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Rezensionen verfasst von
Adel Moussa "Adelmo" (www.adelmo.de)
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The Cell.
The Cell.
von Colin Forbes
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,47

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Terror an der Themse, 27. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: The Cell. (Taschenbuch)
"9/11" wie die Amerikaner den Anschlag auf das World Trade Center nennen, wird von Literaturwissenschaftlern retrospektiv sicherlich als literaturgeschichtlich wichtigstes Ereignis des beginnenden 21.Jahrhunderts gewertet werden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Colin Forbes ein Stück vom Kuchen der Angstlust der englischsprachigen Leserschaft vor einem weiteren Terrorakt abschneiden möchte. Dass ihm dabei ein grundsolider Kriminalroman im Gewand eines Agententhrillers gelungen ist, der lediglich in seinen Schlussakkorden an den letzten James Bond-Film erinnert, ist ihm hoch anzurechnen.

Nicht Effekthascherei sondern handfeste Kriminalarbeit halten den Leser hier bei der Stange. Letzterer zieht gemeinsam mit SIS-Chef Tweed und seinen Agenten in bester "Agatha Christie"-Manie mit jedem Indiz den Kreis seiner persönlichen Verdächtigen enger und enger und ist zu guter letzt dann doch überrascht, als Tweed, der Mann ohne Vornamen, das Rätsel um das "Mastermind" hinter den Anschlägen endlich lüftet.

Mein persönliches Fazit: Gut gemachter Thriller, der sich von der "9/11"-Welle in den Bücherregalen durch seine grundsolide Machart positiv abhebt. Lesenswert!


Echo Burning
Echo Burning
von Lee Child
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Texanische Armadillo-Jagd auf Mexikaner, 21. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Echo Burning (Taschenbuch)
Reacher's Ausflug ins sandig-sonnige Texas entpuppt sich als sozialkritischer Thriller der eine persönliche, ganz andere Seite des Konflikts zwischen hispanischen und anglo-amerikanischen Einwohnern der Südstaaten aufzeigt. Dabei ist es Child hoch anzurechnen, dass die Spannung nicht unter der ungewohnt politischen Last leidet. Vielmehr steigert sie Sympathie und Antipathie des Lesers für Pro- und Antagonisten eines grundsoliden Thrillers, der Freunde des Genres sicher gefallen wird.


The Street Lawyer
The Street Lawyer
von John Grisham
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,60

3.0 von 5 Sternen Kritisch sozialkritischer Grisham, 22. November 2007
Rezension bezieht sich auf: The Street Lawyer (Taschenbuch)
John Grisham, Meister und Mitbegründer des Gerichtsromans, wagt sich mit "The Street Lawyer" von den blitzblanken Bänken amerikanischer Gerichtssäale hinaus auf die verschneiten Parkbänke und kalten Autos der Obdachlosen von Washington D.C. und verliert hinter dem erhobenen Zeigefinger das Grundrecht des Lesers auf einen fesselnden Plot aus den Augen.

Fazit: Der Roman ist wie das Essen aus den Suppenküchen Washington's - sozial(-kritisch) nahrhaft aber keinesfalls delikat.


The Portable Harlem Renaissance Reader (Portable Library)
The Portable Harlem Renaissance Reader (Portable Library)
von David Lewis
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlecht kommentierte, aber gut ausgewählte Sammlung, 22. November 2007
Der "Portable Harlem Renaissance Reader" gibt einen guten Einblick in das Schaffen junger Afro-Amerikanischen Autoren von den 1920er bis in die 1930er Jahre. Trotz der guten Textauswahl krankt der Sammelband jedoch an der eher mäßigen Einleitung und den wenig informativen, nur vereinzelt eingestreuten Kommentaren des Herausgebers.

Fazit: Für einen ersten Überblick über die Primärliteratur eines äußerst interessanten Abschnitts amerikanischer Literaturgeschichte.


