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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Live at the Apollo V.2 [Vinyl LP]
Live at the Apollo V.2 [Vinyl LP]
Preis: EUR 24,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Live Klassiker, 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Live at the Apollo V.2 [Vinyl LP] (Vinyl)
Mit dem ersten im Apollo aufgenommenen Live Album wurde James Brown 1962 endgültig zum Star. Die Fortsetzung 6 Jahre später aufgenommen ist aber fast genauso spannend, denn Sie stellt den Brückenschlag zwischen R&B u. Funk dar. ‚Let Yourself Go‘, ‚There Was A Time‘ u. das in dieser Version besonders hervorragende ‚Cold Sweat‘ sind der Nährboden für die Musik die ihn ab 1969 – also nur ein Jahr danach – zum unumstrittenen Groove-Meister u. König des Funk machen sollten.

Apollo Vol. II bietet aber eben auch noch klassischen R&B wie das rollende ‚Kansas City‘ ein update seiner frühen Hits ‚Think‘, ‚Prisoner Of Love‘, ‚Try Me‘ und eine unglaublich packende und gänsehauterzeugende Version von ‚That’s Life‘. So konzise und flüssig wie Vol. I ist es freilich nicht, denn nach 7 – eh großartigen – Minuten von ‚It’s A Man’s World‘ wirkt der 10 minütigen Appendix ‚Lost Someone‘ dann doch ein wenig übertrieben.

Dennoch – Brown, der ja eigentlich Zeit seines Lebens ein Singles Artist war und nicht unbedingt für durchgehend gute Alben bekannt war, gelang mit ‚Apollo Volume II‘ ein absoluter Live Klassiker, der in jede gute R&B Sammlung gehört. Dzt. eben auch wieder als 180gr Doppel Vinyl erhältlich, also zuschlagen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2014 1:19 PM CET


In the Coliseum [Vinyl LP]
In the Coliseum [Vinyl LP]
Preis: EUR 26,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Energiegeladene Performance, 17. November 2014
Rezension bezieht sich auf: In the Coliseum [Vinyl LP] (Vinyl)
Zugegeben – das damals aktuelle Studioalbum ‚Let Me Up (I’ve Had Enough)‘ ist zwar nicht unbedingt das Beste von Petty & Co. und es findet sich auf diesem Konzertmitschnitt auch nur ‚Runaway Trains‘ aus dieser Platte, aber Live waren Sie damals dennoch ein Bringer.

Schade, dass es kein vollständiges Konzert ist (deswegen der Punkteabzug), aber diese Doppel LP beginnt mit dem Chuck Berry Cover ‚Bye, Bye Johnny‘ eher wie ein (sehr sehr gutes) Rolling Stones set, so rotzig rockt das zu Beginn. Mit ‚Breakdown‘ folgt ein Klassiker der leider etwas zu kurz gerät, aber das stürmende und dynamische ‚King’s Road‘ macht das danach wieder wett – großartiges Klavier Solo von Benmont Tench, übrigens. ‚The Waiting‘ wird zarter dargeboten, bevor die Live Version von ‚Don’t Come Around Here No More‘ zeigt, dass das Lied Live einfach viel besser funktioniert, als in der von Dave Stewart etwas überproduzierten Studio Version.

Man bekommt hier auf keinen Fall ein Greatest Hits set, dafür aber großartige Album-tracks in starken Versionen, sowie einige unvermutete Coverversionen (‚For What It’s Worth‘, ‚Should I Stay Or Should I Go?‘) die sich hinter den Originalen keinesfalls verstecken müssen.

Die Heartbreakers waren eben auch damals schon eine groß aufspielende Live Band und verstanden es ihr Publikum perfekt zu enthuasmieren. Die Soundqualität ist in Ordnung, auch wenn die Dynamik nicht sehr berauschend ist, aber schliesslich war das damals nur ein Radio Konzert und nicht für eine offizielle Tonträger Veröffentlichung vorgesehen. Liegt auf jeden Fall über einem durchschnittlichen Bootleg – soundboard Qualität könnte man sagen.

