Profil für Florian Hilleberg > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Florian Hilleberg
Top-Rezensenten Rang: 363
Hilfreiche Bewertungen: 3840

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Mord in Serie 16: Tod über den Wolken
Mord in Serie 16: Tod über den Wolken
von Markus Topf
  Audio CD
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Etwas konstruiert und nicht wirklich neu, aber äußerst unterhaltsam und spannend, 26. Januar 2015
Jedes Mal aufs Neue muss ich die Ideen und den Einfallsreichtum des Autors Markus Topf bewundern, der es immer wieder schafft mit jeder weiteren Folge ein neues, noch nicht bemühtes Setting zu erschaffen. Der fehlende Serienheld sorgt zwar für mehr Spannung beim Hörer, der natürlich nicht wissen kann wie die Story ausgeht, doch für den Autor bedeutet dies, sich jedes Mal aufs Neue mit unbekannten Protagonisten auseinanderzusetzen, die natürlich glaubhaft beschrieben werden wollen.
Sicher, die Handlung von „Tod über den Wolken“ ist jetzt nicht so wahnsinnig neu und innovativ, bietet aber auch überraschende Wendungen und besitzt überdies ein enormes Tempo, so dass an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommt.

Zieht man den Abspann und den Bonus-Track ab, bleibt gerade einmal eine Laufzeit von knapp 50 Minuten für die eigentliche Story übrig. Fast schon ein bisschen wenig für einen wendungsreichen Thriller. Hier stellt sich automatisch die Frage, ob der Drohnenangriff, den der Hörer lediglich durch Geräusche und Schreie mitbekommt, überhaupt in dieser Form hätte dargestellt werden müssen. Die Berichterstattung durch den Nachrichtensprecher, dargestellt von Wolfgang Rositzka, hätte vollkommen ausgereicht.
Nichtsdestotrotz geht es rasch zur Sache und die Handlung kommt entsprechend flott in Fahrt. Simona Pahl macht ihren Part als Stewardess Helena Fink wirklich ausgezeichnet, ebenso wie ihre Kollegin Frederike Solak. Holger Löwenberg mimt mit seiner markanten Stimme den Air-Marshall Joseph Brown, während Giuseppe Domenico von Christian Rudolf gesprochen wird. Helmut Krauss spielt den anspruchsvollen Passagier Axel Gruber weit glaubhafter als den Chief-Constable aus dem GESPENSTER-KRIMI „Mörderbäume“. Außerdem mit dabei ist die Hörspiellegende Katja Brügger, sowie Volker Brandt, Detlef Tams und noch viele weitere mehr.

Beeindruckend ist auch die Soundkulisse. Vor allem die Triebwerks- und Fluggeräusche vermitteln einen realistischen Eindruck. Der Soundtrack ist angemessen und unaufdringlich. Der Bonus-Song „Let's Get Enwined“ ist ein Ohrwurm unter vielen, die sich im Lauf der Seriengeschichte zusammengetragen haben.


Gespenster-Krimi 2: Teufelstochter
Gespenster-Krimi 2: Teufelstochter
von Markus Topf
  Audio CD
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Horror, Sex und Gewalt, 24. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Gespenster-Krimi 2: Teufelstochter (Audio CD)
Die zweite Folge der neuen Gruselhörspielreihe mit dem bekannten Label basiert nicht auf einem Horror-Heftroman der 70er und 80er Jahre, sondern erzählt eine eigens für das Medium Hörspiel geschriebene Story, die dem Gehirn des Autors Markus Topf entsprungen ist. Dass er die Handlung, respektive die Rolle der Anna Kronberg, dabei der Schauspielerin und Sprecherin Katrin Heß auf den Leib geschrieben hat, ist kein Geheimnis, und wird bereits in dem informativen Interview im Booklet verraten.
Dabei ist die Geschichte weder besonders innovativ, noch sonderlich überraschend. Eigentlich ist sie sogar recht vorhersehbar, aber darauf kam es Autor und Produzenten auch kaum an, denn hier dürfen sich die Sprecher so richtig austoben. Dabei ist die Handlung gewiss nichts für schwache Nerven, obwohl die Wirkung einiger Splatterszenen durch unrealistische Reaktionen der Betroffenen gemildert wird. Welcher Mann würde den gewaltsamen Verlust seines Genitals denn wörtlich kommentieren, während er unweigerlich verblutet und darüber hinaus noch von einer Besessenen zerfleischt wird?

