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Beiträge von Florian Hilleberg
Top-Rezensenten Rang: 501
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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Doppeltes Spiel: Ein Fall für Jesse Stone, Band 9
Doppeltes Spiel: Ein Fall für Jesse Stone, Band 9
von Robert B. Parker
  Broschiert
Preis: EUR 13,00

5.0 von 5 Sternen Schnörkelloser Krimi um Sex, Intrigen und Mord, inklusive psychologischer Fallberatung, 23. Juli 2016
Im letzten offiziellen Band seiner JESSE-STONE-Serie läuft Robert B. Parker noch einmal zu Höchstform auf, obwohl das vorzeitige Ende ja nicht geplant war, sondern dem vorzeitigen Ableben des Autors geschuldet ist.
Zwar wurde die Serie danach von Michael Brandman und Reed Farrel Coleman fortgesetzt, doch den Stil von Parker zu kopieren ist fast unmöglich. Zu einzigartig ist seine Art Dialoge zu schreiben, Handlungen voranzutreiben und Charaktere zu schildern. Bei anderen Autoren kann das eigentlich nur bemüht wirken, so dass man zumindest für die neun Romane mit Jesse Stone dankbar sein muss, die uns Parker hinterlassen hat.

Im Gegensatz zu den SPENSER-Romanen bauen die Krimis mit dem Polizeichef von Paradise deutlich enger aufeinander auf, so dass eine chronologische Reihenfolge beim Lesen unbedingt eingehalten werden sollte. So hat sich Jesse endgültig von seiner nymphomanisch veranlagten Ex-Frau Jenn getrennt, was aber nicht bedeutet, dass sich seine Probleme damit in Wohlgefallen auflösen. Ganz im Gegenteil, denn als er sieht, was für wunderschöne, fürsorgende Ehefrauen zwei Mistkerle von Gangsterbossen abgekriegt haben, bleibt ihm in seinem Frust nur noch der Griff zur Flasche. Selten durfte der Leser einen menschlicheren Jesse erleben und Sunny Randall, eine weitere Figur, der Robert B. Parker sechs eigene Romane gewidmet hat, passt hervorragend zu dem toughen Polizeichef von Paradise.
Doch auch andere wiederkehrende Charaktere wurden von Parker sehr lebendig und sympathisch beschrieben, allen voran Suitcase Simpson und Molly. Natürlich gibt es auch dieses Mal jede Menge Cameo-Auftritte bekannter Nebenfiguren aus anderen Serien von Robert B. Parker. Die Anwältin Rita Fiore kennt man beispielsweise aus den Romanen mit dem Privatdetektiv Spenser, dessen Freundin Dr. Susan Silverman ebenfalls wieder mit von der Partie ist, allerdings lediglich als Therapeutin von Sunny Randall.

Natürlich geht es auch im vorliegenden Band um Sex and Crime, wobei Parker kein Blatt vor den Mund genommen hat, ohne dabei schlüpfrig oder anstößig zu wirken. Besonders lesenswert sind dabei die Therapiegespräche von Jesse und Sunny mit ihren jeweiligen Therapeuten.
Allerdings besticht der Roman generell durch seinen minimalistischen, flotten und schnörkellosen Stil. Kurze Kapitel und eine gefällige Schriftgröße tun ihr Übriges, dass „Doppeltes Spiel“ ein wahrer Pageturner ist, den man locker an ein, zwei Tagen durchliest. Die zwei parallelen Handlungsstränge entwickeln eine enorme Sogwirkung und halten durchaus überraschende Wendungen parat, sofern man sich nicht durch den Klappentext spoilern lässt.


Wonder Woman - Göttin des Krieges: Bd. 2: Götterzorn
Wonder Woman - Göttin des Krieges: Bd. 2: Götterzorn
von Meredith Finch
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Auch in ihrem zweiten Abenteuer schlägt sich Wonder Woman wacker, 6. Juli 2016
Wieder einmal ist jemand mit Wonder Womans neuem Status unzufrieden. Nicht nur, dass sie jetzt Königin der Amazonen ist, nein, zu allem Überfluss darf sie sich auch Göttin des Krieges nennen. Dennoch führt sie ihr menschliches Dasein in London weiter, sehr zum Missfallen ihrer Schwester Strife.

