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Rezensionen verfasst von
Florian Hilleberg (Göttingen)
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Das Ende (Regular Edition)
Das Ende (Regular Edition)
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfüllt und übertrifft sämtliche Erwartungen, ohne die Befürchtungen zu bestätigen - Das Ende wird zu einem neuen Anfang, 25. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Ende (Regular Edition) (Audio CD)
Nach der Bekanntgabe des Titels für die große Jubiläumsfolge 100 brodelte die Gerüchteküche. Mit „Der Anfang“ hat alles begonnen und so war es nur logisch anzunehmen, dass „Das Ende“ tatsächlich das Aus für die Serie bedeuten könnte. Weit gefehlt, doch trotzdem gab es jede Menge Andeutungen und Hinweise, dass etwas Großes auf Sinclair und seine Freunde zukommen würde und der Hörer eine Geschichte serviert bekäme, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Bei genauerer Betrachtung der vertonten Romane war es schließlich keine Überraschung mehr, als die Titel der dem Hörspiel zugrunde liegenden Storys bekannt gegeben wurden: „Geheimbund der Vampire“ und „Das Orakel von Atlantis“. Langjährige Leser wissen, was in diesen Romanen geschieht und wenn ein findiger Autor wie Dennis Ehrhardt die Geschichten zu verknüpfen versteht, dann ist die Handlung für ein solches Jubiläum mehr als angemessen.

Für die Hörspieladaption hat er aus den beiden Romanen einen Zweiteiler gemacht, der wirklich wie aus einem Guss wirkt. Ein kleiner Geniestreich, wenn man bedenkt, dass die Handlung von „Geheimbund der Vampire“ sehr frei interpretiert wurde, während die Umsetzung von „Das Orakel von Atlantis“ erstaunlich werkgetreu geschehen ist.

Insgesamt haben über 35 Sprecher an der Produktion mitgewirkt, von denen alle Hervorragendes geleistet haben. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch, denn (ACHTUNG SPOILER!) diese Folge wird die letzte sein, in der man Frank Glaubrecht als John Sinclair hören kann. Ab sofort übergibt er den Staffelstab nämlich an Dietmar Wunder. Über Sinn oder Unsinn dieser Entscheidung viele Worte zu verlieren ist müßig. Allerdings wirkt es doch sonderbar, dass ausgerechnet der Schauspieler John verkörpern soll, der eigentlich sein jüngeres Ich in den CLASSICS spricht. Zumindest haben sich die Macher für diesen Wechsel eine gute, wenngleich nicht ganz ernst gemeinte, Begründung einfallen lassen. Immerhin haben sie das überhaupt getan, denn oft genug werden Sprecher- oder Schauspielerwechsel vorgenommen, ohne dem Publikum überhaupt eine Erklärung zu liefern. Und dass man immer noch mit der nötigen Prise Selbstironie an die Produktion der Serie herangeht, beweist der Bonustrack, in dem der alte John, also Frank Glaubrecht, viele alte Bekannte wieder trifft, unter anderem Joachim Kerzel, aber auch Martina Traeger und Thomas Friebe. Ein besonderer Gag ist der Auftritt von Helmut Winkelmann als John Sinclair aus noch länger zurück liegenden Zeiten. Die Rede ist hier natürlich von den legendären Hörspielkassetten des Tonstudios Braun.

Die eigentliche Handlung ist an Spannung, Dramatik und Action kaum zu überbieten und es schwingt so viel Endzeit-Stimmung zwischen den Zeilen mit, dass ich als Hörer stellenweise wirklich um das Leben von Nebenfiguren wie Marek und Will Mallmann gebangt habe. Vor allem das Finale des ersten Teils geht unter die Haut und Dennis Ehrhardt zeigt, dass auch Hauptfiguren keine Schonzeit haben. Zugegeben, die Erklärung, warum Lady X in Folge 94 Angehörige der Konstantin-Sippe entführt und zu Vampiren gemacht hat, ergibt tatsächlich einen Sinn, ist aber dennoch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Die Großen Alten halten sich in der vorliegenden Geschichte noch vornehm zurück, doch immerhin dürfen Vampiro-del-mar, Lady X und Arkonada so richtig auftrumpfen. Allein Katrin Fröhlichs Darstellung von Pamela „Lady X“ Scott ist die Anschaffung des Hörspiels wert. Ich sage nur: „Kleines Geisterjäger-Helferlein“. Manfred Liptow ist hier wieder als Frantisek Marek zu hören und er macht seine Sache noch besser als in der oben bereits erwähnten Folge 94.

