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high end

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Juggling 9 Or Droping 10/Ltd.
Juggling 9 Or Droping 10/Ltd.
Preis: EUR 23,17

5.0 von 5 Sternen ein Gewinn für jede Prog-Rock-Sammlung, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Juggling 9 Or Droping 10/Ltd. (Audio CD)
Die kalifornische Prog-Rock-Band Enchant legt mit "Juggling 9 Or Dropping 10" ihr fünftes Studioalbum vor.
Ted Leonard (Gesang),Douglas Ott (Gitarre) und Paul Craddick (Drums) sind hier auch für Keyboard und Baß zuständig,werden da nur sporadisch von Ed Platt und Michael Geimer unterstützt.
Der Song "Broken Wave" war auf einer CD-Beilage des Prog-Rock-Magazins "Eclipsed" enthalten und führte umgehend zum Kauf dieses,meines ersten,Enchant-Albums.
Anfangs empfand ich J9OD10 als ok,recht nett,mehr aber auch nicht; mit jedem Hördurchgang gefiel es mir dann aber besser,bis ich es dann zeitweise nicht mehr aus dem Player nehmen mochte.
Bei komplexeren Progressive-Rock-Alben ist mir die Tatsache,daß man sich oftmals erst "reinhören" muß,nur allzu bekannt;daß ich bei diesem Album,welches sicher nicht in die Musikgeschichte für seine tiefschürfenden Strukturen eingeht, dann doch etwas brauchte,bis es zündete,hat mich selbst überrascht.
Ich kann also nur dazu raten,dem Album ein paar Durchläufe zu geben,bevor man es übereilt als "mittelmäßig" abtut,wie es so mancher Kritiker leider getan hat.
Sämtliche Tracks sind sauber durchkomponiert,mancher Refrain hat für mich echten Ohrwurmcharakter.
Es rockt,ohne ins allzu Harte abzudriften, Melodien mit Gefühl sind da,die Musiker spielen großartig zusammen,daß Ted Leonard nicht nur singen kann,sondern auch über eine wirklich prägnante,wenn auch manchmal etwas präsente Stimme verfügt,hört man nach wenigen Sekunden.
Das haben offensichtlich auch Spock`s Beard erkannt,die sich Ted mittlerweile als Bandmitglied geangelt haben.
Ob einem alle Melodielinien gefallen ist ,wie immer ,Geschmackssache (ich skippe "Elyse",da mir neben dem arg simplen Aufbau des Songs der Gesangsteil etwas anstrengend erscheint,sonst gefallen mir alle Tracks).
Eines muß man Enchant für "Juggling 9 Or Dropping 10" objektiv aber mindestens zugestehen:
Es handelt sich um solide,sauber produzierte Rockmusik mit Klasse und Stil.
Die Klangqualität der bei InsideOut veröffentlichten CD ist soweit ok.
Leider hat Ken Lee beim Mastering aber die Dynamikwerte plattgemacht und hoch ausgesteuert.
Der "Loudness War" läßt also auch hier mal wieder grüßen,es ist eine Plage.
Neben der Standard-Version im robusten Jewel-Case gibt es auch noch die Limited Edition,welche im schicken Papp- Klapp-Cover
daherkommt.Die macht mehr her,ist aber natürlich empfindlicher.
Die CD ist in der Limited Edition aber sicher aufgehoben,sie wird nicht einfach reingeschoben,wie es heutzutage leider bei anderen derartigen Editions häufig vorkommt.


Generation 13
Generation 13
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 27,24

