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birddog

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Buena Vista
Buena Vista
Preis: EUR 9,12

4.0 von 5 Sternen Kubanische Musikvielfalt, 24. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Buena Vista (Audio CD)
Die Platte "Buena Vista Social Club" und der gleichnamige Film haben kubanische Musik weltweit populär gemacht. Die Doppel-CD "Music that inspired Buena Vista Social Club" begibt sich mit 50 Titeln - fast durchgehend in den 50er Jahren entstanden - auf eine Reise in die Vergangenheit von Mambo, Segundo, Rumba, Salsa etc. Nicht zuletzt Künstler, die auf der von Ry Cooder produzierten Scheibe von 1997 bereits in fortgeschrittenem Alter waren, werden mit ihrem früheren Schaffen vorgestellt. Als da wären der Pianist Ruben Gonzales sowie die Sänger Compay Segundo und Ibrahim Ferrer. Aber auch die "Queen of Salsa" (Linernotes) Celia Cruz taucht in der Tracklist auf. Die vielfach vor Lebenslust schier berstenden Songs sind digital überarbeitet worden. Für ihr Alter klingen die Aufnahmen deshalb ganz anständig. Zu meinen persönlichen Favoriten aus der umfangreichen Tracklist gehören einmal drei eher verhaltene Lieder von Ruben Gonzales. Zu Herzen gehend ist besonders "El amore es una cosa esplendosa", die karibische Version des Doris Day-Hits "Secret love". Auch Gonzales' zwei Balladen "Nuestras vidas - Mi Corazon es para ti" und "Nosotros" sind sehr stimmungsvoll. Schließlich ist das lebensfrohe "Candido" von Tito Puente zunennen. Von der zweiten CD möchte ich zwei Aufnahmen der bereits Mitte der 30er Jahre gegründeten Lecuona Cuban Boys hervorheben. Auf "Rumba cubanas" explodiert die Truppe schier vor lauter Energie. Und hinter dem Titel "Mosaico" verbirgt sich eine prächtige Fassung des guten alten "La Paloma". Mambo-König Perez Prado ist mit seinen unvergleichlichen Evergreens "Patricia" und "Mambo No. 5" vertreten. Nicht zu vergessen der vielseitige Desi Arnaz mit seinem eingängigen "Tico Tico". "Along with rum and cigars, the music of Cuba has proved a hugely successful export for many a year", schreibt Michael Heatley in seinen Linernotes. Schön, dass "Music that inspired Buena Vista Social Club" diese Kuba-Oldies dem Hörer in kompakter Form zugänglich macht.


Last Cigarette & a Blindfold
Last Cigarette & a Blindfold
Wird angeboten von top-cds
Preis: EUR 7,29

