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Rezensionen verfasst von
Tikvas Schmökertruhe (ba-wü)

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Das schwarze Kollektiv
Das schwarze Kollektiv
von Michael Zandt
  Broschiert
Preis: EUR 11,80

3.0 von 5 Sternen Das schwarze Kollektiv, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Das schwarze Kollektiv (Broschiert)
Wenn nichts ist, wie es scheint.

Ariko ist ein Waisenkind, das von der Kirche gefördert wurde, weswegen er sich für eine Laufbahn beim Kollektiv entschied. Einer Spezialeinheit der Kirche, die den wahren Glauben in die Welt tragen soll. Wenn es sein muss auch mit Waffen und Gewalt.
Ariko geht in dieser Aufgabe anfangs gut auf, entwickelt sich und wird immer wieder befördert. Bis das Kollektiv zum ersten Mal eine Gefangene macht und er zu zweifeln und zu träumen beginnt...

Als er auf dem Weg zu einem neuen Einsatz zum ersten Mal einem besonderen Mädchen begegnet, ist es um ihn geschehen. Während er bei der Armee ist, wird ihm daher immer mehr bewusst, wie fehl am Platz er sich in diesem Krieg fühlt.
Nachdem das Verlangen nach dem unbekannten Mädchen immer stärker wird, wechselt er die Seiten um sie zu suchen. Denn sie ist eine Kriegerin der Hameshi, dem Kriegsvolk des Feindes Agrunbar. Wesen die im Urwald leben und mit der Natur im Reinen leben.

Nachdem mir "Hapu - Teufel im Leib" gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt, was Michael Zandt wohl als nächstes zaubert.
Mir kam zu Ohren, dass dieser Roman mit dem Debüt des Autors zusammenhängt. Nachdem ich nun auch dieses Werk gelesen habe, kann ich dem nur bedingt zustimmen. Erst zum Ende hin gab es eine Verbindung zu Zandts ersten Roman Hapu, welcher dann auch Arikos Traum von Anfangs erklärte.

Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert. Jedes Mal begannen die Kapitel, welche durch Zahlen markiert waren, wieder von vorne. So wurde Arikos Wandel sehr schön dargestellt. Sie erzählen wie Ariko aufwächst und was für einen Weg er wählt. Dann den Wechsel auf die andere Seite und die Zeit bei den Agrunbar.
Erst im dritten und letzten Teil wurde der Roman allerdings erst lebendig und ansprechend. Dort wurde sehr schön beschrieben, wie Ariko und Lamisjala sich endlich finden und zueinander gehören.
Aber auch die Spannung wuchs in diesem Abschnitt besonders stark.
Ariko erfuhr eine Neuigkeit nach der anderen - manche mehr, manche weniger gut. Aber dadurch war nun endlich was los und ich fieberte richtiggehend mit ihm und seiner neuen Aufgabe.
Und so war das Ende ein genialer Cliffhanger!

Die Schilderungen waren allesamt sehr anschaulich. Die Gegend wurde sehr gut dargestellt.
Da sich das meiste in einem Urwald abspielte, konnte ich die entsprechenden Temperaturen fast spüren.
Ariko wurde im laufe der Geschichte immer besser beschrieben und wurde dadurch mehrdimensional.

Fazit:
Leider kommt dieses Werk nicht ganz an den ersten Roman heran. Daher vergebe ich ihm nur drei von fünf Sternen.


Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz
Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz
von Kimberly Derting
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Dark Queen I, 5. Dezember 2012
Unsichere Zeiten

Eine Königin, die ihre Nachfolgerin sucht und ein Volk, das unterjocht wird...
Charlie wächst in einer Welt auf, in der man auf jedes ausgesprochene Wort achten muss und eine launische Königin regiert.
Es gibt Rebellen die sich gegen die Königin auflehnen, doch ein Durchbruch will ihnen einfach nicht gelingen.

Das Volk ist in Klassen unterteilt, und jede hat für sich eine Sprache. Nur diese Klassensprache und die Universalsprache Englaise dürfte Charlie verstehen. Doch dem ist nicht so. Sie versteht jede gesprochene Sprache, auch wenn sie eine nie zuvor gehört hatte, und dieses Können ist für sie ein Fluch, der sie schon öfters in Gefahr gebracht hat.
Wenn je herauskommen sollte, dass Charlaine alle sprachen versteht, wäre das ihr Todesurteil...

