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Rezensionen verfasst von
V-Lee (Wien)
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Alegrias Picture Lp [Vinyl LP]
Alegrias Picture Lp [Vinyl LP]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Americana meets Gypsy, 28. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Alegrias Picture Lp [Vinyl LP] (Vinyl)
Der immer umtriebige und nimmermüde US Musiker, der massgeblich dazu beitrug den Begriff ‚Americana‘ zu definieren, kannte und kennt keine Berührungsängste zu anderen Musikstilen. Auf seinem 2011er Soloalbum stellte er dann sein, doch zutiefst amerikanisch geprägtes Songwriting, in einen neuen Kontext, der weiter weg von den USA kaum sein könnte. Die Zigeunermusik liefert hier den musikalischen Boden auf dem seine Oden gedeihen. Natürlich ist man bei Gelb nie vor unerwarteten Wendungen sicher und dann darf man sich nicht wundern, wenn das perlende akkustische, spanische Gitarrengeklimper plötzlich eine mächtig verzerrte Strombreitseite abbekommt wie in ‚Uneven Light Of Day‘. Trotzdem dominiert hier natürlich der Geschichtenerzähler Gelb, der einem mit seinem timbre eh schon nach den ersten gesungenen Textzeilen in seinen Bann schlägt. Selbst wenn er es mal flotter angehen lässt, wie in ‚Cowboy Boots On Cobble Stone‘ klingt das dadurch alles nie hektisch oder gehudelt.

Dass bei Zigeunermusik dann auch Latin Einflüsse nicht weit sind liegt auf der Hand und dem wird von Gelb in eingen der tracks auch dezent Rechnung getragen, soll heissen: man hört das nicht unbedingt, aber man spürt es.

Wie immer strengt sich Gelb gesangsmäßig auch hier bei keinem der 13 tracks an, aber genau so ‚cool‘ will man ihn ja auch hören. ‚Alegrias‘ ist nochmal ganz anders als die Giant Sand Alben, aber zum Anfixen dennoch perfekt geeignet und – es ist ein Album für beinahe jede Gelegenheit, denn einerseits beginnen die Beine bei den spanischen Rhythmen ganz automatisch zu Zucken, andererseits ist es aber Gelb’s tw. schon an Phlegmatismus grenzender Gesang, der einen ganz erheblichen Chill-Faktor in jeden dieser songs bringt. Spannend und exzellent komponiert ist das alles sowieso. Und dass man spätestens, wenn die Nadel in der Auslaufrille von Seite B angekommen ist Gelb mit spöttischem Grinsen vor seinem gesitigen Auge sieht, rundet dieses Musikerlebnis dann noch ab.

Es gibt wenige Musiker denen mit Mitte 50 noch wirklich Neues einfällt, Gelb gehört definitiv dazu und obwohl dieses Album von einer fremdartigen Musik getragen wird, so ist es dennoch ein waschechtes Americana Album.

Anspieltipps: ‚4 Door Maverick‘, ‚Uneven Light Of Day‘, ‚Broken Bird & The Ghost River‘. Dank an Rocker u. Stevo für diese Entdeckung.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2015 9:42 AM MEST


The Cars
The Cars

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Power Pop, 23. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: The Cars (Vinyl)
1978, als dieses Debutalbum erschien, begann sich der Begriff ‚New Wave‘ gerade zu etablieren und auch die Cars wurden in diesen Topf geworfen, was stilmäßig eigentlich nicht ganz korrekt war, denn eigentlich spielte die Band schon zu Beginn umwerfenden ‚Power Pop‘; allerdings hatte sich dieser, urspr. von Pete Townshend geprägte, Begriff 1978 noch nicht unter den Musikschreiberlingen verbreitet. Die Cars aber trugen viel dazu bei, dass diese Label bis Mitte der 80er Jahre v.a. den ihnen artverwandten US Bands angeheftet wurde (bspw. The Knack, 20/20, The Plimsouls, The Romantics).

