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Rezensionen verfasst von
Thomas Ehlers

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Macbeth
Macbeth
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Mehr als nur "historisch wertvoll", 12. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Macbeth (Audio CD)
Die Leinsdorf-Einspielung von Verdis Königsdrama Macbeth gehört heute noch zu den führenden Aufnahmen im Katalog; vereint sie doch mit Leonie Rysanek und mehr noch mit dem fantastischen Leonard Warren zwei Singschaupieler, die das Drama hier auch "auf der Konserve" erfahrbar machen. Besonders Leonard Warren scheut sich nicht, seinem König auch schroffe Töne zu verleihen, was die Tiefe der Rolle sehr erfahrbar macht. Und auch die Rysanek ist hier mehr als nur ein "Callas-Ersatz", auch wenn sie den Stimmeinsatz etwas dem reinen Belcanto voranstellt. Jerome Hines gibt mit schwarzem Bass einen hervorragenden Banquo und auch Bergonzi verleiht der vermeintlich kleineren Partie des Macduff tenoralen Glanz. Ein wichtiges und immernoch hörenswertes Dokument!


Zaide (Das Serail), KV 344
Zaide (Das Serail), KV 344
Preis: EUR 17,98

5.0 von 5 Sternen Kurzweilig erzählt und hervorragend gesungen, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Zaide (Das Serail), KV 344 (Audio CD)
Nikolaus Harnoncourt gefällt mir nicht durchgehend mit seinen Mozart-Interpretationen, aber der vorliegende Mitschnitt einer konzertanten Aufführung der unvollendet gebliebenen Mozart-Oper überzeugt mich. Hervorragend auch die Idee, dass Tobias Moretti die Geschichte mit seiner selbstverfassten Nacherzählung umrahmt. Die Sänger erfreuen durch die Bank, allen voran Diana Damrau in der Titelpartie, die die verlangsamte Lesart Harnoncourts geschickt nutzt, um die Gefühlsskala der Zaide komplett auszuschreiten. Eine wunderbare Aufnahme, mit der es gelingen sollte, dieses nicht so bekannte Werk ein wenig mehr in den Fokus zu rücken.


Mozart: Zaide (das Serail) KV 344
Mozart: Zaide (das Serail) KV 344
Preis: EUR 19,14

5.0 von 5 Sternen Kurzweilig erzählt und hervorragend gesungen, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Zaide (das Serail) KV 344 (Audio CD)
Nikolaus Harnoncourt gefällt mir nicht durchgehend mit seinen Mozart-Interpretationen, aber der vorliegende Mitschnitt einer konzertanten Aufführung der unvollendet gebliebenen Mozart-Oper überzeugt mich. Hervorragend auch die Idee, dass Tobias Moretti die Geschichte mit seiner selbstverfassten Nacherzählung umrahmt. Die Sänger erfreuen durch die Bank, allen voran Diana Damrau in der Titelpartie, die die verlangsamte Lesart Harnoncourts geschickt nutzt, um die Gefühlsskala der Zaide komplett auszuschreiten. Eine wunderbare Aufnahme, mit der es gelingen sollte, dieses nicht so bekannte Werk ein wenig mehr in den Fokus zu rücken.


La Conquista di Granata
La Conquista di Granata
Preis: EUR 57,91

5.0 von 5 Sternen Leider vergessene Perle italinischer Operntradition, 21. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: La Conquista di Granata (Audio CD)
Beim Zappen durchs Radio hörte ich eines Abends diesen Mitschnitt und dachte zuerst, dass sei ein mir unbekanntes Frühwerk Giuseppe Verdis, das man da entdeckt hatte. Nach kurzer Internetrecherche auf der Homepage des Senders las ich, dass es sich um die Oper La conquista di Granata von Emilio Arrieta handelte. Der Spanier Arrieta hatte unter anderem gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in Mailand studiert und war im Jahr 1848 von der spanischen Königin Isabella zum Hofkomponisten ernannt worden. Die Oper La conquista di Granata, von ihr bei Arrieta in Auftrag gegeben, wurde 1850 uraufgeführt und geriet, von einer kurzen Wiederaufnahmeserie 1855 abgesehen, in Vergessenheit, bis sich 2006 das Teatro Real de Madrid diesem Kleinod erneut annahm; bei dieser Gelegenheit entstand auch dieser Mitschnitt.
Arrieta gelingt eine wirklich hochkarätige und sehr bühnenwirksame intensive Mischung aus bester italienischer Operntradition und spanischem Lokalkolorit. Die Instrumentierung ist farbreich, die Chöre intensiv und mitreißend, die Gesangssolisten gestalten ihre Partien durch die Bank weg in bester Belcanto-Tradition, also alles, was eine italienische Oper braucht.
Jose Bros gibt den Ritter Gonzales von Königin Isabellas Gnaden (mit ausdrucksvollem, etwas vibratösem Mezzo: Ana Ibarra) mit dem ihm typischen etwas trockenem Beiklang, aber ansonsten mit strahlend schöner Tenorstimme. Die von ihm geliebte Prinzessin Zulema, Tochter eines Muselmanen und einer Christin, wird von Mariola Cantarerro gesungen; ihr in allen Lagen gut durchgebildeter Sopran besticht durch feine Nuancierung und perfekter Koloraturgeläufigkeit. In der Partie ihres Vaters ist noch einmal Alastair Miles zu erleben, dessen Bass schon deutlich Klangfarbe eingebüßt hat nach der langen Karriere, aber immer noch für sich einnehmen kann. Auch die anderen Partien sind stimmschön und treffend besetzt.
Kein geringerer Dirigent als Jesus Lopez Cobos hat sich hier diesem Werk angenommen und erzielt mit dem Chor und Orchester Sinfónica de Madrid einen wunderbar präsenten und ausgewogenen Klang.
Die Bühnenwirksamkeit dieses historischen Stoffes sollte auch in unseren Tagen einmal genau geprüft werden, musikalisch ist sehr viel drin, was Freunde der italienischen Oper begeistern dürfte.


