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Rezensionen verfasst von
Regina Karolyi
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Canon EW-78E Gegenlichblende EF-S 15-85
Canon EW-78E Gegenlichblende EF-S 15-85
Preis: EUR 31,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Verarbeitung, nicht gerade billig, 28. November 2011
Nachdem ich mich mal mit einem Produkt der billigeren Konkurrenz für ein Canon-Objektiv herumgeärgert hatte - das Teil rastete an den unmöglichsten Stellen ein, nur nicht an der gewünschten -, habe ich für mein Immerdrauf-Objektiv zum Original gegriffen.
Zugegeben, so oft verwende ich die GeLi nicht, ich finde sie in vielen Aufnahmesituationen einfach störend, obwohl man sie, das ist komfortabel, bei Nichtgebrauch natürlich "umgekehrt" am Objektiv montieren kann. Wenn ich sie verwende, sprich, bei seitlichem oder schräg von vorn eintreffendem Licht, bin ich mit den Resultaten jedoch sehr zufrieden und habe auch in schwierigen Lichtsituationen schöne Aufnahmen ohne störende Artefakte erhalten. Abschattungen durch die GeLi habe ich nicht beobachtet.
Andere Rezensenten haben schon erwähnt, dass die samtartige Innenbeschichtung Reflexionen verhindert. Das ist auch meine Erfahrung, ebenso kann ich bestätigen, dass die GeLi problemlos aufzusetzen ist, perfekt einrastet und somit perfekt sitzt. Die Verarbeitung ist hochwertig, trotzdem schließe ich mich den Vorrednern an, die den Preis kritisieren bzw. den Umstand, dass man das Teil überhaupt extra kaufen muss. Hier bestünde eine Möglichkeit, Kunden zu binden.


Kata DF-408 Digital Klapp Etui
Kata DF-408 Digital Klapp Etui

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Robust und passgenau für Lumix DMC-LX5, 19. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kata DF-408 Digital Klapp Etui (Elektronik)
Ich verwende dieses Etui für die Lumix DMC-LX5 und bin sehr zufrieden, denn es passt exakt für diese Kompakte mit "vorstehendem" Objektiv, die gute Polsterung schützt die kleine Cam prima. Das Etui verträgt auch einigen Regen. Wahlweise am Gürtel zu befestigen oder um den Hals zu tragen, lässt das Etui auch hinsichtlich des Komforts nichts missen. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich für diesen Preis! Wie ein Vorredner würde ich mir allerdings noch ein kleines Extrafach wünschen, in dem zumindest eine Ersatzkarte, vielleicht auch ein Akku untergebracht werden könnte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 17, 2012 3:05 PM CET


Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse
Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich DIE Cam, 9. Oktober 2011
Eine Weile habe ich überlegt, ob ich nach all den detaillierten und wirklich guten Rezensionen zur 7D überhaupt noch etwas schreiben soll, aber ein paar Erfahrungen kann ich womöglich beisteuern.
Ich komme von der 50D her, mit der ich durchaus zufrieden war, stieg aber um, weil ich hauptsächlich der Makrofotografie fröne und öfters auch bei miesem Wetter unterwegs bin und in diesem Zusammenhang viel Lob für die 7D gehört habe.
Zunächst aber fiel mir auf, dass mir diese zwar schwere, aber offensichtlich für mich ideal designte Kamera einfach optimal in der Hand liegt. Auch jetzt, nach rund 14 Monaten intensiven Gebrauchs, könnte ich mir keine angenehmer zu handhabende Cam vorstellen.
In der Makrofotografie kommen mir die 19 Kreuzsensoren sehr entgegen. Nicht immer hat man die Zeit, manuell zu fokussieren. Mit der Trefferquote des Autofokus bin ich zufrieden, wiewohl diese bei "offiziellen" Tests nicht so gut "rüberkam". Bei mehreren Schüssen ist praktisch immer ein Treffer dabei, selbst wenn es um die Augen einer Spinne geht (natürlich bevorzuge ich, wenn möglich, trotzdem das manuelle Fokussieren). Mit meinen Makroobjektiven, dem alten 100er von Canon und dem 180er von Tamron, arbeitet die 7D sehr gut zusammen.
Weniger gut versteht sie sich mit dem 70-300 mm von Canon, aber das liegt am Objektiv - war bei der 50D genauso. Hier kommt der sonst flinke Autofokus trotz der diversen Modi einfach nicht hinterher, wenn man etwa auf fliegende Vögel "anlegt".
Das Zusammenspiel mit meinen anderen Objektiven hingegen funktioniert prima. Der Sucher ist für mich eine Wucht, nur im Weitwinkelbereich muss ich aufpassen, damit ich einen genügenden Spielraum zum Begradigen stürzender Linien lasse.
Hervorzuheben ist noch die Robustheit dieser Kamera. Vergangenes Jahr gab ich auf dem Weihnachtsmarkt alles, es schneite heftig, teils lag der Schnee zentimeterhoch auf der Cam, die Akkuwärme taute ihn, es tropfte von der aufs Stativ montierten Cam, aber ich hatte an dieser Position eine einmalige Chance und blieb und blieb. Nach einer halben Stunde dachte ich "Bye-bye, 7D", doch die Cam funktionierte weiter und funktioniert auch heute noch. Und das fiel nun wirklich nicht mehr unter "Spritzwasser".
Das andere Erlebnis war eine Graugans, die an Weihnachten von oben etwas zielgenau auf Display und Einstellrad der 7D fallen ließ, als ich ein Bild prüfte. Schöne Bescherung. Ich wischte zwar möglichst intensiv alles ab, war aber sicher, dass das Rad versagen würde. Nein, tat es nicht. Es läuft top. Also auch "birdshit-proof". Meine 7D war im Übrigen auch bei -10°C und bei langer Sonneneinstrahlung und ziemlich heiß gelaufen immer ohne Klagen dabei - keine beträchtlichen Einbußen bei der Bildqualität.
Der Originalakku ist eine Wucht. Im Vergleich zu dem der 50D hält er irre lange durch.
Ganz besonders liebe ich die vielen über die Taste Q direkt zugänglichen Einstellungen. Kein Marschieren durch lange Menüs und "Wo war das noch mal?", sondern alles auf einen Blick. Da experimentiert man doch viel lieber und lernt irre schnell dazu.
Loriot fand, ein Leben ohne Mops sei möglich, aber sinnlos. Ein Leben ohne meine 7D? Mag derzeit nicht drüber nachdenken ;-)


