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Beiträge von Florian Hilleberg
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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 5
Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 5
von Brian Azzarello
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Ein Held namens Booster Gold stiftet Verwirrung und das Schicksal Firestorms wird geklärt, 24. August 2015
Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen von Firestorm und entsprechend hoch ist der Umfang der 150 Seiten, die der Story um den Superhelden gewidmet wird, der sich aus dem Studenten Jason Rush und dem Football-Star Ronnie Raymond zusammensetzt. Dabei spielen auch Dr. Yamazake und Madison Payne eine wichtige Rolle. Durch letztere kommt somit auch Timothy Drake, alias Cal Corcoran, ins Spiel, der Lois Lane zuvor aber noch rät, einfach über den Koordinaten, die ihr zugespielt wurden, abzuspringen. Tatsächlich landet sie auf Cadmus Island, das mittlerweile komplett von Brother Eye kontrolliert wird. Die künstliche Intelligenz schafft es außerdem ausgerechnet Fifty Sue gegen Slade Wilson, alias Deathstroke, aufzuhetzen. Wie der Konflikt endet, wird aber erst in einer der kommenden Ausgaben geklärt. Ebenfalls mit von der Partie sind dieses Mal Superman, Terry McGinnis und Plastique, sowie Batman und ein Held namens Booster Gold. Der wirkt in diesem Band wie ein aus dem Zusammenhang gerissener Anachronismus. Betrachtet man die Story seines Abenteuers, das im vorliegenden Band den Auftakt bildet, entbehrt dies nicht einer gewissen Ironie. Allerdings muss ich gestehen, dass mir dieser Held bis dato nichts sagte und ich damit wie der Ochs' vorm Berg stand. So ganz ohne Vorkenntnisse geht es also doch nicht, es sei denn man reagiert mit radikaler Akzeptanz oder steigt gleich ein Einzelheft später in die Handlung ein. Inwieweit Booster Gold aber in der achtteiligen Mini-Serie noch eine Rolle spielen wird, kann an dieser Stelle nicht gesagt werden.
Zeichnerisch ist auch der vorliegende Band von FUTURES END wieder einsame klasse. Der dämonische Wahnsinn Dr. Yamazakes wird ebenso plastisch dargestellt wie die Angst und Verzweiflung von Madison Payne, Jason Rush und Ronnie Raymond. Gerade zwischen den beiden jungen Männern gibt es ja jede Menge Konfliktpotenzial.
Nur bei Fifty Sue vermisst man ein wenig Kontinuität bei der zeichnerischen Qualität. Insgesamt betrachtet bildet aber auch der fünfte Band von FUTURES END wieder ein Action-Feuerwerk der Superlative. In Hinsicht auf das letzte Kapitel ist diese Phrase durchaus wörtlich zu nehmen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 30, 2015 10:41 AM MEST


Giftaffe: Der Hai von Shinjuku
Giftaffe: Der Hai von Shinjuku
von Arimasa Osawa
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Authentische Charaktere agieren vor der illustren Kulisse Tokios jenseits gängiger Klischees, 21. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Giftaffe: Der Hai von Shinjuku (Taschenbuch)
Ein japanischer Krimi in deutscher Übersetzung ist nun wirklich eine Ausnahme. Der Mainstream verlangt da doch eher nach der westlich geprägten Spannungsliteratur. Vielleicht mangelt es auch einfach an japanischen Übersetzern, denn zu erklären ist dieser Umstand eigentlich nicht. Arimasa Osawa erweist sich nämlich als versierter und kreativer Schreiber, der sich hinter englischsprachigen Kollegen wie Raymond Chandler oder auch Robert B. Parker nicht zu verstecken braucht. Zielstrebig und schnörkellos berichtet er von einem jungen Polizisten, der sich in der Unterwelt von Tokio behaupten muss und sich wie ein Hai in seine Beute verbeißt. Trotzdem bleibt er menschlich und folgt nicht nur seinen Instinkten, sondern auch seinem Herzen. Halt findet er in der Liebe zu der vierzehn Jahre jüngeren Rocksängerin Sho. Hier zeigt sich auf einfühlsame Art und Weise, dass es trotz aller kulturellen Unterschiede eben auch sehr viele Gemeinsamkeiten gibt. Ebenso wie in der Liebe der chinesischen Kriegswaisen Nami zu dem taiwanesischen Auftragskiller. Gekonnt vermeidet Osawa klischeehafte Schwarzweiß-Malerei und schafft glaubwürdige und authentische Charaktere mit denen man auf jeder Seite mitfiebert. Schade, dass mit „Giftaffe“ schon der zweite Roman mit Samejima vorliegt und der erste übersprungen wurde. Vielleicht, weil der vorliegende Roman bereits übersetzt war und 2007 unter dem Titel „Rache auf Chinesisch“ im Cass Verlag erschienen ist.