La Conquista di Granata
La Conquista di Granata
Preis: EUR 25,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider vergessene Perle italienischer Operntradition, 21. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: La Conquista di Granata (Audio CD)
Beim Zappen durchs Radio hörte ich eines Abends diesen Mitschnitt und dachte zuerst, dass sei ein mir unbekanntes Frühwerk Giuseppe Verdis, das man da entdeckt hatte. Nach kurzer Internetrecherche auf der Homepage des Senders las ich, dass es sich um die Oper La conquista di Granata von Emilio Arrieta handelte. Der Spanier Arrieta hatte unter anderem gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in Mailand studiert und war im Jahr 1848 von der spanischen Königin Isabella zum Hofkomponisten ernannt worden. Die Oper La conquista di Granata, von ihr bei Arrieta in Auftrag gegeben, wurde 1850 uraufgeführt und geriet, von einer kurzen Wiederaufnahmeserie 1855 abgesehen, in Vergessenheit, bis sich 2006 das Teatro Real de Madrid diesem Kleinod erneut annahm; bei dieser Gelegenheit entstand auch dieser Mitschnitt.
Arrieta gelingt eine wirklich hochkarätige und sehr bühnenwirksame intensive Mischung aus bester italienischer Operntradition und spanischem Lokalkolorit. Die Instrumentierung ist farbreich, die Chöre intensiv und mitreißend, die Gesangssolisten gestalten ihre Partien durch die Bank weg in bester Belcanto-Tradition, also alles, was eine italienische Oper braucht.
Jose Bros gibt den Ritter Gonzales von Königin Isabellas Gnaden (mit ausdrucksvollem, etwas vibratösem Mezzo: Ana Ibarra) mit dem ihm typischen etwas trockenem Beiklang, aber ansonsten mit strahlend schöner Tenorstimme. Die von ihm geliebte Prinzessin Zulema, Tochter eines Muselmanen und einer Christin, wird von Mariola Cantarerro gesungen; ihr in allen Lagen gut durchgebildeter Sopran besticht durch feine Nuancierung und perfekter Koloraturgeläufigkeit. In der Partie ihres Vaters ist noch einmal Alastair Miles zu erleben, dessen Bass schon deutlich Klangfarbe eingebüßt hat nach der langen Karriere, aber immer noch für sich einnehmen kann. Auch die anderen Partien sind stimmschön und treffend besetzt.
Kein geringerer Dirigent als Jesus Lopez Cobos hat sich hier diesem Werk angenommen und erzielt mit dem Chor und Orchester Sinfónica de Madrid einen wunderbar präsenten und ausgewogenen Klang.
Die Bühnenwirksamkeit dieses historischen Stoffes sollte auch in unseren Tagen einmal genau geprüft werden, musikalisch ist sehr viel drin, was Freunde der italienischen Oper begeistern dürfte.


