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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Lotusflow3r (2lp+CD) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Lotusflow3r (2lp+CD) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wäre ein gutes Einzelalbum geworden., 12. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit insgesamt 22 songs und einer Spieldauer von fast 100 Minuten bekam man vor 6 Jahren zwar eine Menge neuer Musik von Prince, war danach aber auch ein wenig ratlos. Das Fehlen zwingender Ohrwürmer führte bei mir selbst dann dazu, dass ich dieses Album danach nicht oft hörte ' tw. aber ein wenig zu unrecht wie mir jetzt klar wurd.

Da es heuer wieder auf Doppel-vinyl erschien (inkl. der CD Version) und das auch noch recht günstig und ich letztes Jahr bei seinem Konzert durch 'Crimson And Clover' wieder auf dieses Album aufmerksam wurde, wollte ich diesem Werk ' in unkoprimierter Soundqualität von Vinyl ' wieder eine Chance geben, und es hat sich stellenweise durchaus gelohnt.

Das gitarrenlasitge 'Lotusflow3r' bietet mit eben 'Crimson And Clover', '4ever', '$' u. 'Dreamer' immerhin 4 tracks die qualitätsmäßige im oberen Drittel des Prince'schen Oeuvres anzusiedeln sind. Der Funk-Anteil ist auf Lotus ziemlich gering und wenn vorhanden klingt das ein wenig wie mit der Brechstange (siehe 'Feel Better, 'Feel Good, 'Feel Wonderful', oder 'Wall Of Berlin'), aber mit 'Colonized Mind' findet man hier eine schöne und völlig unkitschige Ballade, die zwar kompositorisch noch ausbaufähig gewesen wäre, dafür aber mit Super-Gitarrenparts punkten kann. Das swingige, aber fade 'Love Like Jazz' und das noch langweiligere '77 Beverly Park' hätte er sich aber sparen können.

'MPL Sound' ist dann die Pop-Platte, die schon mit dem opener 'Another Like Me' soundmäßig wie kompositorisch zurück in die 80er geht. Schöner Song das, der gut auch auf 'Sign O' The Times' gepasst hätte. 'Chocolate Box' klingt dann wie ein Ableger von 'When Doves Cry', leider aber ohne dessen Intensität. Sehr gut dann 'Dance 4 Me' ' der Song der einem Hit hier am nächsten kommt. Zickiger groove und süffisanter, fieser (Sprech-) Gesang ' hat was! Es folgt mit 'U're Gonna C Me' eine typische Prince Ballade zum Dahinschmelzen und ja doch jetzt ' einem ohrwurmigen Refrain. Die nächste Ballade 'Here' ist dann eher belanglos ' genauso wie das recht lahme 'Valentina'. 'Better With Time' ist ein ehrenwerter Versuch einer Ballade, der nur leider ein Refrain fehlt, oder zumindest ein Spannungsbogen.

Schön fies kommt 'Ol' School Company' daher, allerdings hätte er das Arrangement ein bisschen pimpen sollen ' zumindest rhythmisch und mit 7einhalb Minuten ist der relativ simple track einfach zu lang. Mit dem gelungenen, flotten Rock'n'Roll 'No More Candy 4 U' zieht Prince den Hörer dann doch auch noch auf die Tanzfläche ' ist vglb. mit 'Play In The Sunshine' od.'Can't Stop This Feeling I Got'.

Das Destillat beider Alben hätte ein sehr gutes Prince Album ' wenn auch ohne zwingenden Hit ' ergeben. So gibt es hier aber zu viel mediokres und oft nicht zu Ende gedachtes Füllmaterial. 3 einhalb Sterne sind hier aber dennoch angebracht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 13, 2015 4:08 PM CET


AT HIS BEST - JOKER - 2LP - ITALY1975 - VINYL
AT HIS BEST - JOKER - 2LP - ITALY1975 - VINYL

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Power pur, 6. November 2015
Dass Richard Penniman aka 'Little Richard' einer der allerersten Rock'n'Roll Sänger war ist bekannt. Schon ab 1951 veröffentlichte er auf dem RCA Label singles und hört man sich diese frühen singles an, dann merkt man, dass das eiegntlich schon Rock'n'Roll war, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Sein fast schreiender Gesang wurde allerdings erst ab 'Tutti Frutti' von 1955 zu seinem Markenzeichen und dieser Song muss damals so ziemlich das härteste und wildeste gewesen sein, was man hören könnte. Danach folgte Hit auf Hit ' 'Long Tall Sally', das großartige 'Rip It Up', 'The Girl Can't Help It', 'Lucille', 'Keep A Knockin'', 'Good Golly Miss Molly' u. wie Sie alle hiessen.