Im ersten Band der neuen WONDER WOMAN-Serie legten Meredith und David Finch einen sensationellen und fulminanten Start hin. Da ist es fast schon logisch, dass der zweite Band die hochgesteckten Erwartungen nicht mehr erfüllen kann. Nichtsdestotrotz ist er erzählerisch und zeichnerisch brillant, obwohl das Ende der Hauptstory ziemlich abrupt daherkommt und ein, zwei Seiten mehr durchaus gerechtfertigt gewesen wären.

Vor allem Wonder Womans Zwiespalt zwischen ihrer Rolle als Göttin des Krieges und als Superheldin wird hier thematisiert.
Vor allem im Gespräch mit ihrer auch äußerlich sehr unterschiedlichen Schwester Strife, erlangt Diana Klarheit. Die Story ist alles andere als vorhersehbar und hat einige überraschende Wendungen in petto.
So wird beispielsweise die Handlung um Donna Troy nahtlos fortgesetzt, obwohl sie nicht darauf aus ist, sich an der Göttin des Krieges, die sie zu Fall gebracht hat, zu rächen. Stattdessen sucht sie nach Erlösung aus ihrem unsterblichen Dasein und findet etwas gänzlich anderes – nämlich Freundschaft, Zuwendung und Hilfsbereitschaft.
Nichtsdestotrotz ist die Story recht düster angelegt, wird aber immer wieder gekonnt durch trockenen Humor aufgelockert.
In der Bonusstory muss Wonder Woman verhindern, dass die Katzenfrau Cheetah den Edelstein stiehlt, der den Amazonen Unsterblichkeit verleiht. Diese Aufgabe stellt die Königin der Amazonen vor eine gänzlich neue Herausforderung.

Die Zeichnungen von David Finch sind echte Hingucker, insbesondere Donna Troys neues, freizügiges Outfit mit dem bauchfreien Top. Obwohl oder gerade weil es fast ausschließlich weibliche Protagonisten gibt, scheint die Serie gezielt ein männliches Publikum anzusprechen. Zumindest Wonder Woman erhält in diesem Band einen etwas züchtigeren und funktionaleren Dress.
Interessant und reizvoll an der Serie ist in erster Linie aber die gekonnte und sehr originelle Verquickung der griechischen Mythologie mit dem modernen Superhelden-Mythos.


Jagdtrip: Roman
Jagdtrip: Roman
von Jack Ketchum
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Ketchum in der Midlife-Crisis?, 4. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Jagdtrip: Roman (Taschenbuch)
Viel gibt es über diesen Roman von Jack Ketchum nicht zu sagen, der bereits aus dem Jahr 1987 stammt, jetzt aber erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Wie Ketchum schon in seinem Vorwort schreibt, hat er hiermit seinen Beitrag zum Thema Vietnam abgeliefert und wie eine Auftragsarbeit liest sich der Roman schlussendlich auch.
Handwerklich solide, flüssig und minimalistisch geschrieben, obwohl die Charaktere den Leser kaum zu erreichen vermögen. Abgesehen von Lee, dem Vietnam-Veteranen, der Opfer und Täter zugleich ist. Insbesondere die Wechsel zwischen seinen Flashbacks und dem Hier und Jetzt sind dem Autor glänzend gelungen. Dabei flackert die Intensität und Einfühlsamkeit jenes Jack Ketchum auf, der die Meisterwerke „Evil“, „Beutezeit“, „Blutrot“ und „Wahnsinn“ geschrieben hat.

Dass „Jagdtrip“ trotzdem nicht in derselben Liga spielt liegt vor allem an der Charakterisierung der Protagonisten Kelsey, Michelle und Caroline. Kelsey ist ein erfolgreicher Schriftsteller und notorischer Fremdgänger, wobei seine Frau Caroline allerdings von seinen Bedürfnissen weiß und diese sogar toleriert, denn das, was er braucht, kann sie ihm nicht geben. Kelseys neueste Eroberung ist die deutlich jüngere Bodybuilderin Michelle, die auch noch schwanger von ihm ist. Trotzdem verstehen sich die Frau hervorragend, so dass man sich unweigerlich fragt, welche geheimen Sehnsüchte der Autor hier verarbeitet hat. Möglicherweise dient der Roman auch der Bewältigung einer verfrühten Midlife-Crisis, denn als der Roman zum ersten Mal erschien war Ketchum gerade mal 39 Jahre alt.