Sigma 30 mm F1,4 EX DC HSM-Objektiv (62 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett
Sigma 30 mm F1,4 EX DC HSM-Objektiv (62 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartiger Begleiter, 9. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über dieses Objektiv wurde schon viel geschrieben, offensichtlich wird es gern genutzt - was mich wundert, denn außer mir besitzt es in meinem recht weiten Hobbyfotografenumfeld niemand.
Für ein Projekt, in dem es darum geht, Personen in einem für sie typischen Umfeld, in ihrer Umgebung oder auch mit größeren Gegenständen (z. B. Auto) so abzubilden, dass die Person scharf ist, die Umgebung jedoch zwar noch erkennbar, aber in Unschärfe zurücktretend, oder dass der Schärfeverlauf gewissermaßen auf die Person zuführt, hatte ich kein geeignetes Objektiv, denn hier wollte ich natürlich eines mit großer Offenblende, also ein lichtstarkes Teil (obwohl eben das Licht nicht das Problem war). Für die teuren lichtstarken Zooms hatte ich nicht das Geld. Beim Prüfen des Angebots an Festbrennweiten für meine Canon EOS 7D, die bei einer APS-C-Cam als "Normalbrennweiten" durchgehen, fiel meine Wahl schließlich auf das 30-mm-Sigma.
Ich kann nur sagen, dieses Objektiv ist für meine Applikation einfach stark und ideal. Tolle Schärfe, wenn die Personen nicht zu sehr am Rand platziert sind - die abnehmende Schärfe zum Rand hin beobachte ich auch, finde sie aber (bei meinem Exemplar) nicht gravierend und nutze sie meist sogar. Selbst bei den Blenden <2 bin ich absolut zufrieden, und ich verwende diese oft und gern! Inzwischen benutze ich das Objektiv auch häufig für andere Zwecke als den o. g., weil die famose Aufblendmöglichkeit natürlich auch zum Betonen der Staffelung von Objekten oder einfach zum Betonen einzelner Bildelemente genial ist. Ein Quantensprung in Sachen Bildgestaltung bei einer Brennweite, die recht vielen Applikationen gerecht wird. Nur selten reicht der Raum nicht, um durch etwas Vor- und Zurückgehen den gewünschten Bildausschnitt zu erreichen.
Die z. B. von Rezensent "Fotoschlumpf" erwähnte Verzeichnung stört mich manchmal, hier muss ich grundsätzlich beim Fotografieren immer etwas "Raum" zum Korrigieren am Rechner lassen. Dafür würde ich einen halben Stern abziehen, wenn das ginge.
Farben und Kontrast lassen keine Wünsche offen. Ich mag an den Sigma-Objektiven sowieso den edlen "Look" und die angenehme Haptik, und dass Köcher und GeLi dabei sind (und in guter Qualität), zeichnet Sigma gegenüber Canon aus.
Für mich ist das 30er einfach ein enorm vielseitiger "Schatz" unter meinen Objektiven, das meine Bildideen problemlos umsetzt, wenn eine offene Blende gefragt ist. Muss zugeben, dass ich es mit Blenden > 5,6, glaube ich, noch gar nicht genutzt habe. Daher hierzu auch keine Wertung.
Das Objektiv hat mir wertvolle Dienste geleistet, und ich würde es jederzeit wieder kaufen!


Magie der Bilder. Das Magnum Archiv
Magie der Bilder. Das Magnum Archiv

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starke Zusammenstellung, 20. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
365 Bilder, eines für jeden Tag des Jahres in einem immerwährenden Kalender - und sie stammen alle aus dem wohl renommiertesten Fotoarchiv der Welt, dem Magnum Archiv.
Ausgewählt wurden Höhepunkte aus dem Zeitraum zwischen den 1940ern und dem Jahr 2010, von etlichen weltberühmten Fotografen, aber auch solchen, die es nicht zu so viel Ruhm gebracht haben, und deren Fotos sich zu betrachten natürlich dennoch lohnt. Einige, wie Elliott Erwitt oder Cartier-Bresson, sind mit mehreren Bildern vertreten, die meisten lediglich mit einem.
Es sind Fotos, die jene Betrachter verblüffen dürften, deren Blick die technisch perfektionierten digitalen Bilder gewohnt sind, denn hier stehen - auch wenn die technischen Möglichkeiten der jeweiligen Zeit meist weitgehend ausgeschöpft wurden - das Motiv und die Bildgestaltung im Vordergrund, nicht durch Software herbeigeführte absolute Schärfe, sorgsam austarierter Kontrast, korrigierte Verzeichnungen und andere Aspekte, die wir heute als selbstverständlich hinnehmen. Man muss sich an diese puren, intensiven Bilder gewöhnen, und hat man es einmal getan, sieht man die Welt mit anderen Augen.
Es werden verschiedenste Menschen in unterschiedlichsten Situationen abgebildet: Kinder beim Spiel, skurril wirkende Erwachsene, Menschen, in ihren Alltag eingebettet, oder einfach "Figuren", die in einem echten oder scheinbaren Bezug zueinander stehen; seltener Tiere, Pflanzen, Landschaften, Stilleben.
Jedem Foto gehört eine Doppelseite, wobei das Foto sich auf der rechten Seite befindet, während auf der linken nur das Kalendarium des jeweiligen Monats mit fett hinterlegtem "aktuellem" Tag sowie der Name des Fotografen, Entstehungsort und -jahr des Fotos zu sehen sind. Das Papier wirkt, wie ein anderer Rezensent shcon anmerkte, eher schlicht, aber nicht billig. Hochglanz hätte hier in der Tat eher geschadet, da diese Fotos per se beeindrucken und eine aufwändige Zurschaustellung nicht benötigen.
Wer sich für Fotografie, insbesondere auch Fotografiegeschichte interessiert, aber auch jeder, der einfach Freude an guten, ausdrucksstarken Fotos hat, wird es genießen, mit diesem Buch durchs Jahr zu gehen.


