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Rezensionen verfasst von
"guidancekid"

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The 2nd Creation
The 2nd Creation
Wird angeboten von Resell MC
Preis: EUR 14,54

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue & alte Wege, 23. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Creation (Audio CD)
Die beiden Stuttgarter Duptribe haben nach dem Erfolg ihres Nr.1 - Club-Hits "SOS" den Schritt weg von der Tanzfläche in Richtung Lounge gewagt.
Die Rhythmen sind insgesamt relaxter, die Harmonik und Melodieführung vielschichtiger und doppelbödiger als der Erstling, welcher ja für die Clubs gedacht und somit absichtlich tanzbar gehalten wurde.
Natürlich brechen auf dieser 13 Titel umfassenden CD Uptempo-Remineszenzen durch, so z.B. bei "Would U" oder dem bezeichnenden „Don't slow down"; allerdings hält sich dies in bartauglichem Rahmen - Duptribe sprechen eben doch das sitzende Publikum der Bars an. Recht schnell wird klar, daß Beats und Elektronik zwar als zwingend empfunden werden, jedoch immer im Hintergrund einer Aussage stehen. Bei Duptribe sind es vor allem Collagen verschiedenster z.B. indischer („Girl from Mogadishou") oder afro-amerikanischer („Negra Samba") Herkunft, die den roten Faden für eigentlich traditionelles Songwriting bilden. Und hier liegt die große Stärke der CD: wo durch elektronisches Werkzeug der Rahmen gebildet wird, drängen sich auf angenehme Weise fast schon klassische Motive auf, die wie in einer guten Ausstellung von hier nach da führen, Anregungen geben, konfrontieren, aber nie ins Plakative abdriften.
Natürlich ist Jazz („Grahams Limit") dabei, sogar punkige Anleihen („Tasmanian Tiger") geben sich mit astreinen Electro-Analog-Sounds die Hand - modern ist diese CD allemal. Darüberhinaus ist das bekannte „SOS" auf dem Silberling zu finden, ebenso wie der augenzwinkernden Remix der Titelmelodie des Louis des Funes-Klassikers „Le soup aux choux".
Absoluter Höhepunkt der CD ist jedoch der Titel „Girl from Mogadishou", welcher nach einer Gesamtspielzeit von 68:35 auch den Abschluß einer CD bildet, die dem unüberschaubaren elektronischen Musikmarkt den Weg in eine Richtung weist, von der aus er sich einst gelangweilt auf die große Reise gemacht hat: das einfache, konservative, traditionelle Songwriting. Genau, richtig gelesen: Gesang, Strophe, Refrain, Gitarre - auch wenn es eine Sitar ist...
Girl from Mogadishou vereint die Extreme scheinbar unvereinbarer Musikrichtungen und beweist, daß musikalische Progressivität Hand in Hand mit klassischen Konzepten gehen kann, wenn mans - wie im Fall Duptribe - richtig macht und in den Vordergrund stellt, was in den Vordergrund gehört.


Black Isle Compilation II
Black Isle Compilation II

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preis/Leistung unerreicht!, 25. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Black Isle Compilation II (Computerspiel)
Defibrillation (Wikipedia): "Die Defibrillation kann ... im Rahmen der Reanimation ... eingesetzt werden."
Anfang 1998 defibrillierten die Black-Isle-Studios mit ihrem Stromstoß "Baldurs Gate" das seit 1994/1995 totgeglaubte PC-Rollenspiel-Genre quasi im Alleingang. Die inzwischen weit vorangeschrittene PC-Technik ermöglichte endlich eine zwar regelgetreue, aber spielbare Umsetzung der bekannten AD&D-Regeln, die bisher in Computerspielen entweder vernachlässigt oder in nervtötend anstrengenden, rundenbasierten Ekel-Look-Adventures zum Einsatz gekommen waren.
Die Baldurs Gate-Engine war so gut, daß sie gleich dutzendfach kopiert wurde, auch aus dem eigenen Hause. So fällt schnell auf, daß zumindest äußerlich zwischen dem zuletzt im Jahre 2003 erschienenen Icewind-Dale II und dem bereits genannten Debutwerk wenig Unterschied besteht. Das macht allerdings auch nichts aus, wartet diese Compilation doch mit einer inhaltlich und gameplay-technischen Bandbreite auf, die schwer glauben läßt, daß es sich durch die Bank um Produkte ein und derselben Firma handelt.
Sowohl Liebhaber freier Gestaltungsmöglichkeiten in einer unüberschaubar großen Welt (BG II) als auch Freunde linearer Bildschirm-Vergnügungen (Icewind Dale) kommen hier auf ihre Kosten, wobei ich als Anhänger non-linearen Gameplays aufgrund des hochgelobten Soundtracks dennoch gerne Icewind Dale gespielt habe.
Man kann bemängeln, daß es keine "Goodies" gibt - alle Dokumentationen befinden sich auf CD, den Soundtrack von IWD muß man sich nach wie vor im Spiel anhören oder extra kaufen. Lediglich von diesem Standpunkt aus betrachtet ist diese Box eigentlich enttäuschend, jedoch ist diese Bezeichnung bei der Fülle dieser exzellenten Titel - und zu diesem Hammer-Preis! - einfach nicht angebracht.