Kelseys Freunde wirken da schon weitaus authentischer und lebendiger, ebenso wie der Vietnam-Veteran Lee und sein Hund Pawlow. Gerade in der Beschreibung Lees und dessen Schicksal legt Ketchum jene schonungslose Konsequenz an den Tag wie man sie von ihm gewohnt ist. Ganz im Gegensatz zu Kelsey und seinen beiden Grazien, für die man eigentlich nur ein verständnisloses Stirnrunzeln übrig hat.
Darüber hinaus benötigt der knapp 350 Seiten starke Roman über die Hälfte seines Umfangs, um in Fahrt zu kommen und am Ende geht dann alles wieder viel zu schnell, abgesehen davon, dass die Handlung für einen Ketchum-Roman erschreckend vorhersehbar verläuft.
„Jagdtrip“ ist Ketchums dritter Roman und entstand zwei Jahre vor dem Meisterwerk „Evil“, steht also nicht symptomatisch dafür, dass Ketchum die Ideen ausgegangen sind.


Gotham City Sirens: Bd. 2
Gotham City Sirens: Bd. 2
von Scott Lobdell
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Eine für alle und alle für eine - hier stimmt einfach alles, 4. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Gotham City Sirens: Bd. 2 (Broschiert)
Wow, diese Serie in drei dicken Bänden hat es wirklich in sich. Bereits der erste Teil konnte auf ganzer Linie überzeugen und sein Nachfolger steht dem in nichts nach. Wieder einmal ist Edward Nigma, alias Riddler, mit von der Partie und legt einen Auftritt hin, dass man sich förmlich eine eigene Serie mit ihm wünscht.

Doch auch als Gegenpart zu den Gotham City Sirens vermag er zu glänzen und ist die optimale Ergänzung zu den drei schlagfertigen Damen. Eigentlich gehören diese ja zu den Schurken, die Batman und Co mehr als einmal das Leben schwer gemacht haben. Aber wie so oft, so sind die vermeintlich Bösen auch hier viel interessanter. Das mag daran liegen, dass sie deutlich facettenreicher sind und ihre dunklen Seiten, die jeder von uns in sich trägt, eben viel offener ausleben. Und dabei sind Harley Quinn, Poison Ivy und Selina Kyle ja alles andere als durch und durch böse, sondern verfolgen lediglich eigene Ziele, die eben nicht immer mit dem Gesetz konform gehen. Nichtsdestotrotz besitzen die Gotham City Sirens einen eigenen Ehrenkodex und leben nach dem Prinzip der drei Musketiere: alle für einen und einer für alle.
Das wird umso deutlicher, als Poison Ivy nicht von ihrem neuen Job als leitende Wissenschaftlerin eines Pharmakonzerns zurückkehrt. Schließlich setzen Harley Quinn und Selina Kyle alles daran, ihre Freundin aus den Fängen einer teuflischen, außerirdischen Intelligenz zu befreien.

Wieder haben Tony Bedard, Peter Calloway und Paul Dini gut durchdachte, spannende und innovative Storys ausgeklügelt, die von Andres Guinaldo, Guillem March und Peter Nguyen sensationell in Szene gesetzt wurden. Der Band wirkt sehr homogen, ohne dass es zu großen stilistischen Brüchen kommt und auch inhatlich bauen die Geschichten aufeinander auf. Die Zeichnungen wirken überdies sehr authentisch und vor allem die drei Protagonistinnen wurden sehr sinnlich und sexy dargestellt, allerdings nicht so übertrieben lasziv wie im aktuellen Band 7 der Serie HARLEY QUINN.

Der steht ihr klassisches Harlekin-Kostüm immer noch am besten. Interessant ist dabei, dass sich Harley für ihre Einsätze bei den GOTHAM CITY SIRENS das Gesicht weiß schminkt, während es in ihrer Soloserie so dargestellt wird, dass sie wie der Joker komplett gebleicht wurde. So muss sie sich für ihren Job als Psychologin in einem Seniorenheim die Haut wieder rosig schminken. Erklärt wird diese Diskrepanz meines Wissens nach nirgends und muss vom Leser hingenommen werden.
Die Figuren werden so lebendig und sympathisch dargestellt, dass der Band eine regelrechte Sogwirkung entwickelt und man am Ende erstaunt ist wie schnell man die über 200 Seiten dicke Schwarte verschlungen hat. Obwohl die letzte Story konsequent endet, bleiben einige Handlungsstränge offen, so dass man ungeduldig auf den dritten und letzten Band der GOTHAM CITY SIRENS wartet.