Als wäre ihr Leben dadurch nicht schon gefährlich genug, lernt sie zwei Jungs kennen, die um ihre Gunst buhlen. Jeder von ihnen stammt aus einem anderen Klassensystem mit einer anderen Sprache.
Und zum Ende des ersten Teiles kommt etwas heraus, dass Charlie liebe nie erfahren hätte. Plötzlich scheint sie absolut niemandem mehr trauen zu können. Und was daraufhin folgt, scheint unfassbar zu sein und absolut unlogisch.

Das Jugendbuch hatte etwas unglaublich fesselndes an sich und der Schreibstil von Kimberly Derting war genial, sodass ich regelrecht gebannt war. Und so musste ich bewusst immer wieder Pausen einlegen, damit ich diesen tollen Roman auch in vollen Zügen genießen konnte.

Der Roman ist in zwei Teile aufgegliedert. Jedes Kapitel ist mit der lateinischen Zahl gekennzeichnet und der erste Buchstabe der Kapitel ist schön verziert.
Die Handlungen werden aus mehreren Sichtweisen erzählt, wobei Charlie dabei natürlich die wichtigste Figur ist. Doch sowie die Protagonistin werden auch die anderen Blickwinkel immer aus Sicht desjenigen geschildert, sodass ich auch die Empfindungen der anderen Figuren mitbekam. Das wurde auch gut sichtbar, dadurch, dass die Abschnitte immer gut gekennzeichnet wurden, aus wessen Sichtweise nun geschildert wird.

Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen!


Das Geheimnis der Flamingofrau - Erotische Erzählung
Das Geheimnis der Flamingofrau - Erotische Erzählung

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzweilig, 14. November 2012
Geheimnisvoll...

Leon ist Schriftsteller. Doch momentan läuft es nicht sehr gut und er weiß noch nicht einmal wie er die nächste Miete zahlen soll. Als er eines Tages per Email von einer Dame angeschrieben wird, die ihm einen Roman zahlt dessen Handlungsführung sie in der Hand haben möchte, sagt er zu. Und verfasst dadurch eine äußerst erotische Geschichte.
Während Leon herauszufinden versucht, wer seine anonyme Auftraggeberin ist, erlebt sein Protagonist eine sinnliche Situation nach der anderen, dessen einziges Ziel es ist zum Ende hin ins Erotische zu gleitet...

Die Handlung baute sich langsam auf und wurde mit jedem Szenenwechsel zwischen dem Geschichtenschreiber und seinem Charakter immer sinnlicher.
Interessanterweise heißen beide weiblichen Figuren Tanja und während die Auftraggeberin bis zum Schluss unerkannt blieb, wirkte die Tanja in der Geschichte herrisch. Doch zugleich war sie trotzdem immer sehr sanft. Zumindest wenn sie sich mit ihrer Gespielin befasste.

Leider hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit den verschiedenen Ansichten klar zu kommen. Denn einmal handelte es sich um die Geschichte, die ein Autor schrittweise verfasste und einmal ging es um die reale Handlung in diesem Ebook.

Die Schreibweise der Autorin ist dagegen richtig gut. Sie beschreibt alles zum Teil geheimnisvoll und nennt alles bei seinem richtigen Namen, nichts wurde durch die Blume gesagt. Durch ihren Schreibstill ließ sie die Geschichte genau richtig auf mich wirken.

Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger und sie wurden immer abwechselnd mit der eigentlichen Story und mit der Geschichte in der Geschichte aufgeteilt.
Was anfangs ziemlich seicht begann, endete mit einem lustvollen S/M-Spiel, das es in sich hatte.

Doch dieser erotisch angehauchte Kurzroman entspricht leider nicht ganz meinem Geschmack. Daher bekommt dieses Werk nur gut gemeinte drei bis vier Sterne von fünf.


Westend Blues: Ein Katharina-Klein-Krimi aus Frankfurt am Main
Westend Blues: Ein Katharina-Klein-Krimi aus Frankfurt am Main
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katharina Klein I, 13. November 2012
Was "genau" steckt dahinter?

Das Cover finde ich klasse gemacht! Es besteht aus einem schwarzen Hintergrund.
Der Titel fällt einem mit seiner roten Schrift gleich ins Auge und dazu gibt es eine weibliche und eine kindliche Figur, händchenhaltend, während die Frau eine rote Pistole in der Hand hat. Einfach genial!

