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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 4: Green Arrow lebt!
Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 4: Green Arrow lebt!
von Brian Azzarello
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Superhelden-Fans ist diese Serie Pflichtlektüre., 2. August 2015
Der Kampf um das Ende der Zukunft geht weiter. Green Arrow und seine Mitstreiter rüsten zum Sturm auf Cadmus Island, wo Brother Eye die Kontrolle übernommen hat. Die Metawesen von Erde 2 befinden sich bereits unter seiner Knute. Doch Fifty-Sue hat eine Abmachung mit der übermächtigen, künstlichen Intelligenz getroffen. Dadurch können sich Slade, Lana und Grifter relativ unbehelligt auf dem Eiland bewegen.
Währenddessen geht Lois Lane ein nicht unerhebliches Wagnis ein und lüftet öffentlich das Geheimnis um den maskierten Super-Man. Tim Drake indes will sein Inkognito um keinen Preis lüften.
Derweil brechen Terry McGinnis, Plastique, Coil und Key bei Terrific ein. Ein Unterfangen, das in einem Desaster endet. Und in den Tiefen des Alls holt Brainiac zum alles entscheidenden Schlag gegen seine Feinde aus ...

Die Halbzeit des Mega-Comic-Events FUTURES END ist erreicht! Im vierten Band von insgesamt acht Stück werden die Weichen Richtung Finale bereits gestellt. Das Rätsel um Oliver Queens Tod wird ebenso gelüftet, wie Super-Mans Identität. Dabei überzeugt der vorliegende Band mit schnellen Szenenwechseln und einem sensationellen Artwork. Auch dieses Mal ist den Künstlern die Mimik der Pro- und Antagonisten glänzend gelungen. Und obwohl ein oder zwei der unzähligen Fragen, die dem Leser auf der Seele brennen bereits beantwortet werden, bleiben noch jede Menge Unklarheiten offen. Hinzu kommt ein wirklich fieser Cliffhanger, der das Warten auf den fünften Band zu einer Geduldsprobe macht. Immerhin wird auch das Auftauchen neuer Charaktere schlüssig erklärt, so dass auch Neulinge im DC-Universum schnell mit Figuren wie Banger und Mash warm werden. Damit sind übrigens keine Würstchen mit Kartoffelbrei gemeint, sondern die Zwillingsschwestern Rosie und India Shire, die aber selbst im DC-Universum noch recht unbeschriebene Blätter zu sein scheinen. Ganz im Gegensatz zu Green Arrow, Shazam, Superagent Frankenstein, Roy „The Atom“ Palmer oder Hawkman.
Es geht also auch dieses Mal wieder Schlag auf Schlag. Schade nur, dass Fifty Sue nur so wenige, kleine Auftritte in diesem Band verbuchen kann.


Ice Age - Giganten der Eiszeit [Blu-ray]
Ice Age - Giganten der Eiszeit [Blu-ray]
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Optisch beeindruckende Dokumentation in gestochen scharfen Bildern, 30. Juli 2015
Seit Nutzung der modernen Computergrafik und Tim Haines' beeindruckender Dokumentation „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ aus dem Jahr 1999, sind eine Reihe sehr eindrucksvoller Beiträge zum Leben in der Urzeit erschienen.
Und seit dem Siegeszug der Bluray-Disc ist das optische Erleben noch opulenter geworden. Die dreiteilige Dokumentation „ICE AGE – Giganten der Eiszeit“ von BBC Earth reiht sich nahtlos in die Liste der erfolgreichen Beiträge zum Thema Paläontologie ein. Im Gegensatz zu den oben genannten Saurier-Filmen, handelt es sich jedoch bei „ICE AGE“ um keine fiktive Spielfilm-Dokumentation und hat auch nichts mit den gleichnamigen Animations-Filmen der Blue Sky Studios zu tun.
Die dreiteilige Serie, die hier auf einer Bluray-Disc vorliegt, ist vielmehr eine gelungene Mischung aus computeranimierten Spielszenen und wissenschaftlicher Spurensuche, bei der man den Forschern direkt über die Schulter schaut. Dem Zuschauer eröffnet sich also nicht nur eine authentische Perspektive des Lebens der Großtiere in der Eiszeit, sondern er erfährt auch, wie die Paläontologen bei der Spurensuche vorgehen und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. Außerdem werden in anschaulichen Grafiken die klimatischen Wandel während der Eiszeiten dargestellt, alles in hochauflösender Bildqualität. Am beeindruckendsten sind natürlich die Szenen aus der Vergangenheit, vor allem im Panorama. Doch auch die am Computer entstandenen Tiere wirken absolut glaubhaft und authentisch. Ein ebenso packendes, wie informatives Filmerlebnis, das den Zuschauer mit faszinierenden Bildern in seinen Bann zieht. Bisweilen geht die Wissensvermittlung aber auf Kosten der Dramaturgie, so dass sich Zwischendurch auch Längen entwickeln, die die Aufmerksamkeit und Konzentration auf eine harte Probe stellen.