Kreuz und quer durch den Frankfurter GrünGürtel
Kreuz und quer durch den Frankfurter GrünGürtel
von Umweltamt Frankfurt am Main
  Broschiert
Preis: EUR 16,80

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der hat uns wirklich noch gefehlt!, 18. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Frankfurter Grüngürtel ist etwas Besonderes - für keinen Bewohner der Stadt schwer zu erreichen und dabei so vielseitig, dass jeder, der ein bisschen Naturliebe mitbringt, auf seine Kosten kommt.
Rund um die Stadt - die einzige kleine Lücke wird derzeit (2011/12) gerade geschlossen - können die Frankfurter ganz unterschiedliche Naturräume genießen, dabei Sport treiben, sich anderweitig erholen undsich und ihren Kindern allerlei Freizeitbetätigungen zukommen lassen.
Was lange Zeit ganz einfach fehlte, war ein Führer für den GrünGürtel. Den gibt es nun dank dem Buch aus dem Cocon Verlag. Ob Radler, Fußgänger oder auch weniger an körperlicher Betätigung Interessierter - hier erfährt man alles über die Möglichkeiten, die der GrünGürtel bietet. Besonders spannend ist jedoch das Hintergrundwissen über Stadtwald, Berger Rücken und Niddatal mit ihren vielen kleineren "Bestandteilen" wie der Schwanheimer Düne oder dem Lohrberg; vieles dürften sogar die meisten lange ansässigen Frankfurter gar nicht wissen.
Der Führer bringt spannende Einzelheiten zu den verschiedenen Landschaften des GrünGürtels zusammen mit sehr gut ausgearbeiteten Tour-Vorschlägen und anderen Unternehmungen, die vielen Fotos sind gut ausgewählt, und die innenliegende, herausnehmbare Karte erweist sich als präzise und hilfreich.
Wie gesagt, dieses Buch hat uns schon lange "gerade noch gefehlt"! Ich nutze es mit Begeisterung.


Sechs Getränke, die die Welt bewegten
Sechs Getränke, die die Welt bewegten
von Tom Standage
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die etwas andere Weltgeschichte, 1. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor Jahren habe ich "Sechs Pflanzen verändern die Welt" von Henry Hobhouse gelesen, ein Buch, das mich begeistert hat, denn es sensibilisierte für die engen Zusammenhänge zwischen Menschheitsgeschichte und wenigen einfachen, aus Pflanzen erzeugten Grundnahrungsmitteln. Klar, dass ich neugierig wurde, als ich "Sechs Getränke, die die Welt bewegten" entdeckte.
Wie intensiv sich Bier, Wein, Rum, Kaffee, Tee und Coca-Cola auf die Weltgeschichte ausgewirkt haben, erschließt sich dem Laien nicht auf Anhieb. Tom Standage aber gelingt es, diese Zusammenhänge sofort aufzuzeigen; schon der erste Ausflug auf den Spuren des Biers in vor- und frühgeschichtlicher Zeit vermag einen Eindruck von der enormen Bedeutung der Getränke zu vermitteln. Bier als eine Möglichkeit, ein keimarmes Getränk zu haben, nachdem in den ersten Siedlungen nur bakteriell belastetes Wasser zur Verfügung gestanden hatte, als angenehm berauschendes (dies soll natürlich nicht den Alkoholgenuss schönreden) Lebensmittel, das zudem eine Weile haltbar war: eine wahre Revolution.
Der Wein als Alltagsgetränk in der Antike, weit verbreitetes Handelsgut, das den gesellschaftlichen Status des Konsumenten anzeigte; der perfide Zusammenhang zwischen Rum, Sklavenhandel und -wirtschaft und der Einfluss des Rums auf die Abnabelung Amerikas vom Mutterland; Kaffee als Getränk von Intellektuellen und später der Massen; Tee, Ostindien-Kompanie, Empire und Opiumhandel; und "last not least" Coca-Cola als Vehikel des "American Way of Life", hinaus in die weite Welt.

