden.

Was mich zu ein paar Kritikpunkten bringt:

1. Ahnungs- und geistlose Komiker wie Precht oder Hüther sollten im Zusammenhang mit Bildung eigentlich nicht erwähnt werden, das ist zu viel der Anerkennung (auch wenn Liessmann die Dinge ziemlich klar beim Namen nennt)

2. Dass die Explosion der Reformpädagogik (sprich: der Freundes- und Dunstkreis des Kindervergewaltigers Gerold Becker) keine Lücke ins Phrasengebirge der Reformer gesprengt hat ist ein Paradox, das müsste mal jemand beleuchten - leider lässt Liessmann dieses Thema ganz aus

3. Liessmann hält sich mit Kritik an den Lehrern und Lehrerinnen ziemlich zurück. Jede Kritik wird ja im Moment sofort durch die Bezeichnung "Lehrerbashing" ausgehebelt, ganz so als sei alles in Ordnung. Es müsste ihm doch klar sein, dass die - mehrheitlich - gar nicht in der Lage sind, die Art von Bildung zu vermitteln die ihm vorschwebt. Zumal die nächste Lehrergeneration, die jetzt das Referendariat beendet ja selbst schon mit Powerpoint, Kompetenzen, Spielkonsole nach einem Bologna-Schulstudium völlig unwissend und kulturlos die Beamtenstellen in den Schulen besetzt.

4. So sehr er die Geisteswissenschaften (zu recht) lobt, einen Punkt hätte er ansprechen sollen: die Pädagogik, die Didaktik und die Erziehungswissenschaften - völlig wertlose Simulationen von "Wissenschaft", die in den letzten 50 Jahren so wenig zur "Bildung" beigetragen haben, dass man eigentlich sagen muss: gar nichts. Professoren, Lehrstuhlinhaber und an die Uni abgeordnete Lehrer produzieren mit drögem Didaktik-Geschwafel bedrucktes Papier, das keiner liest und keiner braucht. Eine Farce.

5. Ein solches Buch muss meiner Meinung nach den riesigen Elefanten mal beim Namen nennen, der die ganze Debatte über Bildung merkwürdig sinnlos erscheinen lässt: Die Tatsache nämlich, dass heute sehr viele Schülerinnen und Schüler nachmittags mehrere Stunden mit Computer, Smartphone, Spielekonsole, Youtube und Fernsehen verbringen. Ob Herr Liessmann schon mal ein Let's Play Video angeschaut hat? Oder Call Of Duty angespielt hat? Die Eltern haben längst resigniert, die Schulen ignorieren das Problem - und Herr Liessmann interessiert sich auch nicht weiter dafür. Dabei ist in diesem Kontext eine Erziehung oder Bildung nach seinen Vorstellungen völlig unmöglich, ausgeschlossen, ein Hirngespinst.

Eines wird beim Lesen dieses Buches klar: eine Bildung wie Konrad Liessmann Sie propagiert ist heute tatsächlich eine Bildung in die Einsamkeit hinein. Das Ziel (wenn man es mal so nennen möchte), dass man junge Menschen dazu befähigt, Freude an schönen Dingen und Ideen überhaupt empfinden zu können, einen historischen/gesellschaftlichen/wissenschaftlichen Kontext ihres Lebens "auswendig" in ihrem Gehirn zu haben - das wird man nicht mehr erreichen können.

Ein 16-jähriger Schüler, der Wielands "Geschichte des Agathon" liest, damit kämpft, sich das Buch erschließt - was soll der später mal machen? Welchen Freundeskreis wird er haben und wo soll der mal eine Frau zum heiraten finden? Solche Schüler hat es vielleicht vor hundert Jahren an Wiener Gymnasien gegeben, das ist vorbei, diese Welt ist untergegangen.

Aber als Traum, als Ideal - eigentlich eine schöne Idee.

