holidaypacklist Hier klicken Kinderfahrzeuge Unterwegs_mit_Kindern Cloud Drive Photos TomTom-Flyout Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY
Profil für Finanzier > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Finanzier
Top-Rezensenten Rang: 312.067
Hilfreiche Bewertungen: 375

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Finanzier

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat
Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat
von Thilo Sarrazin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

37 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist das Buch wirklich Euro-kritisch?, 22. Mai 2012
Ich weiß, es wirkt seltsam zu sagen, Herr Sarrazin gehe nicht weit genug. Aber das Radikalste an diesem Buch ist die Vermarktungsstrategie des Verlags, der sich alle Mühe gibt, das Buch als neues Skandalbuch zu plazieren. Das ist es aber einfach nicht.

Im Gegenteil, ich empfinde es als geradezu passiv. Es nennt eine Menge Zahlen, die auch durchaus interessant sind, aber Sarrazin bezieht nur sehr eingeschränkt Position. Das gilt sowohl für die Analyse der Konstruktion des Euros, als auch für die Vorschläge, was denn nun zu ändern sei und was der Einzelne jetzt tun kann. Das wird zum Teil damit zusammenhängen, dass Sarrazin selbst ja an der Euro-Politik nicht ganz unbeteiligt war und deshalb nicht klar Position beziehen kann, ohne seine eigenen Entscheidungen der Vergangenheit zu kritisieren. Zum anderen ist Sarrazin ein weniger unterhaltsamer Geschichtenerzähler als der andere bekannte Euro-Gegner, Olaf Henkel (Rettet unser Geld!: Deutschland wird ausverkauft - Wie der Euro-Betrug unseren Wohlstand gefährdet).

Diese passive Darstellung hinterlässt mich nach erster Lektüre etwas unzufrieden - vielleicht auch einfach nur deshalb, weil ich selber stärker Position und beziehe und konkrete Empfehlungen geben möchte: Rettung vor dem Euro - die Zukunft Ihres Vermögens und des Euros.

Darüber hinaus gibt es noch ein Problem, das man weder dem Buch noch seinem Autor anlasten kann, sondern seinen Lesern bzw. Nichtlesern (ich möchte betonen, dass meine Bewertung des Buches nicht an diesem folgenden Punkt liegt, sondern an der eben beschriebenen passiven Haltung):

Der Erfolg von Sarrazins letztem Buch Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen beruhte größtenteils auf der Kontroverse, die es ausgelöst hat. Leider war das eine Kontroverse, in der Sarrazins Argumente auf wenige plakative Aussagen reduziert wurden, worduch die Gegner seiner Thesen ihn als einen ewiggestrigen Nationalisten darstellen konnten. Das wird weder seiner damaligen Absicht gerecht noch seinen Argumenten (die im Einzelfall richtig oder falsch gewesen sein mögen, die es aber in jedem Fall wert waren, diskutiert zu werden). Da aber trotz der Millionenauflage mehr als 95% aller deutssprachigen Leser das Buch nicht gelesen haben, ist Sarrazin jetzt in den Köpfen in dieser Schublade gelandet und wird dort wohl auch nicht mehr herauskommen.

Dadurch passiert es, dass die Beschäftigung mit einer vergleichsweise technischen Fragestellung - der Geldpolitik - in den Köpfen mit dem Thema Einwanderung verknüpft wird, auch wenn dieser Zusammenhang nicht darüber hinaus geht, dass ein Autor sich mit beiden Themen beschäftigt hat. Und das ist fatal.