Selbst wer schon einiges über Geschichte gelesen hat, wird sich von diesem Buch begeistern lassen, denn es schreibt Weltgeschichte auf eine ungewöhnliche Art, mit einem ungewohnten Aufhänger. Tom Standage vermittelt Informationen auf spannende und abwechslungsreiche Weise, ohne je banal zu werden, zeigt meist objektiv Zusammenhänge auf und weiß Verblüffendes nachvollziehbar zu präsentieren.
Eine kurzweilige Lektüre, ob für den Abend oder zwischendurch - lohnt sich wirklich!


Personal Best
Personal Best
von Elliott Erwitt
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brillante Bilder, Präsentation mit wenigen Mängeln, 1. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Personal Best (Taschenbuch)
Als seine "persönlichen" Fotos bezeichnet Elliott Erwitt laut Einleitung jene Fotos, die er nicht im Auftrag angefertigt, sondern sozusagen als Amateuerfotograf - ein Ausdruck, den er selbst niemals negativ belegte - gemacht hat. Die "Personal Best" sind nun also die besten dieser Nebenprodukte von Erwitts Erwerbsleben.
Besagte, informative Einleitung bietet Erwitt-Kennern und Interessenten die Möglichkeit, sich mit dem Fotografen (noch) mehr vertraut zu machen.
Mehr Text gibt es dann nicht mehr. Lediglich am Ende des Buchs findet man "Thumbnails" der über 400 Bilder mit Entstehungsort und -jahr. So wird der Blick des Betrachters nicht von den Fotos selbst abgelenkt.
Diese werden in einem ansprechenden großen Format präsentiert, sodass die bei Erwitt oft so wichtigen kleinen Details gut zur Geltung kommen. Die Reihenfolge lässt keine Ordnung erkennen, weder sind die Bilder chronologisch noch ersichtlich nach Themen geordnet. Manche der Bilder kennt "man", wenn man sich mit den Ikonen der Fotografie beschäftigt hat, viele sind "neu"; es gibt etliche Fotos, die Erwitts einmaligen Sinn für das Skurrile, die Satire, den subtilen, geistvollen Witz im Bild aufzeigen, aber auch viele tiefgründige scheinbare Dokumentationen, die den jeweiligen Zeitgeist transportieren, die soziale Verhältnisse widerspiegeln und den "American Way of Life" zur Zeit der Bildentstehung unter die Lupe nehmen. Natürlich fehlen auch einige von Erwitts legendären Hundefotos nicht. Eine tolle Auswahl, nur etwas ungeordnet.
Unglücklich scheint bisweilen das Format, wie ein anderer Rezensent bereits schrieb. Doppelseitige Fotos werden durch den Falz empfindlich gestört, und die Gegenüberstellungen von zwei lebhaften, detailreichen Fotos auf Doppelseiten irritieren oft gewaltig. Hier stellt sich die Frage, ob Qualität nicht vor Quantität hätte gehen sollen: mehrere "Personal Best"-Bände mit jeweils weniger Fotos und einer gelungeneren Präsentation, die Erwitt eher gerecht wird. Die Rezensentin hätte sich das gewünscht und wäre auch bereit gewesen, in der Summe mehr Geld zu investieren.


