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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Das Letzte Kommando-Teil 5:In der Gewalt des dunklen Jedi
Das Letzte Kommando-Teil 5:In der Gewalt des dunklen Jedi
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Kongenialer Abschluss eines fulminanten Hörspielprojektes, 20. September 2014
Dies ist also die langersehnte letzte Folge der großartigen THRAWN-Trilogie aus der Feder von Timothy Zahn, der offiziellen Fortsetzung der Filme von George Lucas. Viel kann man in der Inhaltsangabe nicht schreiben, ohne zu viel zu verraten. Darüber hinaus haben die einzelnen Figuren in den letzten Episoden ihre Ausgangspositionen erreicht, so dass sich jetzt alles auf die finalen Schlachten konzentrieren kann. Oliver Döring kann die Qualität der vorangegangenen Hörspiele mühelos halten und was den Hörer erwartet ist eine konsequente Fortsetzung mit einem ebenso schlüssigen, wie dramatischen Finale. Dank der Original-Soundeffekte aus den Filmen und dem Soundtrack von John Williams läuft im Kopf des Hörers ein regelrechter Blockbuster ab. Dazu tragen natürlich auch die vielen professionellen Sprecher bei, von denen einige bereits bei der Synchronisation der älteren Filme mit dabei waren. Neben Hans-Georg Panczak (Luke Skywalker), Wolfgang Pampel (Han Solo), Susanna Bonasewicz (Leia Organa Solo) und Joachim Tennstedt (C3-PO), sind es vor allen Dingen Thomas Nero Wolff als Großadmiral Thrawn, Jürgen Thormann in der Rolle des Joruus C'Baoth, Erich Ludwig als Captain Pallaeon, Bernd Vollbrecht als Wedge Antilles und natürlich Marion von Stengel in der Rolle der Mara Jade, die letztendlich für den Erfolg des Hörspiels verantwortlich zu machen sind. Möglich wurde das jedoch in erster Linie durch Oliver Döring, der es nicht nur verstanden hat die Sprecher als Regisseur hervorragend anzuleiten, sondern auch als Drehbuchautor den Roman von Timothy Zahn als kongeniales Hörspielskript zu adaptieren. Herausgekommen ist ein gigantisches Mammutprojekt in Form eines dreiteiligen Hörspiels, verteilt auf 14 Folgen. Auch wenn es eine gerne und oft verwendete Phrase von Rezensenten ist, bleibt mir nichts anderes übrig als noch einmal zu betonen, dass die THRAWN-Trilogie von Imaga ein absolutes Muss für alle STAR WARS-Fans ist. Falls J.J. Abrams seinen Job mit Episode VII nicht ordentlich macht, könnte es schon bald sein, dass Oliver Döring auf dem Regie-Stuhl sitzt. Dass er die Materie beherrscht, hat er mit der THRAWN-Trilogie bewiesen. Bemängeln könnte man an dieser Stelle vielleicht noch, dass das Ende recht abrupt daherkommt und man außer dem abschließenden Gespräch zwischen Luke Skywalker und Mara Jade nur wenig über die restlichen Protagonisten erfährt. Bleibt also zu hoffen, dass es bald mit neuen STAR WARS-Hörspielen von Imaga weitergeht.


Folge 10: Pinocchio
Folge 10: Pinocchio
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Werkgetreue Inszenierung eines Kinderbuchklassikers, 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Folge 10: Pinocchio (MP3-Download)
Inhalt:
Der Tischlermeister Geppetto hat beschlossen sich einen kleinen Hampelmann zu schnitzen und sucht daher bei Meister Antonio nach dem passenden Stück Holz. Der ist nur allzu froh eines loszuwerden, dass nur herum zetert sobald man ihm mit Säge und Hobel zu Leibe rückt. Zu Hause macht sich Geppetto sogleich ans Werk und herauskommt der vorlaute Bengel Pinocchio, der zum Erstaunen seines Schöpfers tatsächlich zum Leben erwacht. Dabei hat er seine Bemerkung gegenüber Meister Antonio, dass er sich einen Buben schnitzen will, den er zur Schule schicken und mit dem er später die Welt bereisen kann, doch eher als Scherz gemeint. Aber Pinocchio hat alles andere im Sinn als zur Schule zu gehen. Noch auf dem Weg dorthin landet er in einem Puppentheater, wo er sogleich an einer Aufführung teilnimmt und fünf Goldstücke verdient. Das Geld zieht bald die Aufmerksamkeit von zwielichtigem Gesindel auf sich, doch zum Glück macht der Holzbub die Bekanntschaft einer Fee, die es gut mit ihm meint. Geppetto macht sich derweil aber fürchterliche Sorgen um Pinocchio und sucht den hölzernen Frechdachs aus unerfindlichen Gründen auf dem Meer, wo er von einem riesigen Hai verschluckt wird. Jetzt plagt Pinoccio doch das schlechte Gewissen und er macht sich auf den Weg, um sein Väterchen zu retten ...

