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Rezensionen verfasst von
Bint-Lilith

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Mein Land
Mein Land
Preis: EUR 1,29

4.0 von 5 Sternen Mein Land, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Mein Land (MP3-Download)
Ich frage mich ob "Mein Land" besagtes provokantes Lied ist, dass es nicht auf LIFAD schaffte? Allzu provokant fand ich es zumindest nicht, aber auf jeden Fall interessant und ein Text der interpretierfähig ist!

Nachdem ich vom aktuellsten Album Rammsteins relativ enttäuscht war, bin ich aber von "Mein Land" ziemlich begeistert. Als ich es zum ersten Mal hörte bzw. dazu das Video, dachte ich ehrlich "was zum Teufel ist das...". Wobei das Video interessant ist. Aber dann merkte ich, dass das Lied echt hängen bleibt und mittlerweile höre ich es wirklich gerne. Bin den Jungs dankbar, dass sie es als Single auskoppelten. Macht aber nicht 100% die Enttäuschung durch LIFAD wett.
Mein Land passt für mich. Sowohl vom Text, als auch musikalisch. Dennoch ist Tills Gesang hier mMn gewöhnungsbedürftig.


Homescapes Badematte Duschvorleger Badteppich Damast 50 x 80 cm aus 100% reiner Baumwolle, waschbar bei 40 Grad, saugstark, rutschfest und pflegeleicht in blau und türkis
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Wunderschöner" Badeteppich, 28. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin von der Ware ziemlich enttäuscht. Der Badeteppich wird als "wunderschön" beschrieben. In Wahrheit sehen die Farben viel billiger und ausgeblichener aus - Photoshop halt, Werbestrategie. Zudem fuselt der Teppich extrem und ist als Badematte dementsprechend unbrauchbar. Ich bin froh, nicht das Set gekauft zu haben. Der Preis ist ok, aber es gibt für weniger, definitiv bessere Qualität. Schade.


Pamiu: Liebling der Götter
Pamiu: Liebling der Götter
von Birgit Fiolka
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Dorian Gray im alten Ägypten?, 30. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pamiu: Liebling der Götter (Taschenbuch)
Diese Rezension enthält Spoiler.