Ihr erstes Album wurde jedenfalls ein unerhört erfolgreicher Erstling, der sowohl die USA als auch das UK im Sturm einnahm. Auffällig, und dadurch eben auch chartskompatibel, war die Verwendung von Keyboards in dieser Mischung aus einerseits klassischem Rock und andererseits minimalsitischeren Punk Elementen. Und im Gegensatz zu vielen Punk Rock / New Wave Bands der damaligen Zeit wurden die songs auch in moderatem Tempo gespielt, was dazu führte, dass die Melodien eingängiger und dadurch Pop-kompatibel wurden.

Die Hits des Albums waren, das bereist vorab veröffentlichte ‚Just What I Needed‘ u. ‚My Best Friends‘ Girl‘. Mit ‚Good Times Roll‘, ‚All Mixed Up‘ u. ‚Moving In Stereo‘ finden sich unter den 9 songs aber noch mindestens 3 weitere Band Klassiker. Dass der Aound dieser Platte bis heute kam Patina angesetzt hat, liegt zum einen an den verwendeten Synthie Sounds, die damals wohl ihrer Zeit ein wenig voraus waren, aber auch am wiederbeleben dieses Stils durch div. junge Alternative/Inide Bands ab Mitte der 00er Jahre.

‚The Cars‘ ist definitiv nicht nur ein wichtiges Stück popmusikalischer Geschichte, sondern auch und immer noch – ein sehr unterhaltsames u. gut gealtertes Pop-Rock Album.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2015 3:20 PM MEST


A change of heart (1987) [Vinyl LP]
A change of heart (1987) [Vinyl LP]
Wird angeboten von recordsale
Preis: EUR 8,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die poppigste Sanborn, 22. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: A change of heart (1987) [Vinyl LP] (Vinyl)
Der Altoist hatte sich spätesten schon seit seinem 4ten Album Hideaway dem Pop verschrieben, aber je stärker Marcus Miller‘s Input auf Sanborn’s Soloalben wurde, umso poppiger wurden Sie auch. Den Höhepunkt dieser Entwicklung erreichte er mit ‚A Change Of Heart‘ und dem Nachfolger ‚Close-Up‘. Poppig heisst aber ganz und gar nicht schlecht. Der größtenteils sehr funkige Pop dieses Albums war auch gleichzeitig die blueprint für die frühen Alben von Candy Dulfer.

Die Kompositionen auf ‚A Change Of Heart‘ sind alle sehr zugänglich, mit guten hooks und tw. auch mit schönen Melodien versehen. Der opener ‚Chicago Song‘ wurde sogar ein veritabler Radio Hit und ist heute noch ein Pflichtstück in Sanborns Setlist. Mindestens so gut sind aber ‚High Roller‘, ‚Summer‘ und ‚The Dream‘. Auf dem ziemlich fetzigen und rockigen ‚Tintin‘‘ sticht dann neben Sanborn der mw. leider schon verstorbene afroamerikanische Gitarrist Hiram Bullock hervor, denn der darf Sanborn’s funky dance sounds dort ein wenig mit Rock aufmischen.

Sanborn’s Spiel ist natürlich wie immer über jeden Zweifel erhaben. Jazz war das natürlich nicht, nicht mal mehr Fusion, aber das hatte sich der Mann damals auch nicht auf die Fahnen geheftet. Was bleibt ist nach mw. fast 30 Jahren ein zwar nicht mehr ganz aktuell klingendes, dafür aber immer noch sehr unterhaltsames und tw. extrem grooviges und gutes Pop Album. Für Einsteiger in Sanborn's Musik auf jeden Fall das geeignetste Album. Dafür – und weil kaum einer den Spagat zwischen Jazz, Funk, u. Pop so gut hinbekam wie er, 5 Sterne.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 29, 2015 9:40 AM MEST


Flat Out (Vinyl) [Vinyl Single]
Flat Out (Vinyl) [Vinyl Single]
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwachsener, aber immer noch ungestüm, 13. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Flat Out (Vinyl) [Vinyl Single] (Vinyl)
Nach dem sensationell stürmenden und nach den späten 60s klingenden Debutalbum und der um keinen Deut schlechteren 'Hard To Say No/4 Track Mind' EP war man schon gespannt auf den ersten Vorboten zum neuen, im August erscheinenden Album.