Meinung:
Jedes Jahr im September beschert Titania Medien den Hörspielfans ein besonderes Schmankerl in Form einer neuen Folge der beliebten Kinder- und Familien-Reihe TITANIA SPECIAL. Dieses Mal haben sich Marc Gruppe und Stephan Bosenius dem Klassiker „Pinocchio“ gewidmet, der kleinen rotzfrechen Holzgöre, die alles besser weiß und lügt bis sich die Balken biegen, beziehungsweise der hölzerne Zinken wächst. Die Geschichte kennt wohl jeder, ebenso wie Pinocchios Wunsch ein echter Junge aus Fleisch und Blut zu werden.
Dass es in der Geschichte aber um viel mehr geht, gewissermaßen um die eigene Persönlichkeitsentwicklung und die Übernahme von Verantwortung, zeigt die werkgetreue Vertonung von Titania Medien. Mit Dirk Petrick wurde zudem ein kongenialer Sprecher gefunden, der die vorwitzige Holzpuppe vortrefflich zu spielen versteht. Obwohl die Pseudo-Göre Pinocchio einem im Laufe der Handlung auch gehörig auf den Wecker zu gehen pflegt. Knapp 80 Minuten Laufzeit ist für ein Hörspiel wahrlich nicht wenig, vor allem wenn es auf ein junges Publikum abzielt. Mit Reinhilt Schneider, Kathrin Ackermann, Johannes Steck, Manfred Lehmann, Hasso Zorn, Gudo Hoegel und vielen weiteren namhaften SchauspielerInnen ist das Hörspiel darüber hinaus aber toll besetzt. Allein die Darstellung der Gauner Fuchs und Kater durch Dirk Voßberg-Vanmarcke und Knut Vanmarcke, besser bekannt als Familie Malente, ist hörenswert. Auch in Sachen Musik und Geräusche vermag diese Adaption zu überzeugen. Insgesamt also ein weiteres liebenswertes Familien-Stück aus einer der erfolgreichsten Hörspielschmieden Deutschlands.


Sherlock Holmes, Folge 14: Eine Frage der Identität
Sherlock Holmes, Folge 14: Eine Frage der Identität
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Werkgetreu und großartig besetzt, 18. September 2014
Der dritte Fall aus der Geschichtensammlung „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ gehört zu den interessantesten Rätseln des Meisterdetektivs, was vor allem dem Umstand geschuldet ist, dass Holmes das Problem gewissermaßen im Sessel sitzend löst. Marc Gruppe hielt sich dicht an die literarische Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle, sogar bis ins Detail, wie der Dialog zu Beginn der Folge zwischen Holmes und Watson zeigt. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt leisten als Ermittlerduo glänzende Arbeit, obwohl Watsons Part in diesem Fall lediglich dazu dient, dass Holmes einmal mehr seine Methoden erläutern darf. Außerdem fungiert der gute Doktor natürlich auch dieses Mal als Erzähler. Ebenfalls hervorragend besetzt ist die Rolle der Mary Sutherland durch Solveig Duda, die die schüchterne Schreibkraft sehr authentisch darstellt. Dies sind zugleich auch die drei wichtigsten Figuren des Stückes, das bis auf die Erzählungen der jungen Frau ausschließlich in den Räumlichkeiten der Baker Street spielt. Wenig glücklich ist die Entscheidung gewesen Mary Sutherlands Bericht als Spielszene zu gestalten. Aufmerksame Hörer werden dadurch nur allzu schnell des Aha-Effektes beraubt werden und haben dadurch einen entscheidenden Informationsvorsprung vor Sherlock Holmes. Andererseits wäre die Folge erheblich kürzer ausgefallen, wenn Mary Sutherland ihr Problem lediglich erzählt hätte. Mit knapp 52 Minuten Laufzeit gehört das Hörspiel ohnehin zu den kürzeren Episoden. Allerdings ist es auch nicht unbedingt notwendig einzelne Fälle unnötig in die Länge zu ziehen. Immerhin sind bereits vier Fälle auf einer Doppel-CD veröffentlicht worden. Wobei an dieser Stelle richtig gestellt werden muss, dass „Eine Frage der Identität“ nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Nur die Spielszenen, in denen Hosmer Angel persönlich zu hören ist, könnten dem einen oder anderen Hörer die Lösung des Rätsels vorwegnehmen. Produktionstechnisch gibt es an dem Hörspiel indes nichts auszusetzen. Das Kaminfeuer knistert munter vor sich hin und die Kutsche klappert durch eine belebte Stadtatmosphäre. Die Musik ist unauffällig und bleibt stets leise im Hintergrund. Lediglich die Inszenierung des Balls ist etwas pompöser ausgefallen.