5.0 von 5 Sternen Auf Entdeckung wartender Edelstein, 17. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Last Cigarette & a Blindfold (Audio CD)
Das Criteria Studio in Miami, Florida, ist ein berühmter Ort. Dort ist u.a. unter der Regie von Tom Dowd das legendäre "Layla"-Doppelalbum von Derek & the Dominoes entstanden. Auch bei Gene Ryder's "Last cigarette and a blindfold" hat der Top-Produzent die Regler bedient. Beste Voraussetzung also für das Zustandekommen eines Klasse-Albums. Und die bisher einzige Scheibe des amerikanischen Singer/Songwriters aus dem Jahr 1989 besitzt wahrlich außerordentliches Format. Alle zehn von Ryder verfassten und mit einer schnörkellos und zupackend agierenden Band eingespielten Songs gehen unter die Haut. Der Künstler verfügt über eine eingängige Stimme, die den Vergleich mit Bruce Springsteen's oder John Mellencamp's Organen nicht scheuen muss. Auch in den Kompositionen Ryder's finden sich Einflüsse dieser beiden Singer/Songwriter-Ikonen. So kann der Midtempo-Kracher "Hyenas" seinen Springsteen-Touch nicht verleugnen. Und "It's only thunder" weist gewisse Mellencamp-Bezüge auf. Aber einzig diese manchmal fehlende Eigenständigkeit kann man Gene Ryder zum Vorwurf machen. Ansonsten ist "Last cigarette and a blindfold" eine Kampfansage an die Weichspüler in der Singer/Songwriter-Fraktion. Besonders der starke Rhythm & Blues-Einschlag in mehreren Tracks gibt dem Album eine erdige Note. "Just like a vision" kommt als fetziger R&B-Stomper daher, der nur eine Richtung kennt: nämlich vorwärts. Auch das pumpende "Hero 99" mit schönem Hammond-Solo von Peter Bonta haut in diese Kerbe. Getoppt werden die beiden Songs jedoch vom Schlußtitel "Everyway the wind blows". Bei diesem R&B-Brecher hat das altehrwürdige Criteria-Studio sicher in seinen Grundfesten gebebt. Für Abwechslung im Songreigen sorgt das reggae-infizierte "Higher ground" und das balladeske "Pretty red dress". Bleibt noch die hochmelodische Midtempo-Nummer "Willy", das zupackende "Feels like a gun" sowie das regelrecht hymnische, vorpreschende "Shake up the night". Sämtliche Liedtexte - keine Selbstverständlichkeit - sind übrigens im Booklet abgedruckt. Merkwürdig, dass ein solch herausragendes Werk wie Gene Ryder's "Last cigarette and a blindfold" damals weitgehend unbeachtet blieb. Für Fans des Singer/Songwriter-Genres wartet mit dem Album ein Edelstein auf seine Entdeckung.


Live at Slim's Volumes 1 & 2
Live at Slim's Volumes 1 & 2
Preis: EUR 16,71

2.0 von 5 Sternen Lascher Blues im Doppel-Pack, 16. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Live at Slim's Volumes 1 & 2 (Audio CD)
"A rich and varied selection of gutsy Blues and old school R&B" sei auf Joe Louis Walker's Live-Kollektion zu hören. So jedenfalls verspricht es Alan Robinson in seinen Linernotes zu Walker's Doppelalbum "Live at Slim's Volumes I & 2". Das Album kompiliert die beiden 1990 im Slim's in San Francisco mitgeschnittenen Einzelscheiben des Gitarristen und Sängers. Volume I ist Stevie Ray Vaughan gewidmet (vgl. Linernotes), mit dem Walker befreundet war. Walker, Jahrgang 1949, bevorzugt einen stählernen, streckenweise aufdringlich wirkenden Stratocaster-Sound, der nicht unbedingt immer zum Songmaterial passt. Auch gesanglich reißt der Blues-Musiker keine Bäume aus. Eher flach, teilweise zeternd klingt seine Stimme. Walker's Band, die Boss Talkers, agiert routiniert. Die beiden Bläser werden dabei größtenteils an der kurzen Leine gehalten. So richtig Leben einhauchen kann die Combo den Songs - größtenteils Walker-Kompositionen - allerdings nicht. Und auch die Texas Blues-Shouterin Angela Strehli ("Don't mess up a good thing") sowie Huey Lewis an der Mundharmonika ("Little by little"; "747") als Gaststars lassen die Liveaufnahmen nicht besser werden. Zu wenig abwechslungsreich, manchmal regelrecht lasch kommt der nicht selten soulige Blues von Walker aus den Lautsprechern. Weiß der Teufel, warum Joe Louis keinen einzigen richtigen Uptempo-Kracher, z. B. einen Boogie im Stil seines Freundes Vaughan, in den Set aufgenommen hat. "Don't you know" und "747" jedenfalls kommen mit angezogener Handbremse daher. Und auch die beiden Shuffles "I didn't know" und "Love at first sight" sind spannungsarm, ja fast zäh. Allein die Club-Atmosphäre im Slim's - dies nebenbei - wird von der Aufnahme recht gut eingefangen. Einigermaßen gelungen ist das Duett mit Angela Strehli auf dem souligen "Don't mess up a good thing". Auch der Slowblues "Don't know why", das funky "Thin line" und die soulige R&B-Nummer "One woman" kann man noch zu den Pluspunkten der Setlist rechnen. Furchtbar uninspiriert klingt dagegen Clifton Chenier's Zydeco-Klassiker "Hot tamale baby". Rätselhaft, wie man aus einer solch lebensfrohen Song-Vorlage einen schnarchnasigen Langweiler machen konnte. Bei "Don't play games" und "Blue guitar" demonstriert Walker dann seine Künste auf der Slide-Gitarre. Ersteres, ein Solo-Stück, plätschert so vor sich hin. Bei "Blue guitar" quitscht mir Joe Louis' Slide-Gitarre zu sehr. Blass bleiben "One time around" in typischer Hooker-Boogie-Manier und der Blues-Klassiker "Just a little bit". Zwei nichtssagende, soul-lastige Titel ("Moanin' news"; "Brother go ahead and take her") gilt es noch zu vermerken. Ebenso zwei funky tönende, wenig mitreißende Titel ("Fuss & fight"; "Shade tree mechanic"). Bleiben noch zwei Songs. "Ridin' high" ist eine in die Länge gezogene, unauffällige Blues-Nummer. Und das rhythm & bluesige "Bit by bit (little by little)" plätschert trotz Huey Lewis' Harmonika-Künsten öde vor sich hin. Es gibt zahlreiche Blues-Livealben, die den Hörer nicht mehr loslassen. Joe Louis Walker's "Live at Slim's"-Mitschnitt hat leider nicht dieses Format.