James Bond 20: Niemand lebt ewig
James Bond 20: Niemand lebt ewig
von John Gardner
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

5.0 von 5 Sternen Kopfjagd auf James Bond! - Exzellent geschrieben und hervorragend übersetzt., 28. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: James Bond 20: Niemand lebt ewig (Broschiert)
„Die Reifen“, sagte sie kühl. „Zielen Sie auf die Reifen.“
„Zielen Sie doch auf die Reifen“, schnauzte Bond.

Mit Gardners fünftem 007-Roman erscheint bei Cross Cult der zwanzigste Titel der großen JAMES BOND-Bibliothek.
Dieses Mal soll es also dem Helden selbst an den Kragen gehen und dahinter steckt kein Geringerer als SPECTRE, die Terror-Organisation, der Bond bereits mehrmals das Handwerk gelegt hat. Doch das Syndikat von Blofeld erweist sich als widerstandsfähiger als 007 ahnen konnte, als er das teuflische Verbrecher-Genie zur Hölle schickte.
„Niemand lebt ewig“ entpuppt sich als dramatische Verfolgungsjagd quer durch Europa, die ihr Ende aber erst in Übersee, auf Key West, findet. Dort nämlich, auf der klangvollen Insel Shark Island, hat SPECTRE sein neues Hauptquartier aufgebaut. Und dort soll 007 sein Ende finden. Der hat natürlich dahingehend andere Pläne, doch wie so oft im Spionagegeschäft, so ist auch dieses Mal die Grenze zwischen Freund und Feind äußerst dünn.

Mit 280 Seiten ist der vorliegende Roman der bislang kürzeste Beitrag von John Gardner zur Serie. Die Geschehnisse knüpfen übrigens nahtlos an den vorherigen Band „Eine Frage der Ehre“ an. Da beide Titel zeitgleich in neuer deutscher Übersetzung bei Cross Cult erschienen sind, ist der Fan in der glücklichen Lage sofort weiterzulesen. Und das lohnt sich, denn Gardners Schreibstil erweist sich in diesem Fall als noch erfrischender und lebendiger als in seinen ersten vier 007-Romanen. Da es nicht nur Bond selbst ans Leder gehen soll, sondern auch May und Moneypenny entführt werden, wird „Niemand lebt ewig“ zu Bonds persönlichstem Fall, der ihn bis an die physischen und psychischen Grenzen treibt.

Alles in allem ein sehr kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen, das auch nicht mit überraschenden Wendungen geizt. Und einmal mehr kommt man als Leser nicht umhin, sich die Werke von John Gardner auf die große Leinwand zu wünschen.