Kein idealer Einstieg für Heartbreakers Neulinge, aber selbst die würden wohl durch die energiegeladene Darbietung der Gruppe angefixt werden. Für Sammler und Petty Kenner aber auf jeden Fall ein heisser Tipp, zumal das Ding auf vinyl angeblich auf nur 1000 Stück limitiert ist.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2014 4:15 PM CET


Legend (Limited 30th Anniversary Edition) [Vinyl LP]
Legend (Limited 30th Anniversary Edition) [Vinyl LP]
Preis: EUR 35,09

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungekürzt und in Top-Sound, 12. November 2014
So geht das! Zum 30sten der bislang besten Bob Marley Compilation seiner Island Zeit, hat man sich nicht nur dazu durchgerungen auf vinyl endlich mal ein Doppelalbum daraus zu machen, sondern hat – Mehrwert gegenüber der CD Ausgabe! – hier auch die ungekürzten Versionen (‚No Woman, No Cry‘, ‚Could You Be Loved‘, ‚Buffalo Soldier‘, ‚Stir It Up‘, I Shot The Sheriff‘,Waiting In Vain‘) draufgepackt. Das alles auch noch in Top Sound, der nicht nur alle bisherigen Remasters schlägt, sondern auch das Original vinyl (mehr Dynamik satterer Klang).

Die zwei 180gr Scheiben kommen auch noch 3-färbig daher (rot, gelb, grün), stecken in gefütterten Hüllen und diese in einem dickem, tapperunempfindlichen Gatefold-cover. So macht eine re-issue Sinn und Spass.

Über die Musik selbst muss mann wohl nichts schreiben, denn selbst Reggae-unaffine Musikliebhaber kennen hier wohl zumindest 80% der Titel und Marley ist als Künstler eh unantastbar. Schön wäre so eine Vinyl-Neuauflage auch von ‚Babylon By Bus‘ – m.M. nach das zweite Marley Album, das man unbedingt haben sollte…
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 20, 2014 9:25 AM CET


Subluxation (LP+Maxi) / Vinyl record [Vinyl-LP]
Subluxation (LP+Maxi) / Vinyl record [Vinyl-LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unermüdliche Groove Maschine…, 6. November 2014
…sind MF auch heute noch. Langjährige Freunde der Gruppe wissen, dass Joyce, Glen, Moses Wizzard u. Konsorten auch heut noch keine Gefangenen bei ihren Live Auftritten machen.

Klar das 79er Live Album bleibt der Klassiker und nahezu unerreicht, aber ‚Subluxation‘, das 1990 als zweites Album nach ihrem Comeback (zwischen 83 u. 89 lag die Gruppe auf Eis) erschien und fällt dagegen nur marginal ab. Hard-Rock Jünger wird es sogar noch ein wenig besser gefallen, denn hier gibt es kein keyboard mehr und der Gitarrensound ist noch fetter und andrückender. Mit ‚Chain‘,‚Cheap Shot‘ u. der großartigen Power Ballade ‚Think About Me‘ sin dann hier noch 2 Stücke drauf, die es sonst auf keiner anderen Platte gibt und die mithin zu den stärksten Original-Titeln der Band gehören.

Moses ‚Mo‘ war damals kein Mitglied der Band, allerdings machte seine Vertretung John Hayes den Gitarrenjob keineswegs schlechter – nur vielleicht ein wenig anders, vielleicht sogar eine Spur härter. Neben den All-time Live Klassikern ‚Mickey’s Monkey‘ ( ein mashup aus der Miracles Nummer und dem Led Zeppelin Kracher ‚Custard Pie‘), Give You All The Love‘, ‚Piece Of The Rock‘, ‚Truth’ll Set You Free‘ u. natürlich ‘Baby Love’ bekommt man hier noch eine von der Gitarre her genial gespielte Kurz Cover Version von ‘Strawberry Fields Forever’ und das großartig andrückende Jefferson Airplane cover ‘Somebody To Love’ um die Ohren gehauen.

