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Japan: Ein Länderporträt (Diese Buchreihe wurde ausgezeichnet mit dem ITB-Bookaward 2014)
Japan: Ein Länderporträt (Diese Buchreihe wurde ausgezeichnet mit dem ITB-Bookaward 2014)
von Christian Tagsold
  Broschiert

36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dieses Buch hat man gewartet!, 13. Juni 2013
Dieses Buch ist etwas vollkommen Neues.

Liest man den Titel, denkt man vielleicht an ein weiteres einseitiges Länderporträts, das Japan als total funkiges, verrücktes und gleichzeitig als traditionelles und mystisches Land darstellt:
Japan als Land wo überall und den ganzen Tag Geishas mit Handys in den Händen rumlaufen, wo sich hübsche Tempel an Hochhäuser reihen und die Menschen allesamt zutiefst spirituell sind; ein Land, das man allein durch Sushi und Kirschblüten darstellen könnte und wo jahrtausende alte Kultur einvernehmlich mit modernster High-Tech einhergeht. Die Menschen sind immer höflich, unterwürfig und sagen prinzipiell immer "hai", selbst wenn sie "nein" meinen. Ach ja, und es ist für uns als "Westler" einfach unmöglich, "die Japaner" zu verstehen.
Hatten wir doch alles schon so oft..

Aber Christian Tagsolds "Länderportät" von Japan sticht unter all diesen gedruckten Aneinanderreihungen von Stereotypen deutlich hervor.

Tagsold behandelt in seinem Buch zunächst all die Themen, die auch in anderen Länderporträts vorkommen: Essen, Alltagskultur, Geografie. Das war es dann aber auch, die anderen Themen sind mit Bedacht gewählt: u.a. (vermeintliche) Traditionen und "Moderne", der Mythos von der "homogenen japanischen Gesellschaft", das Problem der raschen Alterung des Landes und zu guter Letzt Fukushima bzw. die Dreifachkatastrophe von 2011.

Tagsold beschreibt Japan fundiert, mit Hintergrundwissen und interessanten Fakten. Dabei greift er die gängigen Klischees über Japan auf und erklärt ihren Ursprung und vor allem warum diese Klischees überhaupt entstanden sind und warum sie zum Teil stimmen oder eben oft nicht. Warum erscheint uns Japan eigentlich immer als das total spirituelle, geheimnisvolle, gleichzeitig verspielte und unverständliche Land? Warum erweckt es den Eindruck, als würden "wir Westler" "die Japaner" nie ganz verstehen können?
Tagsold erklärt an Hand von Geschichte, Politik, eigenen Erfahrungen und lebhaften Beispielen woher diese Japanbilder überhaupt kommen, wo man sie im japanischen Alltag wiederfindet, was eigentlich dahinter steht und was vielleicht gar nicht stimmt.
Dass beispielsweise Sushi im japanischen Alltag keinesfalls zur Dauernahrung gehört, sondern allenfalls Gästen vorgesetzt wird, da es zu teuer ist und dass viel mehr der so gar nicht "japanisch"-wirkende Curry-Reis heutzutage das beliebteste Essen der Japaner ist, ist nur eines der vielen Beispiele, die ein völlig neues, entspannteres, vielleicht teilweise kritischeres aber in jedem Fall verständlicheres Bild von Japan geben.

Dabei sei zu sagen, dass Tagsolds Buch auf keinen Fall ein "Miesmacher" ist. Es geht nicht darum, Japan zu entblößen, einem "allen Spaß" zu nehmen an diesem vielfältigen Land oder an der Erniedrigung Japans. Es geht auch nicht darum, nur die gängigen Klischees zu erläutern. Viel mehr liegt der Fokus darauf, Japan als Land von innen heraus zu beleuchten und mit wirklich funiderten Argumenten und Wissen zu erklären, sodass für den Leser verständlich wird, warum Japan so ist wie es ist..oder eben nur so wirkt.

Dazu gehört auch Geschichte, Politik und manchmal ein wenig Theorie aber dies ist auch nötig, denn man kann kein Land der Welt in 100 Seiten 'Beschreibung der "verrückten Eigenheiten"' erklären. Durch interessante Anekdoten aus seinen eigenen Japanerfahrungen und einem flüssigen Schreibstil ist das Buch immer interessant und schweift nie zu sehr ins "wissenschaftliche" ab.

Besonders gelungen ist das Kapitel über die Tsunami-Katastrophe von 2011, da es sehr aktuell ist und sich vor allem endlich mal jemand kritisch mit der deutschen Medienwelt auseinandersetzt. Man merkt einfach, dass Tagsold Wissenschaftler ist und Ahnung von dem hat, worüber er redet, wenn er erklärt, woran es eigentlich liegen könnte dass die Japaner, nach Fukushima, zum stoischen und gefühlskalten "unglaublichen Volk" stilisiert wurden, was eigentlich die Gründe dafür sind, und warum es auch immer eine Frage der Darstellung ist.

Fazit: Dieses Buch könnte getrost so manchen stereotypen Band auf dem Markt der Länderbeschreibenden Bücher ersetzen. Wer sich für Japan interessiert, egal ob Student, Schüler, Wissenschaftler, Mangafan usw., sollte dieses Buch lesen. Es ist meiner Meinung nach das beste Buch, dass bis jetzt im Genre der Länderportät-Bücher über Japan gibt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2013 1:02 PM CET


Geschenke aus dem Backofen: Gebackene Leckereien hübsch verpackt (Kreative Manufaktur)
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von Anne Iburg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rezepte top - Bastelanleitungen teilweise schwer, 27. März 2013
Ich habe das Buch letztes Jahr im Buchladen gekauft weil es auf den ersten Blick schön und einfach aussah.
Habe jetzt schon mehrmals versucht, etwas daraus zu backen und die dazu passende Verpackung zu basteln.
Ich finde es sehr unpraktisch, dass in den Bastelanleitungen immer steht, man müsse die Vorlage erst auf(Bsp.) 133% vergrößern, was für mich schon kaum machbar war ohne Scanner etc.
Außerdem wird die Anfertigung der Verpackungen nur schriftlich beschrieben, ohne Bilder. Oft funktionierte die Verpackung nicht richtig, ich wusste nicht genau wie etwas gefaltet oder fest geklebt werden sollte und hätte mir gern noch ein paar Bilder gewünscht - und dabei kann ich eigentlich gut basteln!

Die Rezepte sind toll und die Verpackungen auch, ich werde auf jeden Fall noch weiter daran knobeln und noch mehr Rezepte versuchen!

Empfehle das Buch also auf jeden Fall weiter!


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