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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Many Rivers To Cross
Many Rivers To Cross
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger song..., 7. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Many Rivers To Cross (MP3-Download)
...der im Jimmy Cliff Original schon bestechend war. Cher aber holt mit ihrer Interpretation den track vollends in den Soul und macht ihn unglaublich dynamisch. Eine der wenigen großartigen Aufnahmen der späten Jahre dieser Dame auf dem Sie zeigt, welch' großartige Sängerin Sie sein kann...


David Live [Vinyl LP]
David Live [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Transition….transmission, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: David Live [Vinyl LP] (Vinyl)
Bowie’s erstes Live Album hat wohl deswegen einen nur mediokren Ruf, weil es die Fans damals sicherlich vor den Kopf stiess. Zwar kündigte sich beim Vorgänger Studioalbum ‚Diamond Dogs‘ schon leicht ein musikalischer Wechsel an, aber größtenteils regierte dort doch noch der Glam Rock’n’Roll, der ihn damals zum Star machte.

Auf ‚David Live‘ war Bowie sichtlich bemührt im Rahmen einer US-Tour seine Musik zu R&B-fizieren, war aber noch nicht ganz beim - wie er ihn später nennen sollte – ‚Plastic Soul‘ von ‚Young Americans‘ angekommen. Mitreissend und packend wurden diese shows aber allemal, auch wenn David Sanborns Saxophon auf vielen tracks etwas zu sehr im Vordergrund steht.

Schon der funkig-dramatische opener ‚1984‘ zeigt wohin die Reise geht – Rock’n’Roll meets R&B ist die Devise und einigen kantigere tracks wie ‚Alladin Sane‘, ‚Sweet Thing‘ oder ‚Width Of A Circle‘ tun die neuen Arrangements sehr gut, denn Sie werden zugänglicher und streckenweise auch grooviger. Das crossover Cover von Eddie Floyd’s ‚Knock On Wood‘repräsentiert das Album dann auch am Besten – eben als Melange aus R&B u. Rock‘n’Roll die sehr gut gelingt. Dass die Rocktracks trotzdem noch andrücken ist v.a. Earl Slick zu verdanken, der gerade auf ‚Moonage Daydream‘ glänzt und damit Mick Ronson’s Gitarrenarbeit auf dem Original zumindest ebenbürtig ist.

Großartig auch die beiden tracks ‚Time‘ u. ‚Here Today, Gone Tomorrow‘ die erst 1990 im Rahmen des Ryko/EMI reissues das Licht der Welt erblickten, denn auf denen hört man den theatralischen mit Sinn für Dramatik ausgestatteten Entertainer Bowie, den er damals auf der Bühen geben konnte, deutlich heraus.

Für mich jedenfalls eines der wenigen Live Alben das man – immer noch – in einem Stück durchhören kann und das keine Sekunde langweilig wird.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2014 12:40 PM MEST


A Shining Symbol: the Ultimate Collection [VINYL] (UK Import) [Vinyl LP]
A Shining Symbol: the Ultimate Collection [VINYL] (UK Import) [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weitreichender Schaffensüberblick, 5. Mai 2014
Ayers steht wohl wie kein anderer Vibraphonist für das crossover von R&B, Soul u. Funk auf der einen und Jazz auf der anderen Seite. Berührungsängste waren ihm von jeher fremd, was wohl auch einer der Gründe war, warum er Anfang der 90er seinen zweiten (möglicherweise dritten) Frühling im Rahmen der Acid Jazz Bewegung hatte. Der damals schon über 50 jährige wurde von den opinion leadern jener Richtung wie Galliano nur so umgarnt und sozusagen zum elder statesmen des Genres erkoren.