Deswegen eine klare Kaufempfehlung, fünf Sterne sind eher zu wenig.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2014 12:41 PM CET


Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (Baumhaus Verlag)
Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt! (Baumhaus Verlag)
von Jeff Kinney
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,99

138 von 226 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übel, 13. Dezember 2009
Ein anti-intellektuelles, gemeines, vulgäres und dummes Buch. Ich hatte mich von einem kurzen Blick auf die ersten paar Seiten täuschen lassen und ein nettes Kinderbuch in der Art von Calvin und Hobbes erwartet. Weit gefehlt, sogar sehr weit.

Greg ist ein kleiner unangenehmer Idiot, der seinen "besten Freund" Rupert ständig demütigt und quält. Dieser ist natürlich auch ein Trottel, so dass das ganze "lustig" ist. Als Rupert einmal durch eine Verwechslung anstelle von Greg bestraft wird, stellt dieser nicht etwa die Sache klar - er lügt und schwindelt sich aus der Situatuion heraus. Soll wohl auch irgendwie "lustig" sein. Überhaupt ist das Buch eine einzige Abfolge von Demütigungen und Erniedrigungen fast aller Kinder die darin vorkommen, Mobbing in der Schule ist der "lustige" Normalfall.

Die Eltern sind natürlich auch Idioten.

Ein Vater, der die Computerspiele seiner Kinder auf alterstauglichkeit überprüft ist natürlich auch ein Trottel, den man leicht austricksen kann.

Es irgendwie zu schaffen, den Mathematikunterricht zu versäumen ist natürlich "cool".

Eine Theateraufführung in der Schule zu ruinieren ist natürlich auch "cool".

Computerspiele sind natürlich sowieso "cool", das braucht man heutzutage eh nicht mehr hinterfragen.

Man könnte ewig so weitermachen, in dem Buch ist soweit ich das sehe überhaupt nichts zu finden, das ich meinem Kind gerne erzählen würde.

Fazit: Für durchschnittliche Kinder, d.h. solche die am Tag drei Stunden fernsehen und zwei Stunden vor dem Computer sitzen, ist das sicherlich ein Buch, mit dem sie was anfangen können.
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2015 5:25 PM CET


Der kleine Tyrann
Der kleine Tyrann
von Jirina Prekop
  Taschenbuch

74 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch, das in jeder Elternbibliothek fehlen sollte, 14. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Tyrann (Taschenbuch)
In arroganter Manier und beruhend auf auf reinster Küchenpsychologie wird die sog. "Trotzphase" von der Autorin zu einer Krankheit aufgeblasen.
Der erste Teil besteht aus einer kruden und unwissenschaftlichen Suche nach Ursachen und Symptomen der "Herrschsucht" und ist recht unverständlich.
Danach wird das ganze durch die einfältige und reaktionäre Pseudo-Religion Bert Hellingers untermauert; im wesentlichen bekommt man esoterisches Geraune über "Ordnungen", "die Liebe", "das Sippengewissen" und ähliche Luftblasen präsentiert (auch das 4. Gebot fehlt natürlich nicht).
Die "Lösung" wird recht schwammig skizziert, besteht aber prinzipiell aus körperlicher Gewalt: Das renitente Kind wird in einer Weise "festgehalten", d.h. umklammert bzw. umarmt, die jede körperliche Willensäusserung unterdrückt. Dieses Festhalten kann durchaus mehrere Stunden dauern und endet damit, dass die "Liebe wieder fliessen kann" - sprich: der Wille des Kindes gebrochen ist. Selbstverständlich soll vorher ein Familienaufstellen nach Hellinger erfolgen...
Im Kern dieser sog. "Festhaltetherapie" steht - ganz brutal gesagt - das Prinzip "Abwatschen bis endlich Ruhe ist". Natürlich gut verkleidet: die "Liebe" hier die "Liebe" da die "Liebe" die "Liebe" die "Liebe"...
Mir tun die Kinder leid, deren Eltern auf diesen Nonsense hereinfallen.


Seite: 1