James Bond 19: Eine Frage der Ehre
James Bond 19: Eine Frage der Ehre
von John Gardner
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter 007-Thriller wie er im Buche steht, 28. Juli 2015
Für die direkte Nachfolge von Ian Fleming hätte man seinerzeit keinen besseren Autor als John Gardner finden können. Der vorliegende Roman ist das beste Beispiel dafür. Dieses Mal muss sich 007 als Computer-Freak ausgeben und Gardner hat seine Hausaufgaben gut gemacht. So sehr, dass dem Laien in so manchem Kapitel der Kopf raucht, vor allem wenn er eigentlich Action und Spionage-Thrill erwartet. Langweilig wird es aber keine einzige Seite lang, denn der trockene britische Humor begleitet den Leser auf Schritt und Tritt.

Obwohl Gardner bemüht war den nüchternen Stil von Fleming fortzuführen, ist er sich selbst treu geblieben und hat die Figur, wie wir sie heute kennen, maßgeblich mitgeprägt. So trägt Bond seit Gardners Zeiten eine ASP-Pistole mit Glaser-Munition bei sich, sowie diverse Gimmicks wie einen Gürtel mit Geheimfächern, in denen sich Dietriche und geringe Mengen Plastiksprengstoff befinden.
Als weiblicher Gegenpart an seiner Seite wechseln sich Percy, Lady Freddie und die bezaubernde Cindy Chalmer ab. Bond hat also alle Hände voll zu tun, auch ohne, dass sich ein alter Erzfeind erhebt, um ihm das Leben sprichwörtlich zur Hölle zu machen.
Eine altmodische Verfolgungsjagd per Auto, ein Häuserkampf als Auswahlverfahren zur Rekrutierung und das dramatische Finale über den Wolken machen „Eine Frage der Ehre“ zu einem äußerst kurzweiligen JAMES BOND-Roman, den sich kein Fan entgehen lassen sollte. Zumal er fast nahtlos an die vorhergehenden Bände anschließt.


32: Der Pandora-Zwischenfall
32: Der Pandora-Zwischenfall
Preis: EUR 4,89

4.0 von 5 Sternen Wundervoll inszeniertes Finale einer großartigen Serie, 26. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: 32: Der Pandora-Zwischenfall (MP3-Download)
Hier ist sie also: die allerletzte Folge der Hörspielserie MARK BRANDIS.
32 Folgen lang, durfte der Hörer den Weltraumpartisanen auf seinen Abenteuern in die Unendlichkeit begleiten. Und auch „Der Pandora-Zwischenfall“ basiert auf einem Roman des verstorbenen Schriftstellers Nikolai v. Michalewsky, der der Science-Fiction-Literatur mit seinem Lebenswerk eine neue Richtung verlieh.

Es geht nicht um aberwitzige Technologien, fremdartige Aliens oder bombastische Weltraumschlachten, sondern vielmehr um den Wagemut einzelner Menschen, die sich als Pioniere anschicken, das All zu besiedeln. Außerdem geht es in den Geschichten auch darum wie die Menschen Herausforderungen begegnen und mit Veränderungen umgehen. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem menschlichen Faktor.
Das kommt vor allem in dem träumerischen Soundtrack zum Tragen, der die Handlung sehr gefühlvoll unterstreicht. Die Sprecherauswahl ist mal wieder exzellent, von dem Stamm-Ensemble ganz zu schweigen. Allein Michael und Dorothea Lott sind als Mark Brandis und Ruth O'Hara einfach wunderbar. Glücklicherweise bliebt uns Michael Lott als Erzähler in der Prequel-Serie MARK BRANDIS RAUMKADETT erhalten.
Die Geschichte ist visionär und alles andere als abwegig. Die erste bemannte Mars-Mission, die zur Zeit vorbereitet wird, zeigt schon, dass die Menschheit in die Weiten des Alls strebt. Und je nachdem, ob es ihr demnächst gelingt den Planeten Erde unbewohnbar zu machen, liegt die Zukunft des Homo sapiens tatsächlich im Weltraum. Hochgezüchtete, künstliche Menschen sollen den widrigen Lebensumständen im All trotzen und dorthin vorstoßen wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Tatsächlich erinnert die Astraliden-Story ein wenig an die genetischen Übermenschen aus STAR TREK, wenngleich bei MARK BRANDIS ganz andere Schwerpunkte gesetzt werden. Wie immer bleibt das Hörspiel deutlich mehr auf dem Teppich und ist durch seine realistische Darstellung absolut glaubwürdig.