Nach all den Jahren spielen Sie auch heute noch fast genauso druckvoll wie damals vor 24 Jahren auf diesem Album u. Joyce’s Stimme hat kaum an Kraft u. Faszination verloren. Das Album hier will man haben, wenn man die Gruppe mal Live gesehen hat – und nachdem man es gehört hat, will man Sie unbedingt wieder Live sehen…

P.S.: man sollte sich unbedingt die Erstausgabe der CD – oder noch besser – des vinyls besorgen. Warum? – siehe meinen Vorrezensenten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2014 8:49 AM CET


Out of Chaos (LP+CD) [Vinyl LP]
Out of Chaos (LP+CD) [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gelassenheit alter Männer, 4. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Out of Chaos (LP+CD) [Vinyl LP] (Vinyl)
Durch die hohen Erwartungen die wohl so mancher in das gemeinsame Album von Boris Blank und Malia gesetzt wurde (und die – zumindest in meinem Fall – bitter enttäuscht wurden), konnte man doch beinahe das erste Soloalbum der zweiten Yello- Hälfte, Dieter Meier, übersehen. Dass ausgerechnet die nicht Technik-Hälfte des schweizer Duos das bessere Album abliefert, damit war eigentlich nicht zu rechnen.

Und doch – ‚Out Of Chaos‘ weiss nicht nur mit eingänigen, aber nicht uninteressanten songs (alle von Meier selbst) zu überzeugen, sondern v.a. auch mit den Arrangements. Der Mix aus echten – teils akkustischen – Instrumenten – und reichlich Elektronik, für die v.a. T.Raumschmiere verantwortlich zeichnet – gelingt hier so perfekt, wie auf kaum einem anderen Pop-Album jüngeren Datums. Nie wirkt hier irgendetwas kalt oder steril – im Gegenteil – oft tut man sich sogar schwer, zu erkennen, dass da Elektronik dabei ist.

Heraus kommt dabei ein, fast schon songwriter-Album, auf dem Meier, trotz seiner von Natur aus relativ eingeschränkten Modulationsfähigkeit seiner Stimme, so eindringlich und emotional klingt, wie nie zuvor. Meier ist kein Vokalakrobat – muss er aber auch nicht sein, denn seine Songs interpretiert er hier wie eine Mischung aus dem späten Bob Dylan, Lenny Cohen u. manchmal sogar Tom Waits – und welche Eigenschaft ist all diese Künstler mittlerweile gemein? – ihre Altersbedingte Gelassenheit, die aber nie mit Abgeklärtheit verwechselt werden sollte, denn sonst würden Meier hier keine so zarten songs wie ‚Loveblind‘ oder ‚The Rutual‘ gelingen. Mit einem Sound der runter geht wie Öl und durch den Einsatz von echten Streichern, Mellotron, Mundharmonika, allerlei percussion Instrumenten, Vibraphon auf einem dezent aufbereiteten elektronischen Klangboden bekommt man hier ein wunderbares Album, das nur gelegentlich, wie bei ‚Jimmy‘ und dann nur entfernt an Yello erinnert.

Es stimmt – songwriterisch ist Meier kein Dylan, und auch kein Cohen – dazu ähneln sich einige der Songs auf diesem Album zu sehr (allerdings sind die beiden bereits vorher erwähnten Balladen und das großartig dramatische ‚Annabelle‘ die hervorzuhebenden Ausnahmen), aber dieses Manko wird wunderbar durch die differenzierten Arrangements augeglichen. Ein Album mit Witz, Charme und Stil, das auch sehr modern wirkt und das man dem fast 70-jährigen in dieser Güte wohl kaum zugetraut hätte. Schrammt nur ganz knapp an 5 Sternen vorbei…

P.S. – kann klanglich auf vinyl übrigens auch durchaus überzeugen – nicht audiophil, aber sehr ordentlich…
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 21, 2014 6:29 PM CET


Sweet Spot [Vinyl LP]
Sweet Spot [Vinyl LP]
Preis: EUR 23,51

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Groovin` like it's 1994, 17. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Sweet Spot [Vinyl LP] (Vinyl)
Österreichs beste Acid Jazz Formation meldet sich zum 20 jährigen Bandjubiläum mit einem neuen und großartigen Album zurück. 7 Jahre hat es gedauert, bis der Nachfolger von ,Love & Light` fertig war und diese Pause tat ihnen gut - verschwunden mittlerweile der spätestens seit ,Bigger & Brighter` allzu bemüht aktuell-klingend-wollende Ansatz bei den Arrangements, mit ,Sweet Spot` kehren Sie wieder zum Sound von ,Life Think It Over` zurück und grooven auch genauso flott wie damals - eine willkommene Rückkehr zu den Wurzeln, wenn man so will. Gemeinsam mit dem letzten Album der Brand New Heavies das zumindest musikalisch sicherlich gelungenste Comeback von alten Acid Jazz Helden, in den letzten Jahren.

