Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos OLED TVs Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Regina Karolyi > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Regina Karolyi
Top-Rezensenten Rang: 2.019
Hilfreiche Bewertungen: 5313

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Regina Karolyi
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Giottos GTMTL9351B Aluminiumstativ mit dreh- und schwenkbarer Mittelsäule (Gewicht 1,85 kg, 5 kg max. Belastbarkeit, max. Auszugshöhe 165 cm)schwarz
Giottos GTMTL9351B Aluminiumstativ mit dreh- und schwenkbarer Mittelsäule (Gewicht 1,85 kg, 5 kg max. Belastbarkeit, max. Auszugshöhe 165 cm)schwarz

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Robust und zuverlässig, 23. Dezember 2010
Zwar habe ich dieses Stativ (Giottos MTL 9351B) schon länger, nutze es aber erst in letzter Zeit häufig und bin ganz begeistert.
Im Moment ist ein Kugelkopf, Giottos GTMH1302-652, darauf montiert, was ebenso gut funktioniert wie mit meinem Drei-Wege-Neiger (Manfrotto 804RC2).
Für dieses Stativ habe ich mich entschieden, weil die Mittelsäule auf unkomplizierte Weise schwenkbar ist und sogar umgekehrt eingesetzt werden kann, was für Makroaufnahmen knapp überm Boden optimal ist - den Ministativen traue ich einfach nicht, denn meine Canon EOS 7D plus Objektiv bringt doch einiges auf die Waage. Für diese Zwecke ist das Stativ einfach klasse, aber ich schließe mich der Kritik eines Vorredners an: Eine Arretierung wäre doch sicherer, die man erst lösen muss, bevor man das Stativ ganz herauszieht. Diese fehlende Arretierung macht den Gebrauch etwas riskant. Ansonsten aber genieße ich die vielen Einstellmöglichkeiten natürlich.
Sehr habe ich die Robustheit dieses Stativs in den letzten Tagen zu schätzen gelernt. Abendlicher Schneesturm? Kein Problem, das Stativ stand wie einzementiert und lieferte scharfe Bilder. Aufstellen in Schnee und Streusalz? Auch kein Problem, nicht mal korrodierte Schrauben. Dafür hat man natürlich ein bisschen was zu schleppen, anders geht es wohl nicht.
Einfach ein prima Begleiter für dieses Preissegment, dem man seine Ausrüstung gern anvertraut.


Giottos GTMH1301-652 Kugelkopf + Wechselplatte
Giottos GTMH1301-652 Kugelkopf + Wechselplatte

5.0 von 5 Sternen Genau, was ich brauche, 23. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für mein Stativ (Giottos MTL 9351B) habe ich bereits einen Drei-Wege-Neiger. Da ich kürzlich eine tolle Fotografiermöglichkeit an einem Aussichtspunkt bekam, wo jedoch viel Gedränge und wenig Platz ist, wollte ich einen Kugelkopf, der einfach weniger sperrig und schneller zu bedienen ist. Ich schätze es auch sehr, dass er, aufs Stativ montiert, in die Stativhülle passt - das ist beim Drei-Wege-Neiger nicht der Fall. Und da ich oft längere Strecken zu Fuß zurücklege, nutze ich doch gern die Hülle.
Der GTMH1302-652 ist leicht zu montieren und ebenso leicht zu handhaben. Die Wechselplatte funktioniert klassisch und macht keine Schwierigkeiten. Getestet habe ich den Kopf bisher mit meiner Canon EOS 7D und Normal- sowie Weitwinkelobjektiv ohne Stativschelle, also mit einer relativ schweren Kamera, aber leichten Objektiven. Diese Kombination ergab kein "Nachsacken" - der Kopf hielt die Kamera wirklich sicher und das sofort nach Feststellen. Im Lauf des Winters werde ich das Equipment sicher noch mit dem Sigma 120-400 mm, somit einem Schwergewicht mit Stativschelle, einsetzen und meine Erfahrungen hier nachreichen.
Die beiden Wasserwaagen können nach meinem Eindruck nur als eher grobe Orientierung dienen, aber da die 7D eine digitale Wasserwaage besitzt, kann ich damit gut leben.
Meine Erfahrung zusammengefasst: klein, schnell, praktisch, sicher - und genau das hatte ich mir erhofft.
Nachtrag: Bei der Arbeit mit meinem Makroobjektiv und dabei nach vorn geneigter Kamera habe ich dann doch ein wenig "Nachsacken" beobachtet, das je nach Aufgabe lästig sein kann.