Denn jede - auch noch so berechtigte - Kritik am Euro wird ab jetzt mit 'Ausländerfeindlichkeit' gleichgesetzt. Das ist eine Art Steilvorlage für diejenigen Eurobefürworter, die einer inhaltlichen Debatte ausweichen. Sie haben ab heute das Totschlagargument in der Hand und brauchen sich noch nicht einmal die Mühe zu machen, nach inhaltlichen Argumenten für den Euro zu suchen.
Ich weiß, wovon ich spreche. Denn ich bin selbst Autor eines Euro-Buches, das einige Monate vor Sarrazins Buch erschienen ist: Rettung vor dem Euro - die Zukunft Ihres Vermögens und des Euros. Bis vergangener Woche war das ein Buch, das in interessierten Kreisen gern gelesen wurde und ausschließlich inhaltlich kommentiert wurde. Ich habe oft die Rückmeldung bekommen, dass dort wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich dargestellt sind und man Ideen für das eigene Verhalten findet. Seitdem Sarrazins Buch durch die Presse geht, werde ich gefragt, wieso ich denn ausländerfeindlich sei. Das ist natürlich lächerlich, aber so funktioniert wohl das Denken in einer Zeit der 120-Zeichen-Flashmobs.

Dadurch entsteht die paradoxe Situation, dass das Buch eines ausgewiesenen Fachmanns (denn wenn sich der Ex-Bundesbanker Sarrazin irgendwo auskennt, dann ja wohl hier) ein inhaltlich wichtiges Thema in eine Schmuddelecke manövriert, obwohl dazu inhaltlich kein Anlass besteht.

Wie auch immer, damit Sie besser entscheiden können, ob sich der Kauf des Buches lohnt, hier noch zum Abschluss einige Punkte aus dem Inhalt:

Währungsgeschichte vor dem Euro. Für mich ein sehr interessantes Kapitel.
Konzept des Euros. Interessant, aber ich empfinde das als sehr passiv dargestellt, denn die heutigen Probleme sind schon in der Konstruktion des Euros angelegt.
Die Rettungspolitik ab 2009. Auch dies wirkt wie ein Lehrbuch, das man nicht gerade im Bett zur Unterhaltung lesen wird.
Vorteile einer Währungsunion generell.
Geschichte der Finanzkrisen.
Die Währungsunion und die Zukunft Europas. Auch hier habe ich bisher noch keine klaren Richtungsansagen gefunden, obwohl ich mir das am stärksten von dem Buch gewünscht habe.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2012 6:59 PM MEST


Der Euro: Die geheime Geschichte der neuen Weltwährung
Der Euro: Die geheime Geschichte der neuen Weltwährung
von David Marsh
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, trotzdem ausgewogen, 29. Dezember 2011
Dieses Buch kann man nur empfehlen. Es ist spannend wie ein Krimi, ist aber ein Sachbuch, geschrieben von dem Wirtschaftsjournalisten David Mash, der bekannt ist für seine genauen Recherchen.

Das Buch erzählt die historischen Abläufe hinter der Euro-Einführung und beginnt lange vor der Zeit, die wir heute mit dem Euro verbinden. Denn die Idee der Gemeinschaftswährung ist schon fast so alt wie die der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Dabei ist der Autor sehr neutral und beschreibt die Abläufe und kritisiert sie nicht.

Neben den vielen reißerischen Büchern zum Euro ist dies eine willkommene Abwechslung und eine klare Kaufempfehlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 29, 2012 7:44 PM MEST


Rettet den Euro!: Warum wir Deutschland und Europa neu erfinden müssen
Rettet den Euro!: Warum wir Deutschland und Europa neu erfinden müssen
Preis: EUR 17,99

168 von 173 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zweckoptimismus, 29. Dezember 2011
Ich habe ein Buch gesucht, dass die Argumente für den Euro auflistet und durchdenkt. Aber das leistet dieses Buch nicht.

Viele Argumente sind nicht zu Ende gedacht. Zum Beispiel sagt der Autor, dass die Exporte aus Deutschland in den Euro-Raum relativ zum Gesamtgeschäft der Exportindustrie abgenommen haben, was ihn wundert. Er macht dabei den üblichen Denkfehler und nimmt an, der Euro fördere nur das Exportgeschäft innerhalb der EU. Er übersieht, dass der Euro auch gegenüber Drittwährungen billiger ist als die DM wäre und damit auch dort den Export erleichert. Gleichzeitig übersieht er, dass ein dauerhafter Exportüberschuss ein Problem darstellt, weil damit eine Schuldposition anderer Länder aufgebaut wird, die nie zurückgeführt werden kann.

