Profil für Claus Stender > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Claus Stender
Top-Rezensenten Rang: 7.175
Hilfreiche Bewertungen: 73

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Claus Stender (Hamburg)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
Eric Bibb in 50 Songs
Eric Bibb in 50 Songs
Preis: EUR 24,84

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Compilation der Jahre 2003-2013 mit fast 200 Minuten Musik!, 23. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Eric Bibb in 50 Songs (Audio CD)
Bevor Eric Bibb gegen Ende des Jahres sein neuestes Studiowerk vorstellen wird, hat seine europäische Plattenfirma "Dixiefrog", diese labelübergreifende 3-CD Retrospektive zusammengestellt, die 47 Songs enthält, die aus 10 Alben der letzten 10 Jahre stammen, angefangen 2003 mit "Natural Light", bis zum Album "Jericho" von 2013.

47 Songs? Ja, denn drei Tracks hat Eric Bibb für die 3-CD Box neu aufgenommen, die Traditionals "Wayfaring Stranger", und "Needed Time", sowie "Shingle by Shingle", das von ihm geschrieben wurde.
Damit werden natürlich auch jene angesprochen, die die besagten 10 Alben schon haben, aber wer Eric Bibb kennenlernen möchte, bekommt hier auf drei CD's fast 200 Minuten qualitativ hochwertige Musik geboten, die knapp über dem Preis einer einzelnen CD liegt und somit im wahrsten Sinne des Wortes preiswert sind.

Eric Bibb's Musik lässt sich nur oberflächlich als "Acoustic–Blues" bezeichnen, denn viele andere Musikströmungen finden sich in seinen Songs und nicht alles ist akustisch. Mal ist Eric Bibb der folkige "Storyteller", dann wieder mehr dem Soul zugewandt, gerne mit prominenter Vocal Unterstützung, wie von Ruthie Foster auf "For You", oder von Taj Mahal auf "Goin' Down Slow".
Letztlich bleibt sich Eric Bibb immer treu, selbst beim Album "Brothers In Bamako", dass er mit dem afrikanischen Musiker Habib Koite zusammen released hat und von dem hier zwei Stücke vertreten sind, die sie auch zusammen komponiert haben, "On My Way To Bamako" und "Send Us Brighter Days". Der Gospel ist eine weitere Komponente, die in Eric's Musik eine Rolle spielt.

Der Vollständigkeit halber noch die noch nicht genannten anderen 7 Alben, aus der sich diese Compilation speist, denn zwischen 2003 und 2013 hat Eric auch noch andere Sachen herausgebracht: "Friends", "A Ship Called Love", "Praising Peace", "Diamond Days", "Spirit I Am", "Live A Fip", und "Deeper In The Well".

Wem die Wartezeit bis zum neuen Eric Bibb Album doch noch zu lang ist, dem möchte ich zum Schluss noch ganz kurz auf Eric's Tochter Yana Bibb hinweisen. Die hat gerade ihr Debutalbum herausgebracht "Not A Minute Too Late"! Vocal-Jazz eingespielt mit einer fantastischen Band und eine Stimme hat Yana…."wow", wenn ich mir diesen unprofessionellen Ausbruch erlauben darf, die kann singen.

Für Eric Bibb in 50 songs die Daumen hoch und Kaufempfehlung!

::cs::


Holy Ghost
Holy Ghost
Preis: EUR 18,98

5.0 von 5 Sternen Gefällt mir sehr? Gefällt mir außerordentlich gut!!!, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Holy Ghost (Audio CD)
Mit "Holy Ghost" legt Marc Ford nach 2008 endlich wieder ein Studioalbum vor! ("Fuzz Machine" von 2010 wurde bereits 2007 aufgenommen).
Es ist ein sehr persönliches, ruhiges und qualitativ hochwertiges Album geworden, das diesen Sommer sicher für Furore sorgen wird.
Diese Musik wird wohl der Abteilung "Americana" zugeordnet werden und es würde mich nicht wundern, wenn "Holy Ghost" Ende des Jahres 2014 in den Bestenlisten ganz vorne auftauchen wird!

Einiges ist neu bei Marc Ford, z.B. sein Label "Naim", das in England beheimated ist, wo "Holy Ghost" auch aufgenommen wurde. Auch, dass er dies mit Hilfe der englischen Band "Phantom Limb" tat, deren letztes Album Marc Ford produziert hat und deren fruchtbare Zusammenarbeit hier fortgesetzt wird.
Von familiärer Seite ist seine Frau Kirsten dabei (Bg-voc) und sein Sohn Elijah (g,voc), der nicht nur festes Tourmitglied ist, sondern einen guten Teil der Gitarrenarbeit übernommen hat und sich immer mehr als Musiker entwickelt. Außerdem ist noch Marc's Kumpel Chris Lizotte dabei, der auch Vocals beisteuert.