Zufriedenheit: Wie man sie erreicht und warum sie lohnender ist als das flüchtige Glück (dtv premium)
Zufriedenheit: Wie man sie erreicht und warum sie lohnender ist als das flüchtige Glück (dtv premium)
von Christina Berndt
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wir eigentlich längst wissen, aber uns nie wirklich bewusst machen, 27. Juni 2016
In ihrem zweiten Sachbuch begibt sich Christina Berndt auf die Suche nach beständiger Zufriedenheit und erteilt dem flüchtigen Glück eine Abfuhr – und damit den mannigfaltigen Ratgebern, die uns suggerieren wollen, dass wir ewig auf der größten Welle reiten und auf Wolke Sieben schweben können, wenn wir nur richtig durchatmen, uns gesund ernähren und aufhören zu rauchen.

Gut, ganz so einfach ist es natürlich nicht und Zufriedenheit zu finden kann mitunter recht schwer sein. Doch warum können wir eigentlich nicht immer glücklich sein und müssen uns immer wieder damit abfinden, dass es im Leben Rückschläge gibt und nicht alles so läuft, wie wir uns das vorstellen?

Mit der Antwort auf diese Frage beginnt Christina Berndt ihr neues Buch, ehe sie den Leser zu einem Selbsttest einlädt, damit er herausfinden kann, wie zufrieden er eigentlich ist.

Erst danach wird „Die Wissenschaft der Zufriedenheit“ genauer ins Visier genommen und mit anschaulichen Beispielen erläutert. Rastlose, Hirndoper, Downshifter, Perfekte, Genügsame und Friedvolle begegnen dem Leser hier und zeigen ihm wie unterschiedlich und vielfältig sich Zufriedenheit anfühlen kann.

Am wichtigsten ist letztendlich natürlich die Frage „Wie man Zufriedenheit lernen kann“ und auch darauf hat die Autorin glücklicherweise die passende Antwort, für die man jedoch zunächst etwas tun muss. Nämlich einen jener Selbsttests, die wir alle so sehr lieben. Und gerade die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die hier herausgearbeitet wird, ist es doch, die uns unzufrieden macht oder eben auch nicht, wenn unser Leben bereits weitestgehend unseren Vorstellungen entspricht.

Die Einsichtigen, der Pfennigfuchser und die Unausgelastete stehen beispielhaft dafür wie man den Weg zur Zufriedenheit am besten finden kann. Was der Leser konkret dabei mitnehmen kann und welcher Zutaten es zum Zufriedensein bedarf, erläutet die Autorin am Ende des Buches.

Das Erstaunlichste an dem flüssig und unterhaltsam geschriebenen Buch ist jedoch, dass hier nur wenige wirkliche neue Erkenntnisse vermittelt werden. Stattdessen werden während der Lektüre jede Menge Aha-Erlebnisse ausgelöst, bei denen man unweigerlich denkt, dass man das doch eigentlich schon längst wusste, nur hat man es sich wohl nie so richtig bewusst gemacht. Und genau deshalb ist dieses Buch so wertvoll. Abgesehen davon, dass es sehr kurzweilig geschrieben ist und es schlicht und ergreifend Spaß macht, es zu lesen.


Heimweh
Heimweh
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Seichter, geradlinier Geistergrusel ohne überraschende Wendungen, 21. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Heimweh (Audio CD)
Zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass man von den Geisterjägern Alwyne und Colin Hargreaves im wahrsten Sinn des Wortes gehört hat. Nun endlich hat sich Per McGraup, alias Marc Gruppe, erneut zu einer klassischen Spukgeschichte inspirieren lassen. Auch der dritte Fall des Geisterjäger-Pärchens spielt in einem alten Hotel, in dem eine ruhelose Seele als Gespenst herumspukt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Hörspielen des Genres setzt das Label Titania Medien weniger auf pompöse Effektgewitter und brutale Splattereinlagen, sondern nutzt die Möglichkeiten des Mediums, um eine düstere Gruselatmosphäre zu schaffen. Knarrende Türen, ein Seufzen, unheilschwangere Klänge.
Doch genauso schnell wie sich endlose Action und brutale Gewalt abnutzen und rasch langweilig werden, so kann auch ein allzu stimmungsvolles Setting alsbald zum Spannungskiller werden.
Ein altes Gemäuer mit einem dunklen Geheimnis, ein schluchzender Geist – all das gab es im GRUSELKABINETT schon zu Hauf, nicht nur in den Werken von Per McGraup.