Wir und was uns zu Menschen macht
Wir und was uns zu Menschen macht
von Werner Siefer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interessantes und aktuelles Thema in einem spannenden, gut verständlichen Buch, 20. Dezember 2010
Lange Zeit herrschte bei Wissenschaftlern die Meinung vor, dass der Mensch im Grunde ein Egoist sei, nur eine dünne Schicht der Kultur ein halbwegs friedliches Zusammenleben ermögliche, und dass ein leichtes Ankratzen dieser Schicht das "Tier" im Menschen herausließe.
Gleich zu Anfang des Buchs von Werner Siefer liest man eine Episode, die diese Ansicht zu bestätigen scheint: Aus einem objektiv betrachtet nichtigen Anlass kommt es in einem Münchner Vorort bei einer großen Hochzeitsfeier zu einer blutigen Eskalation.
Der Autor geht in den nachfolgenden Kapiteln auf unterschiedliche Erklärungsansätze für menschliches Sozialverhalten ein: von Darwin an bis hin zu neusten Erkenntnissen aus Bereichen wie Soziologie, Psychologie und Neurobiologie. Dabei kommen in differenzierter Ausarbeitung die unterschiedlichsten Aspekte zwischenmenschlicher Interaktion zur Sprache. Das Bild von unserer Spezies, das sich dabei abzeichnet, dürfte viele Leser überraschen.

Werner Siefer befasst sich mit einem so komplexen wie spannenden Thema, das wohl kaum einen Menschen kalt lässt. Der Diplom-Biologe, Autor und Journalist versteht es, die vielen ineinander greifenden wissenschaftlichen Bereiche, die ins menschliche Sozialverhalten hineinspielen, für den Laien verständlich zu erläutern und nachvollziehbar miteinander zu verknüpfen. Außerdem ermöglicht sein Stil eine sehr kurzweilige, packende Lektüre; es fällt schwer, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen. Zahlreiche Beispiele aus der Menschen- und Tierwelt sowie Beschreibungen von Experimenten ergänzen die wissenschaftlichen Fakten.
Ein interessantes Thema in wunderbar verständlicher und angenehm lesbarer Ausarbeitung!


Warum Jungen nicht mehr lesen: und wie wir das ändern können
Warum Jungen nicht mehr lesen: und wie wir das ändern können
von Katrin Müller-Walde
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Top-Ratgeber mit Buchempfehlungen von Jungen für Jungen, 20. Dezember 2010
Dass die Jungen die Verlierer im modernen Bildungssystem sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Häufig reagieren Jungen auf die ihrer Natur nicht gemäße schulische Erziehung mit Verweigerung, und diese Verweigerung erstreckt sich auch auf das Lesen, unter anderem, weil es mit den schulischen Pflichten in Verbindung gebracht wird und natürlich in mancherlei Hinsicht auch steht.
Katrin Müller-Waldes Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten wird die im Titel angeschnittene Frage "Warum Jungen nicht mehr lesen" behandelt; es geht darin unter anderem auch um die Frage, was Lesen allgemein und geschlechtsspezifisch bedeutet und welcher speziellen Förderung Jungen bedürfen. Das Thema des zweiten Teils, "... und wie wir das ändern können", wird bereits im Untertitel des Buchs aufgegriffen. Hier findet der Leser oder die Leserin - oft wird es die Mutter eines oder mehrerer Jungen sein - sehr konkrete Ratschläge, aber auch Ausführungen zu Fragen wie jener, was ein gutes Jungenbuch ist. Der dritte Teil schließlich besteht aus gegenüber der ersten Auflage aktualisierten Buchempfehlungen von Jungen für Jungen, nach Alter geordnet. Hier findet man die wichtigsten Angaben zum Buch aufgelistet; Spannung, Humor, Action, Tiefe und Leselevel werden durch die Vergabe eines oder mehrerer Sterne beurteilt, und etwas detailliertere Angaben im Umfang von ungefähr einer halben Seite runden die Buchvorstellung ab. "Zehn goldene Regeln für anhaltende Leselust" bilden den Abschluss des Buchteils.