Ein wahrhaft angemessenes und auch schönes Finale für eine der besten und anspruchsvollsten Science-Fiction-Serien in deutscher Sprache.


Drei Kugeln für Hawk: Ein Auftrag für Spenser, Band 32
Drei Kugeln für Hawk: Ein Auftrag für Spenser, Band 32
von Robert B. Parker
  Broschiert
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Moderner Großstadt-Western mit toughen Helden, 20. Juli 2015
Die letzten SPENSER-Romane aus dem Pendragon-Verlag sind nur als E-Books herausgekommen. In erster Linie deshalb, weil es sich um Neuauflagen handelt. „Drei Kugeln für Hawk“ aber liegt als deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Emanuel Bergmann vor. Mit anderen Worten: „Cold Service“ gab es bislang noch nie in deutscher Sprache zu lesen.
Zugleich liegen nun insgesamt zwanzig SPENSER-Titel von Robert B. Parker im Bielefelder Krimiverlag vor und damit kann Bergfest gefeiert werden, denn mit den posthum veröffentlichten Krimis von Parker gibt es nicht weniger als vierzig Romane mit dem ultracoolen Privatschnüffler Spenser, der partout nicht seinen Vornamen verraten will.
Sein Sidekick Hawk erfreut sich dabei nicht weniger Beliebtheit und so ist der vorliegende Roman für Parker-Fans ein ganz besonderer Leckerbissen.
„Drei Kugeln für Hawk“ ist ein Balance-Akt zwischen anspruchsvoller Charakterstudie und trivialem Großstadt-Western. Spenser und vor allen Dingen Hawk dürfen sich durch halb Boston und ganz Marshport ballern, ohne der Judikative Rechenschaft ablegen zu müssen. Im Gegenteil, die Exekutive, verkörpert durch die Polizei, gibt den Helden sogar entscheidende Hinweise. Natürlich sind die Motive von Spenser und Hawk durchaus rechtschaffen, so dass man sich fast wünschen möge, dass es auch in Wirklichkeit so abläuft.
Geschrieben ist der Roman in gewohnt schnörkelloser, minimalistischer und flotter Manier. Tolle, schlagfertige Dialoge und jede Menge blaue Bohnen. Was will der Leser mehr?