Auch die Songs gehen runter wie Öl. Mehr als ordentlich komponiert und ins Ohr gehend sind die meisten tracks hier und wenn's mal wirklich etwas kantiger wird, wie bei ,Too Late`, dann glückt ihnen auch dort das Kunststück so eine Nummer homogen in den flow der Platte einzubauen. Sehr schön auch die fast-instrumental Cover Version des alten Brothers Johnson Hits ,Stomp` auf dem Peter Legat wieder mal zeigt, dass er einer der weltbesten Gitarristen im Bereich Jazz-Funk ist. Und die Disco-Funk Single ,End Of The World` hätte sogar absolutes Hit Potential - so Sie den auch im Radio gespielt würde...

Sängerin und Langzeit Kollaboriteurin Kelli Sae liefert ebenfalls eine großartige und auch viel dynamischere Gesangsleistung als auf den Vorgängeralben ab, und dass ihnen diese Musik immer noch extrem Spass macht, das konnte man schon im Sommer, bei ihrem Auftritt auf der Wiener Donauinsel merken.

,Sweet Spot` gehört definitiv zu den 3 besten Alben der Gruppe und was hier besonders bemerkenswert ist - die Vinyl Version erschien zwar erst fast 4 Monate nach der CD, aber der Grund dafür war wohl, dass scheinbar die LP eigens gemastered wurde - ganz großartig und herrlich dynamisch klingt das, und diese Mühe machen sich heute nur mehr ganz wenige acts. Großes Lob auch bzw. vor allem dafür!

Schande aber über Universal Österreich - es ist dem österreichischen Ableger des Majors nicht mal eine eigene Ankündigung dieses neuen Albums auf der Universal.at homepage wert, ganz zu schweigen von ev. anderen marketing Massnahmen, die sich dieses Album auf jeden Fall verdient hätte. So werden wieder nur die eingefleischten und langjährigen Count Basic Freunde diese Platte bemerken und kaufen. Soviel die Gruppe auf ihrem neuen Werk richtig, so viel macht das Label falsch - oder besser gesagt - gar nicht... Schade drum.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2014 8:32 AM CET


Skull Snaps [Vinyl LP]
Skull Snaps [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,33

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Funk u. R&B Album, 15. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Skull Snaps [Vinyl LP] (Vinyl)
Dem cover nach vermutet man hier wohl derben früh-70er Jahre Hardrock à la Black Sabbath, doch die einzige LP der kurzlebigen Formation ‚Skull Snaps‘ bietet im Gengenteil dazu einen kurzweiligen Mix aus exzellenten Funk, Blaxploitation u. Soul tracks, der 1973 in den USA schwer angesagt war. Irgendwo zwischen den spät-60er Alben der Isley Brothers u. den Temptations der Whitfield Ära angesiedelt, kann man hier auch schon den Einfluss von Isaac Hayes oder Sly Stone ausmachen. Die souligen und Gospelgeschulten Lead Vocals tun ihr Übriges um den Beweis anzutreten, dass großartiger R&B damals nicht nur in Detroit oder Memphis produziert wurde, sondern auch im Osten der USA – in diesem Fall in New York.

Der großartig nach vorne gehende opener ‘My Hang Up Is You‘ klingt sehr Stax-mäßig und wird gefolgt von der exzellent komponierten Soul Ballade ‚Having You Around‘, die man sich so auch von Isaac Hayes vorstellen könnte. Das dramatische ‚Didn’t I Do It To You‘ evoziert wieder Assoziationen an die dramatischeren, frühen Barry White tracks. Wirklich funky – mit Wah Wah Gitarren und Streichern wird’s dann auf ‚All Of A Sudden‘ – eigentlich ein perfekter Blaxploitation Soundtrack Song.

Der Midtempo Groover ‚It’s A New Day‘ (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen James Brown Nummer) kommt einem dann schon sehr bekannt vor – kein Wunder, wurde die drum Spur doch schon des Öfteren von diversen bekannten Hip-Hop acts gesampelt. Überhaupt sind die beats von drummer George Bragg auf der gesamten LP sowas von tight, dass einem die Spucke wegbleibt. Sowohl dieser track, als auch die nachfolgende Nummer ‚I’m Your Pimp‘ klingen wie die ganz ganz guten Temptations Tracks jener Zeit.