Der Plot von „Teufelstochter“ ist die klassische Dualität von Sex und Gewalt, die vor allen Dingen in modernen Horror-Filmen, freigegeben ab 18 Jahren, gerne thematisiert wird. Wahrhaft apokalyptisch geht es dann im Finale zu. Gerade hier kann man die Aussage des Autors nachvollziehen, der im Interview erwähnt, dass man im Hörspiel Dinge passieren lassen kann, die jedes Filmbudget sprengen würden.

Neben Katrin Heß' wirklich herausragender Darbietung wird diese Folge zu einem Treffen alter Bekannter und zu einem Who-is-who des kommerziellen Hörspiels. Vor allem Kenner und Liebhaber der alten Produktionen von EUROPA werden bei dieser Besetzungsliste glänzende Augen bekommen. Lutz Mackensy, Jürgen Thormann, Douglas Welbat, Volker Brandt und Rainer Schmitt sind dabei. Rainer Schmitt, alias Larry Brent, fungiert hier als Erzähler. Das ist in Ordnung, obwohl er Jürgen Holdorf aus der ersten Folge in dieser Funktion nicht das Wasser reichen kann. Ansonsten erledigen die Sprecher ihre Arbeit aber mit sehr viel Elan und Leidenschaft.

Natürlich passen auch dieses Mal Soundtrack und Effekte ideal zu Story und Setting, so dass auch der zweite GESPENSTER-KRIMI von Contendo Media und Audionarchie ein echter Volltreffer ist. Bitte mehr davon.


Gespenster-Krimi 1: Mörderbäume
Gespenster-Krimi 1: Mörderbäume
von Markus Topf
  Audio CD
Preis: EUR 8,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gruselfantasy-Abenteuer in Spielfilmlänge, 24. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Gespenster-Krimi 1: Mörderbäume (Audio CD)
Vor einigen Jahren gab es bereits einen ambitionierten Versuch von Oliver Döring und WortArt die beliebte Heftromanreihe aus den 70er und 80er Jahren als Hörspielreihe zu adaptieren. Im Fahrwasser der erfolgreichen Serie JOHN SINCLAIR EDITION 2000 war den GESPENSTER-KRIMI-Hörspielen aber kein langes Dasein beschert. Insgesamt erschienen gerade einmal sechs Folgen.
Umso erfreulicher war die Nachricht, dass die Hörspielreihe eine Wiedergeburt erleben sollte, dieses mal als Kooperations-Produktion zweier Labels, nämlich Contendo Media (MORD IN SERIE, TEAM UNDERCOVER) und Audionarchie (MINDNAPPING).

Als Skriptautor konnte kein Geringerer als Markus Topf gewonnen werden, der mit MORD IN SERIE, LEON KRAMER und TEAM UNDERCOVER bereits mehrfach bewiesen hat, dass er sein Metier beherrscht.
Als Vorlage für die erste Folge diente ein Roman von Earl Warren, alias Walter Appel, einem versierten Autor der ersten Stunde, der in allen Genres zu Hause ist und dessen Publikationen sich im dreistelligen Bereich bewegen und bald den vierstelligen erreichen werden. Warrens Beiträge zum Gruselgenre zeichnen sich durch eine hohen Unterhaltungswert aus und basieren nicht selten auf sehr unkonventionellen Ideen. Bereits die erste Hörspielreihe mit dem Titel GESPENSTER-KRIMI bediente sich in dem reichhaltigen Portfolio von Earl Warren, ebenso wie der oben genannte GEISTER-SCHOCKER und die Reihe DREAMLAND GRUSEL. Neben A.F. Morland (Fritz Tenkrat) und Jason Dark gehört Earl Warren sicherlich zu den produktivsten Autoren des Gruselheftromans.
Obwohl die Reihe als „Packende Horror-Hörspiele mit Starbesetzung“ beworben werden und die literarische Vorlage zur ersten Folge, „Mörderbäume“, aus der Heftromanreihe GESPENSTER-KRIMI stammt, ist die Story alles andere als herkömmlich und mehr dem Fantasy-Genre zuzurechnen, als dem Horror- oder Gruselgenre.
Die düstere Atmosphäre in dem Dorf, dessen Bewohner sehr abweisend und feindselig auf Vera reagieren, ist äußerst beklemmend und bedrohlich, während der Geisterwald einen märchenhaften und verwunschenen Eindruck auf den Hörer macht. Das mag volle Absicht sein, denn umso effektvoller ist das Erscheinen der titelgebenden Mörderbäume.
Dabei fällt bereits von Anfang an auf, wie dicht sich die Geschichte an den Roman von Earl Warren hält, der immerhin aus dem Jahr 1976 stammt. Damals war es eher ungewöhnlich, dass eine junge Frau die Hauptrolle spielt und dann auch noch derart tough war und eben nicht das verängstigte Mäuschen war, das am Ende gerettet werden muss.
Wie gut die Geschichte auch heute noch funktioniert, zeigt sich daran, dass lediglich am Anfang Handys erwähnt werden, die aber keinen Empfang haben. Später wird erwähnt, dass die Story im Jahr 2015 spielt. Für den Handlungsverlauf ist es jedoch vollkommen unerheblich. Leider wurde das komödiantische Element des Romans gänzlich aus der Geschichte gestrichen. Vor allem die Widrigkeiten von Edward, der sich mit den Errungenschaften der Technik auseinandersetzen muss, haben einen Teil des Reizes des Romans ausgemacht. Beispielsweise als Edward einen Staubsauger attackierte und ein Zimmermädchen derart in Angst und Schrecken versetzt, dass der Hotelmanager Vera höflichst darum bittet, auszuchecken.