„Giftaffe“ entwickelt sich jedenfalls dank seines flotten und spannenden Erzählstils zum echten Pageturner. Abwechselnd werden hierbei Samejimas Ermittlungen und Namis Erlebnisse geschildert. Erst am Ende wird das Geschehen auch aus Sicht einzelner Yakuza beschrieben. Wer auf Hardboiled-Krimis mit ein wenig Action und glaubwürdigen Charakteren steht, ist hier goldrichtig.
Ein Nachwort von Peter Münder, nebst Fotos, vervollständigt das Buch.


Ein Regenschirm für diesen Tag: Ein 3 D Hörspiel in Kunstkopfstereophonie
Ein Regenschirm für diesen Tag: Ein 3 D Hörspiel in Kunstkopfstereophonie
von Wilhelm Genazino
  Audio CD
Preis: EUR 17,90

4.0 von 5 Sternen Literaturvertonung mit lebensbejahender Botschaft, die durch ihre außergewöhnliche Aufnahmetechnik zum Erlebnis wird, 18. August 2015
Der Griot-Hörbuchverlag präsentiert mit 'Ein Regenschirm für diesen Tag' das Hörspiel zum gleichnamigen Roman von Wilhelm Genazino, produziert von Radio eins (rbb). Das Besondere daran ist nicht nur die gefühlvolle Geschichte, die hinter den scheinbar banalen Erlebnissen des namenlosen Luxusschuhtesters steckt, sonder auch das Aufnahme-verfahren mit dem das Hörspiel produziert wurde. Denn durch die sogenannten Kunstkopfstereophonie entsteht ein komplettes räumliches Klangbild, das später beim Hören, insbesondere über Kopfhörer, den Eindruck vermittelt mitten im Geschehen zu stehen. Mit anderen Worten: bewegt sich der Protagonist ein Treppenhaus hinab, beginnen die Schritte leiser und poltern immer lauter werdend die Stufen hinunter, wobei sich der Ton jedoch der wechselnden Position des Treppenläufers anpasst. Im Dialog dagegen hat man das Gefühl zwischen den Gesprächspartnern zu sitzen. Ein echtes 3D-Hörerlebnis also.

Auch wenn die Geschichte etwas intellektuell vergeistigt daherkommt, beinhaltet sie eine wundervolle Botschaft, denn obwohl der Protagonist irgendwie noch nicht seinen Platz im Leben gefunden zu haben scheint und das Gefühl hat ohne innere Genehmigung zu existieren, steckt er nicht den Kopf in den Sand als ihm sein Chef das Honorar für die Luxusschuhtestberichte drastisch kürzt. Stattdessen entwickelt er spontan eine neue Geschäftsidee und schafft es sogar einige Mitmenschen mitzureißen. Genanzino schuf mit seiner Novelle eine lebensbejahende, warmherzige Geschichte, die von Lutz Oehmichen und Heike Tauch humorvoll und werkgetreu umgesetzt wurde. Nicht weniger als 32 (!) Sprecher haben dabei an der Produktion mitgewirkt und mit Boris Aljinovic wurde die optimale Stimme für den Hauptdarsteller gefunden. In weiteren Rollen sind bekannte Schauspieler wie Irm Herrmann, Inga Busch, Ulrich Noethen und noch viele andere vertreten.

Das Hören lohnt sich also. Sehr zu empfehlen.


Star Trek - The Next Generation 8: Kalte Berechnung - Die Beständigkeit der Erinnerung
Star Trek - The Next Generation 8: Kalte Berechnung - Die Beständigkeit der Erinnerung
von David Mack
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

5.0 von 5 Sternen Sensationeller Roman mit vielen überraschenden Wendungen und einem einprägsamen Ende, 17. August 2015
Der Name David Mack bürgt in Sachen STAR TREK für Qualität, das hat er nicht zuletzt mit seiner großartigen DESTINY-Trilogie unter Beweise gestellt. Glücklicherweise versucht er mit seiner neuen Trilogie nicht DESTINY zu übertrumpfen und wählt ein ganz anderes Thema, bei dem man sich sowieso schon gefragt hat, wann es denn endlich in den Romanen aufgegriffen wird.