Kriminalhauptkommissarin Katharina Klein wird nach einem fragwürdigen Schusswechsel mit Todesfolge suspendiert und wartet darauf gefeuert zu werden.
Doch großartig zum Grübeln und Nägelkauen kommt sie nicht, denn ihre Nachbarin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie hinterlässt eine vierjährige Tochter.
Das Wochenende ist nicht mehr fern, der Vater des Kindes nicht erreichbar, also wer soll sich nach Vereinbarung ihres Chefs und der Jugendfürsorge um die Kleine kümmern? Genau, Katharina.
Alles wehren mit Händen und Füssen bringt nichts, da Katharina nun eh genügend Zeit hat sich um das Mädchen zu kümmern. Da allerdings auch noch ein ungeklärter Todesfall anliegt, ermittelt Katharina privat und stößt auf ein Motiv, welches alles andere in den Schatten stellt. Dabei wird es teilweise sehr gefährlich und die Ermittlungen bringen auch andere Scheußlichkeiten ans Licht...

Ich fühlte mich von Beginn an sehr wohl beim Lesen. Die Protagonistin war mir sofort äußerst sympathisch!
Katharina wurde liebevoll beschrieben. Ihre Handlungen waren jederzeit gut nachzuvollziehen und ihre Art, an gewisse Situationen heranzugehen, fand ich klasse geschildert.
Durch den Wechsel von Privatem und Beruflichem fühlte ich mich wie ihr Schatten und gleichzeitig war ich immer mitten im Geschehen.
Die weiteren Figuren um Katharina herum, welche von Bedeutung waren, wurden mit der Zeit immer besser vorgestellt.

Die erfrischende Art des Autors seinen Figuren Leben einzuhauchen, fand ich einfach genial. Es war genau die richtige Portion Ernst und Humor, Kriminologisches und äußerst Privates in der Protagonistin vereint. Phänomenal!
Aber besonders gefiel mir die Verbindung zur angeblichen Verbrechern, die teils verwand mit Katharina sind, oder nur befreundet mit deren Eltern waren. Die Verzweigungen zwischen ihrem aktuellen Mordfall, ihrem weitläufigen Familienkreis und auch ihrer Suspendierung wurde richtig toll beschrieben!
Passend dazu fand ich, dass die Kapitel mit dem Datum anfangen, sodass ich auch einen zeitlichen Rahmen hatte.

Fazit:
Ich bin hellauf begeistert!
Die Kommissarin hat mich mit ihrem Charme in ihren Bann gezogen, sodass ich diese Serie auf jeden Fall weiter verfolgen werde.
Es gibt die komplette Punktzahl und dazu ist es mein absolutes Superhighlight im September!
Ich bin schon sehr gespannt wie Katharina sich weiterentwickelt und freue mich daher auf die nächsten Bände.


Von Flöhen und Mäusen (Spionin wider Willen, Band 2)
Von Flöhen und Mäusen (Spionin wider Willen, Band 2)
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen 2. Fall, 10. November 2012
Janna und das "Institut".

Janna ist mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden. Ihre zwei Pflegekinder halten sie auf Trab und ihr Freund sorgt für den harmonischen Ausgleich.
Der Geheimagent Markus genießt nach wie vor seine Unabhängigkeit und ist überhaupt nicht begeistert, als es heißt, Janna Berg muss erneut für die seine Behörde einen kleinen Auftrag erledigen.
Aber so ist es nun einmal und schon stecken die beiden Protagonisten ein zweites Mal gemeinsam in einem brisanten Fall.

Nachdem ich die beiden Hauptfiguren in "Spionin wider Willen" schon kennen und lieben lernen durfte, wollte ich natürlich wissen, was sich die Autorin Mila Roth für den zweiten Roman ausgedacht hat. Und ich wurde erneut nicht enttäuscht.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende schön abgerundet und gut aufgeteilt in Kriminalistisches und Privates.
Der Schreibstil von Mila Roth ist einfach und leicht zu lesen. Dabei der Handlung zu folgen machte mir sehr viel Freude.

