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Beiträge von Andreas Suchan...
Top-Rezensenten Rang: 987
Hilfreiche Bewertungen: 650
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Rezensionen verfasst von Andreas Suchanek (Media-Mania)
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4.0 von 5 Sternen
Die lang ersehnte Fortsetzung ist da!!!, 14. Mai 2013
"Requiem" ist der erste Teil einer Trilogie, die das Schicksal der Excaliburcrew nach der Zerstörung des Schiffes beschreibt. Dabei wirkt der Roman schon fast wie eine Anthologie. Der Autor richtet sein Augenmerk auf einen Teil der Crew und erzählt drei voneinander unabhängige Geschichten, die - abgesehen von der Story um Si Cwan - auch ein rundes Ende bekommen. Damit gelingt Peter David ein gekonnter Spagat. Nicht nur dass er den Charakteren einen neuen Tiefgang verleiht, ihre Vorgeschichte weiter ausarbeitet und mit der Gegenwart verknüpft, er etabliert sogar Handlungsstränge, die in Zukunft zweifellos noch Bedeutung erlangen. Dabei muss niemand Angst haben, dass es langweilig werden könnte. Die Geschichte um McHenry und Zak Kebron wirkt schon fast ein wenig surreal, bis ein überraschendes Ende alles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Soleta wiederum war immer eine tragische Figur und so entwickelt sich auch ihr Teil der Story. Alles in allem ist dem Autor ein guter Einstand für die Trilogie gelungen, der Lust auf mehr macht. Durch die Aufteilung der Perspektive erhält jeder Charakter seine Zeit im Rampenlicht und geht nicht in der Gesamtcrew unter. Die brennendste Frage, auf deren Beantwortung wohl jeder Leser wartet, rückt näher. Was genau löste den Untergang der Excalibur aus? Um diese Antwort laviert sich David geschickt herum. Aufgeschoben ist hier aber eindeutig nicht aufgehoben. Spätestens, wenn es Commander Shelby im Mittelgrund steht, wird der Autor hoffentlich auf diesen Punkt eingehen. Fazit: Flüssig geschrieben, spritzige Dialoge und eine gelungene Mischung aus Action, Charakterzentrierungen und Rätseln, machen diesen Roman mehr als lesenswert. Cross Cult dürfte mit der Veröffentlichung von "Requiem" endgültig zum Fan Favorite-Verlag avanciert sein, der bei den Trekkies nicht umsonst hoch im Kurs steht.
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4.0 von 5 Sternen
Ein Meilenstein ist erreicht, 9. Mai 2013
Captain Calhoune hat einmal mehr alle Hände voll zu tun: Mit seinem rebellischen Sohn Xijon, hat die Crew der Excalibur Zuwachs bekommen. Da dieser nichts Besseres zu tun hat, als ein Verhältnis mit Si Cwans Schwester Kallinda einzugehen, sind Streitereien natürlich vorprogrammiert. Während der Bordalltag also gehörig durcheinandergewirbelt wird - was für die lustigen Momente der Geschichte sorgt -, wartet eine Mission auf die Offiziere des Föderationsschiffes, an der schon ganze Flotten scheiterten: Der Kampf gegen die Schwarze Masse. Gerade Si Cwan hatte mit dieser als junger Thalonianer zu tun und sieht kaum eine Chance für Erfolg. Autor Peter David hält sich nicht mit Kleinigkeiten auf. Wenn die Crew der Excalibur ins Feld zieht, dann warten Feinde auf das Föderationsschiff, die mal eben ganze Sonnen verschlingen. Während die Missionen, Herausforderungen und Lösungen in den vorangegangenen Romanen Spaß machten, erreicht der Gigantismus im vorliegenden Buch zu große Ausmaße. Ein derartiger Kampf ist einfach zu unglaubwürdig, zu gigantisch, zu unrealistisch. So wirkt auch die Lösung eher an den Haaren herbeigezogen und hält praktischerweise einen gewissen Konflikt aufrecht, auf den der Autor scheinbar nicht verzichten wollte. Der Roman lebt damit primär von seinem Humor, den verzwickten Charakterbeziehungen und den peppigen Dialogen. Die Spannung funktioniert hier nicht, die Geschichte fällt im Vergleich zu den Vorgängerbänden der Reihe deutlich ab. Dafür wartet ein ganz besonderes Bonbon auf den Leser. Ein Cliffhanger der gänzlich unerwarteten Sorte. Und nachdem Cross Cult den Fans von Captain Calhoune und seiner Crew die ersten sechs Romane nun in einer neuen Übersetzung und toller Aufmachung erneut zugänglich macht, geht es mit dem siebten Band in deutscher Erstveröffentlichung weiter. "Requiem" erscheint im Mai 2013. Bis dahin heißt es Fingernägelknabbern und die Vorfreude genießen. Fazit: Ein etwas schwächerer Band, der die Vorfreude auf "Requiem" aber anheizt. Humor und ausgezeichnete Dialoge sind garantiert, es hapert jedoch an der Spannung.