'Scumbag City', die A-Seite ist dann nicht nur moderner, fast ein wenig im Stil der Libertines gehalten, sondern markiert auch einen deutlicher Sprung nach vorne beim Songwriting, das, bei aller Power, auf dem Debutabum doch noch Luft nach oben bot. Ungewöhnlich langsam ist dieser track für die Band, dafür aber sehr eingängig und nach wie vor auf's Wesentliche reduziert.

'Eighty-Four' ist dann der zweite Vorbote auf der B-Seite. Ein ebenfalls starker track, der auch mehr rockt, aber das Niveau von Scumbag nicht ganz erreicht. Als Draufgabe gibt's noch die hingerotzte eineinhalb Minuten Cover Version des MC5 Klassikers 'Kick Out The Jams' da werden dann endgültig keine Gefangenen mehr gemacht (wird nicht auf dem neuen Album drauf sein).

Jedenfalls macht die 7 Inch schon mächtig Gusto auf 'Little Victories' (VÖ am 21.8.) und man versteht nur allzu Gut, warum Paul Weller ein bekennender Fan der 4 Milchbubis aus Irland ist.
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2015 6:40 PM MEST


Born To Run [Half-Speed Mastered Audiophile Pressing] [Vinyl LP] [Schallplatte]
Born To Run [Half-Speed Mastered Audiophile Pressing] [Vinyl LP] [Schallplatte]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker mit kleinen Schönheitsfehlern, 9. Juli 2015
Mir ist natürlich völlig klar, dass das jetzt von allen Springsteen Anhängern als Affront oder sogar als Sakrileg aufgefasst werden wird, aber Springsteens Durchbruchsalbum ‚Born To Run‘ hat - neben all seinen Stärken (tolle Kompositonen, leidenschaftliche Performance, eine Band die unglaublich gut aufeinander abgestimmt ist) – eben auch ein paar kleine Schwächen, die einfach auch mal aufgezeigt werden sollten.

Springsteens Intonation ist auf einigen Passagen, nun ja – sagen wir mal ‚grenzwärtig‘. Besonders auffällig ist das bei langezogenen Tönen, u.va. auf dem epischen ‚Jungleland‘. Er wurde mit den Jahren als Sänger immer besser und Dank seines unverwechselbaren timbres, verzeiht man es ihm Live auch heute jederzeit, wenn er ausnahmsweise mal danebenliegt, aber für eine LP Produktion, die ansonsten arrangemäßig wie performerisch ein so hohes Niveau hat, ist es doch befremdlich, dass man bei einigen Passagen keine besseren takes verwendet hat.

Auch der Klang dieses Rock-Klassikers ist eigentlich für Mitte der 70er Jahre eher unterdurchschnittlich. Ich selbst besitze eben diese hier rezensierte ‚Half Speed Mastered‘-Mastersound Ausgabe aus dem Jahr 1980, bei der man sich doch einen überdurchschnittlichen Sound erwarten würde, aber eigenartig muffig und undynamisch klingt das alles hier.

Vom künstlerischen Gehalt her ist ‚Born To Run‘ natürlich unantastbar – Springsteen hatte nicht nur seine Band gefunden und aufeinander eingeschworen, er war auch als Songwriter endgültig zur Schnittstelle von Rock u. R&B geworden und das mit ungeheurer Emotionalität. Dass er mit den nachfolgenden Alben noch mehr zum Sprachrohr des kleinen Mannes wurde und diese Entwicklung mit ‚Born In The USA‘ 9 Jahre später dann ihren Höhepunkt erreichte, ist nach diesem Album leicht nachvollziehbar.

Eigentlich sind alle 8 tracks von BTR großartig, aber der infizierende Rhythmus von ‚Tenth-Avenue Freeze-Out‘ und natürlich der mitreissende Titelsong stechen noch eine Spur mehr hervor als der Rest.