Wikkas Rache
Wikkas Rache
Wird angeboten von dodax-online
Preis: EUR 6,54

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Action und Atmosphäre gehen Hand in Hand, 16. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Wikkas Rache (Audio CD)
Der zweite Teil geht ebenso spannend weiter, wie der erste endete. Vor allem Glendas Martyrium in der Vergangenheit in der Folterkammer des Hexenwürgers wird sehr eindringlich und intensiv geschildert. In erster Linie natürlich dank der hervorragenden, schauspielerischen Leistung von Ilya Welter. Diese Szene ist umso ergreifender, weil es mit Glenda Perkins jemanden aus dem direkten Umfeld des Serienhelden erwischt. Dass sich Jane Collins ausgerechnet an sie hält, ist dabei ja nur logisch. Immerhin ist es Wikka in der Hörspielserie nur deshalb so leicht gefallen, die Detektivin zur Hexe zu machen, weil sie durch Johns Fremdgehen mit Nadine Berger verletzt und gedemütigt worden war. Glendas Techtelmechtel mit dem Geisterjäger dürfte das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht haben. Franziska Pigulla scheint jedenfalls sehr viel Spaß mit der dunklen Seite ihres Alter Egos zu haben. Die böse Jane klingt einfach großartig.
Auch Dietmar Wunder macht seine Sache ausgezeichnet. Es fällt gar nicht mehr auf, dass er erst in der letzten Folge zum Ensemble der EDITION 2000 dazugestoßen ist. Zum Teil liegt das natürlich auch daran, dass er bereits in einigen CLASSIC-Folgen den Geisterjäger mimte.
Erwähnt werden muss auf alle Fälle noch Ben Hecker. Seine Interpretation des Hexenwürgers ist einfach klasse. In diesem Stil darf er gerne auch einen wiederkehrenden Bösewicht spielen.
Auffallend ist, im Gegensatz zum ersten Teil, der größere Anteil an Action, der aber dennoch genug Raum für die unheimliche Gruselatmosphäre lässt. Der Ort Blackmoore, der Sumpf und die Burgruine sind dafür wie geschaffen. Unterstützt wird die düstere Stimmung durch den exzellenten Soundtrack. Dass das Hörspiel so wunderbar funktioniert liegt natürlich auch an dem Humor, der immer wieder in die Handlung mit einfließt. Stichwort „Pediküre mit Bolzenschneider“; aber auch der Schlussgag ist glänzend gelungen. Schön, dass der erste Zweiteiler nach dem großen Jubiläum, so gut geraten ist. Die Romanvorlage wurde natürlich entsprechend angepasst und verändert. Der Part der Nichte des Ornithologen fiel dem Rotstift zum Opfer und wurde komplett gestrichen. Auch das Finale läuft letztendlich ein wenig anders ab. Doch so bleibt die Hörspielserie auch für die eingefleischten Leser interessant und innovativ.


James Bond 18: Eisbrecher
James Bond 18: Eisbrecher
von John Gardner
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationeller Roman, der trotz seines Alters immer noch die ideale Filmvorlage bietet, 14. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: James Bond 18: Eisbrecher (Broschiert)
Auch in Gardners drittem JAMES BOND-Roman sind keine Ermüdungserscheinungen zu erkennen. Gewohnt souverän, flott und minimalistisch entwickelt er ein beispielloses Szenario, das im Verlauf der Handlung zu einem Verwirrspiel par excellence wird. Selten waren die Fronten so ungeklärt wie in diesem Roman. James Bond steht mit dem Rücken zur Wand und weiß nicht wem er trauen kann oder nicht. Am Ende wird er sogar im Eispalast seines Gegenspielers festgehalten und brutal gefoltert. Keine ausgeklügelte Methode, um den verhassten Agenten zu töten, und ihm damit die Gelegenheit zu geben zu entkommen. In diesem Fall bekommt Bond die volle, brutale, realistische Härte eines skrupellosen Aggressors zu spüren, der dadurch umso glaubwürdiger wird . Doch auch in Punkto Action kann „Eisbrecher“ voll auftrumpfen. Sei es im dramatischen Duell Saab Turbo gegen zwei Schneepflüge oder bei einer Verfolgungsjagd auf dem Schneemobil. Selten wurde Bond so an sein körperliches Limit gebracht wie in diesem Roman.

Die Bond-Girls des Romans können sich ebenfalls sehen lassen. Paula Vacker begegnen James Bond und der Leser gleich im zweiten Kapitel, wobei 007 die hübsche Finnin bereits seit geraumer Zeit kennt. Am Ende muss er jedoch feststellen, dass die attraktive Blondine weit mehr Geheimnisse besitzt, als er ahnt.

Rivke Ingber dagegen ist Top-Agentin des Mossad, des israelischen Geheimdienstes, und in dieser Funktion von Natur aus undurchsichtig. Doch wie es scheint, ist sie die Einzige, der Bond in diesem Fall wirklich trauen kann. Bis es zu diesem schrecklichen Unfall kommt …
Doch auch dieses Mal sind beide Damen äußerst schlagfertig und wehrhaft. Keine oberflächlichen Schönheiten, die sich hinter Bond verstecken müssen, sondern selbstbewusste Frauen, die wissen was sie wollen, und ohne die 007 am Ende ziemlich alt ausgesehen hätte.