Herzgrab: Thriller
Herzgrab: Thriller
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was der Autor seinen Protagonisten hier antut ist wirklich böse und erschreckend, 17. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Herzgrab: Thriller (Kindle Edition)
„Herzgrab“ ist bereits der dritte Thriller aus der Feder von Andreas Gruber im Goldmann Verlag und sein siebter Roman insgesamt, von denen drei im Festa Verlag und einer im BLITZ Verlag erschienen sind. Obwohl sich die Geschichte von Elena und Peter wie eine Fortsetzung liest, handelt es sich um einen Einzelroman ohne Bezüge zu früheren Werken des Autors. Der beweist auf über 540 Seiten einmal mehr sein großartiges erzählerisches Talent. Lebensnahe, sympathische Figuren, eine spannende und vor allen Dingen schlüssige Handlung, sowie jede Menge Aha-Effekte und ein beklemmender Plot sind die Markenzeichen der Geschichten des in Wien ansässigen Schriftstellers. Hierzulande sind Grubers Romane leider immer noch ein Geheimtipp, obwohl sie mittlerweile auch schon in den Auslagen der großen Buchhandlungen zu finden sind. Dabei braucht sich „Herzgrab“ gewiss nicht hinter den Bestsellern eines Sebastian Fitzek oder Andreas Franz zu verstecken. Im Gegenteil, denn Gruber vermeidet gekonnt Wiederholungen und Stereotypen. Gewiss, die Konstellation zwischen Elena, ihrer Schwester Lisa, Peter und Dino wirkt auf den ersten Blick ein wenig konstruiert, doch allzu oft schlägt das echte Leben ja tatsächlich solche Kapriolen. Im Laufe der Handlung wird es zwar durchaus gruselig und auch ein wenig brutal, doch im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen vermeidet Gruber übertriebene Gewaltdarstellungen und blutige Details, die dem reinen Selbstzweck dienen. Wie gut der Autor sein Handwerk beherrscht, merkt man bereits daran, dass dem Leser auf den 540 Seiten kein einziges Mal langweilig wird. Einziges Manko ist (ACHTUNG SPOILER!) in meinen Augen lediglich das übertrieben zuckersüße Happy-End, aber das ist ja bekanntlich reine Geschmackssache.


Macabros - Die fliegenden Särge von Rha'loshem (Macabros (Neue Romane))
Macabros - Die fliegenden Särge von Rha'loshem (Macabros (Neue Romane))
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kongenialer Abschluss einer ebenso facettenreichen wie großartigen Fantasy-Saga, 17. September 2014
Mit Erscheinen dieses Bandes ist nun leider offiziell bekannt gegeben worden, dass die Serie DAN SHOCKER'S MACABROS eingestellt wird. „Die fliegenden Särge von Rha'loshem“ bilden das letzte große Abenteuer von Björn Hellmark, respektive seines Alter Ego Macabros. Damit endet die große Fantasy-Saga von Dan Shocker bereits zum zweiten Mal, jetzt allerdings schon nach 26 Abenteuern, wenn man die Geschichten einzeln zählt, denn in den Büchern sind jeweils zwei Storys in Heftromanlänge veröffentlicht worden. Die Ankündigung, dass es eventuell im BLITZ-Verlag weitergehen könnte, ist zunächst nur ein schwacher Trost, denn bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zumal es einer solchen Serie auch nicht gerade zuträglich ist, wenn man auf die Fortsetzung ein Jahr warten muss. So lange ist es nämlich her, dass Band 12 erschienen ist, und mit gerade einmal 200 Seiten Umfang, sind die Taschenbücher ohnehin nicht besonders lang. Glücklicherweise wird man im Rückblick auf Seite 13 wieder kurz ins Bild gesetzt.