Es wäre dennoch an der Zeit ‚Born To Run‘ klanglich einer ähnlichen studiotechnischen Frischzellenkur zu unterziehen, wie das Steven Wilson 2011 bereits mit Jethro Tull’s ‚Aqualung‘ musterschülerhaft vorgemacht hat. Und wenn dabei dann in den Archiven noch ein paar besser eingesungene Vocalspuren auftauchen und verwendet würden, hätte sicher auch keine Springsteen Liebhaber etwas dagegen…

Trotz der kleinen Makel ist aber die Vergabe Höchstnote hier natürlich nicht diskutierbar.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 24, 2015 5:17 PM MEST


Bar-Kays - Animal - Mercury - 836 774-1
Bar-Kays - Animal - Mercury - 836 774-1

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Als die Bar-Kays zum New Jack Swing act wurden, 9. Juli 2015
Nachdem die Bar-Kays bereits über genügend Erfahrungen, was Stilschlenker anlangte verfügte (klasssischer Stax Sound bis 1971, Crossover bis 1973, Funky R&B bis 1982) und Sie in der noch 8-köpfigen Besetzung bereits 1984 mit ‚Dangerous‘ einen modernen, runderneuerten und 80er-Jahre fähigen Sound, der sich damals an u.a. Prince u. Michael Jackson orientierte, präsentierten, war es nur logisch, dass Sie nach der Schrumpfung auf nur mehr 3 Bandmitglieder noch stärker versuchten zeitgemäß zu klingen.

In den USA war ab ca. 1986/87 ‚New Jack Swing‘ das neue heisse Ding und genau den nahmen sich die verbliebenen Mitglieder schon 1987 mit ‚Contagious‘ vor. Noch stärker aber wurde dieser Sound 1989 auf ‚Animal‘ adaptiert.

Heraus kam dabei ein Album, dass in seinen stärksten Momenten mit guten songs und einer bspw. Michael Jackson’s ‚Dangerous‘ vorgreifenden Produktion punkten kann. Vor allem der Titeltrack u. ‚Struck By You‘ können überzeugen. Dem Funk eh immer verpflchtet fühlend, wurde auch dieser auf songs wie ‚Get Your Fingers Wet‘ oder ‚Just Like A Teeter-Totter‘ aufgefrischt präsentiert und erinnert gerade dort (nicht nur wegen Larry Dodson’s Vocals) an die Cameo Alben jener Zeit. Die Balladen auf dieser Platte sind zwar größtenteils kitschfrei gehalten, können aber kompositorisch (bis auf ‚Leaving You‘) leider nicht überzeugen.

‚Anmial‘ ist natürlich ein Album, das aus heutiger Sicht sehr in seiner Zeit verhaftet ist, gehört aber dennoch zu den besseren New Jack Swing Alben jener Zeit und Nr. 11 in der R&B Charts für ‚Struck By You‘ bescherte der Band ihren letzten Hit und belegte damit auch, dass Sie selbst nach 20 Jahren immer noch in der Lage war zeitgemäße Musik abzuliefern.

Interessante Randnotizen: das exzellente Gitarrensolo auf dem Titeltrack wurde von ‚Eagle‘ Joe Walsh eingespielt u. ‚Just Like A Teeter-Totter‘ wurde co-komponiert und co-produziert von Sly Stone. Soundmäßig punktet die Vinyl Ausgabe mit überdurchschnittlicher Dynamik u. Klarheit.


Car Wash Soundtrack [2xVinyl]
Car Wash Soundtrack [2xVinyl]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Funk Soundtrack von Norman Whitfield, 8. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Car Wash Soundtrack [2xVinyl] (Vinyl)
Dass sich auf ama bisher gerade mal eine einzeilige Rezension zu diesem klassischen black music Soundtrack findet ist doch irgendwie überraschend, bietet diese 1976 von Norman Whifield komponierte und produzierte Doppel-LP zur gleichnamigen Komödie mit Richard Pryor doch nicht nur 3 der größten Hits von Rose Royce, sondern auch jede Menge toller Funk-Instrumental tracks und sehr schöne R&B Balladen (‚You’re On My Mind‘ bspw.).