Wie richtig und zutreffend das war erkennt man am ehesten und prägnantesten über diese compilation die - eben zur Hochzeit des Acid Jazz - 1993 von seiner langjährigen Plattenfrima Polydor veröffentlicht wurde. Discoeske Groove Wunderwerke wie ,Running Away`, ,Love Will Bring Us Back Together`, ,Everybody Loves The Sunshine` oder `Can't You See Me' aus den späten 70ern treffen hier auf die eher R&B infizierten, exzellenten frühen tracks á la ,He's A Superstar`, ,He's Coming` (das im übrigen wegen der Querflöte sehr an Herbie Mann erinnert), ,2000 Black`, ,Red, Black & Green` oder ,We Live In Brooklyn Baby`. Der Titeltrack dieser compi wiederum stammt aus dem Blaxploitation Soundtrack zu ,Coffy` (starring Pam Grier!) von 1973 und gerade diese Musikrichtung prägte den Acid Jazz der 90er ja ganz stark.

Lediglich Ayers ganz hervorragende Version des Edwin Birdsong tracks ,Pretty Brown Skin` vermisst man hier allerdings kann man sich das erste ,Ubiquity` Album von Ayers, auf dem dieser track im Original drauf ist, sowieso ungehört kaufen, den es ist eines seiner besten Original Studio Alben.

Ayers Musik war über die Jahrzehnte hinweg immer eine logische Fortsetzung dessen, was acts wie das Ramsey Lewis Trio, die Three Sounds, Les McCann, aber auch die (Jazz) Crusaders, oder Cannonball Adderley in den späten 50ern / frühen 60ern als , Soul-Jazz` begonnen hatten. Diese Zusammenstellung fasst nicht nur Ayers beste Aufnahmen zusammen, sondern macht diese Weiterentwicklung auch exzellent nachvollziehbar. Wer nun nicht unbedingt vinyl braucht, dem sei 'Destination Motherland: The Anthology' ans Herz gelegt, das noch eine Spur umfassender ist, für die Freunde der schwarzen Scheiben ist aber das hier die Essenz.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 6, 2014 2:15 PM MEST


an anthology vol. 2 LP
an anthology vol. 2 LP

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vermächtnis eines Ausnahmegitarristen, 30. April 2014
Rezension bezieht sich auf: an anthology vol. 2 LP (Vinyl)
Welch großartiger Giarrist Duane Allman war, braucht man eigentlich nicht mehr zu erwähnen, aber allen die ihn hauptsächlich von der Allman Brothers Band kennen, sei diese compilation wärmstens empfohlen, denn hier widmet man sich lediglich auf LP Seite 4 seiner Stammgruppe, die übrigen 15 tracks sind eine großartige Auswahl von Nummern auf denen er anderen Künstler seine Kunst zur Verfügung stellte.

So unterschiedlich die Stilrichtungen hier auch sind -Blues unterschiedlicher Ausprägung, R&B, Country, Folk, Rock - so beeindruckend ist es zu hören wie prägnant Allman hier überall hervortritt. Selbst Aretha Franklins dominantes Organ verblasste ein wenig, als Allman die Gitarre auf ihrer - im übrigen sehr eigenständigen und gospelinfizierten - Cover Version von The Band's ,The Weight` bediente. Das großartige an Allman war ja nun gar nicht die Virtuosität, sondern das Gespür für Groove und sein feeling. Dass er auch technisch sehr super war hört man natürlich auch (siehe ,Layla`), aber gerade zu einer Zeit als das ,höher, schneller, weiter'-Denken in der Rockmusik losbrach blieb Allman's credo wohl ,egal was man spielt - es muss grooven`.

Seine gitarristisch beste Arbeit lieferte er wahrscheinlich für Boz Scaggs ab, auf dessen 13minütiger Version von ,Loan Me A Dime` - ein track der trotz dieser epischen Länge keine Sekunde langweilig wird, was zum einen natürlich dem Arrangement und den Tempi-Wechsel geschuldet ist, zu einem großen Teil aber eben auch Allman's faszinierende Sologitarre.

