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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
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GREATEST HITS LP US ABC 1978
GREATEST HITS LP US ABC 1978

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste ergänzende compilation..., 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: GREATEST HITS LP US ABC 1978 (Vinyl)
...zu ,Gaucho`, das man eh als Ganzes braucht und von den Alben davor ist hier tatsächlich das Beste drauf (inkl. der großartigen 30er Jahre Jazznummer ,East St. Louis Toodle-oo`, die sich sonst auf keine Steely Compi findet), noch dazu in ansprechender Klangqualität. ,FM fehlt und auch tracks der reunion Alben - aber in den 70ern war sowieso alles besser (- sogar die Zukunft ;-))
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2013 5:17 PM MEST


Gaucho (1980) [Vinyl LP]
Gaucho (1980) [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Snob-Pop, 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Gaucho (1980) [Vinyl LP] (Vinyl)
Man kann den Steely Dan Sound leicht als ,blasiert` oder ,versnobt` abtun, denn nur ganz selten rockte diese Musik oder groovte wirklich zwingend, schon gar nicht auf dem für lange Zeit letzten Album ,Gaucho`; die Vorzüge der Steely Dan Aufnahmen liegen aber woanders - in den sehr gut über die Jazz Harmonik informierten Kompositionen, den oft süffisanten, aber unterhaltsamen Texten, dem fast beiläufigen Gesang, der doch immer treffsicher war und der nicht zuletzt perfekten handwerklichen Umsetzung.

Für letztere holte man sich für dieses Album sowieso nur die creme de la creme der damaligen Westcoast Studiomusiker und zimmerte eine Platte die sowohl was die Klangästhetik, als auch was das songwriting angeht ein zeitloses Referenzwerk der gehobenen, anspruchsvollen Popmusik.

Randy Brecker und Tom Scott (der größtenteils auch die Horns arrangierte) sorgen mit einem Gastauftritt von David Sanborn dafür, dass die Bläser sitzen wie der Cocktailsmoking, Hugh McCracken, Steve Khan, Rick Derringer und Hiram Bullock übernehmen die Gitarrenarbeit (ab und zu greift auch Walter Becker zum Instrument), die drums werden abwechselnd von Steve Gadd, Rick Marotta, Bernard Purdie (legendär - sein hängender shuffle zu ,Babylon Sister`) und Jeff Porcaro bedient, die Percussion wird u.a. von Ralph McDonald beisgesteuert und am Bass hört man neben Becker auf einigen tracks Anthony Jackson (of ,Headhunters` Fame); wem das immer noch nicht namedropping genug ist, der findet dann unter den backing vocalists noch Valerie Simpson, Patti Austin und Michael McDonald.

Dass bei so vielen Kapazundern natürlich der möglicherweise geschmeidigste Sound der ausklingenden 70er entstehen musste, liegt fast auf der Hand; und als Draufgabe klingt das Ganze auf Vinyl auch noch extrem gut, dank der Produktion von Gary Katz und Bob Ludwig's Mastering.

Highlights sind hier drauf entweder alle oder kein track, denn man muss sich schon bewusst sein, dass diese Musik weder dringlich noch zwingend ist, Sie ist vielmehr genauso wichtig und unersetzlich wie ein Designermöbel, dafür aber ein extrem gelungener und wunderschön anzusehender; Also die ideale Begleitmusik zum gepflegten Cocktail Schlürfen. Wer was Wichtiges hören will, sollte besser zu den Clash oder zu Miles Davis greifen, aber die Zielgruppe wird hier perfekt bedient, weswegen man um 5 Sterne hier einfach nicht herumkommt.

Let me up (1987) [Vinyl LP]
Let me up (1987) [Vinyl LP]

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entgegen dem Albumtitel hatten Sie wohl doch noch nicht genug..., 10. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Let me up (1987) [Vinyl LP] (Vinyl)
... denn immerhin folgten bis heute noch 5 weitere Alben der Heartbreakers. Das war jedenfalls das Album mit dem sich Mike Campbell endgültig emanzipierte und sich zum wohl wichtigsten Musiker in Tom Petty's Leben machte, ist er doch gleich bei 5 der 11 songs als Co-Author angeführt.