Dabei ist der Plot durchaus spannend und gut durchdacht, aber eben nicht innovativ genug, um aus der Masse der mittlerweile 109 Produktionen herauszustechen. Störend wirkt zudem der schleppende Beginn und das langgezogene Ende. Der Part von Tante Marylin sollte wohl etwas Humor in die Geschichte bringen oder Ursula Sieg eine Sprechrolle verschaffen, doch beide Anliegen werden nur unzureichend erfüllt.
Dagegen machen die Sprecher Stephanie Kellner, Benedikt Weber und die junge Clara Fischer wirklich einen ausgezeichneten Job, auch wenn gerade Pamela bisweilen sehr altklug für eine Fünfjährige klingt. Janina Sachau ist die optimale Besetzung für die geplagte Kate Morgan und mit Jürgen Thormann kann man besetzungstechnisch eigentlich nie etwas falsch machen, außer ihn einmal zu oft zu buchen.

In Punkto Sounddesign hält sich die Produktion vornehm zurück, ebenso was den Handlungsverlauf betrifft, denn vergebens wartet man auf die überraschende Wendung, die für den nötigen Adrenalinschub sorgt. Stattdessen plätschert die Story über eine Stunde lang seicht vor sich hin und am Ende hat man die Geschichte von Kate Morgan genauso schnell wieder vergessen. Schade, denn da wäre weitaus mehr drin gewesen.


Star Trek - The Next Generation 11: Das Licht der Fantasie
Star Trek - The Next Generation 11: Das Licht der Fantasie
von Jeffrey Lang
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Data-Fans, 5. Juni 2016
Der elfte Band von THE NEXT GENERATION schließt direkt an David Macks Trilogie „Kalte Berechnung“ an, obwohl chronologisch mehr als ein Jahr vergangen ist. Wer wissen will, was in der Zwischenzeit im Trek-Universum geschehen ist, sollte sich die großartige THE FALL-Saga zu Gemüte führen. Für das Verständnis des vorliegenden Romans ist deren Lektüre aber nicht zwingend notwendig. Jeffrey Langs Roman „Das Unsterblichkeitsprinzip“ und die oben erwähnte Trilogie umso mehr.
Dafür beinhaltet der vorliegende Band einfach zu viele Anspielungen und Querverweise, als das „Das Licht der Fantasie“ für sich stehen könnte, was allerdings auch nicht in der Absicht des Autors gelegen haben dürfte.

Langs Werke ergänzen sich dafür umso fabelhafter mit Macks Trilogie und eigentlich ist es schade, dass „Das Unsterblichkeitsprinzip“ nicht von Cross Cult neu aufgelegt wurde, ist aber dank des Heyne Verlags zumindest als deutschsprachiges Ebook erhältlich.
Captain Jean-Luc Picard, Commander Worf und die U.S.S. Enterprise haben in diesem Roman übrigens bestenfalls Cameoauftritte, denn im Prinzip handelt es sich um eine reine Data und LaForge-Geschichte.
Es ist durchaus sinnvoll, diesen Roman direkt im Anschluss an die Trilogie von David Mack zu lesen, denn natürlich möchte man wissen, wie es mit dem lange totgeglaubten Androiden Data und seiner Tochter Lal, die man noch aus seligen TV-Serien-Zeiten her kennt, weitergeht. Umso mehr, da sich Data ja entschlossen hat, der Sternenflotte den Rücken zu kehren. Wie und wo er mit Lal sein neues Leben führt, inwieweit sich Data weiterentwickelt hat und was dies für seine Freundschaft mit Geordie bedeutet, all dies kann man endlich in diesem Roman nachlesen.
Durften Autoren früher keinerlei Entwicklungsarbeit hinsichtlich der Charaktere leisten, so bekommt man das Gefühl, dass durch die Aufhebung dieser Regel förmlich ein Damm gebrochen ist, denn mit dem Data, den wir aus der Fernsehserie kennen, hat der Protagonist des vorliegenden Romans nur noch sehr wenig gemein, und das liegt auch in der Absicht des Verfassers und ist überdies eine logische Konsequenz von Datas Werdegang.