Sicher wird viele überraschen, dass entgegen den letzten Veröffentlichungen auf "Holy Ghost" keine "Fuzz-Gitarren", keine "Screaming Les Paul's" oder "Stats" mehr zu hören sind und Marc sendet auch keine "Smoke Signals" mehr. Trotzdem kommen Gitarrenfreunde auf ihre Kosten.

Allerdings sendet Marc jetzt andere Signale, seit er härtere Freizeit - Pharmazeutika meidet und den Weg zu Gott, vor allem aber zu sich selbst gefunden hat. Das wird auch in seinen Texten hörbar, aber nie wirkt Marc Ford predigend, oder maßt sich an, andere bekehren zu wollen. Doch nicht von ungefähr heißt das gesamte Album "Holy Ghost", denn einen Song der so heißt, gibt es auf der CD nicht.
Leider fehlen die Texte im Digipak und das ist das einzige Manko, das ich ausmachen konnte.

Auf "Holy Ghost" überiegen die akustischen Instrumente, aber auf Bewährtes wie die Pedal Steel Guitar, Hammond Organ, oder ein Fender Rhodes Piano wurde nicht verzichtet und natürlich sind nicht alle Gitarrensounds akustisch. Bei Marc Ford ist auch diese "Songwriter Komponente" zurückgekommen, die schon auf einigen Stücken seiner 1. Soloplatte "It's About Time" zu hören waren. "When You Go" sei als Beispiel genannt. Von daher ist der Sound von "Holy Ghost" nicht so neu.
Geschickt wird aber auch mal ein Banjo eingesetzt, wie beim dritten Song "Dancing Shoes", oder auch Strings bemüht, wie bei den Tracks 5 "In You", oder beim letzten Track "Call Me Faithful". Doch auch Marc und Elijah brillieren mit Soli auf der Gitarre , z. B. auf "Sometimes" und auch die Freunde der Slideguitar, teils im Zusammenspiel mit der Lap Steel, kommen auf ihre Kosten.

Das Album lebt von den vielen Gitarrensounds, die außer von Marc Ford, seinem Sohn Elijah, von Luke Cawthra, Luke Smith und Stew Jackson (aka Robot Club) gespielt werden, aber hervorgehoben sei hier das Songwriting. Marc Ford hat alle Tracks "Robot Club" hat die Aufnahmen auch produziert, aber ob Marc diesem Club beigetreten ist, kann man dem Digipak nicht entnehmen. Als Producer genannt wird "Robot Club".

Ein Stück des Albums, das aufgenommen wurde, aber letztlich doch nicht den Sprung auf die CD gefunden hat ist der Song "All Over You", übrigens als free download auf [...] Marc's Website markfordmusic.... zu erhalten. (Amazon hat die genaue Adresse gelöscht)

Folgende, grandiose Textzeilen möchte ich zum Schluss unkommentiert lassen. Sie sprechen für sich, besser, sie sprechen für Marc Ford und da Englisch nicht meine Muttersprache ist, hätte ich mich – wie gesagt - über alle abgedruckten Texte gefreut!

“You can’t hurt me now, I’m all out of tears…
I have reached an end of feeling so blue.
You can’t hurt me now, I’m all over you.”

From "All Over You" by Marc Ford (Outtake from "Holy Ghost")


Not a Minute Too Late
Not a Minute Too Late
Preis: EUR 20,17

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Star am Vocal-Jazz Himmel!, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Not a Minute Too Late (Audio CD)
Yana Bibb "Not A Minute Too Late" – 10 Songs, Dixiefrog 2014 (in der Beschreibung von Amazon sind 11 Tracks genannt, meine CD hat nur 10, der Track 10 "Star Treatment" ist nicht darunter)

Bisher hatte Yana Bibb nur eine 3-Track EP veröffentlicht. Das war 2007 und jetzt, sieben Jahre später, bringt sie ihr erstes "richtiges" Album "Not A Minute Too Late" beim französischen Label "Dixie Frog" heraus.
Nach dem ersten Hören der 10 Tracks der CD kommt man unweigerlich zu dem Schluss "Not A Minute Too Late….aber es hätte auch früher sein dürfen".

