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Rezensionen verfasst von
Falken (Berlin)

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Music for Drivers
Music for Drivers
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Der Begriff "Musik" . . ., 27. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Music for Drivers (Audio CD)
. . . wird hier arg gequält. Eine akustische Bestandsaufnahme: Straßen-/Maschinennoises, Radiowellenrauschen, unangenehme Kratzgeräusche, abgehackte/pulsierende Synthieeffekte, verzerrte Schreie/Vocals wie aus Filmsequenzen, neben weiteren Rätselhaftigkeiten aus der Akustikkiste. Das einzig "erkennbare" Instrument ist ein Saxophon, das mutig versucht aus dem Geräuschebackground eine "Stimmung" herauszulesen, bzw. über alles hinwegspielt. Das gelingt bisweilen durchaus! Die "Stücke" belasten sich gar nicht erst mit einer Rhythmusfessel, sondern überlassen es dem Sax durch gewisse Wiederholung von musikalischen Grundideen, den "Stücken" einen Charakter zu geben. Verglichenen mit den anarchischen Noise-Überlagerungen, spielt das Saxophon regelrecht "lieb".
Ein bizarrer Mix voller Überraschungen, der in einem Film als Background für ein Maximum an Spannung sorgen würde. Diese "Musik" ist sicherlich nicht dazu da, damit man sie "genießen" kann, da wird kein Fuß mitwippen . . . aber ein akustisches Kopfkino wird angeregt.
Für diesen Mut drei Punkte, weil es NOCH spannender gewesen wäre, aus den Zutaten etwas "Musik" zu zaubern, wie es andere Künstler schon geschafft haben.


Sony Walkman D-NE-241-S Tragbarer MP3-CD-Player silber
Sony Walkman D-NE-241-S Tragbarer MP3-CD-Player silber

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einjahres-Sollbruchstelle?, 4. März 2013
Alle angeführten Pluspunkte kann ich bestätigen, doch endete das "Benutzerglück" nach einem Jahr. Welche CD auch immer das Gehäuse von innen sieht, das Gerät zeigt "No disk!" Reparatur wahrscheinlich genauso teuer, wie der Anschaffungspreis heutzutage und damit Schrott.
Das weitaus kostengünstigere Vorgängergerät hat 10 Jahre gehalten und - mit einfacheren Möglichkeiten - jede CD abgespielt.
Mein Fazit: die anspruchsvollere Ausstattung ist anfälliger. Ein Streik bei der CD-Annahme/Registrierung tut bei einem einfacheren Gerät "weniger weh".


Das Haus am Kanal
Das Haus am Kanal
von Georges Simenon
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Non-Maigret, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus am Kanal (Taschenbuch)
Auf der Suche nach dem Schriftsteller, der die Grundlage schuf, für die in den 60er-Jahren gezeigten, hervorragenden Maigretverfilmungen mit Rupert Davis oder Jean Gabin, gelangte dieses Buch als Erstes in meine Hände.
LEIDER, muß ich im Nachhinein sagen, leider, denn danach blieb G. Simenon jahrelang für mich konsequent in den Regalen. Zu abschreckend negativ, ausweglos die Schicksalsdramaturgie in diesem Buch. Sogar die Freude auf den literarischen Maigret war fort. Final stand die Frage im Raum: "Wenn `Das Haus am Kanal` keinen realistischen, echten Hintergrund im Leben Simenons hat, von dem er sich schriftstellerisch entlasten möchte, was will er dann dem Leser damit auf den Weg geben? Resignation? Da macht sich auch Ärger bemerkbar.
Es gibt genug andere Beispiele hoher schriftstellerischer Kunst, in denen die Romanfiguren weitestgehend konsequent in den Abgrund, in die Niederlage geschrieben werden, nahezu das gesamte Werk Hemmingways z.B. ("Inseln im Strom/Wem die Stunde schlägt/In einem anderen Land", usw.), doch sind hierbei - im Vergleich zu Simenon - die Schauplätze "weit genug weg" und auch insgesamt beeindruckender.