Zwar verflucht Pamiu nicht sein eigenes Abbild und hört auf zu altern, doch erweist die Story mMn gewisse Ähnlichkeiten zu dem viktorianischen Gentleman. Vielleicht liegt es auch nur an mir, oder Fiolka, hatte sich ein Beispiel für Pamius Eitelkeit, welche ins Verderben führte, genommen (was selbstverständlich nicht unlöblich ist).
Der junge Pamiu, wunderschön, von allen bewundert und geliebt ' selbst vom Pharao Khufu -, erweist sich in seiner Eitelkeit als machthungrig und gierig und betrügt für sich selbst, die Menschen die er liebt und denen er ein Versprechen gab. Um sich selbst nicht zu schaden und an Macht zu gewinnen, beginnt er sogar für den Pharao und dessen Mutter zu morden. Ohne dabei zu verstehen, dass gerade diese Opfer ihn verändern und dem einstigen Pamiu schaden. Also folgen Jahre der Wollust und Habsucht, in denen Pamiu zu Ruhm und Ansehen kommt. Seine Jugendliebe Neferiabet, deren Mutter er im Kindbett vor ihrem Tod versprochen hatte, Neferiabet stets zu schützen, wird schließlich gezwungen ihren verhassten Bruder, den Pharao, zu heiraten, um sie von Pamiu fernzuhalten. Letztlich geben sich Pamiu und Neferiabet doch ihren Gefühlen hin und Neferiabet bleibt schwanger, was Pharao und Erstgemahlin prompt erfahren und die beiden trennen und bestrafen. Neferiabet, welche nach der Geburt der Tochter verbannt wird, da Pamiu sich für sich selbst und nicht für die Frau entschlossen hatte, vergiftet sich selbst und stirbt im Kindbett, wie einst ihre Mutter. Neferiabet erinnerte mich hier an Sibyl Vane, welche sich verschmäht von Dorian, ebenfalls das Leben nahm. Nun kann Pamiu um seine unglückliche Geliebte trotz Trauer keine Träne weinen. Wie könnte er auch, da er doch in Hochmut und Eitelkeit verfallen ist? Schließlich beginnen die Charaktere zu bereuen und sich zu wandeln. Pamiu verliert seinen Stand und seine Habe und in den Süden verbannt. Etc.
Pamiu ist das zweits Buch Fiolkas, welches ich lese und gefällt mir doch um einiges besser als Bint-Anat. Es ist, was die Geschichte anbelangt, doch ein wenig oberflächlich und erwähnt historische Details lediglich (beispielsweise die im Buchrücken erwähnte Cheopspyramide. Nur ihr Fundament wird beschrieben und der Missmut der Arbeiter). Aber der Roman ist auch nur auf 270 Seiten ausgelegt, in denen die Tragweite der Charaktere wichtiger ist. Und die Charaktere sind meines Erachtens wirklich gelungen. Pamiu ist alles andere als ein perfekter, stereotyper Protagonist, der Pharao ein cholerischer, eifersüchtiger, egoistischer Herrscher (angeblich von Herodot belegt), die Frauen, wie so oft, zänkerisch und intrigant (abgesehen von einer Esoterikerin, die erst gegen Ende auftaucht). Keine der Personen würde mit dem Morden zögern. Mir gefiel es, dass die Charaktere allesamt nicht perfekt (wenn auch wunderschön') waren, sondern schlechte und lasterhafte Seiten haben. Einiges, so wie die Treue und Loyalität, die Pamiu mit dem Pharao verbindet, erscheinen zum Teil dennoch unglaubwürdig (hat Pamiu ihn zu Beginn gar nicht gemocht und war ihm später treu ergeben).
Zudem weist der Roman Charakterentwicklungen vor. Leid und Angst, lassen die Personen im Roman Reue verspüren und somit versuchen sie ihre Taten zu sühnen. So auch die zunächst 'böse' Meritates, die den Hass zwischen ihr und Neferiabet, der ihnen in die Wiege gelegt wurde, schließlich leid wird und emanzipierte Züge aufweist. ;) In einer Szene meint sie zu Neferiabet in etwa 'wir sind zwar Feindinnen, aber sind wir nicht auch Frauen? Warum müssen wir uns den Männern hingeben [']'. Meritates und Pamiu sind für mich die beiden tiefgründigsten Charaktere, welche am meisten Entwicklung aufzuweisen haben (Pamiu insofern, dass er sich in der Verbannung, frei von Ruhm und Ehre, schließlich zum ersten Mal 'frei' fühlt und sich dem Alter 'im Gegensatz zu Dorian - und dem Schicksal hingab).
'Pamiu ' Liebling der Götter' ist vielleicht kein Stück Weltliteratur, aber Fiolka lässt den Leser durch detaillierte Beschreibungen kurz in die faszinierende Welt Ägyptens eintauchen und, auch wenn man sich nach dem Lesen nicht als erleuchteter Historiker fühlt, hat somit einen interessanten und eigentlich ganz guten historischen Roman für zwischendurch geschrieben.