Durch die Emotionen, die er nun durchleben muss, ob er nun will oder nicht, erfährt er, was es heißt Vater zu sein und um sein Kind kämpfen zu müssen.
Lal ist vielleicht noch am ehesten mit der Figur vergleichbar, die der geneigte Trekkie aus der Folge „Datas Nachkomme“ kennt.
Darüber hinaus gibt es ein Wiederlesen mit jeder Menge bekannter STAR TREK-Charaktere, von den oben erwähnten TNG-Figuren einmal abgesehen. Lt. Reginald Barclay ist ebenso vertreten wie Dr. Leah Brahms und Vic Fontaine. Doch am überraschendsten ist wohl der Gastauftritt von (ACHTUNG SPOILER!) Harcourt Fenton Mudd und des weiblichen Androiden Alice aus der TOS-Episode „Der dressierte Herrscher“.
Dadurch bekommt der Leser den Eindruck vermittelt, es wirklich mit einem großen, ganzen Universum zu tun zu haben, in dem sämtliche Ereignisse irgendwie in einem Zusammenhang zu stehen scheinen. Nur wer eigentlich dieser Albert Lee sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das Ganze wird von Lang stilistisch ausgefeilt und spannend erzählt. Obwohl es so gut keine Action gibt, überzeugt der Roman durch die Interaktion der Charaktere, ihre Motive und die Beschreibung ihrer Emotionen.

Eine wirklich außergewöhnliche STAR TREK-Geschichte, die vermutlich nur als Roman so gut funktioniert und als Film oder Fernsehfolge ziemlich langweilig wäre.


Schock - Hammer Edition 11 [Blu-ray]
Schock - Hammer Edition 11 [Blu-ray]
DVD ~ Brian Donlevy
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 26,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Science-Fiction-Horror-Klassiker des britischen Kinos, 31. Mai 2016
Es hat durchaus Methode, dass die nächsten zehn Titel der HAMMER-Bluray-Edition ebenfalls mit einem Quatermass-Film eingeläutet werden. Hat man sich für die erste Folge noch den farbenfrohen dritten Teil der Trilogie vorgeknöpft, so kommt der geneigte Zuschauer dieses Mal in den Genuss eines echten Klassikers, nämlich des ersten Teils aus dem Jahr 1955, der nicht nur eine Welle klassischer Horrorfilme aus den HAMMER-Studios lostrat, sondern auch für das Science-Fiction-Kino maßgebend war.
Nicht umsonst ist auf dem Klappentext der Hülle von einer Monstrosität die Rede, „wie sie die Phantasie eines H. P. Lovecraft nicht schrecklicher hätte ersinnen können“.

Und das was am Ende aus Victor Carroon wird, erinnert sicherlich nicht ohne Grund an den „Blob – Schrecken ohne Namen“, der drei Jahre später die Kinoleinwände unsicher machte und einem Schauspieler namens Steve McQueen den Weg ebnete.
„Schock – The Quatermass Xperiment“ indes basiert auf einer britischen Fernsehserie von Nigel Kneale, der mit dem Endprodukt angeblich nie so recht zufrieden war. Eigentlich unverständlich, wenn man sich den Film als unbedarfter Laie, Filmliebhaber und Horrorfan anguckt, denn er spielt gekonnt mit der Angst vor dem Unbekannten und der Furcht, von einer fremden Macht, die in diesem Fall aus den Weiten des Universums zu uns kommt, verändert zu werden.