Die Autorin schaffte es ohne großes Fachgesimpel über Polizeiarbeit mich in ihren Bann zu ziehen.
Die beiden Hauptcharaktere wurden liebevoll beschrieben und auch Jannas Zwillinge bekamen eine kleine aber wichtige Rolle. Das fand ich sehr schön, denn das zeigte mir, dass Mila Roth auch auf Nebensächlichkeiten in ihren Romanen achtet und Randfiguren ab und zu in den Vordergrund stellt.

Nach der Geschichte gab es dann noch fünf Seiten voller Fragen an die Autorin, was sie über das Schreiben und das Medium eBook denkt.

Fazit:
Erneut bin ich positiv überrascht von der Feinfühligkeit Mila Roth!
Ich vergebe diesem Werk fünf volle Sterne und bin schon sehr gespannt, was mich im dritten Teil erwartet.


Crashed
Crashed
von Robin Wasserman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen II. Teil, 24. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Crashed (Gebundene Ausgabe)
Nichts ist, wie es scheint.

Lia Kahn ist durch einen tödlichen Unfall nun ein sogenannter Mech - von den Menschen auch "Skinner" genannt. Sie ist eine Kopie ihres menschlichen Selbst, rein mechanisch, und wird, wie andere Mechs, von den meisten Menschen gehasst und verstoßen.
Da sie von den Menschen nicht akzeptiert werden und dadurch auch keinem menschlichen Leben nachgehen können, besteht ihr Dasein im Grunde nur aus purer Langeweile und Unsinn machen.
Dass die jungen Mechs durch dieses sinnlose Verhalten einer Bande in die Hände spielen, die Krieg zwischen den Menschen und den Mechs heraufbeschwören will, hätten sie nie gedacht. Oder war es zumindest einigen von ihnen doch klar...?

BioMax, der Konzern, der die Mechs zu dem gemacht hat, was sie nun sind, spielt in diesem Teil eine große Rolle. Nicht nur, dass dieser ihre Mechs mehr kontrolliert, als diese annehmen. Es stellt sich auch die Frage, ob er etwas mit einem Anschlag gegen die Menschen zu tun hat oder ob es eine menschliche Bruderschaft ist, die dahinter steckt. Denn diese Gruppierung wiederum will die Nichtmenschen am liebsten vernichten, da sie ihrer Meinung nach keine Daseinsberechtigung haben.
Was den Konzern betrifft, so hat Lia eine äußerst heikle Beziehung zu einem deren Mitarbeiter. Doch zum Glück konnte sie sich bislang gegen ihn wehren. Die Bruderschaft dagegen ist ein ganz anderes Kaliber und wird zunehmend eine echte Gefahr für Lia Kahn und ihre Freunde.
Ob sie sich dagegen wehren können?

Ich erfuhr in diesem Band einiges aus der menschlichen Vergangenheit von ein paar wichtigen Skinnern. Das war sehr interessant und erklärte vieles, darunter ihr Verhalten in gewissen Situationen.
Von Gleichgesinnten die zu Feinden werden, sowie Menschen und Mechs die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, war alles dabei.
Robin Wasserman erschuf von Beginn an eine interessante Welt, in der ich mir selbst wie ein Skinner vorkam und deren Beweggründe ich auch sehr gut nachvollziehen konnte.
Die Autorin brachte von Anfang an die Stimmung auf, dass ich mich selbst als Lia sah. Da der Roman aus Lias Sicht in der Ichform erzählt wird, ist dies auch verständlich. Ich fand es sehr gut gemacht!

Durch die Streitigkeiten zwischen Menschen und Skinnern baute sich im Laufe des Lesens eine Spannung auf, die im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Explosion endete.
Der Roman wurde zwar nicht mit einem Cliffhanger beendet, aber machte trotzdem sehr neugierig auf den letzten Teil.
Da jedoch die Ursache, wie Lia Kahn zu einem Mech wurde, nur ganz knapp angeschnitten wird, empfehle ich, mit dem ersten Band "Skinned" zu beginnen.

Fazit:
"Crashed" ist ein ebenbürtiger Nachfolger des ersten Teils.
Ich bin sehr gespannt, wie die Trilogie endet. Daher vergebe ich die volle Punktzahl, fünf Sterne.


Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 3)
Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller, Band 3)
von Chris Carter
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 3. Fall von Hunter & Garcia, 16. September 2012
Er kennt deinen Tagesablauf!