The Victorian Internet: The Remarkable Story of the Telegraph and the Nineteenth Century's On-Line Pioneers
The Victorian Internet: The Remarkable Story of the Telegraph and the Nineteenth Century's On-Line Pioneers
von Tom Standage
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verblüffende Parallelen, 30. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Informationsbeschaffung war für menschliche Gesellschaften schon immer von großer, manchmal über Leben und Tod entscheidender Bedeutung, insbesondere in militärischer Hinsicht; mit der Zeit wurde es auch im Rahmen des Wirtschafts- und Finanzwesens bedeutsam, möglichst früh über neuste Entscheidungen und Entwicklungen informiert zu sein.
Vorstufen des elektrisch betriebenen Telegrafen wurden ebenso zögerlich aufgenommen wie dieser selbst. Tom Standage beschreibt detailliert diese Entwicklung, die von Frankreich ausging, berichtet von einzelnen Erfinder- und Vermarkterpersönlichkeiten und schildert die Entwicklung, die schließlich zu Morse und dem Telegrafen führte, wie man ihn so lange Zeit kannte.
Der Autor zieht auch Parallelen zum modernen Internet, und diese verblüffen: Tatsächlich glaubte die viktorianische Gesellschaft, in einem Meer aus Informationen zu ertrinken, es wurde betrogen, es wurden heimliche Liebschaften gepflegt und Heiraten über weite Entfernungen vorgenommen, private "Banalitäten" ausgetauscht, vor allem aber auch Geschäfte abgewickelt und teils die Kriminalität sowohl gefördert als auch bekämpft. Es ergaben sich spezielle Codes, und immer hinkten die Gesetze der Entwicklung hinterher.
Das Buch ist spannend und schildert die Geschichte und Bedeutung der Telegrafen gut nachvollziehbar und anschaulich. In die Tiefe geht das Buch nicht, es gibt bisweilen auch kleinere inhaltliche Brüche; wer sich also für technische Einzelheiten interessiert, wird nicht zufrieden sein. Dafür befasst sich der Autor detailliert mit den gesellschaftlichen Auswirkungen und den Erfinderpersönlichkeiten.
Spannende Lektüre!


Gut gegen Nordwind
Gut gegen Nordwind
von Daniel Glattauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 23. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gut gegen Nordwind (Taschenbuch)
Als Emmi Rothner mittels E-Mail ein Zeitschriftenabonnement kündigen möchte und diese Kündigung aufgrund eines Tippfehlers in der Adresse bei dem ihr völlig unbekannten Leo Leike landet, weiß sie noch nicht, dass diese Mail ihr Leben verändern wird. Doch der Fehler passiert ihr noch mehrere Male, und schließlich schreibt Leo Leike zurück. Es ergibt sich fast augenblicklich ein spritziger, reger Brief-, vielmehr E-Mail-Wechsel, der zu Beginn bisweilen für längere Zeit ruht, dann wieder auflebt und für beide schließlich zur Sucht wird.
Bisweilen denkt der eine oder die andere ein persönliches Treffen an, doch der jeweils andere redet es ihr oder ihm stets aus. Es gibt da zwei Probleme: zum einen die Angst, ein lebendiger Mensch könnte dem Bild nicht gewachsen sein, das man sich voneinander gemacht hat - und zum anderen ist Emmi verheiratet. Glücklich, wie sie immer betont. Nicht so glücklich, wie es sich zwischen den Zeilen erschließt.
Schließlich kann Leo die Situation nicht länger ertragen und erzwingt ein Treffen.

Dies ist nicht der erste und sicher auch nicht der letzte Roman, der lediglich aus E-Mails besteht; eine in der heutigen Zeit im Grunde nahe liegende Idee. Der Roman entwickelt sich gemütlich, gewinnt an Fahrt, dümpelt dann wieder recht lau vor sich hin, gewinnt an Tempo, schaltet in den Leerlauf ... Von dauernder Spannung kann nicht die Rede sein, allerdings wird es auch an keiner Stelle so langweilig, dass man das Buch zur Seite legen möchte.
Viele Gedankenspiele mit philosophischem Charakter wurden eingebaut. Allerdings hat man etwas den Eindruck, dass einem Unterhaltungsroman hiermit mehr Anspruch aufgedrückt werden soll, als er letztlich für sich beanspruchen kann. Und das ist "Gut gegen Nordwind": gut gegen Langeweile, gute Unterhaltung, eine gute Geschichte.


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