5.0 von 5 Sternen ungewöhnliches Konzeptalbum, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Generation 13 (Audio CD)
Die kanadischen Progressive-Rocker Saga legten 1995 mit dem bei Polydor veröffentlichten "Generation 13" ein eher ungewöhnliches Album vor.
Das erste und bisher einzige Konzeptalbum der Band setzt sich aus 18 einzelnen,sehr kurzen Stücken zu einem über 70 Minuten laufenden Gesamtwerk zusammen.
Das Thema basiert durchgehend auf den "Generationentheorien" der Amerikaner Neal Howe und William Straus,hier insbesondere auf dem 1993 erschienenen Buch "Gen 13..",das sich mit den (mutmaßlichen) Möglichkeiten,Problemen usw der "13.Generation" befaßt.Gemeint ist die amerikanische Gen 13,gerechnet seit dem Bestehen der USA.
Stellvertretend für diese steht die Hauptfigur der von Jim Crichton erdachten Storyline :Jeremy.
Trotz der vielen Einzelparts hat man es geschafft,einen inneren Zusammenhang im Album herzustellen.
Dies wird auch durch Wiederholung von Melodielinien,durch Wiederaufnahme bereits verarbeiteter musikalischer Themen,erreicht.
Obwohl die einzelnen Tracks nicht über größeren Tiefgang verfügen,ist "Generation 13" kein allzu eingängiges Album.
Zu Elementen des Rock,Pop,gesellen sich gesprochene Texte;manches erinnert dann wieder kurz an Teile eines Musicals,einsetzende Streicher-Klänge erzeugen iVm anderen Elementen kurz ein Soundtrack- Gefühl.
Da liegt ein wirklich einschmeichelnder Song dicht positioniert an schrägen Stücken mit schnellen Tempiwechseln,dann wieder eine Schunkel-Melodie...
Saga machen es einem beim ersten Hördurchgang mit G13 nicht leicht,hat man sich aber erstmal an das etwas ungewöhnliche Konzept und die teilweise schrägen Klänge und Übergänge gewöhnt,hört man problemlos heraus,daß Ian Crichton,Jim Crichton,Jim Gilmour,Michael Sadler und Steve Negus da etwas wirklich Interessantes auf die Beine gestellt haben.

Auch aufnahmetechnisch ist alles ok.
Die alte Polydor-CD ist der Remaster-Version (SPV/Steamhammer,Import) mMn unbedingt vorzuziehen.
Sämtliche Saga-Remasters klingen schlechter, als die "normalen" CDs,so ist es leider auch hier.
Das ist zwar nicht erfreulich,da aber die alte Polydor-CD sehr ansprechend klingt,ist das kein Drama.
Eddy Shreyer hat beim Mastering gute Arbeit geleistet;auch die Dynamikwerte sind immerhin noch mittelmäßig.


Immortal ?
Immortal ?
Preis: EUR 18,99

5.0 von 5 Sternen bombastischer Neo-Prog, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Immortal ? (Audio CD)
Das im Jahre 2000 veröffentlichte vierte Album der britischen Neo-Progger Arena unterscheidet sich vom wirklich beeindruckend stimmigen Vorgänger "The Visitor" vor allem in einem Punkt:
Es geht deutlich härter zur Sache.
Clive Nolan (Keyboards),Mick Pointer (Drums) und John Mitchell (Gitarre) werden auf "Immortal?" erstmals durch Ian Salmon (Baß) und Sänger Rob Sowden verstärkt.Beide stellen sich als gute Wahl heraus.
Nolans Tastenspiel kommt stellenweise reichlich schwer,satt, daher und erzeugt dann einen unglaublichen Bombast.
Manchmal gehen regelrecht "die Pferde mit ihm durch" vor lauter Spielfreude;da das Zusammenspiel der Musiker aber wieder von allererster Güte ist und ein John Mitchell sich partout nicht hinten anstellen mag,ist das kein Problem.
Da auch Lockeres ("Climbing The Net") und gefühlvolle Ballade vorhanden ist ("Friday`s Dream"),ist durchaus für Abwechslung gesorgt.Auch ein echter Longtrack wird geboten ("Moviedrome").
Qualität und emotionale Ansprache der Kompositionen sind für mich unbedingt gegeben,wenn auch nicht ganz so sehr,wie auf "The Visitor";aber das ist nun wirklich keine Schande.
Daß auch auf "Immortal?" wieder die musikalische Inspiration durch Bands wie Pink Floyd,Marillion,Genesis,Yes und andere überdeutlich herauszuhören ist,kann niemand ernsthaft abstreiten.Daß das aber auch ein Problem darstellen würde,streite ich allerdings ab.
Kritiker werfen der Band immer wieder vor,kein eigenes Gesicht zu besitzen,nur Versatzstücke ihrer Vorbilder wieder neu zusammenzusetzen.
Ich schließe mich dem keinesfalls an!
Arena haben sich,trotz aller heraushörbaren Einflüsse durch andere Bands,
ihren eigenen Sound erarbeitet,was insbesondere Clive Nolan zu verdanken ist.
Ein Klasse-Stück,wie "Butterfly Man" löst bei mir,nicht nur wegen des gefühlvollen Gitarren-Parts in der Mitte, beträchtlichen Musikgenuß aus,da kann mir einer analysieren und miesmachen,so viel er will.
Arena liefern hier ein gelungenes,sehr rockiges Neo-Prog-Album ab,das,gerade laut gehört,richtig zupackt.
Da schreckt mich auch das (für meinen Geschmack) scheußliche Cover nicht ab.
Die Klangqualität ist für ein solches Rock-Album recht erfreulich.
Die gesamte Produktion zielt auf einen gehaltvollen,substanziellen Sound ab.
Für das Mastering hat man tatsächlich den hochgeschätzten Chris Blair engagiert.
Die Dynamikwerte der CD entsprechen allerdings nur Mittelmaß.