Mit spätem Rückblick und nach aktueller Lektüre von weiteren Geschichten wie "Der Umzug" und "Der Kater", haben sich die wesentlichen und - zugegeben - faszinierenden Merkmale des simenonschen Schaffens herauskristallisiert: Vielfach ganz alltägliche Lebenssituationen im Leben "Kleiner Leute" werden - dank hervorragender Erzählkunst - in große athmosphärische Dichte getaucht. Die damit gepaarte analytische Entlarvung der Hauptdarsteller mit all ihren Verhängnissen und Zwängen geschieht dabei so unmerklich lesenah, daß man sich schutzlos mit auf dieser "Bergabstrecke" wähnt und die Katastrophe ahnt.

Simenon schreibt so, daß seine fiktiven Schickale zu eigenen Möglichkeiten werden.
Beklemmend!


Facciamo Finta Che Sia Ver
Facciamo Finta Che Sia Ver
Preis: EUR 20,93

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im Vergleich, 20. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Facciamo Finta Che Sia Ver (Audio CD)
Celentanowerke sind selten gaaanz schlecht (es gibt da allerdings Filme, ... brrr), aber bei Musikern, die schon so viel produziert haben - ähnlich wie z.B. Sangeskollege Joe Cocker, wechseln die Stilmittel, wechseln Band und Gastmusiker von CD zu CD. In diesen Fällen helfen dem kaufinteressierten Leser Vergleiche mit älteren Werken. Das ist in diesem Fall bisher weitgehend ausgeblieben, sodaß ich subjektiv leider einen mittelschweren Fehlkauf in Händen halte.
Aus welchen Gründen auch immer, aber ich hatte geglaubt, an den bisherigen Rezensionen ablesen zu dürfen, daß A.C. noch mal solch ein grandioses Album wie "Arrivano gli uomini" (1996) gelungen ist, aber das war ein Irrtum!
Im Vergleich hierzu fällt "Facciamo ... " deutlich ab. Immer noch "nicht schlecht", aber IM VERGLEICH ...
Er ist längst nicht so "wild", und so rockig, wie er auf dem Cover daherkommt.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf.


Wayfarer: A Celtic Pilgrimage.
Wayfarer: A Celtic Pilgrimage.
Preis: EUR 19,21

5.0 von 5 Sternen Keltische Wellness, 14. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wayfarer: A Celtic Pilgrimage. (Audio CD)
5 Sterne ..., weil J.D. es schafft, traumhaft schöne Arrangements mit anderen Instrumenten herzustellen. Sein Spiel wirkt nie "einsam", was auch daran liegt, daß man stets glaubt neben der Gitarre noch Bass und Harfe als eigenständige Instrumente zu hören. Wenn dann noch - sehr sparsam und gekonnt - gelegentlich Schlagzeug, Flöte und Synthisiser hinzukommen, geschieht "Unterhaltung" in bester Art und Weise. Klanglich wunderbar helle Harfentöne und warme Untermalungen.

Weitestgehend ist die Musik absolut beruhigend! Wer "herzergreifende Wehmütigkeit", wie sie so einzigartig in keltischer Musik mit Flöte, Dudelsack und Geige ausgedrückt werden muß, schnell mit "kitschig" übersetzt, sollte von dieser Musik die Finger lassen! Die Musik - und wie sie gespielt wird - rührt an und tröstet im nächsten Schritt. Es ist Inhaltsschwere und nachhaltige Wertigkeit zu spüren.
Stücke mit Bombarde erinnern an mittelalterliche Burgfeste, was aber auch schon den Zenit der "Heiter- und Tanzbarkeit" ausmacht.
Die Musik schafft das alles ohne ein einziges gesungenes Wort, was auch an keiner Stelle vermisst wird.


Eschenbach Fernglas arena Zoom 8-24x50
Eschenbach Fernglas arena Zoom 8-24x50

3.0 von 5 Sternen Zweifel, 7. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Umgang mit Gewicht und Größe war kein Problem. Da ist jedem vor dem Kauf zu raten, sich darüber klar zu werden, mit welcher Gerätedimension er in Zukunft umgehen möchte, und welches Einsatzgebiet ansteht.
Ganz subjektiv war mir der Bildausschnitt vor Einsatz des Zooms zu klein und nach Betätigung zu unruhig in der Hand. Das wird vielleicht noch unterschiedlich in der Wahrnehmung sein, doch nicht die Tatsache, daß das Glas nach einem Monat (und gaaanz behutsamem Umgang!) defekt war! Mit Einsatz der Zoomfunktion bildeten sich die sichtbaren Objekte doppelt ab, jenseits aller Nachregulierbarkeit.