Mit KALTE BERECHNUNG geht ein Dreiteiler an den Start, in dem die Handlung um Soongs Erbe und B4 weitererzählt wird. Wer dachte STAR TREK: NEMESIS sei das Ende, der wird hier eines Besseren belehrt. Totgeglaubte leben länger, heißt es; doch ganz so einfach läuft es in der Welt von STAR TREK dann doch nicht ab. Jedenfalls bekommt der Leser im ersten Band der neuen Trilogie bereits ordentlich was geboten, und das nicht nur was die Action anbetrifft. Dabei sind nicht einmal besonders viele Vorkenntnisse notwendig. Den Roman versteht man auch hervorragend, ohne die ersten sieben Bände zu kennen. Allerdings sollte man die TV-Serie schon mal gesehen haben, ebenso wie den zehnten und zugleich letzten Kinofilm mit der TNG-Crew. Aber wer den kennt, der hat auch die anderen gesehen.

Der Roman bietet reichlich Offenbarungen, so dass es kaum möglich ist, Worte darüber zu verlieren, ohne zu spoilern. Allein dies ist schon eine Empfehlung und obwohl „Die Beständigkeit der Erinnerung“ der erste Teil eines Dreiteilers ist, funktioniert er auch prima als Einzelroman, obwohl man nach der Lektüre mit Sicherheit das Erscheinen der nächsten beiden Bände kaum noch erwarten kann.

Der vorliegende Roman ist in drei Teile gegliedert, wobei Teil eins und drei in der aktuellen TNG-Gegenwart spielen, also im Jahr 2384, gut vier Jahre nach STAR TREK: NEMESIS. Teil zwei aber spielt zwischen den Jahren 2367 und 2384. Im Mittelpunkt steht dabei (ACHTUNG SPOILER) kein Geringerer als Dr. Noonien Soong, Datas „Vater“. Dass dieser nicht, wie in der TV-Serie behauptet, wirklich gestorben ist, ist dabei noch die kleinste Überraschung. Und endlich bekommt der Leser Einblick in den Charakter von Datas Schöpfer, begleitet ihn auf seinem langen Weg von seinem fingierten Tod bis hin zu den aktuellen Geschehnissen. Dabei wird auch die Motivation des Kybernetikers nachvollziehbar erklärt, der sich hier als moderner Frankenstein darstellt. Auch dieser wollte den perfekten Menschen schaffen, befreit von Krankheit und Tod.
Obwohl der Lesefluss zu Beginn des zweiten Teils des vorliegenden Romans ein wenig ins Stocken gerät, wird man von dem Ich-Erzähler Soong schnell in den Bann gezogen und mitgenommen auf eine fantastische Reise, die insgesamt eine Zeitspanne von siebzehn Jahren umfasst.
Und mit fortschreitender Seitenzahl fällt es zunehmend schwerer das Buch aus der Hand zu legen, bis es im dritten Teil dann nicht nur eine sensationelle Offenbarung gibt; der Leser und die Crew der Enterprise müssen auch einen herben Verlust einstecken. Hier zeigt sich auch der Vorteil der neuen Romane gegenüber der TV-Serie, die in ihrer Charakterentwicklung doch relativ starr geblieben ist.

Berücksichtigt man dann noch Macks fabelhaften Schreibstil bleibt unter dem Strich ein weiterer STAR TREK-Roman der Superlative, der sich rasch zum Pageturner entwickelt. Vervollständigt wird der Band durch Julian Wanglers Abhandlung über die „Künstliche Intelligenz am Beispiel des Androiden Data“. Was will der Trekkie mehr?