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5.0 von 5 Sternen
Ein episches Ende, für eine fantastische Buchreihe, 9. Mai 2013
Mit einfachen Worten: Es ist episch, was Autor Michael Scott mit dem finalen Teil der sechsbändigen Buchreihe abliefert. Geschickt, ja geradezu kunstvoll, verknüpft er seine Handlungsfäden. Neue Charaktere tauchen auf, alte werden "entsorgt" oder bilden gänzlich neue Allianzen. Ein letztes Mal wird alles aufgeboten, was die Mythologie der Menschheitsgeschichte hergibt; Fakten und Fiktion wird zu einer fantastischen Geschichte vermischt. All das, geschieht auf zwei Handlungsebenen. Zum einen gibt es da die Vergangenheit, in der Danu Talis noch existiert. Wie der Leser in den vorangegangenen Bänden erfuhr, kam es zu einem Krieg zwischen verschiedenen Fraktionen des Älteren Geschlechts. Dieser endete mit dem Untergang der Insel, wodurch die Menschheit erst entstehen konnte. Die beiden Zwillinge sind hierfür nur Werkzeuge. Doch der Plan und die Identität jener Personen, die im Hintergrund die Fäden ziehen, überrascht auf gekonnte Weise. Hier erwartet den Leser mehr, als nur ein Twist. Die Gegenwartshandlung kann zwar nicht gleichermaßen überzeugen, doch spannend ist sie allemal. Welcher Kämpfer der Guten wird überleben, wer stirbt? Und wie wollen Nicholas und Perenelle Flamel ihre Feinde stoppen? Am Ende wartet ein rührendes, schönes, bittersüßes Handlungsende auf den Leser. Und ja, man hat das Gefühl, eine runde Geschichte zu beenden, die mit Spannung, überraschenden Wendungen und einer ausgezeichnet konstruierten Mythologie daherkommt. Fazit: Episch, spannend, actionreich aber auch rührend und traurig, das alles ist der letzte Band der Reihe um die Geheimnisse des Nicholas Flamel. Das Ende ist überzeugt auf ganzer Linie und bringt eine gelungene Buchreihe zu einem würdigen Abschluss.
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3.0 von 5 Sternen
Eine interessante Dissertation wird zum Buch, 3. April 2013
Hier weiter ins Detail zu gehen, würde den Umfang dieser Rezension sprengen. Das umfangreiche Werk über narrative Erzählstrategien umfasst 244 Seiten und ist keine leichte Lektüre. Die Autorin beschäftigt sich professionell und tiefgehend anhand Wissenschaftler Fakten und Daten mit der Entwicklung von Erzählstrategien, Verflechtungen, dem Spannungsaufbau in Serien und dem historischen und aktuellen Aufbau im Allgemeinen. Unterlegt wird das Ganze immer wieder mit Material aus den Serien. So zum Beispiel eine detaillierte Grafik über die Zeitebenen, die im Verlauf der einzelnen Staffeln von Lost eingesetzt wurden, Locke beim Erklären von Backgammon, virales Marketing anhand von Visitenkarten und Websiten, oder der Screenshot des Figurennetzwerks bei Heroes. Fazit: Ein wissenschaftliches Werk, für alle, die sich für den Aufbau von Erzählstrukturen in US-Serien interessieren. Ein Buch, nach dessen Lektüre der Leser Fernsehserien mit anderen Augen sieht.