Betroffene Mütter oder andere Erziehende dürfen aufatmen: Hier liegt ein Ratgeber vor, der gut verständlich an das Problem herangeht, die Hintergründe hinreichend ausführlich erläutert und dann Problemlösungen anbietet, die teils so simpel wie genial wirken. Vor allem sind die informativen Buchempfehlungen wahrlich Gold wert. Betrachtet man sie, merkt man sogleich, dass sie von "Betroffenen" selbst, eben Jungen, stammen. Es handelt sich nicht unbedingt um Titel, die Deutschlehrer empfehlen würden, zum Beispiel um Dieter Bohlens "Nichts als die Wahrheit". Hier hilft die Autorin aber auch, hinsichtlich der Definition eines "guten Buchs" umzudenken, zumal es ja darum geht, Jungen nach der Grundschulzeit über-haupt (wieder) ans Lesen heranzuführen. Und das gelingt offensichtlich mithilfe der Tipps von Katrin Müller-Walde, die sich den leseunlustigen Jungen auf Augenhöhe und nicht von oben annähert und auch Verständnis für die Schwierigkeiten der Erziehenden hat.
Ein ausgesprochen empfehlenswerter Ratgeber mit enormem "Erfolgspotenzial"!


Life and Work, Malene Birger's Life in Pictures
Life and Work, Malene Birger's Life in Pictures
von Malene Birger
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opulenter, hochwertiger Bildband über die Modedesignerin als Innenarchitektin, 18. September 2010
Die Dänin Malene Birger hat sich als Modeschöpferin einen Namen gemacht. Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass sie auch malt und sich erfolgreich als Innenarchitektin betätigt. Bei TeNeues ist nun ein prächtiger Bildband erschienen, ein klassisches "Coffee-Table-Book", in dem Birger ihre von ihr selbst eingerichteten Häuser in Dänemark und Spanien präsentiert. Sabine Wesemann hat das Projekt konzipiert; die Fotos stammen von Christian Burmester.
Das Vorwort stellt Malene Birger unter den Stichwörtern "Mode und Design", "Leben", "Kreativität", Arbeit", "Bewegung" und "Malerei" vor. So lernt der Leser die dynamische Frau kennen, die hinter dem Modelabel und natürlich hinter den von ihr eingerichteten und bewohnten Häusern steht: La Mola auf Mallorca, das Amerikahus in Kopenhagen, S'Arracó, wiederum auf Mallorca, und Langelinie in Kopenhagen; in dieser Reihenfolge werden die Häuser behandelt. Das abschließende Kapitel "Work" ist örtlich ebenfalls in Kopenhagen angesiedelt.

Sämtliche Texte sind in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch verfügbar, so auch die passend eingestreuten Zitate, die Malene Birger vorzüglich charakterisieren. Vor allem aber sprechen die Bilder in diesem opulenten, großformatigen Buch mit seinem robusten Leineneinband, dem aufwändigen Schutzumschlag und der auch in jeder anderen Hinsicht hochwertigen Ausstattung. Der Fotograf hat sich sichtlich in die Orte eingefühlt, die den Lebensmittelpunkt von Malene Birger bilden. Außenansichten, eingebettet in die wunderbare Umgebung Mallorcas oder das romantische Kopenhagen, werden gefolgt von Fotos aus dem Inneren der Häuser. Und hier zeigt sich, wie ein erfolgreiches Projekt zustande kommt: Birger, Wesemann und Burmester haben Hand in Hand gearbeitet. Bezaubernde, elegant arrangierte Elemente, scheinbar banal und ohne Funktion, zeigen sich sowohl in der Detailaufnahme als auch im Kontext und erschließen dadurch dem Betrachter ihre dekorative Rolle. Wohnbereich, Küche, Bad, Schlafzimmer, Flur, Eingang - nichts bleibt außen vor, und mit jeder neuen Doppelseite, mal in Farbe, mal, wenn Stimmung und Motiv es fordern, in Schwarz/Weiß, begreift der Betrachter Birgers innenarchitektonische Ideen besser und lässt sich immer intensiver inspirieren vom Charme ihrer Arrangements. Auch Birgers selbst angefertigte Grafiken und Gemälde werden im Buch immer wieder passend präsentiert.
Moderne Objekte aus der westlichen Welt, oft auch vom eigenen Label, befinden sich in harmonischer Nachbarschaft mit Kunstwerken und Souvenirs aus anderen Kulturkreisen. "Ich bin nicht dafür bekannt, minimalistisch zu sein", meint Malene Birger, und das beweisen die Aufnahmen ebenso wie folgende Aussage: "Bei mir zu Hause gehen Schönheit und Funktionalität miteinander einher."
Einen Einblick in die Arbeitswelt der Modeschöpferin gibt das spannende Kapitel "Work", wiederum praktisch ausschließlich über Fotografien. Und auch hier sprechen die Zitate für sich: "Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg."
Wohl aber kann man sich am Erfolg Anderer freuen; dieser wahrlich beeindruckende Bildband liefert die Grundlagen hierzu - und nicht zuletzt reichlich wunderbare Inspirationen!