Auch Asmodis, gespielt von Bernd Rumpf, und der Spuk, gesprochen von Boris Tessmann, haben sehr eindrucksvolle Auftritte zu verbuchen. All dies unterlegt mit dem sensationellen Soundtrack von Andreas Meyer. So kann ich abschließend nur festhalten, dass meine Erwartungen gänzlich erfüllt, teilweise übertroffen und etwaige Befürchtungen in keinster Weise bestätigt wurden. So kann es weitergehen und man darf sich auf (hoffentlich) viele weitere Folgen mit dem Geisterjäger und seinen Gefährten freuen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 25, 2015 6:20 PM CET


Dreamland Grusel 16-die Stadt des Todes
Dreamland Grusel 16-die Stadt des Todes
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen DREAMLAND GRUSEL trifft auf RESIDENT EVIL, 23. März 2015
Hinter dem klangvollen Pseudonym Josh Stokes verbirgt sich kein Geringerer als Joschi Hajek, langjähriger verdienter Mitarbeiter von Dreamland Productions, der auch als Sprecher bereits eindrucksvolle Auftritte absolvierte. Man denke nur an „Der Freak von Soho“, den er sehr treffend darstellte.

Die Reihe DREAMLAND GRUSEL versteht sich ja als legitimer Nachfolger der berühmten GRUSELSERIE von H.G. Francis und entsprechend gestaltet sich auch die Auswahl der vertonten Geschichten. In der GRUSELSERIE wurde ja kein berühmter Horrorfilm-Klassiker ausgespart. Von „Dracula“ und „Frankenstein“, über „Formicula“ und „Tarantula“, bis hin zu „Alien“ reichte die Palette der Vertonungen. Sehr frei und durchaus originell interpretiert. Dreamland Productions hat seine Nachfolgerreihe zunächst mit Heftroman-Vertonungen gestartet, denen Werke von Francis und Morland zugrunde liegen. Aber auch Fortsetzungen von Klassikern der GRUSELSERIE sind vertreten.

Mit „Die Stadt des Todes“ setzt das Label nun aber auch eine andere Tradition des großen Vorbildes fort, nämlich Trends des Horrorfilms aufzugreifen und als unterhaltsames Hörspiel für ein jugendliches Publikum zu adaptieren. Zombies, wie sie derzeit in Heerscharen über die Leinwände, Fernsehschirme und Buchseiten herfallen, waren da längst überfällig. Ganz so einfach wird es den Protagonisten dann aber doch nicht gemacht, denn als Vorlage für das Hörspiel dienten die RESIDENT EVIL-Filme, wo draus auch gar kein Hehl gemacht wird. Stellenweise ist die Geschichte dadurch leider auch vorhersehbar und besonders nachvollziehbar oder glaubhaft sind die Reaktionen der Protagonisten auch nicht gerade. Eine stinknormale Clique junger Menschen wird binnen weniger Minuten zu Zombiejägern, beziehungsweise liefert sich kaltschnäuzig einen Käfigkampf mit einem mutierten Cyborg. Ein bisschen zu viel des Guten.

Etwas holprig klingt der Dialog zu Beginn, wo die Freunde sich auffallend oft mit ihren Namen ansprechen, damit der Hörer auch ja weiß, mit wem er es zu tun hat. Realistisch wirkt das leider nicht, denn so unterhält sich im Prinzip niemand. Aber es trübt den Hörspaß nicht besonders, denn allein die Sprecher leisten großartige Arbeit. Allen voran natürlich Dietmar Wunder, Oliver Rohrbeck, Gabrielle Pietermann, Sonita Sodhi und Erik Albrodt, der sich wirklich zu einem exzellenten Sprecher gemausert hat.

Ein großes Manko sind mal wieder die beschreibenden Kommentare.
„Er hat ihm den Kopf abgebissen ...“
Man versetze sich einfach mal in die Lage eines Menschen, der so eine Gräueltat mit ansehen muss. So etwas würde in dieser Situation keiner sagen. Selbstironie hin oder her.

Nichtsdestotrotz kann man dem Hörspiel seinen Unterhaltungswert nicht absprechen. Vor allem weil Lutz Mackensy und Udo Schenk einmal mehr als famose Bösewichte zu hören sind. Auch die Musik ist ganz großes Kino und passt zum Setting wie die Faust aufs Auge. Mit Tom Steinbrecher und Andreas Max sind zwei echte Könner am Werk.