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4.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Abschluss des Kurzzyklus', 6. März 2013
David R. George III beendet den Zyklus um die Welten von Deep Space Nine mit einem Knall, der es in sich hat. Im Zentrum der Geschichte steht Odo, der als Freund der Solids einen schweren Start in der Großen Verbindung hat. Seine Liebe zu Kira zieht ihn zurück in den Alpha-Quadranten, während er auf der anderen Seite Loyalität gegenüber seinem Volk verspürt. Durch eine überraschende Enthüllung sieht er zahlreiche Dinge in einem anderen Licht und wird erstmals mit der Religiosität seines Volkes konfrontiert. Am Ende erweist sich der Glaube der Gründer aber nicht nur als real, er stößt auch eine Entwicklung an, die das Dominion für immer verändert und einen neuen Gegner in all seiner Gefährlichkeit einführt. Nicht minder wichtig ist aber die zweite Story, in der Taran'atar mit Kira die gefangene Gründerin besucht. Der Leser hat Anteil an den Gedanken des Jem'Hadar, der entsetzt über die Änderung seiner eigenen Physis und Psyche ist. Immer mehr entwickelt er sich fort von dem, was er ist, zu etwas völlig Neuem - und verliert dabei seine Erdung, verliert alles, was ihn ausmacht. Leider hat der Autor hier eine Traumszene eingebaut, die den Lesespaß deutlich trübt. Dem Leser wird über mehrere Seiten eine spannende Entwicklung vorgegaukelt, die so jedoch nicht stattfindet. Das ist arm. Lediglich das Ende reißt es hier wieder heraus, denn es kommt zu einem Kampf, der mehrere lieb gewonnene Charaktere in Lebensgefahr bringt. Ihr Schicksal bleibt ungewiss. Fazit: Ein Roman mit Längen und Schwächen, der grundsätzlich jedoch zu überzeugen versteht. Vor allem das Ende ist gelungen und macht Lust auf den Start der zweiten Buchstaffel, die mit "Kriegspfad" im März bei Cross Cult beginnt.
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4.0 von 5 Sternen
Der Endspurt wird lustig eingeleitet, 26. Januar 2013
Ganz im Stil der klassischen Ferengi-Episoden aus der TV-Serie "Deep Space Nine" sorgt auch "Zufriedenheit wird nicht garantiert" für mehr als nur einen Lacher. Die Geschichte ist eindeutig Humor-zentriert, versteht es jedoch auch immer wieder spannend zu unterhalten. Dabei bilden die Hauptpersonen ein schönes Konglomerat aus gegensätzlichen Charakteren. Auf der einen Seite der gierige Quark, auf der anderen die Sternenflottenoffiziere Ro Laren und Nog, gewürzt durch die Reformer Rom und dessen Mutter. Da kommt es nicht selten zu Szenarien, in denen auf humorige Art die Fetzen fliegen. Vor dem Hintergrund einer großen Intrige wird dem Leser die Welt der Ferengi enthüllt, in der alles auf Profit ausgerichtet ist. Da können schon mal Politiker, die eine Abstimmung verloren haben, ihre Kollegen bestechen, um deren Meinung zu ändern - und das ganz Legitim als Teil des politischen Prozederes. Oder Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs müssen nicht nur beim Einstieg bezahlen, sondern auch beim Verlassen des Fahrzeugs. Und wehe, der Passagier hat dann nicht genug Latinum. Während die TV-Episoden oftmals zu gekünstelt komisch daherkommen und Spannung so gar nicht aufkommen mochte, gelingt es Keith R. A. DeCandido problemlos eine Geschichte zu schreiben, in der weder Humor noch Spannung zu kurz kommen. Denn der Kampf zwischen dem Bündnis, das gegen den Nagus geschmiedet wurde, und der Familie von Quark, wird schmutzig geführt. Gefälschte Dokumente, Bestechung und das Anheuern von Auftragskillern gehören zum Spiel. Fazit: Der fünfte Roman der Reihe ist flüssig zu lesen. Die Ferengi-Gesellschaft, all die intriganten Parteien, und mittendrin Quark, der so gar keine Lust hat, der Gute zu sein und es doch ist, machen Spaß. Ein Buch, das man nicht verpassen sollte.