Aisha. Das Juwel von Medina
Aisha. Das Juwel von Medina
von Sherry Jones
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Das Juwel von Medina, 24. Mai 2010
Es ist nicht ganz so schlecht, wie ich gehört hatte. Ein Manko ist die Ich-Perspektive, die zwar hier passt, aber meines Erachtens ungünstig für einen historischen Roman ist. So versteht man zwar viel Aischas Denkweise, aber wenn ich ehrlich bin, wäre mir die Denkweise der Umma zu erfahren lieber, als die ständige Eifersucht und das kindische Benehmen Aischas. Vieles wird leider nur Angerissen. Die Story hätte noch mehr Potential. Die Figur Mohammeds und die Entwicklung Aischas Gefühle für ihn, waren mir uneinsichtig. Wenn ich ehrlich bin, stand ich auf der Seite Safwans und konnte die Beweggründe der Haremsfrauen mehr verstehen als die, der anderen. Ich hätte mir viel mehr politische, historische und auch religiöse Details gewünscht, um wie gesagt, Mohammed besser zu verstehen können. Meistens wurde erwähnt, aber leider nie vernünftig fortgesetzt. Vielleicht verlange ich aber auch zu viel. Was mir ebenfalls nicht gefiel, waren viele zu moderne Ausdrücke und Storyentwicklungen. Aischa erwähnt beispielsweise ihren "schönen Teint" o.ä. und die Sache mit Safwan, welche historisch belegt ist, zumindest heißt es, sie sei passiert, ist in dem Roman auch unglaubwürdig. Die Beweggründe und die Konsequenzen sind mir zu "phantastisch". (Ich meine damit, Aischa, als Frau des Propheten, lässt sich mal eben so mit ihrer Jugendliebe ein, küssend, sich berührend, aber Nein! Kein Ehevollzug! Sie liebt doch Mohammed! ...!? Und selbstverständlich wird es nach einigen Sticheleien gegen Aischa irgendwann vergessen. Aber wer weiß, wie es sich wirklich abgespielt hatte.)
Ich hatte zu Beginn meine Zweifel, aber es hat Spaß gemacht zu lesen. Mir waren letztlich Hafsa und Safwan sympathisch und einige Details und Beschreibungen gaben dem Buch Pluspunkte. Wobei ich hörte, es gäbe bessere Romane zu der Story um Mohammad und Aischa. Eventuell lese ich die Fortsetzung oder auch ein Werk eines anderen Autors. Jedenfalls ist der Roman alles andere als skandalös.


Bint-Anat - Tochter des Nils
Bint-Anat - Tochter des Nils
von Birgit Fiolka
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bint-Anat - Tochter des Nils, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Bint-Anat - Tochter des Nils (Taschenbuch)
Ein gutes Buch über das alte Ägypten. Wobei ich denke, dass das Potential der Geschichte nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Der Schwerpunkt lag auf der Charakterentwicklung (welche gut war. Alle Charaktere sind nicht im stereotypen schwarz-weiß Schema, sondern haben ihre starken und schwachen Seiten. Die junge Bint-Anat war mir dann aber doch zu klug, aber je älter sie wurde, desto "menschlicher" wurde sie. Und diesen narzisstischen Aspekt den sie und ihr Vater teilten, war für mich dann ausschlaggebend), anstatt der tiefergehenden Story (ich meine damit, dass das Buch viel weiter gehen könnte. Es springt sehr oft zwischen mehreren Jahren und verleiht dem Erzählstil ein hektisches Tempo. Mir persönlich fehlen viele historische Aspekte.) Was löblich ist, sind die vielen Intrigen und Handlungsstränge, die die Story sehr interessant und spannend machen. Zumindest sah ich dies so.
Knapp 400 Seiten ist Bint Anat, aber es hätte ruhig mehr sein können. Ohne Zweifel ist Fiolkas Schreibstil gut. Sie schreibt flüssig und der Zeit (größtenteils -es gab an einigen Stellen Ausnahmen, die mich zweifeln ließen-, und soweit es vom 21. Jahrhundert aus geht) angepasst. Ich bin begeistert und würde noch etwas von ihr lesen.