SOS (the sound of silence, 4 versions, 2003, Simon & Garfunkel-cover version) [Vinyl Single]
SOS (the sound of silence, 4 versions, 2003, Simon & Garfunkel-cover version) [Vinyl Single]

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsequent und nicht unumstritten, 24. Januar 2005
Wer braucht Cover-Versionen älterer Titel, die krampfhaft versuchen, das Original nachzuäffen? Richtig, niemand.
Nun, diese Cover-Version ist anders. Allein schon der Gedanke, ein Simon & Garfunkel - Stück als House-Remix zu covern, dürfte bei Fans des genialen Duos das Wort "Blasphemie" wie troubled water hervorquellen lassen. Jedoch wird gerade dadurch eine Hommage an die Songwriting-Qualitäten des Genies Paul Simon gesetzt, der übrigens himself die Lizenzierung dieser Cover-Version bewerkstelligt hat.
Man merkt, daß dieser Song gut ist, gerade WEIL er auch als Dance-Stück funktioniert - so toppte diese Vinyl-Maxi im Frühjahr 2004 die Deutschen Club Charts, weshalb es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis eine erneute Veröffentlichung für Furore sorgt.
Anerkennenswert auch die Tatsache, daß hier offensichtlich die Vocals nicht gesampled, sondern von einem eigens dafür engagierten Sänger komplett neu eingesungen wurden.
Insgesamt frischer Wind in der Dance-Szene durch zeitloses Songwriting.


Hefte raus - Klassenarbeit!
Hefte raus - Klassenarbeit!

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karten neu gemischt..., 24. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Hefte raus - Klassenarbeit! (Audio CD)
Helge Schneider bringt es immer wieder fertig, einen zu überraschen. Auf dieser CD bringt er ein für Schneider-Fans zwar nicht völlig neues, jedoch in dieser Perfektion immer auffälligeres Element ein: er imitiert u.a. Udo Lindenberg, Udo Jürgens und Elvis gekonnt, ohne sich lediglich auf den Reiz der Imitation zu verlassen. Wenn Helge von der "in der Kate mit der Karte gezogenen Karte" fabuliert oder sich mit gepreßter Helge-Stimme ein Gesangsduett mit Elvis liefert, ist die Stimmen-Imitation zwar hilfreich, aber nur nettes Zubrot zur an sich schon ganz schön gekonnt beobachteten Skizze besagter lebendiger und verstorbener Zeitgenossen. So bringt er gerade bei der Udo-Jürgens-Imitation anhand ständig wechselnder pseudo-klassischer Tonartwechsel dessen nervtötende Möchtegern-Operettenhaftigkeit voll auf den Punkt.
Natürlich hat Helge auch wieder was zu erzählen ("Vertan", "Kreuzworträtsel"), spielt mit dem Publikum ("Vogelhochzeit") und bietet (wenn dieses Mal auch recht wenig) Jazz ("Mood Indigo", "Sunny"), so daß niemand zu glauben braucht, dies sei eine Stimmen-Imitations-CD.
Das mit den Imitationen ist nur die weitere neue Facette eines Künstlers, bei dem man sich fragt, ob es etwas gibt, was er eigenlich nicht kann.


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Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 19,48

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentiell für Freaks und Neulinge, 24. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: 1 (Audio CD)
Meistens sind Bands entweder bekannt und auf lange Sicht belanglos oder einflußreich, aber unbekannt. Nicht so bei den Beatles. Nur die allerwenigsten Bands haben sowohl die Popmusik beeinflußt als auch den Markt dominiert. Von daher muß man als Rezensent auf gängige Klischees bei der Beurteilung eines Beatles-„Best-of"-Albums verzichten, denn hier kann man immer davon ausgehen, daß sowohl Liebhaber tiefgehender Konzept-Alben als auch Freunde der großen, süßen Pop(schein)welt auf ihre Kosten kommen.
Jetzt werden sich die Freunde schwerer Kost darüber aufregen, daß hier wahllos alle Nr. 1-Hits auf eine CD geschmissen worden sind. Das stimmt nur zur Hälfte - Nr. 1-Hits sind es fürwahr (27 an der Zahl!), „wahllos" jedoch trifft bei einer Band wie den Beatles nicht zu, denn die Charts haben trotz der zunehmenden Verfeinerung künstlerischer Stilmittel immer eine Rolle bei dieser Band gespielt.
Die Musik der Beatles hat spätestens seit 1965 nicht nur musikalisch, sondern auch künstlerisch harte Fakten geschaffen, an denen sich Generationen von Konkurrenten die Zähne ausgebissen haben, Zeitgenossen (Rolling Stones) inclusive. Demnach beginnt bei dieser CD so etwa ab Track 9 nicht nur die Revolution der Band-, sondern auch der Popgeschichte, und das macht selbst ein Single-Album wie dieses hier so interessant und hörenswert. Man verfolgt quasi die Geschichte der Band UND die Geschichte der Popmusik, denn (die Fans mögen es mir verzeihen) so hörenswert „Nowhere Man" oder „And your bird can sing" auch sind, auf diesem Album finden wir ausschließlich Tracks vor, die damals jeden Radiohörer zwangsläufig beeinflußt haben, da es ja Nr. 1 Singles sind, so wie „Something", von dem Frank Sinatra gesagt hat, daß es das schönste Liebeslied der letzten 50 Jahre sei.
Man schaut also bei dieser CD auf die öffentlichste aller Shows der Beatles, die Single-Show sozusagen - der Teil des Marktes also, auf den jeder, sei es der Hippie (All you need is love), der Oasis-Fan, der wissen will, woher die Gallaghers klauen (Ticket to ride), der Avantgardist (Eleanor Rigby), der Rockfan (Lady Madonna), der Liebhaber großer Balladen (Let it be) oder eben ein Frank Sinatra geschaut haben. Auf diesem Sektor waren die Beatles eben auch - die Nr. 1, und wenn man die Präsenz der Beatles auf der Spitzenposition der Charts vernachlässigt, ignoiert man einen wesentlichen Teil der Bandgeschichte.


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