KAMPF IM WESTEN 1939 - 1945 Stellungen am Westwall Ardennenoffensive DVD
KAMPF IM WESTEN 1939 - 1945 Stellungen am Westwall Ardennenoffensive DVD

3.0 von 5 Sternen Anschaubar, 16. Juli 2016
Vom Polenfeldzug 1939 bis hin zur Eroberung Deutschlands durch die Alliierten 1945 reicht der Bogen, den die DVD-Dokumentation "Kampf im Westen 1939 - 1945" spannt. Kein Wunder, dass das gezeigte Geschehen gleichsam im Zeitraffer am Zuseher vorbeizieht. Nur knapp 50 Minuten müssen reichen, um die Ereignisse an der Westfront Revue passieren zu lassen. Ein wahrlich ambitioniertes Unterfangen, bei dem Zeitsprünge nicht vermeidbar waren. Gleichwohl ziehen sich die Produzenten des Berichts recht achtbar aus der Affäre. Im Schnelldurchlauf werden der Polenfeldzug mit seinen Auswirkungen auf den Krieg im Westen, der sogenannte "Sitzkrieg" und der Frankreichfeldzug sowie die geplante Invasion und der Luftkrieg über der britischen Insel behandelt. Auch der U-Boot-Krieg und das fehlgeschlagene Landungsunternehmen der Alliierten bei Dieppe werden gezeigt. Aufnahmen vom Westwall, der allierten Landung in der Normandie 1944 und des alliierten Vormarsches in Richtung Deutschland schließen sich an. Das präsentierte Filmmaterial ist recht ansprechend, auch wenn man manche Bilder aus anderen Produktionen kennt. Der Kommentar ist zumindest nicht einseitig und wartet immer wieder mit anschaulichem Zahlenmaterial auf. Die Verwendung der Tonspuren der NS-Wochenschauen hält sich in Grenzen. Der Kommentator wirft teilweise interessante Fragestellungen auf. Warum sprachen Großbritannien und Frankreich nur dem Deutschen Reich den Krieg aus? Warum wurde gegenüber der ebenfalls Polen angreifenden Sowjetunion nicht ebenso verfahren? Warum wurde Deutschland nicht angegriffen, als ein Großteil seiner Truppen in Polen gebunden war? Auch bringt der Kommentar den ein oder anderen Sachverhalt prägnant auf den Punkt. So heißt es - vielleicht etwas überzogen - , die deutsche U-Boot-Kriegführung sei ein "Torso der Unzulänglichkeiten und Improvisationen" gewesen. Das Landeunternehmen der Alliierten in Dieppe 1942 wird wohl zutreffend als "politisch initiiertes Fiasko", "Alibiunternehmen" und "politisches Scheingefecht", für das viele Menschen ihr Leben geben mussten, bezeichnet. Zweifelhaft erscheint demgegenüber die Angabe, dass "309 Minensucher" auf deutscher Seite gegen die alliierte Invasionsflotte aufgeboten worden sind. Hier wird zu hoch gegriffen. Die auf der Rückseite des DVD-Covers angegebene "Gesamtlaufzeit" von 90 Minuten bezieht die zahlreichen Trailer mit Filmausschnitten von anderen Dokumentationen der Herstellerfirma mit ein. Die korrekte Lauflänge von "Kampf im Westen 1939 - 1945" ist somit nicht erkennbar. Trotz geraffter Schilderung und Zeitsprüngen eine durchaus anschaubare Dokumentation.