Die Sprecher wurden sehr gewissenhaft ausgewählt und mit Christine Pappert hat man eine tolle Schauspielerin für die Hauptrolle gefunden, die mittlerweile auch nicht mehr nur mit der Rolle der Carrie aus KING OF QUEENS assoziiert wird. Allerdings fällt es schwer in ihr die 24jährige Journalistin zu sehen, denn stellenweise klingt sie doch sehr abgeklärt. Jürgen Holdorf, der bei JOHN SINCLAIR die Ansage spricht, ist hier als Erzähler zu hören. Eine fabelhafte Wahl, denn der Sprecher macht seinen Job wirklich ausgezeichnet, wäre schön, wenn er auch in den kommenden Folgen diesen Part übernehmen würde. Uve Teschner macht seine Sache als Edward Mackintosh ebenfalls hervorragend, ebenso wie Tobias Kluckert, Peter Weis und Volker Brandt. Jürgen Thormann ist als Bösewicht Achaz großartig. Lediglich Helmut Krauss wirkt als Chief Constable McDowell reichlich leidenschaftslos und betet seinen Text sehr lustlos herunter. Das kann er deutlich besser.
Die Regisseure Patrick Holtheuer und Christoph Piasecki haben aber dessen ungeachtet gute Arbeit geleistet, auch wenn ihnen schon einmal ein Schnitzer entgangen ist. So ist an einer Stelle die Rede von einer New Scotland-Abteilung. Gemeint ist aber die New Scotland Yard-Abteilung.

Markus Topf, der Tausendsassa des Hörspiels, zeichnet sich auch für das Skript dieser Folge verantwortlich und zeigt enormes Sachverständnis für Dramaturgie und Dialoge. Gewöhnungsbedürftig sind einmal mehr die Selbstgespräche der Protagonistin, die vor allem bei ihrer Exkursion in die Schlossruine wenig authentisch klingen. Warum hat man denn einen Erzähler, wenn man ihn an dieser Stelle nicht nutzt? Die Szene mit den Ratten, die an dem lebenden Skelett nagen, wäre viel wirkungsvoller gewesen, wenn Jürgen Holdorf das Geschehen kommentiert und Christine Pappert im Off gewürgt hätte.
In Punkto Musik und Effekte gibt es an der Produktion nichts auszusetzen. Marcel Schweder zeigt, dass er sein Handwerk versteht.

Alles an allem also ein gelungenes und äußerst empfehlenswertes Gruselhörspiel mit deutlichem Fantasy-Einschlag. Erwähnt werden muss an dieser Stelle auch die enorme Auslastung des Mediums, denn für sein Geld bekommt der Hörer ein Hörspiel in Spielfilmlänge. Knapp 87 Minuten beträgt die Laufzeit und keines meiner Abspielgeräte hat auch nur die geringsten Anstalten gemacht zu mucken.