Wer keine Berührungsängste mit anderer Stilrichtungen hat, für den ist ,An Anthology` aber sowieso ein Füllhorn an tollen tracks - keiner hier, der es nicht Wert wäre gehört zu werden und das schöne daran - hier wächst, - dank Allman - alles wie selbstverständlich zusammen. Unbedingte Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2014 4:31 PM MEST


The Name of This Band Is Talking Heads [Vinyl LP]
The Name of This Band Is Talking Heads [Vinyl LP]
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweischneidiges Schwert..., 24. April 2014
...mit Betonung auf ,schneidig`, denn dieses Live Album der Talking Heads präsentiert einerseits die frühe, handwerklich schon ziemlich großartige New Wave Band der frühen Jahre bis 79 vor kleinem Publikum und auf der zweiten Scheibe die aufgeblasene 9Mann/Frau starke (u.a. mit Bernie Worrell u. Adrian Belew) Showband der Jahre 80/81.

Das hat Charme und Witz, auch wenn auf der ersten Scheibe Byrnes zwischenzeitliches exaltiertes Gequietsche manchmal etwas nervt, so ist die Musik ist auch da schon immer sehr tight. Wie gut die Live waren weiss man dann über dieses Album noch mehr zu schätzen, als über den ,Stop Making Sense`-Soundtrack, denn da waren Sie ja bereits im großen Theater angekommen, doch auf diesen Club Mitschnitten wird klar, dass Sie auch in der kleinen Besetzung mitreissen konnten.

Schade, dass es aus der Spätphase (also ab ,Little Creatures`) keine offiziellen Live Mitschnitt mehr gibt; wäre interessant zu hören wie Sie sich da aufgestellt hätten.

,The Name Of This Band..` ist jedenfalls eine äußerst lohnende und auch kurzweilige Anschaffung, die man jetzt auch wieder neu aufgelegt auf vinyl geniessen kann und die in dieser Form auch ungleich mehr an Dynamik bietet. Audiophil war und und wird das nie sein, aber es ist auch klanglich eine schöne Aufnahme, weil man da halt sehr nah dran ist.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2014 2:58 PM MEST


Hammer & Michel (Limited Edition inkl. MP3-Code) [Vinyl LP]
Hammer & Michel (Limited Edition inkl. MP3-Code) [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 80er Jahre Hardrock recycling - aus alt mach neu, 14. April 2014
Man weiss ja bei Hr. Eißfeldt nie bis zu welchem Grad er seine Genre-Ausflüge ernst nimmt , nur bei einem kann man sich sicher sein - die musikalische Umsetzung passt immer. So auch diesmal, wenn er das alte Pferd ,spät-70er/80er Jahre Hardrock` wieder mal auf die Weide führt.

Dass seine Band im Prinzip eh alles spielen kann, beweist er einmal mehr mit diesem Album; dass bei fast allen songs die Herangehensweise eine augenzwinkernde ist, wird bei den Texten u. oft schon bei den Titeln klar. Und auch musikalisch wird dem Mucker- u. Posertum ironisch Tribut gezollt, entbehrt aber trotzdem nicht eines gewissen Respekts vor diesem Genre.

Klar wird letzteres vor allem bei der ,Scorpions Ballade` bei der man vorab denkt - ,klar sich über die Scorpions lustig zu machen, ist ja naheliegend, beim Motto dieses Albums`, aber weit gefehlt. Gerade auf diesem Song macht er einem musikalisch u. auch textlich klar, welche Stärken dieses Genre hatte/haben kann, wenn sich die Protagonisten wirklich ins Zeug leg(t)en. Und spätestens bei der Textzeile ,und all die alten Ideale, ja die tragen sie zu Grabe, da spring` ich doch auf den Zug rauf und mach` ne Scorpions Ballade` wird klar, dass das eben keine Parodie ist, sondern eine Verbeugung ist, gepaart mit dem Versuch, dem alten Gaul eine Frischzellenkur zu verpassen.