Hätte ich den Film ohne das Hintergrundwissen, dass er aus den britischen HAMMER-Studios stammt, gesehen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass jene Produktionsfirma dafür verantwortlich war, die so wundervolle Gothic-Horror-Perlen wie „Dracula“, „Der Hund von Baskerville“ oder „Frankensteins Fluch“ hervorgebracht hat.
Hier ist noch nichts von den liebevollen Kulissendörfern und Kostüm-Paraden, sowie den klassischen Gruselgeschichten, die so farbenfroh zum Leben erweckt wurden, zu sehen.
Dafür überrascht der Film mit einem düsteren Science-Fiction-Setting, wie es für die 50er Jahre typisch ist. Dass der Streifen in Schwarz-Weiß gedreht wurde, trägt zum großen Teil zu der düsteren Atmosphäre bei und kaschiert außerdem die billige Monster-Attrappe, die im Finale in der Westminster Abbey zu sehen ist.

Bemerkenswert ist schon hier, mit welcher Ernsthaftigkeit und Seriosität die Schauspieler ihre Rollen ausfüllen. Obwohl sie heute kaum noch jemand kennt, haben Brian Donlevy als Bernard Quatermass, Jack Warner als Inspektor Lomax und Richard Wordsworth als Victor Carrroon sensationelle Arbeit geleistet. Vor allem Letzterem gelingt es durch sein intensives Mienenspiel eine empathische Bindung zum Zuschauer aufzubauen, der regelrecht mit dem armen Mann mitleidet, im Laufe der Handlung aber mehr und mehr auf Distanz zu ihm geht, je weiter er sich in das grauenhafte Ungeheuer verwandelt, das am Ende seine ganze Menschlichkeit einbüßt.
Und wem läuft keine Gänsehaut über den Rücken, wenn Donlevy am Ende mit zielstrebigen Schritten die Westminster Abbey verlässt und alle Menschen ignoriert, die ihn ansprechen, bis auf seinen Assistenten, dem er zu verstehen gibt, dass das nächte Experiment bereits auf sie wartet?

Quatermass ist beileibe nicht der tpyische Strahlemann-Held, sondern eine fast schon tragische Figur mit Charakterzügen, die man auch von dem fanatischen Viktor Frankenstein kennt. Wie dieser, so lebt auch Quatermass für seine Forschungen und weiß als Mann der Wissenschaft, dass für den Fortschritt Opfer gebracht werden müssen.
Dadurch mag er an der einen oder anderen Stelle Sympathien einbüßen, wirkt aber insgesamt sehr viel authentische und realer.
Alles in allem ein äußerst sehenswerter Film, der auch heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Lediglich die deutsche Synchronfassung ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn dort wird aus Professor Quatermass, kurzerhand Chefingenieur Brown.
Die Bildqualität ist sensationell, vor allem in Anbetracht dessen, dass der Streifen schon mehr als sechzig Jahre auf dem Buckel hat.

Darüber hinaus ist die Bluray vollgepackt mit Bonusmaterial: Interviews, Bildergalerien, Trailer, dem obligatorischen Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen und dieses Mal sogar mit der deutschsprachigen Comic-Adaption.


Harley Quinn: Bd. 7: Ein irrer Road Trip
Harley Quinn: Bd. 7: Ein irrer Road Trip
von Jimmy Palmiotti
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Absolut irre, unkonventionell und impulsiv, 31. Mai 2016
Harley Quinn vs. Popeye könnte man diesen Band auch betiteln, obwohl das natürlich nicht möglich ist, denn noch besitzt DC nicht die Rechte an dem Seemann, den Elzie Crisler Segar im Jahr 1929 erschaffen hat. Aber Käpt'n Horatio Strong wurde nicht extra für Harleys verrückte Abenteuer kreiert, sondern hat ebenfalls schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, denn der Comicautor Cary Bates hat sich schon 1972 die Frage gestellt, wer wohl der Stärkere ist: Superman oder Popeye.
Im vorliegenden Band sorgt er für allerlei Turbulenzen und schüttelt Harleys Harley-Gang gehörig durcheinander, so dass die Chefin selbst für Ordnung sorgen muss.
Chad Hardin und Jed Dougherty haben sich für den Band wieder mächtig ins Zeug gelegt und sehr detailverliebte Bilder geschaffen. Natürlich lässt es sich Harley Quinn nicht nehmen, selbst einmal vom mutierten Seetang zu naschen und heraus kommt ein Trip, der schriller kaum sein könnte. Weil die Soloabenteuer von Harley Quinn so gut ankommen, gibt es auch in dieser Geschichte einen Cliffhanger, der die Spannung auf Band 8 erhöht.