Hats Off
Hats Off
Wird angeboten von popshop-wesel
Preis: EUR 19,90

4.0 von 5 Sternen Einen Gang zurück, 16. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Hats Off (Audio CD)
Die 1977 gegründeten Nine Below Zero sind bekannt für ihren kraftstrotzenden, den Zuhörer förmlich umblasenden Rhythm & Blues britischer Prägung. Auf "Hats off" aus dem Jahr 2004 schalten die Jungs um Bandgründer, Gitarrist und Sänger Dennis Greaves einen Gang zurück. Wie die Schallplattenabbildungen auf dem CD-Cover bereits erahnen lassen, huldigt die Truppe auf der Scheibe den Altvorderen des Blues. Sie tut dies mit der gleichen Energie und Dynamik wie auf ihren R&B-Alben. Freilich wird die Power hier mehr kanalisiert und in den Dienst der Vorlagen gestellt. Der Bogen auf "Hats off"reicht von Muddy Waters über John Lee Hooker und Otis Rush bis hin zu Buddy Guy, Willie Dixon und Elmore James. Man merkt Greaves, dem Mundharmonika-Virtuosen und Sänger Mark Feltham, ex-Rory Gallagher-Bassist Gerry McAvoy, Drummer Brendan O'Neill und Pianist/Organist Ben Waters an, wieviel Spaß sie beim Covern der Blues-Klassiker hatten. Muddy Waters ist mit dem treibenden "Walkin' thru the park" und dem bis auf Feltham's Harmonika-Spiel etwas blassen "I wanna be loved" vertreten. "Goin' down" - nicht wie angegeben von Freddie King, sondern vom Songwriter Don Nix verfasst - wird mit einer gehörigen Dosis Blues Rock aufgemotzt. Ben Waters hämmert auf der Nummer in beeindruckender Manier in die Tasten, Auf Eddie Boyd's Boogie "Blues is here to stay" glänzt McAvoy mit druckvollen Bass-Läufen. Elmore James "Talk to my baby" veredelt Dennis Greaves mit seinen tollen Slide-Beiträgen. Auf Memphis Slim's "Everyday I have the blues" klingt die Gitarre dann wie Peter Green zu seinen Hochzeiten. Das wenig bekannte "Move it" von Chuck Berry kommt rotzfrech als Hybrid zwischen Rock 'n' Roll und R&B rüber. Dem urwüchsigen R&B von Nine Below Zero am nächsten kommt "Ice cream man" aus der Feder von John Brim. Eine tolle Gesangs-Performance übrigens, die - so vermute ich - Dennis Greaves hier abzieht. Der Shuffle "Be careful", ebenfalls von Brim komponiert, fällt im Vergleich zu "Ice cream man" ab. Bei Junior Wells' "I need me a car" und Jimmie Rodger's "Walking by myself" wird grundsolider Boogie geboten. Der unumgängliche Hooker-Boogie findet mit "Boogie chillun" Eingang in die Tracklist. Zwei Songs hätten sich Nine Below Zero sparen können. So klingt Willie Dixon's oftmals gecovertes "I'm ready" in ihrer Version verhalten, ja zögerlich und wenig dynamisch. Schließlich erscheint die Auswahl von "You know it ain't right" aus Little Walter's Songbook wenig glücklich. Da kann sich Mark Feltham auf der Mundharmonika noch so abmühen: die Nummer kommt nicht richtig auf Touren. Leider enthält das schmale Booklet von "Hats off" keinerlei Angaben zum Konzept des Albums. Auch fehlen Angaben dazu, wer auf welchem Titel singt. Summa summarum gleichwohl eine gelungene Verbeugung vor den schwarzen Größen des Blues. Und ein Album das beim Blues-Fan das Verlangen weckt, nach längerer Zeit mal wieder die Originalversionen der Songs anzuhören. P.S.: von Nine Below Zero's britischen R&B-Kollegen Dr. Feelgood gibt es mit "Chess years" (2000) eine ähnlich konzipierte CD.