Als Bonus gibt es dieses Mal über acht Minuten Outtakes, bei denen nur dieser enervierende Zwischenruf stört.


Madame Mandilips Puppen
Madame Mandilips Puppen
Preis: EUR 11,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der gruseligsten Episoden der gesamten Reihe, 22. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Madame Mandilips Puppen (Audio CD)
Das vorliegende zweiteilige Hörspiel ist ein echtes Novum der Reihe GRUSELKABINETT, und das soll angesichts von beinahe einhundert Folgen schon etwas heißen. Mordende, lebende Puppen sind im Horror-Genre, spätestens seit Chucky, nichts Besonderes mehr, doch in den klassischen Werken, beziehungsweise überhaupt in der Literatur, findet man sie dagegen eher selten. Die Vorlage zu diesem Hörspiel stammt aus der Feder des amerikanischen Schriftstellers und Journalisten Abraham Merritt, der Zeit seines Lebens einige phantastische Kurzgeschichten und Novellen mit Horror-Elementen verfasste.
„Madame Mandilips Puppen“, im Original „Burn, Witch, burn“, ist hierzulande unter dem Titel „Flieh, Hexe, flieh“ erschienen. Nämlich einmal als Taschenbuch der beliebten Reihe VAMPIR-HORROR-ROMAN und zum anderen als Novelle in dem Sammelband „Hexen & Teufel: Drei satanische Romane“ aus dem Festa Verlag. Leider sind beide Titel derzeit vergriffen.
1936 wurde der Stoff übrigens von niemand Geringerem als Tod Browning verfilmt, der auch „Dracula“ mit Bela Lugosi auf die Leinwand bannte.
Dank der Macher von Titania Medien kommt der Gruselfan nun auch akustisch in den Genuss dieser einzigartigen Geschichte, und dass durchaus werkgetreu.

Die Story wurde in Spielfilmlänge mit so wunderbaren Sprechern wie Hans-Georg Panczak, Helmut Krauss, Dietmar Wunder, Jan Makino, Antje von der Ahe und Doris Gallart in der Rolle der Madame Mandilip inszeniert. Vor allem Frau Gallart liefert hier eine geniale Darbietung als urböse Hexe ab und sorgt für die nötige Prise Gänsehaut. Gallart hat bereits in „Der Zauberer von Oz“ und „Die Schneekönigin“ ihr Können unter Beweis gestellt, während Hans-Georg Panczak bislang in den Aylmer-Vance-Hörspielen der Reihe GRUSELKABINETT vertreten ist. Neu im Ensemble ist dagegen Helmut Krauss, der zwar zahllose Hörspiele mit seiner unverkennbaren Stimme bereicherte, bislang jedoch noch nicht für Titania Medien vor dem Mikrofon stand. Dafür kennen ihn viele Hörer bereits als Nachbar Paschulke aus der Fernsehserie LÖWENZAHN. Die Rolle des Gangsterbosses Julian Ricori ist ihm wie auf den Leib geschneidert, immerhin synchronisierte Krauss auch Samuel L. Jackson in dem Kultfilm „Pulp Fiction“.

Die Handlung hebt sich erfrischend von dem ab, was man bisher in der Reihe geboten bekommen hat, obwohl Hexen bereits öfter eine bedeutende Rolle gespielt haben. Im Vordergrund steht jedoch zunächst eine sehr kriminalistisch angehauchte Handlung und die Protagonisten, zu denen man auch Ricori und seinen Bodyguard McCann zählen muss, müssen zunächst echte Detektiv-Arbeit leisten. Unheimlich ist die Atmosphäre allerdings schon von Beginn an, denn das Sterben von Ricoris Buchhalter und auch den anderen Opfern wird wahrlich schaurig dargestellt. Dank des düsteren Soundtracks, mit dem auch ruhigere Passagen durch unheilvolle Klavierklänge untermalt werden, entsteht eine intensive Gruselatmosphäre. „Madame Mandilips Puppen“ ist ein Hörspiel, das von Anfang bis Ende zu fesseln vermag und nicht nur eine morbide, unheimliche Stimmung erzeugt, sondern auch mit Action und Spannung den Hörer bei der Stange hält.