Die Intelligenz des Schwarms: Was wir von Tieren für unser Leben in einer komplexen Welt lernen können
Die Intelligenz des Schwarms: Was wir von Tieren für unser Leben in einer komplexen Welt lernen können
von Peter Miller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ameisen, Bienen, Termiten - was sie uns über Synergie und kollektive Intelligenz verraten können, 24. August 2010
Wer hat nicht schon darüber gerätselt, wie in großen Fisch- und Vogelschwärmen Hunderte oder Tausende von Individuen völlig synchron in erstaunlichem Tempo komplizierte Bewegungen vollführen, als wären sie ein einziger Organismus?
Sie sind nicht die einzigen Tiergruppen, mit denen sich an Schwärmen interessierte Forscher befassen. Denn auch Staaten bildende Insekten weisen in der riesigen Gemeinschaft eine verblüffende Intelligenz auf und fällen "umsichtige" Entscheidungen - und dies in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand. Da verwundert es nicht, dass Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen herausfinden möchten, wie diese kollektive Intelligenz funktioniert.
Peter Miller befasst sich in seinem Buch mit mehreren Forschungsansätzen zum Thema und deren Resultaten. Ameisen und ihre ausgezeichnet koordinierte Arbeitsteilung machen den Anfang, gefolgt von Arbeitsbienen, die bei mehreren Angeboten einen Konsens darüber finden, welche potenzielle Wohnstätte die tauglichste sein wird. Auch Termiten gehören zu den Staaten bildenden Insekten, die höchst effektiv arbeiten; im Buch geht es um ihre Fähigkeit, mit minimalem Aufwand nicht nur klimatisierte Bauten hochzuziehen, sondern auch notwendige Reparaturen nach Beschädigungen durchzuführen.
Doch nicht nur Insekten sind Protagonisten dieses Buchs. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich den "Herden und Horden", nämlich den erwähnten Fisch- und Vogelschwärmen, aber auch Herden von Säugetieren, die enorme Synergien freisetzen. Den Abschluss bildet ein Kapitel über die destruktive Wirkung mancher Schwärme am Beispiel der Wanderheuschrecken, die sich ähnlich bei menschlichen Massenveranstaltungen manifestieren kann, wie die im Buch erwähnten Beispiele von großen religiösen Feierlichkeiten mit teils Hunderten Toten aufzeigen.

Im Anschluss an die Einleitung, die sehr gut in das Thema einführt, lernt der Leser also ganz unterschiedliche Phänomene aus dem Tierreich kennen, die jedoch alle darauf hinweisen, dass die intellektuellen Leistungen innerhalb einer großen Gruppe wesentlich höher liegen als der zu erwartende Durchschnitt aus den Einzelleistungen. Wie es kommt, dass "hirnlose" Insekten im Staatenverbund quasi intelligent agieren, wird in diesem Buch ebenso untersucht wie die erwähnten Katastrophen, die bei ausnahmsweise erfolgten Zusammenschlüssen auftreten.
Am Anfang der Kapitel steht immer die Beobachtung der Natur, also der Schwarmtiere, durch Forscher. Es folgen Beispiele aus unserer Welt, die zeigen, wie man die gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend umsetzen kann - etwa hinsichtlich der Kommunikation innerhalb von Abteilungen eines Unternehmens ' oder bereits umsetzt, teils, ohne um sie zu wissen; hier könnten die Bürgerversammlungen im US-Staat Vermont als Beispiel dienen, die zu für alle Teilnehmer akzeptablen, konstruktiven Ergebnissen führen.
Das Buch bietet spannende, aufschlussreiche und dabei unterhaltsame Lektüre, denn der Au-tor versteht es, Theorie und Praxis in gelungener Mischung zu präsentieren. Ein gelungenes Werk zu einem aktuellen und interessanten Thema!