Der Medicus
Der Medicus
von Noah Gordon
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noah Gordon - der Medicus, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus (Taschenbuch)
(Enthält Spoiler)
Profan gesagt, gefällt mir der Teil in dem Rob als Jude getarnt ist, am besten. Das Ende gefiel mir gar nicht (auch wenn der Teil der in London spielt, wichtig ist, um zu zeigen, dass das Gelernte in England nicht akzeptiert wurde. Das Ende ist selbstverständlich Geschmackssache und dies ist nur meine Meinung, was nicht bedeuten soll, das Buch sei schlecht) und auch der Anfang langweilte mich zunächst. Vor allem war ich zu Beginn abgeschreckt von der derben Sprache. Ich habe es auf Englisch gelesen und ich weiß nicht wie die Übersetzung gelungen ist, aber Gordon benutzte Ausdrücke, die mich zusammenfahren ließen. Ich war jedoch froh, dass ich weitergelesen habe!
Es gibt einige historische Ungenauigkeiten ja, aber insgesamt, ein sehr sehr interessanter historischer Roman. Ich liebte den Teil in Isfahan abgöttisch. Wobei ich sagen muss, dass mir Rob (und vor allem Margaret....) nicht halb so sympathisch waren wie Mirthin (hieß er so?) oder Karim. Außerdem gab es Charaktere, die ich so gerne näher kennen gelernt hätte, z.B. Despina the Ugly. Wunderbar stellt Gordon den Eifer und Ehrgeiz Robs Medicus zu werden, dar. Er bringt dem Leser das mittelalterliche Iran/Persien (ich weiß nun wirklich nicht, wie authentisch Persien dargestellt wurde), den Islam und vor allem das Judentum, und deren Denkweisen näher.
Gordons Kenntnisse, insbesondere was die mittelalterliche Medizin angeht, haben mich sehr beeindruckt. Für manch einen mögen einige Szenen zu realistisch sein, aber vor allem das war es, was mir am meisten gefiel. Mit den Augen eines Mediziners eben.
Ich habe das Lesen sehr genossen. War am Ende entsetzt, mein Herz gebrochen (Karim...!) und schließlich fand ich mich mit Robs Entschluss ab. Aber der mittlere Teil ist immer noch am schönsten. :)


Myron
Myron
von Peter Motram
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Myron - ein herrlicher historischer Roman, 21. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Myron (Taschenbuch)
Gestern las ich dieses Buch zu Ende und bin restlos begeistert! Myron wurde 1973 von Peter Motram veröffentlicht und ist ein eher unbekanntes Werk. Über den Autor fand ich (außer weiterer Belletristik, die ich allesamt schon bestellt habe), leider kaum etwas.
Myron spielt im antiken Athen (c.a. 410 v. Chr., zur Zeit des Peloponnesischen Krieges von Sparta und Athen). Myron ist ein junger Mann, ein Ephebe (was so viel wie 'Pubertierender' bedeutet) von der Insel Milos (Aphrodites Insel übrigens). Milos ist den Athenern, geführt von Alkibiades (historische Figur und Tatsache), ein Dorn im Auge, da es offenbar mit den Spartanern alliiert war, woraufhin die Athener die Insel belagern und den größten Teil der zivilen Bevölkerung auslöschen (und den übrig gebliebenen versklaven). Myron entkommt, indem er von Piraten aufgenommen wird. Mit 16 führt sein Weg ihn ins verhasste Athen. Somit kommt die Geschichte ins Rollen.
Myron ist ein historischer Roman genau nach meinem Geschmack. Vielfältig und vielschichtig. Das in den Roman eingebaute breitgefächerte Wissen Motrams, der sich zu Studienzwecken lange an der Ägäis aufgehalten hatte, lässt den Leser somit in das Geschehen, in die antike Welt eintauchen und die Geschichte wahrlich miterleben. Motram unterrichtet den Leser über das Leben in Athen, das Denken der damaligen Bürger, ihrer Philosophie, ihrer Politik, gefangen zwischen Oligarchen und Demokraten.
Die Charaktere sind allesamt unterschiedlich und vor allen Dingen tiefgründig und keine stereotypen, einseitigen Personen, wie oft der Fall. Allesamt haben sie schlechte und gute Züge und insbesondere der Hauptcharakter Myron entwickelt sich sehr im Laufe der Story. Und so ist auch die Story: Voll mit überraschenden, oft unvorhersehbaren Wendungen. Zumal die Geschichte keineswegs an nur einem Ort spielt, sondern über Jahre auf der Peloponnes verteilt (Delphi, Olympia').
Motram beschreibt die Umwelt wunderschön und mit Details, wie sie nur ein Kenner nennen könnte. Ich selbst war noch nicht auf Milos, aber auf Paros, einer nahegelegenen Kykladeninsel und konnte mir somit seine Beschreibung nicht nur vorstellen, sondern zustimmen (und die Sehnsucht nach meiner Heimat wieder umso größer werden lassen. ' Wobei ich eine der wilden Thrakier, bzw. barbarischen Makedonier bin, wie im Buch diese Völker benannt werden). Ferner benutzt Motram liebreizende Umschreibungen für Personen, Szenen und insbesondere Liebesakte, die besonders in historischen Romanen beinah inflationär zu sein scheinen. Er beschreibt den Akt kaum an sich, sondern benutzt für die antike so typische Metaphern (ich erinnerte mich beispielsweise an die Szene im vierten 'so glaube ich-, Buch der Aeneis von Vergil. Dido und Aeneas in der Höhle).
Gegen Ende des Buches, entkam sogar eine Träne meinen Augen, was mir bei Literatur nicht oft passiert und spätestens da wusste ich, dass Myron sich zu einem meiner liebsten Bücher avanciert hatte.
Leider kennt Myron wahrscheinlich kein Mensch und ich kenne es auch nur, weil es zufällig den Weg von einem Antiquariat zu meiner privaten Bibliothek fand und auch erst nach Jahren angerührt wurde. Und dann in einem Zug las ich es durch. So ein wunderbares Buch. Ich habe mir nun weitere Belletristik Motrams bestellt und bin gespannt!