The Security of Illusion
The Security of Illusion
Wird angeboten von Music-Club
Preis: EUR 19,32

5.0 von 5 Sternen Rückkehr zu alten Tugenden, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: The Security of Illusion (Audio CD)
1993 war es soweit:
Saga waren wieder vollzählig!
Ian Crichton (Gitarre),Jim Crichton (Baß) und Michael Sadler (Gesang) hatten sich auf den beiden letzten Alben "Wildest Dreams" und "The Beginner`s Guide To Throwing Shapes" mit Curt Cress (Drums) als Gastmusiker erstmal allein durchgeschlagen.
Für "The Security Of Illusion" sind Jim Gilmour (Keys) und Steve Negus (Drums) wieder zur Band zurückgekehrt.
Und das,um es gleich vorwegzunehmen,großartige,phantastische Ergebnis,ist für meinen Geschmack eine einzige Wiedersehensparty.
In der Schrumpfformation hatten Saga den bereits auf "Behaviour" eingeschlagenen Weg in deutlich poppigere,oberflächlichere Gefilde konsequent fortgesetzt.Schlecht war das alles wirklich nicht,aber es rockte bei Saga nur noch eingeschränkt.
Auf "The Security Of Illusion" geht es wieder zur Sache;man ist dichter an den alten Prog-Rock-Scheiben dran.
Schon bei "Mind Over Matter" zeigt Ian Crichton,wie eine E-Gitarre zupacken kann und daß dies kein Pop-Rock-Album wird.
Saga klingen hier nicht nur deutlich härter,als zuletzt gewohnt,auch haben die Stücke wieder mehr Substanz, liegt wieder mehr "Prog" in der Luft.
Wunderschöne ruhige Momente,eine gelungene Mixtur aus Härte und viel Emotionalität,
Eingängige,dennoch gehaltvolle Melodien,viel Spielfreude,wieder richtig rockige Sounds,welch eine Rückkehr!
Mein Tip:
Wer die ersten Platten von Saga richtig gut fand und sich nach dem Richtungswechsel ins Poppige enttäuscht abgewendet hat,sollte sich dieses Album mal anhören.Das gilt natürlich auch für die,die beide Stile ok fanden...
Auch klanglich ist alles ok,Aufnahme und Mastering der Polydor-CD sind im Grünen Bereich.
Erfreulicherweise hat Carl Kennedy beim Mastering die Dynamikwerte nicht zu sehr limitiert,allerdings recht hoch ausgesteuert.
Die Remasterversion (Import,SPV/Steamhammer) ist,wie alle Saga-Remasters, mißlungen,da klanglich schlechter,als die "normale" Polydor-CD.Spektakulär-vordergründig ist nicht automatisch besser;es klingt eher "billig".Sehr schade.
Das ändert aber nichts an der Qualität der Musik und meiner nachdrücklichen Kaufempfehlung für alle Freunde des Melodic-Prog-Rock.
Fette 5 Sterne!