Der Name "Bibb" wird dem einen oder anderen geläufig sein, denn ihr Großvater Leon Bibb war Schauspieler und ein "Folkie", während ihr Vater Eric Bibb eine Koryphäe des Acoustic Blues ist. Natürlich kann es Segen oder Fluch sein, einen bekannten Namen wie "Bibb" zu tragen, doch Yana Bibb legt ein derart souveränes Album vor, dass in der "Vocal-Jazz" Welt für Furore sorgen wird und sicherlich auch mit dem Namen "Yana Smith" Erfolg hätte.
Allerdings hat sich Eric Bibb seht zurückgehalten, lediglich einen Song hat er produziert, den er auch geschrieben hat "Send Love" und auf ihm, sowie auf dem mit seiner Tochter geschriebenen Track "Oceans", spielt Eric auch Gitarre. Beim Song "Send Love" ist auch Leon Bibb dabei und bringt seine Stimme ein.
Ansonsten hat Yana Bibb ihr Debut mit den beteiligten Musikern produziert, mit Ausnahme von 2 Stücken, für die Glen Scott verantwortlich zeichnet. Herausragend ist aber nicht nur die Stimme von Yana Bibb, auch Oskar Winberg ist zu nennen, der auf den beiden Stücken hervorragende Arbeit an der Gitarre leistet.

Neben der typischen Jazzbesetzung, Upright Acoustic Bass, Drums und Piano und natürlich der wunderschönen, kristallklaren und vollen Stimme von Yana Bibb, werden die Songs z.B. mit einer Horn Section veredelt, wie das Titelstück "Not A Minute Too Late", mit dem Saxophon bei "Bare It All", oder mit zusätzlichem "Kammerorchester" mit Cello, Viola, Violin, wie bei "Need You".
Yana Bibb hat ca. die Hälfte des Albums geschrieben, greift aber auch auf Standards zurück, wie "You Don't Kno What Love is", "Save Your Love For Me", oder "I'm Gonna Lock My Heart". Das kann sie und gerade das schwer zu singende erstgenannte Stück zeigt, wie gut sie das Repertoire beherrscht.
Doch Yana Bibb gibt ihren Mitmusikern auch die Möglichkeit, mit Soli zu gefallen, genannt seien der Basser Peter Olynciw, der Pianist Allessandro Fadini und dem Schlagzeuger Soo Jin Suh.

Yana Bibb ist in New York City geboren, aber in Schweden aufgewachsen und die Melancholie, die u.a. den Vocal-Jazz in Skandinavien auszeichnet, kommt auch auf diesem Album zum Tragen. Den letzten Track der CD "Huldrans Sång" singt sie auch auf Schwedisch. Allerdings kommt auch ihre Lebensfreude zum Ausdruck, z.B. beim Titelstück. Da swingt es und wer da nicht unwillkürlich mit den Füßen wippt, dürfte wohl überhaupt nichts mehr wahrnehmen.

Yana Bibb wird ihren Weg gehen und hoffentlich noch viele Alben veröffentlichen. Allerdings muss sie sich mit diesem fantastischem Debut höchster Qualität messen lassen. ::cs::


Cream of the crop
Cream of the crop
Preis: EUR 15,98

5.0 von 5 Sternen Der Titel sagt es: Topsahne!, 8. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Cream of the crop (Audio CD)
Tommy Schneller "Crop of the Cream"

10 Tracks, Cable Car Records (2014) Review by ::cs::

Die neueste Veröffentlichung aus dem Hause "Cable Car Records" ist das Album "Crop Of The Cream" von Tommy Schneller, erschienen am 07. März 2014. Schon der Vorgänger "Smiling for a Reason" wurde hier produziert und Tommy Schneller setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Henrik Freischlader und seinem Label fort.

"Cream of the Crop" ist ein Pop Album im positivsten Sinne, will heißen Tommy Schneller wird mit diesen populären Aufnahmen eine Menge verschiedener Hörer ansprechen und finden, auch im Radio.

Henrik Freischlader hat nicht nur produziert, er spielt auch Bass, Drums und natürlich Gitarre, aber ganz klar dominiert Tenor-Saxer Tommy Schneller mit seiner Horn-Crew diese 10 Songs des Albums. Diese besteht aus Gary Winters (Trumpet, Flugelhorn) und Dieter Kuhlmann (Trombone). Gary Winters ist natürlich ein "Joker" in diesem Ensemble, er hat schon auf Alben von Fred Wesley und aktuell auch mit Bootsy Collins und hat hier außerdem auch zu einigen Lyrics beigetragen und ca. die Hälfte der Horn-Arrangements geschrieben. Die andere Hälfte Schneller/Kuhlmann.