'At His Best' ist ein compilation auf der alle diese Titel enthalten sind, aber nicht in den Original Studio Versionen, sondern re-recorded. Leider gibt es auf dem Album keine Angaben dazu, wann Sie entstanden sind, aber Sie sind hier größtenteils noch fetziger und in anderen Arrangements (tw. wurden zusätzlich noch Bläser hinzugenommen) aufgenommen worden. Meine Vermutung ist, dass es sich um Aufnahmen aus den frühen 60ern handeln dürfte. Im Prinzip würde man sich auf diesem Album im Rock'n'Roll Himmel wähnen, wäre da nicht die leider recht dürftige Klangqualität. Man hört zwar schon jedes Instrument heraus, aber über fast allen Aufnahmen liegt so ein dumpfer Schleier, der das Hörvergnügen leider trübt.

Wer aber wissen will wie großartig der Mann wohl auch Live war und mit welcher Power er zur Sache gehen konnte, der darf sich das hier nicht entgehen lassen.

Die Musik verdient 5 Sterne+, aber wg. der fehlenden liner notes und der dumpfen Soundqualität gehen sich halt leider nur 4 Sterne aus. Dennoch sollte man bei diesem Album zugreifen'
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2015 4:00 PM CET


The Wanderer-20 Greatest Hits [Vinyl LP]
The Wanderer-20 Greatest Hits [Vinyl LP]
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes u. günstiges Vinyl-reissue Label, 5. November 2015
Dion DiMucci gehört zu den ganz großen Rock’n’Roll Stars der 50 u. frühen 60er Jahre. Wer kennt nicht seine Hits angefangen bei ‚Teenager In Love‘ mit den Belmonts bis zu seinen Solo Hits ‚Runaraound Sue‘ u. natürlich dem all-time Evergreen ‚The Wanderer‘.

Wer eine gute Vinyl-Pressung in exzellenter Sound Qualität seiner frühen großen Hits sucht ist mit dieser vom Cargo Label ‚Vinyl Passion‘ gut beraten. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend, die Covers ihrer – meist compilations – bringen durchaus eine 50ies/60ies Anmutung rüber und die Alben sind gut 3-4- EUR billiger als vergleichbare Produkte. Spezialisert sind Sie auf ‚Oldies‘ Künstler - die Stilpalette geht von Jazz über R&B zu Rock’n’Roll, Chansons, Country u. Klassik zum überwiegenden Teil von ganz Großen des jew. Genres. (u.a. Miles Davis, John Coltrane, Ray Charles, Chuck Berry, Jacques Brel, Johnny Cash od. Maria Callas).

Ein Besuch der homepage lohnt sich definitiv, denn der Katalog des Labels ist mw. recht erkläcklich…
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2015 7:30 PM CET


Subtle as a Flying Mallet
Subtle as a Flying Mallet

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock’n’Roll Klassiker der frühen 70er, 4. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Subtle as a Flying Mallet (Vinyl)
Nach seiner Zeit mit Love Sculpture positionierte sich Dave Edmunds als einer der ersten Rock’n’Roll Revivalisten. Traditionell und sehr nah am Sound der 50er und frühen 60er Jahre bewegt sich dann auch seine 2te Solo LP die mehr als 3 Jahre nach dem Debut ‚Rockpile‘ erschien.

‚Flying Mallet‘ ist ein durchwegs gelungenes Album, auf dem Dave Edmunds sehr gerne die Spector’sche ‚Wall Of Sound‘ auffährt und damit tracks wie ‚Baby I Love You‘, Maybe‘ und ‚Born To Be With You‘ den dementsprechenden Bombast verleiht. Es geht hier aber auch anders zur Sache. ‚Leave My Woman Alone‘ erinnert arrangementmäßig z.Bsp. ganz stark an die frühen Beatles, ‚No Money Down‘ ist ein schnell gespielter Blues im Mannish Boy Rhtyhmus, ‚A Shot Of Rhythm And Blues‘ ein schunkelnder Rockabilly und ‘Billy The Kid’ kommt gar als prototypischer Country daher.