Worlds Apart
Worlds Apart
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Höhepunkt der Popularität der Band, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Worlds Apart (Audio CD)
Mit dem 1981 auf Polydor veröffentlichten "Worlds Apart" erreichten die kanadischen Prog-Rocker Saga in Sachen Bekannheitsgrad und Beliebtheit den Höhepunkt ihrer Bandgeschichte.
Es war ihr kommerziell erfolgreichstes Album und ließ die Popularität der Band für kurze Zeit in ungeahnte Höhen schnellen.
Erfolgsproduzent Rupert Hine,mit dem man hier erstmals zusammenarbeitete,hatte zunächst M.Sadler einen weniger theatralischen Gesangsstil verordnet,außerdem verpaßte er dem Album einen eigenen Sound;es klingt hell,leicht,wenig druckvoll,ein wenig poppiger,die Melodien wurden eingängiger.
Dennoch sind Saga hier noch weit von Pop-Rock,wie sie ihn beim übernächsten Album "Behaviour" abliefern sollten,entfernt.
Es geht auf "Worlds Apart" stellenweise noch recht rockig zu,sodaß man,neben dem Erschließen neuer Hörerschaften, auch die alten Fans nicht verprellte.
Kurzum: Man schaffte es,eine breitere Masse anzusprechen,ohne seine Wurzeln zu verleugnen.
Die Werbemaschinerie lief auf Hochtouren,man sah Saga im Fernsehen,sie liefen mit "Wind Him Up" und "On The Loose" oft im Radio (einige Rock-Sender spielen die Songs noch heute), und ich kann mich noch gut daran erinnern,daß die Scheibe in den Schaufenstern der Plattenläden gleichberechtigt neben Supertramp,Police,Queen usw stand.
Um 1981 kannte ich kaum einen Jugendlichen,der mit dem Namen Saga nichts anfangen konnte;viele hatten das Album wg "On The Loose" gekauft und waren dann von dem Rest auch begeistert.
Ich kann mich an eine Klassenfahrt erinnern,auf der die Musik so oft gespielt wurde,daß ich danach erstmal eine Pause brauchte.
Einen derartigen Status erreichte die Band allerdings hauptsächlich in Deutschland.
Drummer Steve Negus hatte ein elektrisches Schlagzeug entwickelt,welches auf "Worlds Apart" erstmals zum Einsatz kam und dem Album damals einen vergleichsweise modernen,eigenen Sound verlieh.
Höhepunkt eines jeden Saga-Konzerts jener Zeit war das "Drumming-Duell" zwischen Steve Negus am Schlagzeug und Michael Sadler am "Briefcase",welches das elektrische Schlagzeug war,untergebracht in einer Art Aktenkoffer.
Wenn Sadler mit dem Ding die Bühne betrat und es dann schelmisch grinsend aufklappte,explodierte die Stimmung.
Für viele ist WA eindeutig "das" Saga-Album schlechthin.Das ist natürlich,wie immer,Geschmackssache.
Aber daß die Scheibe bei so vielen Freunden des melodischen Prog-Rocks Kultstatus genießt,ist kein Zufall.
Ich behaupte,daß eine gutsortierte Rockmusik-Sammlung ohne "Worlds Apart" unvollständig ist.
Abgesehen davon,daß der Klang auf die Bedürfnisse der 80er Jahre ausgerichtet ist,gibt es an der Produktion nicht viel zu meckern.Die Schallplatte klingt (bei mir noch immer) recht gut
Wer sich die CD besorgen will,sollte zur alten Polydor-Version greifen.
Die Remaster-Version (Import,SPV/Steamhammer) klingt,wie alle Saga-Remasters,schlechter.
Sie ist auf spektakulär getrimmt,klingt vordergründiger, "billiger".Der schwache,blasse Druck des Booklets unterstreicht den Eindruck der Lieblosigkeit der Veröffentlichung.Die Polydor-CD ist klanglich dichter an der Schallplatte,klingt nicht so künstlich.
Daß es Steve Negus war,der das Remastering durchführte,ist da auch kein Trost.
Daß die Schallplatte damals auch mit alternativem Cover zu kriegen war,mit veränderter Reihenfolge der Stücke (eine derartige CD hab ich auch mal gesehen),sei hier am Rande auch noch erwähnt.
Die Besetzung: Michael Sadler/Ian Crichton/Jim Crichton/Jim Gilmour/Steve Negus
Die 5-Sterne-Bewertung ist eine Selbstverständlichkeit.