Bruderschaft des Satans
Bruderschaft des Satans
Preis: EUR 6,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sprecher und Musik harmonieren perfekt miteinander und die Handlung lässt auf viele weitere spannende CLASSIC-Episoden hoffen, 15. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Bruderschaft des Satans (Audio CD)
Bevor Doktor Tod wieder in Erscheinung treten darf, muss sich der Geisterjäger also erst einmal um abtrünnige Mönche kümmern, die keinem Geringeren als Asmodis, dem obersten Höllenfürsten, huldigen. Dennis Ehrhardt hat sich dabei dicht an die Romanvorlage gehalten, die Story jedoch ein wenig modernisiert. So ist die Zahl der Todesopfer im Gegensatz zum Roman aus dem Jahr 1975 merklich angestiegen und auch die Art und Weise wie sie ins Jenseits befördert werden ist nichts für zarte Gemüter. Leider hat Father Ignatius keinen weiteren Auftritt erhalten, obwohl die letzte Folge einen solchen suggerierte. Doch vermutlich sollte der Hörer nur auf den Auftritt des schottischen Mönches vorbereitet werden, der kürzlich in der EDITION 2000 seinen Einstand gab (siehe Folge 96 „Pandoras Botschaft“).

Die Handlung entwickelt sich parallel, ehe im Showdown mit den Teufelsmönchen die Fäden zusammenlaufen. Dabei wird die Balance zwischen Action und Atmosphäre perfekt gehalten. Ein sehr stimmiges Gruselabenteuer, das zudem für den weiteren Serienverlauf nicht ganz unbedeutend ist.
Dietmar Wunder erledigt seinen Job als Serienheld souverän und mit sehr viel Engagement. Die Rolle scheint ihm zumindest viel Freude zu bereiten. Auch Alexandra Lange sorgt als Erzählerin für das entsprechende Grusel-Feeling. In der Rolle von Rogers Frau Lili glänzt Celine Fontanges, die vor dem Mikro starke Emotionen wie Trauer, Panik und Angst sehr authentisch zu spielen versteht. Eine großartige Schauspielerin. Reent Reins ist die optimale Besetzung für Inspektor Lefevre und in weiteren Rollen sind Erik Schäffler, Wolf Frass, Michael Harck und noch viele weitere bekannte Stimmen zu hören.
Der Soundtrack harmoniert perfekt mit der Handlung und den Dialogen. Mal sehr düster und wummernd und mal stimmungsvoll in Form eines Gitarrensolos.
Seinen Höhepunkt erreicht das Hörspiel aber zum Ende hin, nämlich als John Sinclair sich mit dem Kelch des Feuers der Bruderschaft des Satans stellt.

!!!ACHTUNG SPOILER!!!
Da nämlich hört er zum ersten Mal die Stimme seines Erzfeindes Asmodis, fabelhaft gespeilt von Bernd Rumpf, der ihm eine düstere Zukunft prophezeit. Mit diesem Abenteuer soll nämlich eine neue Zeit für den Geisterjäger anbrechen, in der er selbst zum Gejagten wird. Und um den Hörer bereits auf die kommende Folge einzustimmen, gibt es bereits einen kleinen Appetizer mit Doktor Tod, sehr einfallsreich in die Handlung integriert. Weiter so.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 21, 2015 3:37 PM CET


Star Trek - Destiny 2: Gewöhnliche Sterbliche
Star Trek - Destiny 2: Gewöhnliche Sterbliche
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Ein Epos voller Dramatik und Gefühl, 13. Januar 2015
Im zweiten Teil der DESTINY-Trilogie von David Mack liegt das Hauptaugenmerk auf den Caeliar. Dabei spielt vor allen Dingen das Schicksal des Außenteams der NX Columbia eine große Rolle. Der Autor hat sich insbesondere bei der Charakterisierung von Erika Hernandez mächtig ins Zeug gelegt und eine glaubwürdige Protagonistin geschaffen, die in ihrer Ambivalenz zwischen der Loyalität zu ihren Mannschaftskameradinnen und dem Caeliar Inyx, an Tiefe gewinnt. Die innere Zerrissenheit der Figur, gerade im Angesicht des Todes einer vertrauten und geliebten Kameradin, vermittelt das echte STAR TREK-Feeling.