Heart of Darkness (Penguin Popular Classics)
Heart of Darkness (Penguin Popular Classics)
von Joseph Conrad
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Spiegel der Dunkelheit, 25. Oktober 2007
Joseph Conrad's "Heart of Darkness" gehört unbestritten zu den Klassikern englischsprachiger Literatur. Bis heute entzweit er das Lager der Literaturwissenschaftler in die Conrad-Kritiker, von denen allen voran der nigerianische Autor Chenua Achebe dem gebürtigen Polen Conrad vorwirft ein "bloody racist" (verdammter Rassist) zu sein, und den gemäßigten Stimmen, die den Roman vielmehr als Imperialismuskritik verstehen. Im Bewusstsein dieses Spannungsfeldes gelesen, hat der Reisebericht eines englischen Abenteurers auf dem Kongo nichts an Aktualität eingebüßt und hält auch dem aufgeklärten Bürger der globalisierten Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts einen Spiegel vor, dessen Bild ihm vielleicht mehr über sich selbst verrät, als über den vom "Horror!" der Dunkelheit verfolgten Protagonisten Marlowe...


Der Afghane
Der Afghane
von Frederick Forsyth
  Gebundene Ausgabe

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tauchgang in die Tiefen des Terrors, 23. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Afghane (Gebundene Ausgabe)
Mit "The Afghan" reitet Frederick Forsyth nicht wie manch' anderer Autor auf der literarisch gesehen seichten Welle an War-Against-Terrorism-Thrillern - vielmehr taucht er in seiner unnachahmlichen Art mitten hinein in deren historisch-psychologische Wurzeln.
Vor einem erschreckend realistischen Hintergrund zeichnet Forsyth das Portrait zweier Männer, deren Schicksal in Freundschaft wie Feindschaft miteinander verbunden ist und gewährt erhellende Einblicke in die dunklen Abgründe eines Übels, das die Welt spätestens seit dem 11. September in Gut und Böse zu teilen scheint. Als sich einer der Männer, der im Irak aufgewachsene Brite Mike Martin, im Auftrag der britischen und amerikanischen Geheimdienste, in der Rolle des anderen, des Afghanen, auf seine wahrscheinlich letzte Mission begibt, verschmelzen Orient und Oxident auf geradezu artistische Weise zu einer Welt, in der Al-Qadr, das Schicksal, zweier Männer auf geradezu groteske Weise ineinander verwoben scheint...

Fazit: Ein spannender Thriller mit beinahe aufklärerischem Charakter - die Anatomie des Terrors!


The Afghan
The Afghan
von Frederick Forsyth
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tauchgang in die Tiefen des Terrors, 23. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Afghan (Taschenbuch)
Mit "The Afghan" reitet Frederick Forsyth nicht wie manch' anderer Autor auf der literarisch gesehen seichten Welle an War-Against-Terrorism-Thrillern - vielmehr taucht er in seiner unnachahmlichen Art mitten hinein in deren historisch-psychologische Wurzeln.
Vor einem erschreckend realistischen Hintergrund zeichnet Forsyth das Portrait zweier Männer, deren Schicksal in Freundschaft wie Feindschaft miteinander verbunden ist und gewährt erhellende Einblicke in die dunklen Abgründe eines Übels, das die Welt spätestens seit dem 11. September in Gut und Böse zu teilen scheint. Als sich einer der Männer, der im Irak aufgewachsene Brite Mike Martin, im Auftrag der britischen und amerikanischen Geheimdienste, in der Rolle des anderen, des Afghanen, auf seine wahrscheinlich letzte Mission begibt, verschmelzen Orient und Oxident auf geradezu artistische Weise zu einer Welt, in der Al-Qadr, das Schicksal, zweier Männer auf geradezu groteske Weise ineinander verwoben scheint...

Fazit: Ein spannender Thriller mit beinahe aufklärerischem Charakter - die Anatomie des Terrors!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2011 5:13 PM MEST


Golden Buddha: Oregon Files #1
Golden Buddha: Oregon Files #1
von Clive Cussler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Actionblockbuster in literarisch flachem Wasser, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Golden Buddha: Oregon Files #1 (Taschenbuch)
Clive Cussler macht gar keinen Hehl daraus, dass die Abenteuer der "Corporation", Cussler's Version eines weltweit operierenden privaten Geheimdienstes, mehr mit den aktuellen Action-Blockbustern aus Hollywood, denn mit nobelpreisverdächtiger Literatur zu tun haben. Und so stellt er selbstbewusst und ganz in guter alter Hollywoodtradition die Namen der Hauptfiguren noch vor dem Beginn des ersten Kapitels in tabellarischer Form, übersichtlich geordnet zusammen.
Die Nummer eins auf dieser Liste ' sozusagen der Star im Ensemble (oder wie der langweilige Literaturkriter schreiben würde: der Protagonist) ist Corporation-Gründungsmitglied Juan Cabrillo, der getrieben vom Ehrgeiz die Welt zu verbessern und nebenbei ein paar Millionen Dollar in die Unternehmenskasse zu schwemmen im Auftrag der US-Regierung die Rückkehr des Dalai Lama in sein Heimatland, Tibet, ermöglichen soll. Warum die vor Jahren aus dem Besitz des religiösen Oberhauptes Tibets verschwundene und plötzlich wieder aufgetauchte goldene Buddhastatue dabei eine Schlüsselrolle einnehmen wird, ist zu Beginn der Mission weder ihm noch den übrigen Crewmitgliedern der Oregon, dem als rostigen Frachter getarnten mobilen Hightech-Hauptquartier der Corporation, bekannt...