‚It’s Your Thing‘ von den Isley Brothers hat dann wohl Pate gestanden für ‚I Turn My Back On You‘ – und obwohl die Anleihen unverkennbar sind, ist das dennoch ein toller eigenständiger song. ‚Trespassing‘ mutet auch wie ein Blaxploitation track an und schaffte es 2007 auf den Soundtrack von ‚Smokin‘ Aces‘. Entspannt endet das Album mit dem hervorragenden Midtempo Soul song ‚I’m Falling Out Of Love‘.

Nachdem die LP jahrzehntelang eine gesuchte Rare Groove Scheibe war wurde Sie seit Mitte der 90er dann dankenswerterweise mehrfach wiederveröffentlicht und ist dzt. auch wieder auf vinyl mit gutem Sound im gatefold cover zu haben – und das sogar noch relativ günstig. Funk Liebhaber bitte zugreifen!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 21, 2014 6:38 PM CET


Middle man (1980) / Vinyl record [Vinyl-LP]
Middle man (1980) / Vinyl record [Vinyl-LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glitzernd, 14. Oktober 2014
Ende der 70er Jahre hatte sich Boz Scaggs schon längst vom rauen Bluesrock seiner frühen Tage (damals u.a. als Mitglied der Steve Miller Band) losgelöst und hatte ab 1972 (‚My Time‘) seine musikalische Formel in einem Mix aus Blue Eyed Soul und Pop-Rock gefunden. Hochkarätige Mitmusiker und brilliante Porduzenten hatte er ab da, die ihm immer einen glitzernden und perfekten Sound zurechtschneiderten und mit dem Multiplatin Album ‚Silk Degrees‘ schaffte er 1976 dann den endgültigen Durchbruch in den USA.

Mit dem etwas schwächelnden Nachfolge Album ‚Down Two Then Left‘ erlitt er zwar einen leichten Karriereknick – möglicherweise wurde dieses Album ja zu schnell nachgeschoben – aber 1980 war er mit 'Middle Man' wieder voll auf Kurs.

Schon der opener ‚Jojo‘ gehört nicht nur zu den besten Scaggs tracks, sondern zu den besten des gesamten Blue Eyed Soul Genres. Der coole, midtempo Groover, der v.a. von der Rhythmus Gitarre getragen wird, hat nicht nur eine erstklassige Melodie, sondern ist auch top arrangiert.

‚Breakdown Dead Ahead‘ folgt im wesentlichen der Formel des Rockers ‚Lido Shuffle‘, ‚Simone‘ ist wieder urtypischer Scaggs Soul mit funky touch und auf der Ballade ‚You Can Have Me Anytime‘ – auf der Carlos Santana, das gar nicht mal sooo Santana-mäßige Solo spielt - gibt er den herzensbrechenden Crooner. Der Titeltrack rockt wieder, allerdings nur genau so hart, dass er die R&B Fraktion nicht vergrault.

Dass der unvergleichliche Jeff Porcaro einen geraden Rock Beat zum grooven bringen konnte, wusste man spätestens ab der ersten Toto LP – hier tut er es auf dem Soul-Pop track ‚Do Like You Do In New York‘, der trotz seines langsamen Tempos unheimlich in die Beine geht. ‚Angel You‘ ist dann wieder ein flotter und eingängiger Pop-Rocker. Die Ballade ‚Isn’t It Time‘ bleibt eher unauffällig und das Album endet mit einem erneuten Rocker – ‚You Got Some Imagination‘ - dem man Co-Author Steve Lukather deutlich anhört.

Die Musiker sind - so wie auch schon auf den beiden Alben davor - 4/6 von Toto, Ray Parker Jr., der großartige David Foster u. diverse andere erstklassige 70er Jahre US Studiomusiker. Wer die frühen Toto Alben schätzt, oder exzellent gemachten Blue Eyed Soul amerkanischer Prägung (Hall & Oates bspw.) im Allgemeinen mag, der wird von diesem Album sicher sehr angetan sein. Aufgenommen ist die Platte ausserdem auch noch hervorragend, aber das trifft eh auf fast alle Alben von Scaggs zu…


Live at Caesar's Palace (UK Import)
Live at Caesar's Palace (UK Import)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für eine Performance!, 13. Oktober 2014
Tom Jones liess Live eh nie was anbrennen und schon seine ersten beiden Live Alben sprühten vor Humor und Energie. Auf ‚Live At Caesars Palace‘ aber kommt zu dieser genialen Performance aber auch noch eine hervorragende setlist hinzu und eine Band – oder besser ein ‚orchestra‘ – die nicht nur hervorragend spielt, sondern auch den groove inhaliert hat.