Er wird auch nicht müde, die Einflüsse die im Rock so verarbeitet wurden unterzubringen - bei ,Strasse` z.Bsp., das doch tatsächlich auf einem leicht abgewandelten Country Shuffle daherkommt, aber - und das sei dem Mann hoch angerechnet - versucht er dann eben doch was Neues zu machen, denn trotz der typischen Hardrock Gitarren die klingen wie vor 30 - 40 Jahren hat das alles etwas zeitgemäßes, und den schwarzen groove können er und die Band auch nie ganz abschütteln (siehe v.a ,Action` - bei dem auch die Bläser wieder zum Einsatz kommen).

Songwriting-mäßig gelingt nicht alles - die besten Stücke sind sicher der Riffer ,Fi**`, die bereits erwähnte ,Scorpions Ballade`, seine Hommage an ,St. Pauli`, ,Action` und der opener ,Liebe`. Der Rest ist gut bis durchwachsen, aber ein kompositorisch makelloses Album darf man von Delay auch nicht erwarten, dazu reichte es bis jetzt noch nie.

Trotzdem - Hut ab für den stilvollen, ironischen u. trotzdem respektvollen Umgang mit dieser Musikrichtung - so eine Kombination gelingt nicht vielen. Und Spass macht das alles durchaus...

achja übrigens - für all die sich die DoLP Ausgabe kaufen wollen: zumindest bis 14.4. funktionierten die beigelegten download codes für die 'gratis - mp3 Version' nicht. Dickes Minus für Universal... ;-(
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2014 5:28 PM MEST


Don't call me buckwheat (1991) [Vinyl LP]
Don't call me buckwheat (1991) [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Totgeglaubte leben länger..., 28. März 2014
9 Jahre nach seinem - künstlerisch wie kommerziell - traurigen Abgesang bei Epic Records (,Guts For Love`) schaffte Jeffreys es dann doch noch einen Plattenvertrag zu bekommen und veröffentlichte bei RCA/BMG ein Comeback-Album. Und was für eines! Gut gewappnet für die 90er klang er auf ,Don't Call Me Buckwheat` frisch und motiviert. Das songwriting war wieder voll intakt und auch der Sound, den er sich selbst verordnete, klang absolut zeitgemäß, ohne - im Rückblick - dabei jedoch zu sehr in dieser Dekade verhaftet zu sein.

Wie immer bei Jeffreys war es ein Stil Misch-Masch aus Reggae tracks, R&B Nummern, Latin u. Folk und Country Songs. Den Rock u. New Wave den er kurze Zeit auch im Programm hatte (siehe ,Escape Artist`) liess er hier (bis auf den Rock'n'Roll ,I Was Afraid Of Malcolm`) zwar aussen vor, dadurch gelang ihm aber auch eine, ein wenig homgenere Platte.

Auch das chart-Glück war ihm Hold und mit dem formidablen ,Hail Hail Rock'n'Roll`, das mit seiner Hip-Hop Anmutung sehr gut in die damalige Zeit passte, gelang ihm auch wieder ein kleiner Hit (inkl. heavy rotation auf MTV). Wer ihn nach ,Guts For Love` abgeschrieben hatte, der hatt die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die zweite single ,The Answer` lief zwar nicht so gut, das aber völlig zu unrecht, denn mit seiner pumpenden Synthie-Bass Line, der guten hook und dem coolen beat hätte die eigentlich ein floorfiller werden können. Dass er ausgerechnet beim Titelsong musikalisch auf einen country shuffle zurückgreift, sagt - beim Text dieses Liedes - auch sehr viel über Jeffreys besonderen Humor aus.

Auf der Liste der Musiker die dieses Album einspielten finden sich große Namen - Living Colour Gitarrist Vernon Reid (spielt die Sologitarre auf ,Hail Hail Rock'n'Roll`) war ebenso dabei wie Michael Brecker, Sly & Robbie, Steve Jordan, drummer Legende Bernard ,Pretty` Purdie oder Hugh McCracken. Die immer wieder ergänzten drum computer- und Synthiespuren harmonieren mit dem übrigen Arrangement hier auch in einer Art u. Weise, die diese Scheibe damals modern, heute kaum angestaubt und insgesamt auch nie zu anbiedernd wirken liessen/lassen.