Wer auf die Musik der 50er u. frühen 60er steht wird an diesem Album seine helle Freude haben, denn von Schwofern wie ‚She’s My Baby‘ über die sehr gelungene Cover Version des Crystals Hits ‚Da Doo Ron Ron‘ bis zum waschechten Rock’n’Roll von Chuck Berry’s ‚Let It Rock‘ findet man hier eine große Bandbreite an Stilen, die aber durch Edmunds ausgefeilte Produktion alle super zusammengehen.

‚Flying Mallet‘ ist ein zu unrecht viel zu wenig beachteter Klassiker diese Mannes und um keinen Deut schlechter als Rockpile und es wäre schon längst an der Zeit für ein Vinyl Reissue - zumindest - seiner ersten beiden Alben.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2015 4:10 PM CET


Stone Free-a Tribute to Jimi Hend [Vinyl LP]
Stone Free-a Tribute to Jimi Hend [Vinyl LP]
Preis: EUR 33,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von der respektvollen Verneigung bis zur großartigen Aneignung, 3. November 2015
Tribute Alben zu ganz großen Künstlern sind natürlich von vornherein problembehaftet und speziell bei Hendrix, dessen Originale so kraftvoll oder fragil und gitarristisch so ausgefeilt waren, muss man annehmen, dass man eigentlich nur scheitern kann. Wie geht man also ran an die Herausforderung?

‚Respektvolles‘ covern – sich also möglichst nahe an der Originalvorlage halten, ist die eine Möglichkeit. Diesen weg wählt hier – leider – auch Eric Clapton, der ausgerechnet mit Chic als background Band (es sollte die letzte gemeinsame Aufnahme aller 3 Original Band Mitglieder werden) ein zwar handwerklich perfektes und gelungenes, aber wenig originelles Cover von ‚Stone Free‘ abliefert. Auch die Spin Doctors, Body Count und Jeff Beck mit Seal bewegen sich bei ihren Interpretationen von ‚Spanish Castle Magic‘, ‚Hey Joe‘ u. Manic Depression‘ sehr nah am Original. Living Colour trauen sich da schon mehr – ihre Version von ‚Crosstown Traffic‘ ist zwar arrangementmäßig auch nicht viel anders als die von Hendrix, dafür aber um einiges wilder.

Den zweiten Ansatz – nämlich etwas gänzlich Neues aus der Vorlage zu machen, bzw. Sie sich anzueignen wählen hier ausgerechnet Künstler denen man das so nicht unbedingt zutrauen würde. Klar – The Cure sind da natürlich mit einer erratischen, düsteren und um elektronische beats angereicherten Version von ‚Purple Haze‘ dabei, aber Nigel Kennedy? Der zimmert aus ‚Fire‘ einen Mahavishnu Orchestra-artige Fusion-Jazz der nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr exzentrisch ist. Die Pretenders eignen sich ‚Bold As Love‘ vollständig an und erinnern damit daran, dass Hendrix auch oft ein nicht zu unterschätzendes Pop-Potential in seinem Songwriting hatte. Eine der größten Überraschungen hier ist aber die Hip-Hop goes Blues Version von den allzu unterschätzten P.M. Dawn (ja genau die mit der ‚True‘ Verwurschtelung in ‚Set Adrift On Memory Bliss‘). Das ist tanzbar und hat dennoch immer noch diese Rock-Anmutung.

Slash unterzieht mit Paul Rodgers und der Rest Band Of Gypsys (ja, mit Buddy Miles) ‚I Don’t Live Today‘ einer Sleaze Rock Behandlung und die steigert sich gegen Ende so großartig, dass man Slash auch sein ausuferndes (aber eh geniales) Gegniedel am Ende verzeiht. Die mw. vergessene Band ‚Belly‘ transformiert ‚Are You Experienced‘ in einen fetzigen Grunge track. Den Vogel aber schiesst eindeutig Pat Metheny hier ab. Mit groovigem, tanzbarem, elektronischen beat unterlegt er ‚Third Stone From The Sun‘ und weder sein Sound noch sein Stil sind hier eindeutig erkennbar. Er zeigt dass man virtuos, rockig und melodisch gleichzeitig sein kann und am Ende deutet er das Stück kurzerhand in einen Latin-Rock Jam á la Santana um.

Mit einem sehr ordentlichen New Rising Sun beenden dann M.A.C.C. (eine one off Supergroup aus Mitgliedern von Soundgarden und Pearl Jam) ein nicht immer überzeugendes, aber doch durchwegs gelungenes Tribute Album, weil man sich hier zumindest nie fremdschämen muss und im Gegenteil oft auch davon überzeugt wird, dass man aus den alten Hendrix Hadern durchaus noch viel originelles und neues herausholen kann.