Geboten wird eine zündende Mischung aus Funk, Soul, Rock und Blues, die mal mehr zu der einen, mal zu der anderen Richtung tendiert. Über allem aber thront die Stimme von Tommy Schneller. Gerade bei den ruhigeren Stücken wie dem Slowblues "Hands in the Air" (Track 1), oder bei "Your Somebody Else" (Track 7), kommt seine warme und warme Stimme voll zur Geltung. Doch Tommy Schneller kann auch anders, z.B. swingend beim Titeltrack "Crop of the Cream" (Track 3), oder funkig bei "Why Did I Do" (Track 8). Letztlich ist es aber unfair, einzelne Songs hervorzuheben, denn alle bewegen auf gleichem, sehr hohen Niveau.

Wie immer "aus dem Hause Cable Car Records" kommt auch "Cream Of The Crop" im Digipak plus einem 12-seitigen Booklet, das auf der einen Seite alle Texte abbildet, sowie die Musiker der einzelnen Tracks benennt und auf der Rückseite ein Mini-Poster von Tommy Schneller zeigt (ca. 36 x 24 cm).

Die Aufnahmen wurden in den Megaphon Studios in Arnsberg unter der Leitung von Martin Meinschäfer eingespielt und dieser Name bürgt so sehr für Qualität, dass Henrik Freischlader "einst" ein ganzes Album nach ihm benannt hat! Er war auch für das Mixen und das Mastering verantwortlich und hat wie immer einen tollen Job gemacht.

Ich bin sicher, dass den Beteiligten hier ein Album gelungen ist, das in Deutschland Standards setzt und auch international von sich reden machen wird.


The Lily
The Lily
Preis: EUR 17,98

5.0 von 5 Sternen Fantastische Blues Shouterin aus Kanada und verdammt gut!, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Lily (Audio CD)
Layla Zoe "The Lily" (2013) Cable Car Records 11 Tracks – ca. 64min

Beinahe wäre mir diese Künstlerin aus Kanada "durch die Lappen gegangen", denn beim Blick auf die Songlist las ich bei Track 1 den Gospelsong, "Glory, Glory Hallelujah", den wohl jeder kennt und wähnte nichts Gutes.
Doch wie Layla Zoe das Lied singt, ohne Instrumentenbegleitung und das mit einer solchen Inbrunst, Energie und Soul in der Stimme, dass sie mich "instantly" auf ihrer Seite hatte und mich nach Ende der CD vollends überzeugt hatte.

Vielfach las ich jetzt, dass Sie wie ein Mix aus "der und der" klingt, doch Layla Zoe hat etwas Eigenständiges und sie wird es sein, die als Referenz herangezogen wird, wenn in Zukunft von orginellen Bluessängerinnen die Rede sein wird.

"The Lily" ist die zweite CD aus dem Hause "Cable Car Records" und Blueser, sowie Labelboss Henrik Freischlader war wieder maßgeblich als Produzent und Musiker an diesem Album beteiligt. Er schrieb auch die Musik, während Layla für die großartigen Lyrics verantwortlich zeichnet, von den Coverversionen natürlich abgesehen (Das schon erwähnte "Glory,Glory…." und "Hey, Hey, My, My", bekannt von Neil Young, der Schlusstrack der CD).

Layla Zoe beherrscht stimmlich alle Spielarten des Blues, von ruhig (Track 4, "Gemini Heart" bis rockig (Track 11 "Hey, Hey…"), doch wie sie die ruhigeren Bluesstücke interpretiert, z.B. die Tracks 7, "Father" und 8, der Titeltrack "The Lily", das ist aller Ehren wert und wirkt ungekünstelt und authentisch.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich Martin Meinschäfer, der die Aufnahmen eingefahren hat und der für Qualität und Professionalität steht, was er auf den Alben von Henrik Freischlader hinlänglich bewiesen hat. Der einzige Musiker der mit Layla und Henrik im Studio weilte, war Moritz Führhop, der mit seinen Hammond- Orgel Einlagen oft für das "i-Tüpfelchen" sorgte. Alle anderen Instrumente die zu hören sind, spielt Henrik Freischlader.

Wie man es von "Cable Car Records" gewohnt ist, kommt "The Lily" in einem schönen Digipak + Booklet und mit allen Texten. Die stimmungsvollen Fotos kommen von Timo Wilke, der auch Henrik's Alben verschönert.