Die fünf Orangenkerne: Sherlock Holmes - Folge 17.
Die fünf Orangenkerne: Sherlock Holmes - Folge 17.
von Arthur Conan Doyle
  Audio CD
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich konservatives Kammerspiel, 18. März 2015
Mittlerweile weiß man ja, was man von Titania Medien geboten bekommt. Nämlich atmosphärische Hörspiele mit erstklassiger Besetzung. Gerade die Sherlock Holmes-Titel sind absolut werkgetreu und herrlich konservativ. Zur Zeit erlebt der Meisterdetektiv ja einen nie gekannten Boom und die Plagiate schießen wie Pilze aus dem Boden. Besonders Kriminalfälle mit fantastischen Bezügen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, ebenso wie Modernisierungen des Mythos. Man denke dabei nur an die Actionfilme aus Hollywood oder an die (zu recht) preisgekrönte BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch.

Auch in Sachen Hörspiele hat der Sherlockianer die Qual der Wahl. Allscore Music und Romantruhe versorgen den Fan mit neuen Stoffen, allerdings immer bodenständig und an den Kanon angepasst, während WinterZeit die fantastischeren Storys vertont.
Werkgetreue Hörspiele sind jedoch nach der Serie von Maritim Mangelware. Umso schöner also, dass uns Marc Gruppe und Stephan Bosenius in absolut zuverlässiger Regelmäßigkeit mit neuen/alten Geschichten versorgen. Und wo sich Maritim noch Freiheiten erlaubte, in dem sie beispielsweise Watsons Ehe komplett unter den Teppich kehrten und die beiden Männer als ältere Herrschaften darstellten, gehen die Jungs von Titania noch einen Schritt weiter, beziehungsweise zurück (im positiven Sinne). Denn der Hörer kommt in den Genuss einer absolut authentischen Vertonung, die bis ins Detail stimmig mit Doyles Lebenswerk ist.

Was der Hörer in der vorliegenden Folge geboten bekommt ist ein äußerst spannendes Kammerspiel, das komplett im Wohnzimmer von Sherlock Holmes spielt (abgesehen von den Rückblicken natürlich) und dort schlussendlich auch gelöst wird.
Außer dem knisternden Kaminfeuer gibt es also so gut wie keine Geräuschkulisse, auch musikalisch wird sich auf bekannte Geigenstücke beschränkt. Der Erfolg der Episode hängt also an den Sprechern, von denen gerade einmal sechs vertreten sind. Dabei spielt Regina Lemnitz als Mrs. Hudson, die einzige weibliche Rolle, die zudem verschwindend klein ausfällt.
Elias und Joseph Openshaw werden von Horst Naumann und Max Schautzer dargestellt, haben aber ebenfalls vergleichsweise wenig Text.
Den Löwenanteil bestreiten also Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes, Detlef Bierstedt in der Rolle von Dr. Watson und Jannik Endemann als John Openshaw. Alle drei Schauspieler liefern eine hervorragende Darbietung und spielen ihre Rollen mit sehr viel Hingabe und Authentizität.

Sherlockianer kommen an dieser Hörspielserie einfach nicht vorbei. Zumal sie nicht nur absolut werkgetreu ist, sondern auch noch in chronologischer Reihenfolge erscheint.


Das Gläserne Grauen
Das Gläserne Grauen
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassig produziertes Horror-Hörspiel, in dem Tempo, Handlung, Action und Atmosphäre perfekt harmonieren, 17. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Gläserne Grauen (Audio CD)
Ein fulminantes Hörspiel, das Lübbe Audio hier vor dem großen Jubiläum dem geneigten Hörer offeriert. Dabei kommen selbst Puristen voll auf ihre Kosten, denn nachdem der erste Teil des zweiteiligen Hörspiels die Elemente von drei Romanen in sich vereint, bietet der zweite, vorliegende Teil die werkgetreue Vertonung eines einzelnen Werkes aus der Feder von Jason Dark. Dass es sich dabei nicht um den gleichnamigen Roman des Titels handelt, ist dabei nur ein kleiner Schönheitsfehler. Der Titel „Das gläserne Grauen“ passt zur Handlung nämlich wesentlich besser, als „Nachts, wenn der Wahnsinn kommt“. Dieser Roman liegt dem Hörspiel nämlich zugrunde.

Die Story um das Mädchen-Internat und die herrische Leiterin Elena Verusco (im Roman Propow) erinnert ein wenig an das LARRY BRENT-Hörspiel „Der Mönch mit der Teufelskralle“, doch damit erschöpfen sich bereits die Gemeinsamkeiten.