,Don't Call Me Buckwheat` zählt neben ,Ghost Writer`, ,One Eyed Jack' u. ,Escape Artist` zu Jeffreys besten Alben und wer sich mit dem Mann näher beschäftigen will, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2014 8:28 AM MEST


Story of / Vinyl record [Vinyl-LP]
Story of / Vinyl record [Vinyl-LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur Glamrock, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Story of / Vinyl record [Vinyl-LP] (Vinyl)
Die Mannen um Noddy Holder gelten ja als eine DER großen Glam Rock Bands schlechthin, aber das stimmt nur bedingt. Tatsächlich hatten Sie in den frühen 70ern mit ‚Coz I Luv You‘, ‚Mama Weer All Crazee Now‘ etc. Hits im typischen Glam Sound, allerdings fanden sich auch tracks die typischer Rock’n’Roll á la Ten Years After (um bei Vergleichbarem jener Zeit zu bleiben) waren und auch songs die schon sehr stark in Richtung Hardrock tendierten.

Spass u. Stimmung verbreiten all diese Nummern auch heute noch und zweitverwertbar wäre vieles davon auch (man denke nur an das gelungene Quiet Roit cover von ‚Cum On Feel The Noize‘), allerdings bleibt Noddy Holders Organ schon unverwechselbar. Der mag sich zwar heute noch in den Allerwertesten beissen, weil er 1980 das Angebot von AC/DC ablehnte, nach dem Tod von Bon Scott dessen Nachfolge anzutreten, allerdings zeugt das auch von höchst ehrenwertem Verhalten, da Slade als Band 1980 eine äußerst schwierige Phase durchlebten, er aber dennoch zur Gruppe stand. 3 Jahre später feierten Sie dann mit ‚The Amazing Kamikaze Syndrome‘ aber selbst auch ein veritables Comeback mit den 2 – eigentlich schon Glam Metal - Hits ‚My Oh My‘ u. ‚Run, Runaway‘.

Auf die muss man hier – wegen des urspr. Erscheinungsjahres 1977 dieser compi – zwar verzichten, aber wer wissen will, wie es die Engländer vor mehr als 40 Jahren schafften zu echten Pop-Rock Grössen aufzusteigen, der ist mit dieser ausführlichen compi bestens bedient, die neben den ganz großen Hits von damals noch einige tolle Album tracks beinhaltet.

Man sollte sich halt das vinyl zulegen, denn abgesehen davon, dass die 2 Einzel-CDs hier unverschämt teuer feilgeboten werden, tut es halt bei der im Original schon relativ schwachen Dynamik Not, diese songs von vinyl zu hören, denn Dynamikgewinn bringen CD Überspielungen ja nur in den seltensten Fällen…

…übrigens – interessantes Cover hier auf ama zu diesem Produkt ;-((
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2014 12:02 PM MEST


Out of the Game
Out of the Game
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bunt, verschwenderisch, dekadent und einnehmend, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Out of the Game (Audio CD)
An Bezugspunkten mangelt es diesem Album wahrlich nicht – der frühe Elton John, Boz Scaggs, Oper u. Klassik, aber auch Musical u. Veaudeville kommen einem beim Durchhören dieser Platte in den Sinn. Immer umrahmt von Wainwright’s relaxter und angenehmer Singstimme.

Irgendwie scheint hier alles zusammenzukommen, was Wainwright seit 1998 alles ausprobiert hat. Ohnehin immer schon ein talentierter Komponist, lässt er hier sämtlichen seiner musikalischen Einflüsse freien Lauf und es ist Produzent Mark Ronson zu verdanken, dass sich hieraus trotzdem ein einheitliches Klangbild ergibt.