So geht es mit vielen Argumenten. Sie sind konservativ, etwas zweckoptimistisch und nicht durchdacht. Einige Beispiele:
"Der Euro ist begehrt. Wer würde einen Zehn-Euro-Schein ablehnen, der ihm auf der Straße geschenkt wird, und stattdessen nur einen Dollarschein annehmen?" Wie ernst muss die Lage seiner Meinung nach sein, wenn er einen 10-Euro-Schein mit einem 1-Dollar-Schein vergleicht? Ein richtiges Argument wäre es zu sagen, dass der Euro gegenüber dem schweizer Franken fast die Hälfte seines Wertes verloren hat und daß dies der Grund für die gestiegenen Exporte ist. Aber der Autor entschließt sich zu einem Scheinargument.

"Mit dem Euro lässt sich leicht rechnen. Es gibt keine überflüssigen Nullen wie früher bei der italienischen Lira..." Hat das das Niveau, um einer von 9 Gründen zu sein, den Euro zu retten?

Der Autor ist Chefvolkswirt bei der Assenagon-Gruppe, einem Unternehmen im "Asset-Management". Vorher war er bei der HypoVereinsbank. Dies sind Unternehmen, die zu den Gewinnern der Eurorettung gehören. Deshalb sind die Argumente und Schlussfolgerungen in dem Buch die Wünsche einer Interessengruppe. Daher ist es um so unverständlicher, wieso die Argumente so schwach sind. Wenn man das Buch mit (meiner) Gegenposition aus Rettung vor dem Euro vergleicht, dann bleibt von dem Inhalt nicht mehr viel übrig.

Der Euro hätte eine bessere Verteidigung verdient.

Mir ist bewusst, dass kritische Rezensionen oft als "nicht hilfreich" eingestuft werden. Bevor Sie auf diesen Knopf drücken, überlegen Sie sich bitte, ob die Rezension nicht doch "hilfreich" war, auch wenn sie nicht Ihre Meinung trifft. Es geht nicht darum, ob man für oder gegen den Euro ist, sondern ob gute oder schlechte Argumente zu seiner Rettung genannt wurden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2012 11:18 AM CET


Abgebrannt: Unsere Zukunft nach dem Schulden-Kollaps
Abgebrannt: Unsere Zukunft nach dem Schulden-Kollaps
von Hanno Beck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kleine Geschichte der Staatspleiten, 16. September 2011
Auch wenn es der Titel nicht verrät, ist dies ein wirtschaftshistorisches Buch über vergangene Staatspleiten. Von den vielen Büchern zu diesem Thema hebt es sich angenehm ab, weil es gründlicher ist. Außerdem schreiben die Autoren sprachlich sehr gut. Die Überschriften sind so gewählt, dass man erst das Kapitel lesen muss, bevor man weiß, was dort kommt. Unter der Überschrift "Zerbrochene Träume" ist zum Beispiel etwas über Argentinien und etwas Theorie. Daher kann man nicht gut Kapitel anlesen. Man sollte das Buch von vorn nach hinten durchlesen.

Von den anderen aktuellen Büchern zur Wirtschaftsgeschichte kommt als Ergänzung in Frage Lost Decades: The Making of America's Debt Crisis and the Long Recovery. Es geht mehr auf die USA ein.

Aus dem Inhalt (nicht nach Kapiteln, sondern einige interessante Themen):
Wie sich Argentinien in und aus der Krise manövriert hat
Wie in der BRD die Ölkrise begonnen hat, weil zu viel Geld ausgegeben wurde
Wie oft Griechenland schon pleite gegangen ist

Das Buch ist sehr lesenswert.


Ohne Schulden läuft nichts: Warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern ärmer macht
Ohne Schulden läuft nichts: Warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern ärmer macht
von Thomas Strobl
  Taschenbuch

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider inhaltlich falsch, 15. September 2011
Die Grundidee des Buches ist gut, aber leider bringt der Autor zu oft Sachen völlig durcheinander. Er verwechselt an mehreren Stellen Eigenkapital und Schulden. Von da ab wird es dann nur noch falsch. Es ist auch nicht sehr überzeugend die Entwicklung einer Romanfamilie (Buddenbrooks) als Beleg für eine wirtschaftliche Position anzuführen.