Ursula Sieg liefert als Diktatorin eine wahre Glanzleistung ab, ebenso wie Bernd Vollbrecht, der als Logan Costello nur einen kleinen Auftritt zu Beginn des Hörspiels hat. Der kann sich aber wirklich hören lassen und gehört zum Besten, was man bislang von Costello hören durfte. Glücklich scheint er über die Allianz mit der Mordliga jedenfalls nicht mehr zu sein. Doch man darf versichert sein, dass er der Serie auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Weniger bekannt in der Hörspielbranche ist dagegen der Name Souzan Alavi, eine junge persische Schauspielerin, die hier die Rolle von Carla Bergamo spricht, und das mit wirklich herausragender Leidenschaft und Finesse. Alexandra Langes Part als Erzählerin beschränkt sich dagegen auf das Nötigste, obwohl es immer wieder eine Freude ist, ihr zuzuhören.
Ebenfalls gut drauf sind natürlich die Stammsprecher Frank Glaubrecht und Martin May.
Die Musik ist absolut stimmig und harmoniert perfekt mit der düster-phantastischen Handlung, in der es zur Sache geht. Das wird auch durch die Effekte deutlich. Das gläserne Grauen wurde akustisch hervorragend in Szene gesetzt, ebenso wie Gorgos, der leider nur einen sehr kurzen Auftritt hat.

Das Hörspiel ist trotz seiner Länge von knapp 70 Minuten keine Sekunde langweilig, wirkt aber auch keineswegs hektisch. Die Handlung entwickelt sich flott, lässt aber auch genug Raum für die Entwicklung einer ansprechenden Gruselatmosphäre. Für die sorgt das Setting um das Mädchen-Internat und den Friedhof mit den gläsernen Kreuzen. Action bekommt der Hörer am Ende ebenfalls geboten, so dass der Zweiteiler um den Großen Alten Gorgos ohne Übertreibung zu den Highlights der Serie gezählt werden darf.


James Bond: Casino Royale
James Bond: Casino Royale
von Ian Fleming
  Broschiert
Preis: EUR 11,80

4.0 von 5 Sternen Ein großartiges Stück Kriminal-Literatur in herausragender Aufmachung, 15. März 2015
Rezension bezieht sich auf: James Bond: Casino Royale (Broschiert)
Mit diesem Band begründete Ian Fleming einen modernen Mythos, der noch heute, über ein halbes Jahrhundert später, nichts von seiner Faszination eingebüßt hat, obwohl die politischen Verhältnisse sich grundlegend verändert haben.
Zugleich bildet „Casino Royale“ in dieser Ausgabe aus dem Cross Cult Verlag aber auch den Auftakt der hierzulande ersten vollständigen und zugleich schönsten JAMES BOND-Edition überhaupt. Der Verlag hat keine Kosten und Mühen gescheut, um jeden einzelnen Roman mit einem exklusiven Titelbild des Künstlers Michael Gillette zu verzieren und die Texte neu übersetzen zu lassen.
Stephanie Pannen und Anika Klüver leisten größtenteils auch hervorragend Arbeit, obwohl ihnen im vorliegenden ersten JAMES BOND-Roman schon einmal ein kleiner Fauxpas passierte. So hebt Bond an einer Stelle nicht fragend die Augenbraue, sondern eine fragende Augenbraue, was sich reichlich seltsam liest.
Zudem fehlen an einigen Stellen ganze Wörter. Dabei handelt es sich zwar um Füllwörter, so dass der Kontext dennoch klar ersichtlich bleibt, dennoch wird der Lesefluss leicht gehemmt.
Die Handlung selbst ist weit weniger spektakulär als im gleichnamigen Kinofilm, in dem Daniel Craig sein Debüt als 007 gibt. Trotzdem ist der Roman spannend und fesselnd, obwohl sich die erste Hälfte noch recht holprig liest. Das liegt aber in erster Linie an den ausschweifenden Beschreibungen der Charaktere und der Spielregeln und Gewinnchancen von Baccara. Richtig gelesen, denn im Original wird keineswegs Poker gespielt.
In der zweiten Hälfte geht es dann richtig zur Sache, wenn Bond und Vesper Lynd in die Hände ihrer Feinde fallen. Der Leser bekommt hier einen authentischen Spionageroman geboten und keinen effektheischenden Action-Thriller mit technischen Spielereien und aufgemotzten Autos. Im Gegensatz zu den Filmen legte Fleming nämlich wert auf eine intensive Charakterisierung des Protagonisten. Wer also tiefer in die Welt von James Bond eintauchen möchte, kommt an diesen Romanen einfach nicht vorbei. Pflichtlektüre, nicht nur für Fans der Filme.