Natürlich ist das sehr 70er Jahre bezogen, denn genauso müssen Wainwrights Songs ja umgesetzt werden. Aber es sind verschwenderische Arrangements, die zum richtigen Zeitpunkt auch mal klein gehalten werden, wie z.Bsp. bei dem auf einen country Rhythmus aufgebauten ‚Respectable Dive‘, oft ist es aber eine fast schon obszöne Deakdenz die diese Arrangements enthalten.

Sogar leichte Disco Anklänge mischen sich hier hinein (‚Perfect Man‘) und wer die frühen Elton John Alben für seine besten hält, der wird speziell mit dem Titelsong seine Freude haben.

‚Welcome To The Ball‘ hat dann diesen Cole Porter songwriting touch, den Wainwright wie kein zweiter seiner Zeitgenossen beherrscht und man findet hier auch keine song, der irgendwie vom Blues Schema herleitbar wäre – nicht einmal beim 50er Jahre-like Schwofer ‚Song Of You‘ kommt einem das wirklich in den Sinn - das wäre wohl unter Wainwrights Niveau.

Rockmusik Fans brauchen hier gar nicht erst hinheinhören, wer aber auf Pop, in all den Spielarten, die es diesbzgl. in den letzten 80 Jahren gab steht und es gern abwechslungsreich und anspruchsvoll mag, der kommt an diesem Album eigentlich nicht vorbei. Zum chillen, relaxen und die-Seele-baumeln-lassen eignet sich das aber auch perfekt.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2014 8:47 AM CET


Time [Vinyl LP]
Time [Vinyl LP]

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Prince Album – und doch ‚The Time‘, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Time [Vinyl LP] (Vinyl)
Ja sicher, klar wurde dieses Album von Prince komponiert, arrangiert u. produziert, aber es ist dennoch auch ein Time Album. Warum? Nun ja , da wären zuallererst natürlich mal die vocals von Morris Day, die speziell hier bei den Balladen aufzeigen, was Prince von ihm gesanglich noch dazugelernt hat. Zudem gibt es auch Gitarrensolis, die 100%ig von Jesse Johnson stammen und die beeindrucken. Man höre sich nur mal an wie der eher gemütliche Funk ‚Get it Up‘ durch sein Solo an Fahrt aufnimmt.

Der große Unterschied zum damaligen Prince Album ‚Dirty Mind‘ liegt auch darin, dass der Meister auf seinem eigenen Werk einer Mischung aus Funk und Rock’n’Roll mit deutlichen New Wave Einflüssen fröhnt, ‚The Time‘ aber ein 100%iges R&B Album mit einem für die frühen 80er Jahre sehr modernen Sound wurde. Ausserdem sind die 3 langen tracks (‚Get it Up‘, ‚Cool‘, ‚The Stick‘) genau das, was The Time ausmachen und es wird einem bewusst, dass v.a. in dieser Stilrichtung, Prince sehr viel von Flyte Time (wie die Gruppe sich urspr. nannte) übernommen und adaptiert hat. Trotz der Löngen zwischen 8 u. 10 Min werden diese Funk Jams mit lyrics aber nie langweilig, weil Sie eben – und da kommt das Genie von Prince voll zu Tage – so abwechslungsreich arrangiert sind und über so zwingende Grooves verfügen, dass man auch 20 – 30 Mniuten pros song locker akzeptieren würde. Dass auf des Prinzen nächsten Soloplatte (auf‚1999‘ dann noch mehr als auf ‚Controversy‘) sehr viel von diesem Sound hier wiederkehrt, ist dann auch nicht verwunderlich.

Die 2 Balladen sind übrigens auch sehr gelungen, was sehr Day’s Gesang zu schulden ist und der Rock’nRoll Funk von After Hi-School dürfte Prince wohl noch von Dirty Mind übriggeblieben sein...

Ein tolles Album, das meiner Meinung nach zeigt wie sehr sich The Time u. ihr Mentor u. Bewunderer damals gegenseitig befruchteten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2014 1:17 PM CET


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