Viel Vorgeplänkel muss der Leser auch nicht über sich ergehen lassen. Es geht sogleich in die Vollen, und das durchaus im traditionellen Shocker-Stil. Die letzten beiden Storys werden flüssig und sehr rasant erzählt und der Fan der ersten Stunde muss auch nicht befürchten, dass sich die Ereignisse wiederholen, denn obwohl die Zeitlinie von vorne beginnt, nimmt das Schicksal einen etwas anderen Verlauf. Ein wenig schade ist jedoch, dass man von den anderen Marlos-Bewohnern wie Pepe, Whiss oder auch Richard Patrick nichts mehr liest und hört. Der Abschlussband dreht sich einzig und allein um die Dämonengöttinnen, Macabros und Rani Mahay. Immerhin ist auch Molochos wieder mit von der Partie. Ebenso wie Konaki, der Monstermacher, und Kiuna Macgullygosh. Der Leser bekommt kaum Gelegenheit zum Luftholen, so rasch wird die Handlung vorangetrieben, die nicht nur neue Erkenntnisse in Bezug auf die Herkunft von Rha-Ta-N'My zu bieten hat, sondern darüber hinaus auch einen kleinen nostalgischen Ausflug zu den Anfängen der Serie darstellt. Damit schließt sich der Kreis vorerst und man muss den Autoren wirklich Respekt zollen,wie gut es ihnen gelungen ist, die Serie abzuschließen, zugleich aber auch eine Hintertür für eine erneute Fortsetzung offen gelassen zu haben. In welcher Form auch immer.

Die neuen Abenteuer auf Itaron, um Rha-Ta-N'Mys Erbe, Mascadas Aufstieg und die Hierarchie des Grauens haben jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und dafür sei den Autoren, an erster Stelle Christian Montillon, hiermit ganz herzlich gedankt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2014 10:17 PM MEST


Der Schädelthron
Der Schädelthron
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stimmungsvolle Fortsetzung der Strigen-Handlung aus den Folgen 89 und 92, 16. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Schädelthron (Audio CD)
Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Eben noch in Rumänien, verschlägt es den Geisterjäger und die Mordliga nach Norwegen, auf die Lofoten. Obwohl die roten Vampire ebenfalls mit von der Partie sind, liegt der Schwerpunkt dieser Folge allerdings auf den Strigen. Damit bildet die Episode die unmittelbare Fortsetzung der Folge 89 „In den Krallen der roten Vampire“ und der Folge 92 „Satans-Eulen“. In letzterer hat auch Strigus seinen ersten Auftritt und es ist sicherlich nicht zu viel verraten, wenn ich schreibe, dass er auch dieses Mal mit von der Partie ist, wieder einmal fabelhaft gespielt von Wolf Frass, trotz der elektronischen Verzerrung.