Das Glas wurde zwar problemlos ersetzt, doch mein Zweifel an der Mechanik nicht überwunden. Ob es sich um eine grundsätzliche "Schwäche", oder einen Sonderfall gehandelt hat, wollte/konnte man mir von Verkäuferseite nicht beantworten.

Ich habe das Gerät weiterverkauft und werde ein Fernglas ohne Zoom erstehen.


Clarks 20338979 Nature Three Herren Halbschuhe
Clarks 20338979 Nature Three Herren Halbschuhe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aber die Sohle!, 7. März 2012
Zur Bequemlichkeit des Schuhwerks ist alles gesagt: Ein wunderbares Gesamtgefühl.
Doch ist Folgendes zur Haltbarkeit zu sagen: Nach einer effektiv geringen Tragezeit der Schuhe (über drei bis vier Jahre ca. 4 bis 5 Tage pro Monat) sieht das Obermaterial noch immer nahezu neu aus; die Sohle allerdings ist im mittleren vorderen Bereich an beiden Schuhen gebrochen und nicht mehr zu reparieren. Dazu trägt negativ bei, daß die Sohle ein ausgeklügeltes Innenleben hat, umhüllt mit vergleichsweise dünnwandigem Material (im Vergleich zu Leder- oder massiver Gummisohle). Sinnvoll wäre ein grundsätzlicher Herstellerhinweis zur Reparierbarkeit, und, falls "ja", anhand welcher Indizien an der Sohle, für Neubesohlung zu sorgen ist, denn die Clarks-Sohlen arbeiten sich anders ab, als normales Schuhwerk mit Absätzen und Vordersohle.

Ohne dieses Manko könnten die Clarks auch funktionell eine viel längere "Lebensdauer" haben. Optisch haben sie das sowieso.


Paintbrush,Rock Penstemon
Paintbrush,Rock Penstemon
Wird angeboten von Sascha Becker
Preis: EUR 7,98

4.0 von 5 Sternen Rock? Was ist es nur?, 11. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Paintbrush,Rock Penstemon (Audio CD)
Schade, daß es nicht die Möglichkeit gibt, bei Nichteinordbarkeit der Musik, gar keinen Stern zu vergeben!

Weil ... diese Musik ist mit Sicherheit kein Rock, so wie es der Titel suggeriert. Klar, Sumen spielt E-Gitarre und dies auch mit einer eiseskalten Tonlage, doch auf musikalisch rocktypische Rhythmusstrukturen und Vocals kann der Hörer lange warten. Dafür gibt es bizarre Bläsersätze, furiose Gitarrensoundgewitter und jazzig Vertracktes. Diese Musik ist sicherlich nichts für den Partyabend ... ein stimmungsvoll eingeschenkter Rotwein wird bei dieser Musik gefrieren! Und doch ist es HÖCHSTINTERESSANT, was da gemeinsam erspielt wird, denn eindeutig ist dieses Musikwerk komponiert.
Die Musik kommt weitgehend ohne Melodiebögen im herkömmlichen Sinne aus (einige Songs beginnen überraschend moderat und zeigen später was eine kompositorische Harke ist), doch gibt es Themen, wie sie vielleicht nur im kalten Norden entstehen können. Die Bläser jedenfalls gehen mit großer Inbrunst und Können zu Werke und im zweiten Song "Curtain of twilight shimmer", gestalten E-Gitarre, Klarinette und Harfe (!) einen ganz romantisch-seltsamen Stimmungsbogen.
Doch damit des Milden genug! Wenn Sumen wiedermal mit der Gitarre "zum Ausgleich" versucht, den Schrei eines Brontosauriers nachzuahmen, stellt sich schon die Frage, wieviel "Können" sich da wirklich an der Gitarre einstellt. Seine Soli sind garantiert nichtangepasst, mit regelrecht schockierenden Momenten komponierten Gleichklangs.

Klingt wie: Captain Beefheart meets Mahavishnu Orchestra meets Eno meets Allan Holdsworth, aber härter (und seltsamer).

Für südlichere Ohren ein ganz ganz schwerer metallisch jazziger Brocken.
4 Sterne für das durchaus "stimmige" Konglomerat einer völlig unangepassten, harten Musik.