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3.0 von 5 Sternen
Ein Roman, der ruhige Töne anschlägt, 26. Januar 2013
Nachdem der Leser im vorangegangenen Band dem Planeten Trill einen Besuch abstatten konnte, widmet sich der fünfte Roman ganz den Bajoranern. Während zahlreiche Hauptcharaktere nach dem Ende der ersten Buchstaffel in den Weiten des Alls unterwegs sind, gibt es doch noch immer nicht wenige Figuren an Bord von DS9 und auf Bajor. Der Leser kann mitverfolgen, wie Ro Laren den Massenmord in einem Dorf untersucht, wie Vaughn sich auf Bajor um die Rekrutierung neuer Anwärter für die Akademie kümmert und Sisko langsam wieder in sein altes Leben hineinwächst. Zudem macht sich Jake auf, sich selbst zu finden ... und kehrt verändert nach Hause zurück. "Fragmente und Omen" steht ganz im Zeichen der TV-Serie. Die Geschichte schlägt meist ruhige Töne an, beschäftigt sich mit den Themen "Selbstfindung" und "Suche" und zeigt, wie sehr manch ein Charakter unter der schönen neuen Welt leidet, die im Entstehen begriffen ist. Für Spannung sorgt die Verfolgung der Mörder mit der Defiant und die langsame Enthüllung von deren wahren Absichten. Denn hierbei handelt es sich nicht um eine Einzelepisode, sondern um den Auftakt zu einem Handlungsstrang, der in der zweiten Buchstaffel sicher fortgeführt werden wird. Hier wartet wohl noch eine Menge auf den Leser, deren Potenzial hier nur angedeutet wird. Der Roman von J. Noah Kym ist flüssig geschrieben, peppig formuliert und der Autor jongliert gekonnt mit Handlungssträngen und Szenen. Unterm Strich ist die Geschichte eher charakterzentriert. Das Wiedersehen mit altbekannten Figuren macht Spaß, doch der Story fehlt es an Spannung, sie plätschert nur vor sich hin. Fazit: Ein schwächerer Roman der "Die Welten von Deep Space Nine"-Reihe. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und stimmig, es fehlt jedoch an Spannung und Action.
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5.0 von 5 Sternen
High Fantasy in Perfektion, 26. Januar 2013
Wie auch Band 1 der "Ravermoon"-Serie, versteht "Die Saat des Bösen" zu überzeugen. Autor Sylvain Cordurié verwebt die Ereignisse aus dem Auftaktband der Trilogie zu einem neuen Erzählstrang, führt Nebenhandlungen fort und erschafft so eine neue Geschichte. Die Charaktere sind dabei facettenreich angelegt und Freunde entpuppen sich durchaus als Verräter. Für den nötigen Twist ist also gesorgt, es wird beim Lesen nicht langweilig. Im Verlauf der Story wird mehrmals der Handlungsort, ja sogar die Handlungszeit gewechselt. Immer wieder gelingt es dem Autor, problemlos den Spannungsbogen zu halten. Der Leser möchte wissen, wie es weitergeht, fiebert jeder neuen Information entgegen. Dabei entsteht eine gelungene Mischung aus Action (Schwertkämpfen, magische Angriffe) und charakterzentrierten Momenten (Ravermoon und Gillian). Zudem steht die ganze Zeit das eine große Rätsel im Raum: Wer ist die wahre Macht, die hinter allem steckt? Am Ende erhält der Leser eine Antwort, die - wie könnte es auch anders sein - mehr Fragen aufwirft als beantwortet. So bleibt also nur, auf den Abschlussband der Trilogie zu warten, dessen Erscheinungstermin noch offen ist. Für die Zeichnungen ist wie auch im vorhergehenden Band wieder Leo Pilipovic verantwortlich, der bereits Geschichten wie "Das große Spiel" oder "Arctica" Leben einhauchte. Die Farben der Story fallen unter die Ägide von Élodie Jacquemoire ("Dogma" und "Merlin"). Fazit: Eine spannende Mischung aus Action, Charakter- und Rätselmomenten. "Die Saat des Bösen" steht ihrem Vorgänger in nichts nach, toppt dessen Unterhaltungswert sogar noch. Für alle Freunde von High Fantasy eine klare Kaufempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Schwacher Band einer sonst starken Reihe, 3. Januar 2013