Es war sein 3tes Live Album innerhalb von 4 Jahren und es erschien just zu der Zeit, als sich seine seit 1965 anhaltende Hit-Serie dem Ende näherte. ‚Caesars‘ ist aber beleibe keine ‚Greatest Hits‘ show, sondern ein hochkarätiges set aus eigenen Hits und tollen Cover Versionen. Herausragend hier: ‚Soul Man‘ u. speziell diese Live Version des ‚Resurrection‘ Shuffle‘, auf der Jones alle Bandmitglieder zum pumpenden Groove vorstellt, bevor der song so richtig losgeht.

Natürlich sind die Balladen wie Simon & Garfunkels ‚Bridge Over Troubled Water‘ oder Paul Anka’s ‚My Way‘ an Pathos kaum zu überbieten, aber Jones voluminöse Stimme machen Sie dennoch zu einem Erlebnis. Die eigenen Hits werden hauptsächlich über ein Medley auf Seite 4 der DoLP abgehandelt, wer aber denkt, das war der Höhepunkt, der wird mit dem abschliessenden Rock’n’Roll Medley dann eines Besseren belehrt.

Abgesehen von der unglaublich aufspielenden Band und Jones‘ Gesangleistung, sind es auch seine Ansagen und die Konversation mit dem Publikum, die dieses Album nach wie vor zu einer Sternstunde der Peformance Kunst machen. Unverständlich nur, dass dieses Teil nach wie vor nicht in einer vernünftig bepreisten Ausgabe zu haben ist. Das vinyl sieht man gebraucht aber noch sehr oft und gar nicht mal so teuer und das macht sowieso mehr Spass.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 14, 2014 10:19 AM MEST


Live At Caesar's Palace
Live At Caesar's Palace

5.0 von 5 Sternen Was für eine Performance!, 13. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Live At Caesar's Palace (Vinyl)
Tom Jones liess Live eh nie was anbrennen und schon seine ersten beiden Live Alben sprühten vor Humor und Energie. Auf ‚Live At Caesars Palace‘ aber kommt zu dieser genialen Performance aber auch noch eine hervorragende setlist hinzu und eine Band – oder besser ein ‚orchestra‘ – die nicht nur hervorragend spielt, sondern auch den groove inhaliert hat.

Es war sein 3tes Live Album innerhalb von 4 Jahren und es erschien just zu der Zeit, als sich seine seit 1965 anhaltende Hit-Serie dem Ende näherte. ‚Caesars‘ ist aber beleibe keine ‚Greatest Hits‘ show, sondern ein hochkarätiges set aus eigenen Hits und tollen Cover Versionen. Herausragend hier: ‚Soul Man‘ u. speziell diese Live Version des ‚Resurrection‘ Shuffle‘, auf der Jones alle Bandmitglieder zum pumpenden Groove vorstellt, bevor der song so richtig losgeht.

Natürlich sind die Balladen wie Simon & Garfunkels ‚Bridge Over Troubled Water‘ oder Paul Anka’s ‚My Way‘ an Pathos kaum zu überbieten, aber Jones voluminöse Stimme machen Sie dennoch zu einem Erlebnis. Die eigenen Hits werden hauptsächlich über ein Medley auf Seite 4 der DoLP abgehandelt, wer aber denkt, das war der Höhepunkt, der wird mit dem abschliessenden Rock’n’Roll Medley dann eines Besseren belehrt.

Abgesehen von der unglaublich aufspielenden Band und Jones‘ Gesangleistung, sind es auch seine Ansagen und die Konversation mit dem Publikum, die dieses Album nach wie vor zu einer Sternstunde der Peformance Kunst machen. Unverständlich nur, dass dieses Teil nach wie vor nicht in einer vernünftig bepreisten Ausgabe zu haben ist. Das vinyl sieht man gebraucht aber noch sehr oft und gar nicht mal so teuer und das macht sowieso mehr Spass.


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