Im Großen und Ganzen hat sich Dennis Ehrhardt an die literarische Vorlage von Jason Dark gehalten, auch wenn Suko Anfangs bei den Conollys nicht mit dabei ist, und umgekehrt Bill Conolly im Hörspiel nicht mit auf die Lofoten reisen darf. Übrigens ein weiterer Pluspunkt der Strigen-Handlung, denn bislang hat es John Sinclair in den Hörspielen noch nicht nach Skandinavien verschlagen. Die Lofoten bieten somit ein interessantes Setting, das auditiv durch verharschten Schnee und die stimmungsvolle Introszene mit dem Holzfäller Jonas Brendboe umgesetzt wurde. Der Kampf gegen die Strigen gestaltet sich erneut sehr actionreich, ebenso wie die Scharmützel mit der Mordliga. Lady X verfolgt weiterhin ihren großen, geheimen Plan, obwohl Vampiro-del-mar immer häufiger dazwischenfunkt. Hier leisten Katrin Fröhlich und Helmut Krauss wieder exzellente Arbeit, ebenso wie Udo Schenk, der in dieser Folge als Xorron ebenfalls mit von der Partie ist. Allerdings ist es doch unwahrscheinlich, dass ein Monster wie Xorron von Unbeteiligten, in diesem Fall Merle Nerhus, nicht als Dämon wahrgenommen wird, sondern als hilfsbedürftiger Mensch. Sein Erscheinungsbild ist jedoch alles andere als gewöhnlich: überdurchschnittliche Größe, milchig weiße Haut, durch die das grüne Knochenskelett schimmert, und schlitzförmige Sinnesorgane. Natürlich würde man nicht sofort an Dämonen glauben, aber trotzdem wäre ein gewisses befremdliches Verhalten wahrscheinlich. Der Part von Merle Nerhus kommt im Roman übrigens ebenfalls nicht vor. Der dramatische Kampf zwischen den roten Vampiren und den Strigen hingegen schon. Wer sich fragt, welche Funktion die Blutsauger überhaupt in der Serie hatten, der findet die Antwort in dem gespannten Verhältnis zwischen Lady X und Vampiro-del-mar, das immer ambivalenter und unberechenbarer wird. Wie es indes mit Strigus weitergeht, steht allerdings in den Sternen, denn nach dieser Geschichte fristeten die Bluteulen in der Romanserie ein eher stiefmütterliches Schattendasein. Es wäre zumindest schön, wenn man als Hörer nicht so lange auf ein Wiederhören mit Strigus warten müsste, wie seinerzeit die Leser. „Der Schädelthron“ erschien nämlich als Band 247 der Heftromanserie im Jahr 1983. Seinen nächsten Auftritt hatte Strigus erst in Band 495, beinahe fünf Jahre später.

Musikalisch wird das Szenario mit bekannten Stücken untermalt, die die unheimliche Atmosphäre vortrefflich begleiten. Frank Glaubrecht und Martin May sind wieder voll in ihrem Element. Ebenso wie Alexandra Lange, die sich als Sprecherin gut in das neue Serienkonzept eingefügt hat. Ein Vergnügen ist es auch Flemming Draeger in der Rolle des Johnny Conolly zu lauschen. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass weder John Sinclair und Suko, noch Lady X oder Vampiro-del-mar die Geschehnisse in Rumänien aus der letzten Folge erwähnen. Wer jedoch wissen will, was es mit dem titelgebenden Schädelthron eigentlich auf sich hat, sollte sich die Folge schnellstmöglich zu Gemüte führen. Es lohnt sich.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 18, 2014 2:58 PM MEST


John Sinclair - Folge 1887: Wenn dich die Hexe holt ...
John Sinclair - Folge 1887: Wenn dich die Hexe holt ...
Preis: EUR 1,49

3.0 von 5 Sternen Der Geisterjäger tut sich etwas schwer gegen eine gewöhnliche Hexe, 15. September 2014
Mit diesem Roman stößt nun auch Christian Schwarz zum neuen Sinclair-Autoren-Team hinzu und präsentiert eine interessante Hexen-Rache-Geschichte. Nicht gerade die Neuerfindung des Rades, aber für die wöchentliche Gruseldosis reicht es allemal. Immerhin hat sich Christian Schwarz Mühe gegeben den Serienhelden und seine Freundin Jane Collins werkgetreu zu beschreiben.