Es verschwinden junge, gut aussehende Frauen, die alle nur eines gemeinsam haben: Sie stehen ab und zu im Rampenlicht.
Der Täter platziert sie auf eine bestimmte Weise und überlässt sie dann sich selbst und ihrem Schicksal. Doch wenn sie gefunden werden, sind sie tot. Auf bestialische Weise hingerichtet.
Detective Hunter steht vor einem Rätsel und weiß sich sehr lange nicht zu helfen. Vom Täter keine Spur und wie die Frauen zu Leichen werden, wird den Ermittlern auch sehr lange nicht bewusst. Ein Vorfall in den eigenen Reihen erschweren die Ermittlungen dazu noch, denn Beweise verschwinden spurlos.
Erst durch die Begegnung mit einer Privatdetektivin kommt neuer Schwung in den Fall und bringt neue Ansätze mit sich.

Von Beginn an ist die Handlung spannungsgeladen und schockierend zugleich!
Der Autor hatte geschickt kleine Schockelemente eingebaut, sodass ich mich nach diesen Szenen zum weiter lesen zwingen musste. - Doch, natürlich habe ich weiter gelesen, da mich die Handlung von Anfang bis Ende fesselte.
Hunters Vorgehensweise wurde aufschlussreich beschrieben und die Spannung war immer allgegenwärtig.
Ich fieberte mit den beiden Ermittlern mit und konnte auch ihren Frust spüren, den sie anfangs sehr oft hatten. Denn es dauerte sehr lange, bis kleine Erfolge erzielt werden konnten. Aber als es dann mal wichtige Spuren gab, die in die richtige Richtung wiesen, drehte der Autor noch einmal richtig auf und es wurde noch ziemlich dramatisch.

Die Privatdetektivin Myers hätte der Autor meiner Ansicht nach allerdings nicht größer in die Handlung einbauen müssen. Außer ein, zwei Dingen die Hunter behilflich waren, konnte die Dame nämlich nicht wirklich viel zu dem Fall beisteuern.
Und auf das entscheidende Detail kamen Hunter und Garcia von alleine. Dieser entscheidende Hinweis war es auch, das dem Fall eine komplette Wandlung bescherte und mich erst einmal entsetzt zurück ließ. Denn mit diesem Hintergrund, welche der Täter dann wirklich aufwies, war es nur noch schockierend und traurig zugleich, was mit den Frauen geschah.

Fazit:
Wenn man einen Chris Carter-Roman liest, muss man damit rechnen dass es eklig, brutal und sehr, sehr spannend wird!
Auch in seinem neuesten Thriller konnte er wieder alle wichtigen Faktoren wiedergeben.
Ich hoffe, es dauert nicht allzu lange, bis Teil vier von "Hunter & Garcia" auf dem Markt erscheint.
Ich vergebe vier bis fünf von fünf Sternen.


Epicordia: Roman (Ravinia 2)
Epicordia: Roman (Ravinia 2)
von Thilo Corzilius
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tolle Fortsetzung, 16. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Epicordia: Roman (Ravinia 2) (Taschenbuch)
Epicordia – Eine Stadt unter einer anderen Stadt.

Epicordia ist eine Welt für sich, direkt unter der fantastischen Stadt Ravinia, um die es im ersten gleichnamigen Roman ging.
Diese Unterstadt wird belebt von dem sogenannten Mondvolk und eisern gegen alle anderen Wesen, die nichts in epicordia verloren haben, bewacht.
Zwischen Epicordia und Ravinia besteht schon seit ihrer Existenz eine gewisse Rivalität.
Doch diese müssen sie gemeinsam umgehen, damit sie als Einheit gegen eine große, finstere Macht ankommen können.
Denn etwas Furchtbares passiert in beiden Städten. Zwar anfangs unabhängig voneinander, doch ein paar Wenige erkennen die wahre Bedrohung, die daraus entstehen könnte.
Nun heißt es, gemeinsam zuzuschlagen, bevor etwas Böses und Finsteres in beiden Städten Einzug hält…

Und so macht sich eine Hand voll Menschen aus Ravinia, die durch ihre handwerklichen Begabungen helfen können, auf, um nach einer Lösung zu suchen. Darunter ist auch das Mädchen Lara McLane, die schon im letzten Roman großes erlebt hat.
Mit Hilfe eines Mannes aus dem Mondvolk können Lara, ihr Meister Tom, sowie eine Polizistin und eine Nachtwächterin aus Ravinia, sich in Epicordia umsehen. Dabei machen sie eine furchtbare Entdeckung die einer schnellen Handlung bedarf.
Gleichzeitig sind in Ravinia Laras bester Freund Lee und ein Kommissar auf der Spur von jemandem, den es so schnell wie möglich außer Gefecht zu setzen gilt. Es handelt sich bei dieser Figur um einen alten Bekannten…