Produziert wurde das Album von den beiden selbst und hat dadurch einen sehr naturbelassenen, zeitlosen, aber auch ein wenig farblosen Sound. Es bedeutete auch einen kleinen Einbruch in der damals so erfolgreichen Geschichte der Band, denn mehr als Platz 20 in den US Billboard charts war nicht drinnen und auch keine der Singles wurde ein großer Hit.

Songwritingmäßig gibt es hier tatsächlich ein paar Ausfälle zu beklagen. Es beginnt zwar mitreissend, denn ,Jammin` Me` wurde zu unrecht kein Hit (so fetzig erlebt man die Heartbreakers gegen Ende der 80er kaum mehr) und auch ,Runaway Trains` ist ein großer Petty Song, aber ,My Life/Your World` ist ein dann wenig fade und eintönig und ,Think About Me` hat zwar einen treibenden beat, aber nicht dieses gewisse etwas in der Melodieführung, das Petty's beste Kompositionen auszeichnen.

,All Mixed Up` gehört zur selben Petty Songkategorie wie bspw. ,I Won't Back Down` oder ,Free Fallin`, reicht aber nicht ganz an deren Klasse heran. Im Johnny Cash style kommt der wiederum sehr ordentliche ,Self Made Man` daher und noch besser ist dann das flotte ,Ain't Love Strange`. Stilmäßig überwiegen die Poprock Songs auf diesem Album, von Folk oder New Wave Rock ist hier keine Rede mehr. Muss auch nicht, denn Petty ist eh ein begnadeter Songschreiber und auf ,How Many More Days` kommt er uns gar mit einer Akkordfolge die eigentlich typisch für Springsteen ist (nur singt Petty diesen track nicht so pathetisch wie Bruce es tun würde).

,Let Me Up` ist zwar kein makelloses Meisterwerk, aber einige songs hier sind es mehr als Wert (wieder)entdeckt zu werden und auch wenn , Jammin` Me` (bei dem übrigens Bob Dylan als 2ter Co-Author angeführt wird) kein großer Hit war - verdient hätte er es dennoch auf der ,Greatest Hits` CD vertreten zu sein; und ein großartiges cover hat ,Let Me Up` ausserdem...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2013 1:16 PM MEST


Streetcore [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Streetcore [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 23,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abschiedswerk, 8. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Streetcore [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Als Joe Strummer Ende 2002 verstarb, da war er mit den Mescaleros auf dem besten Weg dazu eine den Clash - zumindest in musikalischer Hinsicht - ebenbürtige Bandgeschichte zu schreiben. Das 3te Album ,Streetcore` erschien dann posthum und wartete nicht nur mit den - schon seit Clash-Zeiten - üblichem Stilmix aus New Wave Rock und Reggae auf, sondern ging noch einige Schritte weiter. Eindeutige Hip-Hop Referenzen (,All In A Day`) bekommt man zu hören, aber auch Folk wie in der wunderbaren ,nackten` version des Bob Marley Klassikers ,Redemption Song` oder dem closer ,Silver And Gold`, das eigentlich ,Before I Grow To Old` im Bobby Charles Original heisst. ,Long Shadow` - eine weitere nur von Akkustikgitarre begleitete Nummer - klingt dann countrylastig und stark nach Johnny Cash.

Auf die Rocker muss man auch nicht verzichten (,Arms Aloft`, ,Coma Girl`) und die haben dann schon auch wieder dieses Clash feeling, diese Kompromisslosigkeit für die man Strummer so schätzte. Auch seine Stimme klingt hier eindringlich wie eh und je und man ist nach diesen 10 songs wirklich traurig, dass es das dann auch war.