Tony Ballard-Hörspiel 19. Duell der Dämonen
Tony Ballard-Hörspiel 19. Duell der Dämonen
von A. F. Morland
  Audio CD
Preis: EUR 6,99

3.0 von 5 Sternen Mehr Action, als Horror, aber trotzdem spannend, wenngleich die Handlung etwas an Raffinesse vermissen lässt, 15. August 2015
Die Fortsetzung des ersten Zweiteilers der Hörspielserie, der einen tiefen Einschnitt in der Serie hinterlassen wird, ist nicht minder spannend und kurzweilig ausgefallen als der Auftakt. Das bedeutet jedoch auch, dass die Sprecher in diesem Fall dieselben Stärken und Schwächen mitbringen. Vor allem Timon van Wolff als Rufus ist sehr gewöhnungsbedürftig. Diese Art der Stimmverzerrung sollte man tunlichst vermeiden und ganz schnell wieder in der Schublade verschwinden lassen. Zumal es ja eher eine Mode der Produktionen des neuen Jahrtausends ist. Die Hörspiele der 80er, denen das Label ja mit seinem Slogan „back to the roots“ nacheifert, sind gänzlich ohne ausgekommen und deren Bösewichter besaßen sehr viel mehr Charisma. Man denke nur an Dr. Tod oder den Schwarzen Tod aus den JOHN SINCLAIR-Hörspielen vom Tonstudio Braun, da reicht selbst die EDITION 2000 nicht heran. Und wenn man von Schurken mit Knochenköpfen redet, sollte man auch Peter Pasettis einmalige Darstellung des Skeletor in den Hörspielen der Serie MASTERS OF THE UNIVERSE erwähnen.
Rufus als sensenschwingendes Knochengerüst ist jedoch auch nicht gerade ein Ausbund an Kreativität. Irgendwie erinnert er immer an eine Mischung aus Schwarzer Tod (JOHN SINCLAIR) und Dr. Satanos (LARRY BRENT). Der Endkampf mit der wüsten Prügelei ist dann auch viel zu ausschweifend. Weniger ist manchmal doch mehr.

Der Schachzug einige Passagen aus der Sicht von Frank Esslin zu schildern, indem Christian Stark in der ersten Person spricht, ist genial. Vor allem im schnellen Wechsel mit Torsten Sense alias Tony Ballard. Ansonsten muss bei dieser Folge auf jeden Fall Wolfgang Rositzka als Kommissar Nayesso erwähnt werden, der den phlegmatischen Polizisten sehr charakteristisch spielt. Tilo Schmitz tut sich mit der Darstellung des Mr. Silver jedoch erstaunlich schwer, handelt es sich bei ihm schließlich um einen richtigen Vollblutschauspieler. Doch an einigen Stellen klingt auch er, als ob er seinen Text ablesen würde.

Musikalisch gibt es keine groben Schnitzer, hier wurde alles richtig gemacht. Die Story orientiert sich dicht an der literarischen Vorlage, auch wenn viel Pathos mit im Spiel ist. Zudem wirkt die Handlung nicht besonders raffiniert oder durchdacht, sondern scheint lediglich dem Selbstzweck des titelgebenden Duells zu dienen. Über solche Dinge wie ein magisches Feuerzeug sollte der Gelegenheitshörer einfach geflissentlich hinweg hören.


Tony Ballard 18-Horrorhölle Tansania
Tony Ballard 18-Horrorhölle Tansania
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 7,01

3.0 von 5 Sternen Kurzweilig, allerdings stört die elektronische Stimmverzerrung bei den Schurken erheblich, 15. August 2015
Kurz vor Vollendung der zweiten Zehner-Staffel präsentiert Dreamland Productions die Vertonung eines wegweisenden Zweiteilers der Serie. Tatsächlich ist es sogar die erste Dilogie innerhalb der Hörspielserie. Zwar ist mit den Folgen 12 bis 14 bereits eine Trilogie erschienen, doch das war bislang auch der einzige Mehrteiler.