Schöne Vinyl Edition das, gut gemastered, sauber gefertigt, also sehr zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2015 7:32 PM CET


Choices
Choices

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feinstes Destillat, 30. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Choices (Vinyl)
Die Gruppe um den selbsternannten ‚Dr.‘ modernisierte ab 1984 den britischen blue-eyed soul fast im Alleingang – natürlich gab es mit dem formidablen ‚Parade‘ von Spandau Ballet und einigen anderen Protagonisten der britischen Pop Szene (bsp. Sade) auch andere acts die stilistisch in diese Richtung gingen, der feine Unterschied war aber, das die Blow Monkeys oft u. gerne auf Stilmittel des Philly Souls zurückgriffen, das alles aber mit moderneren beats und sounds versahen.

Vor allem aber war die Qualität des songwritings fast durchwegs vorbildlich. Tracks wie ‚Diggin‘ Your Scene‘ oder ‚It Doesn’t Have To Be That Way’ hätten auch Soul Großmeister wie Marvin Gaye oder Curtis Mayfield nicht besser hinbekommen. ‚Out With Her‘ – auch hier zu finden, klingt ohnehin schon wie ein part 2 von Gaye’s ‚Sexual Healing‘ und Mayfield wirkte dann auf einem der großen Hits der Monkeys tatkräftig mit – ‚Celebrate (The Day After You)‘ von 1987.

Das alles und noch mehr ist hier versammelt. Auffällig ist bei dieser 1989 erschienen compilation, dass sich die Gruppe Ende der 80er zunehmend House und Dancefloor beats aneignete. Beginnnend eigentlich schon bei der Mayfield collab wurde das auf dem Nachfolgealbum ‚Whoops! There Goes The Neighboorhood‘ und auf den beiden, nur als Singles veröffentlichten und hier enthaltenen, tracks ‘Choice?’ und ‘Slaves’ noch deutlicher. Auf dem danach veröffentlichten Album ‚Springtime‘ For The World wurden auch noch jede Menge samples integriert und die Monkeys waren endgültig zu Vocal-House Truppe geworden.

Leider war dieses – übrigens schwer unterschätzte - 1990er Album, bei dem Sie trotz aller Elektronik nie die Melodien vernachlässigten, dann auch ihr letztes, bis zur reunion Ende 2007. Ab da orientierte man sich dann aber schon wieder völlig anders und liess akkustische Instrumente und Folk in die Songs einfliessen.

‚Choices‘ ist jedenfalls die Compilation der Band, die das feinste Destillat ihrer 80er Jahre Arbeiten darstellt und alle Hits enthält. Für zukünftige Fans ein guter Einstieg und für 80er Jahre Nostalgiker eine tolle Compilation ohne Ausfälle.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2015 6:53 PM CET


Strong songs-Best of [Vinyl LP]
Strong songs-Best of [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King Of The Shouters, 29. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Strong songs-Best of [Vinyl LP] (Vinyl)
Irgendwie ist Roger Chapman ja der ewige underdog unter den Reibeisen Stimmen. Rod Stewart oder Joe Cocker legten eine Bilderbuch Karriere hin, der gute Roger aber, der den beiden weder in punkto Performance noch was die Hitqualitäten seiner songs anlangt hinterherhinkte, war schon mit der Family und danach auch mit den Streewalkers ebenso nur ein Geheimtipp und das änderte sich nicht wesentlich während der besten Jahre seiner Solokarriere.

Einmal konnte er dann ' 1983 - doch einen Riesenhit einfahren ' als Sänger für Mike Oldfield's 'Shadow On The Wall' und dieser track ist mw. leider der einzige an den die meisten Leute denken, wenn Sie den Namen Roger Chapman hören. Dabei brachte der Mann in den 79-84 sehr viele, exzellente Alben heraus. Vor allem seine beiden Live Alben 'Live In Hamburg' u. 'He Was... She Was... You Was... We Was...' sind hier hervorzuheben und das erstgenannte verrät auch schon, dass er in Deutschland eben auch immer die treueste und größte Fangemeinde hatte.