Blues for Salvador
Blues for Salvador
Preis: EUR 11,09

3.0 von 5 Sternen Liegengebliebenes, 10. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Blues for Salvador (Audio CD)
In zwanzig Jahren, vollgefüllt mit Plattenaufnahmen und Konzerttourneen, wandert nicht wenig Material ins Archiv. So auch beim Gitarristen und Latin Rocker Carlos Santana. Zum Liegengebliebenen zählen Alternative Tracks, Livemitschnitte, Soundcheck-Aufnahmen etc.. Auf Santana's Album "Blues for Salvador" finden sich neun solche Archiv-Überbleibsel. Dabei handelt es sich größtenteils um Instrumental-Nummern. Aus der Tracklist ragen zwei Songs heraus. "Bella" hat der Meister seiner Tochter gewidmet. Die wunderschöne Ballade steht in der Tradition von "Samba Pa Ti" und "Europa". Das zweite Highlight ist das über 10minütige "Now that you know", eine "live impromptu performance" (Booklet). Carlos schreibt dazu: "We tried to capture India's meditative mood and the instensity of the Western world" (ebd.). Diesem Anspruch wird der Titel in der Tat gerecht. Und Carlos zeigt auf "Now that you know" ausgiebig, welch toller Gitarrist er ist. Was hat die Scheibe noch zu bieten? Mit "Deeper, dig deeper" und "Hannibal" Alternativ-Aufnahmen der beiden Tracks vom "Freedom"- bzw. "Zebop!"-Album. Neue Erkenntnisse fördern sie allerdings nicht zutage. "Bailando/Aquatic Park", ein Soundcheck-Mitschnitt von 1983, lässt den dynamischen, typisch Santana-mäßigen Latin Rock mit viel Percussion ertönen. Das dem Jazzer John Coltrane gewidmete "'Trane" präsentiert sich als treibendes Instrumental. Beim Titelsong wiederum erklingen sanft wogende Sounds. Keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt das eher uninspiriert tönende "I'm gone". Und auch das sehr kurze "Mingus", nochmals als Ehrung eines großen Jazzmusiker gedacht, bleibt eher blaß. Mehr eine Fingerübung als ein durchkonzipierter Song. "Blues for Salvador" von Carlos Santana unterscheidet sich somit nicht groß von vielen ähnlichen Resteverwertungen bei seinen Musiker-Kollegen. Gelungene Nummern stehen neben Durchschnittsmaterial. Und manches hätte weiter in den Archiven schlummern können.