Es ist schön zu beobachten, wie mehr und mehr Frauen sich einen Platz in der Blueswelt erobern und Layla Zoe wird sich ganz weit oben einreihen, da bin ich sicher! ::cs::


Way Down Deep
Way Down Deep
Preis: EUR 16,98

5.0 von 5 Sternen David's bestes Album!, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Way Down Deep (Audio CD)
Ich möchte, nein ich muss für David Grissom Partei ergreifen. Eines vorweg: Die CD ist zu kurz, es gibt EP's die länger sind. Darüber sind wohl alle einig. Doch künstlerisch gibt es nichts zu meckern, vergleicht man "Way Down Deep" mit den beiden Vorgängeralben. Die Musik ist das Beste, was David Grissom bisher veröffentlicht hat. 6 Tracks hat das Album und jeder überzeugt.

"Flim Flam", Track 1 ist ein Instrumental, gefolgt von dem Titeltrack "Way Down Deep" und in der Reihenfolge geht es auch weiter. Track 1, 3 und 5 sind Instrumentals und 2, 4, 6 mit Gesang.
"Belly Of The Beast" (Track 3, Instr.) wurde schon mal auf einem Sampler veröffentlicht, alle anderen Songs sind neu.
Die ersten 5 Tracks sind rockig und Liebhaber des Gitarrenspiels von David Grissom kommen hier voll auf ihre Kosten. Teilweise erkenne ich einen jammigen Charakter der Aufnahmen und 4 der 6 Tracks sind auch über 5 Minuten lang. Der letzte Track "Final Rendevouz (for Stephen)" ist Stephen Bruton gewidmet, einem fantastischen Gitarristen und Songwriter der auch aus Texas stammte (geb. in Delaware, aber mit 2 Jahren kam er nach Texas) und der mit David befreundet war.

Bleiben noch Track 4 und 5 zu nennen. "Runnin' On Fumes" und das Instrumental "Skimming The Surface".

Zum Preis. Wer €20,- ausgibt - selber Schuld! Wer gibt denn heutzutage €20,- für eine CD aus?

Ich habe über Amazon-Marketplace €7,75 inkl. Versand bezahlt und auch jetzt noch bekommt man sie recht günstig und für kleines Geld.
Bedenke ich, wieviele Stücke ich manchmal von den CD's haken muss, weil sie mir nicht gefallen, bleiben manchmal weniger als 30 min an guter Musik übrig. Unter dem Gesichtspunkt erhält man mit "Way Down Deep" über 30 Minuten qualitativ sehr gute Musik. Trotzdem bin ich der Meinung, man hätte die CD als EP deklarieren müssen. Ich weiß zwar, dass David den Preis sehr niedrig gehalten hat, doch leider interessiert es viele Händler nicht und verlangen horrende Preise.

Es gefällt mir sehr, was auf "Way Down Deep" zu hören ist. Und "Gefällt mir sehr" sind 5 Sterne und eine volle Kaufempfehlung wenn der Kurs stimmt.


Tour 2010 Live
Tour 2010 Live
Preis: EUR 20,98

5.0 von 5 Sternen Henrik und seine Band überzeugen auf ganzer Linie!, 23. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Tour 2010 Live (Audio CD)
Henrik Freischlader – Tour 2010 Live (2010)

Nachdem Henrik Freischlader sein letztes Studioalbum "Recorded by Martin Meinschäfer" betitelt hatte, nahm er dessen Dienste auch für die darauf folgende Tour in Anspruch. Man war schon sehr gespannt auf den Auftritt der Band, weil Henrik auf "Recorded by MM" alle Instrumente selbst spielte.

Um es vorweg zu nehmen, man kann nicht anders als feststellen, dass die "Tour 2010 Live" mit das beste Live Album ist, das je aus deutschen Landen kam. Mit Henrik Freischlader ist aber auch ein fantastischer Künstler am Start, der mit Sicherheit auch international von sich reden machen wird. Nicht nur, dass er ein hervorragender Gitarrist, Sänger und "Songschmied" ist, er hat auch die Fähigkeit sich mit Leuten zu umgeben, die seinen professionellen Anspruch teilen und umsetzen.

Und bei der 2-CD "Tour 2010 Live" haben wirklich alle einen fantastischen Job gemacht!
Allen voran die Band (und da hat Henrik wirklich ein gutes Händchen bewiesen): Theofilos Fotiadis rockt den Bass, Hardy Fischötter schwingt die Drum Sticks und Moritz "Mr. Mo" Führhop groovt auf dem Organ. Sie sind eine Band und haben natürlich entscheidend zum Gelingen beigetragen.
Obwohl die Tracks der "Tour 2010 Live" in verschiedenen Städten der Tour aufgenommen wurden, hört es sich (fast) wie ein richtiges Konzert an. Das ist natürlich der Verdienst von Martin Mainschäfer, der nicht nur für die Live Aufnahmen verantwortlich war, sondern auch für das Mastering und den Mix.