Aber auch auf den Studioalben jener Zeit finden sich großartige songs, mit denen er zumindest in Deutschland ein paar kleine Hits einfahren konnte. Der ziemlich funkige Rocksong 'How How How' oder das trockene riffgetriebene 'Prisoner' seien hier hervorgehoben und auch seine cover Version des Stones Klassikers 'Let's Spend The Night Together' ist ein echter Bringer. Recht rasch erhielt er damals den Spitznamen 'King Of The Shouters' wegen des guturalen timbres in seiner eh schon sehr sehr rauen Stimme. Viele Metal Bands hätten sich wohl eine solche Stimme bei ihrem Frontmann gewünscht, aber diese Musik war Rogers Sache nicht. Er siedelte sich stilistisch in einer Mischung aus Blues Rock und Pop, tw. mit funkigen Rhythmen unterlegt, an.

'Strong Songs' bietet einen guten Einstieg in Chapman's stärkste Solophase und deckt die Jahre 79-84 sehr gut ab. Neben den erwähnten songs, sind v.a. 'Who Pulled The Night Down', 'Mango Crazy' u. Midnight Child' hervorzuheben (hier tendiert er ganz stark in Richtung Frankie Miller). Auch findet man hier großartige u. meines Wissens nur hier veröffentlichte Live Versionen des urspr. 1987 auf 'Techno-Prisoners' veröffentlichten 'Slap Bang In The Middle' und von eben 'Shadow On The Wall'. Balladen sucht man hier übrigens vergeblich ' was wohl auch ein Grund war, warum Chapman's Karriere nie so richtig abhob, dafür aber jede Menge gute Rockmusik. Für Freunde der Silberlinge sei an dieser Stelle noch die 1992 erschienene compilation ''King Of The Shouters'' empfohlen, die mit 17 tracks noch ein bisschen weiter gefasst ist.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2015 5:58 PM CET


Live 2013 [Vinyl LP]
Live 2013 [Vinyl LP]
Preis: EUR 28,82

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock’n’Roll!, 23. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Live 2013 [Vinyl LP] (Vinyl)
Man kann es sich leicht machen und diese Live Scheibe schon von vornherein als ‚Geriatrie-Rock’N’Roll‘ abtun und ausblenden. Wenn man dann aber - sei es aus alter Verbundenheit oder nur um sein Vorurteil bestätigt zu wissen - in diese Aufnahmen hineinhört, dann ist man doch mehr als erstaunt. Die Frische, Vitalität und Verve die in diesen Aufnahmen aus Manchester liegt, würde man sich bei den Stones oder den Who heute wünschen und das bei einem damaligen Durchschnittsalter der Band von 68 Jahren. Klar, Frontman Ian Hunter, der älteste mit damals 74, hört sich wegen seiner mw. brüchigen Stimme tw. schon wie Roger Chapman an, aber druckvoll und leidenschaftlich ist sein Vortrag immer noch.

Fast alle Songs dieser – zu großen Teilen – ‚Greatest Hits-Show‘ kommen viel fetziger und mächtiger daher als die Originale oder vglb. Versionen von der 74er Live Scheibe. Gespielt ist das sowieso erstklassig und auch wenn Hunter Intimus Mick Ronson’s Sologitarre hier noch das Tüpfelchen auf dem i wäre, muss man Mick Ralphs ein Kompliment machen für den drive, den er an der Gitarre und ‚Jungspund‘ Martin Chambers (damals 62) an den drums hier reinbringen.

Von den legendärten Hoople tracks fehlen hier lediglich das VU cover ‚Sweet Jane‘ u. ‚Sweet Angeline‘, dafür wird man aber mit einigen großartigen Album tracks wie ‚Violence‘ oder ‚The Journey‘ entschädigt. Und Seite 4 ist dann mit ‚Golden Age Of Rock’N’Roll‘, ‚All The Way From Memphis‘, ‚All The Young Dudes‘, ‚Roll Away The Stone‘ u. ‘Saturday Gigs’ sowie das kompakte All-Time Greatest Hit Set.

Zeitgemäße Rockmusik (gibt’s sowas überhaupt?) ist das natürlich nicht, aber Rock’n’Roll vom Feinsten allemal, und wenn alle ‚Überlebenden‘ der 60 u. 70er noch heute so eine Performance abliefern könnten, dann müssten sich die jungen Bands wohl noch um einiges mehr anstrengen um überhaupt mithalten zu können.