King of Mambo-Greatest Hits
King of Mambo-Greatest Hits

3.0 von 5 Sternen Befriedigender Billig-Sampler, 3. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: King of Mambo-Greatest Hits (Audio CD)
Perez Prado's Beitrag zur Popularisierung lateinamerikanischer Unterhaltungsmusik ist nicht hoch genug einzuschätzen. Der Band-Leader begeisterte in den 40er und 50er Jahren zahlreiche Menschen für seine mit großem Bläser-Satz in Szene gesetzten Mambo-Klänge. Doch auch ChaChaCha, Tango, ja selbst Swing-Sounds brachte der King of Mambo unters Volk. Der Billig-Sampler "King of Mambo - Greatest hits" dokumentiert auf 21 Titeln leidlich repräsentativ das Schaffen des kubanischen Tonkünstlers. Dabei sind natürlich die größten Hits Prado's, die beiden unwiderstehlichen Mambo-Hymnen "Cherry pink and apple blossom white" und "Patricia". Auch "Mambo No. 5", das in der Lou Bega-Fassung eine Wiederauferstehung gefeiert hat, darf nicht fehlen. In die Beine geht zudem der Tango-Klassiker "Blue tango". Der Evergreen "La Paloma" lässt Ähnlichkeiten zum Saxophon-Sound von Billy Vaughn erkennen. Und der Rest des Samplers? Immer wieder varintenreich vorgetragener, treibender Mambo und ChaChaCha. Freilich gibt es auch Songs, auf die man leicht hätte verzichten können. So klingt das streichersatte "Heat wave" wie verunglückte, überambitionierte Filmmusik. Der Bigband-Swing "Anvil chorus" besitzt bei weitem nicht den Charme von Glenn Miller's Version. Und "La clave" wirkt schlicht nichtssagend und überfrachtet. Auch ist die Tonqualität der Tracks nicht immer überzeugend. Als Beispiel sei der "Umpaquita Cha Cha" genannt, der ziemlich dumpf klingt. Wie bei solchen Samplern häufig, sucht man Informationen zu den beteiligten Musikern vergeblich. Nicht einmal eine Kurzbiographie Prado's gibt es. Und auch das Aufnahmedatum der einzelnen Lieder fehlt. Titel plus Lauflängen sowie Komponisten-Credits: das war's. Alles in allem gleichwohl - vor allem auch angesichts des geringen Preises - ein befriedigender Sampler.


Perlboot
Perlboot
Preis: EUR 12,71

4.0 von 5 Sternen Federleichte Jazz-Sounds, 3. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Perlboot (Audio CD)
Moderner Jazz findet unter Liebhabern nicht zuletzt von Rockmusik-Klängen oftmals keinen Zuspruch. Zu abgefahren, zu intellektuell erscheinen ihnen die von den Jazz-Musikern erzeugten Tonfolgen. Der Schlagzeuger Ralf R. Hübner bewegt sich auf seinem 1987 erschienenen Album "Perlboot" äußerst geschickt im Grenzbereich zu auch für Nicht-Jazz-Fans akzeptablen Klängen. Hübner, Jahrgang 1939, hat mit Größen der deutschen Jazz-Szene wie Albert Mangelsdorff und Manfred Schoof zusammengespielt. Auf den sieben selbstverfassten Titeln von "Perlboot" webt der Drummer an einem entspannten Klangteppich, der zum Tagträumen einlädt. Hübner stehen dabei Rainer Brüninghaus (pno.; synth.), Christof Lauer (soprano-sax; tenor-sax) und Thomas Heidepriem (bass) zur Seite. Insbesondere Brüninghaus bekommt auf dem Album viel Gelegenheit, als Solist zu glänzen. Von allen Nummern am zugänglichsten ist "Hellendrunk". Melodisch, ja verspielt kommt dieser Track daher. Federleicht und zum Tagträumen anregend agiert das Quartett auf "Schachtelhalm". "Schweigen?" zeichnet sich durch die perlenden Piano-Kaskaden Brüninghaus' aus. Auch auf "Silberstreich" steht der Tasten-Künstler im Vordergrund. Hübner selbst - dies fällt wohltuend auf - spielt sich nirgendwo in den Vordergrund. Sein ausgefeiltes Schlagzeug-Spiel stellt er selbstlos in den Dienst der Ensemble-Leistung. Dies gilt übrigens genauso für den virtuosen Saxophonisten Lauer und den routinierten Bassisten Heidepriem. Doch weiter in der Tracklist. Beim Titelsong machen sich erstmals gewisse Längen bemerkbar. Recht zäh und vergleichsweise wenig abwechslungsreich erscheint dieser Titel. Das mit einem Bass-Solo aufwartende "Landschaft" hat da wieder mehr Format. Man meint bei dem Song tatsächlich, eine verregnete Landschaft am geistigen Auge vorüber ziehen zu sehen. "Klara" (1:30) schließlich muss man als eine Art kurzgefasste Fingerübung betrachten. Schön wäre es gewesen, etwas über das Konzept hinter "Perlboot" zu erfahren. Allein die teilweise kryptischen Benennungen mancher Titel fordern eine Erklärung förmlich heraus. Doch im Faltblatt der CD finden sich keine entsprechenden Erläuterungen. Moderne Jazzmusik muss nicht immer nur für eingefleischte Jazz-Fans goutierbar sein. Ralf R. Hübners "Perlboot" stellt dies einprägsam unter Beweis.