Der Mensch ist, was er isst: Wie unser Essen die Welt veränderte (Artemis & Winkler Sachbuch)
Der Mensch ist, was er isst: Wie unser Essen die Welt veränderte (Artemis & Winkler Sachbuch)
von Tom Standage
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche kulinarische (Zeit-) Reise, 18. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In den Industrieländern muss sich praktisch niemand Sorgen um das tägliche Brot machen. Im Gegenteil, wir nehmen eher zu viele als zu wenige Kalorien auf und lei-den an Krankheiten, die sich zu einem guten Teil auf eine Fehlernährung durch Überfluss zurückführen lassen - eine in der Menschheitsgeschichte ungewöhnliche Situation. Denn der größte Teil unserer historisch nachvollziehbaren Vergangenheit war von Mangel geprägt.
Tom Standage zeigt in seinem Buch "Der Mensch ist, was er isst" auf, wie das Bestreben der Menschen nach ausreichend Nahrung die Geschichte beeinflusst hat. Insbesondere in den ersten Kapiteln geht es dabei um den Übergang von Jäger-Sammler-Gemeinschaften zu einer sesshaften Lebensweise, die mit dem Aufkom-men der Landwirtschaft einherging. Der Autor geht der Frage nach, was die Men-schen mehrheitlich dazu gebracht hat, von der relativ wenig aufwändigen Jäger-Sammler-Kultur mit ihrem vielseitigen Nahrungsangebot abzurücken und eine hinsichtlich des Klimas und anderer Faktoren extrem störanfällige und mit einseitiger Ernährung verbundene, auf Getreideanbau basierende Lebensform anzunehmen. Vor allem aber stellt er die gewaltigen sozialen Veränderungen vor, die mit dieser Umwälzung einhergingen, insbesondere die Entstehung komplexer arbeitsteiliger, hierarchisch durchstrukturierter Gemeinwesen. Diese konnten nur existieren, weil die Bauern Nahrungsüberschüsse erzeugten, die von einer Elite verwaltet und umverteilt wurden.
Interessant sind auch die Wege, die verschiedene Nahrungsmittel im Lauf der Ge-schichte genommen haben, als Siedler, Sieger oder Reisende sie in neue Regionen verbrachten und dort ihren Anbau anstießen. Hierbei zeigt sich nicht zuletzt am Bei-spiel der Kartoffel, dass neue Anbaugebiete unter Umständen innerhalb weniger Ge-nerationen eine regelrechte Revolution erfuhren, da hohe Erträge an Kalorien aus der neuen Pflanze die in der Landwirtschaft gebundenen Arbeitskräfte zu einem er-heblichen Teil freisetzten und damit die Industrialisierung des Westens erst ermög-lichten. In einem weiteren Abschnitt des Buchs zeigt der Autor hingegen auf, dass Missernten wie jene der Kartoffelfäule in Irland geschuldeten in den 1840er-Jahren gleichfalls politische und soziale Umwälzungen zur Folge haben konnten.
Einen weiteren Aspekt des Zusammenspiels zwischen Mensch und Essen untersucht das Kapitel "Essen als Waffe", worin es einerseits um die komplexe Logistik in Krie-gen geht, die eine ausreichende Versorgung der Soldaten ermöglichen musste (und in vielen Regionen heute noch muss), andererseits um Beispiele von Diktaturen, die eine restriktive Essenszuteilung an missliebige Bevölkerungsteile als Waffe gegen diese nutzten.
Und auch der abschließende Teil hält manche überraschende Erkenntnis parat. Es geht darin um das Bevölkerungswachstum und die natürlichen Grenzen, die ihm durch die Nahrungsressourcen gesetzt werden, die sich jedoch immer wieder umge-hen ließen.