Eine klare Kaufempfehlung für alle Fans des 70s Rock – das Doppel-Vinyl ist sauber gepresst, die Aufnahme ist sehr dynamisch und klar, die Verarbeitung auch sehr gut. Einziger Kritikpunkt – keine credits. Nicht einmal die Besetzung oder der producer sind angeführt – das muss man dann googlen. Aber man sollte sich beeilen - diese Vinyl-Ausgabe ist limitiert...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2015 3:44 PM MEST


Type
Type

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Black Rock Power, 20. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Type (Vinyl)
Mit ihrem Debut Album und den beiden darin enthaltenen Single Hits ‚Cult Of Personality‘ u. ‚Glamour Boys‘ mischten die 4 New Yorker Ende der 80er Jahre die US Musikszene gehörig auf – nicht zuletzt wg. der guten Promotion die ‚Geburtsthelfer‘ Mick Jagger für die Band machte - und waren eigentlich hauptverantwortlich dafür, dass der Black Rock/Funk Metal sich als wichtiger Musikstil etablierte.

2 Jahre später folgte mit ‚Time’s Up‘ der Nachfolger und wer erwartete, dass sich Band dann zahmer und massenkompatibler geben würde, der wurde eines besseren belehrt. Auf dem zweiten Album wurde sogar noch heftiger gerockt. ‚New Jack Theme‘, ‚Elvis Is Dead‘, Information Overload‘ oder der Titeltrack machten trotz ihrer teils recht eingängigen Melodien und Refrains keine Gefangenen. Auch die erste Singleauskoppelung ‚Type‘ gehört zur härteren Kategorie. Gepaart wurde die 7“ mit dem düsteren und mit schräger Sologitarre ausgestattem, aber ebenfalls großartigen non-album track ‚Final Solution‘ (übrigens ein Pere Ubu cover).

Auf der gleichzeitig veröffentlichten 12“ finden sich aber noch 2 zusätzliche Schmankerln: eine heftige und exzellente Live Version des Debutalbum tracks ‚Middle Man‘ und ein unerhört brachiales und wahnwitziges cover vom größten Hit der Clash ‚Should I Stay Or Should I Go‘. Wer diese Version einmal gehört hat, der will keine andere dieses Songs mehr hören…

Alle 3 Zusatztracks finden sich übrigens auch auf der japanischen Ausgabe der ‚Biscuits‘ EP, die knapp ein Jahr später erschien und die im Gegensatz zur US und zur europäischen Version nicht mit 6, sondern mit 15 tracks daherkommt. Ohne ‚Biscuits‘ bzw. den tracks dieser 12“ ist eine Living Colour Sammlung nicht komplett, denn va. die beiden Covers (auf ‚Biscuits‘ werden übrigens auch noch Songs von James Brown, Hendrix, Al Green einer Spezialbehandlung unterzogen) gehören zum Besten was diese Band je aufgenommen hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2015 8:09 PM MEST


Über...Menschen
Über...Menschen
Preis: EUR 14,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch wichtig, immer noch witzig, 20. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Über...Menschen (Audio CD)
Spätestens seit dem epochalen ‚Knietief im Dispo‘ von 2002 ist die Gruppe um Peter Hein eh unantastbar und obwohl Sie mit Würde altern (Hein steht immerhin schon knapp vor dem 60er), haben Sie weder an textlicher, noch an musikalischer Aktualität verloren.

Auf ‚Über Menschen… unter Tieren‘ nähert sich der Sound und Stil der Band schon recht stark an die Sterne an, so wie die ca. ab ‚Gedanken‘ geklungen haben, allerdings hat Hein die besseren Texte und trifft (fast) immer ins Schwarze. Ob zynischer Galgenhumor in ‚Untergang‘ oder witzige und treffende Abrechnung mit der aktuellen Internet 2.0 (oder schon 3.0?) Generation, in dem ganz hervorragenden ‚Der Dinge Stand‘ - was Sozial- und Gesellschaftskritik anlangt, feuert Hein immer noch aus allen Rohren, mit seinen sloganhaften lyrics. Da verzeiht man es ihm auch leicht wenn er ‚Oligarch‘ auf das andere Wort für Hinterteil reimt, oder er ausnahmsweise in dem für die Fehlfarben recht ungewöhnlichen Reggae ‚Urban Innozenz‘ mit einem halben englischen Refrain aufwartet.

Die Wut mag nicht mehr so groß sein, wie zu Beginn bei ‚Monarchie und Alltag‘, aber von Altersmilde kann hier trotzdem nicht die Rede sein und das macht diese Band auch nach 36 Jahren immer noch zu einer der wichtigsten und besten Rockbands Deutschlands. Fehlfarben gehören gehört – und vor allem viel öfter im Radio gespielt!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2015 1:55 PM MEST


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