Travelling With the Blues
Travelling With the Blues

3.0 von 5 Sternen Konzert-Gruß von der Alten Garde, 3. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Travelling With the Blues (Audio CD)
Holland hat schon immer gute Blues- und Blues Rock Bands hervorgebracht. Ich erinnere an Livin' Blues oder Barrelhouse. Zur Alten Garde dieser niederländischen Blueser gehören auch Cuby + Blizzards. Die Wurzeln der Band reichen bis ins Jahr 1965 zurück. "Travelling with the blues" dokumentiert einen Gig der Truppe von 1997 aus dem Lantaarn in Hellendorn. Die Cubys waren damals mit vier Gründungsmitgliedern angetreten. Auf der Bühne standen der 2011 verstorbene Harry Muskee (voc), Herman Deinum (bg), Hand La Faille (dr) und Helmig van der Vegt (keyb.). Gitarrist Eelco Gelling wurde durch Erwin Java ersetzt. Hinzu kam ein dreiköpfiger, recht dezent agierender Bläsersatz sowie der Mundharmonika-Spieler John Lagrand. Sänger Muskee präsentiert sich als kompetenter Blues-Shouter, wenngleich seine Stimme manchmal recht gebrochen klingt ("Somebody will know someday"). Java und van der Vegt glänzen des Öfteren mit beeindruckenden Solos. Die insgesamt dreizehn Tracks des Livealbums lassen erkennen, dass die Combo um Abwechslung in ihrem Blues- und Bluesrock-Programm bemüht war. Freilich kann die Band die Spannung in ihrem Set nicht durchgehend hoch halten. Die Setlist enthält drei Coverversionen. Highlights des Mitschnitts sind einmal der flotte Boogie "Just for fun", der zum Tanzen animiert. Ihr Potenzial im Covern alter Blues-Klassiker offenbaren Cuby + Blizzards vor allem bei Eddie Boyd's "Five long years". Mit viel Herzblut und unglaublich intensiv feiern die Jungs diesen Slowblues ab. Da weiß "Too blind to see", ein weiterer Slowblues Marke Eigenbau, mit seinen süßlichen Keyboard-Schwaden weit weniger zu gefallen. Recht gelungen sind zudem der Tony Joe White-Song "No news is good news" sowie John Lee Hooker's "Hobo blues" in der typischen Boogie-Machart des Meisters. Übrigens gibt es von Cuby + Blizzards mit "Boom boom bang" von 2003 eine Tribute-Scheibe zu diesem Übervater des Blues. Zu den besseren Cuby-Kompositionen gehört der Blues Rock-Stampfer "Another day, another night". Auch der Cuby-Klassiker "Appleknocker's flophouse", wenngleich etwas angestaubt wirkend, ist hier zu nennen. Für Abwechslung in der Setlist sorgt schließlich die jazz-angehauchte Säufer-Ballade "Brother booze". Der bläserbetonte Titelsong und "The zoo", beide funky-soulig daherkommend, bleiben recht blaß. Auf "Distant smile" gibt es langweiligen Blues Rock. "For real" ist einfach nur biederer Pop-Blues und der bereits angesprochene Moll-Blues "Somebody will know some day" wirkt regelrecht einschläfernd. Schade, dass die Linernotes im Booklet in niederländisch verfasst sind. Was bleibt? Einerseits die Freude darüber, dass die holländischen Blues(rock)-Veteranen ihr Geschäft noch lange nicht verlernt haben. Anderseits die Tatsache, dass Harry Muskee und Konsorten sich schwer tun, ein durchgehend spannendes Song-Programm abzuliefern.