Für die von Whitfield gegründeten Rose Royce wurde Car Wash zum kommerziellen Durchbruch, für Whitfield selbst war es wieder mal eine erstklassige Gelegenheit seinen, seit Mitte der 60er Jahre unverkennbaren Sound weiterzuentwickeln. Man merkt das v.a. bei den Instrumentals wie ‚Zig Zag‘ oder dem ‚Mid Day DJ Theme‘. Ersteres kommt für Whifield’s Verhältnisse schon sehr angejazzt daher und zweiteres überrascht mit seiner Referenz an ‚Green Onions‘, da dieser Rhythmus normalerweise nicht in Whitfields Repertoire zu finden war.

Die gesungenen Funk Nummern erreichen zwar nicht alle die Qualität des Titeltracks oder von ‚Put Your Money Where Your Mouth Is‘, Ausfälle sind aber auch keine dabei. Und mit dem im Duet mit den Pointer Sisters eingespielten ‚You Gotta Believe‘ bekommt man noch einen Funk Knaller, der ganz im Stil der tollen 3ten u. 4ten LP der Schwestern gehalten ist.

Verwundernd ist allerdings, dass die von Whitfield damals oft und gern eingesetzten spacigen Synthie Sounds nur ganz selten, und wenn dann nur sehr dezent zum Einsatz kommen. Dominiert wird das alles von Slap Bass, Wah Wah Gitarre, drums Streichern u. Bläsersätzen.

Mit 18 tracks (der 19te track hier ist ein Dialog aus dem Film) war das eine recht üppige Filmarbeit, die ganz problemlos ohne den Film funktioniert und repräsentativ für den US Funk Sound Mitte der 70er Jahre ist. Klanglich ist das Original vinyl auch sehr empfehlenswert und definitiv dem auf CD 2001 erschienenen komprimierten remaster vorzuziehen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2015 5:37 PM MEST


Hammer & Michel (Live aus der Philipshalle) Vinyl [Vinyl LP]
Hammer & Michel (Live aus der Philipshalle) Vinyl [Vinyl LP]
Preis: EUR 20,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positive Überraschung, 1. Juli 2015
Mir ist schon klar, dass man mit Hr. Eißfeldt‘s Stimme seine Probleme haben kann und es ist auch eine Tatsache, dass der Stilschwenker zum Rock mit ‚Hammer & Michel‘ (um noch zusätzliche Publikumsschichten anzusprechen) etwas in die Hose ging, aber auf dieser Live LP geht schon recht ordentlich die Post ab.

Wobei – wirklich soweit weg von bsp. ‚Mercedes Dance‘ sind die ‚Hammer & Michel‘ Titel ja nicht, denn die rhythmische Basis ist nach wie vor der Funk, nur wird hier dann halt Funk-Rock draus.

Überraschenderweise funktionieren eben die neuen Titel Live auch wesentlich besser als auf der Studio LP. Und die hier drauf enthaltenen zusätzlichen ‚Greatest Hits‘ sind auch ganz großartig gespielt (‚Klar‘ ist vielleicht eine Spur zu gehetzt). Wenn er dann im zweiten 3tel auch noch die Reggae Abteilung mit ‚Ich will nicht, dass ihr meine Lieder singt‘ und mit ‚B-Seite‘ bedient, dann passt das auch hervorragend dazu. Die Disko No. 1 spielt tight wie ein Modelhintern und Jan’s Stimme klingt viel weniger näselnd, als man es erwarten würde.

Das bis jetzt von Delay eh nur Live erhältliche ‚Türlich, Türlich‘ (Word Up) kommt hier fast gewaltiger rüber, als auf ‚Mercedes Dance Live‘ und auch die Stimmung des Konzertes wird großartig eingefangen. Dass sich Hr. Eißfeldt auch als mehr als passabler Enthuasmierer erweist bekommt man schön mit.