84.000 Dharma Doors
84.000 Dharma Doors
Wird angeboten von cd-dvd-paradies
Preis: EUR 3,88

5.0 von 5 Sternen geheimes Enchant-Album, 6. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 84.000 Dharma Doors (Audio CD)
Beim 1999 auf InsideOut veröffentlichten "84000 Dharma Doors" der amerikanischen Formation XEN handelt es sich um nichts anderes,als ein Solo-Projekt des damaligen Enchant-Drummers Paul Craddick.
Paul übernimmt hier nicht nur das Drumming,er spielt auch Gitarre,Baß und Keyboard.
Neben einigen kaum beanspruchten Gastmusikern läßt er sich hauptsächlich von Douglas A. Ott an der Gitarre unterstützen und überläßt den Gesang einem gewissen Ted Leonard...
Mit Ausnahme des Bassisten Ed Platt ist also die ganze Truppe von Enchant an Bord.
Hat man es hier nun eigentlich mit einem verkappten Enchant-Album zu tun?
Ich meine,ja.
Es gibt zwar den Unterschied,daß Paul hier die Kompositionsarbeit fast allein geleistet hat,jedoch war er da auch schon bei Enchant fleißig tätig;er kann es also.
Da auch kein musikalischer Richtungswechsel stattgefunden hat,klingt die Scheibe,noch unterstützt durch den prägnanten Gesang Leonards,wie ein typisches Enchant-Album.
Gefällige,nicht unbedingt in die Tiefe gehende Melodien,eine gute Gitarrenarbeit,ein bewegtes,grooviges Drumming,der gewohnte Gesangsstil...ein ansprechendes Prog-Rock-Album.
Hätte man "84000 Dharma Doors" unter dem Namen Enchant veröffentlicht,wäre es nicht wirklich aufgefallen,deshalb kann ich jedem,der die Musik dieser kalifornischen Band gerne hört,das Album wärmstens empfehlen.
Auch die Aufnahme-/Klangqualität entspricht Enchant-Niveau.
Man hat der CD sogar eine HDCD-Codierung spendiert,was Dynamik und Auflösung auf entsprechenden Playern etwas anhebt.


Blink of An Eye/Ltd.
Blink of An Eye/Ltd.
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 13,48

5.0 von 5 Sternen packender Rock, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Blink of An Eye/Ltd. (Audio CD)
Enchant,die Progressive-Rocker aus dem sonnigen Kalifornien,machen auf ihrem 6.Studioalbum das,was man von ihnen gewohnt ist.Daß sie auch gerne mal mit dem Begriff Progressive Metal in Verbindung gebracht werden,deutet schon (zu Recht) darauf hin,daß es die Jungs auch gerne mal so richtig krachen lassen.
Die starke Gitarrenarbeit von Douglas A.Ott steht,neben der präsent-emotionalen Stimme des Ted Leonard klar im Vordergrund.Das knackige Baßspiel und das treibende,druckvolle Drumming des neuen Schlagzeugers Sean Flanegan runden die tolle Performance gekonnt ab.
Einen festen Keyboarder gibt es in der Band nicht,das übernimmt D.Ott nebenbei,auch,wenn er sich hier von Phil Bennett als Gastmusiker unterstützen läßt.
Wer also auf Keyboard-Teppiche und wabernde Klangnebel hofft,liegt hier ganz falsch.
Bei Enchant wird gerockt,auf "Blink Of An Eye" noch mehr,als sonst schon.
Wie immer wird aber auch hier,trotz aller Power,die emotionale Seite der Musik nicht vernachlässigt.
Der manchmal zu lesende Vorwurf,die Band würde immer gleich klingen,ist nicht ganz aus der Luft gegriffen;eine echte Weiterentwicklung ist kaum festzustellen,auch die eine oder andere Gesangslinie kommt einem nicht ganz unbekannt vor.
Dennoch halten Enchant durchgehend einen hohen Standard,übrigens auf allen Alben.
Wer sich "Blink Of An Eye" (erschienen 2002 auf InsideOut) zulegen will,sollte unbedingt die Limited Edition erwerben,da diese den Bonustrack "Prognosis" enthält.Und der hat es wirklich in sich.
Die Aufmachung des DigiPaks ist sehr schön,auch,wenn man die CD extra lagern sollte (sie steckt in einem Pappschuber,unmöglich sowas,Fingerabdrücke und Schlimmeres sind vorprogrammiert).
Der Klang ist bis auf die schlechten Dynamikwerte soweit ok.
Ken Lee hat beim Mastering mit einer HDCD-Codierung gearbeitet.
Auf entsprechenden Playern verbessert das den Klang etwas.