Der Krieg mit den Borg zwingt die Föderation zu Bündnissen mit anderen Großmächten, die dem interstellaren Völkerbund nicht immer wohlgesonnen waren und es ist jedes Mal eine wahre Freude die Präsidentin Nanietta Bacco in Aktion zu erleben. Die toughe Politikerin von Cestus III ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der STAR TREK-Romanwelt geworden und Keith R. A. DeCandido hat ihr mit „Die Gesetze der Föderation“ sogar einen eigenen Roman gewidmet.
Den besonderen Reiz der DESTINY-Trilogie macht aber das Crossover mit den anderen TV- und Romanserien aus. Von der CLASSIC-Serie abgesehen, sind alle Serien und Franchises vertreten. Angefangen bei ENTERPRISE bis hin zu VOYAGER. Im ersten Teil hatte sogar die Excalibur der Romanserie NEW FRONTIER einen Auftritt und mit der U.S.S. Titan ist auch das Schiff unter dem Kommando von Captain Will Riker mit von der Partie.
Ein besonderes Highlight stellt dadurch auch der Cameo-Auftritt der Hirogen dar, die als Antagonisten nicht weniger furchterregend sind als die Borg.

Entsprechend düster ist die Stimmung des Romans, in dem der Entdeckergeist, die Neugier und der Forscherdrang von Gene Roddenberrys Schöpfung doch einen gehörigen Dämpfer bekommen.
Der Roman erreicht nicht ganz die Klasse des ersten Teils der Trilogie. Das liegt vor allen Dingen an den ausführlichen und teilweise behäbigen Beschreibungen vom Leben des Außenteams der NX Columbia bei den Caeliar in Axion und New Erigol.
Und nach dem anfänglichen Kampf mit den Borg wird es zunächst ein wenig ruhiger, bis es am Ende so richtig kracht. Der Cliffhanger ist dieses Mal wirklich fies. Wohl dem, der sofort weiterlesen kann.
Im Anhang findet der Leser auch dieses Mal die Besatzungslisten der Brückencrew der wichtigsten Raumschiffe der Trilogie: NX Columbia, U.S.S. Enterprise, U.S.S. Aventine und U.S.S. Titan.

Als Bonus enthält das schmucke Taschenbuch eine kleine Abhandlung von Anika Klüver zum Thema Fortpflanzung und Schwangerschaft im Star Trek-Universum.
Alles in allem also Pflichtlektüre für alle Trekkies, die wissen wollen, wie es nach den TV-Serien und Kinofilmen weitergeht.


Star Trek - Voyager 5: Projekt Full Circle
Star Trek - Voyager 5: Projekt Full Circle
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Spannende Science-Fiction trifft auf ausgefeilte Charakterstudien, 3. Januar 2015
Mit diesem wirklich epischen Werk hat die Autorin und Schauspielerin Kirsten Beyer das Zepter der literarischen Fortsetzung von STAR TREK: VOYAGER von Christie Golden übernommen. Auffallend ist dabei der enorme Umfang, denn mit über 600 Seiten ist „Projekt Full Circle“ mehr als doppelt so dick, wie jeder einzelne der vier Vorgängerbände. Erschienen die ersten beiden Storys als Zweiteiler, so erzählt Kirsten Beyer in ihrem ersten VOYAGER-Roman der offiziellen Fortsetzung gewissermaßen zwei Geschichten in einem Buch.

Im Vordergrund stehen natürlich auch dieses Mal die beliebten Figuren aus der TV-Serie, aber auch neue Charaktere, die hinzugekommen sind. So bekommen Harrys Freundin Libby Webber und Toms Eltern deutlich mehr Spielraum, ebenso wie der neue Bordarzt Jarem Kaz, den die Leser aus Christie Goldens Romanen her kennen. Von Kirsten Beyer wird die Figur des Counselors Hugh Cambridge eingeführt, der eine alles andere als einfache Persönlichkeit besitzt und schon bei seiner ersten Begegnung mit Chakotay mit dem neuen Captain der Voyager aneinander rasselt.
Sowohl bei der Darstellung und Beschreibung der TV-Charaktere, als auch bei den neuen Figuren leistet die Autorin hervorragende Arbeit und führt das Franchise auch literarisch zu neuen Ufern. Cameo- und/oder Gastauftritte von beliebten Figuren wie Worf oder Kanzler Martok bilden das Sahnehäubchen dieses Lesevergnügens.
Im ersten Teil der Saga geht es noch primär um die Beziehung zwischen Tom und B'Elanna, sowie um ihre Tochter Miral, der Kuvah'Magh. Der Auftritt von Kahless verleiht dieser Klingonen-Episode noch ein wenig mehr Brisanz und vor allen Dingen Kontinuität.
Im zweiten Teil erfährt der Leser, wie es der Besatzung der Voyager während der letzten Borg-Krise ergangen ist, die David Mack so einzigartig und hervorragend in seiner Destiny-Trilogie geschildert hat.
Damit schließt die Autorin die Lücke zwischen der Rückkehr der Voyager in den Alpha-Quadranten und den neuen Serien TYPHON PACT und THE FALL.