Auch dieses Mal ist natürlich Bonds geliebtes Silberbiest, der Saab 900 Turbo, mit von der Partie, der im Duell „Silber gegen Gelb“ seine technischen Finessen ausspielen darf.
Der Gegenspieler ist in diesem Fall ein wahnsinniger Neonazi, der sich als neuer Führer im Schatten von Adolf Hitler in seinem Eispalast hofieren lässt. Ein Gegner, wie ihm Bond noch nie begegnet ist und der bis zum Schluss für den britischen Geheimagenten ein unbeschriebenes Blatt bleibt.

Auffallend ist auch dieses Mal der enorme Sachverstand und die Raffinesse mit der Gardner seine Spionagethriller schrieb. So ist auch „Eisbrecher“ ein Roman, der spannend und unterhaltsam gleichermaßen ist. Nicht nur für Bond-Fans. Dank der herausragenden Übersetzung von Stephanie Pannen und Anika Klüver kommen die deutschen Leser in den Genuss einer fast vergessenen Perle der Spannungs-Literatur.


James Bond 17: Der Kunstsammler
James Bond 17: Der Kunstsammler
von John Gardner
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

5.0 von 5 Sternen Ein Volltreffer aus der Feder eines echten Könners, 14. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: James Bond 17: Der Kunstsammler (Broschiert)
Nahtlos wird die JAMES BOND-BIBLIOTHEK mit den Werken von John Gardner fortgeführt. Dadurch, dass Gardner zwischen 1981 bis 1996 nicht weniger als vierzehn eigene JAMES BOND-Romane schrieb, verlieh er der Serie um den britischen Geheimagenten eine ganz eigene Chronologie und Kontinuität.
Dabei griff er immer wieder auf den Original-Kanon von Ian Fleming zurück, der mit Felix Leiter bereits einen wiederkehrenden Mitstreiter von Bond einführte und mit Blofeld und SPECTRE die entsprechende Basis für den vorliegenden Roman schuf.
Es sind die Details, in diesem Fall beispielsweise Cedar Leiter, die Tochter von Felix, die die Romane von Gardner für Fans so interessant machen. Abgesehen natürlich von seinem minimalistischen und pointierten Schreibstil. Hinzu kommt ein außerordentliches Fingerspitzengefühl für die Charakterisierung der Hauptfigur. Dadurch bekommt Bond deutlich mehr Tiefe und ist bei Weitem nicht der sorglose Lebemann wie er in einigen Filmen rüberkommt.
Nichtsdestotrotz blieb Gardner auch den Stereotypen der Kultfigur treu. Gardners Bond agiert gewohnt weltmännisch, ist dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan, hat eine Schwäche für Wodka-Martinis und schnelle Wagen und es gibt eigentlich keine Situation, der er nicht gewachsen ist.
Doch wie schneidet „Der Kunstsammler“ im Vergleich zur Handlungsstruktur der Filme ab?

Die Frauen:
Wie in den Filmen, so gibt es auch dieses Mal gleich zwei sogenannte Bond-Girls. Zum einen natürlich Cedar Leiter, gegenüber der sich James Bond aber als vollendeter Gentleman verhält. Zum anderen gibt es da noch Nena Bismaquer, die Frau seines Widersachers. Da Nena dem smarten Agenten von Anfang an schöne Augen macht, sind die Probleme natürlich vorprogrammiert. Trotz des eigenwilligen Titels Bond-Girl handelt es sich bei Cedar und Nena um sehr starke Frauenfiguren, die durchaus schlagkräftig sein können, ohne ihre feminine Seite verleugnen zu müssen.