Silent Knight
Silent Knight
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Saga in ihrer Hochphase, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Silent Knight (Audio CD)
Das 1980 auf Polydor erschienene dritte Studioalbum der kanadischen Progressive-Rocker Saga gehört mit Sicherheit,da sind sich Kritiker,Fans und andere Rockmusik-Hörer einig wie selten,zu den besten Scheiben der Band.
Daß Keyboarder Greg Chadd die Band verlassen hatte und durch Jim Gilmour ersetzt wurde, änderte nichts daran,daß Saga mit "Silent Knight" den Stil der ersten beiden phantastischen Alben beibehielten.
Ian Chrichtons virtuoses,schnelles Gitarrespiel, Steve Negus`variantenreiches,druckvolles Drumming und Michael Sadlers theatralisch-kunstvoller Gesang verbinden sich mit dem sie perfekt unterstützenden Baßlinien Jim Chrichtons und den filigranen Keyboard-Sounds des Jim Gilmour zu einem mitreißenden,beeindruckenden Ganzen.
Die eingängigen,dennoch gehaltvollen Melodien/Rhythmen entwickeln in Verbindung mit der rockigen Umsetzung ihren ganz eigenen Charakter.
Daß die Band seit Jahrzehnten immer wieder bedrängt wird,mal wieder ein Album im Stile von "Silent Knight" herauszubringen,spricht für sich.
Der Klang der alten Schallplatte (Vinyl) war/ist sehr gut. Polydor hat bei der Qualität des Vinyls damals nicht gegeizt.
Wer sich die Musik auf CD zulegen will,ist mit der älteren Polydor-Version deutlich besser dran.
Sämtliche Saga-Remasters (SPV/Steamhammer) klingen schlechter,als die "normalen" CDs,so ist es auch hier.
Die Remaster-Version von "Silent Knight" klingt lauter,vordergründiger,"billiger";andere Master-oder Copy-Bänder hat man anscheinend auch noch genutzt,da zB am Anfang von "Don`t Be Late" eine Stelle völlig anders klingt,als auf der Schallplatte und der Polydor CD.Der blasse Druck des Booklets unterstreicht die Lieblosigkeit der Veröffentlichung.Schade.


Pepper's Ghost
Pepper's Ghost
Preis: EUR 13,96

5.0 von 5 Sternen knackiger Neo-Prog, 5. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Pepper's Ghost (Audio CD)
Auch auf ihrem sechsten Studioalbum (ohne die EPs) "Pepper`s Ghost" treten Clive Nolan und Mick Pointer mit ihrer bewährten Mannschaft Salmon (Baß) /Mitchell (Gitarre) /Sowden (Gesang) an.
Wie gewohnt hat man es auch hier wieder mit ausgefeilten Kompositionen und einem hervorragenden Zusammenspiel der Musiker auf hohem Niveau zu tun.
Tausendsassa Nolan (Pendragon,Shadowland,Produzent von ua Michelle Young,Soloalben,Fantasy-Autor uvm) hat es sich auch hier wieder nicht nehmen lassen,dem Album mit wuchtigem,geradezu pompösem Keyboardspiel seinen Stempel aufzudrücken,wobei John Mitchell mit seiner eindringlich gespielten Leadgitarre hier nicht gerade in den Hintergrund tritt.
Auch in die Kompositionsarbeit ist Mitchell eingebunden.
P`s G wird allgemein als Schritt in eine noch rockigere Richtung empfunden,was auch Karl Groom (Threshold) zugeschrieben wird,der an der Produktion mitgewirkt hat.
Der Titel des Albums bezieht sich auf den Wissenschaftler Henry Pepper,der im 19.JH "Geistererscheinungen" durch eine Mischung aus geschickter Beleuchtung,Reflexen iVm Glasplatten erzeugte und damit bekannt wurde.
Die CD (Digibook) enthält einen Comic,in dem die Musiker die Hauptcharaktere in einer Story darstellen;jedes Musikstück ist einem Part der Geschichte zugeteilt.Idee und Umsetzung stammen natürlich von Clive Nolan.
Arena werden seit ihrem Bestehen dafür kritisiert,daß sie keinen eigenen Stil hätten und ihre Vorbilder,allen voran die alten Marillion,nur kopieren würden.Das haben sie mit Bands wie Pendragon und IQ gemeinsam.
Das ist zwar nicht aus der Luft gegriffen,einen neuen Musikstil entwickelte die Band nun wirklich nicht,aber ihre Melodien sind Eigenkompositionen,und da sie das,was sie machen,mehr als ansprechend hinkriegen,sehe ich da kein Problem.
Wer auf ausufernde Prog-Elemente,fette Keyboards,teils symphonische Strukturen,hohe Musikalität mit druckvoll-rockiger Note steht,liegt bei den ersten sechs Studioalben von Arena goldrichtig.Danach gab`s einen deutlichen Stilwechsel.
Den Einsatz von Elementen der Oper/Operette mit Tenor usw beim Schluß-(Long)-Track empfinden viele als Kitsch;das muß jeder selbst entscheiden.
Die Klangqualität ist,abgesehen von den enttäuschenden Dynamikwerten,recht gut.
Das Mastering wurde von Chris Blair durchgeführt,der für seine Arbeiten einen äußerst guten Ruf genießt.