Für die Handlung der vorliegenden Geschichte ist ein Zweiteiler aber durchaus angebracht. Und wie eigentlich immer bei TONY BALLARD, egal ob im Roman oder im Hörspiel, wird nicht viel Zeit verschenkt, stattdessen geht es gleich zur Sache. In der Rolle von Frank Esslin ist Christian Stark zu hören, einer der besten Sprecher dieser Folge, der die dunkle Seite des ehemaligen WHO-Arztes hervorragend darzustellen vermag. Timon van Wolff klingt als Rufus mit der elektronisch verzerrten Stimme allerdings ebenso gewöhnungsbedürftig wie Thomas Lang als Phorkys. Schade, denn dadurch verlieren die Bösewichte, die ja im Hörspiel lediglich zu hören und nicht zu sehen sind, deutlich an Profil. Der Kooperation mit der R&B-Company ist es wohl zu verdanken, dass auch Nana Spier dieses Mal mit von der Partie ist. Doch so recht, scheint sie sich mit ihrer Rolle nicht identifizieren zu können, denn ihre schurkische Kaltschnäuzigkeit wirkt ziemlich bemüht und theatralisch. Selbst die Hauptdarsteller Torsten Sense, Dorette Hugo und Christian Rode klingen stellenweise so, als ob sie den Text einfach ablesen würden. Vor allem Letztgenannter kann deutlich mehr. Tadellos sind die Darbietungen von Dietmar Wunder als Andrew Quaid und Joschi Hajek als der Trainer Trevor Dunaway. Die Sprecher nehmen ihre Rollen, trotz der Naivität der Story ernst, spielen aber auch mit einer gewissen Selbstironie. Daher macht es einfach Spaß ihnen zuzuhören.
Das „Tête-à-Tête“ zwischen Tony und Vicky kann man aber getrost überspringen. Das bringt die Handlung um keinen Deut weiter und klingt mehr als konstruiert. Also Track 4 am besten gleich ganz überspringen.
Die Musik von Tom Steinbrecher, Andreas Max und Mr. Boombellic (?!) ist fast durchgängig auf einem hohen Niveau und vermag die Handlung entsprechend angemessen zu untermalen.

Die Story ist nicht sonderlich komplex, aber zumindest flott und spannend. Allerdings würde man Dämonen vom Kaliber eines Rufus oder eines Phorkys einen etwas perfideren und raffinierteren Plan zutrauen. Vor allem das Überraschungsmoment, dass Frank Esslin noch am Leben ist, hätten sie weitaus besser nutzen können/müssen.


End of Time 4 : Vergeltung
End of Time 4 : Vergeltung
Preis: EUR 18,03

5.0 von 5 Sternen Hochglanz-Hörspielproduktion mit Suchtpotenzial, 14. August 2015
Rezension bezieht sich auf: End of Time 4 : Vergeltung (Audio CD)
Bei Oliver Dörings Hörspiel-Hit END OF TIME wird das vierte Kapitel aufgeschlagen und wie immer bleibt kein Auge trocken. Was der Produzent, Regisseur und Autor mit dieser Serie abliefert ist Blockbuster-Kino für die Ohren par excellence. Anspruchsvoll, spannend und hochdramatisch. Bei der derzeitigen Qualität kann man die vergleichsweise lange Zeit, die zwischen den einzelnen Veröffentlichungen verstreicht durchaus entschuldigen. Allerdings wäre es angebracht, zumindest im Booklet einen kleinen Rückblick auf die bisherigen Folgen zu veröffentlichen. Immerhin hat jede Episode eine Länge von gut 100 Minuten, so dass es auch nicht immer möglich ist, mal eben die vorherigen Folgen noch mal anzuhören. Zudem gibt es auch keinen Erzähler, der Ereignisse reflektieren könnte. Andererseits kommt man aber auch wieder schnell in die Handlung hinein und mit jedem Szenenwechsel erlebt der Hörer weitere Aha-Erlebnisse. In der vorliegenden Episode wird bereits ein kleiner Zipfel des Geheimnisses gelüftet und ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, es wird mystisch. Was die Produktion aber so besonders macht ist das Zusammenspiel zwischen den durchweg exzellenten Schauspielern mit dem sensationellen Sounddesign. Das Tüpfelchen auf dem I ist dabei die Musik von Achim Fischer.

Die Handlung ist komplex und erscheint perfekt durchdacht, soweit dies zu diesem Zeitpunkt beurteilbar ist. Da drückt man auch gerne mal zwei Augen zu, wenn der schwule Mafioso noch ein paar Familienkonflikte ausdiskutiert, während Berufskiller das Haus umstellen. Mit Sprechern wie Dietmar Wunder und Lutz Riedel sind aber selbst solche Szenen großartig. Weitere Spitzenschauspieler im Ensemble von Imaga sind Marion von Stengel, Katrin Fröhlich, Gerrit Schmidt-Foss, Martin Kessler, Joachim Tennstedt und viele weitere mehr.

Bleibt nur zu hoffen, dass es Oliver Döring gelingt seine epische Endzeit-Saga auch bis zum Schluss erzählen zu können.