Auch die Klangqualität ist für heutige Verhältnisse sehr sehr gut. Alles in allem eine überraschend erfreuliche Veröffentlichung von Delay, mit der so, nach dem eher enttäsuchenden ‚Hammer & Michel‘ Album, nicht unbedingt zu rechnen war. Verdiente Höchstpunktezahl, zumal die Vinyl Ausgabe sich auch durch hohe Fertigungsqualität auszeichnet.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2015 9:51 PM MEST


Mothers Finest (Live) [Vinyl LP]
Mothers Finest (Live) [Vinyl LP]
Preis: EUR 23,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das wäre noch besser gegangen, 1. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Mothers Finest (Live) [Vinyl LP] (Vinyl)
Eh super, dass es das Teil nun wieder auf vinyl gibt und auch schön, dass man hier - im Gegensatz zu früheren europäischen LP Ausgaben - das sequencing des US Oiginal übernommen hat, aber warum lässt man hier wieder den großartigen track 'Can't Fight This Feeling' aussen vor? 50 Minuten passen durchaus auf eine Einzel LP - und bei dem Preis könnte man sich sogar eine DoLP erwarten, auf der dieser Song (+ ev. zusätzliche unveröffentlichte tracks der damaligen Tour) noch locker Platz finden würden.

Schade um die vertane Chance. Aber wenigsten beim remastering hat man sich hier mal Mühe gegeben. Dennoch - für die Musik natürlich 5 Sterne, aber für dieses reissue nur 3 (das cover der Original LP ist nämlich qualitativ auch viel besser).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 2, 2015 8:49 AM MEST


Jerry Lee Lewis
Jerry Lee Lewis
Wird angeboten von Bear Family Records GmbH
Preis: EUR 12,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleines Comeback, das unverdient floppte, 30. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Jerry Lee Lewis (Vinyl)
1978 wechselte Jerry Lee von Mercury zu Elektra, und auch wenn er stimmlich nicht mehr so voll im Saft stand wie früher, so klang der damals 44-jährige auf seinem ersten Album für die neue Plattenfirma doch verjüngt.

Erstens besticht diese Album durch eine großartige Songauswahl (Dylan! – ‚Rita May‘) und zweitens durch die Stimischung aus Rock’n’Roll und dezentem und unkitschigen Country. Das war zwar nicht wirklich etwas neues beim ‚Killer‘, aber ein zwei Stil-Schlenker in den Arrangements – wie bspw. der dezente Funk touch auf ‚I Like It Like That‘ – hätten durchaus das Zeug dazu gehabt, dem Rock’n’Roller der ersten Stunde auch eine jüngere Fangemeinde zu erschliessen.

Produziert wurde die Platte von Bones Howe, der u.a. auch schon für den King, die Turtels und 5th Dimension gearbeitet hatte und er arbeitete Jerry Lee’s Stärken hier auch perfekt heraus. Die erste Seite der LP ist durchgehend großartig – sowohl was die Kompositionen, als auch was die Arrangments betrifft – Seite 2 wartet dann mit ‚Who Will Be The Next Fool‘ u. ‚(You’ve Got) Personality‘ zwei zwar songwriterisch auch gute Titel auf, die aber doch etwas zahnlos interpretiert sind. Herrlich aber dann der leicht anlassige Country Schwofer ‚I Wish I Was Eighteen Again‘. Mit dem closer ‚Rocking Little Angel‘ greift Lewis dann wieder seine Wurzeln auf.

Auch wenn das Album keine Hits abwarf (Lewis ‚Comeback‘ kam ein zwei Jahre zu früh, wenn man bsw. an den durch die Stray Cats wiederaufflammenden Rockabilly Hype von 1981 denkt), so ist es doch durchaus ein sehr gute Einstiegsalbum in Lewis musikalisches Universum, weil es eben ein gute Mischung aus seinen beiden bevorzugten Musikrichtungen Rock’n’Roll u. Country bietet. Und das cover gehört ohne Frage zu den besten von all seinen Alben – schon alleine deswegen braucht man das Teil auf vinyl ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 1, 2015 11:08 AM MEST


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