Frau Maier sieht Gespenster: Frau Maiers dritter Fall
Frau Maier sieht Gespenster: Frau Maiers dritter Fall
von Jessica Kremser
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Unterhaltsame, leicht verdauliche Krimi-Kost, 12. März 2015
Auch der dritte Fall von Frau Maier, geschrieben von Jessica Kremser, bietet dem geneigten Leser und Krimi-Fan unterhaltsame leichte Kost.
Flüssig und locker geschrieben, in kurzen Kapiteln und großer Schrift, bekommt der Leser hier seine ideale Urlaubslektüre serviert. Schon nach dem ersten Band „Frau Maier fischt im Trüben“ hat sich das Kultpotenzial der resoluten Rentnerin gezeigt, die bis heute ihren Vornamen nicht preisgegeben hat und allein mit ihrer Katze, ihren Kochbüchern und ihren Elvis-Platten in einem kleinen Haus am Chiemsee der Einsamkeit und Langeweile trotzt, indem sie sich immer wieder unaufgefordert in Kriminalfälle einmischt, über die sie zufällig stolpert.
Das Sujet wird dabei selten geändert und auch in ihrem dritten Fall wartet der Täter erst einmal auf Frau Maiers Erscheinen, um seine liederliche Absicht in die Tat umzusetzen. Sprich, den Mord gewissermaßen vor ihren Augen zu begehen. Eine willkommene Abwechslung für Frau Maier, die sich krampfhaft von ihrem mehr oder weniger selbstgewählten Eremiten-Dasein abzulenken versucht und immer noch ihrer verlorenen Liebe, dem Fischer-Karli, hinterher trauert. Natürlich sind die Parallelen zu Miss Marple unverkennbar und trotz des feinsinnigen Humors besitzt gerade der vorliegende Roman eine schwermütige Tragik, die die Lektüre ein wenig holprig macht. Vor allem Frau Maiers bizarre Träume und die Erscheinungen ihrer toten Konkurrentin Maria lenken zu sehr vom eigentlichen Geschehen ab. Bei den Ermittlungen gibt sich die Autorin Mühe Frau Maier und den Leser auf falsche Fährten zu locken, doch die Zufälligkeit, mit der dies geschieht, hinterlässt am Ende einen faden, unbefriedigenden Beigeschmack. Schon jetzt stellen sich gewisse Ermüdungserscheinungen ein. Zumal die Protagonistin durch ihre fast schon aufdringliche Liebenswürdigkeit eher langweilig wirkt. Frau Maier ist zu nett und gewinnt die Sympathien ihrer Mitmenschen viel zu schnell. Ein wenig mehr Ecken und Kanten würden der Figur gut tun. Gerade im vorliegenden Roman fehlt ihr zudem ein Gegenpart wie Kommissar Brandner.
Nichtsdestotrotz bietet der Roman solide, leicht bekömmliche und wenig spektakuläre Unterhaltung.


27:der Tätowierte Tod
27:der Tätowierte Tod
Preis: EUR 6,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Folge vor exotischer Kulisse und mit einem herausragenden Ensemble, 7. März 2015
Rezension bezieht sich auf: 27:der Tätowierte Tod (Audio CD)
Man muss schon sagen, Andrea Bottlinger hat sich erstaunlich schnell mit ihrem neuen Aufgabenbereich arrangiert. Bereits in der zweiten Folge von DORIAN HUNTER, zu der sie das Dialogbuch beisteuerte, ist kein Unterschied zu den Werken von Göllner und Ehrhardt festzustellen. Mit traumwandlerischer Sicherheit hat sie den Stil der Hörspielserie erfasst und umgesetzt, so dass der Hörer nahtlos in den Genuss neuer Abenteuer mit dem Dämonenkiller kommt. Leider vermisst man noch ein wenig den roten Faden, auch wenn sich in London bereits düstere Schatten am Horizont abzeichnen, denn die Inquisitions-Abteilung des Secret Service soll aufgelöst werden. Dorian Hunter hat indes ganz andere Sorgen, denn er soll einen Dämon namens Srasham aufspüren und vernichten. Kein leichter Job und die Folge ist in erster Linie wegen der großartigen Leistung der drei Hauptdarsteller Thomas Schmuckert (Dorian Hunter), Frank Felicetti (Donald Chapman) und Frank Gustavus (Marvin Cohen) hörenswert.
Die Handlung selbst ist weder besonders gruselig oder unheimlich und kann auch nicht mit den typischen Horror-Elementen aufwarten. Dafür gibt es einen Sekten-Plot, der nicht jedermanns Sache sein dürfte. Musik und Effekte sind mal wieder von exzellenter Qualität. Und neben den Hauptdarstellern, glänzen dieses Mal Peter Weis, Gennadi Vengerov, Suzan Demircan und viele weitere eher unbekannte Sprecher in ihren Rollen. Auffallend sind die zahlreichen ausländischen Namen, denn das Label gibt sich sehr viel Mühe die entsprechenden Akzente authentisch darstellen zu lassen. Somit trägt Zaubermond auch in Sachen Hörspiel zur Völkerverständigung bei. Natürlich darf auch in dieser Folge nicht die obligatorische Zankerei mit Miss Pickford, alias Regina Lemnitz, fehlen.
Trotz der eher mäßigen Handlung also dennoch ein gelungenes Hörvergnügen.


Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 1: Das Ende aller Zeiten
Futures End - Das Ende aller Zeiten: Bd. 1: Das Ende aller Zeiten
von Brian Azzarello
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeichnerisch und inhaltlich düsterer Superhelden-Comic, der Einblick in eine alternative Zukunft ermöglicht, 2. März 2015
Apokalyptische Szenarien und Crossover erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit im Comic- und Superhelden-Genre. Und mal ehrlich, alternative Zeitlinien und Paralleluniversen bieten seit jeher optimale Tummelplätze, um mal richtig die Sau raus zu lassen, beliebte Charaktere gleich reihenweise über die Klinge springen zu lassen und doch irgendwie zu wissen, dass es noch eine Möglichkeit gibt, alles ungeschehen zu machen.

So die Theorie.
Ob es Terry McGinnis aber wirklich gelingt, das Szenario, das optisch und inhaltlich stark an die TERMINATOR-Storyline erinnert, tatsächlich zu verhindern, steht in einem anderen Band. Insgesamt ist die Mini-Serie FUTURES END nämlich auf 8 Bände ausgelegt. Der 100 Seiten starke Auftaktband dient dabei eher als Appetizer und macht seine Sache auch richtig gut. Tatsächlich benötigt man relativ wenig Vorkenntnisse. Superman und Batman sind schließlich auch Nicht-Comic-Lesern ein Begriff, und das sicherlich nicht erst seit den neuesten Verfilmungen. Die anderen Pro- und Antagonisten lernt man im Laufe der Handlung kennen. Von Firestorm, Grifter und Terrific habe ich bis dato jedenfalls noch nichts gehört oder gelesen, bin aber mit den Figuren trotzdem schnell warm geworden.
Man verzeihe mir das Wortspiel im Zusammenhang mit Firestorm.

Angesichts der vielen parallel verlaufenden Handlungsstränge kommt Terry McGinnis leider nicht so richtig zum Zuge. Scheinbar müssen erst einmal alle Figuren richtig platziert werden, bevor die Handlung zahnradartig ineinandergreifen kann.
Auch optisch hat das Comic-Event einiges zu bieten und das Cover bietet den idealen Einblick in das neueste Abenteuer der DC-Helden.
Für die Zeichnungen sind Dan Jurgens, Aaron Lopresti, Jesus Merino, Patrick Zircher, Mark John Irwin, Ethan van Sciver verantwortlich, deren Stil sich perfekt ergänzt, aber auch nicht so gravierend unterscheidet, als dass die Geschichte wie zusammengewürfeltes Stückwerk anmutet. Tatsächlich bekommt man als Leser den Eindruck, es hier mit dem Auftakt zu einem gut durchdachten Comic-Adventure der Superlative zu tun zu haben. Die Spannung steigt und man wartet ungeduldig auf die Fortsetzung.


Star Trek - The Original Series 6: Die Glücksmaschine
Star Trek - The Original Series 6: Die Glücksmaschine
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mäßig spannendes Solo-Abenteuer von Kirk, 1. März 2015
Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder erscheint ein Roman der ersten STAR TREK-Generation, mittlerweile als THE ORIGINAL SERIES betitelt (= STTOS).