Wie immer drückt Autor Peter David das Gaspedal bis zum Anschlag durch. In "Ort der Stille" werden so viele Charaktere miteinander verknüpft, treffen zufällig aufeinander, dass es schon fast zu viel des Guten ist. Da gibt es Sternenflottenoffiziere, die bei einem Staatsbesuch in das Geschehen gezogen werden, die Hunde des Krieges, die seit Jahren auf der Suche sind, die mittlerweile bekannten Erlöser und den alten, thallonianischen Feind Si Cwans. Das sich daraus ergebende Stelldichein wirkt ein wenig zu gekünstelt, zu konstruiert. Ein Großteil des Romans kommt gänzlich ohne die Crewmitglieder der Excalibur aus. Stattdessen wendet der Autor viel Zeit auf, die neue Figur "Xyon" einzuführen. Das ist durchaus gelungen, taucht mit ihm doch ein frecher Protagonist auf, der nie um einen Spruch verlegen ist. Leider ist er gleichzeitig ein Klischee auf zwei Beinen. Auf der einen Seite ein selbstsüchtiger Dieb, der auf der anderen aber einer Frau in Not jederzeit zu Hilfe kommt. Aber gut, man wird sehen, wie sich die Figur noch entwickelt. Womit der Autor es in diesem Band maßlos übertreibt, ist die Schlagfertigkeit der Haupthandlungsträger. Vernünftige Dialoge sucht man im fünften Roman vergebens. Stattdessen gibt es einen Schlagabtausch nach dem anderen, jeder Charakter wirft mit schlagfertigen Kommentaren nur so um sich, es ist eine wahre Pracht. Dadurch wirken die Protagonisten bedauerlicherweise stereotyp und weichgespült. Zwar entwickelt sich der Haupthandlungsstrang recht zügig voran, leider kann er aber so gar nicht fesseln. Zufall reiht sich an Zufall, Kampf an Kampf, zufällige Zusammentreffen treffen auf konstruierte Szenen. Fazit: Während die bisherigen Romane der Reihe "New Frontier" durch solide Action, spannende Handlungen und vor allem gut ausgefeilte Charaktere bestechen konnten, fällt der fünfte Band deutlich ab. Die Story plätschert nur so dahin, es wirkt gar zu konstruiert und die Protagonisten können nicht überzeugen. Für die Serie an sich spricht man gerne eine generelle Kaufempfehlung aus, der vorliegende Band gehört allerdings zu einem schwächeren Vertreter der sonst starken Gesamtstory.
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3.0 von 5 Sternen
Solide Fortsetzung, aber etwas schwächer als der Auftaktroman, 30. Dezember 2012
Nach langer Wartezeit setzt "Das Buch Rubyn" die Geschichte um die drei Geschwister fort, die das Schicksal der Welt in ihren Händen halten. John Stephens schreibt wie immer flüssig, peppig und sehr authentisch. Die Jugendhaftigkeit der Charaktere wird ebenso zum Thema gemacht wie all ihre Ecken, Kanten und Zweifel. Alle drei wirken im gesamten Verlauf der Handlung menschlich und echt. Die Story unterteilt sich in zwei Handlungsebenen. Da ist zum einen die Vergangenheitshandlung, die das Schicksal von Kate und ihr Zusammentreffen mit Rafe vorstellt. Dieser Abschnitt ist spannend zu lesen, kurzweilig geschrieben und enthüllt zudem die Vorgeschichte des schrecklichen Magnus. Hier geht das Ende dem Leser nahe und legt gehörig Potenzial für das kommende Buch. Weniger stark ist die Gegenwartshandlung. Hier zieht Gabriel mit Michael und Emma durch die Welt, auf der Suche nach dem zweiten Buch, immer dicht verfolgt von den Häschern des schrecklichen Magnus. Dabei ist das Ende dieses Handlungsstrangs natürlich vorhersehbar und liest sich stellenweise zäh. Gerade im Vergleich zu den starken Vergangenheitsepisoden verlieren diese Kapitel. Da die zweite Chronik vom Anbeginn auch einen Hüter braucht, steht selbiger in "Das Buch Rubyn" im Mittelpunkt. Während Kate die Hüterin der Chronik der Zeit ist, ist Michael der Hüter der Chronik des Lebens. Und was diese figurenzentrierte Erzählweise angeht, zeigt John Stephens auch, was er kann. Gerade durch den Wegfall von Kate werden die inneren Zweifel von Michael an die Oberfläche gezerrt und sein Zwiespalt wird geschildert. Ein Plot, der also in sich stimmig ist und in dem jeder Teil des Mosaiks wichtig für das große Ganze ist. Es wird spannend zu lesen sein, was der Autor im dritten Buch bereit hält. Fazit: Ein starker und ein schwacher Handlungsstrang, durchweg ausgefeilte Charaktere und eine tragische Enthüllung machen das zweite Buch durchaus lesenswert. Etwas schwächer als sein Vorgänger, kann "Das Buch Rubyn" trotzdem problemlos überzeugen.
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