Allerdings liest sich der Roman wie eines der frühen Werke aus den ersten 200 Bänden. John Sinclair bezeichnet seinen Chef nämlich schon lange nicht mehr despektierlich als magenkranken Pavian, und dass er ausgerechnet von Mr. Mondo und dem Todesnebel träumt, nur weil ihm die Waffen gestohlen wurden, ist ebenfalls unwahrscheinlich. Apropos Waffen. Um dem Geisterjäger das Leben so schwer wie möglich zu machen, lässt er diese gleich zu Beginn stehlen. Gute Idee, nur unglaubwürdig umgesetzt, denn John Sinclair würde zum einen seine Waffen nicht direkt auf dem Bett platzieren und zumindest das Kreuz auch mit unter die Dusche nehmen. Doch der größte Fauxpas ist der plötzlich wieder aufgetauchte Bumerang. Wo hat John den denn wieder her? Bei der Rückkehr des Schwarzen Tods, hat er eindeutig gesagt, dass ihm die Waffe nicht mehr zur Verfügung stünde. Zwar wurde sie offiziell nie vernichtet, dennoch müsste man jetzt eine gute Erklärung parat haben, wenn sie plötzlich wieder da ist. Mit dem lapidaren Hinweis, ob John in Wales Asmodis oder Matthias, den alten Engelfresser, erledigen soll, will der Autor noch etwas internes Wissen einfließen lassen. Nett gemeint, doch wenn er schon seine Gegner aufzählt, dann hätte er auch Assunga und Lilith erwähnen müssen, nachdem er erfahren hat, dass es um eine Hexe geht. Immerhin erinnert er sich an Wikka, auch wenn die Vermutung, dass diese einen Klon von Jane Collins angefertigt habe, nicht ganz ernst gemeint ist. ACHTUNG SPOILER. Dafür ist der Umstand, dass die Hexe Shyleen frappierende Ähnlichkeit mit Jane Collins besitzt, sehr originell und es wäre wirklich schön, wenn da noch was nachkäme. Etwas gewöhnungsbedürftig ist jedoch, dass sich, ähnlich wie bei Michael Breuers Sinclair-Debüt, eine herkömmliche Hexe als wahre Supergegnerin entpuppt. Mit solchen Geschützen hätte die Hölle schon längst siegen müssen. Das ständige Rezitieren von Bannsprüchen und der ominösen Sator-Formel, von der man in der Serie noch nie gehört hat, wirken dann doch befremdlich. Es wäre glaubwürdiger gewesen, dass John sich dahingehend kundig gemacht hätte, als er bemerkt hat, dass seine Waffen gestohlen wurden. Wenigstens war er schlau genug, sich anderweitig mit Waffen einzudecken. Die Story mit den Bannkreisen um das Grab, das Sühnekreuz und den Geist des Bischofs, war dann doch aber ein wenig zu viel des Guten. Sehr unheimlich und schaurig in Szene gesetzt war die Attacke der Hexe auf den Geisterjäger im Gästezimmer von Coringham Castle. Diese und die Szene mit Peter Bale sorgen für eine kleine Prise Gänsehaut. Anschließend folgen leider nur langweilige Schlagabtausche mit der Hexe Shyleen. Mit Father Murphy hat der Autor jedoch ein sympathischer Charakter geschaffen, von dem man hoffentlich noch lesen wird. Spätestens, wenn Jane die Ähnlichkeit mit der Hexe Shyleen untersuchen will. Der größte Patzer ist jedoch der unpassende Perspektivwechsel, in der Mitte des Romans, als Jane Collins aktiv in den Fall einsteigt. Denn obwohl die Detektivin auf Coringham Castle mit John zusammentrifft, behält der Autor in den Dialogen die dritte Person Singular bei, obwohl der Geisterjäger ja die Ereignisse aus der Ich-Perspektive schildert.

Was bleibt ist ein solider Gruselroman, der als Einzelgeschichte sehr gut unterhält. Als Sinclair-Roman fehlt dem Autor noch ein wenig die Routine bzw. das Fachwissen (Siehe Bumerang).


John Sinclair - Folge 1886: Der Gott aus der Tiefe
John Sinclair - Folge 1886: Der Gott aus der Tiefe
Preis: EUR 1,49