Für Fans der Serie STAR TREK: VOYAGER ist dieser Roman eine einzige Offenbarung, obwohl es gewiss einige Trekkies geben wird, die mit dieser Fülle an Veränderungen schlecht umgehen können. Immerhin zeichneten sich die TV-Serien durch Beständigkeit aus, wenn man mal von STAR TREK: DEEP SPACE NINE absieht.
Kenntnis der Romane von Christie Golden ist nicht zwingend notwendig, aber von Vorteil, immerhin nimmt Kirsten Beyer direkt Bezug auf die Geschehnisse der ersten vier Bände.


End of Time - Folge 3: Am Abgrund
End of Time - Folge 3: Am Abgrund
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In jeder Hinsicht eine Produktion der Superlative, 26. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: End of Time - Folge 3: Am Abgrund (Audio CD)
Oliver Dörings Endzeit-Mystery-Serie geht in die dritte Runde und es wird immer mysteriöser. Offenbar spielt auch das dritte Reich und die Geheimgesellschaft Vril eine wichtige Rolle. Antworten darf der Hörer in dieser Folge nicht viele erwarten. Dass es trotzdem nicht langweilig wird, dafür sorgen die exzellenten Sprecher, sowie das erstklassige Sounddesign. Kenner von Dörings JOHN SINCLAIR-, STAR WARS oder DON HARRIS-Hörspielen wissen was ich meine. Kerzels Warnung zu Anfang mag ein wenig übertrieben sein, doch bislang habe ich nur wenige Produktionen gehört, wo Geräusche so effektiv eingesetzt werden, wie bei Oliver Dörings Hörspielen. Im vorliegenden Fall kommt außerdem eine authentische Geräuschkulisse hinzu, so klingt beispielsweise der Straßenlärm von London sehr realistisch und glaubwürdig.

Da auch dieses Mal auf einen allwissenden Erzähler verzichtet wurde, dauert es ein wenig, bis man in der Handlung wieder drin ist, wenn man sich Folge 1 und 2 nicht kurz vorher noch einmal zu Gemüte geführt haben sollte. Es wird zwar in den sogenannten Credits Joachim Kerzel als Erzähler genannt, doch der hat nichts weiter zu tun, als die oben erwähnte Eingangswarnung bezüglich der extremen akustischen Schreck-Effekte und den Titel aufzusagen.
Letztendlich aber wird man von der Handlung mitgerissen, selbst wenn man zunächst nicht alles verstehen mag. So dürften selbst Quereinsteiger neugierig werden und sich schnellstmöglich die ersten beiden Episoden zulegen, denn END OF TIME hat, wie alle guten Serien, ein erhebliches Suchtpotential. Mit Sprechern wie Torsten Michaelis, Dietmar Wunder, Marion von Stengel, Katrin Fröhlich, Martin Kessler, Joachim Tennstedt, Gerrit Schmidt-Foss, Till Hagen und 35 weiteren Stimmen ist das auch kein Wunder.

Die Geschichte mutet wie eine Mischung aus 24 und LOST an, und in bester Mystery-Thriller-Tradition werden zunächst keine Antworten gegeben, sondern immer neue Fragen aufgeworfen. 2014 sind gerade einmal zwei Folgen erschienen. Bleibt die Hoffnung, dass im kommenden Jahr der Erscheinungsrhythmus ein wenig rascher voranschreitet, jetzt, wo STAR WARS zunächst abgeschlossen wurde.


Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen
Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Eltern und jeden, dem die nachfolgenden Generationen nicht egal sind, 21. Dezember 2014
Manfred Spitzer, seines Zeichens Psychologe, Mediziner und Philosoph, führt seinen einsamen Feldzug gegen das digitale Zeitalter tapfer fort. Und nach der Lektüre kommt man nicht umhin, sich dabei zu ertappen, ihn nach Kräften darin zu unterstützen. Sofern man über die Fähigkeit der Selbstreflektion verfügt. Ich für meinen Teil habe meinen Laptop, meinen Fernseher und vor allen Dingen mein Smartphone anschließend sehr viel skeptischer betrachtet. Erschreckend, aber leider immer fundiert und mit detaillierten Quellenangaben versehen, sind die vielen Untersuchungen und wissenschaftlichen Statistiken, mit denen der Autor seine Behauptungen untermauert. Dabei bedient er sich einer fachlich korrekten, aber dennoch sehr unterhaltsamen Sprache und lockert den Lesefluss auch mit persönlichen Anekdoten auf. Teilweise ist der Tenor des Buches sehr düster, bedauerlicherweise nicht ganz unbegründet, und ich finde es besser, rechtzeitig und eindringlich zu warnen, als die Sachlage zu verharmlosen. Es ist beinahe beschämend und ein Anachronismus, dass diese Rezension im Internet erscheint und es wundert mich geradezu, dass es das Buch als Ebook gibt, obwohl dieses Medium nicht explizit erwähnt oder madig gemacht wird. Tatsächlich wird in dem Buch schnell der Eindruck erweckt, dass alle Bildschirmmedien hier, auf Teufel komm raus, verunglimpft werden sollen, doch es sollte jedem klar sein, dass es in erster Linie um den übermäßigen Konsum und Missbrauch dieser Medien geht. Es geht nicht darum, Fernsehen, Smartphones oder soziale Netzwerke zu verbieten, sondern den Umgang mit ihnen kritisch zu hinterfragen und sie gezielt einzusetzen. Manfred Spitzers populärwissenschaftliches Buch ist nicht nur uneingeschränkt empfehlenswert, sondern in meinen Augen auch Pflichtlektüre für alle Eltern und jeden Menschen, dem die nachkommenden Generationen nicht egal sind. Dass der Autor sehr provokant vorgeht ist hilfreich, um die Brisanz der Thematik zu verdeutlichen. Leider wird es wie immer, nur diejenigen erreichen, die es am wenigsten betrifft, denn jene, die gefährdet sind, lesen in den seltensten Fällen Bücher.


Sherlock Holmes - Box 1 (3 Folgen + Bonus CD / exklusiv bei Amazon.de)
Sherlock Holmes - Box 1 (3 Folgen + Bonus CD / exklusiv bei Amazon.de)
Preis: EUR 10,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kriminell gute Unterhaltung mit nostalgischen Krimis im Stil von Sir Arthur Conan Doyle, 21. Dezember 2014
Jetzt ist also auch die erste Box mit drei SHERLOCK HOLMES-Hörspielen aus dem Hause Titania Medien erschienen. Auffallend ist dabei zunächst der Exklusiv-Vertrieb über Amazon, und dass die Folgen nicht chronologisch erscheinen. So beinhaltet die Box nicht wie zu erwarten wäre, die Folgen 1 bis 3, sondern nur die ersten drei geraden Nummern. Mit anderen Worten, die Box beinhaltet die Folgen 2, 4 und 6. Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung. In Anbetracht des Schnäppchenpreises von wenig mehr als 10 Euro aber eine müßige Frage, denn wer die Folgen noch nicht besitzt oder noch ein Weihnachtsgeschenk in letzter Minute sucht, ist hier goldrichtig. Zumal es als Bonus noch das GRUSELKABINETT-Hörspiel „Die Spinne“, nach der gleichnamigen Story von Hanns Heinz Ewers, gratis mit dazu gibt.