Das Geheimnis des goldenen Buddhas wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten; erraten kann man jedoch, dass die großen und kleinen Abenteuer, die die Mannen und Frauen der Oregon natürlich mit übernatürlichem Mut und Geschick und der steten Hilfe allerlei unglaublichen Hightech-Spielzeugs Absatz für Absatz und Seite für Seite er- und bewundernswerter weise überleben ungefähr genauso viel Tiefgang haben, wie ihr Schiff, die Oregon, deren Ballasttanks immer extra geflutet werden müssen, um den Eindruck eines schwer beladenen Frachtkahns zu erwecken. Wer vor dieser Art Flachwasser-Literatur nicht zurückschreckt und einfach ein paar Stunden irgendwo zwischen A wie Agenten bis Z wie Zerstörung verbringen will, der darf dem goldenen Buddha gerne über den Bauch streicheln (das soll ja ohnehin Glück bringen ;-)


The Day of the Jackal
The Day of the Jackal
von Frederick Forsyth
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein (zu) schwerer Fall, 14. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Day of the Jackal (Taschenbuch)
Es grenzt wahrscheinlich beinahe an Frevel einen millionenfach verkauften Klassiker wie diesen mit nur 3 *** (Sternen) zu bewerten, aber mit Komissar Lebel's Suche nach dem chamäleonartig die Identität wechselnden Schakal könnte sich so mancher ambitionierte Hobby-Kriminologe übernehmen.

Zugegeben, die Liebe zum Detail mit der Frederick Forsyth das bedachte Vorgehen des Profikillers in literarische Form gießt, ist beeindruckend; spiegelt sie doch gleichsam die Akribie des Protagonisten selbst wider. Peinlich genau analysiert Forsyth die Anatomie eines Verbrechens dessen Szenerie, das Paris der 1960er Jahre, sich nicht vor der Detailtreue eines Tatortphotos verstecken muss. Schnell wirkt der Plot jedoch wie eine aktenähnliche Ansammlung aus Täterprofilen, Zeugenaussagen und Indizien, die das anfangs spannende Dossier über einen unbekannten Auftragskiller im Auftrag einer französischen Untergrundbewegung schnell in eine umfangreiche, unübersichtliche Kriminalakte verwandeln, die manch ein Leser bereits vor Erreichen der letzten Seite als ungelösten Fall zu den Akten legen dürfte.

Fazit: Literarisch wertvolle, aber schwer verdauliche Kost, die wohl nicht jedermanns Sache sein dürfte.


The Summons
The Summons
von John Grisham
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,39

4.0 von 5 Sternen Und Geld stinkt doch!, 5. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Summons (Taschenbuch)
"Was würde ich tun, wenn ich plötzlich 3 Millionen Dollar aus einer zweifelhaften Quelle gewissermaßen neben der Leiche meines soeben verstorbenen Vaters finde?" Diese ungewöhnliche Frage stellt sich nicht nur Ray Atlee, dem Protagonisten in Grishams 2002 erschienenen Roman "The Summons". Es ist gleichsam eine Frage an den Leser, der, versunken in die spannungsgeladene Suche nach der Quelle des unerwarteten Geldsegens, in den geradezu philosophisch-psychoanalytischen Tiefen des Romans versinkt, in dessen Verlauf Rays anfängliche Zweifel am offenbar doch nicht so ehrwürdigen Richter Atlee, einem Vater, den er kaum zu kennen scheint, ihm zuletzt nur vor Augen führen, wie wenig er doch über sich selbst weiß.

Fazit: Im wahrsten Sinne des Wortes ein Psycho-Thiller, dessen subtiler Tiefgang das alte Sprichwort "Geld (allein) macht nicht glücklich!" in neuem literarischem Glanz erstrahlen lässt - lesenswert!


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