The Walking Dead 4: Roman
The Walking Dead 4: Roman
von Robert Kirkman
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Erreicht nicht mehr die Spannung und Dramaturgie der TV-Serie, 9. August 2015
Rezension bezieht sich auf: The Walking Dead 4: Roman (Taschenbuch)
Wer die vierte Staffel der Erfolgsserie schon gesehen hat, dem werden einige Passagen des Romans vage bekannt vorkommen, denn für den Höhepunkt derselben haben sich die Produzenten mehr an die literarische Umsetzung als an die Comic-Vorlage gehalten.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Nur soviel, der vierte Roman ist die direkte Fortsetzung von Band 3, in der der Leser die Geschehnisse aus der Sicht von Lilly Caul miterlebt. Die hat in den Romanen jedoch eine etwas andere Rolle inne, als in den drei Episoden der vierten Staffel, in denen sie mitspielen darf. Die Leute aus dem Gefängnis bleiben dabei weitestgehend im Verborgenen und später wird es schwierig herauszufinden, welche Charaktere aus der TV-Serie überhaupt im Roman mitspielen. Zumindest Rick Grimes, sein Sohn Carl, Glenn, Tyreese und Michonne sind mit von der Partie. Bis auf Tyreese und Michonne, die dem Governor in die Hände fallen, werden die restlichen aber lediglich erwähnt oder aus der Ferne beschrieben. Der Governor ist und bleibt der sadistische Bösewicht zu dem er sich in den ersten beiden Romanen entwickelt hat. Die innere Zerrissenheit, wie sie in der vierten Staffel der TV-Serie gezeigt wird, gibt es im Roman nicht. Charakterarbeit wird dieses Mal eigentlich nur bei Lilly Caul und vielleicht noch bei Bob und Austin geleistet. Der Rest besteht aus Statisten und ist reine Staffage. So besitzt der vorliegende Roman auch bei Weitem nicht mehr die Spannung und Intensität des Vorgängers, von der Dramaturgie der TV-Serie ganz zu schweigen. Tatsächlich handelt es sich bei dem vierten Roman um eine Charakterstudie, in der das ambivalente Verhältnis von Lilly zum Governor im Mittelpunkt steht. Der Mittelteil besteht aus endlosen Action-Sequenzen, bis es am Ende schließlich zum teilweise wirklich dramatisch beschriebenen Showdown kommt. Letztendlich erfüllt jede Szenen einen besonderen Zweck und ist ein weiterer Meilenstein auf Lillys langem Weg zum unabwendbaren Ende.

Die deutsche Übersetzung ist dieses Mal mehr als gewöhnungsbedürftig. Da wird Mother****** einmal wörtlich ins Deutsche übersetzt, ein anderes Mal bleibt das englische Original bestehen. Aus dem Gardisten der Nationalgarde wird ein National Guard. Irgendwie schien man sich nicht ganz einig darüber zu sein wie die Bezeichnungen nun übersetzt werden sollten.
Ärgerlich ist auch der Fehler, dass der einarmige Governor bei seiner Ansprache in der Arena in ein tragbares Mikrofon spricht, das er in der Hand hält, und gleichzeitig einen abgeschlagenen Kopf in die Höhe hält.

Mit der TV-Serie hat die Handlung aber schließlich nichts mehr gemein. Trotzdem sollte man sich das Buch nicht entgehen lassen. Und sei es nur, um zu sehen wie es auch hätte ablaufen können.


Dunkle Gewässer: Thriller
Dunkle Gewässer: Thriller
von Joe R. Lansdale
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Geniale Mischung aus Abenteuergeschichte und Psychothriller, 4. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Dunkle Gewässer: Thriller (Taschenbuch)
Mit dieser Novelle zeigt Joe R. Lansdale seine ganze Klasse als Schriftsteller. Kaum ein anderer Autor ist in sämtlichen Genres der Spannungsliteratur so sattelfest wie er. Egal ob Horror, Psychothriller, Groteske oder Abenteuer, Lansdale weiß wovon er schreibt und schafft es mit einfachen Worten anspruchsvolle Romane zu entwickeln, die nach wenigen Seite eine geradezu magische Sogwirkung entwickeln.
„Dunkle Gewässer“ gehört sicherlich zu Lansdales besten Werken und liest sich wie eine grandiose Mischung aus Mark Twain und Jack Ketchum.