Die SHERLOCK HOLMES-Episoden basieren auf neuen Geschichten, erdacht von Marc Gruppe, und bieten solide bis sehr gute Krimiunterhaltung der alten Schule. Gruppe erweist sich wirklich als würdiger Epigone von Sir Arthur Conan Doyle. Aufbau und Abwicklung der Fälle halten sich dicht an die Vorgehensweise des geistigen Vaters von Sherlock Holmes. Natürlich ist es immer wieder reizvoll den beratenden Detektiv auch mit übersinnlichen Phänomenen zu konfrontieren und es ist immer wieder ein Genuss Holmes und Watson in Aktion zu erleben. Zumal Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt ihre Rollen wirklich fabelhaft umzusetzen wissen. Agierte Bierstedt in den KRIMI-KLASSIKERN häufig noch übertrieben theatralisch und erstaunt ob der genialen Gedankengänge seines Freundes, so wirkt er in den neuen Produktionen sehr viel gefestigter und glaubhafter.
Der Soundtrack begleitet das Geschehen unaufdringlich im Hintergrund, ohne großartig aufzufallen. Die Effekte beschränken sich aufgrund mangelnder Action größtenteils auf die unterschiedlichen Hintergrund-Atmosphären. Obwohl das ewig knisternde Kaminfeuer in der Baker Street mittlerweile ein alter Hut ist.
In „Spurlos verschwunden“ greift Marc Gruppe ein brisantes Thema auf, das zu der damaligen Zeit zu den größten Missständen Englands und vor allen Dingen Londons zählte. Auffallend dabei ist, dass das Hörspiel, das mit knapp 80 Minuten Laufzeit immerhin fast Spielfilmlänge besitzt, komplett auf Action verzichten kann. Sherlock Holmes löst den Fall in gewohnt souveräner Art und Weise – und mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Haushälterin Mrs. Hudson, die in dieser Folge endlich mal aktiver werden darf. Regina Lemnitz verkörpert zwar nicht gerade den fürsorglichen, mütterlichen Typ wie ihn Rosalie Williams in der Fernsehserie mit Jeremy Brett darstellte, liefert dafür aber eine durchweg gelungene Neuinterpretation der guten Seele der Baker Street 221b ab.

Das Bonus-Hörspiel „Die Spinne“ ist ein Klassiker der deutschen Phantastik-Literatur und wurde von Titania Medien kongenial vertont. Das Grauen entsteht leise und subtil, dezent unterlegt von stimmungsvoller Musik.
Wer die Hörspiel bereits im Original besitzt, wird mit der Box nichts anfangen können, doch als Appetizer für Neulinge oder als Geschenk, wie oben bereits erwähnt, ist sie optimal geeignet.


Mountain Home: Wie ein blutiger Tanz der Rache
Mountain Home: Wie ein blutiger Tanz der Rache
Preis: EUR 4,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminanter Action-Kracher und intensive Charakterstudie zugleich, 19. Dezember 2014
Bracken MacLeod schrieb mit „Mountain Home“ einen überzeugenden und packenden Debütroman. Ohne langes Vorgeplänkel und dennoch wortgewandt und intensiv beschreibt er die Belagerung eines kleinen Diners in den Bergen durch eine ausgebildete Scharfschützin und Kriegsveteranin. Dass der Roman trotz seines schmalen Umfangs von gerade einmal 220 Seiten deutlich mehr zu bieten hat als Action und Gewalt liegt an der gelungenen und vielschichtigen Charakterdarstellung und der Hintergrundstory. Dabei beschreibt er die Figuren absolut authentisch und jede Figur hat gute und schlechte Eigenschaften, so dass sich der Leser selbst ein Urteil bilden muss, wem er seine Sympathien schenkt. Passenderweise verzichtet er auf die Schilderung der Ereignisse aus der Ich-Perspektive und wer am Ende überlebt bleibt bis zum Schluss ungewiss. Der einzige Wermutstropfen ist der vierzehnjährige Hunter, der einerseits kindlich und trotzig reagiert, wie zu erwarten wäre, andererseits aber auch unnatürlich altklug und abgeklärt reagiert. Trotz der Kürze des Romans und der flotten, rasanten Erzählstruktur erlebt der Leser eine regelrechte Achterbahnfahrt mit. Spannend, mit jeder Menge überraschender Wendungen und am Ende ist alles viel zu schnell vorbei. Bracken MacLeod tritt mit „Mountain Home“ aber auch den Beweis an, dass gute Romane nicht immer 500 Seiten und mehr haben müssen. Im Gegenteil, besteht die Kunst in unserer schnelllebigen Zeit doch darin, auch mit wenigen Worten viel auszusagen.

„Mountain Home“ erzählt dabei mehrere Geschichten. Zum einen geht es um die traumatisierte Kriegsveteranin Joanie, die sich mit extremen Mitteln gegen ihre Peiniger zur Wehr setzt. Doch es geht auch um einen Polizisten und Familienvater, der um Wiedergutmachung bemüht ist. Die Hauptfigur ist aber letztendlich die unscheinbare Kellnerin Lyn Lowry, die angesichts der grauenhaften Ereignisse über sich hinaus wächst, dabei aber den Verstand zu verlieren droht. Kein Wunder, dass am Ende eigentlich jeder zu verlieren droht. Bracken MacLeods Botschaft ist nüchtern, brillant aber auch sehr schwermütig und düster. Ein wirklich empfehlenswerter Thriller mit Tiefgang.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20