Essen ist ein Thema, an dem im Grunde jeder Mensch ein existenzielles Interesse hat. Dem Anteil der Weltbevölkerung, der im Wohlstand lebt, wird dies jedoch nur selten bewusst. Vor allem aber machen sich nur wenige Menschen darüber Gedan-ken, welch tief greifenden Einfluss das Essen in jeder Hinsicht auf die Entwicklung der Menschheit genommen hat und dass alle unsere sozialen Gefüge im Grunde da-von abhängen, welche Bedeutung die Beschaffung von Nahrung für die jeweilige Volkswirtschaft hat.
Kurzweilig und gut verständlich, dabei sehr fundiert erläutert der Autor die histori-schen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge zwischen dem Menschen und dem, was er isst. Dabei stellt er gelegentlich auch mehrere Theorien vor, wenn die Wis-senschaft bislang zu einem Thema noch keinen Konsens erzielt hat, und er greift auf aktuelle Erkenntnisse zurück. So bietet er dem Leser einen spannenden Überblick, der den Blick aufs Essen in jeder Hinsicht zu verändern vermag und vor allem die lange und manchmal bizarr wirkende soziokulturelle Co-Evolution von Mensch und Nahrung deutlich macht. Nachdenklich stimmen auch jene Abschnitte, die drastisch aufzeigen, welche historischen Scheußlichkeiten mit ehemals luxuriösen Lebensmitteln, etwa Zucker und Gewürzen, verknüpft sind - Sklavenhandel, Unterdrückung, brutale Vernichtungskriege.
Ein so informatives wie spannendes Buch!


Ein neues Leben auf dem Jakobsweg: Ancora am Ende der Welt
Ein neues Leben auf dem Jakobsweg: Ancora am Ende der Welt
von Manolo Link
  Broschiert

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leise Töne, starke Aussage, 8. Juni 2010
In einer Lebenskrise bricht Mano, der Ich-Erzähler dieses autobiografischen Romans, zu einer Pilgerreise auf. Er möchte den Jakobsweg verfolgen. Nach einer Info-Veranstaltung war ihm bewusst geworden, dass er diese Pilgerschaft benötigte.
Seine Erwartungen an die Reise sind allerdings recht diffus. Und zu Anfang läuft auch nicht alles nach Plan. Manos Knie bereitet Beschwerden und zwingt ihn fast zur Aufgabe, noch ehe alles recht begonnen hat; Sprachprobleme, überfüllte Unterkünfte, Fehlplanungen und einzelne unangenehme Pilger erschweren die Reise.
Doch schon bald zieht der Jakobsweg Mano in seinen Bann, und er überlässt sich dieser uralten, von Spiritualität geprägten Pilgerroute völlig, koppelt sich von den alltäglichen Sorgen und Nöten ab und akzeptiert die Führung durch eine höhere Gewalt. Von diesem Wendepunkt an kann er durch seine Pilgerschaft nur gewinnen - zunächst Freundschaften und unvergessliche zwischenmenschliche, aber auch Naturerfahrungen, am Ende sogar die große Liebe über alle Grenzen hinweg.

Ein Führer zum Jakobsweg ist dieses Buch nicht, wohl aber ein ganz individueller Erfahrungsbericht. Manolo Link schildert seine Erlebnisse, seine eigene, enorme Entwicklung auf diesem Weg, subjektiv, doch ohne je den Anspruch zu erheben, seine Eindrücke und Erfahrungen seien verbindlich, oder es bestünde gar bei Absolvierung der Pilgerroute eine Garantie für sie.
In seinem ersten Buch, das ebenfalls sehr lesenswert ist, hat der Autor den Verlust seiner geliebten Frau dokumentiert und verarbeitet. Das aktuelle Buch bildet eine Art Fortsetzung, ohne dass man den Erstling unbedingt gelesen haben müsste: Es zeigt auf, wie Mano endlich aus der tiefen Krise, dem schrecklichen Verlust herausfindet und, wie der Titel ja auch ankündigt, zu einem neuen Leben findet, einem erfüllten, glücklichen.
Der Leser wird mit Spannung und Anteilnahme Manos Weg verfolgen und gleichzeitig Anregungen zur Suche nach dem viel beschworenen "Sinn" finden, ob dies nun eine klassische Pilgerschaft sein mag oder eine ganz persönliche, eigenwillige Lösung.
Ein so anschauliches und analytisches wie emotionales Buch, mehr als ein Ratgeber, mehr als ein Reiseführer: eine Symbiose aus beidem.


Strand der Ertrunkenen
Strand der Ertrunkenen
von Domingo Villar
  Broschiert

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Regionalkrimi!, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Strand der Ertrunkenen (Broschiert)
Als ein Ertrunkener an den Strand eines galicischen Dorfes angeschwemmt wird, scheint sich für Inspektor Leo Caldas nicht viel Arbeit aufzutun: Das Opfer hieß Justo Castelo, war Fischer und eine stille, wohl auch depressive Persönlichkeit; offensichtlich handelt es sich um Selbstmord, denn der Fischer hatte nach Seemannsart seine Hände gefesselt, nachdem er zu einem unüblichen Zeitpunkt auf See gefahren war.
Doch dann ergeben sich Unstimmigkeiten. So kann sich Castelo nicht selbst in der gegebenen Weise gefesselt haben, und er hatte allem Anschein nach einige Zeit vor seinem Tod große Angst.