Henrik Freischlader‘s zweites Live Album wurde diesmal in eigener Regie herausgebracht und das heißt, war die 3-CD "HFB – Live" (2008) noch bei "Pepper Cake" released worden und hat hauptsächlich die ersten beiden CD’s repräsentiert, so entstand die Doppel-CD "Tour 2010 Live" auf dem neuen, eigenen Label "Cable Car Records".
Dort hatte Henrik Freischlader zuerst das Studio Album "Recorded by Martin Meinschäfer" veröffentlicht (2009) und eben dieses Album wurde auf der "Tour 2010 Live" vorgestellt.

Die CD 1 von "Tour 2010 Live" startet mit exakt den drei gleichen Stücken, die auch auf "Recorded by MM“ zu finden sind, insgesamt sind es 9 Tracks: "I", "Got It Made" und "So Damn Cool". Und natürlich dominiert Henrik Freischlader mit seinem Gesang und seinem feinen Gitarrespiel das Konzert, ohne seine Bandkollegen in den Hintergrund zu drängen. Er gibt sogar Hardy Fischötter, dem Drummer, Gelegenheit für ein von (mir generell ungeliebtes) Drum Solo (Track 2, Disc 2), das mit dem Einbezug des Publikums allerdings schon etwas Besonderes ist.
Nach Track 4 "She’s Back" vom 2007er "Get Closer" Album, mit schönem Orgelspiel von Mr. Mo, folgt das Stück, das wohl von den Fans am meisten geliebt wird: „Bad Dreams (Wolkenwinde)“ mit einer Länge von fast 20 Minuten (18:54min)! Hier zeigt Henrik, dass er jetzt schon mit Sicherheit zu den besten Gitarristen Europas zählt.
Wenn ein Künstler dann auch noch die Gabe bekommen hat, gute Songs zu schreiben, fleißig und ehrgeizig ist und nicht "abrutscht", dann kann da etwas wirklich Großes entstehen, das dafür sorgt, dass Deutschland auf der Blues-Landkarte eine Bedeutung bekommt und nicht nur Schlagermusik der "Scorpions" zu bieten hat.

CD 2 endet mit der einzigen Coverversion des Albums "Foxy Lady" von Jimi Hendrix und das in einer Länge von über 13 Minuten. Hier zeigt Henrik Freischlader alle Register seines Könnens an der Gitarre. Doch halt. Es gibt noch den Bonus "Mo's Shuffle" (2:54), gespielt hauptsächlich "Mr. Mo" Moritz Führhop auf der Orgel, rundet die Sache ab.

Auch die 2-CD "Tour 2010 Live" erscheint in einem wertigen Digipak plus Booklet. Ich bin sicher, dass Henrik in seiner Funktion als Labelboss darauf eingewirkt hat, dass die CD's bei "Cable Car Records" so erscheinen, wie er es sich wünscht, wenn er einen Tonträger erwirbt. Das ist Henrik vollauf gelungen!


How It Feels to Fly
How It Feels to Fly
Preis: EUR 19,53

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich ein großartiger Wurf ist David Grissom gelungen., 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: How It Feels to Fly (Audio CD)
Der Songwriter aus Austin, Texas und ehemalige Gitarrist der Band Storyville“, legt sein inzwischen 4. Soloalbum “How It Feels To Fly“ vor.
Noch hat er vor allem in Europa den Status eines Geheimtipps, oder eines „Musicians Musician“, doch die Crew von Blue Rose Records, bekannt für das Signing von wirklich guten Roots Rock Bands aus den USA, hat die neue CD in Europa released und das heißt wie auch hier fast immer, dass sich die Künstler persönlich bei einer Promo-Tour für das neue Album vorstellen.

Die 12 Songs des Albums unterteilen sich in acht neue Studiotracks von etwa 35 Minuten Länge, gefolgt von vier Livetracks, die fast 30 Minuten lang sind. Nachdem die Vorgänger-CD „Way Down Deep“ zwar auch sehr gut ist, aber nur knapp über 30 Minuten lang, was auch zu Recht kritisiert wurde, bietet David Grissom jetzt ein Album, das kaum Wünsche offen lässt.