Das tolle Cover mit den Vögeln darauf, im Hintergrund der große Vollmond und dem nach außen stehenden Prägedruck, stimmte mich schon auf eine düster-schöne Geschichte ein. Und so war ich nach wenigen Sätzen wieder gefangen in der fantastischen Welt die Thilo Corzilius geschaffen hat.
Besonders die Unterstadt glänzte mit ihrer interessanten Andersartigkeit. Der Autor brachte die düstere Schönheit mit ihren Glühwürmchen und dem Mondvolk sehr gut zur Geltung. Corzilius Beschreibungen wirkten richtig realistisch.

Was mir dabei besonders gefiel waren die Nebensächlichkeiten, die der Autor geschickt einbaute.
Etwas schade fand ich dagegen, dass Laras bester freund in diesem Band eher eine Randfigur war. Er hatte zwar seine aktiven Momente, doch diese waren meiner Meinung nach zu gering. Dafür trat ein anderer Junge ins Rampenlicht, mit dem es auch ein paar zarte Momente gab. Doch diese waren sehr kurz gehalten.

Die Handlungen des vorherigen Romanes wurden im Laufe der Geschichte immer wieder zu passenden Situationen eingeflochten. Dadurch wurde mir der erste Band „Ravinia“ ins Gedächtnis gerufen und für Quereinsteiger ist es somit auch kein Problem.

Wo die Spannung anfangs nicht vorhanden war und die Handlung eher dahinplätscherte, wurde im Laufe der Geschichte eine unterschwellige Dramatik spürbar. Ich konnte mir die Eile richtig vorstellen, die Lara empfand, als sie spürte, dass etwas Furchtbares geschehen würde, wenn sie mit ihren Freunden nicht rechzeitig zur Stellen ist …
Dieser langsame Aufbau der Spannung, die zum Ende hin in Dramatik verfiel, brachte Thilo Corzilius gekonnt rüber!

Fazit:
Ein toller fortlaufender Roman!
Ich wurde erneut von Ravinia und ihren Bewohnern verzaubert und es würde mich freuen, wenn es ein neues Abenteuer mit Lara McLane gibt.
Somit vergebe ich diesem Fantasyroman vier von fünf Sternen.


Mundtot: Der zwölfte Fall für August Häberle
Mundtot: Der zwölfte Fall für August Häberle
von Manfred Bomm
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 12. Häberle, 16. September 2012
Deutschland steht vor einem politischen Umbruch.

Ein Newcomer aus dem schwäbischen Göppingen gibt sich als Sprachrohr des Volkes aus und bringt dadurch die großen Parteien zum Schwitzen.
All jenes, was den normalen Verbraucher stört, spricht dieser Steffen Bleibach an und verlangt Lösungen und macht selbst Vorschläge. Und er hat Erfolg!
Er verschafft sich erst im heimischen Ländle und nach und nach auch in den anderen Bundesländern immer mehr Gehör. Aber mit dem Erfolg wächst auch der Neid und Hass der anderen Mitstreiter. Demzufolge ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Blatt gegen ihn wendet und Sachen gegen Bleibach ans Tageslicht kommen, die ihm schaden könnten.
Als wäre das nicht schon Sorge genug, plant Bleibachs oberster Securitymann eine Survivaltour in der härtesten Jahreszeit und seine Rechtsberatung verschwindet spurlos.

Häberle ist fast von Anfang an mit von der Partie. Bei der Wichtigkeit und dem politischen Interesse ist es ja auch verständlich, den erfahrenen Ermittler hinzuzuziehen.
Doch er bleibt eher im Hintergrund und lässt seinen Jungkriminalisten Linkohr vieles Solo machen. Was nicht immer zu guten Ergebnissen führt...