Die Gegner:
Markus Bismaquer, Kunstsammler und Eiscreme-Fabrikant mit einem Hang zum Größenwahn. Ihm zur Seite steht Walther Luxor, das lebende Skelett, wie Bond ihn nennt. Ein gefährlicher Mann, mit dem sich Bond ein lebensbedrohliches Autorennen liefern muss. Doch wer der neue Blofeld ist, bleibt 007 bis zum Schluss verborgen, obwohl es eigentlich recht vorhersehbar ist.

Das Auto:
Bond liebt schnelle Autos und besteht darauf, dass er seinen Saab 900 Turbo mit nach Amerika nehmen kann. Und er tut gut daran, denn in das Silberbiest, wie Bond den Wagen liebevoll nennt, wurden auf eigene Kosten des Agenten einige wertvolle Extras eingebaut. Der Saab ist für Bond nicht nur ein Statussymbol und ein teures Hobby, sondern eine echte Lebensversicherung. Aus heutiger Sicht wirkt das Auto natürlich reichlich antiquiert, immerhin stammt der Roman aus dem Jahr 1981.

Nur mit den gewissen Extras der Q-Abteilung hält sich Gardner vornehm zurück, ähnlich wie Fleming im Original. Die Laser in der Armbanduhr und dergleichen mehr, sind dann doch eher das Markenzeichen der Filme. Auch mit exotischen Schauplätzen hielt sich Gardner zurück. Dafür gibt es jede Menge Action. Von herabstürzenden Fahrstühlen, über Killerameisen, bis hin zu dramatischen Autorennen ist alles dabei, was das Herz begehrt. So reiht sich „Der Kunstsammler“ nahtlos in die Phalanx der besten JAMES BOND-Romane ein.


Plejaden 04: Ausgeliefert auf Oxtorne
Plejaden 04: Ausgeliefert auf Oxtorne
Preis: EUR 6,79

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Sprung nach vorne, 5. Juli 2015
Der etwas zähe, actionbetonte Start der zehnteiligen PLEJADEN-Story von Christian Montillon, die exklusiv als Hörspiel von Zaubermond vertont wird, hinterließ bei Fans und Neulingen einen befremdlichen Eindruck. Zu allem Überfluss bekam Mausbiber Gucky in der dritten Episode auch noch einen Solo-Auftritt. Das ließ für Folge 4 nichts Gutes ahnen. Doch weit gefehlt. Es wirkt geradewegs so, als ob die Startschwierigkeiten behoben seien. Mit „Ausgeliefert auf Oxtorne“ präsentieren die Macher ein innovatives und originelles Science-Fiction-Action-Abenteuer auf einer exotischen Welt. Das Interessante daran ist, dass die Bevölkerung menschliche Siedler von der Erde sind, die sich im Laufe der Jahrtausende den extremen Klimabedingungen auf dem Planeten angepasst haben. Hinzu kommt eine sehr spezielle Fauna und Flora, die den Protagonisten in dieser Folge das Leben schwer machen. Der Kunstgriff Taisha Konta als Erzählerin einzusetzen, die zwischendurch bei einer Vernehmung die wichtigsten Lücken der auditiven Inszenierung schließt, ist ein großartiger Einfall. Nur Shiros Kommentare während der Flucht von Perry und Taisha wirken dann doch reichlich konstruiert. Immerhin kommt der Hörer dabei aber in den Genuss der großartigen Stimme von Andreas Mahnkopff. Torben Liebrecht geht in seiner Rolle als Perry Rhodan komplett auf und auch Eva Michaelis zeigt eine herausragende Leistung.
In Punkto Musik und Sounddesign lassen es die Macher mal wieder gehörig krachen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt die Action ein zentrales Element des PLEJADEN-Zyklus. Ein andauerndes Manko ist die kurze Laufzeit. Von den 40 Minuten müssen immerhin noch der Rückblick und die Vorschau abgezogen werden. Das Intro erinnert übrigens ein wenig an das von Michael J. Straczynskis SF-Serie CRUSADE, der bislang einzig realisierten Spin-Off-Serie von BABYLON 5.


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