Man sollte zusätzlich zu diesem Buch auch den Gegenstandpunkt in Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft lesen, da sind meines Erachtens die besseren Argumente.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2012 12:23 AM CET


Finanzmanagement mit Excel - Grundlagen und Anwendungen
Finanzmanagement mit Excel - Grundlagen und Anwendungen
von Andreas Schüler
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praktisch und hilfreich, 15. September 2011
Das Buch ist anwendungsorientiert gemacht und gibt gute Tips für Excel und für finanzielle Berechnungen. Es gibt Erklärungen, Fallstudien und Übungen. Manchmal ist allerdings nicht ganz klar, wie fortgeschritten die Leser sein sollen. Es werden manchmal ganz einfache Sachen erklärt und dann wieder ganz schwierige. Das verwirrt beim lesen manchmal, man muss aber einfach über die Teile weglesen, die man nicht braucht.

Das Buch bezieht sich etwas weniger auf Kapitalmarktberechnungen als das englische Gegenstück Financial Modeling.

Aus dem Inhalt:
Investitionsrechnung
Finanzplanung
Risiko und Rendite
Unternehmensbewertung
Eigenfinanzierung
Fremdfinanzierung
Ausschüttungspolitik

Es ist ein sehr nützliches Buch.


Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien
Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien
von Dirk Müller
  Gebundene Ausgabe

149 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cashkurs ist besser als Crashkurs, 15. September 2011
Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen weit gehend durchgelesen und kann schon einmal sagen, der Cashkurs ist viel besser als der Crashkurs, das vorangegangene Buch von Dirk Müller.

Man wird hier nicht von einem "Skandal" zum nächsten gehetzt, sondern bekommt brauchbare Tips und Anregungen zu verschiedenen Arten der Geldanlage. Das hat etwas von Verbraucherzentrale, aber im positiven Sinn. Das Buch verbreitet keine bestimmte Anlagestrategie oder Patentmethode, sondern gibt Hinweise zu den verschiedenen Arten der Geldanlage.

Für spezielle Fragen ist das Buch nicht tief gehend genug, aber wer einen Überblick will, wird hier gut bedient. Experten werden das unnötig finden, aber es gibt zahlreiche sinnvolle Tips und wichtige Warnungen. Es richtet sich eindeutig an Leser, die nicht in diesem Bereich tätig sind. Für die ist es jeden Cent wert.

Es ist auch praktischer orientiert als viele andere Bücher zu diesem Thema. Wenn man mehr Theorie will gibt es das Buch "Geinal einfach investieren". Weil der Cashkurs die Geldanlage allgemein behandelt, geht es nicht näher auf die Krise und den Euro ein. Als weitere Ergänzung kommt daher "Rettung vor dem Euro" in Frage.

Hier noch einige Beispiele für Inhalte aus dem Buch, um einen Eindruck zu gewinnen:

Basiswissen. Das werden viele für überflüssig halten, es stehen aber trotzdem lesenswerte Sachen drin.
Riester, Rürop usw.
Anlage in Aktien, Anleihen, Fonds.
Zertifikate usw.
Immobilien (wovon Müller stark abrät) mit Immobilienfinanzierung.
Besser Aktiensparen und Zinsanlagen trennen, um klare Verhältnisse zu haben. Das spricht gegen Mischfonds.
Die Garantie in Grantiefonds bezieht sich nur auf einen Stichtag.
Auf Unterversicherung achten.
Rollen von Vorstand, Aufsichtsrat Aktionären.
Beteiligungsmodelle durch geschlossene Fonds.

Es ist ein Buch, das man auf den ersten Blick leicht unterschätzt. Die Bemerkung einer vorangegangenen Rezension finde ich daher unangebracht.

Ich hoffe, diese Einschätzung hilft Ihnen zu entscheiden, ob das Buch das richtige für Sie ist.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 16, 2015 8:21 PM CET


Seite: 1