4.0 von 5 Sternen Hält die Balance zwischen Action und Atmosphäre bis zur letzten Seite, 2. September 2014
Michael Breuer schafft es tatsächlich sich von Mal zu Mal zu steigern. Sein vierter Beitrag zum Sinclair-Universum kann auf ganzer Linie überzeugen und präsentiert dem geneigten Leser ein Gruselabenteuer mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Atmosphäre und Action. Das Setting erinnert sicherlich nicht zufällig an H. P. Lovecrafts Erzählung „Schatten über Innsmouth“ und ähnliche Kurzgeschichten aus dem Cthulhu-Mythos. Leider vermag sich John Sinclair nicht an konkrete Fälle zu erinnern, in denen er es mit Kraken zu tun bekam. Zumindest an den Großen Alten Krol oder an die Urform der Dämonin Lilith hätte er denken können, wenn er sich schon nicht an die Schwarzen Priester aus Atlantis erinnern will, die ihm und Kara in der „Krakenfalle“ das Leben schwer machten. Zwar spielt Breuer auch dieses Mal mit dem Klischee des buckligen Handlangers, dieses Mal in Form eines Butlers, doch mit einem gewissen Augenzwinkern. Dem Autor ist es darüber hinaus aber nicht nur gelungen die Hauptfiguren John und Suko authentisch zu schildern, auch die Nebencharaktere wie Inspektor Huxley oder die Reporterin Kate Marsh werden glaubhaft und sympathisch dargestellt. Mit Bayramok-Lö und seiner Hohepriesterin Akera hat er überdies sehr überzeugende Gegenspieler geschaffen.
Bisweilen sind die einzelnen Abschnitte sehr lang geraten, doch glücklicherweise bedient sich Michael Breuer eines unterhaltsamen Schreibstils, so dass sich die Dialoge nicht im Kreis drehen. Allerdings kommt er auch dieses Mal nicht ohne diverse Stereotypen aus, denn die Protagonisten tun ihre Überraschung unabhängig voneinander durch das Heben einer Augenbraue kund. Mr. Spock lässt grüßen. Außerdem verwendet Breuer gerne unnötige Adjektive zur blumigen Untermalung von Gesten und Mimik. Kate Marsh lächelt leise oder nickt still, Oliver Burke streckt gierig die Arme aus oder zeigt ein unheimliches Grinsen.

Kleiner SPOILER am Rande: als Suko von dem veränderten Mullins niedergeschlagen wird, kullert seine Beretta davon. Beim Finale trägt er sie jedoch wieder bei sich. Hat ihm der Krakenmensch die Waffe freundlicherweise wieder zugesteckt? Eher unwahrscheinlich, oder? Abgesehen davon, dass runde Gegenstände kullern, aber keine Pistolen.

Im Vergleich zu der großartig ausgearbeiteten Handlung bedeuten diese kleinen Ungereimtheiten aber, das berühmte Haar in der Suppe zu suchen. Dadurch, dass Bayramok-Lö nicht abschließend vernichtet wird, hat sich der Autor ein Hintertürchen für weitere spannende Geschichten offengelassen. Die Krankenmenschen und ihr Götze bieten als Gegner eine erfrischende Abwechslung. Vor allem, das glitschige Gewimmel der Tentakel sorgt für das optimale Gruselgefühl. Weiter so, Herr Breuer.


Star WarsTM Darth Maul: In Eisen: Roman
Star WarsTM Darth Maul: In Eisen: Roman
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Action, Horror, aber nur wenig STAR WARS-Feeling, 2. September 2014
Seinen jüngsten Ausflug in den Kosmos von George Lucas hat Joe Schreiber einem der beliebtesten Charaktere der dunklen Seite gewidmet: dem wortkargen, kampferprobten Sith-Lord Darth Maul. Zugegeben, sein Erscheinungsbild ist beeindruckend, doch Subtilität ist nicht gerade seine Stärke und in Episode 1 fungierte er als Laufbursche und gedungener Auftragskiller. Nur eine weitere Marionette in den Plänen von Darth Sidious.

Im vorliegenden Roman spielt er die Hauptrolle und wird vom Antagonisten der Jedi, zum Protagonisten. Da er aber immer noch der dunklen Seite dient und nur bedingt als Identifikationsfigur herhält, hat Schreiber mit Artagan und Eogan Truax zwei menschliche Häftlinge erschaffen, die die Sympathien des Lesers wecken. Ein Vater, der alles zu tun bereit ist, um das Leben seines halbwüchsigen Sohnes zu retten. Der kämpft verzweifelt um die Anerkennung seines Vaters, doch um in Radbau Sieben zu überleben, fehlt ihm der Killerinstinkt, weshalb sich Artagan auf ein gefährliches Spiel einlässt. Interessant ist die Story durchaus, vor allem, weil Darth Sidious seinem Schüler strikt untersagt hat, die Macht zu nutzen. Sein Doppelklingen-Laserschwert musste er natürlich auch zu Hause lassen, so dass Darth Maul zeigen muss, was wirklich in ihm steckt. Vielleicht doch nur eine weitere Prüfung seines Meisters?