Die 2012er Vinyl reissue beinhaltet auch die CD in der expanded Version - mit 7 Live tracks, die zwar
klanglich nur eine bestmöglich optmierte bootleg Qualität bieten, aber dennoch hörenswert sind; zum einen wegen der Titelauswahl (u.a. Jimmy Cliff's ,The Harder They Come`, und ,A Message To You Rudy` von den Specials), zum anderen wg. der Energie die da rüberkommt. Definitiv eine ,sollte man haben`-Scheibe für alle Clash-Freunde.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2013 10:47 AM MEST


S/T LP UK ARISTA 1981
S/T LP UK ARISTA 1981

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Shakey? - Naaaah - Stray Cats!, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: S/T LP UK ARISTA 1981 (Vinyl)
Da ging noch viel Anfang der 80er Jahre - und nach dem Postpunk und New-Wave Rock war sogar Rock'n'Roll wieder in Mode. Und wenn die braven Mädels damals Shakin` Stevens anschmachteten, dann waren es für die bösen Jungs doch eher die Stray Cats die ihnen den Soundtrack zum Erwachsenwerden lieferten.

Punk hatte den Rock'n'Roll den die damals spielten nachhaltig verändert - er gab ihm die Gefährlichkeit und Kompromisslosigkeit zurück. Und ob diese Runaway Boys nun über Mädels in Netzstrümpfen sangen oder sich politisch engagiert zeigten indem zum Sturm der iranischen Botschaft aufriefen, auf jeden Fall rockten Sie die Stadt mit ihrem fetzigen Punk-Rockabilly Sound.

Der ,Ubangi Stomp` hätte dann genauso von Madness oder den Specials sein können, der ,Rumble In Brighton von den Clash, aber primär hatten sich die Jungs natürlich der Musik der 50's verschrieben. Brian Setzer's Gitarre war genauso scharf wie die Haartollen der Jungs und Slim Jim Phantom und Lee Rocker treiben die songs mit ihrem beat schön nach vorn. Und wenn Sie dann auch noch die unwiderstehlichen und triebgesteurten, liebestollen Kater gaben, dann liefen die Mädels schon mal scharenweise von Shakin` Stevens zu ihnen über.

Dass das Debut der Amis trotzdem so britisch klang, lag natürlich an Co-Produzent Dave Edmunds, der Anfang der 80er ja sowieso die anerkannte Fachkraft für Rock'n'Roll und Rockabilly war. Geht jedenfalls auch heute noch runter wie Öl und passt wie die Faust auf's Aug` auf ,London Calling`...
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2013 1:59 PM MEST


JERRY LEE LEWIS live at the star club hamburg FONTANA 6434085 (LP vinyl record)
JERRY LEE LEWIS live at the star club hamburg FONTANA 6434085 (LP vinyl record)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entfesselt, ungestüm - Jerry Lee!, 6. Mai 2013
Das Stammpublikum des Star Clubs war ja spätestens nach den Beatles auf wilde, entfesselte Konzerte vorbereitet, was Jerry Lee Lewis 1964 da aber ablieferte, das liess wohl selbst die Beatles Auftritte eine wenig brav erscheinen.

In Kürze erreicht der Rock'n'Roll sein Pensionsalter - so klingt er mittlerweile auch - ein wenig müde, ideenlos und nicht mehr wirklich motiviert sich noch länger neues einfallen zu lassen. Wie aufregend und ungestüm er in seiner Kindheit noch war, kann man hier nachhören.

Im Jahr als diese Aufnahmen entstanden war die Beatlemania voll ausgebrochen und Jerry Lee Lewis galt mit seinen damals 29 Jahren und einer bereits 8 Jahre andauernden Karriere schon als einer der Altvorderen des Rock'n'Roll. Da war man dann wohl überrascht, über die Vitalität die der ,Alte` damals auf der Bühen an den Tag legte.

Beim opener ,I Got A Woman` bemüht sich seine Begleitband zwar redlich mit dem Wahsninnstempo das Lewis da vorgibt Schritt zu halten, schafft es aber nicht ganz. Er selbst zeigt sich stimmlich in Höchstform und reisst bei dieser Ray Charles Nummer seinen besten Elvis runter. Ein Hit jagt den nächsten, bei ,Money` wird zwar etwas Tempo rausgenommen, aber der track rockt dennoch ganz heftig. Bei ,What'd I Say` sprengt er dann sowieso alle Grenzen und spätesten ab da vereinnahmt er alle Fremd-Hits so sehr, dass man die Originale gar nicht mehr hören möchte. Das abschliessende ,Whole Lotta Shakin` Goin` On` ist dann noch der Höhepunkt dieses Rock'n'Roll Triumphzugs, der einem auch fast ein halbes Jahrhundert später noch vor Augen führt wie Rock'n'Roll zu klingen hat: wild, gefährlich und aufrührerisch! Das ist kein Album, das ist Rebellion!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2013 10:41 AM MEST