Die Walküre
Die Walküre
Wird angeboten von catch-direct
Preis: EUR 29,95

2.0 von 5 Sternen Die Walküre als Veteranentreffen, 1. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Walküre (Audio CD)
Gelang Simone Young mit dem Rheingold an der Staatsoper Hamburg noch ein relativ bemerkenswerter Auftakt zum Ring, was die Ensembleleistung angeht, ist die Einspielung der Walküre ein erster und hoffentlich singulärer Tiefpunkt in ihrer Rezeption der Wagner'schen Tetralogie.
Falk Struckmann als Wotan macht noch weniger Eindruck als im Rheingold; ihm gebührt sicherlich was die Textverständlichkeit angeht der Stern des Abends, ist aber fast immer einfach nur "drüber". Er versucht damit seine katastrophale fast nicht mehr vorhandene Gesangslinie zu kaschieren. Das gelingt im zweiten Akt durchaus noch, im dritten Akt aber muss er die Karten auf den Tisch legen und das Ergebnis ist einfach nur ernüchternd bitter. Deborah Polaski müht sich redlich noch einmal als Brünnhilde, allerdings ist ihre Stimme schwer und alles andere als jugendlich frisch. Die Spitzentöne werden anvisiert, aber auch hier ist nicht jeder Treffer garantiert.
Um Stuart Skelton als Siegmund muss man im ersten Akt noch fürchten, geht er doch sehr vorsichtig an die Partie heran, im zweiten Akt verlässt er sich aber auf sein Organ und kann überzeugen. Seine Schwester gibt die Mezzosopranistin Yvonne Naef mit flutend schönen Mezzotönen, der Hunding von Mikhail Petrenko bleibt unauffällig blass. Jeanne Pilands Fricka ist mit hysterisch-unruhiger Stimmgebung ebenfalls eher auf der Negativseite zu verbuchen, wohingegen die Walküren durch die Bank weg gut und erstaunlich homogen besetzt sind.
Frau Young am Pult der Hamburger Philharmoniker gelingt auch nicht viel, zwischen Schwanken von Forte bis Piano fällt ihr nicht besonders viel ein und statt Farbenreichtum quillt eine häufig undefinierte Klangsauce aus dem Graben. Schade ums Geld!


Medee
Medee
Preis: EUR 35,05

4.0 von 5 Sternen Interessante Repertoirenische, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Medee (Audio CD)
Cherubinis Medea war eine der Wiederentdeckungen, die wir Maria Callas zu verdanken haben, die aber nach Karriereende der Diva keine weiteren großen Spuren im dauerhaften Repertoire hinterlassen konnte. Die hier vorliegende Einspielung führt das Stück zurück vom musikdramatischen Rezitativstück hin zur Tragedie lyrique mit gesprochenem Dialog, was die Oper näher an das Ursprungsdrama der griechischen Tragödie rücken lasst. Cherubinis Mursik ist durchaus farbenreich und packend, die vorliegende Aufnahme aus Martina Franca, bei deren Opernfestspielen im Jahr 1995 diese Oper erklang, braucht allerdings einige Zeit, bis sie richtig Fahrt aufnimmt.
Da hört man zu Beginn der Aufnahme deutliche Unkonzentriertheiten im Orchestergraben, Patrick Fournillier hat eine Menge zu tun, bis da alles rund klingt. Luca Lombardo als Jason steigert sich erst im Verlauf des Abends und kann seinen Tenor schließlich doch ertragreich einbringen, nachdem er zu Beginn doch recht eng klingt.
Jano Tamar lässt hingegen als Medea nichts hinsichtlich charakteristischer Ausformung und Stimmgewalt vermissen, letztere verbindet sie zudem durchweg noch mit Schönklang. Auch Patrizia Ciofi erfreut mit leicht ansprechendem Sopran und runder Tongebung als Dirce, ebenso wie der lyrische Bass von Jean-Philippe Courtis als Creon. Ein ziemliches Ärgernis hingegen ist im ersten Akt der Oper der Souffleur, der offensichtlich sehr nah an einem Mikrofon platziert wurde und ständig hörbar reinspricht. Aber auch das wurde im Laufe des Abends behoben.
Alles in allem ist diese Medea eine Entdeckung wert, zumal gerade das Hinrücken in Richtung griechischer Tragödie die musikdramatischen Ansprüche eines Hörers im 21, Jahrhundert durchaus wieder überraschen kann.