Schreiber erweckt einige interessante Figuren zum Leben und die Kämpfe unter den Häftlingen sind nichts für schwache Nerven. Teilweise geht es sogar richtig brutal zur Sache, wie beispielsweise das skrupellose Ausbeinen ihrer Opfer durch die Knochenkönige. Das ist zugleich auch der größte Kritikpunkt an dem Roman. Sicher, zimperlich ist es bei STAR WARS eigentlich nie zugegangen, denn immerhin hat Obi-Wan Kenobi schon im ersten Film einem Gangster auf Tatooine den Arm mit seinem Lichtschwert abgetrennt. Dennoch war und ist STAR WARS ein All-Age-Phänomen, das junge und alte Fans gleichermaßen begeistert. Doch wenn die Insassen eines intergalaktischen Gefängnisses ihre Feinde in Stücke reißen, bleibt das STAR WARS-Feeling auf der Strecke. Da hilft es auch nicht wenn Jabba the Hutt einen Alibi-Auftritt hat und eine abtrünnige Jedi-Hexe sich ein Lichtschwert-Duell mit Maul liefert. Wie sich Maul in dem Gefängnis behauptet und Bündnisse knüpft, um seinem Ziel ein Stück näher zu kommen, ist schon schlüssig beschrieben worden, und auch die Kapitel mit Darth Sidious und dessen Meister Darth Plagueis sind sehr interessant. Doch stellenweise hätte man die Namen der Charaktere und ihrer jeweiligen Spezies austauschen können, denn mit STAR WARS hat das Knast-Gemetzel nur wenig zu tun. Allerdings spielt der Gefangenentransporter Sühne eine nicht unwesentliche Rolle, der im Roman „Der Todeskreuzer“ als Schauplatz dient.

Die düstere Atmosphäre und die plakative Brutalitäten sind doch mehr was für erwachsene Leser. Fans von Darth Maul werden durchaus auf ihre Kosten kommen, für alle anderen gibt es lohnendere STAR WARS-Lektüre.


Star Trek - Enterprise 5: Der Romulanische Krieg - Unter den Schwingen des Raubvogels II
Star Trek - Enterprise 5: Der Romulanische Krieg - Unter den Schwingen des Raubvogels II
von Michael A. Martin
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentisch handelnde und fühlende Charaktere agieren vor einem düster beschriebenen Kriegsszenario, 29. August 2014
Der Autor nutzt die neugewonnene Freiheit durch die Einstellung der TV-Serie perfekt aus und braucht sich dafür nicht einmal an Budgets und Drehtermine zu halten, obwohl es schade ist, das hier beschriebene Szenario nicht auf dem Bildschirm betrachten zu können. Ruhiger geht es dagegen im Part von T'Pol zu, die T'Pau während einer Wüstenwanderung zu überzeugen versucht, zugunsten der Koalition doch noch in den Krieg einzugreifen. Besonders eindrucksvoll ist in diesem Zusammenhang das Gleichnis mit der Versuchung Christi durch den Satan in der Bibel, wobei sich T'Pol unschlüssig ist, wer den Part des Teufels inne hat.

Bei all den Ereignissen, die in diesem Doppelband beschildert werden und die locker für mehrere Episoden ausgereicht hätten, drängt sich einmal mehr der Vergleich mit dem zyklisch aufgebauten Dominion-Krieg aus der Serie DS9 auf. Trotz einiger kleiner Siege, bleibt die Koalition unterlegen und nur durch den Wahnsinn des Praetors D'deridex, der einen Zweifrontenkrieg vom Zaun bricht, hat sie überhaupt eine Chance zu bestehen. Hier nutzt der Autor die Möglichkeit der Science-Fiction, um historische Ereignisse als Metapher für fiktive, zukünftige Ereignisse zu nutzen, denn auch Hitler hat glücklicherweise denselben Fehler begangen. Obwohl der Ausgang des Krieges dank der anderen STAR TREK-Serien bekannt ist, bleibt die Spannung konstant erhalten, denn die Verluste sind auf beiden Seiten hoch und es ist interessant zu lesen wie sich ein weiteres Puzzle-Stück harmonisch in das gewaltige Mosaik einfügt, das STAR TREK mittlerweile darstellt.


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