Unplugged
Unplugged
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielseitig verwendbar, 3. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Unplugged (Audio CD)
Clapton's ,ausg'stöpselt` gilt ja als DIE unplugged CD schlechthin, und es ist auch ganz klar warum - ob bei der Familienfeier zu Hause, ob als Hintergrundbeschallung im Supermarkt, als Fahrstuhlmusik oder als musikalische Begleitung zur Galerieeröffnung verwendet - das Teil stört halt einfach nie und suggeriert noch dazu Anspruch.

Klar geht das runter wie Öl, wegen den g'schmeidigen Arrangements, den sorgfältig komponierten songs und eben der Trackauswahl die auch immer wieder mal am Blues anstreift, ohne aber je irgendwo zu zwicken. Im Grunde ist das aber nur Lounge Musik, lange bevor der Begriff überhaupt da war. Dringlichkeit, Wichtgkeit geht anders. Dass das mit ,unplugged` Alben möglich ist, bewiesen andere acts wie die Stones mit ,Stripped` (ihr mit Abstand bestes Live Album), auch Neil Young's oder Bob Dylan`s diesbzgl. Versuche waren gelungen, von Nirvana ganz zu schweigen. Und man darf da natürlich auch die Mutter aller unplugged Alben nicht vergessen - Tesla's legendärer ,Five Man Acoustical Jam`.

Clapton's Album hingegen ist ein familienfreundliches, stromlinienförmig designtes Gebrauchsprodukt, dass durchaus eine Menge Einsatzmöglichkeiten bietet, zum konzentrierten Zuhören bietet es allerdings nur dann was, wenn man auf Clapton's Technik des Gitarrespielens hören will; einzig ,Old Love` und ,Running On Faith` heben sich ein wenig ab bieten etwas Tiefgang.

Warum trotzdem 4 Sterne? Weil es den Zweck für den es gedacht war, perfekt erfüllt... und eigentlich war es das letzte gute Clapton Album - danach verlor er zusehends immer mehr das Interesse an der Musik... (der 5te track bleibt verwehrt wegen dieser ,Layla` Version - sowas tut man einem Rock Klassiker einfach nicht an!)

Bleibt nach all den Jahren die MTVs unplugged Serie jetzt auf dem Buckel hat immer noch die Frage, warum einige der besten Konzerte dieser Serie, wie das Akkustikset von Aerosmith, nie auf Tonträger oder als DVD veröffentlicht wurden; die zeigten damals nämlich wie gut Sie den Blues - den echten jetzt - drauf haben... (viel überzeugender als auf ,Honkin` On Bobo`).
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2013 3:29 PM MEST


live - bootleg LP
live - bootleg LP

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hardrock mit Punk Attitüde, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: live - bootleg LP (Vinyl)
Was die britischen Vorbilder (und damals Konkurrenten) ein Jahr zuvor versemmelten, das gelang den Bostonern mit diesem Album: ein dreckiges, authentisches und packendes Live Zeugnis einer Rock'n'Roll Band auf ihrem Höhepunkt zu veröffentlichen. ,Love You Live` hätte auch so werden können, so man ein wenig sorgfältiger in der Konzerte- und Trackauswahl gewesen wäre.

Ähnlich wie auf dem Stones Album wurden auch hier einige tracks (bspw. ,I Ain't Got You` u. ,Mother Popcorn`) von kleineren Clubauftritten ausgesucht, aber die zentralen Rocksongs kommen hier eben genauso dreckig und drogenverseucht wie die Toxic Twins damals drauf waren, nur im Gegensatz zu den Stones drückt das unglaublich an.

Die teils verwaschene Soundqualität gehört genauso und egal ob ,Walk This Way` zu schnell, oder ,Come Together` eigentlich zu langsam gespielt wurde - es passt einfach.