Narziß und Goldmund: Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
Narziß und Goldmund: Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
von Hermann Hesse
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle verfügbaren Sterne, 10. März 2011
völlig subjektiv natürlich.
Zur Handlung ist nichts hinzuzufügen, doch gerade im Verbund mit Studien psychologischer Veröffentlichungen aus der Zeit Hesses (C.G.Jung), wird deutlich, wie sehr die Gedanken Jungs sich auch in den Werken Hesses wiederfinden (z.B. Verlust einer archaischen Fähigkeit, mit der uns umgebenden Materie, zu kommunizieren). Ob bewußt angewendet, oder ob es sich um parallel verlaufende Erkenntnisse handelt, entzieht sich meiner Kenntnis, doch sind sie in Hesses Werk vorhanden. Diese überraschende Feststellung mindert jedoch nicht den Wert des Schriftgutes, sondern bereichert es zusätzlich.
Viele begeisterte und tief bewegte Leser spüren, daß sich Hesses Geschichten - wie bei Narziss und Goldmund, "eigentlich", bzw. "zusätzlich" auf einer viel tieferen Seelenebene abspielen, Ängste werden berührt, Hoffungen angesprochen und - immer wieder - große Gnade, Güte und Vergebung gewährt. Angstbesetzte Themen, die jeder Mensch - seine äußere Maske sei noch so stabil - deutlich in sich spürt und lebenslang um Antworten bemüht ist.

In diesem Roman ist es Goldmund an anderer Stelle Knulp, die der Gnade bedürfen. Daß der Schriftsteller Hesse, trotz beeindruckender Erfolge zu Lebzeiten, doch immer wieder das Thema Goldmund/Knulp in sich gefunden - und literarisch heilend - behandelt hat, läßt mich stark am Künstler Hesse Anteil nehmen. Welch dunkle Stunden des Zweifels muß dieser Mensch erlebt haben!
Mit seinen Büchern - und hier insbesondere "Narziss und Goldmund" - gelingt es ihm, Hoffnungen/Antworten zu geben, die innere Ruhe verschaffen, wie es "eigentlich" nur Bibelworte zu geben vermögen.
Bücher wie diese, werden Teil von einem selbst.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2012 8:04 PM CET


Limit: Roman
Limit: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vergleiche, 26. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Limit: Roman (Gebundene Ausgabe)
Rezension Nr. 434!
Ist das wirklich nötig? Wer ließt noch die anderen 433?
Deshalb hier kurz und bündig die Gründe . . .
für jeden gegebenen Stern:
- In jedem Handlungsstrang (auch den überflüssigen) entsteht großartiges Kopfkino! Schätzings großes Plus.
- Die glaubwürdige Schilderung von technischen Möglichkeiten der Zukunft ist faszinierend.

und nicht gegebene Stern:
- Was hat chinesischer sexueller Babymißbrauch in einem Mondbesiedlungsthriller zu suchen? Diese Frage steht als Synonym für viele brutal-realistische Überflüssigkeiten des Inhalts.
- Das Böse ist "007-mäßig" recht früh personifiziert und die Story steuert - auch bond-mäßig - erwartungsgemäß auf eine finale Zerstörungs-/Überlebensorgie hin (Aus "Das fünfte Element": "Großer, mächtiger Badabumm!").
- Bei all dem unglaublichen Vorbereitungsaufwand (Nebenkriegsschauplätze/detailreiche Einzelcharaktere/Technologiepark) kommt die große finale Bedrohungsszenerie (ein bis zwei Atombomben) und deren angestrebter Auffindung/Entschärfung (wieder bond-mäßig) vergleichsweise "simpel" daher.

Fazit: Der ganze enorm fleißige und auch kompetente Aufwand wäre leichter zu ertragen/zu erdulden, wenn es ein wirklich überraschendes Finale gäbe, im Sinne von "The sixth sense", aber dafür ist die Grundanlage des Romans - anders als beim "Schwarm" - einfach zu "realistisch". Die gekonnt glaubwürdigen Machbarkeitsszenarien stellen sich in diesem Fall als Nachteil dar: Sie lassen keine Lösungen aus dem Psychologischen, Esotherischen zu! Auch für Aliens ist der Weg nicht bereitet.


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