Skynyrd Frynds
Skynyrd Frynds
Wird angeboten von gimmixtwo Kontakt Widerrufsbelehrung AGB
Preis: EUR 17,92

4.0 von 5 Sternen Knietief im Skynyrd-Sumpf, 3. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Skynyrd Frynds (Audio CD)
Es gibt Tribute-Alben, mit denen nur das schnelle Geld gemacht werden soll. Nicht so bei "Skynyrd Frynds". Wie der Titel bereits andeutet wird auf der Scheibe den Southern Rock-Helden Lynyrd Skynyrd ein Denkmal gesetzt. In den Linernotes kann man nachlesen, dass Lynyrd-Mitbegründer und Gitarrist Gary Rossington "personally contacted many of the artists to ask them to take part". Allein schon dadurch war für eine gewisse Qualität der Aufnahmen gesorgt. Insgesamt kam eine Riege von zehn Bands und Künstlern vornehmlich aus dem Country Rock-Genre zusammen. Und die Musiker gaben ihr Bestes, um den Skynyrd-Vorlagen gerecht zu werden. Spielfreude war jedenfalls Trumpf. Die Songs kommen gegenüber den Originalversionen vergleichsweise geglättet aus den Boxen. Dies tut jedoch der Klasse der Tracks keinen Abbruch, zumal Leute wie Al Kooper (Org), Jim Horn (sax), Barry Beckett (Keyb.), Delbert McClinton (harmonica; back voc) und Dan Huff (g) an dem Projekt mitwirken. Los geht's mit "Sweet home Alabama" von den Country-Rockern Alabama. Leicht entschärft gegenüber der Skynyrd-Versionen besitzt die Nummer mit dem typischen Alabama-Satzgesang und einem Bläser-Satz dennoch viel Charme. Travis Tritt verwandelt "Don't ask me no questions" - ebenfalls mit Horn-Section - in einen kraftvollen Country-Rocker. Gleiches gilt für "Simple man" in der Version von Confederate Railroad. It's boogie time ist das Motto von Sammy Kershaw. Beim grandiosen "I know a little" startet der Mann voll durch. Hank Williams, Jr., "another long time member of the Skynyrd Performance Club" (Linernotes), zeigt seine Verehrung der Band in Form einer unter die Haut gehenden Fassung von "Tuesday's gone". Den Vogel schießen dann die Mavericks ab. Auf "Call me the breeze" wagen sie sich von allen Tribute-Künstlern am weitesten von der Vorlage weg. Sie machen aus dem Song eine swingende "Boogie Woogie version" im Stil von Louis Prima (vgl. Linernotes). Wie gesagt gewagt, aber ein absoluter Volltreffer. Weiter geht's mit Steve Earle, der sich souverän "What's your name" vornimmt. Die Country- und Southern Rock-Ikone Charlie Daniels versucht sich dann an "One more time" und übernimmt sich dabei etwas. Der Titel wirkt überproduziert, irgendwie zäh und vergleichsweise uninspiriert. Jedenfalls wird Charlie seinem Ruf auf dieser Aufnahme nicht gerecht. Kompakt-rockig intonieren Terry McBride & the Ride anschließend "Saturday night special". Zum Abschluß des Albums wagt sich Wynona Judd an die Lynyrd Skynyrd-Hymne "Free bird". "I did the song out of respect, and I took it very seriously", bekennt die Sängerin in den Linernotes. Nun, Wynona schlägt sich durchaus wacker. Zwar muss man sich an die weibliche Singstimme erst gewöhnen. Aber nach eher tastendem Beginn rockt die Frau mit ihren Jungs richtig ab. Schade, dass die Nummer nach 7:41 Minuten wenig einfühlsam ausgeblendet wird. Zu den auf "Skynyrd Frynds" vertretenen Künstlern heißt es in den Linernotes: "It's clear that the music of Lynyrd Skynyrd meant something to each of them". Dies ist dem Tribute-Album anzumerken.


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