Zu Anfang plätscherte der Krimi vor sich hin. Trotz einer Drohung gegen den örtlichen Aufsteiger in der politischen Szene tat sich erstmal nichts. Erst in der Mitte des Buches wurde es auf einen Schlag spannend!
Nachdem ein Mann erschossen wurde, der weitgehend mit Bleibach zu tun hatte, kam Leben in die Ermittlungen. Es ließen sich einige Spuren finden die mit einem anonymen Drohbrief gegen den Politiker zu tun haben.
Jedoch ließ die Spannung dann wieder nach, um erst auf den ca. letzten 100 Seiten noch einmal Fahrt aufzunehmen um dann mit einem dramatischen Schluss zu enden.

Die Reden von Bleibach waren zwar äußerst interessant, aber bauschten den Roman meiner Meinung nach etwas künstlich auf, was nicht hätte sein müssen, da der Fall auch so sehr ansprechend war.
Somit rückte auch der Krimi in den Hintergrund, was dem Roman leider einigen Abzug gibt.
Ich finde es etwas schade, dass der Autor zu sehr damit beschäftigt war, bei den unwichtigen Dingen wie den verschiedenen Reden des Politikers so viel Energie zu vergeuden.
Wenn es diesen Bleibach mit seinem Standpunkt gäbe, wäre ich wahrscheinlich ein Anhänger von ihm, aber das Buch sollte doch zu aller erst noch ein Krimi sein. Und davon war leider fast nur am Rande etwas zu spüren.
Nur durch die Tatsache, dass sich das ganze im Göppinger Raum abspielt, sehe ich es dem Autor etwas nach und vergebe ich drei bis vier Sterne, statt nur drei.

Die örtlichen Beschreibungen sind wie in allen Bomm-Romanen authentisch! Es machte mir große Freude als gebürtige Eislingerin durch bekannte Ortschaften geführt zu werden und auch manche "Sehenswürdigkeit" zu kennen.
Dass der Autor sich auch immer mit dem entsprechenden Thema, was er als Leitfaden nimmt, auseinander setzt und bis ins Detail beschreibt, finde ich gut. Doch hätte es an manchen Stellen etwas weniger gereicht.

Fazit:
Wirklich schade, dass die Häberle-Krimis in letzter Zeit sehr an "Häberle" und "Krimi" nachlassen.
Ich hoffe sehr dass Manfred Bomm sich wieder auf den Faktor Krimi besinnt und erwarte daher gespannt den nächsten Teil, sollte es diesen auch geben.


Waldzucht - Frankfurt am Main
Waldzucht - Frankfurt am Main
Preis: EUR 2,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommissar Nasar ermittelt, 16. September 2012
Schreckliches Thema: Kindesmissbrauch!

Es geht um einen Täter der sich an jungen Buben vergreift.
Um ihn zu fassen, scheut Kommissar Max Nasar nicht davor zurück, auch internationale Hilfe anzufordern und sich selbst in den Täter hineinzuversetzen.
Anfangs sind die Ermittlungen sehr mühsam und der Kommissar macht mit seinem Team nur sehr zähe Fortschritte.
Erst eine Zeugenaussage bringt den Fall voran und Nasar kommt dem Täter dadurch immer näher …

Obwohl das Thema sehr heikel ist, wurde es von dem Autor sehr gefühlvoll und sensibel behandelt. Seine Beschreibungen waren äußerst respektvoll und distanziert genug, dass ich der Handlung gut folgen konnte.
Wolfstetter ging nie ins Detail, machte aber dennoch unmissverständlich klar, um was es dem Täter ging. Diese Handhabe fand ich sehr feinfühlig.

Der Schreibstil des Autors ist leider etwas gewöhnungsbedürftig, da er immer ruckartig zwischen privatem und beruflichem hin- und her sprang. Ab und an war dies ziemlich irritierend, wodurch sehr schwer richtig Spannung aufkam.
Fehlende Hintergrundinformationen über die wichtigsten Figuren taten ihr übriges, damit ich das buch nicht flüssig lesen konnte. Denn ich grübelte zwischendrin immer wieder darüber nach, wie z.B. Nasars Team entstand, oder was die Familienmitglieder des Kommissars treiben, wenn diese immer wieder erwähnt wurden.

Was mir allerdings sehr gut gefiel, waren die Einblicke in die Handlungen des Täters.
So erfuhr ich, warum er das tat, was er tat, seine Beweggründe und was er empfand, wenn er sich seinen Opfern näherte und diese anschließend tötete.

Es war eine gute Geschichte mit ein paar Schwächen, daher gibt es von mir drei von fünf Sternen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 28, 2012 9:39 PM CET


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