Vielleicht war es ja gerade diese Platte, oder ein Konzert dieser Tournee, das die Stones dann zu ihrem - atitüdenmäßig - punkigsten Album und der dazugeh. Tour ,Some Girls` inspirierte. Denn genau das hat dieses große Live Album und das machte Aerosmith damals wohl auch für Punks akzeptabel - eine hingerotzte, aber unheimlich dringliche "F*** You"-Ausstrahlung....
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2013 8:20 PM MEST


No Headstone On My Grave (Album Version)
No Headstone On My Grave (Album Version)
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Standout Track..., 2. Mai 2013
...eines an und für sich eh schon sehr superen Albums. Die Tempo-Wechsel, die non-chalance mit der Jerry Lee den Text singt - das klingt ganz einfach so bockig, dass man plötzlich ganz genau weiss, warum der Mann zur Speerspitze des Rock'n'Rolls gehört hat und sich seinen Spitznamen 'Killer' redlich verdient hat.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2013 3:15 PM MEST


Bang Bang Boom Boom (180 Gramm) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Bang Bang Boom Boom (180 Gramm) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmgewaltige Blues-Chanteuse, 2. Mai 2013
Zugegebenermassen kannte ich Fr. Hart bisher nicht und zugegebenermassen bin auch nur durch das durchaus ansprechende cover-Motiv dieses Albums auf die Idee gekommen, hier mal reinzuhören (sexistisch nicht wahr? Aber es funktioniert...).

Was ich da zu hören bekam überzeugte mich allerdings sehr - eine gewaltige Stimme, eine Musik die nahezu alle Spielarten die es im Blues gibt abdeckt und darüber hinaus auch noch genrefremde Einflüsse verarbeitet, exzellente, zeitlose Arrangements und perfektes Handwerk.

Beim Cover denkt man beim ersten schnellen Hinsehen wohl an Katy Perry, bei genauerer Betrachtung merkt man aber, dass die Dame hier schon im Besten Alter ist und die Oberarmtätowierungen deuten darauf hin, dass Sie wohl auch nicht das brave Pop-Girlie zu mimen versucht. Die Stimme klingt dann auch sehr lebenserfahren, voll und wuchtig, die typischen dramatischen Bluesrocker wie das lange, aber keine Sekunde langweilige ,Caught Out In The Rain` klingen tiefschwarz wie die Nacht; die R&B beeinflussten tracks wie ,Better Man` haben einen coolen groove, und wenn man sich auf ,Swing My Thing Back Around` plötzlich im Sinatra Unversum wiederfindet, dann passt das trotzdem zu dieser herrlich abwechslungsreichen Scheibe.

Man könnte Miss Hart's Musik auch so beschreiben - wenn Pink nicht mehr auf die unter 20 Klientel schielen würde, würde wohl Ähnliches dabei herauskommen - Hart's Stimme ist aber eine Spur gehaltvoller.
Was man auch an diesem Album schätzen lernt - es wäre einfach dieses Organ mit verzerrten Gitarren zu unterlegen, aber genau das passiert hier nicht. Die Balladen ,With You Everyday` u. ,Thru The Window Of My Mind` werden bspw. vom Klavier getragen. Letztere bekommt dann mit fortlaufender Dauer sogar einen leichten Pop-Appeal, der an die besseren Adele tracks erinnert. Auf dem fetzigen ,Spirit Of God` sind wieder Bläser dabei - diesmal allerdings funky-brass und nicht swingmäßig.

Die emotionale Blues-Ballade ,There In Your Heart` wird vom Gitarerro und musikalischen immer mal wieder Partner Harts, Joe Bonamassa, veredelt und der hat halt schon auch einen sehr intensiven und einzigartigen Ton drauf...

Kompositorisch wird hier auch fast durchwegs ein sehr hohes Niveau gehalten und den meisten songs merkt man an, dass in ihnen viel Herzblut von Beth Hart steckt.

Eine tolle Entdeckung diese Dame und dieses Album und es wird wohl nicht die letzte Platte bleiben, die ich mir von ihr angeschafft habe...
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2013 6:15 PM MEST


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