Naokos Lächeln: Nur eine Liebesgeschichte - Roman
Naokos Lächeln: Nur eine Liebesgeschichte - Roman
von Haruki Murakami
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Norwegian Wood - Naoko's Lächeln, 28. März 2010
Der Roman spielt 1969 in Tôkyo und handelt von Tôru Watanabe, einem Student der Theaterwissenschaft, der sich nach dem Suizid seines besten Freundes, um dessen psychisch kranke Freundin Naoko zu kümmern beginnt und sich auch in sie verliebt. Naoko bezeichnet sich selbst als 'verstört'. Dennoch liebt Tôru sie, trotz ihrer Krankheit, weswegen sie später auch in eine Heilanstalt geht. Zu der Zeit trifft Tôru auf die extrovertierte Midori, mit der ihn eine tiefe freundschaftliche Beziehung verbindet.
Der Roman lebt nicht nur von dem Plot, sondern von den Charakteren. Jeder der vorgestellten Personen besitzt Tiefgründigkeit und seine eigene Tragik. Der gesamte Roman über, ist von einer Melancholie erfüllt. Murakamis Wortwahl und die wunderschönen Metaphern, der direkte Einbau der Jahreszeiten und der Umwelt der Personen, unterzeichnen dies.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive Tôrus geschrieben. Solche Perspektiven finde ich oftmals heikel, da ich die andere praktischer finde, aber in 'Norwegian Wood' passt sie. Denn so können Tôrus Gedanken und Gefühle dargelegt werden. Und ich muss sagen, diese Gedanken und Gefühle, sind weitaus geglückter, als bei vielen anderen solcher Ich-Erzählungen. Dadurch, dass Tôru die Geschichte erzählt, kann sich der Leser weitaus besser mit Tôrus Handeln und Empfinden auseinander setzen.
Sehr offen, manchmal zu offen, werden Sexualität und explizite Szenen eingebaut. Murakami wird hier jedoch nie vulgär, sondern bleibt natürlich und beinah zart, obwohl die Szenen oftmals intensiv sind. Wobei ich sagen muss, dass mir bei der letzten dieser Szenen, gegen Ende des Buches, ein wenig die Haare zu Berge stiegen. Das mag an meiner manchmal konventionellen Ansicht liegen, aber die Vorstellung des Zusammenseins dieser Charaktere, empfand ich als unschön. Ich sage aber nicht, welche zwei Charaktere.
Das Ende ist ein wenig offen und lässt den Leser mit Fragen zurück, doch es gibt Hinweise, die zum Antworten bilden helfen können.
Das Buch gefiel mir ungemein. Es fesselte mich sofort und trotz Zeitumstellung lies ich es gestern bis Tagesanbruch. Ich liebte die Charaktere und ihre Entwicklungen (vor allen Dingen Midori). Ich liebte die vielen Erwähnungen, anderer berühmter Autoren und Werke (u.a. 'The Great Gatsby') Ich liebte den allgegenwärtigen Hauch des Todes und die düstere Atmosphäre, der der Geschichte innewohnte. Den Originaltitel, auch wenn 'Naokos Lächeln' ebenfalls sehr schön ist, finde ich letztendlich passender. Denn mit Wood (im japanischen 'Norwegian Mori', also Mori als Wald, wohingegen der Beatles-Titel um Wood als Holz geht) wird vieles im Buch in Verbindung gebracht. Wälder und Landschaften sind wichtige Handlungsorte, Midoris Name bedeutet grün etc. , außerdem liebt Naoko den Song.
Murakamis Schreibstil hat mich sehr beeindruckt, er gilt eben nicht nur so, als einer der bedeutendsten Autoren Japans, (Er hat an der Waseda-Universität in Tôkyo studiert, an die ich auch wollte, wofür ich aber zu arm bin. ;( Weiter als Bewerbung ausdrucken kam ich ohnehin nicht. Aber zurück zum Thema) und ich werde mir auch seine anderen Werke zu Gemüte führen. 'Norwegian Wood' ist ein schönes, wenn auch sehr trauriges Buch, dass ich nur empfehlen kann. Wie die Meeresbrandung, rauschte die Geschichte und erfüllte mich ebenfalls mit Schwermut und Melancholie. Natürlich sind Murakamis Bücher Geschmackssache. Ich habe viele vernichtende Rezensionen gelesen, aber das ändert nicht meine Meinung bezüglich "Norwegian Wood".
Im Herbst dieses Jahres wird der Roman verfilmt. Die Hauptrolle des Tôru übernimmt Ken'ichi Matsuyama (er spielte 'L' in den Death Note-Filmen). Ich freue mich sehr auf den Film!