"Strand der Ertrunkenen" ist Domingo Villars zweiter Kriminalroman mit dem Protagonisten Leo Caldas. In Spanien wurde der Autor damit weit über die Grenzen seiner Heimatprovinz Galicien hinaus bekannt, in der er Caldas' rätselhaften Fall angesiedelt hat. Galiciens Küste, verregnet, schroff und doch auf eine wilde Art wunderschön, bietet eine wunderbar gezeichnete Kulisse zu diesem Roman. Denn das Klima hat nicht nur Einfluss auf die Planung des Mörders, sondern die Charaktere, insbesondere die Dorfbewohner, scheinen von der Landschaft geprägt, sind selbst äußerlich rau und verschwiegen.
Villars Kriminalroman entspricht den Regeln der Kunst. Er ist klar und logisch aufgebaut, mit einer ganzen Reihe falscher Fährten, auch wenn sich der Täter, wie der Leser schließlich erkennt, von Anfang an auf dem Präsentierteller befand.
Unmittelbare Brutalität und atemlose Handlungshöhepunkte gehören nicht zu den Instrumenten von Domingo Villar. Die Spannung bezieht dieser Roman aus der eigentlichen Ermittlungsarbeit und den verstörenden Details, die dabei nach und nach zutage treten.
Ein großartiger Kriminalroman - es wäre höchst erfreulich, wenn die Reihe auch in deutscher Übersetzung weitergeführt würde!


Lowepro Vertex 100 AW Kameratasche schwarz
Lowepro Vertex 100 AW Kameratasche schwarz
Preis: EUR 146,35

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergonomisches Raumwunder, 9. März 2010
Eine ganze Weile war ich mit dem Lowepro Flipside 300 ganz glücklich, aber an meinem Sigma 120 - 400 mm scheiterte er. Nach längerem Umsehen und Beratung im Fachhandel entschied ich mich schließlich für den Vertex 100 AW.
Dieser ist wirklich ein Raumwunder, denn außer dem Body, dem langen und dicken o. g. Sigma samt Stativschelle, einem Allround-Zoom, einem Makro und einem Weitwinkel-Objektiv, die ich alle gern dabei habe, würde locker noch mindestens ein Body oder ein weiteres Objektiv hineinpassen, eventuell auch beides. Wie ein anderer Rezensent schreibt, gibt es eine schier unerschöpfliche Fülle an mittels Klett-"Raumteilern" einzustellenden Fächerkombinationen. Der "Trick" ist die Tiefe des Rucksacks, der bei kurzen und mittleren Objektiven waagerechte statt senkrechter Aufbewahrung ermöglicht.
Das Laptop-Fach entfremde ich für eine Regenjacke, Geldbörse, Schlüssel etc.; kleinere Zubehörteile wie den Ersatzakku oder auch das Handy bringt man am besten in den zwei aufgesetzten schmalen Taschen unter. Mehr Krimskrams kann in den Seitentaschen verstaut werden. Toll die gut ausgedachte Halterung fürs Stativ (abnehmbar). Die Gurte (Schulter-, Brust-, Lenden-) lassen sich super einstellen. Daher spüre ich trotz eines problematischen Rückens das beträchtliche Gewicht kaum und nehme an, dass man mit dem Rucksack auch ganz gut radfahren kann - längeres Wandern ist definitiv drin. Der Rücken wird einigermaßen "belüftet", was im Sommer sicher gut gegen ekliges Durchschwitzen wirkt.
Ein anderer Rezensent geht auf die Wetterfestigkeit des Rucksacks ein. Deren Tauglichkeit kann ich nach zwei Schlechtwettertouren nur bestätigen; auch die Reißverschlüsse sind hier keine Schwachstelle, wenngleich deshalb eher schwergängig.
Der Rucksack, der voll bepackt wirklich eine Menge Material fasst, sieht schick und aufgrund der kompakten Konstruktion verblüffend klein aus. Ein gut durchdachtes Konzept, attraktiv und dabei ergonomisch, vor allem aber eben ein echtes robustes, zuverlässiges Raumwunder!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20