Images at Twilight
Images at Twilight
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen heißgeliebter Klassiker der Band, 4. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Images at Twilight (Audio CD)
Saga machten 1979 mit ihrem 2.Album ungefähr da weiter,wo sie mit ihrem Hammer-Debut "Saga" aufgehört hatten.
Die Besetzung der Band war identisch,außer,daß der großartige Keyboarder (und auch Komponist) Peter Rochon durch Greg Chadd ersetzt wurde.Zwei Stücke auf "Images At Twilight" hat Rochon noch mitgeschrieben.
Obwohl IAT nicht mehr ganz so viel "Space-Attack" bietet,die Keyboards nicht mehr ganz so voluminös-raumgreifend eingesetzt werden,findet kein echter Stilwechsel statt.
Ian Crichtons sehr rockige Gitarrenarbeit bildet eine perfekte Einheit mit den knackig eingesetzten Keyboards des Greg Chadd;
Jim Crichton am Baß und Steve Negus am Schlagzeug lassen sich,was Virtuosität und "Rock-Appeal" angeht,auch nicht gerade lumpen.Michael Sadlers sehr beweglicher,teils fast operettenhafter Gesang paßt perfekt dazu.
Der hier erstmals von Saga eingesetzte Vocoder ergänzt den Sound der Band sehr gut.
"Images At Twilight" kommt etwas lockerer,leichter daher,als das etwas bombastischer,komplexer wirkende Debut;ein Gitarrensolo mit gigantischem Ausklang,wie das Ende von "Tired World" oder einen schwelgend-langen Keyboard/Gitarre-Part wie zum Schluß von "Will It Be You?" kriegt man hier nicht geboten,obwohl der Schlußteil von "Images" schon auch "runtergeht,wie Öl"...
Die Melodielinien wirken auch etwas eingängiger,kompakter,was nichts daran ändert,daß IAT eines der beliebtesten Saga -Alben ist.
Während der Entstehungsphase wurden noch mehr Stücke eingespielt,die es dann aber nicht auf das Album geschafft haben.
Sie wurden viel später,zusammen mit einigen Demo-Aufnahmen von IAT-Stücken, als CD mit dem Namen "Phase One" veröffentlicht.Da die klanglich etwas ungeschliffen wirkenden Tracks größtenteils das Niveau der dann schließlich ausgewählten Stücke locker halten können,ist "Phase One" ein ganz heißer Tip.Ein spätes Geschenk von Saga an die Fans.
Klanglich ist die gute alte Vinyl-Version klar die beste Wahl.
Wer sich die CD kaufen will,ist mit der alten Polydor-Version klar besser beraten.
Sämtliche Saga-Remaster (SPV/Steamhammer,Import) klingen schlechter,als die "normalen" CDs,was auch bei
"Images At Twilight" deutlich festzustellen ist.Die Remaster-Version klingt einfach "billiger",ein echter Reinfall.


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