Erzählt wird die Story aus Sicht der sechzehnjährigen Sue Ellen, die mit einem Holzscheit im Bett schläft, um sich gegen ihren übergriffigen Vater zur Wehr setzen zu können. Ihre Mutter vegetiert vor sich hin und schüttet sich lieber mit einem Allheilmittel auf Alkoholbasis zu, statt sich um Haushalt und Erziehung zu kümmern. So muss Sue Ellen schnell erwachsen werden. Die Trostlosigkeit des einfachen Lebens am Sabine River ist greifbar und so schafft es Lansdale beinahe spielerisch die Motivation der Protagonisten glaubhaft zu machen. Viel Wert wurde zudem auf die Charakterisierung der Figuren gelegt, denn jeder Pro- und Antagonist besitzt eine eigene Persönlichkeit, die sehr differenziert herausgearbeitet wurde. Genau hier liegt auch die Stärke des Romans, denn es geht nicht in erster Linie, um den wahnsinnigen Killer Skunk, der seine Opfer bestialisch foltert, bevor er sie tötet. Es geht um die Menschen in dem Roman, um ihre Sorgen, Wünsche und Hoffnungen. Man kommt nicht umhin, auf jeder Seite mit den Figuren mitzufiebern, ihre Ängste und ihre Freude zu teilen, so dass man sich mitten im Geschehen wähnt. „Dunkle Gewässer“ ist nicht nur ein Buch, das man nur schwer zur Seite legen kann, es ist auch eine Geschichte, die den Leser selbst nach der Lektüre nicht so schnell wieder loslässt. Nach dem Lesen sollte man sich eine kleine Pause gönnen, denn egal welches Buch man sich danach vornimmt, es wird es schwer haben, die Intensität von „Dunkle Gewässer“ auch nur ansatzweise zu erreichen. Mit diese Roman hat Joe R. Lansdale die Messlatte verdammt hoch angesetzt.


Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 4: Green Arrow lebt!
Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 4: Green Arrow lebt!
von Brian Azzarello
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Superhelden-Fans ist diese Serie Pflichtlektüre., 2. August 2015
Der Kampf um das Ende der Zukunft geht weiter. Green Arrow und seine Mitstreiter rüsten zum Sturm auf Cadmus Island, wo Brother Eye die Kontrolle übernommen hat. Die Metawesen von Erde 2 befinden sich bereits unter seiner Knute. Doch Fifty-Sue hat eine Abmachung mit der übermächtigen, künstlichen Intelligenz getroffen. Dadurch können sich Slade, Lana und Grifter relativ unbehelligt auf dem Eiland bewegen.
Währenddessen geht Lois Lane ein nicht unerhebliches Wagnis ein und lüftet öffentlich das Geheimnis um den maskierten Super-Man. Tim Drake indes will sein Inkognito um keinen Preis lüften.
Derweil brechen Terry McGinnis, Plastique, Coil und Key bei Terrific ein. Ein Unterfangen, das in einem Desaster endet. Und in den Tiefen des Alls holt Brainiac zum alles entscheidenden Schlag gegen seine Feinde aus ...

Die Halbzeit des Mega-Comic-Events FUTURES END ist erreicht! Im vierten Band von insgesamt acht Stück werden die Weichen Richtung Finale bereits gestellt. Das Rätsel um Oliver Queens Tod wird ebenso gelüftet, wie Super-Mans Identität. Dabei überzeugt der vorliegende Band mit schnellen Szenenwechseln und einem sensationellen Artwork. Auch dieses Mal ist den Künstlern die Mimik der Pro- und Antagonisten glänzend gelungen. Und obwohl ein oder zwei der unzähligen Fragen, die dem Leser auf der Seele brennen bereits beantwortet werden, bleiben noch jede Menge Unklarheiten offen. Hinzu kommt ein wirklich fieser Cliffhanger, der das Warten auf den fünften Band zu einer Geduldsprobe macht. Immerhin wird auch das Auftauchen neuer Charaktere schlüssig erklärt, so dass auch Neulinge im DC-Universum schnell mit Figuren wie Banger und Mash warm werden. Damit sind übrigens keine Würstchen mit Kartoffelbrei gemeint, sondern die Zwillingsschwestern Rosie und India Shire, die aber selbst im DC-Universum noch recht unbeschriebene Blätter zu sein scheinen. Ganz im Gegensatz zu Green Arrow, Shazam, Superagent Frankenstein, Roy „The Atom“ Palmer oder Hawkman.
Es geht also auch dieses Mal wieder Schlag auf Schlag. Schade nur, dass Fifty Sue nur so wenige, kleine Auftritte in diesem Band verbuchen kann.


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