Medee
Medee
Preis: EUR 15,98

4.0 von 5 Sternen Interessante Repertoirenische, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Medee (Audio CD)
Cherubinis Medea war eine der Wiederentdeckungen, die wir Maria Callas zu verdanken haben, die aber nach Karriereende der Diva keine weiteren großen Spuren im dauerhaften Repertoire hinterlassen konnte. Die hier vorliegende Einspielung führt das Stück zurück vom musikdramatischen Rezitativstück hin zur Tragedie lyrique mit gesprochenem Dialog, was die Oper näher an das Ursprungsdrama der griechischen Tragödie rücken lasst. Cherubinis Mursik ist durchaus farbenreich und packend, die vorliegende Aufnahme aus Martina Franca, bei deren Opernfestspielen im Jahr 1995 diese Oper erklang, braucht allerdings einige Zeit, bis sie richtig Fahrt aufnimmt.
Da hört man zu Beginn der Aufnahme deutliche Unkonzentriertheiten im Orchestergraben, Patrick Fournillier hat eine Menge zu tun, bis da alles rund klingt. Luca Lombardo als Jason steigert sich erst im Verlauf des Abends und kann seinen Tenor schließlich doch ertragreich einbringen, nachdem er zu Beginn doch recht eng klingt.
Jano Tamar lässt hingegen als Medea nichts hinsichtlich charakteristischer Ausformung und Stimmgewalt vermissen, letztere verbindet sie zudem durchweg noch mit Schönklang. Auch Patrizia Ciofi erfreut mit leicht ansprechendem Sopran und runder Tongebung als Dirce, ebenso wie der lyrische Bass von Jean-Philippe Courtis als Creon. Ein ziemliches Ärgernis hingegen ist im ersten Akt der Oper der Souffleur, der offensichtlich sehr nah an einem Mikrofon platziert wurde und ständig hörbar reinspricht. Aber auch das wurde im Laufe des Abends behoben.
Alles in allem ist diese Medea eine Entdeckung wert, zumal gerade das Hinrücken in Richtung griechischer Tragödie die musikdramatischen Ansprüche eines Hörers im 21, Jahrhundert durchaus wieder überraschen kann.


Donizetti: L'elisir D'amore
Donizetti: L'elisir D'amore

5.0 von 5 Sternen Leider in Vergessenheit geraten, 7. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Donizetti: L'elisir D'amore (Audio CD)
... ist diese zauberhafte Einspielung von Donizettis Liebestrank aus dem Jahr 1967. Zugegebenermaßen verbindet man vielleicht Nicolai Gedda ausgerechnet mit Donizetti und schon gar nicht mit dem Nemorino, zu mächtig die Mitbewerberschaft durch Pavarotti beispielsweise, aber Gedda ist ganz hinreißend als etwas täppischer Bauer. Er entwickelt immer wieder erstaunlich weiche Gesangslinien und überzeugt mit lyrischem Schmelz. Mirella Freni steht im in der Partie der Adina in Sachen Stimmglanz und -schönheit in nichts nach und bleibt der Partie nichts schuldig. Sie ist zu Beginn äußerst gewitzt und überzeugt auch in der Charakterentwicklung zur nachdenklichen und schließlich liebenden Frau. Ihr Sopran besitzt alle nötigen Farben und die Koloraturgewandheit, eine wirklich überzeugende Leistung. Mario Sereni gibt den Belcore mit apartem Bariton, dem auch eine gewisse Macho-Würze nicht abgeht, während Renato Cappecchi als Dulcamara hörbaren Spaß an seiner ebenfalls schön gesungenen Buffopartie findet. Der Spaß an diesem Stück setzt sich durch die Bank fort bis hin zum Chor und der herrlichen Interpretation durch das Orchester der römischen Oper unter der inspirierten und frischen Leitung von Francesco Molinari-Pradelli.
Dieser Aufnahme wünscht man heute etwas mehr Beachtung.


Verdi: Macbeth
Verdi: Macbeth

5.0 von 5 Sternen Hervorragende Einspielung, 3. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Macbeth (Audio CD)
Diese wirklich hervorragende Einspielung von Verdis frühem Werk strotzt vor musikalischem Terror und das ist durchaus positiv gemeint bei der blutrünstigen Dramenvorlage. Riccardo Muti gelingt mit dem New Philharmonia Orchestra eine höchst ausgewogene Lesart und Interpretation der Partitur. Der vielfach geforderte und beschäftigte Chor könne kaum exquisiter besetzt sein als mit dem immer wieder überzeugenden Ambrosian Choir.
Die Hauptpartien sind mit den Spitzenkräften des Verdigesangs der siebziger Jahre besetzt. Fiorenza Cossotto gelingt eine äußerst überzeugende Lady, die ihren Charakter von sonnambul bis hin zur Über-Leichen-gehenden Strategin in jeder Nuance fein auslotet und der die Partie scheinbar sängerisch keinerlei Mühe bereitet. Auch Sherrill Milnes überzeugt mit einer gelungenen Mischung aus Belcanto und charakteristischer Gestaltung. Banco ist mit dem cantablen Ruggero Raimondi besetzt. Man könnte sich vielleicht von der Partie ein Gran mehr schwarz-satten Bassklang wünschen, aber das wäre in diesem Fall Kritik auf ganz hohem Niveau. Auch Jose Carreras überzeugt mit gestaltendem Tenor als Macduff. Insgesamt also eine Einspielung, die in einer Verdi-Sammlung auf gar keinen Fall fehlen sollte.


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