Nicht weniger verrückt ist die in sich abgeschlossene Bonusstory „Ein irrer Road Trip“, in dem die Gotham City Sirens wieder vereint sind, damit Harley den letzten Willen ihres verstorbenen Lieblingsonkels Louie erfüllen kann.
Das Artwork ist merklich anders, als in den fortlaufenden Hauptstorys und der Fokus ist deutlich auf die weiblichen Rundungen der Protagonistinnen gerichtet. Das wirkt bereits auf der ersten Seite reichlich übertrieben, weil Harley Quinn, Poison Ivy und Selena Kyle wie überzeichnete Sex-Püppchen mit Model-Maßen aussehen und diese vor allem auf den ersten Seiten in jeder erdenklichen Position mit möglichst knapper Bekleidung gezeigt werden müssen.
Das übertrieben girliehafte Rekeln ist schlicht und ergreifend enervierend, ebenso wie das ständige Friends-Forever-Gerede.
Zum Glück haben sich die Autoren von der aufdringlichen Freizügigkeit nicht ablenken lassen und so punktet die Story vor allem durch die witzigen, hervorragend aufeinander abgestimmten Dialoge, reichlich Situationskomik und am Ende wird es sogar ein wenig emotional.

Als Bonus gibt es eine Leseprobe der neuen Serie SECTION EIGHT, die meinen Geschmack aber überhaupt nicht trifft.


Batman of the Future: Bd. 1: Düstere Zukunft
Batman of the Future: Bd. 1: Düstere Zukunft
von Dan Jurgens
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packende Endzeit-Action in beeindruckenden Bildern, 29. Mai 2016
Mit diesem Band erlebt das Comic-Event FUTURES END nicht nur seine Fotzsetzung, sondern auch das lange überfällige Finale. Dass es zugleich den ersten Band der neuen Serie BATMAN OF THE FUTURE markiert ist sicherlich kein bloßer Zufall und hat bestimmt marktwirtschaftliche Gründe. Nichtsdestrotrotz ist es schön zu sehen, dass der Leser nicht gänzlich in der Luft hängen gelassen wird, sondern die Gelegenheit bekommt, miterleben zu können wie es mit Tim Drake und Brother Eye weitergeht. Und da das Schicksal von Tim Drake im Jahr 2050 der einzige Handlungsstrang aus FUTURES END ist, der es ins Finale geschafft hat, ist es der perfekte Auftakt für die neue Serie, die eigentlich auf einer Zeichentrickserie basiert, die Ende der 90er Jahre auch hierzulande ausgestrahlt wurde.
Dank Brother Eye ist von dem Setting der damaligen Serie nicht mehr viel übrig geblieben, doch immerhin gibt es mit den Jokerz und Inque zwei wiederkehrende Antagonisten des Batman of the Future, die nicht nur Terry McGinnis das Leben schwer gemacht haben, sondern jetzt auch Tim Drake.
Das Tempo der Geschichte ist enorm hoch, strotzt geradezu vor Action und setzt damit die Tradition von FUTURES END kongenial fort. Dabei erinnert das Setting sicherlich nicht zufällig an die TERMINATOR-Filme, wobei vor allem die Superman- und Wonder Woman-Cyborgs sehr beeindruckend in Szene gesetzt wurden.

Da Story und Zeichnungen dieses Mal komplett in der Hand dreier einzelner Männer lagen, nämlich Dan Jurgens (Autor), Bernard Chang (Zeichnungen) und Marcelo Maiolo (Farben), wirkt der Band ingesamt sehr stimmung und wie aus einem Guss. Das Konterfei der Charaktere besitzt einen hohen Wiedererkennungswert und vor allem die Mimik ist Chang glänzend gelungen. Trotz der 140 Seiten Umfang vermisst man allerdings ein paar ruhige Passagen, in denen der Held mal durchatmen kann, um seine Lage zu reflektieren. So wirkt die Story bisweilen sehr gehetzt, was dem hervorragenden Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch tut. Die Zeichnungen sind auch in den kleinen Panels äußerst liebevoll und detailliert und die Actionszenen und Kämpfe alle prima nachzuvollziehen.

Vielleicht nicht gerade die perfekte Lektüre für Batman-Puristen und Vintage-Freaks, aber dafür das optimale Lesevergnügen für Liebhaber düsterer Endzeit-Action.


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