“How It Feels To Fly“ ist rockig, mal etwas “rootsiger”, dann und wann etwas härter und mal “bluesiger“, doch immer blitzt sein fantastisches Gitarrenspiel durch und man hört, warum z.B. die Allman Brothers sich um David Grissom bemühten, als eine Vertretung für den „verhinderten“ Dickey Betts gesucht wurde, um die Live Konzerte zu spielen. Daher verwundert es auch nicht, dass nach den acht Studiottakes der 1. Livetrack „Jessica“ heißt. Es folgen „Way Down Deep“ und „Flim Flam“ vom letzten Album und „Nasty Dogs And Funky Kings” von ZZ Top beenden diese grandiose CD.
Besser kann man Live Konzerte nicht bewerben! Großartige Musiker und man hört, das sie eine Band sind. Keiner will alleine glänzen, alles ist songdienlich gespielt und David Grissom gewährt den anderen Musikern auch genügend Raum, um zu glänzen. Zum Beispiel seinem Keyboarder beim Instrumental „Way Jose“ und auf dem Live Track „Flim Flam“.

Die Live-Aufnahmen vom 09. April 2013 wurden mit denselben Musikern aufgenommen, mit denen David Grissom auch ins Studio ging: Stefano Intellisano, Keyb.; Scott Nelson, Bass und Bryan Austin, Drums. Und das Schönste ist, man kann das „David Grissom Trio“ (steht so auf dem Ticket, ich weiß nicht, wen er zu Hause läßt)dieses Frühjahr ’14 in Europa „Live“ erleben!

Doch neben seinen fantastischen Künsten an der Gitarre, hat David immer sehr viel Wert darauf gelegt Songs zu schreiben, die keine 08/15 Lyrics enthalten. (Tipp: Track 1 mit Referenzen an Lightnin‘ Hopkins, Coltrane, BB usw.) Nur „Georgia Girl“ und „Satisfied“ hat er zusammen mit Chris Stapleton geschrieben, alle anderen Studiotracks alleine. Aufgenommen in den eigenen „Spicewood Sound“, hat David Grissom das Album auch produziert und in „South Austin“ gemixt.
Und hat einen verdammt guten Job hingelegt!


Night Train To Budapest
Night Train To Budapest
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inzwischen ist Henrik die Referenz in Sachen Blues aus Germany!, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Night Train To Budapest (Audio CD)
Henrik Freischlader "Night Train To Budapest" (Cable Car Records) 11 Tracks, 62:59min.

Mit “Night Train To Budapest” legt Henrik Freischlader sein 6. Studioalbum vor und er steht mittlerweile als Präferenz für „Blues aus Deutschland“ ganz oben. Henrik macht sich wohl nicht viel aus solchen Titeln, aber er hat sich das hart erarbeitet. Regelmässige Touren und CD/LP Veröffentlichungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt. „Nebenbei“ hat er noch die Record Company „Cable Car Records“ gegründet, wo er auch andere Künstler produziert und unterstützt.

Auf Henrik's neuem Album finden sich 11 Tracks von etwa 63 Minuten Länge. Die Mischung von rockigem Blues mit souligen Einschlag behält Henrik auch diesmal bei. Mit dem Rocker „Point Of View“ startet das Album und es folgen noch mehr Songs die zeigen, wie virtuos Henrik mit der Gitarre umgeht, etwa Track 6 „Down The Road“, oder die Nr. 8 „If This Ain’t Love“.

Henrik Freischlader hat diesmal noch mehr Wert auf die Gitarren und den Gesang gelegt, als ohnehin schon. Beispiel: „Gimme All You Got“. Der Mix an Gitarren lässt einen auch nach mehrmaligem Hören neue Nuancen entdecken. Ebenso der Gesang. Nun besitzt Henrik die seltene Gabe, langsame Bluestracks und bluesige Soulballaden absolut schmalzfrei zu präsentieren. Er schafft den gesanglichen Spagat zwischen gefühlvoll und soulig gesungener Bluesballade und den aggressiver gesungenen Rockern und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Henrik bei den Aufnahmen der Vocals sehr viel Wert auf die Phrasierungen gelegt hat. Das kommt sehr schön bei „My Woman“ zur Geltung, oder bei „Caroline“ mit der dezenter Bass- Drum- und Hammond Begleitung und der Stimme im Fokus.
Die wunderschönen Hammond Parts sind natürlich von „Mr. Mo“, Moritz Führhoop, übrigens der einzige Musiker, der Henrik Freischlader im Studio begleitet hat. Bass, Drums, den Gesang und die Gitarren hat Henrik wie gewohnt selbst eingespielt.