Autor des Romans ist dieses Mal nicht Jerry Oltion, sondern James Gunn. Doch wer mehr über den Verfasser erfahren möchte, sollte ihn nicht mit dem gleichnamigen Regisseur des Blockbusters GUARDIANS OF THE GALAXY verwechseln. Zu dem wird nämlich fälschlicherweise auf der deutschsprachigen Wikipedia-Seite von Ted Sturgeon verwiesen. Ted Sturgeon ist ein bekannter amerikanischer Science-Fiction-Autor, der auch die Drehbücher zu den Episoden „Landurlaub“ und „Weltraumfieber“ (auch: „Pon Farr“) verfasste. Die Story zum vorliegenden Roman „Die Glücksmaschine“ stammt ebenfalls von Sturgeon und sollte einst auch als Drehbuch für eine TV-Episode herhalten.
Wie mittlerweile alle wissen, ist es dazu nicht gekommen, denn trotz zahlreicher Protestaktionen von Fans und Mitwirkenden ist die Serie nach der dritten Staffel eingestellt worden. Ted Sturgeon starb schließlich im Jahr 1985 und so lag es an James Gunn, ebenfalls einem renommierten Autor von Science-Fiction-Literatur, das unvollendete Manuskript seines Freundes zu einem Roman zu vervollständigen, denn Gunn ist zugleich auch der Nachlassverwalter von Ted Sturgeon. Der Roman selbst stammt bereits aus dem Jahr 1996, ein Zeichen dafür, wie sehr wir deutschen Leser hinterherhinken.

Herausgekommen ist eine faszinierende Geschichte und ein wirklich unterhaltsamer Science-Fiction-Roman, dem es leider an der typischen STAR TREK-Atmosphäre mangelt. Nun ist das Thema um die absolute Glückseligkeit, ein angebliches Paradies und globale Manipulation der Bevölkerung für STAR TREK alles andere als neu. Tatsächlich erinnert der Roman frappant an eine Mischung aus den Episoden „Landurlaub“ (ohne deren Humor) und „Landru und die Ewigkeit“ (ähnlich langweilig).
Und wie es zu Zeiten der Produktion von STTOS nun einmal so war, wird auch hier kein Bezug zu anderen Erlebnissen oder Episoden genommen. Hätte sich Kirk an die oben erwähnten Folgen erinnert, wäre die Wiederholung des Plots weit weniger ärgerlich gewesen. Auch von der ominösen Dannie hat man vorher nie etwas gesehen oder gehört und auch später spielt sie keine wichtige Rolle mehr. Selbst im Roman dient sie lediglich als einer der Aufhänger, denn Kirk findet rasch eine neue Gespielin.
Außer Kirk kommen noch Dr. McCoy, Mr. Spock, Lt. Uhura und Scotty in der Geschichte drin vor. An Mr. Sulu und Checkov wird keine einzige Silbe verschwendet, und auch die restlichen Charaktere erfüllen nur einen untergeordneten Zweck. Sie müssen eben dabei sein. Genau wie der obligatorische Streit zwischen McCoy und Spock, wobei der Schiffsarzt hier relativ milde wirkt.

Kaum, dass seine Gefährten einen Weg gefunden haben, um ihrem Captain beizustehen, werden sie auch sogleich in Haft genommen. Hier erfährt der Roman eine drastische Wendung, denn bevor auch Kirk festgenommen werden kann, um als Arbeiter seinen ersten Zahltag genießen zu können, der ihn auf den Geschmack bringen soll, wird er von einer Gruppe Revolutionäre entführt, die mit der hiesigen Walspezies zusammenarbeitet. Wie auf der Erde handelt es sich um warmblütige Säugetiere, die im Meer leben und deren Intelligenz höher eingeschätzt wird, als die des Menschen. Hier wird es etwas schräg und Kirks Kampf gegen den Eisgletscher, der von der Glücksmaschine als subtile Waffe zur Beseitigung der Rebellen herangezogen wird, ist langatmig und ermüdend. So wie der ganze Roman, dessen Botschaft, so interessant und faszinierend sie sein mag, sich schnell erschöpft. 300 Seiten hätte es für diese Geschichte jedenfalls nicht gebraucht. Zumal man den Eindruck bekommt, dass die Szenen mit den Rebellen, den Walen und dem Gletscher nur eingebaut wurden, um die Story ein wenig auszuschmücken.
Auch das Finale hat nichts wirklich Neues zu bieten, so dass man sagen muss, dass dieser STAR TREK-Roman nur etwas für Sammler und Komplettisten ist.


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