Star Ocean - Till the End of Time
Star Ocean - Till the End of Time
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 50,80

4.0 von 5 Sternen Star Ocean 3 - Till the end of Time!, 9. Juli 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich ein leidenschaftlicher Rollenspieler bin, traf ich irgendwann auch auf dieses Spiel. Nachdem ich es begonnen hatte, warf ich es aufgrund der enttäuschenden Grafik nach einer halben Stunde erstmal in eine Ecke. Ein halbes Jahr später spielte ich es aber zum Glück weiter. Ich gewöhnte mich also an die Anime-Grafik und der Hauptcharakter war mir sogar sympathisch. Als schließlich der blonde Klausianer und Nel noch dazu kamen, hatte mich ein gewisser Suchtfaktor gepackt. Schnell realisierte ich wie wichtig das Leveln in diesem Spiel ist, um überhaupt ein wenig weiter zu kommen. Aber nicht nur das Leveln sind in diesem Spiel wichtig, sondern beinah jede Kleinigkeit (z.B. hängt von den Antworten denen man den Charakteren gibt ein Teil des weiteren Spielablaufs ab).
Bevor ich hier aber weiter einen Erfahrungsbericht schreibe, fasse ich schnell die positiven und negativen Eindrücke zusammen:
Die Welt des Spiels ist meines Erachtens sehr groß und vielfältig, es gibt ein schönes Kampfsystem, die meisten Charaktere sind sympathisch und nicht eindimensional, der Spaßfaktor ist hoch und die Geschichte hat mich persönlich sehr angesprochen.
Jedoch ist die Grafik wie erwähnt gewöhnungsbedürftig und das Leveln könnte für manchen ziemlich lästig sein. Wer anders als ich keinen Spaß am Trainieren hat, könnte schnell aufgeben. Ferner ist das Spiel sehr lang (Ich habe 100 Spielstunden gebraucht...), und man muss es zwei- oder dreimal spielen um alle Trophäen zu sammeln, Geheimnisse zu entdecken u.s.w. (ohne Komplettlösung versteht sich)

Dementsprechend handelt es sich bei Star Ocean 3 um ein anspruchsvolles Spiel, das jedoch meinen Geschmack voll und ganz getroffen hat.
Ich vergebe 4 Sterne, da mir die Animegrafik nicht besonders gefällt und das viele Leveln für den gemeinen Konsolennutzer anstrengend sein könnte.


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