Diese Arbeitsweise im Studio wird schon länger von Henrik bevorzugt. Aufgenommen wurde in seiner Heimatstadt Wuppertal im „Carousel Studio“ und die Aufnahmen hat Henrik Freischlader auch selbst produziert. Doch auch Marc Sokal hat großen Anteil am gelingen des Albums und dessen Erfolg. Er ist für die Recordings, den Mix und das Mastering verantwortlich. Wohl ähnlich der Zusammenarbeit mit Martin Meinschäfer“ auf dem „Recorded by MF“ Album. Zusammen haben sie den „Night Train To Budapest“ ins rollen gebracht und es ist ein qualitiv hochwertiges Album entstanden, das mit Sicherheit in den Bestenlisten des Jahres 2013 zu finden wird.

Man muss kein großer Prophet sein, um zu sehen, dass wohl die US-Blues Szene noch aufmerksamer auf Henrik Freischlader wird. Er wird sie mit seiner natürlichen Freundlichkeit, seiner „Down to Earth“ Haltung und seinen Künsten im Sturm erobern. Dann heißt es „Flight To LA“!

Doch noch löse ich öfters ein Ticket für den „Night Train To Budapest“.

Fazit: Sehr schönes Album, das mit jedem Anhören Neues preisgibt, daher absolute Kaufempfehlung!


Game Is on
Game Is on
Preis: EUR 19,98

5.0 von 5 Sternen Einer der besten Gitarristen, den Deutschland z.Zt. hat!, 6. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Game Is on (Audio CD)
Zed Mitchell – Game Is On (2011) 14 Tracks, ca. 57 Minuten

Für “Game Is On”, das 2011 bei „Acoustic Music Records“ erschien, hat Zed Mitchell jeweils 7 Tracks der Alben “Springtime in Paris” und “Summer in LA“ ausgesucht und neu veröffentlicht. Eingefleischte Fans haben natürlich die Original CD’s, aber für alle, die sich von Zed Mitchell und seiner Band einen Überblick verschaffen wollen, ist “The Game Is On“ eine sehr gute Wahl. Natürlich sind auch die beiden Titelstücke der CD’s hier zu hören.

Die Tracks 1 “Money For My Blues“ und 2 “Cadillac“ legen furios los und bieten besten Blues Rock von internationalem Format. Sie zeigen auch, was Zed Mitchell am besten kann und das ist Gitarre spielen. Als in Essen wohnender Künstler gehört er mit Sicherheit zu den Top 5 der Gitarristen aus diesem Lande. Das Ganze kommt aber nicht überraschend, denn Zed Mitchell ist seit 1970 professionell als Musiker unterwegs. Anfangs war Zed unter seinem eigenen Namen Zlatko Manojlovic unterwegs, bis ein “Schlaumeier“ namens “Zlatko“ aus dem „Big Brother Container“ Furore machte und um Verwechslungen zu vermeiden, war der Name “Zed Mitchell“ geboren.

Zed Mitchell besitzt aber auch eine gute Stimme, die über 5 Oktaven verfügt und somit ist er natürlich dafür prädestiniert, ruhigere Stücke gefühlvoll zu präsentieren.
Somit hat er die Mischung der Originalalben hier beibehalten und die Blues-Rocker wechseln sich mit Balladen und Slow Blues ab.

Eingespielt haben die Aufnahmen Martin Drazek, Keyboards, Ulf Stricker, Bass und Goran Vujic, sowie Rolf-Dieter Schnapka am Bass. Sehr schön finde ich auch, dass Zed Mitchell die Fackel an seinen Sohn weiterträgt. Ted Mitchell spielt wie sein Dad Gitarre und singt. Zusammen mit ihm spielt er auch im Duo und zwar dort wo Auftrittsmöglichkeiten für eine ganze Band nicht gegeben sind.

Alle Music wurde von Zed Mitchell geschrieben, lediglich bei den englischen Texten hat er die Hilfe seines „Lyric Teams“ in Anspruch genommen (W.Dulisch, L. und J. Cianciola, sowie J. Gombatto).

"Game Is On"

1. Money for My Blues 3:48
2. Cadillac 4:02
3. Good Night, Baby 3:43
4. Gonna Keep You Satisfied 3:52
5. The Lady Lives the Blues 3:58
6. Don`t Lie to Me 4:40
7. Lonely Just Like Me 3:55
8. Springtime in Paris 5:00
9. Game Is On 3:14
10. I`m a River 5:16
11. King of the Blues 4:06
12. Summer in L.A. 3:42
13. Maybe 4:00
14. Friends Are Like Diamonds 3:43

(1,4,7,8,10,11,13= Springtime In Paris - 2,3,5,6,9,12,14= Summer In LA)

Übrigens, gerade neu erschienen ist "Autumn In Berlin". Großartige CD!!!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6